Samstag, 4. Juli 2015

"Kannst Du denn auch bald wieder Auto fahren?"

... war die wohl wichtigste Frage für eines der Kinder vor ein paar Wochen, als sie mich an Krücken üben sahen und fragten, wieso ich denn solche hätte?

Ja - kann ich. Seit gestern wieder.
Hatte es noch zwei, drei Tage vor mir hergeschoben wegen der Hitze und Entzündungen. Und auch, weil ich ein Stück weit raus bin aus dem "hektischen Normalbetrieb", der mir oft absurd erscheint. Das Autofahren gehört dazu, es ist eine seltsame Angelegenheit - mit Abstand betrachtet.

Hatte aber einen Weg zu machen.
Und dann war es also soweit - der rechte Impuls kam und die erforderliche Energie, der Hitze keine Beachtung zu schenken.
Ging gut - wie geölt.
Keine Probleme mit der Motorik. Viel besser, als erwartet.
Sonst hätte ich es auch gelassen - zu meinem eigenen Wohle und dem der Anderen.
Mir ist erst seit kurzer Zeit klar - wer so alles mit Autos auf den Strassen unterwegs ist. Seit dem Tollhaus quasi. Früher habe ich über sowas nicht sinniert.
Und dafür - läuft es ja alles meistens sehr gut.

Ich habe mich also gefreut gestern, auch dies wieder meistern zu dürfen!
Allerdings gehört es nicht mehr zu meinen Pläsieren.
Und so werde ich es keinesfalls überstrapazieren.
Nächste Woche nochmal einen Weg, den ich zu machen habe.
Und nochwas für´s Kätzchen einholen.

Im Laufe der Zeit wird es wohl wieder mehr werden - und ich kann auch mal die Umgebung wechseln, wenn ich das Bedürfnis habe.
Ein Segen - daß dieses nicht allzu groß ist gerade.

Gemeistert habe ich eben noch etwas: Das Kätzchen war schmusebedürftig heute morgen. Das ist eher selten bei ihr. Sie kam mit einem Kletschauge - rot und entzündet - und ist ausnahmsweise ins Bett gegangen statt gleich wieder raus. Was noch seltener vorkommt.

Also - alles für die Katz - dachte ich mir: Mach mal den Test - und geh in die Knie, damit das Tierchen seine verdienten Streicheleinheiten bekommt. Mit Bücken ist es nicht lange machbar. Zweimal gleich hat es prima geklappt.

Das sind die "täglichen Wunder" nach dem großen Schreck im Mai.
Und es ist eine Gratwanderung zwischen "Schongang" und wieder in die Beweglichkeit kommen.
Vermutlich würden mir die Ärzte erzählen - ich solle dies und das und jenes noch nicht machen.
Mich schonen. Nicht belasten.
Und der Körper - sagt mir manches Mal etwas ganz anderes dazu. Er bleibt der Tonangeber.
Auch, wenn manches noch langsam geht und etwas mühselig - wie am Abend in der Hitze das Blumengiessen bzw. Schleppen der Gießkannen - so ist es doch eine Freude, daß es überhaupt geht.
Und jeder Schritt, den ich machen darf, bleibt eine Freude.

Kommentare:

Ich will............. hat gesagt…

ja, auf die art lernt der mensch wahre dankbarkeit. ich kann ein lied davon singen.........nach diversen ops und anderen unwägbarkeiten, war ich jedes mal sooooo dankbar, wieder auf die eigenen beine zu kommen.
ich kann dich sowas von verstehen. auch, dass dein aktionsbedürfnis nahezu zum erliegen gekommen ist. geht mir ebenso.
satilein, gestern schon wollte ich es schreiben, aber das internet hatte sich verflüchtigt: frau königin ist schon wieder da!
mehr brauche ich wohl nicht ausführen! :-)
m.

Sati hat gesagt…

Nun - Du hast ja inzwischen Erfahrung mit dem Hochadel und weißt Bescheid, uahaha ..... also hübsch wachsam bleiben, wenn sie wieder mal zur Audienz ruft.

Klares Ja - zum ersten Teil.
Und das Aktionsbedürfnis orientiert sich einfach an dem - was ist.
Gerade ist es übrigens vor allem die brutale Hitze und eine langsam abschwellende Entzündung, die mich ausbremst.
Aber selbst, wenn ich Marathon laufen könnte:
Die Frage ist ja - wo solls denn eigentlich hingehen?

Royaler Gruß, diesmal mit meinem Geburts-Vornamen - zu Ehren der bei Dir eingetroffenen "Kollegin" - haha ....