Mittwoch, 14. September 2016

"Home - sweet Home" .... also auf deutsch. "Heim - süßes Heim!" ....

... sodele - jetzt hab ich nochmal geguckt - und gestaunt - was ich so alles zum kleinen König hier geschrieben habe, seit er hier ist - und sich entfaltet - in seinem eigenen Tempo.
Ist gut so - daß ich´s aufgeschrieben habe. Gibt schon nach wenigen Wochen - viel zu staunen für mich ... wie schnell er zutraulich wurde zum Beispiel.

Und - eine Erinnerung an mein "Vorstellungsgespräch" will ich noch loswerden - durch´s Aufschreiben. Die mich ebenfalls "geschockt" hatte - als ich ein mir unbekanntes und nicht einmal in Gänze gesichtetes Katertier kurzerhand mitnahm:

Die recht geräumige Vier-Zimmer-Wohnung in einem Vorort der großen Kolonie - mit herrlich langem Flur zum Pesen für einen Stubenkater - stand voll mit Zeugs, auf dem "Home" stand.
Also sinnfreie Holz-Fabrikteile - mit der Aufschrift "Home". Als Ständer auf Kommoden im Flur - oder als Wandbehang. Mit Lichtern - und ohne.

Mein erster Gedanke dazu war - ich würde als Mensch bzw. als Mann sofort fliehen vor sowas. Haha ....  Mein zweiter war: Wer soviel "Home" braucht - hat wohl keines. Sonst - wäre ja eine derartige Demonstration - fast wie auf einer Kirmes - überflüssig.

Und als Kontrastprogramm dazu - wie einst beschrieben - das feine Tier versteckt unter einer Decke und keineswegs ambitioniert, rauszukommen.
Dieses Riesen-TV-Teil im Zentrum eines eher kleinen Wohnzimmers - und dat Zombiephone, welches das kleine Kind anlutschte. Mutter - spürbar gestreßt ob der Situation.

Das ist sicher auch "stressig"  eine Herausforderung - so ein quirliges, quietschendes und schon sehr bewegliches Kind - mit offenbar bester Motorik - welches gerade auf großer Erkundungstour ist, was man sonst noch so alles anlutschen und anfassen kann.
Aber genau deshalb - fielen mir ja diese "Home-sweet-Home"-Dinger derart ins Auge.
Weil´s eben - das krasse Gegenteil war.

Und - ich hab ja auch schon ganz andere Menschen mit ihren quirligen Kleinen erlebt - die weit entspannter waren. Und sogar mir diese hier und da anvertrauten - also mir - die ich wahrlich  wenig Erfahrung mitbrachte in diesem Leben - und dennoch lief es super mit den Kleinen. Ein wenig Liebe und Aufmerksamkeit - reicht durchaus.

Der Mann war wohl mit der kleinen Tochter unterwegs - so hörte ich am Telefon vorab - von einem "Vater-Tochter-Tag".  Da dieser nicht dabei sein wollte - wenn sein Kater "besichtigt" wird oder gar mitgenommen - hatten wir diesen Zeitpunkt vereinbart - wo der Mann nicht da ist.
Stark, die Männer, gell?! Haha ...
Als er später wiederkam - muß er wohl sehr erstaunt gewesen sein, daß jemand wirklich das Baluchen mitgenommen hat. Könnte gut sein - daß er davon ausgegangen war - daß ihn eh niemand will - so, wie der Kater einst drauf war.

Als die Dame des "Home-sweet-home" versuchte, den Kater in den Transportkasten zu bugsieren - ich hatte ihr gesagt, daß ich das jetzt nicht tun werde, um nicht unsere Erstbegnung (Kater und Sati) gleich zu versauen - stellte sie sich etwas sehr ungeschickt an. Zwar war Baluchen mehr als geschickt im Abhauen in der großen Wohnung, z.B. als Flunder unters Kinderbett - aber sie hatte so gar keinen Plan.

