Montag, 29. Juni 2015

So sind se ....

... hilfsbereit.
Heute morgen wollte ich die Mülltonnen rausbringen zur  Straße - aber sie standen schon dort.
Der Feinripp-Mann hatte sie für mich vorgerollt.
Die haben mich halt an den Krücken draußen üben sehen in den vergangenen Wochen - und jetzt haben sie beschlossen, daß ich das noch nicht machen soll mit den Tonnen. Süß .....

Ich hatte mich zwar schon drauf gefreut, das erstmals wieder selbst zu machen - und hätte es locker hingekriegt. Aber nein - sie wollen gerne helfen. Also laß ich sie. Kommt alles von Herzen - und war mir deshalb eine überraschende Freude heute.

Der Feinripp-Mann ist aufrecht-widerständig. Neulich hat er sein Hemd gleich wieder ganz ausgezogen und mit blankem Oberkörper gearbeitet draußen. So muß es sein.
Als ich mich mal kurz mit ihm über die Lachnummer unterhalten habe, trug er eines mit "Highway to hell"- Aufschrift (uahaha ....) und war fest entschlossen, den Denunzianten im Wiederholungsfalle die Hölle heiß zu machen. Und mit Feuer kennt er sich gut aus -  war früher bei der Berufsfeuerwehr.

Zeckenschreck ....

... am Abend mit der wlden Roten. Auf ihrem Kopf hat sich ein Zeck festgesetzt und parasitär auf etwa  zwei Zentimeter Köperlänge vollgesogen. Es steht also eine "OP"  an, soviel ist klar. Habe ich aber noch nie gemacht. Hilft aber nix - da müssen wir jetzt beide durch.

Nachdem ich die Zeckenzange in einer der Küchenschubladen gefunden habe, muß die Rote auf den "OP-Tisch", also auf die Küchenarbeitsfläche.
Einzige Chance für mich, sie zu halten, ist der berühmte Nackengriff - da werden sie ja als Babies von der Mutter gepackt. Klappt soweit - sogar besser als erwartet. Jetzt nur noch die fette Zecke mit der Zeckenzange greifen ..... hahaha, sehr witzig. Das Teil taugt absolut nichts. So geht´s also nicht. Brauche einen dünnen Gummihandschuh ..... und finde einen.
Jetzt das arme, erstaunlich geduldige Geschöpf nochmal auf den "OP-Tisch" - und beherzt die fette Zecke rausgezogen mit einem Anlauf.

Heute schaue im Nachgang nochmal kurz im Netze, was da zu Zecken und Katzensteht - und da schau her: Wie immer im Leben - der Eine sagt so, die Andere so. Die Einen sagen, unbedingt mit der Zeckenzange hantieren und links rausdrehen den Parasiten. Die Anderen sagen - beherzt packen, aber keinesfalls dabei zerquetschen - und mit einem Zug gerade nach oben raus. Letzteres haben wir gestern gemeistert und als ich mir den fetten Zeck nochmal anschaute im Gegenlicht sah ich auch den "Kopf", der gar keiner ist, aber verwirrenderweise so genannt wird. Es waren die Zeckensaugnäpfe, mit denen sich der fette Zeck ins arme Kätzchen gebohrt hatte. Und ich war schon gestern erleichtert, zu sehen, daß wohl alles mit rausgekommen ist.

Besonders gefreut habe ich mich, daß sie mir nichts nachtrug und gleich wieder munter und gut gelaunt nach draußen abwanderte. Jetzt habe ich sie erstmals für zwei Stündchen drinnen gelassen - für ein Schläfchen. Sie war einverstanden. Sonst verwildert sie mir in der Zeit, wo die Stammfütterer weg sind, völlig. Immerhin war sie jetzt gut 36 Stunden nicht mehr in der Hütte, außer für einen Imbiß zwischendurch.

Ich darf meinen Kontrollwahn beobachten und loslassen. Kontrollier mal eine wilde Katze .... Hatte mir "gedacht" - ich lasse sie ganz früh morgens raus und hole sie abends wieder rein. Denke allerdings, sie wird keine Lust haben, da mitzuspielen.

