Mittwoch, 9. September 2015

Die Weltenbühne nutzen, um mich von ihr zu lösen ...

...ist gerade "Thema" bei mir.
Wohlgemerkt - von der völlig irrsinnigen Weltenbühne - nicht etwa vom Leben.
Das ist noch ziemlich verworren - aber ich merke, daß es arbeitet.
Seit Tagen gibt es sowas wie ein "inneres Ringen" mit mir selbst - um Entscheidungen.
Die noch nicht getroffen werden können - denn es ringt ja noch, ist also noch nicht ausgereift.
Dazu sind meine weltlichen Mittel begrenzt - ansonsten wäre ich jetzt oder in Kürze vermutlich ganz woanders. 
So - muß ich mich innerlich auf die Reise machen. Vermutlich gut so.

Anders formuliert könnte ich sagen: Wie will ich mit dieser Situation umgehen, die mir da gerade im Außen von der Weltenbühne aufgezwungen werden soll?

Wie ist meine Position dazu?
Habe ich überhaupt eine - muß ich eine haben - eine einnehmen?
Oder lasse ich es einfach  auf mich zukommen?
Gibt es was zu tun oder lehne ich mich zurück und sage einfach: "Kismet", schaun wer mal, was draus wird?
Ein paar Ideen tauchen immer wieder auf - aber sie sind nicht ausgereift, sonst würden sie ja umgesetzt werden wollen.
Es sortiert sich noch.
Und ich staune - was für Gedanken manches Mal auftauchen, gegen die ich mich einst verwehrt hatte. Aber jetzt - ändert sich eben alles.

Das Sortieren geschieht anders, als früher mal.
Früher mal - habe ich mir meine alten Wunden geleckt und mehr auf meine "persönliche Geschichte" geschaut. Auf eigene Macken und Neurosen. Auf das, was scheinbar nicht in Ordnung mit mir war. Auf alte Muster - vielleicht schon in der Kindheit gelernt. Das ganze Zeugs halt.
Manchmal tue ich das auch heute noch, wenn es sich ergibt, weil irgendwas getriggert wird - aber nicht lange.  Im Grunde - bin ich ganz in Ordnung. Komme gut mit mir selbst zurecht. Hausaufgaben gemacht.

Jetzt - schaue ich mir mein bisheriges Leben mehr aus einer Distanz an. Aus dem Blickwinkel der "Geschichte" und der äußeren Entwicklungen - auf der Weltenbühne. Staune, was ich alles mal geglaubt habe. Was ich mal erreichen wolte, was ich mal gemacht habe. Frage mich - was davon aus mir selbst kam - und was nicht. Letzteres überwiegt bei äußerlicher Betrachtung.

Viele übernommene Weltbilder.
Die sich immer wieder gewandelt haben.
Geprägt durch fremde Meinungen, die einem Menschen im Leben immer wieder aufgedrückt werden sollen - im Elternhause, in den Erziehungs- und Dressuranstalten, durch Medien und Meinungen der anderen Leut´ und viele Erwartungen - wie man so sein und sich verhalten soll. Das ganze Zeugs halt.

Aktuell - betrachte ich die neue Gehirnwäsche, die den Menschen mit einer bisher noch nicht erlebten Vehemenz verpaßt werden soll. Das neue Weltbild - welches regelrecht mit Gewalt in die Hirne geprügelt werden soll. Ich will es hier nicht im Einzelnen beschreiben - jeder kann es täglich erleben, zur Kenntnis nehmen, wie der gesunde Menschenverstand immer mehr auf den Kopf gestellt werden soll, so mensch noch über einen solchen verfügt.

Vor einigen Tagen hörte ich dann noch einen Satz - der es ganz gut trifft, was gerade passiert: "Es ist kein Zeichen von geistiger Gesundheit, sich gut an eine kranke Gesellschaft anzupassen".

Wer ist jetzt die Gesellschaft? Ist es meine unmittelbare Umgebung, mein Ort, die Nation, ist es eine illegale "EU", die sich selbst aus einem Club der Immergleichen gegründet hat, ist es eine "globalisierte Gesellschaft"? Oder ist das vielleicht alles Unsinn?
Wer bin ich - in welcher Gesellschaft - und wer sind "meine Leute"?
Oder ist das alles Unsinn - und ich bin einfach eine einzelne Seele - eingewoben ins Ganze?
Ich tendiere zu Letzerem - und bleibe Freigeist. Mit jedem Tag mehr.

Eine "ernstliche Identifizierung" mit irgendeinem Unsinn auf diesem Planeten und auf dieser Weltenbühne ist mir offenbat nicht mehr möglich. Ich nehme das als Segen.

