Samstag, 24. Oktober 2015

Die Geschichte vom zerschredderten Rücken ...

... ist schon ganz interessant, zu beobachten.

Im Moment geht es mir ganz gut mit diesem. Immer besser.
Ja - ich habe oft Schmerzen, aber ich bin ja als "indolent" bescheinigt worden einst im Tollhaus - besonders, als ich gleich nach der OP mein Trainingsprogramm wieder aufgenommen hatte - seinerzeit noch mit gebrochener Hüfte - die inzwischen auf beste Weise sich selbst wieder geheilt hat, in Bewegung. Manchmal meldet sie sich noch - aber das tut der kleine Zeh auch, der war der erste, der gebrochen war. Im Großen und Ganzen aber - ist es schon alles gut.

Ich bin tatsächlich recht indolent.
Was nur soviel heißt - daß ich Schmerzen gut aushalten kann.
Es heißt nicht, daß ich keine hätte.
Im Gegenteil - es ist nur so, daß ich ihnen wohl weniger Wertung zuteile, als andere Menschen.
Und einfach trotzdem immer wieder aufstehe und tagsüber stehen bleibe.
Mehr - heißt das nicht. 
Aber auch nicht weniger.

Manchmal denke ich - leck mich inne Täsch - mit sowas kann doch kein Mensch rumlaufen. Und dann tue ich es doch. Uahaha ....

Seit der Kater hier ist - umso mehr.

Die scheinbar freundliche Ärztin - die mich ja gerne schon längst wieder unterm Messer gehabt hätte, mich aber abstruserweise auch schon seit Mitte September gerne gesund = voll arbeitsfähig geschrieben hätte - war ja noch so  überaus "behutsam", mir gleich auch noch mitzuteilen, daß die Bandscheibe zum Wirbel hin völlig geschrottet sei.

Ja - kann sein, Merke ich ja jeden Morgen - mit Schmerzen beim Aufwachen. Und manches Mal schon beim Hinlegen. Aber - als genügsame Natur bin ich ja schon sehr froh, daß ich gut schlafe. Der Schmerz läßt sich dann am Morgen wieder rausstrecken aus dem Körper - und sobald dieser seine Position wechseln kann in die Aufrechte - ist es wieder vergessen.

In jedem Falle - auch wenn ich noch sehr merkliche Schmerzen habe manches Mal - haben sie mir massive Scheiße erzählt - von wegen dringend notwendiger OP. Durch die Brust von vorne noch eine zweite Klammer setzen - hallo?!! Wäre eine OP um die 10 bis 15 Tausend Euronen gewesen - macht sich sicher gut. Nur nicht für mich. Und interessanterweise läßt sich sowas in keiner Weise aus dem CT-Bericht des neutralen Kollegen herauslesen!

Ich bin im Nachgang doch ganz erleichtert, daß die sich gleich bei der ersten Nachuntersuchung selbst in Widersprüchlichkeitn verstrickt hat. Danke dafür - so war ich rechtzeitig mißtrauisch geworden und habe jedes ihrer Worte im Folgenden auf die Goldwaage gelegt.
Und auch jedes Mal mit Argusaugen betrachtet - wie sie mir jegliche Zuversicht gleich wieder gründlich abgraben wollte.

Nun bin ich schon gut zwei Mondläufe vor ihr und dem einstigen Operateur entflohen - und werde mich kommenden Dienstag bei einem anderen Fachkundigen für eine Zweitbewertung einfinden. Mal hören, was der dazu sagt. Würde das Spiel nicht so laufen - ich würde niemanden mehr konsultieren.

Und selbst,wenn er ebensolche Hiobsbotschaften verkünden würde - würde ich mich einfach auf dieses Körpertier verlassen, Dem - geht es zunehmend besser - auch, wenn es länger dauert.
Meine mir gegebene "Indolenz" = Fähigkeit, auch mit Schmerzen gut umzugehen, gibt mir den nötigen Freiraum und viel Geduld.

Ja - könnte sein, daß andere Artgenossen sich längst hätten überzeugen lassen - sich nochmal so eine Klammer von vorne durch die Brust in den Körper jagen zu lassen. Aber - echt - ich kann mir noch weit schlimmere und heftigere Schmerzen denken, als die, mit denen ich ganz gut lebe. Ohne weitere Invasion in meinen heiligen Körper.

Im Grunde kann ich ganz sehr mehr als zufrieden sein ob der obsoleten Situation.
Und heilt der Körper sich weiter - selbst.
Nur - braucht dieser Zeit - weit mehr Zeit, als die Schlächter einem zu geben bereit sind.
Sie wollen ja auch - "gutes Geld machen" mit den dummen Menschentieren.

Ja - es ist so.
Es ist genauso - wie ich es nie wirklich glauben wollte.
Es ist - ein Riesengeschäft!

