Montag, 12. September 2016

Denk ich an Deutschland .....

Denk ich an Deutschland - denk ich immer - es ist nicht die "BRD".
Diese ist nur ein Restkonstrukt - von allem, was mal ganz anders gewesen sein muß.
Was war dann aber Deutschlad einst?
Auch das - läßt sich wenig greifen und beschreiben - da es wohl aus vielen "Kleinkonstrukten" bestand. Und Grenzen sich immer wieder ändern - im Laufe der Welt.
Denk ich an die "BRD" - denk ich an - schlimme Hirnwäsche und brachiale Umerziehung in den vergangenen Jahrzehnten - der auch ich unterlag für einige Jahrzehnte. Und noch an einige ganz persönliche Bilder aus meinem bisherigen Leben.
Denk ich an die heutige "BRD" - wird mir manchmal fast übel - ob des Geisterwesens namens "politischer Korrektheit" - ein sehr dunkler Dämon - der fast jeden noch irgendwie Deutschstämmigen gleich zum vorauseileneden Gehorsam martert.
"Ich bin kein Nazi" scheint mir der in dieser Kolonie inzwischen meist geäußerte Satz zu sein.
Und dabei - hat es nicht einmal jemand vorab behauptet.
Das Haupt - wird gleich vorauseilend - gebeugt.
Selbst von denen - die nicht nur Blei im Hirn haben.
Zweithäufigster Satz dann: "Ich bin kein Nazi - aber ...".
Denk ich die "BRD" - sehe ich kaum noch einen aufrecht stehenden Menschen - der sich nicht laufend von etwas freisprechen will - für das er in diesem Leben keinerlei Schuld trägt.

Denk ich an die "BRD" - she ich vor meinem geistigen Auge eine Kolonie - die für mein Empfinden die am meisten bespuckte und beschimpfte auf diesem Planeten ist. Ein kleiner Punkt auf einem Globus - oder auch auf einer flachen Erde, haha - jedenfalls ein Flecken nur - der den Dreck für alle Anderen fressen soll bis in alle Ewigkeit - die sich durch ihre Bezichtigungen eine sehr kurze Weile für besser halten.  Es aber nicht sind.
Noch viel mehr fällt mir dazu ein.
Um es sehr kurz zu halten:
Es scheint mir einfach - eine Art strategische Arschkarte zu sein.
Die schon seit Urzeiten begehrt wird - von Hinz und Kunz - und vielen Dämonen.
Sowas wie ein Zentrum - auf das sie es alle immer wieder absehen.
Mittels der Betrachtung von einem Globus - erschließt sich das nicht recht.
Maximal - für die Darstellung Europas.
Maximal ..... und wer weiß schon - welche Bilder uns da so vorgegaukelt werden?
Ob nun rund - oder flach.
Darum - wird es gar nicht gehen.
Mit Mentalitäten aber - wird es viel zu tun haben.
Dafür - braucht es einen Rückblick - in den ewigen Kreislauf von Geschichte.
Und - wo willst Du da aufhören?
Schon verschieben sich sämtliche Völker und Grenzen - über den ganzen Planeten.
Alles - eine Illusion.
Bis heute.
Niemand weiß den Anfang zu benennen.
Es scheinen - wiederkehrende Zyklen.
Bis es begriffen ist.
Vor - Babel also.
Soweit schaut aber kaum noch jemand.

Das Teile und Herrsche sowie die Manipulation der stinkenden Dämonen -
bricht den verbliebenen einst wilden Deutschen - inzwischen mittels blödsinnigster Bezichtigungen - das Rückgrat.
Weil sie fast alle in diesen Gefangenenchor einstimmen:
"Ich bin kein Nazi!"
"Ich bin kein Nazi - aber ...." -  für die "Mutigeren".
Ein schlechter Witz - das alles.

Und gleich wird noch als Sahnehäubchen hintergeschoben - unaufgefordert und perfekt konditioniert:
"Ich bin nicht ausländerfeindlich - und auch nicht fremdenfeindlich." - ohne, daß jemand so etwas auch nur erst behauptet hätte.

Leute - merkt Ihr das gar nicht?
Mir geht das sowas von auf den Senkel ....

Sagt doch einfach geradeaus - was Ihr denkt.
Wie Ihr die Welt erlebt - wahrnehmt.
Und - was Ihr wißt - oder zu wissen glaubt.
Mehr als viele Indizien - sprechen für Eure Wahrnehmung.
Auch - wenn einer nie alles wissen kann.

Denk ich die "BRD" - sehe ich die schlimmsten Feinde - im Inneren.
Geschmiert - bis zum Abwinken - und ohne Skrupel.
Aber - wozu diesen auch noch "vorausbuckeln"?
Am Besten scheint mir immer noch - mit solchen erst gar nicht in einen Austausch zu gehen.

