Montag, 22. August 2016

Kommentar verrutscht ... deshalb an dieser Stelle - zur "Bevorratungsempfehlung" ....

... also - der feine Kater hat mich seit seiner Ankunft neulich wieder zum Lesen gebracht. Es war sehr still hier - er ruhte und erholte sich am Tage - und ich las in einem spannenden Buch.
So - habe ich nur wenig im Internet gesichtet - und sehr wenig an "Nachrichten".
Was gut tut.

Gestern abend las ich dann bei M. drüben den Hinweis auf eine "empfohlene Lebensmittelbevorratung für 10 Tage" - seitens einer angeblichen Re-GIER-ung.

Und - fand das gar nicht so spektakulär - wie es gerade im Netz ausgebreitet wird.

Habe mal Anfang der Neunziger u.a.  im Bereich Katastrophenschutz gewirkt - bei einer großen Hilfsorganisation. Es war damals mein Wunsch - bei einer solchen zu arbeiten und nicht in der Industrie oder so - weil ich - noch hübsch naiv - dachte - dort könne mensch sich besser und edler einbringen in den Weltenlauf. Dauerte nicht allzulange, bis ich bemerkte - es unterscheidet sich wenig vom anderen Weltenlauf. Auch hier - ging und geht es um Pfründe- und Statussicherung.  Und um zahlreiche Profilneurosen. War aber eine Erfahrung wert - um das zu sichten.

Und auch mal zu sichten - wie die Dinge so laufen.
Von "unten nach oben" - so wie die meisten es glauben - also von den unzähligen Papieren und Entwürfen bis hin zur Vorlage bei den Unterzeichnern und den Verkündern - die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben und auch gar nicht haben können. Und - von oben nach unten. Also der andere Weg - von denen, die mittels Geld eh die Entscheidungen vorgeben - und die dann widerum von den Ahnungslosen = "Repräsentanten" verkündet werden.
Ein zähes Spiel.

Es war gerade die Zeit nach der "Wende" und es wurde die Gesetzgebung geändert - auf deutsch: Es wurde ein bis dahin gut funktionierendes System - zusammengekürzt, was das Zeug hielt.  Gleichzeitig gab es auch erste Strukturwandel (Zusammenkürzungen) bei der "Bundeswehr".

Ich halte also aus meiner Sicht - diese Empfehlung nicht für sonderlich spektakulär. Mein einstiger Cheffe - ein guter Mann - hatte schon damals immer die Vision, was alles zusammenbrechen würde in den einst noch oft analogen Strukturen - wenn mal nur der Strom ausfallen würde.
Denke oft noch dran - denn er war ganz stolz, uns eine mechanische Schreibmaschine in den Schrank gestellt zu haben. So - könnten wir jederzeit weiterarbeiten, wenn die Computer mal ausfallen. Haha ...

Seither hat sich viel geändert und läuft fast alles nur noch digital bzw. elektronisch gesteuert. Sogar Wasserhähne - ich mußte oft dran denken, wenn ich mal wieder auf diese Dinger traf in der großen Stadt. Bei einem größeren Stromausfall - würde tatsächlich fast nichts mehr funktionieren heute - was uns scheinbar ganz normal vorkommt.
Und Menschen, die im Bereich Katastrophenschutz tätig sind - ob praktisch oder in der Organisation/Gesetzesgebung etc. - denken eben schon mal ein wenig präventiver.
Daher - wundert mich solche Empfehlung nicht die Bohne. Im Gegenteil.

Allerdings wundere ich mich - wie das in Windeseile die Runde machte im Netz.
Auch die "Alternativen" griffen es gleich auf - um wieder neue Weltuntergangsszenarien herbeizurufen. Wo wir doch gerade mal den 15. August gut hinter uns haben - ohne Erfüllung der Prophezeihungen.

Nun - bei mir hat das Leben 52 Jahre gebraucht - um mich davon zu überzeugen, daß es womöglich gut ist, ein paar Konserven und Wasserkanister hier zu haben. Und das auch nur - wegen einstigem Unfall und damit verbundener körperlicher Einschränkung. Die Bevorratung verlief recht unsystematisch - aber so für 30 Tage - müßte ich wohl kaum Hunger leiden. Mein Kater auch nicht. Wasser - steht noch auf einem anderen Blatt. Und Heizung im Winter - ebenfalls. Hat eben nicht jeder Lust und Geld - sich einen perfekten Bunker zu bauen. Einen Kompressor bräuchte es ja auch noch. Und und und ....

Und vor allem: Und dann? Wat machtse denn im schlimmsten Falle nach zehn Tagen - wenn die potentielle Katastrophe weitergeht?

Übrigens - eben im großen Supermarkt war zum allerersten Male seit der Baustelle hier - eine zweite Kasse auf. Und wieder mehr Betrieb. Ob das wohl schon die Hamsterkäufe sind?
Womöglich ist es ja auch - ein Konjunktur-Ankurbelungs-Programm?

Seit spätestens 2008 - läuft ein gigantisches Angstprogramm - zuvorderst über Kriegsgefahren und Währungszusammenbrüche. Ich sage ja nicht - daß da nichts dran sei. Aber was ist das für ein Leben in ständiger Sorge und Angst?  Ohne - Vertrauen - ins Leben. Eben.
So steht bei mir aktuell "Rückbesinnung" auf dem Programm. 
Und falls es doch noch knallt - werde ich es sicher hören.

Und - wie oben schon geschrieben - halte ich so eine Empfehlung nicht für sonderlich außergewöhnlich. Es sei denn - ale stürzen sich wie wild drauf.

Achja - und noch zum "Währungscrash" - der ja schon lange lange eingetreten und voll überzogen ist:
Wo liegt eigentlich genau die "Alternativlosigkeit" bzw. Schwierigkeit - eine neue und weit bessere Währung - zu kreieren und einzuführen? Die liegt doch nur - am Unwillen - etwas abzugeben von dem, was eh zuviel ist. Und dem lebendigen Leben zu dienen und es zu genießen.

Übrigens - denke ich neuerdings immer, wenn ich wieder Kriegsgelärme vernehme - an den ersten Weltfrieden.

Hier - höre ich mal wieder in aller Unvollständigkeit auf - sonst ufert´s wieder aus.  

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