Donnerstag, 16. Juni 2016

Wie eine kleine Zeitreise ...

.... war eben mit meiner Nachbarin unterwegs. Sie brauchte was für ihre neue Wohnung, was wir holten - und anschließend fuhren wir in diese. Sehr hübsche Wohnung - und: Sie freut sich nun sogar ein bischen drauf - trotz allem.

Ihre neuen Vermieter - kennt sie schon seit bald fünf Jahrzehnten - und diese freuen sich auch auf sie. Eben standen wir dann noch mit diesen auf dem Balkon der neuen Wohnung und unterhielten uns ein wenig. Nette Leute.
So von 70 bis etwa Mitte oder Ende 70.
Und: Ene ganz andere Welt.
Wie eine kleine Zeitreise - in längst vergangene und ruhigere Zeiten einst - ohne Internet und sowas.
Lauter arbeitsame - aber auch gemütliche Menschen.
Korrekte Menschen.
Mit alten Werten.
Wenn ich das mal so auf die Schnelle auf den Punkt bringen kann. 

Und ich dachte mir: Vielleicht - machen die es ja goldrichtig. Gucken ab und an mal "TV-Nachrichten" - aber ansonsten interessiert sie die große, weite  Welt mit all dem Wahnsinn weniger.
Sie leben einfach - ihr Leben.

Und das - werde ich jetzt auch wieder vielmehr tun.
Die "kleinen Dinge des Lebens" - geniessen und wertschätzen.
Zuvorderst - Beweglichkeit und Gesundheit. 
Mich über die ein oder andere angenehme Begegnung freuen.
Morgen - meine andere Nachbarin von einer Sch ....- Chemo aus dem Krankenhaus abholen und mich freuen, daß sie wieder nach Hause kommt.

Wildkraut jäten, Wege kehren, Disteln zupfen, ein paar hübsche Sommerblümchen in den Blumenkübel setzen. Hier und dort was putzen. Leben eben.

Jenseits des Kriegsgelärmes und der vielen Zankereien und Anfeindungen im großen Netze - wo es immer verrückter wird - besonders dank gekaufter Schreiberlinge, die überall ihre Haufen hinterlassen.
Jenseits von solchen "Kommentaren" - wie: Jetzt könnt Ihr Deutschen uns mal den Müll hinterhertragen - von einem mit arabischem Namen. Der auch noch meint - Deutsche sollten besser mal nach Ungarn oder so auswandern.
Jenseits von Demütigungen, Beleidigungen und Absurditäten - gegenüber den Menschen hier im Lande.
Jenseits von sich mehreren Schpämm-Angeboten für eine "Stähäärbe-Versicherung".
Und und und ....

Der Kölner würde sagen: Wat kütt, dat kütt.
Und: Et hätt noch immer joot jejange.

Im Grunde - ist das Leben viel zu kurz - um sich mit dem ganzen Zeugs rumzuärgern.

Und nochmal Hut ab - vor des Jüppchens geliebter Gattin - wie sie das alles meistert, was jetzt zu meistern ist.  Sich radikal trennt von allem - was nun nicht mehr zu gebrauchen ist - weil das Leben nun ein anderes ist. Sogar meistert - sich langsam auf die neue Wohnung zu freuen.

Und schön - zu sehen - wie gerne sich die meisten Menschen hier weiterhelfen. Wie es das immer noch gibt - daß die meisten gerne helfen - und es aus Freude tun.
Der neue (ältere) Vermieter - hat nach einer zunächst gescheiterten Aktion gestern - bis nachts um zweie das in Einzelteilen angelieferte neue Bett meiner Nachbarin in der neuen Wohnung aufgebaut. Ist eines mit einer Menge Schubladen und Stauraum.
Er konnte nicht schlafen - es ließ ihm keine Ruhe - bis es endlich vollbracht war.
Und viele viele andere helfende Hände gibt es - seit das Jüppchen nicht mehr hier ist. Es fügt sich alles. 

So sind se.
Und genauso - sind se bestens.

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