Freitag, 23. Oktober 2015

Er ist einfach rundum mit sich im Reinen ...

... dieser Kater. Und deshalb tut er einfach gut und bringt mich täglich zum Lachen.
Für ihn ist das Leben einfach - und er bekommt alles, was er braucht.
Wenn er raus will, mache ich ihm die Tür auf.
Wenn er wieder rein will, dito.
Nur hier gibt es vielleicht manchmal eine Minimal-Unannehmlichkeit für ihn, da ich ja nicht den ganzen Tag aus dem Fenster schaue, wann und ob er beliebt, patschnass mal wieder hoch zu kommen .... klappt aber alles gut soweit.

Wenn er dann mal kurz reinkommt, braucht er nur zu gucken - das heißt dann: Mach mir meine Näpfe voll. Wenn er Streicheleinheiten wünscht, bekommt er auch diese. Ansonsten genießt er sein Katerleben draußen, wie es ihm entspricht. Falls es mal einen Revierkampf gibt, wird der eben ausgetragen, wie es gerade erforderlich ist.
Kleidung braucht er keine, hat besten Pelz am Leibe und scheut kein Wetter - im Gegenteil, er liebt es auch, bei Regen und Schmuddelwetter draußen zu sein. Brrrr .....

Er weiß nichts von "Meinungen" oder gar einer "Meinungsdiktatur" - und auch nichts von Geld und anderen Notwendigkeiten der Menschenwelt.
Er weiß ohnehin nur sehr wenig von der Menschenwelt, außer, daß er von der jeweiligen Bezugsperson gut versorgt wird.
Ihm fremde Menschen meidet er - und das finde ich sehr klug von ihm.
Er paßt einfach gut auf sich auf.

Und: Er ist völlig mit sich im Reinen.
Rundum und in jedem Moment.

Ein bischen Glück hat er vielleicht noch - denn ich will meist nichts von ihm, was er nicht auch will.  Außer vielleicht, daß er nachts drinnen bleibt im Winter - im Sommer bzw. ab dem Frühjahr werde ich auch da nicht mehr reinpfuschen.
Er nimmt es aber gelassen und gemütlich, legt sich mit ins Bett und weiß, wenn dieser Mensch sich morgens bewegt, kann ich wieder raus.
Ist inzwischen meine erste Morgenhandlung - den Kater verköstigen und rauslassen, der sich schon die ganze Nacht drauf freut. Und er hat Glück, denn ich werde recht früh wach, seit er hier ist. Manchmal gar gegen halb vier - also nach der eigentlichen Uhrzeit, die ja nun wieder kommt mit der "Winterzeit".
Er freut sich auch nachts, wenn ich mal kurz aufstehe, und geht schon mal zur Tür. Wenn es dann nicht klappt mit dem Türöffnen, kommt er eben wieder mit ins Bett, ohne Terz zu machen. Das finde ich sehr freundlich von ihm.

Wenn Du einen Kater mit Jahren aufnimmst, bekommst Du einen mit fertigem Charakter. Und ich darf sagen - ich habe hier großes Glück mit diesem Exemplar.
Wir haben eine wichtige Gemeinsamkeit: Wir brauchen jeweils unsere Freiräume. Und haben diese gut arrangiert in einem Rhythmus, der beiden zu Paß kommt.

Daß der Mensch sich gerne als Krone als Schöpfung bezeichnet, halte ich für sehr unklug. Der Kater ist erheblich klüger - und viele andere Tiere in Freiheit auch - was das Leben selbst betrifft.

Zwar sind auch die Tiere auf ihre Weise programmiert und müssen einfach das tun, was sie tun. Aber im Gegensatz zum Menschen haben sie keine destruktiven und für´s Leben selbst überflüssige Programme.
Ich habe bisher noch nie ein Tier angetroffen, welches etwa Selbstzweifel oder solchen Unsinn hat.
Der Kater kennt auch kein schlechtes Gewissen. Warum auch - er braucht ja keines.

