Montag, 29. Juni 2015

Zeckenschreck ....

... am Abend mit der wlden Roten. Auf ihrem Kopf hat sich ein Zeck festgesetzt und parasitär auf etwa  zwei Zentimeter Köperlänge vollgesogen. Es steht also eine "OP"  an, soviel ist klar. Habe ich aber noch nie gemacht. Hilft aber nix - da müssen wir jetzt beide durch.

Nachdem ich die Zeckenzange in einer der Küchenschubladen gefunden habe, muß die Rote auf den "OP-Tisch", also auf die Küchenarbeitsfläche.
Einzige Chance für mich, sie zu halten, ist der berühmte Nackengriff - da werden sie ja als Babies von der Mutter gepackt. Klappt soweit - sogar besser als erwartet. Jetzt nur noch die fette Zecke mit der Zeckenzange greifen ..... hahaha, sehr witzig. Das Teil taugt absolut nichts. So geht´s also nicht. Brauche einen dünnen Gummihandschuh ..... und finde einen.
Jetzt das arme, erstaunlich geduldige Geschöpf nochmal auf den "OP-Tisch" - und beherzt die fette Zecke rausgezogen mit einem Anlauf.

Heute schaue im Nachgang nochmal kurz im Netze, was da zu Zecken und Katzensteht - und da schau her: Wie immer im Leben - der Eine sagt so, die Andere so. Die Einen sagen, unbedingt mit der Zeckenzange hantieren und links rausdrehen den Parasiten. Die Anderen sagen - beherzt packen, aber keinesfalls dabei zerquetschen - und mit einem Zug gerade nach oben raus. Letzteres haben wir gestern gemeistert und als ich mir den fetten Zeck nochmal anschaute im Gegenlicht sah ich auch den "Kopf", der gar keiner ist, aber verwirrenderweise so genannt wird. Es waren die Zeckensaugnäpfe, mit denen sich der fette Zeck ins arme Kätzchen gebohrt hatte. Und ich war schon gestern erleichtert, zu sehen, daß wohl alles mit rausgekommen ist.

Besonders gefreut habe ich mich, daß sie mir nichts nachtrug und gleich wieder munter und gut gelaunt nach draußen abwanderte. Jetzt habe ich sie erstmals für zwei Stündchen drinnen gelassen - für ein Schläfchen. Sie war einverstanden. Sonst verwildert sie mir in der Zeit, wo die Stammfütterer weg sind, völlig. Immerhin war sie jetzt gut 36 Stunden nicht mehr in der Hütte, außer für einen Imbiß zwischendurch.

Ich darf meinen Kontrollwahn beobachten und loslassen. Kontrollier mal eine wilde Katze .... Hatte mir "gedacht" - ich lasse sie ganz früh morgens raus und hole sie abends wieder rein. Denke allerdings, sie wird keine Lust haben, da mitzuspielen.

Immerhin - kann mensch sich mit ihr verabreden. Gestern hatte ich fast eine Stunde auf sie gewartet, bis sie auftauchte. Dann schlug ich vor, daß wir uns für den nächsten Fress-Termin  doch besser verabreden. Vier Uhr? Und man glaubt es nicht - um Punkt Vier war sie da. Das glaubt mir kein Mensch .... abends nochmal das Gleiche, eine gelungene Verabredung. Heute habe ich es vergessen - und mußte eine halbe Stunde vergeblich warten. Dann kam sie doch noch, als ich ein Schwätzchen mit der Dame aus dem Nachbarhaus hielt. Hatte wohl unterm schattigen Busch gepennt ....

Menschen, die keinen Bezug zu Tieren haben, wissen gar nicht, was ihnen fehlt. Und welche Freude sie verpassen.

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