Samstag, 12. Dezember 2015

Heute wieder lichter ...

... gestern ein gespenstischer Tag - wie lange nicht mehr?
Naja - einige gab´s schon im vergangenen Jahr.
Aber gestern war´s nochmal gespenstischer.
Bei dunklem Regenwetter - den ganzen Tag lang - saß ich hier versunken in schwarze Gedanken.
Und kam nicht raus - aus der Dreherei..

Ich war abgetaucht - in die schlimmsten, denkbaren Szenarien, die uns hier bevorstehen könnten. Und vielleicht sogar werden. Auslöser war womöglich dieses Video-Gespräch,  jedenfalls teilweise.
Und darin die Beschreibung - daß die Züge mit Massen von völlig kulturfremden  Menschen nun nachts fahren - Gespensterzüge - und diese in die Lager bringen. Von solchen Zügen träumte ich schon viel früher öfter.

Es war so eine gespenstische Verdichtung von allem, was in diesem Land hier schon mehrmals stattgefunden hat. Oder haben soll. Je nach Betrachtung.
Hat - weil auch damals immer die scheinbar ganz normalen Menschen fleißig mitgeholfen haben - also Lokführer. Es gruselte mich, dieses Bild.
Und es gruselt mich, "irgendwo" zu wissen, daß das ganze Land schon längst komplett übersät ist - mit Lagern. Auch das - eine Wiederholung - nur anders diesmal.
Es gruselt mich - irgendwo zu wissen - daß diese Menschen benutzt werden sollen - gegen die Hiesigen.
Es gruselt mich, was sonst überall auf dem Planeten an Kriegen tobt.
Es graust mich - wenn ich höre - wie ein Land = Syrien = die unschuldigen Menschen von Dutzenden "Fremdnationen" zerbomt wird. Falscher Begriff - es sind die Wirtschaftsmagnaten der jeweiligen "Nationen" - die diese eh auflösen wollen.
Es graust mich - wenn ich an die Ukraine denke - die Ostukraine und die Menschen dort - von denen man ja in den "Medien" kaum noch was hört.
Und noch viel mehr graust mich - wohl oft unbewußt - was gestern alles mit einem Streich hochkam, ans Licht des sehr trüben Tages.
Was ich sonst manches Mal - zu verdrängen suche in solcher Gänze - da es ein einzelnes Hirn auch überlasten kann auf Dauer.
Und gestern - war alles auf einmal hier.
Mehr gefühlt - als "gedacht".
Oder - gespürt.
Das kleine Hirn - kann das eh nicht erfassen. 


Und ich fand mich - fassungslos in einem Gespensterland.
In dem an der Oberfläche gerne noch so getan wird - als sei alles im Lot.
In dem aber in jedem Kaff - Lager installiert wurden - und wildfremde Menschen ungeduldig auf "ihr Haus und ihr Auto" warten - welches ihnen zugesagt wurde dort, wo sie aufbrachen - von bösen Geistern. Und in dem - ein Großteil der militärischen Kasernen ebenfalls mit diesen Menschen belegt ist - wer da an Zufall glaubt -  der möge auch weiter an den Weihnachtsmann glauben.

Gespensterland. 
Wie schon früher ein paar Mal.
Auch die Geister waren alle anwesend.
Sie leben ja weiter - in denen, die mit Trillerpfeifen ihre Mitmenschen niederbrüllen.
Und in solchen "Kirchenteufeln" - die die Lichter ausmachen gegen wackere Menschen.
In bezahlten Schergen - die für ein lächerliches Salär Menschen auf den Straßen niederschlagen, prügeln.
In allen "Verbänden" - die nur scheinbar für die Menschen eintreten.
Und und und ...

Es ist - wie eine Zeitreise.
In dunkle Zeiten - die nie vorüber waren - nur eine Weile überlagert.

Und so saß ich gestern hier - und fragte mich:
Was tust Du hier?
Es schien so für Stunden - als säße ich hier - trotz aller "Information" überall - und warte auf den Krieg.
Unfähig - etwas Wirksames dagegenzusetzen.
Absolut gespenstisch - und doch auch wahr - auf der Weltenbühne.

Dazu noch - war ich verärgert - über meine eigene Befindlichkeit.
Über eine gewisse Kraftlosigkeit in den vergangenen Monden.
Über´s körperliche Angeschlagensein - welches aber nicht wirklich ausschlaggebend ist für´s Verharren. Das Verharren - kommt aus der Seele, nicht aus dem Körper.
S´Hirn arbeitet ja noch - manchmal.  Werkzeuge sind noch reichlich hier - die Resignation ist die Krankheit, die paralysiert.

Das Seltsame heute: Ich bin ganz froh - solchen tiefscharzen Tag erlebt zu haben.
An dem wirklich alles mal hochkam - und ich es erst gar nicht verdrängt habe.
War eh aussichtslos - und sollte daher so sein.