Immerhin - kann mensch sich mit ihr verabreden. Gestern hatte ich fast eine Stunde auf sie gewartet, bis sie auftauchte. Dann schlug ich vor, daß wir uns für den nächsten Fress-Termin  doch besser verabreden. Vier Uhr? Und man glaubt es nicht - um Punkt Vier war sie da. Das glaubt mir kein Mensch .... abends nochmal das Gleiche, eine gelungene Verabredung. Heute habe ich es vergessen - und mußte eine halbe Stunde vergeblich warten. Dann kam sie doch noch, als ich ein Schwätzchen mit der Dame aus dem Nachbarhaus hielt. Hatte wohl unterm schattigen Busch gepennt ....

Menschen, die keinen Bezug zu Tieren haben, wissen gar nicht, was ihnen fehlt. Und welche Freude sie verpassen.

Sonntag, 28. Juni 2015

Wieso eigentlich GENAU findet gerade eine ganz offensichtliche Invasion statt?

"Ihr habt mich gerufen" - ist der Schlüsselsatz, über den "wir" mal nachdenken - und Journalisten recherchieren sollten !!! 

M.E. liegt es auf der Hand, daß diese Menschen vor Ort rekrutiert =  ihnen das Paradies in Europa und D von wem auch immer versprochen und dazu noch das Handgeld für die Reise gegeben wird.

Beweisen kann ich es nicht - aber "riechen" - was nicht schwer ist, wenn mensch sich mit diversen Agendas der Schein-Elite (doppelter Wortsinn beabsichtigt) befaßt. Es ist ihnen also nicht zu verübeln, wenn sie hier ihr Glück suchen - aber ebensowenig ist es jedem zu verübeln, der seine Heimat und seine Kultur = sein eigenes Leben nicht verscherbelt sehen will.

Woher kommt also das Übel - bzw. wer rekrutiert die Menschen in Afrika und macht sie plötzlich in Scharen heiß darauf, den Kontinent zu wechseln?

Ich war mal zur Jahrtausendwende in Afrika - und damals habe ich keinen einzigen Afrikaner getroffen, der sich nach einem Leben in Europa gesehnt hätte. Die, die für ein paar Wochen im Jahr in Deutschland gearbeitet haben, waren froh, wenn sie wieder daheim waren und priesen "Mama Afrika" und den Lebensstil.

Übrigens halte ich die Dame im Video für bezahlt - ich mache das mal ganz geschmeidig an der ewigen "Nazi-Beschimpfungs-Litanei" fest. Da kann mensch inzwischen locker von ausgehen, daß alle, die diese Nazinummer endlos wiederholen und sich genüßlich im Maule schäumen lassen, eingekauft sind.

Bis auf wenige "Gutmenschen", die tatsächlich überhaupt nichts schnallen - und schon gar nicht, daß die "Flutung" System und Methode hat. Diese guten Menschen, die sich via Neusprech und politischer Korrektheitsverordnung das Resthirn verwaschen und sich mühelos jeweils entsprechend der Zielvorgaben emotionalisieren lassen. Die sind einfach "Charlie" - und fühlen sich dabei so guuut.

Ihr "Mitgefühl"jedoch ist nichts wert und nicht echt - sonst hätten sie solches auch mit ihren Landsleuten,  die systematisch vergewaltigt werden, indem immer mehr Menschen nach Europa und vorzugsweise nach Deutschland geholt werden, die hier völlig fremd sind und von denen der Großteil vermutlich nicht mal dran denkt, sich "integrieren" zu wollen.
Letzteren kann ich nicht mal einen Vorwurf machen, außer den einer unfaßbaren Ignoranz - aber denen, die sehen können aber nicht hinschauen sehr wohl.
Den "emotionalisierten Sozialromantikern", die Lichtjahre von der sich zügig ändernden Realität entfernt sind und die heraufziehenden Gewitterwolken auch noch begrüßen.

Ich entferne mich jetzt auch wieder von der Realität der Welt - sie ist es nicht wert, sich einen bisher wunderschönen Klausurtag zu verderben.

Klausur mit Katze

Ab heute bin ich mit der wilden, roten Katze alleine im Haus, alle Anderen sind in den Urlaub ausgeflogen.

"Wir brauchen Dich in vier Wochen" sagte die Katzenmitbewohnerin noch im Tollhaus einst - einer von den Zaubersätzen, die einen auch wieder schnell heil werden lassen.

Nu ist also alles ruhig hier. Und mein Schlüsselbund etwas schwerer als sonst. Die Katze ist pflegeleicht, sie benötigt keinerlei Fremdbespaßung, bespaßt sich formidabel selbst und hat sich als sehr wilder Charakter herausgestellt, seit sie fast nur noch draußen ist. Geht mal eben sechs Meter einen Baum rauf, um einem Vogel hinterherzustellen  - und kommt vor allem gut wieder runter im Rückwärtsgang.