Und dort - wo es sich noch um Menschen handelt - ggf. in Sachlichkeit und mit entsprechender Aufmerksamkeit und Geduld - ein konstruktives Gespräch zu führen. Auch - wenn es nicht zum Konsens oder gar zu einem eh faulen Kompromiss führt.

Wahre Menschen - die nicht gekauft sind oder besessen von sich selbst bzw. ihren Dämonen - sind durchaus fähig - auch bei entgegengesetzten Weltsichten - in Frieden auseinanderzugehen.

So - Ende der Predigt heute - Predigt zum Montag.

Und in diesem Sinne - eine menschenwürdige Woche!

(Tipp- und Denkfehler - werden erst später ggf. korrigiert ... )

Kommentare:

Ich will...... hat gesagt…

paßt schon! hoffentlich lese sie recht viele, diese predigt.

Grey Owl Calluna hat gesagt…

Teil I
Ja, hoffentlich lesen die Recht viele!!!!!

Mich hat man in den letzten anderthalb Jahren so oft braun verseucht, rechts und Nazi beschimpft, dass ich letztendlich wieder meinen deutschen Geburtsnamen angenommen habe….aus Trotz und aus Stolz Deutsche zu sein. Im Angedenken an unsere Ahninnen und Ahnen. In Erinnerung an meine Familie und meine Großmütter. Und es hat mich dazu gebracht nachzuforschen. Die „andere Seite“ der Geschichte anzusehen.
Mittlerweile bin ich stolz darauf Deutsche zu sein. Man hat mich darauf gebracht. Vorher war ich das nie. Hab‘ mir nie solche Gedanken gemacht um meine Herkunft.
Ein „aber“ gibt es nicht mehr für mich. Wenn mich wer unbedingt einordnen will, dann kann er/sie das getrost ganz rechts tun. Wo ich so pö a pö angekommen bin. Man hat mich dort hingebracht. Vor allem das Verhalten der Gutmenschen selbst. Nicht mal so sehr die Invasoren. Nein. Das kam dann erst später, als ich mir noch mehr Wissen angeeignet hatte. Insbesondere, was deren Religion betrifft und ich erinnerte mich an das, was ich einst im Koran las, so vor fast zwanzig Jahren.
Aber es sind nicht nur die Invasoren und deren Frauen feindliche Kultur samt Religion, die mich jetzt ganz besonders als Deutsche fühlen lassen. Ich habe verstanden, dass es politisch gesehen noch ganz andere Leute gibt, die eine genauso perverse Religion verfolgen. Und das noch viel erfolgreicher. Und deren Ziel ist es, die Deutschen auszurotten. So viel Angst haben sie vor uns…….dass sie gigantische Lügen über uns erfinden, mit denen die ganze Welt be- bzw. überspielt wird mittels Medien. Man hält uns für Monster in der ganzen Welt. Ich erinnere mich da an Ungarn, wo ich vor vielen Jahren zu Besuch gewesen war. Zigeuner haben mir und meiner Großcousine tödliche Blicke zugeworfen. Bei ihr hat‘s funktioniert. Sie ist tot. Bei mir eben nicht! (Ich bin zäh!)
Und ich erinnre mich auch an die Sekunde, und es ist noch gar nicht so lange her, als die ganze Schuld von mir abgefallen ist, die man mir seit Kindes Beinen eingebläut hat. Es wird Zeit, dass es auch anderen so geht!
Fortsetzung folgt……..

Grey Owl Calluna hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Grey Owl Calluna hat gesagt…

Teil II
Ja, wir sollen den Dreck fressen. Dafür haben die Scheineliten gesorgt!
Aber es ist jetzt ähnlich wie damals in der DDR. Sag‘ da mal was drüber……an dieser Stelle weise ich auf Horst M. und Ursula H. hin.
Die Initiatoren des ganzen Spektakels stellen sich gerne als Opfer dar. Dabei sind sie die milliardenfachen Täter. Nichts anderes! DAS, was sie anderen unterstellen, verbrachen sie selbst!

Die Grenzen mögen sich verschieben. Aber die Kultur der Frauenfeindlichkeit bleibt. Seit gut 6000 Jahren Patriarchat. Deshalb ist unsere Welt wie sie ist. Ein deutlicher Überschuss an männlicher Energie!

