Montag, 27. November 2017

Es bricht was auf - dieser Arzt spricht Klartext ...

... und ich habe mich sowas von gefreut !!!

Auch für mich selbst - daß ich einst mutig genug war, mich nach der Rückenklammerung einstweilen wieder von allen Ärzten zu verabschieden.  Wie gerne hätte mir doch die junge Stellvertreterin vom Chefarzt noch eine Klammer von vorne am Herzen vorbei gesetzt - vermutlich für ihre Reputation?
Ich erinnere mich bestens an ihre leichtenden Augen bei Verkündung dieser  "Notwendigkeit" ... und daran, daß ich sowas dachte wie: "Und das - willst Du hier auf diesem albernen Bildchen sehen - auf dem fast nichts zu sehen ist?" Ihre Geschichte zu dem völlig vernebelten Röntgen-Bildchen lautete - da hätte sich etwas um einen Millimeter (sic!) abgesenkt.
Außerdem verkündete sie mir noch - daß irgendwelche "Bandscheiben auch hinüber" seien.  Und ich muß sagen - ich bewunderte sie sogleich für ihr "außerordentliches Feingefühl" - den Menschen etwas über ihren angeblichen Zustand mitzuteilen. Haha ...
Kurz: Mein Mißtrauen - welches sich ohnehin nach meiner einstigen unüberlegten "Panikreaktion" eingestellt hatte - also als ich solcher OP zustimmte, statt erst mal nach Hause zu gehen - bestätigte sich. Hallelujah !!!  Über Bandscheiben hab ich gerade neulich nochwas dazugelernt - was so kein oder kaum ein Arzt verkünden wird - und vermutlich nicht mal weiß.

Dennoch - konnte ich mir nicht wirklich vorstellen - daß Menschen sowas machen. Also operieren - ohne echte Not.  Für sich = Reputation und für Geld = Umsatzgenerierung. Aber dem ist wohl so.

Das ist jetzt etwa zweieinhab Jahre her - und ich war seit zwei Jahren bei keinem Arzt mehr - nachdem die mich da besprechen wollten für eine weitere "nötige große OP".
Ich kann immer besser damit leben - oft angst- und schmerzfrei. Manchmal kommt noch bissel Schiss - weil ja die eine Klammer immer noch drin ist und manchmal ein wenig zu zwicken scheint .... das ist dann so eine Angst, da könne sich vielleicht doch was entzünden oder so .... meine Phantasie ist in dieser Hnsicht rege, wenn ich nicht aufpasse.  Aber - ich hatte ja einst nachgefragt bei der ehrgeizigen jungen Dame - was denn das eigentlich für ein Material sei - und wie lange sowas drin bleibe?
Titan. Das könne theoretisch ewig da bleiben.
Das - war für mich die eigentlich wchtige Info - um mich zu verabschieden. 

Und: Im Grunde hab ich mal wieder Glück im Unglück - denn die Stelle, wo die Klammer sitzt - ist eine, die nicht wirklich erheblich in der Bewegung beeinträchtigt.
Nach der OP im Aufwachraum sagte der Chefarzt mit einem wirklich warmen Lächeln und festem Handschlag: "Frau Sati - kann machen, was sie will !"  Und dann schränkte er es nocmal irgendwann kurz ein - ich solle nur nicht gleich einen "Katzenbuckel" machen.
Manchmal hab ich auch bissel Schmerzen - aber das ist nichts, womit ein Mensch nicht klarkäme.
Und - die größte Übung war die mentale. Und die, zu gehen - ohne weitere Untersuchungen.

Der Arzt im oben verhinweitsen Beitrag erzählt auch davon - von der "OP-Industrie" ... aber nicht nur davon. Also: Hört es Euch an !!!

Ich freue mich jedenfalls - daß es immer mehr mutige Menschen gibt - die Tacheles reden.

1 Kommentar:

Grey Owl Calluna hat gesagt…

Im Nachhinein weiß ich, dass man mich in Krankenhäusern und nach den ewigen Besprechungen der Ärzte, wie Du es nennst, noch viel kränker machte, als ich war. Aber da spielt Angst eine Rolle, die GANZ bewusst geschürt wird. Wer will schon als sabbernde alte Frau im Rollstuhl enden? Die Diagnose Krebs macht allerdings auch jede Menge (Todes-) Angst, insbesondere wenn man unvorbereitet da rein rutscht - und WER ist schon auf SOWAS vorbereitet?? Da lässt man sich dann schon in die Enge treiben.....und nimmt.....was "geboten" wird.
Aber auch ich hab' beschlossen, so weit wie möglich, zukünftig alles alleine zu regeln. Notfalls mit meiner Heilpraktikerin.
Gruß und weiterhin Mut
Die Eule