Sonntag, 30. April 2017

Köbi Meile - herzerfrischend !!!

Gutes kann so einfach sein.
Besser: Das Gute ist meist einfach - und kostet dazu nicht mal was, außer ein bischen Übung.

Gestern traf ich auf Köbi Meile - ein alter feiner Herr aus der schönen Schwyz.
Also - auf einen Vortrag von und mit ihm. Und  ratzfatz - zauberte er mir ein breites Lächeln ins Gesicht, nach einem eher dunklen Tag.

Der Köbi ist schon ein älteres Semester und eines von denen, die heute eher rar geworden sind und die man mal "einfache Menschen" genannt hat.  Im besten Sinne gemeint, da sie u.a. eine "einfache und gelebte  Ehrlichkeit" transportieren. .Gepaart mit reichlich Lebenserfahrung. 
Ich habe mich jedenfalls sofort in den Köbi "verliebt" ... auch im besten Sinne. Finde ihn herzerfrischend.
Und dazu erinnerte er mich an etwas - was ich zwar nicht vergessen hatte - aber der Zugang schien lange verwehrt bis verschollen und ich hatte mich verirrt - z.B. in lange Reden, wo kaum etwas gesagt wird.

Das Verrückte ist ja manchmal im Leben - Du weißt gut, daß Du auf einem Holzweg befindlich bist - aber findest nicht zurück zu Deiner Spur - die schon lange ruft.
U.a. geschah es mir in jüngster Zeit auch immer öfter - daß ich erstaunt "abgleichen" durfte mit allem, was ich als Kind bereits wußte - was aber dann im Laufe Jahre zugemüllt worden war - und was ich nun immer öfter wieder antreffe - nur etwas "angereicherter" mit Leben - und mit anderen Worten.

Habe also gestern abend gleich mal "den Köbi" geübt im Bettchen - und heute morgen auch.
Ist gute Medizin.

Hier noch ein weiterer Köbi - auf schwyzerdütsch - aber m.E. moderat.  Jedenfalls hab ich da keine Schwierigkeiten - und wundere mich manches Mal, warum Andere solche zu haben scheinen. Ein bischen guter Wille und entsprechende Aufmerksamkeit - sollten genügen, um den Köbi trotz Dialekt gut zu verstehen. 

Abschließend nochwas - was mir auch auffiel - mal wieder:
Dieser Zeit - fehlen die weisen Alten.
Was ich da manchmal an Respektlosigkeit treffe - ist schon fast schmerzhaft.
Da werden die Alten auf abfällige Weise "Opa" oder "Oma" genannt - etwas, was früher mal mit Liebe ausgesprochen wurde. Und wo wieder Liebe hineingehört. 

Kommentare:

Elfe hat gesagt…

Heute habe ich dem Köbi auf dem ersten Video zugehört, und war echt überrascht, wie einfach und gut er die Kraft des Wortes herüberbringt. Sogar mit Rückführungen beschäftigt er sich: erstaunlich! Das mit dem gleichschenkligen Kreuz zum Schlafen, werde ich nächstens ausprobieren. Wenn er hier in der Nähe auftritt, würde ich ihn auch mal live hören gehen, aber das ist irgendwo im Bernbiet.

Besten Dank und liebe Grüsse
Elfe

Sati hat gesagt…

Gerne, liebe Elfe!
Mich spricht solche "Einfachheit" oft besonders an.
Zuviel Geschnörkel - bewirkt bei mir eher das Gegenteil.
Ja - ich glaube - der Köbi kommt aus dem Bernerland - da sprechen die Menschen ja wohl auch noch langsam und mit Bedacht.