Samstag, 18. November 2017

Die nächste Übung hier .... uahaha

Bei der "Süßen" unter mir ist irgendwas los.
Sie ist mal selbst da - und dazu auch Besuch. Was mir ja völlig wurscht ist.
Aber jetzt dies: Gehe ich eben raus - steht da unten ein fetter "SUV" mitten im Gras. Geparkt. Mitten auf dem "Grünstreifen" der langen Zufahrt. Erste Re-Aktion bei mir: "Das kann ja wohl nicht wahr sein?! Wie kann man so blöde sein - sich da mitten ins Grün zu stellen? Sind die alle gehbehindert - oder wieso stellen diese Idioten sich nicht einfach die paar Meter weiter auf den reichlich vorhandenen Siedlungsasphalt - Parkplätze ohne Ende hier?"
Zorn will sich breit machen.
Und gerade noch rechtzeitig denk ich mir noch - sie sollen mich doch langsam mal alle hier kreuzweise.  Ist wohl der gleiche fette SUV - der neulich schon anderswo halb mit den fetten Reifen auf der Wiese stand.  Einer - der nichts merkt. So einfach ist das,
Zum Glück - hab ich damals nicht diesen kleinen "Holzzaun"  auf den Sperrmüll gegeben - sonst ständ so ein nichtsmerkender Depp garantiert mitten auf der Wiese vorm Haus mit seinem SUV.
Der Parkplatz vor der Garage ist heute schon anderweitig belegt - sonst hätte dieser SUV wieder die andere Wiese malträtiert.

Ich also - mal kurz innegehalten. Und gerade noch rechtzeitig bemerkt - daß ich gar keine Lust habe, mich hier über Idioten zu ärgern, die nix von sich aus merken.  Die von sich aus nichts sehen - und auch  nichts machen. Gemäß dem Motto: Irgendein anderer Depp - wirds schon richten.
Also das ganze Zeug ums Haus halt - "Mülltonnen-Service, Gartenservice" und so weiter.

Das auf dem Kellerboden stehende übergelaufene Wasser aus den Waschmaschinen bzw. aus dem kleinen Waschbecken - einfach mal stehen lassen! Kommt schon irgendein Depp - und wischt es auf.  Derweil sieht es eben keine von denen - für Wochen - die ganz nah dran sind.
Immer lustig - wenn sie dann so große überraschte Augen machen - wenn man sie drauf hinweist.
  
Kabel so nutzen - daß sie möglichst gefährlich quer rumhängen da unten und feine Kurzschlüsse bewirken können - zusammen mit dem überlaufenden Wasser. Und die Maschinen keinesfalls ausstellen über Tage - damit es auch funzt. Hahaha .....

Die Devise scheint zu lauten: Raum einnehmen.
Auch im Treppenhaus - fein die schicken Möbel rausstellen, so daß Sati fast nicht mehr vorbeikommt.  Sati aber neulich - erzürnt drüber - hat das eine sinnfreie Möbelteil unters andere gepackt und sich so wenigstens die Hälfte des Durchgangs wieder freigemacht.  Ohne etwa "nachzufragen" oder was zu besprechen.

Diese Woche - steht so ein schwerer Beton-Blumenkübel vor der Haustür.
Ist ja ok - wenn man was damit machen täte.  Sprich: Bepflanzen - oder von mir aus auch "Deko". 
Der steht da aber nur - leer und mit vielen Spinnweben drinnen.
Etwa so wie gnädigst hingestellt mit einem sehr lauten "stillen": Da - mach mal was damit.
Preis noch drinnen aufgeschrieben.

Hach - dat is esu schön hier gerade.
Was es so alles zu lernen gibt wieder mal - für mich.
Hab mich schon ein paar Mal still bedankt hier bei den Neuen - was das Haus und Verantwortung für sowas wie Gemeinwohl betrifft - äußerst lethargischen Nachbarn.

Und das hat mich echt viel Energie gekostet - an etwas festhalten zu wollen - was es kaum noch gibt und was wir hier mal hatten: Bei fünf Bewohnern einst - oft zehn Hände, die mit angefasst haben. .

Mit zwei Händen - wird das nix mehr hier.
Das ist zuwenig.
Manchmal - wenn es mir wirklich danach ist - geh ich noch raus und mach was draußen.
Aber - viel zuwenig,

Und auch diese Rolle der "meckernden Gouvernante" liegt mir nicht wirklich - so guckt mich der junge Mann von unten an, wenn ich versuche, ihm was zu vermitteln - was es hier im Haus so alles zu wissen gäbe - würde sich nur jemand dafür interessieren.  Er tut es offenbar nicht.  Und denkt laut: Wat will die Tante eigentlich immer von mir? Also - wenn ich ihn denn mal treffe - bzw. er bei mir geklingelt hat - weil er was wollte.
Haha.

