Montag, 10. April 2017

Ach - wat war dat früher mal schön hier ....

.... als es noch so war, daß wenn einer draußen angefangen hat mit irgendeiner Arbeit fast alle dazukamen. Und am Ende - gab es dann noch ein gemütliches Zusammensitzen draußen.
Ist derzeit vorbei.
Es war nochmal sowas wie eine Deja-Vú von einst, als das im Land ganz üblich war so.
Sowas wie eine gelebte Erinnerung an alte Zeiten.
Und - nicht immer war es nur schön, denn irgendwie lag auch eine Art Verpflichtung mit drauf. Ist eben oft relativ. Oder so: Einst konntest Du kaum mal was alleine machen da unten - obwohl Du es vielleicht wolltest. Und jetzt - kommt keiner mehr dazu und sehnt sich der Mensch nach dem zurück.
Insgesamt - ist es einfach so - wie es ist. 

Gestern - statt helfende Hände - ließ unsere "Neue" nur genervt ihre Jalousien runterdonnern, als ich mal wenigstens den halben Urwald gemäht habe. War also nix mit der einstigen Ansage - sie käme dann dazu. Im Gegenteil.

Also - zur Zeit macht hier keiner was - außer mir. Und ich hatte noch nicht den rechten Impuls. Aber - nächste Woche holt der ausgezogene Nachbar den Rasenmäher weg und bis dahin muß ich wenigstens damit durch sein. Gibt auch sonst noch eine Menge zu tun da unten - wird schon.
Aber die geselligen Zeiten sind im Moment vorbei. Mal sehen - wer demnächst einzieht. Habe schon mit der Vermieterin drüber gesprochen - daß ich das nicht auf Dauer alleine machen werde.
Und schon kam das, was ich nicht brauchen kann: Von wegen - es könnte ja auch in Auftrag gegeben werden - für teures Geld also - sag ich dazu. Dann mach ich es lieber - und zwar gegen entsprechendes Honorar.
Die "Neue" - ist eh fast nie hier und wird nicht viel helfen. Außerdem hat die jede Menge Kohle - und ein Gärtner würde ihr daher auch nicht wehtun. Meine andere Nachbarin putzt ihr die Wohnung. Soviel dazu. Aber - dann soll sie eben einen entsprechenden Obulus geben. 


Was die Option betrifft, hier ein bischen was anzupflanzen im eher spärlichen Beet - die hat sich auch erledigt: Jemand hat nun wohl auch die schönen Thujen auf der anderen Seite vom Haus vergifet -  sie gehen sichtbar ein. Und da fiel mir dann nur ein - daß solche Irre sicher auch ein Beet vergiften würden ....

Naja - immerhin ist schon was geschafft und den Rest schaffe ich auch noch.
Habe gestern auch endlich Löwenzahnblüten gesammelt - das ging ratzfatz - und später gezupft. Das Zupfen ist echte Geduldsarbeit - aber lohnt sich. Heute abend wird das Ganze dann  in köstlichen Sonnengelee gewandelt - nachdem es 24 Stunden im Wasser lag. Habe selten sowas "Sonniges" genossen.

Und was die Änderung hier betrifft: Das war echt Luxus - eine gut funktionierende Nachbarschaft, wo jeder mit anpackt.
Jetzt - geht´s eben wieder drum - sich selbst zu motivieren und den Hintern  hochzukriegen. Ist auch eine Übung. Und: Immer, wenn was getan ist - ist es ja auch eine Freude - irgendwie.

PS: Rest vom Urwald ist abgesäbelt ....
Und "Gesellschaft" hatte ich auch - der Huusmeister von nebenan - der guckt einem gerne beim Arbeiten zu - haha .... Ne, eigentlich sucht er immer Gesellschaft - deshalb kommt er - und steht oft einfach rum. Ist aber auch ne Seele - und hilfsbereit. 
Gestern hat seine Rumsteherei mich ausnahmsweise mal beflügelt - ratzfatz war ich durch.
Und - er leiht mir seinen Mäher demnächst gerne - hat es von sich aus angeboten gestern  - weil dieser hier ja in wenigen Tagen abgeholt wird. Kürzlich habe ich schon zwei Kartoffeln bei ihm "geschnorrt" - lustig. Ergab sich so im Gespräch zu dritt draußen - wollte meine Nachbarin anpumpen - die hatte aber nix da - und schon sprang er gerne ein.
Ich meine ja manchmal - das ist quasi "Generationen-immanent" - will heißen - in unserer Altersklasse haben wir das eben noch so gelernt, daß man sich gerne mal aushilft.
Kann aber auch sein - daß mensch einfach mal mit anderen sprechen und/oder um etwas bitten darf. Ist ja nicht etwa "schlimm".  Nur nicht mehr so üblich. 

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