Dienstag, 5. April 2016

Gruß an Käte ...

... die älteste Schwester meiner Erzeugerin - Käte war die Älteste und meine Erzeugerin die Jüngste in der Kinderschar meiner Großmutter.
Käte fragte mich mal vor vielen Jahren, als ich ihr erzählte, daß ich gerne alleine durch den Wald gehe - ob ich denn da keine Angst hätte?
........ ??? war meine erste Antwort.
Und dann sagte ich: Nein - wozu das denn?

Im Moment - "überprüfe" ich das nochmal für mich.
Ob ich im Wald wohl Angst hatte?

Nein - ist die Antwort.
Wenn überhaupt - vor zu vielen Menschen, die mir hier in NRW leider allzu oft begegneten.
Lärmend.
Rasend - mit Mountain-Bikes und wild klingelnd.
Mit kratzenden nordischen Geh-Stöcken laut schwätzend unterwegens im heiligen Hain.
Das war eigentlich alles - was mir je im Wald Angst gemacht hat.
Diese lärmende Un-Heil-igkeit im heiligen Hain.

Eben - durfte ich mich nochmal kurz an die Zeit bei "Budhhistens" erinnern.
Das Gebäude war alleinstehend auf weiter Flur - einerseits - und auf der anderen Seite gleich der Wald.
Meist waren viele Menschen dort - um in Seminaren nach Ruhe zu suchen.
Aber manchmal - war ich ganz alleine dort - und alle ausgeflogen.
Kein Seminar mit Besuchern - und auch die "Belegschaft" ausgeflogen in Urlaub.
Sati ganz alleine - in einem sehr großen Hause - mit sehr vielen Zimmern und Räumlichkeiten.

Hat mir denn da der Wald Angst gemacht?
Nein - sicher nicht,
Eher das Gegenteil.

Und - dazu kam noch - kommt immer noch bei mir - daß ich im Grunde auch Türen nicht wirklich gerne von innen abschließe - sondern lieber offen lasse.
Dann komme ich wenigstens raus - falls mal eine Laus auftaucht.

Heute würde ich es so sagen:
Lieber alleine im Wald und auf weiter Flur - als gedrängt zwischen Menschenameisen - in einer irrsinnigen Großstadt.

Nicht - daß ich nicht ab und an mal auch Furcht gespürt hätte. Aber meistens Ehrfurcht.
Unterm funkelnden Sternenhimmel - oder einfach vor den Bäumen, die weit älter sind, als ich.

Vorm Wald - braucht Mensch keine Angst haben.
Meine ich mal so - zumal die Menschen ja fast alle wilden, freien Tiere ausgerottet haben.

Fällt mir nochwas ein - in einem anderen Wald einst - im Blockhaus:
Wildschweine in der Nacht ums Haus.
Und?
Nichts weiter - alles in bester Ordnung.
Jedes - an seinem Platz.

Das aber - habe ich mir sozusagen "zurückerobern dürfen" einst.
In der Stadt - als Kind - wurde ich von den Erzeugern einst permanent auf "Gefahr" instruiert.
Mach nicht die Tür auf - wenn wir weg sind.
Trau keinem Fremden (also nicht Deiner eigenen Einschätzung ...)
Usw. usw. etc.

Als Kind - hatte ich also oft große Ängste - die gar nicht meine waren.
Eingetrichtert.
Meine ältere Schwester hatte mich einst mit der Nase drauf gestoßen - in einem der wenigen vertraulichen Gespräche, die wir führten.
Lange her - aber sehr erhellend.
Sie war ebenso konditioniert worden.

Ja - Frau Mörkel - Sie haben recht - obwohl Sie ja nicht so handeln:
Angst ist ein schlechter Ratgeber.
Immer.
Angst gehört nicht wirklich zu uns - es wurde uns nur so bei-gebracht.
Vorsicht - ist was Anderes.
Die darf schon mal sein.        

Kommentare:

Ich will......nicht mehr wie bisher hat gesagt…

nichts ist friedlicher als ein wald (ohne menschen)

Sati hat gesagt…

Im Wald gibt´s auch "Waldwächter" ... habe ich immer wieder gespürt und auch gesehen, wenn ich es mal geschafft hatte, wirklich ein Stück einsamen Waldes zu erwischen - was in NRW nicht leicht ist.
Je menschenleerer - desto eher kann mensch diese wahrnehmen.
Sie beobachten einen - und tarieren aus, mit welcher Absicht mensch unterwegens ist.
Da ist eine Menge los im Wald .... jenseits der Menschenwelt.
Aber - halt friedlich - wenn mensch auch in friedlicher Absicht unterwegens ist.

"Eso-Quatsch"? Mitnichten ....
auch die Tiere beobachten einen ja sehr aufmerksam.