Mittwoch, 12. August 2015

Feuerbohnen

Heute erste Ernte.
Im echten Leben sind die noch viel pinker ....
Faszinierend.
Gewachsen aus getrockneten Bohnenvorfahren.
Mühelos und völlig pflegeleicht - machen alles selbst, lediglich viel Wasser brauchen sie.
Hochgeschossen wie eine Rakete sind sie und wunderschöne, rot-feurige Blüten sind gewachsen am prächtigen Blattwerk.

Die Frau aus dem Nachbarhaus hatte schon gefragt, was wir denn da für "schöne Blumen" im Beet hätten?

Leider konnte ich die üppig-wuchernden und zielstrebig gen Himmel rankenden Bohnengewächse nicht mehr an ordentliche Stöcke binden, aber sie sind sehr robuste Wesen und wachsen auch am Behelfsgerüst weiter "wie jeck".
Eine etwa 20 cm lange Schote habe ich heute mal abgezupft - um reinzuschauen.
Und das hat sich gelohnt:
Was für eine Farbe!
Schmecken tun sie auch köstlich, wie eine Rohprobe ergab.

Gestern habe ich mir ein paar Bücher geschenkt, die sind unterwegs.
Es geht ums Einmachen, um traditionelles Haltbarmachen von Obst und Gemüse, inklusive der dazugehörigen Kulturgeschichte - und ein anderes lehrt, wie man früher natürlich gelagert hat - mit Hilfe von "Naturkellern" und ohne Kühlschrank.

Der Plan ist - weiterzuwandern - so die Götter helfen.
Wann und wohin steht noch in den Sternen.
Aber so langsam kommt das Bild - bekommt Energie
(energie = von innen wirken)
und Vorfreude aufs noch Unbekannte.
Diese Bohnen hebe ich auf - als Glücksbohnen.

Das perfekte, alte Haus mit Riesengrundstück, freier Sicht auf Feld und Wald und alten Obstbäumen sowie alten Gewölbekellern war mir vor etwa zwei Jahrzehnten bereits begegnet, als ich nach ihm suchte, aber scheinbar noch zu früh. Damals hätte ich es sogar sofort bar bezahlen können. Ich habe es nie vergessen, denke noch oft dran und freue mich immer, wenn ich es vor mir sehe.
Es war das letzte Haus in einem kleinen Dorf in der abgelegenen Schneeeifel .... nur noch ein Gemüse-Garten nebendran, der prächtigst und sorgfältigst von einem alten Mann bestellt wurde.
Ironie des Schicksals eben .....oder besser: Es wollte noch einiges Anderes gelebt und gelernt werden,  damit später auch nichts mehr fehlt. Mit der Zeit ist es wie mit den Früchten der Pflanzen: Sie muß reifen.

PS: Der heutige Bauernspruch hat´s aber echt in sich:
"Wenn´s im August stark tauen tut
 bleibt das Wetter meistens gut."

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