Mein Körper heilt sich selbst und kräftigt sich. Die Krücken stehen schon seit gut einer Woche in der Ecke und ich brauche sie nicht mehr.  Zweimal wollte ich, also der Körper, schon loslaufen - sich bischen austoben. Ein paar Tänzchen haben wir auch schon eingelegt.
Meine Aufgabe als Blumengiesserin habe ich seit heute auch wieder zurückerhalten. Geht alles schon wieder. Und ist ein Genuss. Besonders geniesse ich es auch, ab und zu auch mal wieder auf der Seite liegen zu können im Brettbett.

Von heute an - bin ich also in "Klausur mit Katze". 
Drei- viermal am Tag darf ich das wilde, rote Kind (die ist ja noch jung ...) fragen, ob sie eine Mahlzeit zu sich zu nehmen gedenkt oder eventuell ein Ruhepäuschen einlegen möchte auf ihrem Doppelbett. Derart hält sie mich in Bewegung.

Ich bekomme schon noch mit in meinem "kleinen Paradies-Radius", was so alles in der "großen Welt" vor sich geht. Es gibt ja ein Internet. Allein - es scheint nicht allzu viel Erquickliches vor sich zu gehen, jedenfalls vordergründig. Das Beste an den vielen Nachrichten aus Absurdistan sind noch die Kommentare der Leser. Und da wundere ich mich dennoch, daß die Mehrzahl immer noch nicht recht begreift, daß das "Finanzsystem" ein sich selbst vernichtendes ist. Sie denken immer noch, man könne einen längst verrostesten, aus allen Ecken und Enden leckenden Eimer weiter nutzen, der längst entsorgt gehört. Ob das alte Muster erneut greifen wird, die Massen zum offenen Krieg zu bringen, wird sich zeigen. Das liegt an uns Menschen selbst. An jedem Einzelnen - wie er sich dazu verhält.
Und ein "verdeckter Krieg" - der eigentlich komplett offenliegt, wenn mensch sich entsprechend  mit dem Gegebenen auseinandergesetzt hat, findet ja schon seit Jahren statt - global. Neben den zahlreichen, die bereits geführt wurden und werden. Soweit mein Beitrag zum uralten Spiel - der soll genügen.

Ich werde nun die "Klausur mit Katze" geniessen. Und mich weiterhin freuen am guten Geiste hier im Hause.  Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Vertrauen. Und jetzt - darf ich auch mal wieder was beitragen.    

Montag, 22. Juni 2015

"86/14" ....

... nach Einschätzung von Leonard Coldwell ist das die "Gewichtung" bei einer Heilung. Also 86 % geschieht von innen nach außen - "Heilung geschieht immer von innen nach außen" - und 14 % macht die richtige Lebensweise aus, also Zufuhr von Nahrung, Hilfsmitteln, Bewegung, Übungen etc.
Ich würde sagen - der Mann hat völlig recht, auch, wenn die Ziffern etwas seltsam erscheinen.

Auch Bruno Gröning hat völlig recht - lauschte ihm gestern mal wieder, nach langer Zeit. Er sagte den Menschen, sie sollten wieder aufstehen - und diese taten es. Er bezeichnete sich selbst als "kleinen Transformator für den Heilstrom, der von Gott kommt und immer reichlich vorhanden ist." Mittel braucht es dabei keine.

Vom Heilströmen - spricht auch das Jin Shin Jyutsu, mit dem mensch sich mittels sanften Auflegens der Hände - als einziges Mittel also - an diese immer vorhandene Energie anschließen kann.

Zu "Energie" las ich neulich: Es käme aus dem Griechischen und setze sich aus En = Innen und Ergon = Wirken zusammen.

Alle haben recht - und doch weiß niemand wirklich alles. 
Das macht aber nichts. Die Dinge geschehen dennoch.

Was die "14 %" betrifft, habe ich einiges getan.  Alles, was mir so dazu begegnete und/oder wieder einfiel. Auch, wenn es nicht das Wichtigste ist. Das Wichtigste geschieht woanders.
Dennoch - sind alle hilfreichen Mittel und Bewegung ebenfalls Gold wert.

