Mittwoch, 3. August 2016

Die gute Nachricht des Tages .....

.... bin in Frieden mit dem "Älterwerden" heute - was immer das genau ist.
Wollte früher mal wohl nicht älter werden.
Es waren zuviele seltsame Bilder damit verbunden bzw. besser: Gar keine! - was mich betrifft.
Heute denk ich mir:
So übel ist es gar nicht.
Oder so: Es ist einfach - wie immer: Es ist - wie es ist.

Eine lange Weile nun - hat mir auch das Gelärme in meinen Gedanken zu schaffen gemacht.
Allzuviel Zeugs im Kopf - was niemand wirklich braucht im Leben.
Ich weiß zwar - daß ich damit auf einem Holzweg befindlich bin - aber dennoch war es manchmal nicht leicht, all das loszulassen.
Heute nacht wieder Träume von all dem Ballast - der schon lange überlebt ist.
Wirr - chaotisch - und doch erhellend.

Seit Monden beobachte ich - wie der Verstand am Morgen den Faden vom gestrigen Tag wieder  aufnimmt - und sich derart das Leben zusammenspinnt - als Kontinuum.
Ich weiß zwar gut, daß das eine Illusion ist - aber so funktioniert der Verstand eben.
Und höchstvermutlich ist es eine wertvolle Übung - am Abend beim Zubettgehen schon mal aufzuräumen - und diesen anders zu instruieren, als im "Selbstlauf" und in seinen vergangenen Programmierungen.

Ansonsten sehr herbstlich hier - Dauerregen und viel Nebel schon auf den Hügeln am Morgen.
Mein Föppchen wollte nicht anspringen heute - irgendwas hat es. Werde mal den Nachbarn um Hilfe bitten. Zum Glück hat es gestern noch bestens funktioniert - als ich es brauchte. Heute - konnte ich gut auf´s Rad umsteigen. Auch sowas - was mit dem Älterwerden zu tun haben muß:  Früher mal war ich meistens fix und alle - wenn die Fahrzeuge nicht mehr wollten.

Andere Möglichkeit wäre diese: Ein Mensch sorgt sich im Laufe des Lebens um sovieles - was letztlich eher unwichtig ist. Zuvorderst lange Zeit im Leben darum - daß auch alles "funktioniert". 
Nun - funktioniert aber längst Vieles nicht mehr wie einst.
Und niemand weiß - wie es weitergehen wird.
Das - war einst auch nicht anders, fiel aber nicht so auf.

Eben hörte ich noch einen Beitrag mit Armin Risi -  ein Gespräch auf "freespirit tv" - und stellte fest: Genauso ist es wohl. Die Frage, die sich einst stellen wird nach dem Abgang hier wird sein: Warst Du glücklich? Hast Du geliebt?

Niemand wird fragen - ob Du auch genug gebuckelt hast - oder wieviel Geld und Gold Du gehortet hast.

Ich mag den Herbst - er ist so herrlich melancholisch. Und auch dankbar - für alle genossenen Früchte.

Kommentare:

mundanomaniac hat gesagt…

"So übel ist es gar nicht.
Oder so: Es ist einfach - wie immer: Es ist - wie es ist.

Eine lange Weile nun - hat mir auch das Gelärme in meinen Gedanken zu schaffen gemacht."

Danke liebe Zwillingssonne, dass du so lärmsensibel in den Gedanken bist - da sammer beianand - ich bin seit 36 Jahren Kind in meinen Gedanken = Fische, ein erwachsenes Kind im 75ten Lebensjahr und ich fühle mich in deiner Prosa seit 4 Jahren wohl, und zuletzt, weil sie jetzt nicht nur lärmsensibel ist sondern bewusst lärmsensibel zu sein sich gestattet, was den Unterschied bringt in der Leuchtkraft des eigenen Zentrums.

Selbiges ist ja ab 6ten Geburtstag abgemeldet so dass wir später übergangslos ins ausge-ixt- Sein des eigenen Zentrums duch Arbeitswelt und Erholungswelt landen konnten ohne leuchtendes eigenes Zentrum außer Pseudo an der Bar.

Und überall wo keine Stille ist,... wird gepredigt ... staatlich wie privat, as much as money can buy ...überall dort ist kein eigenes leuchtendes Zentrum , Psyche ohne Selbstgewissheit der Sonne, den Alphas vorbehalten ... und dein und mein alpha wurde stillgelegt in Kindertagen von den amtlichen Beschneidern ...

und wie durch ein Wunder sehe ich es leuchten bei der Zwillingssonne,
irgendwie wiederbelebte Kindflamme, Zwillingssonne die gut zu sich ist und zu den Nachbarn - und den lieben Lesern - das ist viel

Bei uns ist entschädigend für Mai/Juni drei vier Tage Sommer

I druck di Madl

Bruada m









Sati hat gesagt…

" ...irgendwie wiederbelebte Kindflamme, Zwillingssonne die gut zu sich ist und zu den Nachbarn - und den lieben Lesern"

Ich übe, lieber Bruder.
Bin noch lange nicht Meisterin.
Aber - welche Meisterschaft sollte es sonst noch zu üben geben?

Hab mich so oft verlaufen in der Welt auf vielen Holzwegen - vermutlich schon seit der einst protestantischen Betaufung durch Andere - und nicht erst seit dem sechsten Geburtstag - der sicher auch nicht ohne ist - das hast Du trefflich beschrieben.

Immerhin war mir die ersten sechs Jahre mehr als reichlich erlaubt - einfach meinen Träumen und Phantasien nachzugehen. Es hat sich zum Glück - niemand weiter eingemischt. Ich saß manchmal stundenlang am Fenster - und träumte.
Oder war draußen auf dem "Hof" - und träumte.
Ganz ohne "Gesellschaftspolizei" ....
Vermutlich - ganz sicher - haben mich einige für verrückt gehalten.
Aber immerhin - ließen sie mich einfach sein.
Und ich hatte damals viele Geheimnisse - wußte - das geht nicht recht zusammen mit dem Rudel.

Die "Esos" sagen ja immer - mensch rüde sich die Eltern aussuchen. Heute sag ich - kann sein - denn die haben mich auch weitgehend in Frieden gelassen - bis zum sechsten.

Und - noch viel erstaunlicher für mich nach Jahren des (mehr und weniger gut) Funktionierens einst - ausgerechnet ein Mutterspruch - die einst eher Antreiberin war - sinngemäß:
"Wir haben alle genug mitgemacht. Auch Du. Es reicht jetzt." Huch?!
Tat gut. Besonders von ihr - von ihr besonders unerwartet.

Geniesse derzeit den Luxus von Zeit.
Dachte lange - ich hätte es nicht "(v)erdient" - und es wäre eher langweilig.
Seit kurzem - weiß ich es - wieder - mehr als zu schätzen.

Hier - hör ich mal auf - sonst ufert es aus ...
alles, was sich sortieren will.

Danke - daß Du immer mal wieder hier bist.
Breites Grinsen gerade - weil I Di a so mog.
Sati