Donnerstag, 1. September 2016

Brauchen Katzen Trockenfutter?

... nun - nach dem Stand der "aktuellen Wissenschaft" - ja.
Wegen den Zähnen - sagen sie.
Aha?

????? ....

S´Kind frisst Trockenfutter nur in Ausnahmefällen - nämlich, wenn er nichts mehr Feuchtes im Napf hat über Nacht- was selten vorkommt, da er hier meist in der Nacht von mir nochmal den Napf frisch befüllt bekommt.

Und - sollte dieser Service mal ausfallen - was so gut wie nie vorkommt - frißt er das Trockenfutter nur abgezählt. Vielleicht mal fünfe oder siebene ... von den gepreßten Dingern.

Es ist einfach alles nicht sein Ding.
Keine "Leckerchen" - keine Brekkies .... er will einfach Futter. Naß.
Und frißt immer noch auch sehr gerne - das Gesündere aus der großzügigen Auswahl - die ihm nun hier zur Verfügung steht.

S´Kind hatte Durchfall in der ersten Zeit des Hierseins - und ich ein schlechtes Gewissen, weil ich ihm fast gleich das bessere Zeugs in den Napf gab. Was er gerne zu sich nahm. Mit Appetit.

Aber dann - dachte ich - mensch, haste vielleicht zu schnell umgestellt?
Und hab eben noch sein Gewohntes besorgt.
Welches er auch gerne frißt.
Nun bekommt er beides - im Wechsel.

Dünnpfiff hat er keinen mehr seit etwa einer Woche - ich meine ja - es war eher seelisch bedingt.
Und gar nicht verwunderlich - bei dem Seelen-Stress, den er hatte.
Aber - als besorgter Mensch - besorgst Du diesem feinen Wesen natürlich gerne nochmal sein gewohntes Lieblingsfutter - so deklariert von seinen einstigen Dosenöffnern.

Allerdings - was die so alles bzw. Weniges deklarierten einst zum Katerchen - stellt sich hier immer mehr als völlig obsolet raus.

S´Katerchen frißt locker mal drei Näpfe leer - über Tag und Nacht.
Mit Appetit.
Das Angebot - sagt ihm zu.
Bis auf gestern eines - das hab ich dann weggeworfen.
Irgendwas von Sheba - was er nicht mal angerührt hat.
Diese "Variationen mit Irgendwas" - für Tiere - werden ja auch immer bekloppter!

Will sagen - er weiß sehr gut - was er will.
Und - was nicht.
Und will sagen: Er will!
Er - der Kleine - der angeblich nie viel gefressen haben soll - hat hier besten Appetit und verputzt so Einiges. Und er kann es auch vertragen, weil er wahrlich sehr sehr schmal war. Hat - so wie ich das sehe und ihn spüre - wenn ich ihn mal kurz auf den Arm nehme - bereits zugelegt.
Ich danke - nicht nur dafür!

Und zu dieser Theorie - daß Katzen angeblich Trockenfutter brauchen - wegen den Zähnen - also Wohnungskatzen - so verkündet von Tierärzten und Futterfabrikanten - fiel mir nur ein:
Katzen brauchen schon was zum Beißen für die Zähne - das ist wohl wahr.
Aber - feine Zweige - tun es sicher auch.
Also eher - alles - was sie draußen so beißen.
In natürlicher Umgebung.

Tut er ja - er beißt gerne in den Haselzweig ....
Und: Kriegen wir schon bestes hin hier - auch mit der Beißerei.
Mit oder ohne Trockenzeugs.

Hab dann nur kurz drüber sinniert - was eine Katze so beißt - wenn sie sich eine Maus oder eine Ratte holt in der Natur .... und kam zu dem Schluß - daß das mit "Brekkies" nur sehr wenig gemein hat. 

Das erste - was sich das Katerchen jeweils holt, wenn er aufsteht  ist übrigens Gras.
Das liebt er - total.

Oder so: Alle Instinkte - bestes intakt - beim kleinen Tiger.

Kommentare:

Das Blaue Haus hat gesagt…

Liebe Sati, das ist so schön zu lesen, wie gut Dir/ Euch das Katerchen tut. So schöne Dinge berichtest Du, vom langsamen hineinwachsen und -spüren trotz der ewigen Alltagsgespenster (des Sta*tes).
Erinnert mich sofort an die Zeiten, wenn hier ein neues Katzentier Einzug hielt. Das langsame herantasten, die Neugier auf beiden Seiten, das sind so kostbare Zeiten, die manchmal im Alltäglichen untergehen können. Wenn z.B. das Sofa ruiniert, der Türrahmen hinüber und das Wollmobile aus dem Fenster gefischt ist :)
Viele Grüße zu Euch
Erika

Sati hat gesagt…

Danke, liebe Erika!
Ja - das feine Tier ist einfach nur eine Freude.
Eben las ich noch - sinngemäß - der Mensch sei zu solcher (bedingsungslosen und echten) Freundschaft wie die Tiere sie mitbringen kaum fähig.

Morgen ist Baluchen drei Wochen hier - und ich habe den Eindruck, es geht ihm schon sehr gut hier. Er hat alles bestens gemeistert und lebt sich ebenso bestens ein.

Langsam weiß er - daß er hier willkommen ist und ihm alles offensteht (außer Wände ankratzen - da gab es nun das erste "Nein" - aber das nimmt er gelassen - zumal ich auch drauf achte, nicht zu schimpfen, sondern es einfach zu sagen - und anschließend bedanke ich mich auch bei ihm dafür - daß er es sein läßt).

Bin froh - vor drei Wochen kurzerhand über meinen Schatten gesprungen zu sein - oobwohl ch ja nicht wußte, wie es klappt. Hatte das feine Kind nicht mal richtig gesichtet ... und schon beschlossen, ihn mitzunehmen - im Vertrauen, daß wir das schon gut hinbekommen zusammen.

Und - habe die Übung gerne angenommen - dem Katerchen seine ganz eigene Zeit zu lassen.

Übrigens - macht er gar keinen "Unsinn" - ist vielmehr sehr behutsam.

Hast Du jetzt keine Katze mehr?
Gibt genug - die gerne zu Dir kommen würden - glaube ich.

Liebe Grüße, Sati