Mittwoch, 29. Juni 2016

Türkische Wochen im Supermarkt ....

... ich gucke mal - hurra - gefüllte Weinblätter.
Und - gute Gewürzmischungen. Eine formidable scharfe Soße.

Neben mir - Mutter und Sohn - Mutter mit Kopftuch und Kutte.
Ich frage Mutter - was ich so mit dem dünnen Fladenbrot alles machen kann?
Mutter - zuckt mit den Schultern. Versteht kein Wort deutsch ....
Hatt ich mir ja schon fast gedacht. 
Frag ich halt den Sohn.
Ein etwa 15 bis 17-jähriger junger Mann - der es mir auch gerne erläutert.
Danke ....

Denke - Mutter ist also etwa Mitte Dreißig - maximal.
Dat siehste ja oft gar nicht - unter deren Kopfschleiern. Sieht erheblich älter aus.
Und - sie spricht kein Wort deutsch.
Sicher wird sie allerbestens wissen - wie man mit solchen Fladen umgeht - aber sie hat einfach nix verstanden. Und - es scheint ihr ja auch wurscht zu sein - daß sie in einem Land lebt - dessen Sprache sie nicht einmal in Fragmenten beherrscht.

Neuerdings komme ich mir hier auf dem Vorland immer öfter vor - wie einst in der Kolonie.
Die Kopftücher und Ganzkörperverschleierungen - nehmen sichtbar zu.
Am  Montag - eine ganze lärmende Horde von diesen Damen mit Kopftüchern und bodenlangen schwarzen Mänteln  am "Wühltisch", der gar keiner ist, aber von ihnen dazu gemacht wurde. Wild durcheinander alle Verpackungen aufreißend - statt eine in der entsprechenden Größe. Vermute - die können nicht lesen?
Mit Verlaub: Doof wie Brot (also nichts mit Feingefühl) und mehr als chaotisch - ich dachte, ich träume. Wo ist das bitte "bunt"?

Naja - muß ja irgendwann so kommen - bei dem - was hier vor sich geht.
Von der Schmierenpresse - fast totgeschwiegen - aber es geht munter weiter mit dem Bevölkerungsaustusch.
Still und heimlich - fahren sie eben die Züge nachts - die "Kollegen Lokführer".

Auf dem Parkplatz treffe ich einen Vater mit kleinem Sohn -  der kommt aus dem Osten.
Und es gibt was zu lachen. Ganz anders eben. Viel "bunter" - als alle die, wo die Frauen sich in schwarzen Säcken - verstecken.
 
Aber dies auch noch: Manche freundliche Mitarbeiterin dort - ist ebenfalls türkischer Abstammung. Und kein mensch kann es merken - wenn die sich nicht gerade mal was auf türkisch zuwerfen. Weil die eben hier schon lange bzw. von Geburt an heimisch sind. Und viele - alle! - sind sogar blondgefärbt ... kein Kopftuch weit und breit. Die werden es ganz sicher auch nicht begrüßen - wieder in solche schwarzen Kutten zurückgestopft werden zu sollen !!!

Und dann gibt es noch - eine Menge türkischer Familien hier - die die Häuser überall aufkaufen. Vordergründig erst mal - schon lange "integriert" bzw.angekommen.
Und die diese Häuser auch bestens sanieren - lassen. Von solchen - die oft auch kein Wort deutsch sprechen. Wegen dem Kater war ich ja einst öfter auf der Baustelle nebenan - und in einem Paralleluniversum, wo ich mich nur mit Händen und Füßen verständigen konnte. Der "Bauleiter" war mal locker mindestens Mitte der Fünfziger - und kein Wort - der hiesigen Sprache. Der junge Mann - dito.

Soviel erst mal - zum dünnen Fladenbrot.

Kommentare:

ganga hat gesagt…

Guter Artikel. Das mit den alten Häusern aufkaufen habe ich auch immer wieder in der Nachbarschaft. Und dann zieht auch noch die ganze Sippe ein. Was soll man machen. Ich hab keine Kinder und es gibt keine Berührungspunkte. Noch lebt jeder weit genug vor sich hin.