Seit fünf Tagen nehme ich "Mumijo", welches die Knochenheilung unterstützt und beschleunigt. Neben anderen guten Egenschaften. Mumijo und Beinwell sind meine guten Helfer - für die Knochen.

Und ich sehe es so: Es gibt nichts, was nicht beseelt ist - und alles verfügt über "Signaturen". Also Zeiger, Zeichen, die von Menschen jahrtausendelang gelesen wurden, lange, bevor es Bücher gab.

Die "Schulmedizin" geht natürlich hin und nimmt einen Mumijo-Brocken auseinander, zerlegt ihn in alle einzelnen Bestandteile, wiegt die vordergründig meßbaren enthaltenen Anteile an Mineralien ab und kommt dann zu ihrem üblichen Schluß, daß dies zuwenig sei für eine große Wirkung.

Aber Natur funktioniert bekanntlich anders - und setzt sich nicht zufällig zusammen.
Der ganze "Bauplan" wird seinen guten Grund haben.
Und so ist es ja auch mit uns Menschen. Alles spielt zusammen im Orchester.
Körper, Seele und Geist - wenn mensch es irgendwie benennen will.

Ein guter Helfer war auch der kleine Junge neulich mit seiner klaren, unschuldigen Kinderfrage - wieso ich denn die Krücken noch bei mir habe, wenn ich wieder laufen kann. Seither stehen oder liegen sie die meiste Zeit unbenutzt irgendwo und die Zwillingssonne geht wieder freihändig.

Das Leben geht so manchen seltsamen Weg - aber jeder ist gut, um zu lernen. Ich lerne: Dieses Leben ist viel zu kurz, um es nicht in jedem Moment zu preisen und sich dran zu erfreuen.

Mittwoch, 17. Juni 2015

Polizeibesuch im Nachbarhaus - wegen Tragens von Feinrippunterhemden .....

... ein Mann im Nachbarhaus berichtete heute meiner Nachbarin vom Besuch der Polizei  bei ihm - er wurde angezeigt wegen Tragens von Feinripp-Unterhemden beim Arbeiten vorm Hause.

Wir wissen, von wem das kommt. Jedenfalls aus langjähriger Erfahrung hier und zu 99,99999 Prozent. Bis heute war es immer derselbe Clan - der nichts Anderes tut im Leben, als friedliebenden Menschen in der weiträumigen Umgebung das Leben mit sowas zu vergällen.

Was mich aber am meisten verwundert bis erzürnt heute, ist, daß die Polizei - die ja immer von der gleichen Wache kommt - sich das seit Jahren täglich mehrmals gefallen läßt, obwohl sie doch schon lange wissen, wer da anruft und Menschen denunziert. "Die müssen dem nachgehen." höre ich dann immer dazu. Und begreife es dennoch nicht. Stelle mir vor, daß die Polizeimenschen doch nach Jahren ebenfalls die Faxen mehr als gestrichen voll haben müssen.

Vor wenigen Wochen wurde ein einziges Grab auf dem Dorffriedhof mutwillig verwüstet - es war das, welche meine Nachbarin pflegt. Und es gibt hier einen Clan, der sehr gut weiß, daß sie dieses pflegt.

Ein Getränkehändler im Ort bekam Besuch von der Polizei wegen verbotenem Ausschanks - manchmal kommen die Feuerwehrmäner von nebenan und kaufen sich etwas zu trinken bei ihm - und trinken es dann gleich auf seinem Hof.

Usw. usw. Seit Jahren geht das hier so - auf die allerabsurdeste Weise - und nichts passiert den Denunzianten. Ich begreife es nicht, denn es ist ja mehr als offensichtlich - auch für die Polizei selbst. Verstehe überhaupt nicht, warum die auf derartige, tägliche telefonische Denunziationen der geisteskranken Art noch reagieren.

Der Unterhemdträger, der manchmal auch mit unterhemdfreiem Oberkörper draußen das Gelände pflegt, hat´s auch nicht kapiert heute. Und da er wohl noch keine Bekanntschaft mit den Wahnsinnigen gemacht hat, fiel seine Vermutung gleich auf ganz andere Leute - in seinem eigenen Haus. So wird böses Blut geschürt.