Ich behielt also im Auge - in welches Zimmer der arme Kater gerade flüchtete. Und als er ins Schlafzimmer neben dem Wohnzimmer flüchtete - ging ich kurzerhand hinterher und schloß die Tür von innen- um noch mehr Stress zu vermeiden. Sie - fand den Kater nicht. Guckte in alle Schränke .... und wo war der? Unter dem Plumeau ... wo auch sonst. Zum Abschied hat gleich nochmal ins Bett gepinkelt. Feiner Kater!

Irgendwann - jagte er drunter hervor - wollte flüchten - aber die Tür war ja geschlossen worden von mir - und von innen.
Ich nahm den armen gestreßten Kater auf den Arm -  küßte ihn und redete ihm gut zu.
Magischer Moment ... er blieb dort für eine sehr lange Weile angesichts des akuten Stresses - bevor er wieder runtersprang.
Kurz danach - sie hatte sich nochwas angezogen, um nicht zerkratzt zu werden - meine Arme waren blank - haben wir´s dann geschafft - ein wahrlich wildes Tier in diese Kiste zu kriegen. Mindestens dreimal - hat er den Deckel mit aller Wucht gesprengt - wegen schlechter Zusammenarbeit.

Danach - war ich dann erst mal fix und alle. Und sagte ihr - ich werde jetzt mein Auto gleich genau vor die Haustür fahren (Straßenbahnlinie ...klingeling) - und de Tür weit aufmachen - kann mit dem Kater in dieser Kiste keinesfalls über die Straße laufen .... weil er sie wieder sprengen wird.
Wenn ich alles in Position gebracht habe - werde ich klingeln - und sie soll mir bitte mit dem armen Tier entgegenkommen.
Tat sie auch - und danach fuhren wir schnell raus aus der Stadt. Äh - erst mal durch einen Stau, wo auch noch meine Kühleranzeige sehr hoch ging - scheiße ....

Zum Abschied sagte sie: "Bitte!" (????) - und ich war echt nicht sicher - ob ich mich bei ihr bedanken soll - nach dem Elend - daher ließ ich es - blieb stumm, nickte nur zum Abschied und fragte mich - ob dat hier alles so richtig ist in der Reihenfolge.  
Heute - würde ich es tun.
Also - beim Leben.
Tu ich ja eh jeden Tag. 

Kommentare:

Ich will...... hat gesagt…

sicher wird das arme kleine zweibeinige menschenkind schön ruhig gestellt vor dem riesen tv. die haben ja hypnotische wirkung, die dinger.
wenn so ein kind da erstmal sitzt, hat es kaum noch eine chance.

der arme kater! ins bett gepinkelt hat der aus angst und stress, ganz klar.
sie wird denken aus bosheit.

eines nicht fernen tages wird der gute mann sich sagen: hätte ich mal (statt alles anderem) den kater behalten! :-)
freut mich umso mehr, dass die katerseele gerettet ist.
m.

Sati hat gesagt…

Über´s Ins-Bett-pinkeln vom Kater - hatte wir ja sogar noch telefoniert. Sie war sauer - aber ich sagte nur: Kein Wunder.

Das Kind - schien mir ganz wach, sehr gut gelaunt und sehr quirlig. Neugierig auf die Welt - und motorisch fit. Alles im Lot - bisher.
Nur - daß sie es irgendwie gleich zweimal umgezogen hatte in der Zeit - also klamottenmäßig?

Geht mich ja auch alles nix an - aber hat mich einfach - sehr erstaunt einst - dieses schwer-gestreßte "Heim-süßes-Heim".

Wär ich länger dagewesen - hätte die Frau nur noc gestaunt.
Habe ihrem Kind ja schon immerhin das Smartphone aus dem Mund genommen und in Unerreichbarkeit gelegt. Und wegen dem Kater - ihre ureigene Schlafzimmertür von innen geschlossen.
Hätte dann auch noch - den Fernseher gesprengt - und die schein- idyllischen Accessoires dazu .. haha.

Ich will...... hat gesagt…

das ist eine nahezu perfekte idee: immer einen kleinen sprengsatz in der tasche, den man im unbemerkten augenblick an den televisor anbringen kann. wenn man weiß, keiner zu hause, fernzünden! *kicher*