Hunde sind ein bischen dööfer, die lassen sich einfach zuviel von den Menschen erzählen und gefallen. Aber Hunde sind da wohl eine Ausnahme von der Regel - sind schon allzu vermenschlicht.

Mir gefällt es, wie mein neuer Mitbewohner mit sich völlig im Reinen ist. Und ich denke schon oft, seit er hier ist: So halte ich das auch ab sofort! Er ist mir eine beste Erinnerung.

Kommentare:

Ich will............. hat gesagt…

das hundsproblem ist, dass er ein rudeltier ist und - allein gelassen - tausend ängste aussteht. (die wenigsten menschen wissen das und ich auch noch nicht lange) der hund braucht einen rudelführer oder kumpel, den er selber führen kann. dann ist seine welt heil.

ein kater braucht das alles nicht.
ein kater sucht sich einen zweibeiner und läßt sich bedienen. und, er gewinnt immer. immer!

kannst du deinem mitbewohner eine katzenleiter bauen (lassen)? so vom dachgeschoss zum nebengebäudedach?
dann wäre er der king vom kiez. alle anderen kater wären neidisch.
unser terroriste braucht sowas ja nicht, der nervt einfach nur am fenster und schon springt einer aus dem bett und läßt herrn baron rein, bedient ihn und bietet ihm auch seine liegestatt, so es dem fellvieh gefällt.
bewundernswerte mitgeschöpfe.
habt es fein
wir von hier

Sati hat gesagt…

Die Leter war dmals mein erster Gedanke - als Du mit freundlichem Belatschern angefangen hattest. Den Zahn hat mir dann zügig ein Nachbar gezogen - denn die wäre wirklich sehr lang und steil. Steil wäre nicht das Problem für den Kater.
Damals - gab es auch noch sowas wie Bauvorschriften in diesem Lande ... uhahaha.
Habe eben nochmal nachgeschaut - ist nicht ganz einfach.
Und habe auch noch nicht bei meinen Vermitern angefragt, ob ich vielleicht eine Katzenklappe in die Haustür setzen lassen kann. Bisher - brauchen wir das alles nicht - wir kriegen es auch so gut hin. Mit Kommunikation quasi .... mal mit Pfeifen, mal telepahisch. Daß diese überhaupt so gut über´s Fenster äuft - ist eh schon ein Segen.

Was die Hunde und ihr Rude betrifft - da habe ich etwa genausoviel oder auch sowenig Mitgefühl - wie mit Menschen, die nicht vom Rudel lassen können ... habe übrigens schon Hunde getroffen, die ebenfalls ihrer eigenen Wege gingen. Spezial-Exemplare quasi. Ein paar Tge ware sie immer mal auf eigene Pfote unterwegs - und dann kamen sie wieder.
In der zwichenzeit gab es berichte von den Menschen in der Stadt, wo sie den Hund jeweils mal gesehen hatten .... aber halt Ausnahmeexemplare der besonderen Art.

Der Kater ist auch jetzt schon der König (Erinnerung - von wegen "King" - Du hattest drum gebeten).
Aber - ich bin die Königin. Schon von der Geburtsnamensgebung her ...
und dieser Kater braucht auch eine - sonst tanzt er einem auf der Nase herun ...

Ich will............. hat gesagt…

danke!!!!
das braucht sowas von zeit und immer wieder mit der nase reingestupst werden müssen, das ent-anglisieren.
der könig vom kiez!!
danke!

und, hunde können nichts für ihre genetische programmierung. sie leben halt natürlicherweise im rudel.(bei cesar millan gelernt)
der wolf lebt auch im rudel und es ist gut so.
einzelgänger sind bestimmte rüden zu bestimmten zeiten.
ich hatte so einen......damals im anderen leben, einen wunderschönen ungarischen komondorrüden
m.