Wir sind ja hier aus reichlich gemachter Erfahrung eher hart im Nehmen - aber das hat uns heute auch nochmal alle von den Socken gehauen.   
Und was noch dazukommt, neben dieser völlig unverständlichen Bosheit: Seit wann ist es in diesem Lande eine "Straftat", in einem Feinripp-Unterhemd vorm Haus herumzulaufen und arbeiten?
Ich dachte bis heute, das sei Privatsache - und selbst, wenn er nur eine Badehose tragen täte im Sommer, so dachte ich bis heute, das ginge niemanden etwas an und falle in jedem Falle in die Privatsphäre eines jeden "Bürgers" in diesem schönen Lande.

Sofort fielen mir alte Strassenbilder aus den Siebzigern ein - Männer mit freiem Oberkörper, oft auch nur in Badehosen die gemeinsam ihre Autos reparieren draußen .... oder Bauarbeiter, die mit nacktem Oberkörper schaffen in der Sommerhitze. Für mich ein völlig normaler Anblick - bzw., wenn es nicht hübsch aussieht, kann mensch ja woanders hingucken.

Die Zeiten seien schon lange vorbei - wurde mir erzählt. Bauarbeiter dürften schon seit vielen Jahren nicht mehr ohne Hemd arbeiten. Aha? War mir gar nicht aufgefallen.
Und bleibt völlig absurd.

Ob die Leute in ihren einsehbaren Gärten denn dann auch nicht mehr in Badehose und/oder Bikini rumlaufen dürften, wenn es einem Denunzianten nicht beliebt?
Und was ist bitte mit den "bunten Vögeln" auf dem CSD, die höchsten noch ein Stückchen Stoff um die Lenden tragen und nicht selten in aller Öffentlichkeit kopulieren? Letzteres käme auch zur Anzeige, wenn sich jemand beschwert. Soso ...
Und wie war das vor wenigen Jahren, als fast alle bauchnabelfrei und mit Arschgeweih herumliefen auf den Straßen?  Und und und .... wen geht das was an!

Mein rein praktischer Vorschlag heute nach dieser unfaßbaren Geschichte - und einem massiven Übergriff ins Privateste dieses Mannes im Nachbarhaus - war: Wir gründen eine "religiöse Gemeinschaft", die Nachbarn waren sofort dabei, dann können wir machen, was wir wollen - im Namen des Glaubens, der ja noch recht unantastbar ist.

Gute Kinderfrage ...

... am frühen Abend auf mener "Laufbahn" vorm Haus, auf der ich seit geraumer Zeit hin und her gehe, wie ein Tiger. Gestern abend lange, ohne die Krücken sonderlich zur Hilfe zu nehmen, aber ich habe sie bei mir.
"Kannst Du denn jetzt wieder ein bischen laufen?" fragt der kleine Junge.
"Ja" antworte ich "Guck! Geht schon prima."
"Und warum hast Du dann die Krücken noch dabei?" fragt der.
"Wenn ich müde werde, weißt Du ...."
"Ach so."

Recht hat er. Ist an der Zeit, die Krücken mal ganz abzulegen.
Die physischen - und die mentalen.

Dienstag, 16. Juni 2015

Und es geht doch ....

... banales Beispiel gestern: Anruf in der Praxis der formidablen chinesischen Ärztin. Eine Dame ist dran, die ich nicht kenne. Ich frage an, ob die mir demnächst eine Krankmeldung zusenden können, ohne daß ich vorbeikomme, ich sei noch nicht mobil. Der guten chinesischen Ärztin läge der Arztbrief dazu vor und sie hätte mich auch schon mal gesehen neulich.
Nein - das ginge nicht. Ich müßte "persönlich vorstellig" werden für eine Krankmeldung. Öff öff ...
Schade, daß die Andere nicht dran ist - die hätte es sofort begriffen. Immerhin - sie will das später klären, wenn die gute Frau Doktor im Hause ist.
Natürlich geht das - ist gar kein Problem. Ich kriege dann meinen Schein und zwar gleich für vier Wochen. Aha! Geht doch.

Aber so sind se halt - jedenfalls viele. "Nein, das geht nicht" - ist ein höchst beliebter, viel verwendeter Satz in der Menschheitsgeschichte - und in allen Lebenslagen.

Kürzlich lauschte ich einem kurzen Videobeitrag mit Dr. Leonard Coldwell, er eröffnete seinen Vortrag auf dem "Spirit of Health Kongress" mit einer Statistik - wie auch immer eine solche erstellt wird.

