Dienstag, 26. April 2016

KFZ-Philosophie und Schnellbilanz: Mein kleines neues altes rotes Auto ....

... hat mich eben zu einer kurzen "KFZ-Bilanz" veranlaßt - also seit meinem 18. Geburtstag - da habe ich mit dem Autofahren begonnen.
Habe eben mal alle Fahrzeuge schnell aufgelistet - die ich bislang fuhr für meine Zwecke.
Sind weniger, als ich dachte - also zusammen mit dem kleinen neuen alten Roten jetzt Neune....
(Und immer denke ich - Du hast einen vergessen - komme aber nicht drauf ....)
In etwa 34 Jahren.
Rechne ich also mal 36 Jahre - weil es sich durch neune teilen läßt - macht das 4 Jahre pro Gebrauchtem.
Stimmt so nicht - manche hielten nur zwei - andere acht Jahre.
Aber - wegen der Schnelle halt ....

Rechne ich alle Anschaffungskosten zusammen - komme ich auf etwa 8.000 Euronen für 9 Fahrzeuge.
Nur die letzten dreie waren in Eruonen-Zeiten erworben - und die liefen jeweils lange. 
Der gute "Lance" - der neulich seine Dienste tat - hatte sich übrigens zügig refinanziert, weil irgendwelche Blinde immer auf ihn drauffuhren, als er ordentlich geparkt in der großen Stadt stand.
Und er war quasi der "Teuerste" von den Neunen. Seine verwunderliche Ammortisation ist hier aber nicht abgezogen - sondern mit drin in der Rechnung.

Mein erstes Auto einst - "R5" mit Handschaltung - ist ebenfalls mit drin in der Rechnung - hatte ich aber einst von meiner Erzeugerin geschenkt bekommen. Das zweite - schenkte mir mein Geliebter, der war KFZ-Fachmann und hatte den irgendwo noch stehen .... und brachte ihn mit mittels Schraubenziehern festgeklemmten Fenstern für mich nochmal durch den TÜV.

Nach den beiden ersten, die klein waren - wurden die Kisten immer größer. Bis hin zu einem Granada-Kombi. Später noch ein VW-Bus-Wohnmobil. Und der Vorletzte - war ein Mittelklasse-Kombi, der mir aber schon eher klein erschien. Davor war´s ein Lieferwagen.

Jetzt - ist es wieder ein kleiner.
Und ich finde den wunderbar so.

Lustig fast - zumal ich ja auch jahrelang dicke Mercedes-Limousinen fuhr - allerdings immer im Wissen, daß ich sowas für mich nie haben will. Sind mir viel zu unpraktisch.

Alle neun Gebrauchten - hatten verhältnismäßig wenig Reparaturkosten - die letzten dreie fast keine - jedenfalls keine nennenswerten. Einmal 400 Euronen .... vor vier Jahren oder sowas - für die TÜV-Abnahme, Auspuffreparatur und was sonst zu tun war an dem, der sich einst zügig selbst refinanziert hatte.

Bei den anderen - saß ich meist an der Quelle - also war in Kontakt mit Freunden, die eine eigene Werkstatt hatten - und die Dinger freundlicherweise immer am Laufen hielten für sehr wenig Geld.
Das war noch zu solchen Zeiten, als die Menschen fast alles selbst reparieren konnten.

Kurz und bündig - die Bilanz ist doch bestens.
Etwa 8.000 Euronen Anschaffungskosten - für 34 Jahre Mobilität.
Dazu "Pi mal Daumen" - maximal 5.000 Euronen an Reparaturen bzw. Ersatzteilen.
Eher deutlich weniger .... 
Abgesehen von den Kosten für Steuer und Versicherung - die mehr gefressen haben.

In einer Zeit - in der ich mir einst auch mal eben einen Neuwagen hätte schenken können - kam ich gar nicht erst auf so eine Idee - und fuhr meinen feinen großen Peugeot-Kombi in Italien an sein "natürliches Ende" und mit dem Zug nach Hause.  Das war einfach der Zeitpunkt, wo eine sehr teure Reparatur sich nicht mehr gelohnt hätte. Vermute, der ist noch zehn Jahre in Afrika weitergelaufen.

Und jetzt - freue ich mich über das kleine rote Föppchen - welches ein echtes "Schnäppchen" ist - und hoffe, es hat noch Lust, ein paar Jahre zu laufen.
Mit moderaten 45 PS - mit denen mensch aber auch fein fahren kann - statt 130 nie bemerkten zuvor - und entsprechend moderaten Unterhaltskosten.

Ohne jeglichen überflüssigen Schnickschnack - besonders der elektronischen Art. Doch - einen Schnickschnack hat es - ein Schiebedach mit Handkurbel. Welches ich höchstvermutlich nur äußerst selten nutzen werde.

Das kleine rote Föppchen amüsiert mich immer, wenn ich drauf zugehe auf "öffentlichen Parkplätzen" bzw. es manchmal erst wieder sichten muß zwischen zwei Panzerfahrzeugen ....  zwischen denen es nicht erkennbar ist.

Und - es läßt mich schwer "philosophieren" - über dies und das - was mensch braucht und was nicht - und wie verrückt das ganze Spiel mit den Autos und mit vielen anderen "Dinglichkeiten" so ist.
Wie sehr Fahrzeuge als "Statussymbol" herhalten - sollen. 

Na jut - wenn einer ein schlechter Fahrer ist = permanent unsicher - kauft er sich sowas für seine eigene Panzerung und Sicherheit. Und zur Unsicherheit der Anderen, die er dann danit zerquetschen kann im Rückwärtsgang - falls die Kamera mal ausfällt ... oder die elektronische "Einparkhilfe".

Ah Wahnsinn alles! Also mal - energetisch bzw. symbolisch betrachtet.
Ah Wahnsinn auch - daß das kleine Föppchen nicht mehr Sprit verbraucht - als nagelneue Fahrzeuge seiner "Klasse".

Und ah Wahnsinn - daß immer von "Entwicklung" gesprochen wird - aber de facto noch lange keine stattfindet. Jedenfalls nicht in eine gesunde und erhaltende Richtung.

Nachtrag: Zehne sind´s. 
Heute morgen fiel mir der ein - den ich gestern vergessen hatte - aber immerhin war mir so - als fehle einer. Ein kleiner Kombi .... in dem ich an einem Sylvester-Abend gut acht, neun Leute sitzen hatte - also inklusive Ladefläche. Lange her - und "verrückte Zeiten". Jugendlicher Leichtsinn halt.
In Afrika - geht sowas - hier ist es ja "verboten".

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