Ich will......nicht mehr wie bisher hat gesagt…

Offen gesagt, mir ist regelrecht übel!
Die Übernahme hat längst stattgefunden.
Nur die Restdeutschen haben es noch nicht gemerkt.
Möge endlich der Blitz dreinschlagen und den Leuten die Augen öffnen.
Aber man hat gründliche Arbeit geleistet. Wir sind so grundsätzlich verblödet, dass einem das Heulen kommen kann. Hirngewaschene verblödete Konsumenten werden sich die Augen reiben, wenn deutsch hier Fremdsprache wird. Im Herbst spätestens.
Ist es schon in Großstädten. Fahre mal in Hamburg mit Öffis ........du glaubst alles, aber nicht in einer deutschen Stadt zu sein.
Wann haben wir eigentlich das Ruder so vollkommen aus der Hand gegeben?
Als wir nicht merkten, dass sie uns mit Brot und Spielen ablenkten......
Mannmannmann, ich habe heute eine (besondere) Scheisswut auf dieses Pack an der Spree.
Und Sati, ich danke dem Universum jeden Abend (und dreimal täglich) dass ich hier (noch) nicht mit verschleierten Invasorinnen konfrontiert bin.
Mein Mitgefühl für deine Lage!

Sati hat gesagt…

Danke - für´s Mitgefühl
Noch ist es hier lange nicht so schlimm - wie in der Kolonie.
Aber ich staune in jüngster Zeit - immer mehr.
Gibt aber auch sehr freundliche Begegnungen.
Also - gutmenschliche - die vielleicht schon arabisch lernen auf der Volkshochschule?
Ne - Ironie aus.
Aber irgendwann - reicht´s halt.
Schon lange.

Sati hat gesagt…

PS: Ich weiß gar nicht - auf wen ich mehr Wut haben sollte: Auf die Arschgeigen an der Spree und in Brüssel - oder auf meine "Mitmenschen"?
Und - die größte Wut habe ich wohl angesichts dieser Ohnmacht, von Schlafenden, Verweigerern, Gutmenschen und fetten Profiteuren mit in den Suizid gerissen werden zu sollen.

Manchmal scheint mir schon der Schädel zu platzen - weil mir nichts Gutes, Brauchbares ein- und/oder zufällt - wie ich das Ruder rumreissen kann.

Erika Nittel-Traser hat gesagt…

Ja, ja und noch mal ja, liebe Sati, es ist beängstigend. Aber, hier kommt mein aber, wollen wir wirklich mit diesen Gedanken das Feld räumen? Wollen wir nicht lieber die Kraft unseres Geistes und Seele nutzen, Gutes denken, wollen und tun?
Nein, ich bin keine Gutmenschin, war ich mal, vor Äonen. Dennoch glaube ich an das Gute, für das es zu leben und zu kämpfen lohnt. Deine Gedanken hier, die in die Welt gehen und Resonanz finden. Das ist ein erster, ein guter Schritt (am Anfang war das Wort :)) Ermuntern dazu eigene Gedanken und Gefühle zuzulassen, ihrer bewußt werden.
Es gibt doch so unendlich viele, die genau oder ähnlich denken und doch fürchten, ihre Meinung zu sagen. Bloß um nicht dem Mainstreamgeist zuwider zu laufen. Aber ich kann auch immer mehr von denen sehen, die sich öffnen, sobald man sich selbst mit ehrlichen Worten "geoutet" hat. Und da komme ich wieder auf Deine Worte, die für viele ein Anfang sind. Zu denken, zu streiten und nein zu sagen zur verordneten Zwangsvermischung.

Ich glaube an uns als Menschen und Land.

Erika


Sati hat gesagt…

Hab ich jetzt erst gelesen, liebe Erika!
Kann dazu nur soviel sagen:
Habe zeitlebens frei Schnauze geredet.
Auch - in beruflichen Situationen - also bevor ich einst Taxi fuhr.

Ich sag Dir was: Meist war es so - daß die "Systemlinge" zu mir kamen - und mit mir sprechen wollten.
Fand ich immer sehr interessant.

Ja - wird alles gut -
weil hier kein noch echter Mensch auf Konfrontation gebürstet ist.

LG, Sati