Ja. Es gab eine Zeit, da brauchten wir gar keine Sprache……siehe hierzu die Aborigines, die sich mittels Telepathie über tausende von Meilen verständigen.
Und vielleicht, oder sogar aller Wahrscheinlichkeit nach, war deutsch (siehe hier die Vorträge von Mario Brass) tatsächlich die erste Sprache.
Ja, es scheint wohl so, als sei ich jetzt ein Nazi…….geworden! Man hat mich genau dorthin gebracht (dazu gemacht). Kann ich da nur sagen. Mit dieser falschen Gutmenschlichkeit. Punkt! Aber auch das neu erworbene Wissen hat mir dabei geholfen, nicht mehr zusammen zu zucken, wenn mich jemand Nazi nennt.
So sieht es aus meine Liebe. Und was bedeutet das denn schon, als Nazi bezeichnet zu werden? Es ist nur ein Wort, das sich im Wandel der Zeit befindet, mit DEM, was es ausdrücken soll. Im Laufe der Zeit interpretiert halt jeder da rein was er will. Und wenn ich mich recht erinnere, hat das Wort seinen Ursprung im „Nazarener“ im Ort namens „Nazareth“. Oder irre ich da?
Aber zu diesem Thema befasse Mann und Frau sich auch mal mit einer „ anderen Seite der näheren Geschichte“, die man bisher verschwiegen hat. Vielleicht neigt man dann nicht mehr so schnell sein Haupt!
Mit der Ausländerfeindlichkeit hat sich bei mir in den letzten eineinhalb Jahren ganz KRASS etwas geändert. Weil die AUSLÄNDER, im Vergleich zu früher, einfach ANDERS SIND! Sie sind nicht kompatibel mit unserer Kultur. Fügen sich nicht ein. Im Gegenteil. Sind feindselig und kriminell.

Die Menschen können nicht einfach sagen was sie denken. Sie trauen sich nicht. Und DAS aus gutem Grund. Ihre Arbeit steht zumeist auf dem Spiel. In dem Betrieb von meinem Lebensgefährten wurden eigens dafür Leute eingestellt, die die fb Seiten der Angestellten durchforsten nach allem, was nicht Staatskonform ist. Da werden auch schon mal Menschen entlassen. Und wenn man eine Familie zu ernähren hat, ist das Wahrheit sagen dann doch nicht so einfach. Es hängt oft das eigene Überleben und das der ganzen Familie dran……und DAS wissen die auch.

Ein zu langer Kommentar. Ich weiß……Ich musste ihn teilen.
Liebe Grüße
Die Eule

Ich will...... hat gesagt…

Da muss ich einfach was zu sagen, nämlich zum part "DDR"
Entschuldige, liebe Eule, aber da habe ich insider wissen!! :-)
Ich fühlte mich einst NIEMALS von irgendwem bedroht als DDR Frau, noch mußte ich permanent mein Maul halten, im Gegenteil. Ich durfte es aufmachten, auch als Frau oder gerade als Frau.
Wenn mir etwas quer hin, gab es die sog. Eingabe und davon machte ich Gebrauch. Es gab immer eine Antwort, was heute keine Sau interessiert (wenn du dich wo beschwerst)
Ich hatte abends niemals Angst auf die Straße zu gehen und fühlte mich auch sonst immer sicher. Ich habe 34 Jahre lang mit den Russen dicht an dicht gelebt, es gab keine Probleme für mich. Dass mich Nachbarn und sog. Freunde ausspioniert haben, war mir erst später klar. Aber ..........was solls....die armen Würstchen, sie brauchten eben das Geld. Du schreibst selbst, was heute läuft.
Offen gesagt, ich könnte das nicht ertragen, was dein Jörg dort in seiner Ausbeuterarbeitsstelle erträgt. Weiß er, wer die Denunzianten sind, die Internetspione?
Es gibt einen Ausweg, immer........ich kenne die materielle Angst als ich meinen Job mehr oder weniger bewußt aufgab/mein Körper mir das befohlen hat.
Was ich eigentlich sagen wollte:
in der DDR hatte ich keine Existenzangst, keine Angst vor irgendwem, und konnte mein Maul aufreißen. Du hast das offenbar anders erlebt.
Ach ja, und ich war auch mit einem Ausländer verheiratet, also immer im Fokus.
Die Menschen waren solidarisch untereinander, während sie sich heute gegenseitig das Schwarze unter dem Nagel nicht gönnen.
Grüße
M.

