Freitag, 15. April 2016

Die kleine Oase hier ....

... am Ende der langen Zufahrt - ist schon was Besonderes.
Wegen uns Menschen.
Und schön, daß wir uns da alle völlig einig sind!
Sonst wär´s ja auch keine solche kleine und sehr feine Oase.
Wo jeder gerne dem Anderen hilft, wenn er oder sie kann.

Und - wo Jüppchens Frau so gut "aufgefangen" wird, wie es halt geht.
In einer Gemeinschaft - von einerseits sehr unterschiedlichen Menschen, die aber über eine sehr ähnliche Grundeinstellung verfügen und sich daher gegenseitig respektieren - jeder von uns hier weiß es bestens zu schätzen, in solchem Haus zu leben.
War wieder ein paar mal kurz Thema diese Woche .... wie wertvoll das ist.

Daß "unser Jüppchen" nun nicht mehr wiederkommen soll - hat hier immer noch niemand wirklich gerafft - wie auch? Sowas dauert .... und er fehlt einfach.

Ich habe zum zweiten Male im Leben etwas "geerbt" - diesmal aber, bevor der Mensch überhaupt übergegagen war - und das hatte mir schon seinerzeit meine ohnehin vorhandenen Befürchtungen verstärkt. Die ich hatte von dem Tag an - als Jupp erzählte, in was er sich da hineinbegeben will.
Seine Steinsammlung ....

Als er die kurz vor seinem Gang zur OP aussortierte - schwante mir nichts Gutes. Hab aber nichts in dieser Richtung dazu gesagt - sondern seine Schätze zu treuen Händen genommen. Und noch mit ihm erzählt - zu jedem Stein - wo der herkommt und mir Anekdoten angehört. Bin froh - daß ich mich seinerzeit doch noch kurzerhand zu ihm begeben habe beim Sortieren - und lauschen und mit ihm lachen konnte.
Zuvor hatte er schon enen Teil einfach zu den meinen auf die Fensterbank im Treppenhaus gelegt - und ich dachte: Nu isses aber mal gut.

Aber - Hallelujah - nicht nur im Haus wird seine geliebte M. gerne "aufgefangen", wenn was ist - sondern auch von vielen anderen Menschen, die wahrlich und ehrlich gerne für sie da sind.
Hier ständig ein- und ausklappen ... so daß die Frau bislang nur selten alleine war.
Viele helfende Hände in der Not.
Gut zu wissen!

Die "üblichen Arschgeigen" gibt es auch. Und gestern staunte ich nur - als wir wieder draußen saßen - wieviel Aufmerksamkeit diesen gewidmet wurde. Statt sich besser = gesünder auf die "Engel" zu konzentrieren - gab es Erzählungen über diese Arschgeigen. Sogar über längst vergangene Episoden.
Und als ich wieder hochging ins Himmelsgeschoß - war ich völlig platt.
Komisch der Mensch - merkt sich oft die eher unangenehmen Anekdoten und regt sich viele Jahre noch drüber auf - obwohl schon längst alles vorbei ist.

Waren wertvolle Tage diese Woche - wenn auch nicht immer leicht.
Die beiden Anderen - sind ja auch noch nicht über´n Berg mit ihren "Diagnosen".
Aber ich staune - was das alles für starke Menschen sind.
Und - siehe oben - wie gut es tut - wenn jeder einfach das tut, was er oder sie kann.                                               

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