Demnach hört jeder von uns bis zum 18. Lebensjahr etwa 184.000 Mal: "Das geht nicht. Das kannst Du nicht. Dafür bist Du nicht soundso genug." und vieles mehr aus dieser Kategorie.
Die meisten von uns sind dann wohl mit 18 erfolgreich zermürbt ob dieser endlosen Wiederholungen.
Und im engen Vorstellungs-Kästchen angekommen.
Schließlich sagen es ja alle - und immer wieder. Also muß es ja wohl stimmen.
So werden Welten geschaffen.

"Sie schaffen das! - Sie sind zäh und kriegen das hin" sagte ich zum Abschied im Tollhaus zu der Dame, die von den Ärzten mit Leberkrebs diagnostiziert ist und der sie die Leber rausschneiden werden. Und die von einem jungen Arzt zusätzlich noch die völlig falschen Medikamente bekam.
Ihr wollte ich das pralle Buch vom Herrn Coldwell mitbringen, welches ich nun selber lese, es war noch nicht eingetroffen. Schon die ersten 35 Seiten gestern waren gute "Medizin".
Wer sich nicht abspeisen lassen will mit "Das geht nicht." - ist gut beraten, sich an solche Menschen zu halten, die diesem betrübenden Mantra keinen Glauben schenken und unermüdlich das angeblich Nicht-Machbare versuchen, mit Erfolg.

Und dabei nicht selten massiv angefeindet werden von denen, die ihr kleingeistiges "System" mt allen Mitteln verteidigen. Zahlreiche Pioniere hat man für ihre Erfolge in den Knast gebracht oder gleich ganz  "beseitigt" und  deren Erkenntnisse konfisziert. Alles, um das eigene System zu zementieren, mit dem sich trefflich Geld machen läßt. Doch inzwischen spricht sich das ja herum.

Während selbst Coldwell an eine Art Grenze glaubt - wenn ein Mensch schon zu sehr eingefallen ist, seiner Kräfte beraubt und ausgeschlachtet wurde - gibt es noch andere "Systeme", die darüber hinausgehen und es auch für möglich halten, bereits entfernte Körperteile mitzubehandeln.

Im Jin Shin Jyutsu ist es zum Beispiel keine Frage, daß Mensch auch Organe oder Gliedmaßen strömen kann, die nicht mehr materiell vorhanden sind. Die sogenannte "russische Informationsmedizin" geht noch darüber hinaus und behauptet, der Mensch sei gar fähig, Fehlendes nachwachsen zu lassen, da alle Informationen weiterhin vollständig vorhanden seien.
Wie beim Salamander, der seinen Schwanz ggf. nachwachsen lassen kann - sag ich. 
Das wäre doch mal eine feine Forschung wert!

Nun - ich höre schon die lauten Rufe aus dem kleinen Kästchen: "Nein, das geht nicht!" Deshalb würde ich sowas auch nie behaupten - gegenüber den Kästcheninsassen.

Allerdings nehme ich die aktuelle Situation zum Anlass, mal zu sehen, was geht. Und ströme selbstverständlich auch den materiell gerade nicht mehr vorhandenen Wirbel.  Ansonsten arbeite ich gerade fast nur noch mit Beinwell-Balsam - immer schön einreiben und staunen, wie das hilft. Dazu noch hochdosiertes Vitamin D3 (Sonne) und OPC - was ich aber auch sonst zu mir nehme -  und Beinwell-Globuli.

Mit der Lieferung von "Mumijo" gab´s Probleme mit einem launischen Lieferanten - habe es woanders neu bestellt und warte noch drauf.

Meine Steine fielen mir wieder ein neulich. Habe ja einen großen Fundus bei mir. Suchte mir also solche raus, die Knochenheilung unterstützen und lege sie mir auf. Blauer Apatit, Tigerauge und Fluorit ... immer schön in die Leiste für´s Becken und in den Rücken.

Gestern den Fluorit auf´s Steißbein - dieser unterstützt die natürlichen Ordnungskräfte - als Information für´s komplette Rückgrat. Nach wenigen Minuten schon befand ich mich in einem wohltuenden Heilschlaf. Und dieser hielt fast bis heute morgen an - bis auf ein paar Trainingseinheiten zwischendurch.

War gestern morgen bereits um halb vier wach geworden, weil es sich nicht mehr liegen ließ auf der Rückenklammer. Das war zuviel! Also beschloß ich - den in letzter Zeit öfter fehlenden Schlaf nun ausgiebig nachzuholen - ohne Schmerzen. Und siehe da - es ging.
Es geht immer viel mehr, als mensch innerhalb seltsam-beschränkten Konditionierungen zu glauben und zu denken geneigt ist.

