Dienstag, 9. Mai 2017

Matruschka

... es ist diese Vielschichtigkeit - die sich im Laufe des Lebens ergibt - ergeben hat - von selbst - mit der ich oft "beschäftigt" bin.
Und es scheint, als nähme diese kein Ende.
Das bedeutet nicht etwa - daß ich etwas wüßte.
Aber es hat etwas mit Ahnung zu tun.
Banal gesagt - würde ich es so ausdrücken: Es nimmt kein Ende.
Besonders nicht dann, wenn Du denkst, Du hättest etwas erfaßt.
Noch banaler: S´geht immer weiter.  

Aber gerade hab ich so eine Zeit - in der ich gut weiß - daß es nicht ums Wissen geht.
Und eine Zeit - in der ich mich erinnern kann.
Und zwar - an alles. Wenn es denn sein soll - oder womöglich "gebraucht" wird.
Das ist mir erst seit Kurzem so deutlich aufgefallen.

So deutlich fiel es mir auf - im plötzlichen Abgleich mit dem, was ich als Kind bereits wußte.
Dieser geschah von selbst - also der Abgleich. Und immer öfter.
Der Unterschied mit den Jahrzehnten ist simpel: Es gibt mehr Worte und Geschichten für das - was erlebt wird. Die Essenz - ist im Grunde die Gleiche geblieben. Und manches Mal - kommt es mir eher albern vor - nun einfach mehr Worte und ein paar mehr Erlebnisse zu haben für etwas - was jedes Kind schon weiß. Bzw. - ich hoffe - daß die Kinder es heute noch wissen - dürfen und können, weil sie ja immer früher aus dem herausgerissen werden - was natürlich ist.  Man könnte es auch einfach Instinkt nennen.

Nun kam ich mir oft selbst sehr albern vor - in dieser Erkenntnis - daß all "meine gemachten Erfahrungen und Erlebnisse" mich nicht wirklich klüger gemacht haben. Und dazu eine Weile - höchstens eitler. Haha.

Zur Zeit aber bin ich damit fein in Frieden. Ich weiß - was ich scheinbar dazugelernt habe und weiß auch - daß es nicht mehr oder weniger ist - als einst schon. Nur anders.
Ich weiß - daß ich viele Jahre damit zugebracht habe - etwas zu überlagern. Mit scheinbarem Wissen. Es wurde mir einst so eingeimpft und antrainiert - und es braucht eben seine Zeit, um es wieder gehen zu lassen - als Luftnummer.
Ich weiß - daß es schon paßt so - wie es jetzt ist.
Also - um es mal so zu sagen: Auf allen Ebenen und zu den verschiedenen Zeiten bleibt gültig - was von Wert ist. Der Rest - darf gehen.

Oder - um es nochmal anders zu sagen:
Nichts ist vergessen - alles ist abgespeichert. Dennoch - darf mensch das alles sein lassen.
Es greift eben auf den verschiedensten Ebenen und auch in der Zeit immer wieder - ineinander.

Erst kürzlich wurde mir klar - daß alles jederzeit abrufbar ist im Speicher des Seins - und nichts - kein Quäntchen - vergessen wird im Erfahrungsschatz. Gezeigt haben es mir sehr viele Träume. Und - zum Glück - muß mensch nicht auf alles gleichzeitig zugreifen. Es ist also so eine Art "Überlastschalter" eingebaut ins Leben. Alles mit einem Male erinnert und gleichzeitig nochmal ablaufend - wäre wohl echt zuviel auf einmal?
Jedenfalls - hier.
Bzw. im linearen Denken. 
Welches ja auch mir einst so nahegebracht wurde.

Tatsächlich - hörte ich mich neulich selbst reden - und wunderte mich - was da so alles rauskam. Nichts war vergessen - alles war da. Und ich staunte drüber - sogar sehr.
Nun war es eines von solchen seltenen Gesprächen - die mich nicht ermüdet haben - im Gegenteil. Viele - die meisten Gespräche - ermüden mich - weil kein echter Austausch stattfindet.
Diesmal aber - fand ein solcher statt - und ich wurde immer wacher statt zu ermüden.
Wie einst beim Trommeln - da ging es mir immer so - je länger ich spielte.

Während des für mich ungewöhnlich vielen Sprechens - neben dem mir bekannten Lauschen - wunderte ich mich noch - und prüfte immer mal wieder nach, ob es mich nicht doch ermüdet.  Dem war nicht so.
Es ermüdet nur dann - wenn kein echtes Inter-esse und keinerlei Feuer = Begeisterung  im Raum ist.
Und das - kenne ich auch schon als Kind.

Soweit mal vorläufig ..... darf noch abgerundet werden.     

1 Kommentar:

mundanomaniac hat gesagt…

Liebe Sati,

für mich ist es so: mein Weg ist, rückblickend, die Antwort auf
meine Fragen. Was auch meint: man weiß nichts vorher
aber, wie du sagst, man ahnt, aber auch das ist nicht
entscheidend, entscheidend ist/sind: Unschuld und Eigenliebe als
Liebe zu dem Kind in dir das Gott lieb hat

Bruder und Liebste