Auch mit den Meinungen verhält es sich so - es gibt soviele, wie es Menschen gibt.
Manche sind freier im Geiste - und viele sind einfach wie Automaten, die immer wieder das gleiche Programm abspulen. Keinen von denen kann ich ändern.
Ich kann nur immer wieder meine eigenen Programme lösen - im Wissen darum, daß diese alle völliger Unsinn sind. Keines wird bleiben, sie werden sich alle in Luft auflösen. Wozu sie also noch ernst nehmen?

Meine einstige Erzeugerin fällt mir immer mal wieder ein, wie sie zu meiner großen Überraschung zu mir sagte: "Du bekommst keine grauen Haare - dafür lebst Du viel zu sehr im Moment." Eine sehr ungewöhnliche Aussage für diese Frau - aber manchmal kam plötzlich sowas - in unseren letzten Jahren.

Nun, in letzter Zeit habe ich mich doch ziemlich aufscheuchen lassen von den aktuellen Geschehnissen.
Und im Mai gab es ja bereits sowas wie einen "überraschenden Bruch" in meinem Leben. Das alles soll nochmal rütteln an mir - damit ich mich sortiere. Sortieren ist eine wiederkehrende Aufgabe im Leben.

In den vergangenen Tagen schaute ich mal nach langer Zeit wieder in den "Satsang" rein - online. Dachte - vielleicht bringt das mal Ruhe rein ins System. Hat es auch - auf gewisse Weise. Hat gut getan. Ist aber auch nicht "die Lösung". Teils war ich sogar amüsiert - ich war ja lange selbst dort und habe gesucht - wie sehr die noch mit sich selbst und ihren Wunden beschäftigt sind. Mit ihrem "inneren Kind" und solchem Zeugs. Aber - warum nicht! Tut ja auch mal gut. Und spielt auch keine Rolle.

Was mache ich also nun - mit dieser völlig verrückten Weltenbühne?
Heute morgen fiel es mir ein: Ich nutze sie - um zu erkennen, was sie ist: Ein gigantisches Schauspiel, in das mensch sich verstricken kann - oder auch nicht. Wenn ich mich verstricke, kann ich es auch nutzen - um mich zu lösen. Und zu erkennen - daß es eine riesige Illusion ist mit Abertausenden von Glaubenssätzen und sinnlosen Kriegen, die alle purer Unsinn sind.

Mittels dieser Glaubenssätze - halten wir Menschen uns selbst unfrei und in Sklaverei. Lassen uns als Sklaven halten. Glauben, was Andere uns erzählen, ohne es selbst zu prüfen.
Wir glauben, daß ein Anderer etwas besser wüßte - weil er sagt, er sei Spezialist. Wir glauben, daß ein anderer Macht habe - weil wir uns dieser unterwerfen. Wir glauben wirklich fast jeden Scheiß. Sogar, daß nach dem Tod alles besser wird. Oder daß da 70 Jungfrauen im Paradies warten, wenn man sich und Andere in die Luft sprengt.

Manche glauben aktuell - daß sie an allem Elend der Welt auf ewig schuld sind.
Viele glauben - es sei mitfühlend, Menschen aus fernen Ländern zu helfen, indem sie ihnen sinnlose Schokoriegel zum "Welcome-Empfang" am Bahnhof aufnötigen wollen - und der eigene Nachbar sei unwichtig und ein Arschloch. Manche glauben offenbar aktuell auch - daß sie es gar nicht verdienen, zu leben, und weisen erstaunliche suizidale Sehnsüchte auf, gleich für alle Anderen im Land mit, ohne es auch nur zu wissen. Wähnen sich in einem illusionären Mitgefühl - und merken gar nicht, wieviel Selbsthaß und Haß gegen ihre Mitmenschen sie in sich tragen. Und und und .....

Ich glaube - der Mensch ist verrückt - daß er soviel Unsinn glaubt. Und sich in Unfreiheit halten läßt mit verrückten Glaubenssätzen - und Feind- wie Freundbildern. Die in der Regel gar nicht aus ihm selbst entspringen - sondern von Verrückten aufoktruiert werden. Verrückt ist - mitzumachen - und sich immer wieder im Krieg zu finden. Traurig ist - daß wir immer noch nicht gelernt haben - wie wir die Weltbühne in ein Paradies für alle wandeln.

Im Tollhaus einst gab mir ein junger Mann einen guten Rat - an den werde ich mich halten:
Er sagte - ich solle gut für mich sorgen. Das war zwar in einem ganz anderen Zusammenhang - aber ich habe es mir grundsätzlich gemerkt und auf einer anderen Ebene. Und das - sortiere ich gerade.

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