Mittwoch, 1. Juni 2016

Small - Talk ....

... läuft bei mir meist so ab:
Ich hör mal mehr oder auch weniger zu - was es so zu erzählen gibt.
Antworte auch ggf. etwas. Oder frage nach.

Das Wichtigste aber - bei jedem "Small-Talk" ist dies:
Ich schaue mir die Menschen sehr gut an - und nehme sie wahr.
Auf ganz anderer Ebene.
Und auf dieser - läutet immer die Botschaft in mir:
Ja - Schatz - ich liebe Dich (auch).

Kann frei nach gusto ergänzt werden mit sowas:
Ja - Schatz - ich respektiere, wie Du Dein Leben meisterst.
Du machst das genau richtig. U.v.m..

Nein - das ist keine Methode -
das läuft bei mir immer "unterirdisch" und parallel ab - ganz von selbst.
Und es ist eine Ebene - auf der wahre Freude herrscht.
Weil´s eben - genauso gemeint ist.

Deshalb schreib ich ja immer - daß die meisten Menschen weit besser sind - als ihr Ruf.

Und dennoch -   ist auch das nicht wahr.
Denn: Sobald diese in ihre heutigen und scheinbaren "Berufe" losgelassen sind - sieht schon Vieles wieder ganz anders aus.

Kommentare:

Ich will......nicht mehr wie bisher hat gesagt…

ich habe soeben im small talk hundertprozent versagt. schlechtes gewissen? nein! ich hatte ihn nicht angefangen, keinerlei ambition einen zu führen und wurde dennoch zugetextet. und ehrlich, ich wollte höflich sein...........ging nicht.
ich lese ja gerade das "tibetische totenbuch" (es ist eine aktuelle drumrumfassung) und die liebe zum nächsten hat eine schlüsselrolle. ich kann sie nicht lieben, die nächsten........ich kann sie lassen, in ruhe lassen..........aber sie sollen auch mich in meiner lassen. ich habe wirklich keine lust auf geplapper und auch keine kraft dafür.
ich bin weit weit weit entfernt von der liebe zum menschen. die erkenntnis verfolgt mich seit tagen.
und ......issmiregal, egahahahal, iss mir egal
https://www.youtube.com/watch?v=xvcpy4WjZMs

Sati hat gesagt…

Du bist aber ehrlich - das ist wertvoll und heute auch rar!

Ich frage mich auch immer wieder, ob ich die Menschen denn liebe? Und denke oft - eher nicht. Treffe ich aber auf welche - bin ich immer wieder überrascht - daß ich es offenbar doch tue.
Aber - nicht so hehr, wie bei Buddhistens und Anderen beschruben .... viel leichter - und vermutlich: Weil ich nichts von ihnen will.

Es scheint ein wenig paradox: Wenn ich mir den Irrsinn der Welt ansehe, liebe ich die Menschen nicht. Wenn ich aber auf Einzelne treffe - sieht es oft ganz anders aus.
Vermutlich auch ein Stück Übung von einst - mit den vielen Fremden jeden Tag im engen Blechkasten.

Übrigens finde ich es mehr als legitim - Gespräche auch nicht zu führen, wenn einem nicht danach ist.

Ich will......nicht mehr wie bisher hat gesagt…

ich mag ja auch einzelne.......wenn sie meinen raum respektieren.
ich glaube, jenny dings hat das mal anschaulich erklärt, auch mit dem thema "handgeben", was mir auch ein greuel ist.
ich weiß nicht, ob sie es aura nannte oder sonstwie, jedenfalls haben wir einen unsichtbaren körper um uns rum, den wir schützen wollen.
besagte überfallnachbarin mit ihrem gesprächswasserfall, der da über mich herein brach, hat auch diesen mindestabstand einfach nicht drauf. sie kriecht einem quasi immer ins gesicht. gehst du rückwärts, kommt sie nach. ich ahne auch, woran es liegt. der gatte erzählte mal was von schwerhörig.
ich war schon mal drauf und dran, ihr die grenze mit der hand anzudeuten, bis wohin meine aussengrenze geht. *kicher* konnte es knapp unterdrücken.
und ja, die begegnungen mit menschen irgendwo draußen, wo jeder den anderen echt wahrnimmt, die sind mir auch lieb.
ob ich deshalb die menschen liebe? ich weiß nicht. es fällt mir schwer.

Sati hat gesagt…

Das kenne ich bestens - wenn welche einem in die Aura latschen - und nix merken. Kann ich auch nicht ab. Hand geben zur Begrüßung - geht für mich in Ordnung.
Nur nicht solchen, die Dir die Hand wie einen nassen Waschlappen geben - also ohne jegliche Vitalität - brrrr ....

Habe mich wieder an ein paar Kindern erfreut kürzlich - die noch echt sind - und alles aufwirbeln.
Einer lockte seinen kleinen Hund - der am inkaufswagen fest gemacht war. Hündchen schoß wild los - wie der kleine Junge - samt Einkaufswagen .... zum Piepen. Und die Mutter - Hut ab - hatte echt gute Nerven - so soll es sein.
Sowas - liebe ich.
Situationskomik quasi.