Freitag, 8. April 2016

Das Beste am Internet ....

... ist, daß mensch auch dieses "überlebt".
Mit allen "Informationen".

Tue mich täglich schwerer, noch was zu sichten. Also zuvorderst: "Nachrichten" - die von Anderen ausgewählt und nach-gerichtet werden, interpretiert werden und derart einen Zustand der Welt beschreiben wollen.

Unvergessen bleibt mir ein gut gemeinter, freundschaftlicher Rat einst - muß so etwa 2001 gewesen sein - als die kluge Frau sagte: Überleg es Dir gut, ob Du sowas brauchst. Es ist ein Zeitfresser.
Viele viele Male habe ich mich an sie erinnert - und dachte: Da hat sie recht behalten.

Was kann mensch so aus dem Internet "lernen"?
Naja - kommt wohl ganz auf die Nutzung an.
Und diese ändert sich ja auch immer wieder mal - individuell.

Bei mir - hat es viele Male einst gelernte "Weltbilder" verändert.
Und jetzt - reicht auch das.
Denn - es bleiben jeweils "Weltbilder".
Aber was soll das sein - ein "Weltbild" - also im richtigen Leben?
Es kann nur etwas sein - was auch nicht der Wahrheit entspricht.
Denn niemand vermag - die Welt in Gänze zu erfassen.
Und - die Welt ist auch nicht das Leben.

Der Planet ist ja nicht mal "die Welt".
Usw. und so fort ....

Bleibt also - wenig Wahrheit.

Und - wie war das, als es noch kein Internet (also eine elektronische Datenbank ..)  gab?
Ähnlich - fast alles beruht auf "Hörensagen".
Ob von Mensch zu Mensch - oder mittels Büchern, die sich jemand so ausgedacht und geschrieben hat - oder sonstigen Geschichten und Glaubensmustern, die kursieren - und oft einfach geglaubt werden.
Nur selten treffe ich auf Menschen - die das ganze Zeugs für sich selbst überprüfen.
Öfter aber auf Menschen - di es einfach übernehmen, übernommen haben - und für wahr verkünden.
Weil´s halt gerade im "Kollektiv" für wahr gehalten wird.

Guckst Du mal - über ein paar Tausend Jahre - ist schnell zu erkennen - daß das Meiste Illusion ist - und immer wieder dem Wandel unterliegt.
Aber - wer guckt schon mal eben - aus der Adlerperspektive - auf ein paar Tausend Jahre - oder mehr? Darauf - wie relativ und auf Dauer unhaltbar alles ist - was aktuell so geglaubt und "für wahr genommen" wird.
Nicht allzuviele - ist mein subjektiver Eindruck.

Unvergessen bleibt mir auch - eine "Vertretungsstunde" in der einstigen Schul-Verblödungs-Anstalt - mit einem "Deutschlehrer", der wild zu philosophieren anfing - und mich nur noch staunen ließ.
Der erste Mensch, den ich traf - der die Dinge klar aussprach ... und uns erzählte, daß das, was wir wahrzunehmen glauben - gar icht wirklich existiert. Nicht mal als begreifbare Materie.
Ich dachte einst - er sei ein wenig anders als die Anderen - und womöglich ein wenig durchgeknallt. Man hatte mich ja gerade auf die "normale Spur" zu bringen versucht als Jugendliche - und dann kam der daher - und erzählte von etwas, was jedes Kind noch weiß - bevor es umerzogen wird.
Und ich wußte - der Mann hat recht.

Ebenso unvergessen blieb mir eine kurze Geschichte, in der ein einsamer Mann im Laufe der Zeit die Bezeichnung von Gegenständen vergißt - und beginnt, diese umzubenennen. Für ihn paßt es so - und die Dinge sind ja auch in seiner Welt - aber alle Anderen haten ihn natrüclih für völlig verrückt.

Kleine Mosaiksteinchen - die Mensch so sammelt im Leben.
Und die  manchmal mehr aussagen über das Menschenleben - bzw. über das "Kollektiv" - als alles Andere.