Mir geht´s mit jedem Tag besser - und die Schmerzen sind und bleiben sehr relativ, wie schon seinerzeit - als mich noch keine Pfeife zusammengeklammert hatte. Sie hatten mich ja einst ganz ohne OP nach Hause schicken wollen - und ich wäre so gerne gegangen.

Ja - ich hatte heftige Schmerzen, die ich gar nicht erst angemeldet hatte -  und diese Schmerzen waren auch gar nichts Besonderes für mich nach Jahren an alltäglichen Schmerzen zuvor - daher hatte ich sie  überhaupt nicht als etwas Besonderes wahrgenommen. (von wegen indolent ... und außerdem wollte ich einfach nur wieder da raus aus dem Tollhaus!) und die ja erst "per Zufall" auf der Aufnahme entdeckt worden waren, einen Tag vor meiner fast bestens gelungenen Entlassung - aber ich bin heute nicht sicher, ob das Rückgrat nicht auch ohne ihre Klammerung wieder ins Lot gekommen wäre - ebenso, wie das Becken.

In Bewegung eben.
Und auf natürliche Weise.
Ganz ohne Zusammenbruch - der ja bis heute ausbleibt.
Und den sie mir immer so gerne prophezeiht haben.
Ne - da bricht nichts mehr.
Soviel - kann ich fühlen.

Ist vielmehr wie mit dem Kater und seinem "Chip" - die Frage: Wer nimmt uns das Zeugs wieder behutsam raus?

Schmerzen sind einfach Schmerzen - und müssen das Leben nicht zwangsläufig verübeln. Manchmal aber dachte ich so bei mir im Tollhaus - als die morgendliche Frage kam nach einer Skala von 1 bis 10 - und gleich manche bei zehne waren: Da fehlt wohl was bei Dir, Sati. An Leiden quasi. Und bei den Anderen an Vorstellungskraft, was noch so alles geht.
Und ich beschloß - endlich mal für mich ein wenig zu übertreiben und "aufzustocken" - wenigstens auf sieben oder auch mal acht .... hahaha, aus diplomatischen Motiven - was ja noch ein Witz war gegen alle Hypochondrischen. Hatte zuvor immer was zwischen 3 und 4 gemurmelt ...

Wie ich´s einst sagte - bei einer Chefarztvisite mit langem Rattenschwanz: Schmerzen bzw. Schmerzempfinden - sind ja sehr relativ.
Und es gibt keinen Grund - sich von ein paar Schmerzen das Leben vergällen zu lassen.
Ich nehme diese vielmehr - als eine Art Zen-Schlag.
Und wundere mich dann immer erfreut - wenn sie gar nicht mehr da sind.

Oder so: Das alles - geschieht über den Geist. Und wenn dieser mit sich im Reinen ist - dann gibt es auch keine Schmerzen. So einfach ist das.

Kommentare:

Ich will............. hat gesagt…

ich fragte die tierärztin, ob sie den chip im doritier findet und sie fand ihn. und ich fragte gleich weiter, ob sie ihn auch rausnimmt.
sie guckte mich ungläubig an.
ich kam ihr dann zu hilfe und sagte, dass das wohl noch niemand gefragt hätte........und damit war das thema durch.

hier im dorf habe ich vor zwei jahren eine frau kennengelernt, die immer und ewig ein entzündetes auge hatte.
der augendruck war nicht okay und sie hatte nervenschmerzen.
aber im rahmen.
man sagte ihr, sie müsse dies, das und jenes machen, sonst würde sie blind.
heute, nachdem sie dies, das und jenes und noch viel mehr über sich ergehen ließ, hat sie das auge nicht mehr, sondern ein gläsernes.
muss alle halbe jahre wieder eine op über sich ergehen lassen, auch ganz ohne auge, bis zum ende ihrer tage.
mehr brauche ich nicht sagen, gell?!
ausser vielleicht noch: mafia!
meinen vater haben sie auch auf dem gewissen.
quatsch, watt fürn gewissen..

Sati hat gesagt…

Thema durch heißt? Sie macht es nicht?

Mei, was für eine grausliche Geschichte vom Auge dieser Frau!
Es kann einen regelrecht gruseln - auch, weil tatsächlich soviele ihr eigenes Denken an die Ärzte abgeben.

Ich will............. hat gesagt…

gelegentlich werde ich die chipentfernung noch mal ansprechen.

ja, die frau ist nicht mal ne dumme, hat viel ahnung von alternativen heilmethoden und läßt sich TROTZDEM SOLCH ZEUG ERZÄHLEN UND SICH VERSTÜMMELN!
auch ein blindes EIGENES auge ist allemal besser als ein glasauge, das halbjährliche nachbetreuung braucht.
mannmannmann..........wie sind wir doch hypnotisiert.