Anonym hat gesagt…

Kann im Prinzip aus DDR-Erfahrung das bestätigen, was M. gesagt hat.
Wenn wir auch nicht neben Russen gewohnt haben. Das heißt als kleines Mädchen in den 50er Jahren schon bis zu deren Abzug, war aber alles harmlos, das Zusammenleben.
Diese Geschichte um den Schuldkomplex der Deutschen und dem hier verteufelten Nationalismus - der - merkwürdigerweise in anderen Staaten völlig ungeniert und in allen Ehren ausgelebt wird.
In meiner Naivität und völliger Unwissenheit bezüglich der BRD-Befindlichkeiten guckte ich immer neidvoll auf das “Deutschland“ in diesem Zusammenhang. Bei uns hieß es nur “Deutsche Demokratische Republik“. Ich hatte das Gefühl, das Wort “Deutschland“ sollte tunlichst vermieden werden, wäre ein Unwort. Ähnlich zu Weihnachten - Engel wurden denn zu Jahresendfiguren umfunktioniert, umgedichtet. Ich hatte das Gefühl, mein Deutschsein, mein Identitätsgefühl, sollte unterdrückt werden.
Und dann diese Hoffnung auf eine andere Lebensweise im “echten“ Deutschland nach der Wende, nicht die Hoffnung auf ein paar Bananen oder die D-Mark, wie jetzt immer suggeriert wird, ne, das war's nicht.
Und jetzt - Erwartungen, Träume, wurden total entzaubert.
Und kein Rettungsboot in Sicht, wir haben Kinder und Enkel und die brauchen eine Zukunft in u n s e r e m Land ...

Welle






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Sati hat gesagt…

Zur "deutschen Frage" kürzlich Putin in einem Interview mit einem typisch oberflächlich lachendem US-Journalisten - sinngemäß memoriert:
"Wer will schon die Büchse der Pandora öffnen?"
Laß ich mal so stehen - es spricht ja deutlich für sich.

Sati hat gesagt…

Und: Danke für Eure Reflektionen!
Sehr gerne - lese ich auch von Euren eigenen Erfahrungen und Empfindungen einst - in der "DDR". Und natürlich auch von den heutigen!

Nur ganz kurz noch: Es mag sicher nicht leicht scheinen - zu sich selbst zu stehen und ggf. wegen irgendwelchen sinnlosen Denunzianten den Job zu verlieren. Nur - die Kehrseite scheint mir: So einen i.d.R. auch noch schlecht bezahlten Job behalten zu wollen - kommt uns Menschen noch viel teurer zu stehen.
Auf sehr vielen Ebenen.

Nicht nur oft gesundheitlich- sondern aktuell müssen alle auch noch mitbuckeln - für die Neusiedler. Und daß alles bei etwa 85 % Abgabenlast. Soweit - in aller Unvollständigkeit .. zu diesem Thema.

Grey Owl Calluna hat gesagt…

Liebe M.
(Und wieder II Teile (vielleicht werden's auch III), weil zu lang.)

Teil I
In der DDR wusste man einfach, WAS man sagen konnte und was nicht. Und man sprach nicht aus, was einem hätte gefährlich werden können. Schließlich wurde immer wieder von denen gesprochen, die wegen (ich hab‘ vergessen, wie das damals hieß)….Äußerungen verhaftet wurden. DAS gab es schon. Und das ging schneller als du denkst. Der Nachbar, der gute Freund, der Kollege war ein Spitzel. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass auf uns ganz speziell zwei Familien angesetzt waren, die nur zum Ausspionieren kamen. DAS haben sie uns nach der Wende selbst gesagt, weil sie sich deshalb schämten!

Der Sozialismus brachte uns Frauen die wirtschaftliche Unabhängigkeit. Nicht nur in unserem Land. Ich sah das auch in Kuba. Da hatten wir echtes Glück! Das ist selbstverständlich richtig. Und auch, dass man „Eingaben“ machen konnte, auf die man eine Antwort erhielt. DAS ist richtig. Und man bekam sehr vieles „genehmigt“, wenn man die „richtige Gesinnung“ hatte. Daher gehe ich davon aus, dass Du womöglich Parteimitglied warst. Ich war es nicht. Mein Vater und meine Mutter erst später, als in der DDR die CDU aufkam. Mich holte man dann auch dazu. Nur ich fand es halt absurd, was da in den Versammlungen so ablief. Sagte aber selbstverständlich nichts. Wunderte mich nur. Nahm alles als gegeben hin. Zudem hinterfragte ich damals NICHTS! Kam nicht mal auf die Idee das zu tun! Mir hatte man es nicht anders gelernt.

Absolut richtig ist, und das habe ich auch selbst schon einige Male betont, dass auch ich mich in der DDR nachts auf der Straße sicher fühlte. Denn das konnte man auch. Weiß ich doch.

Natürlich gab es KEINE Probleme mit den Russen. Warum sollte es die geben? Die russischen Soldaten waren arme Schweine. Da kam keiner auf die Idee uns was zu tun. Die hat man auch gar nicht raus gelassen. Zumindest habe ICH keine bei uns gesehen. Nirgendwo. Und wenn die sich nur etwa geleistet haben (und so war es im Übrigen auch bei den Kubanern, Vietnamesen, ect. bis auf die Algerier und die Jugoslawen, die damals bei uns waren. Mit denen gab es immer Probleme, weil sie Moslime waren. Aber DAS weiß ich erst heute.), wurden sie unmenschlich bestraft. Nur die „oberen Ränge“ hatte Zugang zu allen. Hatten eigene Shops (Magacin oder so)in denen sogar Deutsche einkaufen durften….ich weiß. Das war bei uns in Rudolstadt.

