Dienstag, 11. Juli 2017

Sieht gut aus - mit den neuen Nachbarn ...

... und  das ist was ganz Wichtiges (nicht nur) in diesen seltsamen Zeiten.
Heute traf ich die "Sie" erstmals - habe mich gemeldet, weil jemand auf meinem Parkplatz stand - zum Tauschen. Scheint eine ganz Liebe zu sein - sehr symphatisch - wie der Vater neulich schon.
Heute oder morgen ziehen sie dann ein - meinte sie.
Kater und ich waren doch noch ein paar Mal alleine hier.

Es zieht zwar gerade ordentlich irgendwas an mir - von wegen nochmal umziehen - aber es zeigt sich noch nichts. Weder Ziel noch Lösung. Das aber "kenne ich bereits" - und es löst sich halt - wenn die Zeit gekommen ist.

Solange dem nicht so ist, ist es immerhin ein Segen, wenn "gute Menschen" im Haus wohnen. Im Sinne von umgänglich / fair usw.  Was ich eigentlich erstmals hier so erlebt habe - nachdem der komplett Irre einst ausgezogen war mit seinem Anhang. Also etwa vor dreieinhalb Jahren.

In meinen Kindertagen einst hab ich auch öfter mal sowas wie gute Nachbarschaft erlebt - unter den Erwachsenen. Aber immer nur zum Teil - in so einem 6-Parteien-Haus einst in der Stadt gabs auch mal Differenzen mit einigen der seltsameren Art. Oder mit denen, die in den Nachbarhäusern lebten.
Damals - kannten sich fast alle. Es war alles anders als heute - aber zu sagen, daß alles besser war - wäre nicht wahr.
Das ist so eine Verklärung der Vergangenheit - wo es wirklich schlimme "Spießer" gab - und Familien, wo die Männer ihre Frauen verprügelten oder ihnen verboten - irgendwas zu arbeiten außerhalb. Bis in die 70-er gab´s hier im Land ein "Gesetz" (es gibt soviele seltsame "Gesetze") - wo der Mann es der Frau "erlauben" konnte oder eben nicht - arbeiten zu gehen.  Oder den Führerschein zu machen. Irre - gell?!!

Aber - es gab auch sowas wie Zusammenhalt manchmal. Ich erinnere mich heute noch gut an den Tag, an dem irgendwelche Arbeiter kamen und auf dem großen Rasen hinter dem Häuserblock Metall-Schilder in diesen hämmerten: "Rasen betreten verboten".
Sofort standen sehr viele Menschen dort und schimpften - das wäre ja lächerlich. Wir Kinder haben immer auf dem Rasen gespielt. Und auch die Erwachsenen abends - Federball und sowas - es gab noch keine Computer und Fernsehen war damals auch noch erheblich spärlicher angesagt.
Also - die Schilder standen dann dort - und niemand hielt sich dran.

Bis heute erinnere ich die Hausfrauen - wie sie sich über die Balkone der Häuser unterhielten oder zuriefen: "Erika - kannste mir mal zwei Pfund Kartoffeln leihen?".  Samstags trafen sich die Damen der Siedlung im Friseursalon - und da gab es großes Geschnatter unter den Hauben.
Ich staunte oft als Kind - wenn ich mal eben bei meiner Mutter dort vorbeiging .... und beobachtete das alles sehr aufmerksam. Vielleicht maximal so eine Viertelstunde ... denn es stank dort übel nach Spray und so.

Als Kind und auch noch viele Jahre lang später - war immer mein Vorsatz: Werde nie so unflexibel - wie soviele Erwachsene. Und nun - seit wenigen Mondläufen - stelle ich fest: Es wird mir wohl nicht recht gelingen.
Was im Land gerade geschieht - läßt mich - und vermutlich viele Andere - eher unflexibler werden.
Eher - "konservativer".  Auch - wenn früher sicher nicht alles "besser" war.

Wie auch immer - in diesen Zeiten ist es wohl ein Segen - wenigstens im Haus eine gute Atmosphäre zu pflegen.   

1 Kommentar:

Ich will...... hat gesagt…

genauso läuft es hier auch. wir wollen weg, aber eigentlich nicht. ich liebe diesen see zu sehr. und den wald.
auf alles andere kann ich verzichten.
es tut sich einfach nichts auf.
im garten wird wohl ein gartenhaus gebaut, wenn ich morgen im lotto gewinne.
dann kann ich da übernachten, was gut wäre.
da arbeite ich dran, im geiste und demnächst in real.
aber erstmal habe ich wieder die verbrecher von den zwangsgebühren am hals und zwei wochenenden volles programm.
aber dann!!!!