Montag, 26. Juni 2017

Das ist ja mal was ....

... der Kater und ich allein im Haus.
Fühlt sich übrigens gut an.

Warum? Naja - schon allein deshalb, weil keine weiteren Gedanken hier kreisen.
Vielleicht auch - weil kein gigantischer Fernseher irgendwo den ganzen Tag durchläuft.
Und kein WLAN strahlt. 
Wer weiß - wer weiß ....
Jedenfalls hab ich diese Nacht geschlafen wie ein Stein.
Und der Kater auch - im Bett mal wieder.

Jetzt - in dieser Luxus-Situation - die ja zeitlich begrenzt sein wird - hab ich mich auch erinnert an so einige wenige Situationen einst - in denen ich alleine irgendwo in der Wallachei war.
Zum Beispiel einst auf dem einsamen Berg in Umbrien - bis auf die Nervensäge, die ja nach der Abreise der Anderen auch erstaunlich umgänglich und fast schon ruhig war. Will heißen: Ich konnte sie fein umgehen - das Gelände war riesig und drei alte Bauernhäuser standen drauf - man mußte sich also nicht den ganzen Tag begegnen.Bis heute erinnere ich die Woche oben auf dem Berg - als eine sehr glückliche. Der Tag sinnhaltig gefüllt - mit Hühnerpflege und ein paar anderen Handgriffen.

Oder an eine Bauernkate einst im weiten Dittmarschen - gleich hinterm Deich. Kein Mensch weit und breit - nur ein paar Geister in der Kate, aber freundlich gesinnt.  Die Kate von innen erheblich geräumiger und viel mehr Zimmer - als mensch so von außen angenommen hätte.
Morgns guckst Du aus dem Küchenfenster - und siehst: Weites Land - Nebel - und ein paar Schafe.
Herrlich !!! War im Februar.  Übrigens - alle guten und eher raren Zeiten in der Einsamkeit - ohne Internet.

Kurzum: Alleinsein - ist für mich sowas wie Luxus.
Als einstiges Großstadt-Gewächs sowieso.

Gestern abend hat es dann nochmal gerumpelt unten. Und natürlich hab ich mal kurz eruiert - wer da unterwegs ist. Ich seh nämlich nix von hier oben aus. Bzw. maximal - aus einem Fenster raus. Dachte es mir aber schon. Die einstige Nachbarin und ihre Helfer haben noch ein paar Reste abgeholt. Und dann war wieder Ruhe im Karton.

Dieser Karton = dieses Haus - ist ein freundliches. Inzwischen oder vielleicht wieder. Nachdem die Irren einst auszogen, die ich ja bei meinem Einzug hier vorfand.
Selbst die "Klopfgeister" sind futsch mittlerweile.
Ja - es hatte hier in der Nacht lange und oft - geklopft. Dachte erst an die Fledermäuse - aber dafür war es zu monoton bzw. mechanisch. Auch für Wespen - zu monoton. Was auch immer das war - es ist jetzt nicht mehr zu hören.  Und die Wespen - die hier immer zahlreich ein- und ausflogen - scheinen übrigens auch verzogen zu sein.

Kürzer: Ich staune. Nach all dem Chaos und dem Lärm über soviele Jahre - besonders in der Stadt einst - jetzt dies hier.

Natürlich wird das nicht so bleiben - denn es werden ja neue Menschen einziehen da unten. Aber - wer weiß - vielleicht erst in ein paar Wochen?
Die andere Süße mit Wohnsitz hier - ist ja eh nur selten da. Dieses Wochenende wirds nochmal lebendiger - sie hat wohl Geburtstag und ihre Familie kommt - aber die sind alle ganz fein.
Und danach - fährt sie erstmal in Urlaub.

Also: Geniessen !!!! Sowas - gibt´s nicht alle Tage.  Jedenfalls nicht im übervollen "NRW".
Woanders - wird´s das schon noch geben. 

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