Fortsetzung folgt.......

Grey Owl Calluna hat gesagt…

Teil II
Nein. Jörg kennt diese „Internet-Spitzel“ natürlich nicht. Die sitzen auch nicht im Betrieb selbst. Die machen das von ganz woanders. Es gibt da „spezielle Firmen“ dafür.
Selbst WENN er sie kennen würde, was würde das ändern? Das gibt es mittlerweile in fast jedem Betrieb. Auch die Kleineren.
Ja. Ich weiß. In der DDR brauchte niemand Existenzängste zu haben. Der Weg war von der Wiege bis zur Bahre vorgegeben. Du warst sicher. Hast nie deinen Job verloren. Durftest halt nur nicht gegen bestehende Regeln verstoßen. ALLE kochen mit dem gleichen Wasser.
Warum verteidigst du die DDR eigentlich so sehr?
Heute wissen wir, dass es uns dort natürlich verhältnismäßig gut ging, WENN man sich an die Regeln hielt. Brüllte, wenn es erforderlich war und nickte zu allem. Aber es gab und gibt halt auch Menschen, die brauchten „mehr Freiraum“, die man ihnen nicht ließ. Sie empfanden es wie in einem Gefängnis. Waren unzufrieden. (Was sicherlich auch an der „westlichen Propaganda“ und am „West-Fernsehen“ gelegen hat. Heute wissen wir das.)
Und mal davon abgesehen, hat sich die DDR Regierung auch nicht um Umweltbestimmungen geschert. Der Bach, in dem wir als Kinder spielten, war oft genug weiß von den Betriebsabfällen. Nur wussten wir es nicht und dachten nicht weiter darüber nach. Zumindest ich nicht. Für uns war das halt NORMAL. Weil wir wussten, da ändert sich nichts. Also wieso dann was sagen? Oder hätte sich das mit einer „Eingabe“ geändert? Ich glaube eher nicht.
In was du lebst, empfindest du immer als normal.
Es ist doch immer so und überall, wer nicht mit der bestehenden Regierung konform geht, steckt „Prügel“ ein….auf die eine oder andere Weise.
Und so, wie wir jetzt Horst M. und anderen lauschen, die etwas zu sagen haben und die unzufrieden mit diesem Staate sind, waren viele, früher in der DDR, daran interessieret, etwas über den Westen zu erfahren. Wir sahen im Fernsehen (ARD und ZDF) die schöne bunte Welt der Bilder und dachten, es sei das goldene Kalb. (obwohl das „goldene Kalb“ eigentlich nur die Göttin war, die weiterhin verehrt wurde, was natürlich nur wenig Anklang fand, bei den Verfechtern der monotheistischen Religion.) Aber egal. Und von den Erzählungen derer, die „drüben“ waren, waren alle angetan. Selbst erlebte ich das auch, als ich zum 60. Geburtstag meiner Tante mit meinem Vater, kurz vor der Wende, „drüben“ war. Ich war von allem….überwältigt. Schockzustand so zu sagen und die „Wesis“ ließen uns auch in dem Glauben, dass alles wunderbar dort sei. Gaben mit ihren Sachen an. Priesen sich damit. So wie es heute die Leute im Allgemeinen tun. Materialismus eben. Jeder tut sich groß mit dem Wenigen was er hat und versucht den anderen zu übertrumpfen. Aber DAS ist nicht NUR Kapitalismus, sondern eine Eigenart des Patriarchats. Einer gegen den anderen. Konkurrieren und gewinnen wollen, oder müssen. Ich schrieb es schon mal im Blog. Männer konkurrieren (sieht man auch im Tierreich) und Frauen kooperieren (im Allgemeinen.) Aber DAS (Konkurrieren) gab es auch in der DDR. Hier erinnere ich gern an den Sport. Ich habe ihn gehasst!

Ja. Die Menschen waren in der DDR solidarisch. Aber schau‘ Dir mal heute „Promi Big Brother“ an. Hier wird es deutlich warum. (Und NEIN (!!!) Ich schau das nicht. Eine fb Bekannte erzählt mir immer davon. Eine typische Wesi-Frau halt. Aber egal.) Wenn Menschen Not leiden, in Schwierigkeiten sind, wenn es hier und dort fehlt, hält man zusammen. So verhalten sich soziale Wesen, die wir nun einmal sind.
Mögen die Amis sein wie sie wollen, aber gibt es dort eine Katastrophe, um nur noch ein anderes Beispiel zu nennen, da hilft man sich auch zumeist (!) gegenseitig.