Soweit die Übung hier gerade.
Und es gibt wahrlich schlimmere Übungen und Orte.
Es bleibt also eine recht sanfte Übung.
Und für mich auch eine lehrreiche.
Insofern, daß ich mich frage - was will ich eigentlich wirklich gerne hier tun - ganz unabhängig von diesen "schlafenden Pfeifen" - die offenbar außerhalb ihrer vier Wände keinen  Einsatz bringen möchten - außer einmal im Vierteljahr mit Gummistiefeln (????) den Rasen schlampig mähen?

Paß auf - jetzt noch der Klops:
Habe mich mal bei der "Süßen" unter mir ganz zu anfang über meine sehr starke Abneigung ausgelassen - daß hier auch noch der direkte Zugang zum Haus und zur Haustür zugestellt wird mit irgendwelchen Autos.  Siehe oben - oder sind die alle gehbehindert?
Seither - bleibt wenigstens der Zugang frei - und stellen sie sich ... ach ne - laß mal - da kann man echt nix mehr zu sagen .  ...

Kurzfassung: Ich hab echt mal wieder gründlich loszulassen.   

Kommentare:

Ich will...... hat gesagt…

so geht mir das ja, wie schon mal beschrieben, mit der mitmieterin und ihrer vermüllung. die muss eine wiedergeborene hänsel und gretel sein, denn ihren weg zieren bonbonpapier, taschentücher, ganze bonbon, papier, müll aus hosentaschen und co.
als die verfaulten birnen in der papiertonne landeten, bin ich ausgerastet. zu ihrem glück war sie schon ausser haus, der nachbar hat es abgekriegt.
die stapft mit ihren gummistiefeln aus dem pferdemist die treppe hoch und der dreck fliegt durch nach unten auf meine pflanzen und vermieterschrank bis vor meine tür.
auf der treppe liegen wochenlang dicke dreckbatzen.....die merkt nichts. sie wohnt jetzt ein jahr und zwei monate hier und hat zweimal die treppe gereinigt, auf mehrfache ansprache vom nachbarn.
aber die herrschaften spielen hier die dorfbesitzer.
örgs, kann ich nur sagen.
m. versteht deinen zorn

Sati hat gesagt…

Ja - so läuft das mit denen - die nichts weiter merken.
Und danke für´s Verständnis.
Es ist nur so - und da irgendwo liegt die Übung - daß ich mich frage, was die denn genau für eine Botschaft für mich haben.

Im Sinne von - von was darf ich mich denn lösen?
Denn - denen den Arsch hinterherzutragen - kann es sicher nicht sein.

Nun bin ich leider bis heute immer noch so blöde - sämtliche Wesen immer erst mal in Schutz zu nehmen.
Habe also auf die einstige Nachfrage der Vermieterin - wie es denn so laufe - glatt mal wieder naiv geantwortet: Ach - die sind ja alle so nett - das wird sich schon noch einspielen.
Autsch !!!
Wird es sich ja auch - soviel ist sicher.
Die Frage ist halt - wie.

Und sie interessiert mich gerade so brennend - weil ich es für mich zu justieren habe.
Ob das hier oder woanders ist - ist wurscht.
Sind Grundsatzfragen.
Was ich noch justieren will - oder eben nicht mehr.

Das Blaue Haus hat gesagt…

Liebe Sati,
Deine Enttäuschung verstehe ich gut. Auch Dein sich noch in Gedanken abspielender Dialog kommt mir bekannt vor. Du schreibst: "Kurzfassung: Ich hab echt mal wieder gründlich los zulassen." Mir kam dazu noch ein anderer Gedanke. Was, wenn es dieses Mal nicht ums Loslassen geht? Was, wenn es auch darum ginge, ein Licht für die (geistige :)) Dunkelheit anderer zu sein?

Sicher hast Du Recht, dass Du niemandes Gouvernante bist. Aber es kann auch irgend wie nicht möglich sein, dass die, die noch wissen, wie man Gesellschaft und Miteinander auch leben kann, sich zurück ziehen. Fällt mir irgendwie schwer zu glauben, dass diese "geht-mich-nix-an Mentalität Deiner werten Nachbarschaft zur gesellschaftlichen Norm wird. Es ist ja nicht so, dass ich nicht ähnliches auch hier in der Nachbarschaft sehe und überlege, sag´ ich was oder halt ich mich um des lieben Friedens willen zurück. Und beruhige mich damit, dass es mich nichts angeht.

Bin der Meinung, dass jedes Tierchen sein Pläsierchen haben soll und muß. Aber was, wenn wir irgendwann mal gefragt werden, wieso habt ihr denen nicht mal die Meinung gesagt...

Schwieriges Thema, die Nachbarschaft. Ja, das sind Grundsatzfragen und keiner weiß, wie es andernorts wäre. Ich wünsche Dir sehr, dass es für Dich erträglich bleibt!

Viele Grüße
Erika