Freitag, 6. November 2015

Kleinkriege bei den Spirituellen ....

... sind nichts Ungewöhnliches. Soviel habe ich einst spätestens bei Buddhistens gelernt, also, daß es sich dort ebenso verhält wie woanders - nur anders, in anderem Gewand eben.
"Wo zwei sind - ist Krieg" - lautet der Titel einer DVD von Karl Renz, die ich noch hier habe - und er hat schon recht damit im tiefen Grunde.

Kürzlich rief mich eine Frau aus der Kolonie an - und bat mich, eine elektronische Nachricht an eine mir gänzlich unbekannte andere Frau zu senden, mit der sie in seltsamem Kriege befindlich ist.

Ich mag die Anruferin - und besuchte sie immer mal wieder gerne alle paar Wochen in der Kolonie, wo sie in einem Café anzutreffen war - und dort täglich wie bei Muttern und dazu vegetarisch kochte und köstlichste Kuchen buk.

Nun ist das Café geschlossen - vorerst. Eine Dame hatte es wohl gepachtet zu Jahresbeginn - was ich gar nicht mehr mitbekommen hatte - und die befreundete Frau gleich mit, denn diese ist irgendwie eine Instanz dort. Eigentlich hält sie das alles noch zusammen.
Nun aber - gab´s Streit. Und die neue Pächterin hat kurzerhand einfach alles eingesackt, was dort abzugrefen war. Nur, daß diese Dinge der Instanz gehören - es ist also im Grunde schlichter Diebstahl.

Beim Zuhören merkte ich schon - Widerstand. Widerstand - mich in solche Geschichten zu verwickeln ... hörte einfach kurz zu, sortierte - und schon wieder mal erschloß sich mir ein für mich so ein verwunderliches Bild: Es ist nicht das erste Mal - daß dort derartige sinnfreie Konflikte ablaufen.
Die "Neue" hat u.a. einen Kühlschrank eingesackt, der ihr wahrlich nicht gehört. Und die große "Grüne Tara"-Statue, die ich der Instanz einst schenkte - als Dankeschön für ihr Zauberwasser, welches ich bis heute trinke. Wie sie dieses genau macht, weiß ich bis heute nicht - aber das Wasser schmeckt einfach köstlich und ganz anders, als Kraneberger.
Auch diese Statue hat der Raffzahn sich einfach eingesackt - und nun wurde ich gebeten, der mir unbekannten Gierigen eine E-Post zu senden, in der steht, daß die Tara der Instanz gehört.

An sich ja kein Akt. Aber ich merkte - wie es mir zuwider ist, mich irgendwie in sowas reinzuhängen. Und da war eine Menge häßlicher, unsinniger Streitenergie. All solche kindergartenmäßigen Häßlichkeiten, die ich verabscheue. Ich sagte also - ich schicke Dir eine Bescheinigung nach Hause - und mit dieser kannst Du Dir ja dann die Tara wiederholen. Wollte einfach nicht "dazwischengeschaltet" sein.
Auch nicht elektronisch - in Verbindung treten mit solcher Arschgeige, die sich an Dingen zu bereichern versucht, die nicht die ihren sind.

Wundere mich immer nur - wenn solche Menschen, die erstaunlich freundlich sind und offen, wie die Instanz - über Jahre regelmäßig auf solche Arschgeigen treffen. War nicht die erste. Und lange nicht die einzige unter den "Esos". Vermute einfach - da gibt es was zu lernen für die Instanz, was immer das sein mag.

Vielleicht auch - loslassen? Vom Café? Aber nein - Anfang kommenden Jahres ist sie wieder dabei - da kommt eine neue Pächterin.  Und dann kam noch der Satz "Ohne mich geht das doch gar nicht." und ich durfte mich nur wundern. Das ist auch so ein Trugschluß, dem viele Menschen gerne aufsitzen ... daß es "ohne mich nicht geht".

Es geht immer bestens - ohne mich.
Das zu wissen - ist schon sehr beruhigend.

Kommentare:

Ich will............. hat gesagt…

ja, der gedanke, hier als ausgesprochener satz "ohne mich geht das doch gar nicht" ist wirklich des menschen trugschluß.
oh, und wie es geht. es geht immer. manchmal ruckelt es kurz im getriebe und schon geht es weiter, mit anderen menschen.
seit mir das klar ist, hat auch der tod keine macht mehr über mich.
man gibt den löffel ab und fertig.
geht in eine andere ebene über und fängt schlimmstenfalls von vorn an.
naja, es ist halt immer ein schock, wenn ein mensch aus fleisch und blut plötzlich kalt und stumm wird. ein schock für die anderen.
aber wenn mensch für sich selbst erkannt hat, dass er nur ein winziges atom im ganzen ist, dann ist alles so einfach.
ich wünsche sonnenschein!
m.

Sati hat gesagt…

Neulich hörte ich dies dazu - und es ist wohl wahr:
Wenn einer gestorben ist, heißt es "Er weilt nicht mehr mehr unter uns." - und daß besagt etwa das, was Du bemerkt hast: Es wird nur die Ebene gewechselt - von uns hier nach woanders.
So hatte ich noch nie über diese Worte sinniert.

Ich erinnere mich nur - daß ich eigentlich jedes Mal für die, die nicht mehr unter uns weilen, ein gutes Gefühl hatte. Und oft eines von großer Erleichterung.