Samstag, 13. Juni 2015

Nach viereinhalb Wochen ....

... meldet der Körper, daß er jetzt keine Schmerzmittel mehr benötigt. Seit vorgestern abend geht´s ohne weiter. Gestern noch zweimal kurz über die "Gewohnheitsschwelle" gegangen - der Punkt, wo es scheinbar einfach gewesen wäre, sich mal eben was einzuwerfen. Scheinbar - denn tatsächlich hat es nichts gebraucht, außer Bewegung und gutes Beinwell-Balsam auf Knochen und Gelenke.

Ich freue mich, daß ich das nun sein lassen kann. War wichtig, gut und hilfreich - solange es nötig war. Aber hat auch Nebenwirkungen, wie ich gestern feststellte, als ich nicht in den Komaschlaf über Tag fiel. Diese Schmerzmittel scheinen auch wie Schlafmittel zu wirken, sie machen müde. Und das, obwohl ich ja nicht mehr viel davon eingeworfen hatte, nur das Nötigste. Betäuben halt.

Seit gestern übe ich auch wieder, die Treppen "normal" zu gehen. Geht gut. Mit Stütze, klar, aber es läuft schon prima. Und beschleunigt den Vorgang enorm. Bisher mußte ich es machen, wie die Kinder es tun, solange ihnen die Treppenstufen zu hoch sind - immer schön ein Bein und dann das andere auf die gleiche Stufe.

Habe mal meine Privatlimousine angeworfen - wollte wissen, ob sie es tut nach der langen Standzeit. Schnurrt wie ein Kätzchen.

Beim Runtergehen habe ich drei Müllbeutel mitgenommen - auch das geht längst. Kommt die Nachbarin und nimmt sie mir ab auf dem Weg .... "Sag doch was" meint sie und schüttelt mit dem Kopf. "Ich kann das schon." sag ich nur "hab ich neulich schon mal gemacht".

Das sind die "kleinen Schritte", die es zu gehen gilt. Und mensch tut am besten daran, sich einen Spaß aus den Experimenten zu machen. Mit einer Art Neugier dranzugehen: "Wie mach ich dat jetzt?".
Tatsächlich kann ich schon sehr viel wieder selbst tun. Ich spanne die beiden feinen Frauen hier nur ein, wenn ich etwas wrklich nicht hinkriege. Und das ist nicht mehr viel.

Nur die schwere Wäschebütt und den Bioeimer - krieg ich noch nicht runter. Zu sperrig. Fiel mir aber gestern schon eine andere Lösung zu ein ... für demnächst, da bin ich nämlich allein hier. Und habe Katzenfütter- und -türdienst. Aber bis dahin - geht eh nochwas.

In den vergangenen Tagen gucke ich oft erstaunt die Krücken an. "Brauchst Du die überhaupt noch?" lautet die Frage, die erscheint. Ja - ab und an. Zur Sicherheit .... die es ja bekanntlich gar nicht gibt.
Wenn ich müde bin bzw. die Knochen.

So ein Genesungsprozess ist und bleibt zuvorderst auch eine mentale Angelegenheit. Der Körper tut das Seinige - ohne mich.
Er ist ein echtes Wunder!
Was er aber gut von mir brauchen kann, ist die mentale Unterstützung.
Er kann niemanden brauchen, der sich hängen läßt und sich womöglich selbst bemitleidet. 
Viel besser geht´s zusammen.
Wie gestern - als ich mich über jeden Schritt ohne Schmezmittel freute. Lalala .... immer ein Liecdhen dazu. Und immer dankbar, wieder laufen zu dürfen.

Die meisten Menschen "draußen in der Welt" sind sehr freundlich und hilfsbereit. "Warten Sie - ich mache Ihnen die Tür auf" ... und Anderes, gut Gemeintes höre ich, wenn ich mal - noch selten - auf Ausflug bin. "Danke sehr - aber ich kann das schon selbst." ist meine Antwort. "Ah, ich verstehe - viel Üben ist gut." sagt eine gleich. Genau so ist es. Ich bin ja nicht krank -  ich bin genesend.

Bei Manchen mußt Du aber auch gut aufpassen, daß sie Dich nicht über den Haufen rennen, wie neulich im Supermarkt. Die merken nichts und haben´s erstaunlich eilig.