Ich habe einfach nur sagen wollen, dass jede, aber auch JEDE Regierung mit demselben Wasser kocht. Bist du nicht konform, bekommst du Probleme. Und ich fand halt einfach, dass wir in der DDR die Regeln kannten, was wir durften und was nicht. Und da nutzt es auch nichts JETZT nur das Gute raus zu kehren. Auch in der DDR war nicht alles Gold was glänzt.

Liebe Grüße
Die Eule

Grey Owl Calluna hat gesagt…

Hallo Anonym!
Ich hatte damals, in der DDR, kein Identitätsgefühl. Deutsch sein hat mir nichts bedeutet. Gleichgültig, ob hüben oder drüben. Das erste Mal, als ich einen Unterschied spürte, was bei einem Ungarnbesuch. Hat man uns irgendwo dort deutsch sprechen hören, fragte man immer, aus welchen Deutschland wir kämen. Sagten wir DDR, hat man sich abgewendet.
Aber ein „Nationalbewusstsein“ entwickelte ich damals noch lange nicht. Da ich noch keinerlei Informationen (Internet gab es ja noch nicht) hatte, wie ich sie heute zur Verfügung habe,…über die wahren Lenker der Welt. Ich war für eine Welt ohne Grenzen. Und ich kann mich noch sehr gut an Satis Hinweis erinnern, der mir damals die Augen öffnete. Bis dahin war ich völlig unbedarft.
Mit Nationalität hatte ich damals und bis vor nicht all zu langer Zeit, nichts am Hut. Jeder war für mich ein Mensch. Ich war in keinster Weise politisch. Und ich will nicht abstreiten, dass auch bei mir die „Schuldfrage“ griff…….irgendwie……Aber eher im Unterbewusstsein.
Liebe Grüße
Die Eule


Grey Owl Calluna hat gesagt…

Liebe Sati!
Heute ist es das wichtiger denn je, einen Job zu haben. Und da ist es vielen gleichgültig, WAS sie tun. Hauptsache es bringt ihnen Geld. Umso mehr, umso besser. So denkt man halt heute. Man macht sich eben keine Gedanken über „Ebenen“. Da lacht man über. Zumindest viele der Menschen…..da brauch‘ ich so was gar nicht anzusprechen. Ein müdes Lächeln kommt dann zurück. Es wird abgewunken……
Liebe Grüße
Die Eule

Ich will...... hat gesagt…

an die Eule, als Kurzfassung
Würde ich die DDR "verteidigen", warum stört es dich? Ich habe schon öfter gemerkt, dass du eine andere kennen gelernt hast als ich.
Da ging es um Bildung im Arbeiter und Bauernstaat, die du nicht bekommen hättest.
Also ich kann nur sagen, ich habe jede Menge Bildung bekommen und bin dankbar dafür. Ich habe den politischen Mist (wie jeder, der normal denken konnte) eben hingenommen, wer hat nicht über die Transparente zu den Republikgeburtstagen gegrinst?!
Und stell dir vor, es gab in der DDR auch Menschen, die den Sozialismus unterstützten, - also die Idee davon, nicht die falsche Umsetzung - ohne persönliche Vorteile zu haben, Idealisten. Mein Vater war so einer. So liegt es nicht fern, dass die Tochter ähnlich denken lernt.
(Da ich aber innerlich gesund war, bin ich nicht in das heutige Gutmenschentum abgerutscht)
Die Russen: ja, die Soldaten waren eingesperrt, aber wir hatten unendlich viel Zivilisten dort und jede Menge Offiziere, die das nicht waren.
Partei? Gut, dass du es ansprichst und in den Kontext der Vorteilsnahme bringst.
Vom 18. Geburtstag an, war man auf der Agenda als Mitglied geworben zu werden.
Da ich Widerständlerin von Geburt aus bin, ging das natürlich gar nicht.
Aber später ........als das Chaos sich breit machte und keiner mehr was wußte, was eigentlich los ist und mensch keine Informationen kriegte, habe ich UND ZWAR VON MIR AUS UND MIT DEM HINTERGRUND WISSEN ZU WOLLEN selbst einen Aufnahmeantrag gestellt.
Ich wollte unbedingt der betrieblichen Parteiversammlung beiwohnen und erfahren, was die "Genossen" wußten. Um dann ziemlich schnell mitzukriegen, dass die gutgläubigen unter ihnen auch nichts wußten und die Bonzen sich nicht auf Betriebsebene herabließen.
Wenn du also nur Parteimitglieder kennst, die einer Partei beitreten, um persönliche Vorteile zu haben, so ist das sicher die Mehrzahl.
Ich gehörte nicht dazu.
Ich habe noch nie und werde mich niemals prostituieren, für keinen und für nichts.
Über die sog. Blockparteien in der DDR rede ich mal lieber nicht. Sie tragen Anteil an dem schnellen Untergang und der bedingungslosen Kapitulation der DDR, an der Annektion.
Wie gesagt, du kennst eine andere DDR als ich. Vielleicht belassen wir es dabei.
Da wir uns aber immer wieder hier oder anderswo begegnen und ich deine DDR Kenntnisse lese als wären sie so und auf keinen Fall anders gewesen oder keine Variationen möglich, muß ich reagieren.
Vielleicht formulierst du zukünftig in deine DDR Reflexionen hinein, dass es deine persönliche Erfahrung ist. Dann brauche ich mich nicht zu Wort melden. Dann weiß ich, dass der andere Leser liest: Achtung, hier handelt es sich um einen PERSÖNLICHEN Rückblick und nicht um eine geschichtliche Wahrheit.
Danke
Tippfehler müssen jetzt mal stehen bleiben, bin spät dran

