Montag, 1. Juni 2015

Vom Ziele setzen und Ausruhen ....

... am Wochenende wurde ich müde.
Nach der täglichen "Vollbeschäftigung" im Tollhaus und dem vielen eisernen Üben gab´s bei der Ankunft daheim auch noch Einiges zu tun und zu organisieren - und wollte weitergeübt werden.
Samstag dann merkte ich: Du willst mal ausruhen.
Gestern tat ich´s.
Vier Filme auf dem Sofa liegend angeschut - solche mit ohne Denken, seichten Gesxhichten und netten Landschaftsbildern. Zwischendurch selig weggeschlummert.
Schlaf ist auch gute Medizin, geht aber nicht so recht auf dem Brettbett. Immer für ein paar Stunden, bis der Rücken sich meldet. Seit drei Wochen die einzige Position, auf der es sich ruhen läßt. Also etwa in der Nachtmitte nochmal eine halbe Schmerztablette einwerfen und noch wenige Stunden schlafen. Bis fünfe ... dann ist es vorbei. Heute um vier.
Als Geschenk erfolgt jeweils ein geniales Morgenkonzert der Vögel.
Und nach dem "Strecken und Wiedereinlaufen" des Körpertieres geht´s wieder erheblich besser.

Für heute ist der Plan: Die Krücken weglassen, so gut es geht.
Es geht nämlich. Jedenfalls solange mensch nicht müde ist.
Und solange die Schmerzen nicht zu arg sind, denn dann versucht der Körper mittels Schieflage über diese hinwegzuhumpeln. Das alles muß also fein ausgewogen werden - damit der Körper in möglichst gerader Haltung übt. So habe ich auch eingesehen, daß es noch angebracht ist, bei Bedarf eine halbe Tablette einzuwerfen.

Denke, die Müdigkeit gestern war notwendig. Spannungsabfall, Schmerzmittelabsetzung und Entgiftung ... da darf mensch ruhig mal einfach und wohlig müde sein.
Habe meine "Durchhalteprogrammierung" beobachtet - und beschlossen, diese etwas zu entschärfen. Hier und da ein Nickerchen auf dem Sofa einzulegen.

Und ich beobachte - wie mensch sich an die Krücken klammert nach drei Wochen. Wie der Verstand denkt "Nimm sie mal lieber mit, zur Sicherheit." Manchmal vergesse ich sie einfach - "huch!" - und dann geht´s auch. Jedenfalls auf allen Wegen in der Wohnung.
Also steht an - das Mitschleppen der Krücken wieder so oft es geht sein zu lassen, bevor es zur schlechten Gewohnheit wird.
Auch das langsame Tempo gilt es langsam wieder zu vergessen. Es geht schon weit zügiger für eine Weile, als ich es im Tollhaus praktiziert habe. Langsam üben war wichtig, um aufrecht und gerade loszugehen. Ging auch nicht viel schneller.  Aber irgendwann ist da so ein Punkt - an dem mensch das alles auch mal wieder vergessen darf. Denn: Der Körper schafft schon weit mehr - als die Vorsicht verkündet. Gestern hab ich auch draußen mal "beschleunigt" - und siehe da, es lief bestens.

Alles in allem - stelle ich fest: Die entscheidenden Impulse kommen vom Geist. Ist dieser offen und von falschen Vorstellungen gelöst - geht mehr, als mensch denkt. Und dies beobachte ich gerade auf allen möglichen Ebenen. 

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