Dienstag, 18. August 2015

Guck mal - wir waren ja praktisch nur die Futtergeber ....

.... sagt meine Nachbarin, die ich eben erstmals wieder treffe, nachdem wir die formidable, kleine, wilde Rote am Samstag begraben haben.
"... wir haben ja so gesehen praktisch nicht viel von der Katze gehabt." Haben? ... denkt´s bei mir.

Ich frage sie, wie´s ihr geht. Gut. Der Plan ist - zwei Perserkatzen, die faul und träge sind und gar keine Ambitionen haben, rauszugehen. Aber solche mit Nase, keine "Pekinesen".
Dachte mir schon, daß sie nicht aufgeben. Vor der vitalen, lustigen, wilden Roten hatten sie eine Katze mit zerschmetterter Hüfte und fast blind. Wer solch ein Tier aufnimmt - der wird´s immer wieder tun.

Was mich betrifft - ich scheine wohl weit trauriger zu sein über den plötzlichen Übergang dieser sogar für eine Katze außergewöhnlich eigensinnigen und sehr wilden, bezaubernden, lustigen und wesenfreundlichen wunderschönen Roten, als die Futtergeber.
Ich habe aber auch nicht einmal im Traum gedacht, daß die kluge Rote sich von so einem Scheiß-Auto erwischen läßt. Hatte immer nur eine latente Sorge, daß die Irren ums Eck ihr Übles wollen könnten.
Die Futtergeberin hatte jeden Tag  Angst, daß sie überfahren würde, sagt sie eben. Und am Samstag sagte sie schon: Damit mußten wir rechnen, Sati.

Ich habe von dieser Katze jedesmal was "gehabt", wenn ich sie traf. Jedesmal eine Menge Spaß und Freude - an ihrer Freude über ihre hart erkämpfte Freiheit. Nur eine Schmusekatze war sie halt nicht - oder besser: Nur begrenzt. Mir hat´s gereicht, daß ich sie liebe. Und wenn sie gerade Lust hatte - kam auch mal Resonanz. Aber der Mann war schon recht frustriert - wel sie ihn nicht so recht beachtet hat, jedenfalls nicht so, wie er es gerne gehabt hätte. Mein subjektiver Eindruck war zwar anders - er hat eben soviel Aufmerksamkeit von der kleinen, wilden Roten bekommen - wie Andere auch: Nicht übermäßig viel. Hahaha ..... Aber so sind se, die Menschen. Wollen immer mehr.

Wir stellen nochmal übereinstimmend fest: Die hat jeden Tag ihrer Freiheit draußen ausgekostet und genossen, wie man´s nicht besser tun kann.
Mir wird sie noch lange fehlen .....

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