Wenn es also heißt - wir erschaffen die Welt mit allem, was darin enthalten ist selbst - so ist das nicht verkehrt. Jedoch manchmal mühselig - weil die Masse träge ist - immer noch.

Ich denke an dieses kleine Beispiel neulich - als die Nachbarin mir sagen wollte - das sei aber nicht gesund, ohne Strümpfe in der - von ihr, nicht von mir - gefühlten Kälte unterwegs zu sein.
Eine Behauptung -  ohne jeden Beweis.
Nicht mal meine sehr warmen Hände - konnten sie überzeugen, daß es nicht so sein muß, wie sie denkt.
Zwei Tage später - sprach mich ihr Mann auch drauf an, aber anders - in Frageform - "Ist Dir das nicht zu kalt?"
Nein - habe ich schon Deiner Frau neulich erzählt - das Gegenteil ist der Fall. Es funktionirt sozusagen - wie eine körpereigene Heizung. Und ich ergänzte noch, daß dies mein erster Winter gewesen sei - ohne Bestrumpfung. Habe sich einfach so ergeben - mit erstaunlichem Resultat.  Er - glaubte es ohne Weiteres - und meinte nur: Dann hast Du aber eine gute Durchblutung.

Beide aber - haben es nie ausprobiert im "Selbstexperiment" -  und beide gehen somit von Glaubenssätzen aus.  Sie - bleibt dabei - daß es zu kalt und ungesund sein muß. Und er - erinnerte sich an seine Jugendzeiten - wo er auch noch eine gute Durchblutung hatte.
Mit meinem - ungeplanten - Erleben also - hatte es wenig zu tun.

Tatsächlich - macht es mir inzwischen nichts - auch morgens bei 16 Grad in der Hütte zu sein - Heizung ist aus -  und mir ist warm genug. Gerade hat es satte 17 .... und ich habe die Fesnter offen.

Vorgestern war ich kurz unten im geheizten Salon - und dachte und sagte: Puh - wat ne Hitze. Sie - fror - und hatte noch eine Decke für Beine ....

Ich nehme extra so ein banales Beispiel - weil ihr Glaubenssatz "Das ist aber nicht gesund" komplett einzementiert war/ist.  Da hätte ich noch viel erzählen können - sie hätte mir kein Wort geglaubt. Weil es eben .... ???

Eben - weil die meisten von uns - nur wenig selbst überprüfen.
"Gelernt" bleibt "gelernt" - und wird als wahr empfunden.

Und - je "größer" die Vorstellungen werden - desto zementierter sind sie oft.

Hier - nehme ich mal dieses Beispiel: "Wir brauchen eine Regierung - weil sonst völliges Chaos ausbricht." Einfach mal - selbst drauf rumdenken.
In meinem Erleben von Welt - treffe ich größtenteils auf Menschen, denen ich es zutrauen würde - sich von sich aus korrekt und menschlich zu verhalten. Auch ohne "Regierung". Und auch ohne "Religion".

Dennoch - würden mir wohl gute 98 % sofort mit Glaubenssätzen kommen wie: Das geht nicht. Es würde Mord und Totschlag herrschen (tut es ja eh - womöglich gerade wegen Regierungen, Religionen und sinnfreien Lernanstalten?) - und und und .....die ganze nicht-geprüfte Litanei eben.

Neulich hörte ich dieses: "Gott selbst - wollte keine Gebote rausgeben" - berichtete jemand - "er wollte, daß die Menschen von sich aus das "Richtige" erkennen - ohne Anweisung."
Ich weiß zwar nicht - woher der Mensch das nimmt - aber es klang mir sehr symphatisch.

Und - um hier mal einen Punkt zu machen: Vielleicht hätte das erste Gebot besser lauten und das einzige sein sollen: "Überprüfe alles selbst - und laß Dir nichts erzählen - was Du nicht selbst auspobiert hast und erlebst/erfährst."   

PS: Alle Tippfehler werden kommenden Dienstag verlost - das Stück zu  200 Euro ....

Keine Kommentare: