Mittwoch, 11. November 2015

Kater auffem Buckel eben ...

... ich mußte echt lachen. Als er in die Badewanne steigt zur geliebten Wasserstrahl-Meditation - fällt dieser Plastikabzieher plötzlich von der Kante in die Wanne - und springt mir der Kater mit einem Satz auf den Rücken, wo ich gerade sitze - und welchen Ort ich hier nicht näher benennen möchte.

Das war ein ziemlich großer und äußerst geschickter Satz, den er da machte. Ich staune - über Geschicklichkeit und Koordination - wie so oft.
Ich staune aber auch - wie schreckhaft er manchmal ist.
Zeige ihm das Teil nochmal und lege es gut sichtbar für ihn weg.

So ist das - und ich sinniere erst seit Kurzem drüber - mit erwachsenen Kindern. Du kennst hre Geschichte  nicht von klein auf. Er hatte eine wunderbare Dosenöffnerin in seinen ersten sechs Lebensjahren - besser geht nicht. Und dennoch muß irgendwas in ihm arbeiten, was ihn manchmal so schreckhaft sein läßt - besonders gegenüber Geräuschen.
Das war schon gleich am ersten Tag hier zu bemerken - daß er besonders auf alle unangenehmen = lauten Geräusche reagiert. Und hier drinnen gbt es solche kaum - ihm reichte es schon, wenn draußen ein LKW vorbeidonnerte.

Die beiden Perser-Puschel unten sind da wohl gänzlich unempfindlich - die bleiben sogar sitzen, wenn der Staubsauger um die herumtöst.
Dieser hier aber - ist da äußerst sensibel.
Wenn der schon hier oben ein Geräusch draußen hört, welches ihm nicht geheuer erscheint - dreht er sich um und geht wieder ins sichere Innen-Gelände.

Einerseits finde ich das sehr gut, wie er das macht, denn so paßt er ja immer formidabel auf sich selbst auf. Andererseits - will ich ihn doch mal höflich-telepathisch fragen, was da wohl mal los war bei ihm? Irgendwas muß mal gewesen sein draußen - daß er so schreckhaft sein kann.
Übrigens - hat das Kind über das halbnächtliche Draußensein einige Blesssuren mitgebracht ... Schrammen von scharfen Krallen der Artgenossen.
Menschliche Fachleute nennen sowas "notwendige artgerechte Sozialkontakte" - uahaha.

Und sonst - geht´s uns gut.
S´Kind kommt langsam in einen Wintermodus - es werden nicht mehr alle Außenschichten durchgezogen, sondern es wird auch mal drinnen wohlig gepennt.
Und ich schließe mich dem gerne am frühen Abend an ... und werde dafür später wach.
Natürlich - nachdem der Kater mitten in der Nacht nochmal die Türe geöffnet bekam. 

Draußen - bin ich leider noch viel zu selten. Also - mit dem Kater quasi - in anderem Kontakt. Aber wenn ich mal draußen bin - ist es ganz lustig mit ihm - der auch Menschengesellschaft draußen gerne mag. Manchmal läuft er quasi "bei Fuß" .... einfach aus Geselligkeit.Bis er abwandert in seine, mir unersichtliche Gefilde.

Wie die kleine, wilde Rote einst - die mir ja diesen wunderbaren grauen, gediegen-wilden geschickt hat einst - gleich nach ihrem Übergang.

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