Ich will...... hat gesagt…

Ja, es war eine naive Vorstellung aber die einzige, die mir möglich schien.
Aus dem Innern heraus verstehen zu wollen.
Leider war das (Bonzen) Innere genauso verkommen wie das heute in jeder sog. Partei ist.

Grey Owl Calluna hat gesagt…

Hallo M.
Bildung ja. Aber dennoch war sie durchzogen von Politik. Ähnlich wie heute. Nur jetzt wird auch noch der Anspruch eben ganz bewusst gesenkt. Die Kreativität wurde früher noch weniger gefördert. Da war alles „einheitlich“ (In Schule Arbeit und Politik). Oder kennst Du nicht mehr die „Uniformen“?
Okay, das Kreative liegt an jedem selbst. Früher, wie heute. Nur wurde es in der DDR halt ausgebremst. Was das Alltäglich allerdings betrifft, MUSSTE man kreativ werden. Daran erinnerst Du Dich doch sicherlich noch? Das es Dies und Das nicht gab und man erfinderisch werden musste.
Natürlich stört es mich NICHT, wenn Du die DDR verteidigst. Warum denn auch??? Ich kenne das ja. Da liegt einer nebenan in seinem Bett, der das genauso tut. Hör‘ ich jeden Tag. Ist ja auch Vieles richtig davon. IHR HABT JA AUCH RECHT! (Größer kann ich’s jetzt nicht mehr schreiben….)

Da hattest Du wirklich großes Glück mit Deinem Vater. Ich wurde eher zum ruhig Halten, zum Duckmäuser erzogen. Immer schön auf die Obrigkeit hören. Dienern, vor allen den Leuten alles Recht machen. Könnte ja sonst dem Geschäft schädlich sein.
Na ja egal. War halt so. So unterschiedlich sind halt wir Menschen im Erleben.
Sozialismus war für mich eben NUR Sozialismus. Man hat mir nicht gelernt „aufzuspalten“ und es aus verschiedenen Blickwinkeln zu sehen. Und damals,……bin ich von selbst eben nicht drauf gekommen. Da war ich viel zu sehr mit Jungs beschäftigt……grins. Gut, dass man DAS wenigstens konnte……

Ja. Natürlich. Ist doch alles easy. Du hast Deine Erfahrungen gemacht und ich die einen. So ist das halt. Kein Problem……
Ist das nicht selbstverständlich, dass es IMMER die persönliche Sicht der Dinge ist, die man wieder gibt? Bin ich jetzt gezwungen DAS explizit zu erwähnen? In MEINEM Blog?
Ich habe nichts dagegen, wenn Du Dich zu Wort melden möchtest. Kein Problem…..

Irgendwie ist es ohnehin eigenartig mit uns beiden. Wir erwischen uns immer auf dem falschen Fuß. Werden wohl keine Freundinnen mehr…..lach…..
Aber egal. Wegen unterschiedlicher Ansichten, Erfahrungen, Erlebnisse in dem jeweilig anderen Leben, muss sich doch niemand überwerfen. Und schon gar nicht wir Frauen untereinander. DAS wäre in der Tat kontraproduktiv. (Sagt immer mein Sohn. Das Wort gefällt mir irgendwie…..grins.)
Aber trotz alledem noch mal kurz angemerkt, NIEMAND wird mir jemals sagen, was ich zu tun und zu lassen habe……….DAS kann ich seit frühester Kindheit nicht leiden. Das gefällt mir nicht……..
Aber trotzdem Danke für den Ratschlag…….