Schon in den vergangenen Tagen - Monden - habe ich immer wieder resümiert, wieviele Baustellen die Menschheit sich geschaffen hat - was alles in Trümmern liegt.  Und oft - sehe ich eine heillose Verwirrung - statt Sortierung.
Manchmal - sehe ich beides.
Und ich sehe - daß ein jeder für sich selbst rausfinden muß - was zu tun oder zu lassen ist.

Mut im tiefen Gespenstischen - machte mir ein aktiver Mensch - der viel bewegt hat in 2015 
und auch vorher - im "Kleinen" - und der selbst sagt, daß er oft genug in die Resignationsfalle fällt - aber sich wieder da raus zieht - und weitergeht. Auch und obwohl er nicht weiß - ob es überhaupt etwas bewirken wird, was er da tut.
Dieser eine - sagte es stellvertretend für viele Andere.

Also - so ein rabenschwarzer und zutiefst gespenstischer Tag - kann auch gute Medizin sein.  Jedenfalls fand ich mich hier mit dem Gedanken wieder - daß ich nicht wirklich Lust habe - auf die bevorstehene Schlachtung zu warten. Das ist ja - mehr als gespenstisch. Wie ein Zombie - ein atmender Toter - fühlte sich das an.

Was ich nun genau tun kann und werde - weiß ich noch nicht. Also - auf der Weltenbühne. In 2015 habe ich es mehr als meine Hausaufgabe betrachtet - auch aufgrund von körperlichen Einschränkungen - wenigstens hinzusehen und den Schmerz zu fühlen, den Andere lieber vermeiden. Dieser setzt sich aus mehreren Ingredenzien zusammen - wie Wut, Zorn, Ohmacht, sich hilflos fühlen ... alles, was kein Mensch will - jedenfalls nicht vordergründig.
Und dann - wieder da raus zu kommen - im Wissen darum, daß niemand wirklich wissen kann - was sich genau entwickelt.  Dafür ist die Weltenbühne zu immens - und zu vielschichtig.

Das Verrückte an dem, was jetzt hier alles geschieht, ist - ich werde das Gefühl nicht los - daß alle Ahnen(-geister) sehr alert mit beteiligt sind. Geradezu lebhaft.

Der "Hammer" war noch ein Traum in der Nacht zuvor - da bekam ich Besuch von Angela Merkel. Die - war weder Gut noch Böse - die machte einfach "ihren Job" - recht emotionslos und unerbittlich, was ihr eigenes Arbeitspensum betraf. Ein wenig mechanisch - und kühl. Menschlich sehr unreflektiert, was sie eigentlich genau tut. Einfach - ein gut dressiertes Arbeitstier - mit reichlich Terminen und Stress - die vom eigentlichen Denken eigenen Empfinden abhalten.
Ich staunte wahrlich nicht schlecht über solchen Traumbesuch - der sich in der letzten Koloniebehausung zutrug.

Apropos Kolonie - und Besatzung bzw. Besetzung:
Dachte ich immer mal - ich hätte was begriffen mittlerweile - erschließen sich mir die Dinge jetzt erst - wieder - neu. Ich sehe wie selten zuvor - wie wir dressiert werden, worden sind - und dies in der Masse recht fraglos hinnehmen. Der eine mehr - der andere weniger.
Es sind soviele Schichten -  auf allen Ebenen des Lebens - das kriege ich nicht beschruben.
Ich kann nur bei mir selbst beobachten - mit welchen Programmierungen ich belegt wurde.
Und wie weit ein Weg zum Freisein ist ... oder vielleicht auch nah.
Innerhalb dieser Weltenstrukturen - ist es nahezu unmöglich.
Irgendjemand wird immer wieder kommen - und Dich herausfordern.
Sich mit etwas aufblasen - was ihm gar nicht zusteht - was aber alle für "normal" halten.
Und - solange ich am Leben festhalte - werden sie auch mich immer wieder kriegen.

Das war auch sehr erstaunlich gestern - sogar an solchem tiefschwarzen, sehr gespenstischem Tage - hängt dieses Wesen - am Leben. Es muß also was haben - das Leben.

Abends kam der Kater heim - der war den ganzen Tag wieder quietschvergnügt im schlimmsten Wetter draußen und pitschepatschenass. Das interessiert ihn  aber nicht weiter. Es gab leckeres Frischfleisch zum Abendessen - und dann bettete er sich zufrieden - nach einem gelungenen Tag im Schmuddelwetter. Träumend wartend darauf - daß die Tür in sein Freirevier wieder geöffnet wird.

Der Mensch aber - hat diese Tür selbst zu öffnen.
Und - das scheint manchmal nicht leicht.

Soweit - in aller Unvollständigkeit - und heute geht´s wieder lichter weiter.

Mein Dank noch - an alle, die bereits etwas auch "im Außen" tun = zu bewegen versuchen  - was auch immer -  der Berg ist gewaltig und erfordert viel Ausdauer.
Ob ich diese noch aufbringe - weiß ich nicht.
Manchmal - würde ich gerne hinschmeißen.
Und dann wieder  - kommt neues Licht und ich denke:
Ja - bittesehr - geh doch einfach weiter.
Was willst denn hier sonst tun?!
Wofür - biste denn gekommen?!
Eben. 

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