Donnerstag, 29. Oktober 2015

Über Vertrauen zum Tier und seine Fähigkeiten ....

... ist in diesem Gespräch unter vielem Anderen die Rede.
Ich kann da nur zustimmen. Besonders, seit mich dieser wunderbare Kater sozusagen gewählt hat als Dosenöffnerin und Streichlerin nach Bedarf - alles Andere regelt er bestens mit sich selbst.
Manchmal hat er auch Schiss - und ich finde das sehr klug.
So wollte er gestern abend gerade zur letzten Außenrunde aufbrechen, als er Geräusche draußen vernahm, die ihm nicht geheuer waren - und kurzerhand wieder rauf und in die sichere Wohnung ging. Was zunächst sein Pech war, da ich ihn dann nicht mehr rausließ. Wir haben aber mal eine feine Spielrunde eingelegt - und so war´s erträglich. Als Entschädigung ließ ich ihn dann um drei Uhr früh wieder aus.

Im obigen Beitrag spricht der Mensch u.a. darüber, wie blöd die Menschen sind (meine Worte)- ihren Tieren nicht genug zu vertrauen und diese an eine Leine legen zu wollen, statt mit ihnen gemeinsam im Vetrauen Seite an Seite zu gehen. Er meint gar, die Menschen legen sich derart selbst an die Leine.  Merken´s aber meistens gar nicht.
Ich stimme ihm da gerne zu.

Die besten und klügsten Hunde, die ich traf, waren immer solche, die ihrer eigenen Wege gehen konnten - und durften. Die waren manchmal sogar ein paar Tage eingenständig unterwegs - auch in der großen Stadt - und genossen ihre Freiheit, um dann nach drei Tagen wieder zuhause anzukommen.

Nun ist das leider schwierig geworden, mit den Hunden derart zu leben - weil die Menschen so hysterisch und degeneriert sind in diesen Tagen. Jeder Hundeschiß - ist ja inzwischen reglementiert, literal. Und Freilaufenlassen sogar mit Geldbußen (Buße - hört hört ....) belegt.

Dennoch ist es genauso - je mehr Vertrauen - und Kommunikation - zwischen Mensch und Tier, desto klüger können die Tiere bleiben. So, wie es ihnen von der Natur her gegeben ist.

Mit demTaxi fuhr ich einst mal einen Typen mit drei belgischen Schäferhunden, alle freilaufend. Er kam mit ihnen aus einer Stadtwohnung in dicht besiedeltem Viertel - und seine Hunde wußten sehr genau, was ansteht. Setzten sich selbstständig hinter in den Laderaum und freuten sich schon auf den weitren Tag. Ich hatte dort eine Tüte mit Lebensmitteln, die ich lieber mal in Sicherheit brachte ....
Diese Art belgische Schäferhunde kannte ich noch gar nicht - sie waren verhäktnismäßig klein und hatten kurzes Fell. Daraufhin lernte ich - es gibt da drei verschieden Arten, die alle so genannt werden. Aha!

Das anvisierte Ziel war eine Tierpension, von dem Mann betrieben, etwas mehr abgelegen von den bewohnten Vierteln. Und dort sprangen gleich alle drei munter raus, jagten sich ein bischen aus Spaß über den Parkplatz und spurten sofort auf Zuruf ihres Vertrauensmannes. So - soll es sein. Und - so geht es auch. Aber eben nur mit gegenseitigem Vertrauen - und auch nur mit dem nötigen Selbstvertrauen des Rudelführers.

Ich wäre wohl kein Hundetyp - dafür fehlt mir einfach dieses Auftretenwollen als Rudelführer. Ich sehe auch Hunde als eigenständige Wesen mit eigenem Charakter und Willen. Und solche Spielchen wie "Sitz" oder "Platz" - sind einfach nicht wirklich meins.
Ich glaube aber auch, daß es Menschen gibt, die es anders handhaben.  Viel moderater - und einfach mit Liebe. Sowas begreifen die Tiere durchaus.

Manchmal höre ich meine formidable Nachbarin im Treppenhaus, wie sie zu ihren Puschel-Persern ein strenges "Neeiiiinnnn!" sagt .... und amüsiere mich. Bemerke - daß ich eigentlich nie "nein" zu dem Kater sage - weil ich´s auch gar nicht brauche. Er macht alles goldrichtig. Ganz ohne mich.

Und - wie schon mal geschruben - hat es etwa 15 Minuten gedauert, bis er Vertrauen faßte. Ich glaube, das ist sowas wie ein "Rekord" - über den ich gehörig staunte an unserem ersten Abend hier.