Ich will...... hat gesagt…

17 Millionen Ehemalige, 17 Millionen Erleben ........habe ich mir vorhin im Wald überlegt.
Eigentlich logisch. Dass wir uns häufigst missverstehen, ist wohl wahr.
Mein Tag heute ist leider immer noch nicht besser als der gestrige. Ich fühle mich selber als "alte Ziege".
Zu schwach für den Aufstand, zu stark fürs totale Aufgeben.
In diesem Sinne, auf friedliche Koexistenz, auch innerhalb der ehemaligen DDR ;-)

Sati hat gesagt…

Und jetzt: Über 80 Millionen!
Und jeder erlebt was Anderes.

Da es schon im kleinsten Dorf und ggf. in einer Familie schwierig ist mit dem Gemeinschaftsleben - wie soll es dann erst bei solchen Massen funktionieren?
Und - selbst wenn ich wollte - womit ich mich angesichts dessen denn "gemein machen"?

"Patriotismus" - ist eben auch ein -Ismus - und jeder -Ismus ist ein Holzweg. Natürlich gibt es aktuell dringliche Not-wendigkeiten - aber immer noch kann ich mich aus tiefster Seele weder mit einem Verein noch mit einem "Volk" identifizieren. Ach nicht - mit Grenzen, die einem schon bei der Geburt vorgesetzt sind und die ich nie so gezogen habe.

In der DDR wäre ich vermutlich an den geschlossenen Grenzen verzweifelt - also an Reiseverboten, die mir von Anderen auferlegt worden wären. Und natürlich - an den Denunzianten.
Letztere - haben wir ja hier nun auch - schlimmer geht immer.

Für mich - gibt es keine Identifikation mit über 80 Millionen Menschen in Form von Politik. Es gibt nur - ein möglichst freund(-schaft-)liches Umgehen mit den Menschen, denen ich so begegne.

Und hier im Haus - was auch lange nicht überall so ist - eine Form von Gemeinschaft, in der jeder was beiträgt und ggf. auch für den Anderen da ist, wenn die Situation es erfordert.

Kurz - Menschsein findet eben in der Regel dort statt - wo Mensch gerade ist.
Übrigens auch "Menschenliebe" ... immer ist der Ort zum Üben gleich hier.
Die Idee - angebliche 7 und ein paar Milliarden Menschen lieben zu wollen - ist m.E. keine, die was mit dem Leben selbst zu tun hat.
Was nicht heißt - daß ich nicht schwer dafür bin - daß es über sieben Milliarden (so an der Zahl was dran sein sollte) möglichst gut gehen soll.

Habe mich früher mal oft gefragt - was es so mit dem Zufall der Geburt auf sich hat. Und wußte immer sehr gut - wäre ich woanders geboren - wäre ich auch ein anderer Mensch - also ganz anders "dressiert" worden.

Heute sehe ich das - älter werdend - etwas "enger": Jeder bekommt seine Herausforderungen dort - siehe oben - wo er/sie gerade ist.

Daß ich eines Tages vor den heutigen stehen würde - hätte ich mir allerdings nie auch nur erträumen können - also hier: Eher als Albtraum derzeit.
Einziges "Fazit" - wie fast immer: Wer weiß - wozu es gut ist. Sein wird.

Danke für Eure spannenden Kommentare - und tut Euch keinen Zwang an - hier ist quasi unbegrenzt Raum!

mundanomaniac hat gesagt…

Zur DDR mal von meiner Seite, weil sie mir ungewollt den entscheidenden Abend meines Lebens geöfffnet hat:
Ich kam in der Dämmerung aus dem Kino und hatte Konrad Wolfs "Solo Sunny" mit Renate Krösner gesehen und wie Sunny zum Schluß zu den Jungs, die in der Garage üben, geht zum Vorsingen.

Ich war damals in der bewusst/unbewussten Ablösung von 10 Jahren "Kommunistischer Bund",politischer Hingabe, Hafenarbeit, Zeitungsverkauf, Buchladen, Kinderhaus.)

Und in mir war durch "Solo Sunny" plötzlich eine seltsame rührende Erkenntnis betreffend der DDR. So wie du, dachte ich, haben die in der DDR nicht irgendwann auf Kosten anderer gelebt. Einzelne schon, aber im Gesamten sind sie, ist das Volk unschuldiger als wir, die wir zu dem System gehören das seit Jahrhunderten
die nicht-Europäischen Völker ausbeutet.

Und aus dieser empfundenen relativen Unschuld des Ostens heraus ist für mich das Wunder Putin und seiner Mannschaft möglich geworden. So ein Mensch wäre nie im Westen möglich gewesen als Präsident.

Und "wer weiss wozu es gut ist?" sagst Du liebe Sati, das war d e r Spruch von meinem Vater Oswald Heirich, Geburtstag 17. Juni, Zwillinge wie Du. Ja, Zwillinge da ist Luft, da kann man atmen.

Schönen Abend Euch allen
Bruder m