Freitag, 17. Juni 2016

Es gibt solche Kleinigkeiten ....

... die mich ungeheuer ärgern - weil sie einfach nur zuuu blöde sind.
Und dann wundere ich mich - daß ich mich immer noch über solche ärgern kann.

Hole eben die Nachbarin aus dem Krankenhaus ab. Alles läuft gut - Autobahn frei auf dem Hinweg, trotz wieder mal starkem Regen. Andere Seite auch noch frei - fein, dann kommen wir ja gleich gut durch - und sie endlich nach Hause.

Bin also zügig bei ihr - und rufe sie kurz an, daß ich da bin. Sie sieht mich nicht ("Ich sehe Dich dann, wenn Du kommst" - grins) - weil ich auf der anderen Seite vom Gebäude geparkt habe. Dafür sind solche Telefone ja sogar mal nützlich ...

Auf dem Rückweg - doch noch ein Unfall voraus - und bissel Stau. Wir kommen aber doch gut und zügig durch.

Vorm Haus dann - will ich den Kofferraum vom Föppchen aufmachen, um ihre Tasche wieder rauszuholen. Und - nichts geht mehr.

Da hat sich ein Gurt von der Tasche beim Schließen - volle Kanne im Schloß verkeilt. Und es geht gar nichts. Kann auch nicht mit Gewalt drangehen - sonst ist das Schloß völlig hinüber. Fummel dran rum und merke, wie mein Ärger über diesen unnötigen Unsinn hochsteigt. Es bewegt sich absolut nichts.

Ich soll das einfach abschneiden - meinen die beiden Nachbarinnen synchron. Will ich aber nicht. Dann ist ja die Tasche hinüber. Nachdem sie mir eine Schere bringen, tue ich es doch - vorsichtig. Auf einer Seite. Brauche ja noch was zum Fassen, um das danach ggf. rauszuziehen. Nichts.
Sowas von verkeilt - sowas macht mich ja wahnsinnig.
Bekomme auch noch ein Teppichmesser angereicht ... nichts.
Nach dieser Fummelei ohne jeden noch so kleinen Erfolg - habe ich die Faxen dicke und werfe erstmal hin.
Hat in solchem Moment keinen Zweck - weiterzumachen.
Morgen wieder .... frischauf.

Achja - die erste Schere - die die beiden mir reichten - ging auch noch hinüber.
Da krieg ich ja die Motten drüber über sowas!
Sowas Blödes!

Nun - es gibt weit Wichtigeres - ja, weiß ich ja.
Aber trotzdem bringt mich sowas Blödes in Wallung - weil´s halt einfach zu blöd ist.

Naja - Hauptsache - sie ist wieder hier. Und wird nie wieder in ein Krankenhaus gehen.
Sie ist eine sehr quirlige - für die zehn Tage "Stilllegung" und Langeweile eine echte Tortur sind.

Zweimal am Tag gab´s eine "Bestrahlung" (mit Gift ...) - von maximal drei Minuten - und mit mindestens sechs Stunden Abstand dazwischen. Kosten vermutlich - ganz geschmeidig im mindestens sechsstelligen Bereich.
Heute wird das wohl so gemacht: Sie haben ihr irgendwelche "Röhrchen" in die Brust gesetzt - und durch diese das Gift geleitet.
Röhrchen hat sie sich heute nach der letzten Verstrahlung gleich entfernen lassen - und ist dann ab nach Hause. Ansonsten wollen die wohl gerne - daß die Menschen noch einen Tag dort bleiben - zur "Beobachtung".

Was die meisten von uns gar nicht wissen: Die Menschen strahlen übrigens auch ab. Ist nicht etwa so - daß das Zeugs dort bleibt, wo es scheinbar plaziert wurde.
Aber - sei´s drum - eine Umarmung mußte natürlich trotzdem sein als Erstes.
Außerdem - habe ich einst soviele von diesen armen Verstrahlten täglich durch die Gegend gefahren - und auch zu dieser Klinik - daß ich demnach eh schon lange verstrahlt bin.
Mal abgesehen von ganz anderen Strahlenquellen heutzutage - allerorten.
Wollte es nur mal erwähnt haben hier - zur Information.

Gut - daß sie wieder hier ist. Und gut - daß sie gleich beim Losfahren entschieden meinte im kleinen roten Föppchen - jetzt geht sie in kein Krankenhaus mehr. Muß wohl so etwa die dreißigste Tortur gewesen sein in ihrem bisherigen Leben - verschiedenster Art.

So gesehen - kommt´s dann auf den abgeschnitten Henkel ihrer Tasche wirklich nicht drauf an.
Wieso mich das dennoch derart getriggert hat - verstehe ich ja selbst nicht wirklich. Haha ....
Morgen - nähe ich den noch - wird dann nicht hübsch - aber immerhin. 

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