Sonntag, 5. Juni 2016

Wenn man zur Miete wohnt ...

.. kann man sich die Nachbarn nicht immer aussuchen. Wurde mir eben wieder klar - nach ein paar schönen Jahren jetzt hier. Trotz kleinem Hühnerkampf ums Grüne neulich - durften wir hier alle eine gute Hausgemeinschaft geniessen. Und ich durfte mal erleben - wie gut das tut.

Nun - zieht ja des Jüppchens Geliebte um. Und ich erfuhr eben - nachdem wir gemeinsam den Keller von Wasser befreit hatten, welches dort hineingelaufen war dank Dauerregen - daß nun eventuell eine Dame dort einziehen will.

Die hat eine Menge Kohle - und will nichts davon hergeben für eine Top-Küche, die des Jüppchens Gattin hinterlassen wird. 1.000 Euro will sie dafür haben - 500 will die Dame geben. Für eine zeitlose, helle Markenküche mit allem pipapo .... top in Schuss, einst schweineteuer und angenehm neutral im Design.

Außerdem - will die Dame nicht im Garten arbeiten (sie hätte keinen grünen Daumen ...) - und sich auch nicht am "Gemeinschaftsrhythmus" beteiligen - also Mülltonnen an die Straße stellen, Hausflur und Kellerräume putzen, im Winter Schnee schippen und sowas.
Alles, was hier problem- und mühelos lief - weil meistens alle bzw. viele mit angepackt haben - im Garten oder beim Schnee schippen.
Als ich das eben hörte - mußte ich erst mal lachen.
Und meinte dann: Oha - klingt schwer nach Zicke.

Die Vermieterin hatte sich wohl gedacht - wir sollen das dann eben machen - und sie soll uns was dafür geben. So denken sie sich was.

Naja - wir werden sehen. Und  - wir sind nun eben verwöhnt hier. Mit für uns alle ganz normaler Nachbarschaftshilfe. Für die wir sogar manchmal beneidet wurden seitens einiger Menschen aus dem Nachbarhaus, ein Stück weiter.

Ich meinte noch: Wir brauchen ein freundliches, herzensgutes Rentner-Ehepaar hier. Man kann es ja mal laut aussprechen ... schadet nicht.

Tatsache ist - da steckste eben nicht drin. Weil wir es ja gar nicht zu entscheiden haben.
Besonders klug - wäre es wohl eher nicht, die Dame zu nehmen - die schon im voraus meldet, daß sie sich eben gar nicht ums Haus kümmern will.

Die sehr gut verdient - und wohl viel unterwegs ist beruflich. Die Wohnung bezahlt ihre Firma.
Vermutlich will sie deshalb nur 500 Ocken für eine Top-Markenküche legen .... die bis heute hochglanzpoliert ist vom Marlis - und die einst - wie et Jüppchen mir noch verriet - mal locker über 20 Mille gekostet hat. Er hatte gerade noch - bevor er ging - die Türen neu lackiert und mir gezeigt - wie gut das geworden ist.

Sie muß wohl sparen die Dame - an Korrektheit.

So ist das manchmal im Leben: Da kennste jemanden noch nicht mal persönlich - und ahnst nichts Erfreuliches. Lachen hilft - ich hab viel gelacht eben - über solche Kaltschnäuzigkeit. Was Anderes fiel mir dazu nicht ein.

Vielleicht noch dies: Mich für die friedliche und freundliche Zeit hier bedanken - in den vergangenen Jahren. Und - so gut es geht - unvoreingenommen bleiben. Trotz solcher Geschichten - im Vorfeld. 

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