Ich glaube ja auch, inzwischen per Frotzeleien der Nachbarn herausgehört zu haben, daß die wohl erst dachten, ich hätte nicht alle Latten am Zaun - von wegen Katertier im Himmelsgeschoß und Freigänger .... und ehrlich gesagt, wußte ich ja auch nichts. Hatte gar nicht weiter drüber nachgedacht, als ich diesen Kater erstmals sah - und seine einstige Dosenöffnerin nur sagte: Das kann der alles.
Weil sie so eine offene und natürliche, herzliche junge Frau ist - und ihr Partner ebenso, also ein ebensolcher Mann - habe ich einfach erst gar nicht gezweifelt. Und der Kater zeigt es jeden Tag - was er alles kann. Und was er alles nicht können will, wenn es ihm nicht behagt,

Immer morgens liebt er es - Liebesbisse zu verteilen. Da muß mensch gut aufpassen und das Tier im Auge haben, denn, wenn mensch nicht aufpaßt, kann das durchaus schmerzhaft sein - der hat ein messerscharfes Gebiß. Mittlerweile habe ich Einiges rausbekommen zu diesem an sich amüsanten Ritual. Dennoch bleibt Umsicht geboten. Er ist schnell - und sehr kräftig.
Und wenn er im Überschwange noch mal kurz mit den Pranken zufaßt, kann es schon mal schnell blutig werden. Er hat immer noch sehr scharfe Krallen, obwohl er ja nun draußen an den Bäumen hoch und runtergeht - wie ein junger Spund. Wenn das Auto vom Nachbarn gerade nicht zur Verfügung steht als bequemere Rampe.

Die Katzenfee von unten - die hat einen sehr guten Draht zu den Tieren und auch zu diesem Kater - meinte neulich: Siehste - da haste ja jetzt auch was tun. Ich mußte schmunzeln. Aber ich nehme es so: Ja - ich habe was "zu tun" mit diesem Kater - nicht nur,weil er mir gleich so vertraut erschien. Auch, weil er mir wieder zeigt, nac langer Zeit ohne Tiere im Hause - wie Mensch mit Tier kommunizieren kann - ohne Worte. Und wie Mensch und Tier sich gut verstehen können, wenn sie wollen.

Da gibt es keine Begrenzungen - die Verständigung funktioniert reibungslos - auf einer anderen Ebene, als die meisten Menschen an sich und untereinander unterwegs sind.


Ist von den Göttern geschickt, dieses formidable Wesen mit freundlichster Natur.

Soweit ich das überhaupt überblcke - was ich ja gar nicht wirklich kann - hat er auch noch nichts gerissen draußen. Bisher konnte ich zumindest keine Erlegten sichten. Außer - ein paar im souverän ausgetragenen Kampf geschlagene Alteingesesse .... sehr gut!

Der Kater lenkt mich regelmäßg zurück - in den Moment. Und das ist sehr gut so - gerade in dieser Zeit. Viel ist in Bewegung - in Bewegung geraten, gerät in Bewegung. Und auch das ist gut so.
Fast bin ich geneigt, mich bei unseren befleißigten Invasoren zu bedanken - denn ohne diese wären noch fast Alle hier im anderen, bisher von den Meisten unbemerken Albtraume befindlich,
Nun aber - wachen viele auf.

Da ich mich gar nicht weiter dazu auslassen möchte - verhinweise ich hier nur auf einen kurzen, aber prägnanten Beitrag von der Compact-Konferenz neulich. Es spricht ein sichtlich und hörbar aufgebrachter Peter Feist - und ich staunte, denn dieser sprach vor wenigen Monden noch weit moderater und lange nicht so konsequent. 
Er stellt die rechten Fragen:
Die Frage nach einem Friedensvertrag und einer rechten Verfassung.
Und - wer dies tatsächlich lesen sollte - der gebe doch bitte die zehn Euronen gerne rüber für Administratives - oder mehr.

Schöner und wahrer Satz: "Wenn 80 % der menschen sich an einem Generalstreik beteiligen, dann ist dieser genausowenig zu verbieten, wie der nächste Sonnenuntergang." Tja - so einfach ist das.

Kommentare:

Ich will............. hat gesagt…

ja, meine zehn euro sind unterwegs....

Sati hat gesagt…

Oh, fein! Ich muß noch ... so sind se - erst Anderen nahelegen und dann selbst vergessen.