"Natur, Zeit und Geduld sind die besten Ärzte" - fiel mir gestern wieder ein. Chinesisches Sprichwort. Und so wahr.

Manchmal werde ich etwas unruhig - weiß noch nicht, wie es weitergehen wird. Habe ja noch die Klammer im Rücken als Langzeitprojekt und eine nicht sonderlich beruhigende Botschaft neulich von dieser jungen, ehrgeizigen Ärztin, die mir ja schon eine "große OP" herbeireden wollte und eine Wirbelabsenkung - allerdings sprach sie von "höchstens ein bis zwei Millimetern", die sie mit bloßem Auge entdeckt haben wollte. Hmmhh .... lasse ich mal offen. Tatsächlich ärgert es mich bis heute, wie sie fast schwärmerisch vorschnell in Einzelheiten eine potentiell-nötige OP in neun Monaten beschrub. Es hätte ja auch eine sanftere Mitteilung gereicht - daß sie sich das in vier Wochen  nochmal ansehen möchte. Und mir reicht gerade die Erinnerung daran - was da im Tollhaus so alles los ist und auf dem Kopf steht - und wie viele falsche Diagnosen dort gestellt werden.

Da hilft also nur: Zuversicht und fester Glaube an die Heilkräfte des Körpers.
Und: Wer weiß schon - wie was weitergeht? Kein Mensch.
Im Moment - geht´s jedenfalls sehr gut.

Vier- bis fünfmal am Tag reibe ich das komplette Rückgrat mit Beinwell ein - und warte noch auf "Mumijo" ... die Post streikt. Letzteres soll erwiesenermaßen die Heilung von Knochen um das Vierfache beschleunigen bzw. verstärken.

"Ob das alles so stimmt?" sagt die Nachbarin und ich antworte "Wer weiß? Die gleiche Frage kann mensch auch bei dem Pharmazeugs stellen."  "Stimmt".

Wer weiß schon - wie und woher Heilung geschieht?       

Freitag, 12. Juni 2015

Vaterkraft ....

... fällt mir ein heute morgen.
Habe lange kaum noch an meinen Vater gedacht - aber heute morgen schickt er mir ein Bild aus Kindertagen. Gestern hätte er Geburtstag gehabt, der Vater mit der Zwilingssonne.
Und gestern habe ich mein Fahrrad abgeholt, zusammen mit einer Nachbarin, die es für mich nach Hause geschoben hat. Das stand seit dem Unfall in der Firma der Dame, die mich über den Haufen fuhr. Die war nicht da und es war mir sehr recht, denn ich hatte keine Lust auf "Smalltalk".

Gestern bin ich auch viel draußen ohne Krücken gelaufen. In der Wohnung ohnehin.
Der Schmerz läßt nach - spürbar. Nur mit dem Schlafen gibt´s noch Malesten - daher habe ich heute den Rekord aufgestellt und bin schon um Viertel vor vier aufgestanden.
Macht aber nichts - denn so kann ich morgens die Stille hier geniessen und werde mit den Vögeln wach, die aus allen Richtungen den neuen Tag einsingen.

Vaterkraft - sagt es gleich am Morgen - stärkt den Rücken.
Der hatte mir einst das Fahrradfahren beigebracht. Und mich losgelassen, ohne daß ich´s gemerkt hatte. Als ich anhielt und mich umschaute, war er weit hinter mir. Hatte mich einfach alleine weiterfahren lassen. Damals habe ich´s nicht gleich begriffen - wie wertvoll das war. Heute weiß ich´s.  Er hat mir das zugetraut - und noch Vieles mehr. Hat einfach losgelassen.

Ich staune heute - daß ich mir gestern den denkbar besten Tag ausgesucht habe - um das Fahrrad nach Hause zu holen. Als "Sinnbild". 

Manchmal ist es gut, an die vielen Ahnen zu denken und an all die Wege, die diese gemeistert haben.
Und die Vaterkraft tut mir gut heute morgen. Der hat auch viele Wege gemeistert zu Lebzeiten. Nicht-vorhersehbare, verrückte Wege.  

Mit der Zeit ....

... ist es manchmal eine komische Angelegenheit - gefühlt.
Die Rücken-OP ist gerade mal zweieinhalb Wochen her, kommt mir aber viel länger vor.

Anfangs hatte ich so meine Schwerigkeiten, mich an den Gedanken zu gewöhnen, ein Ersatzteil im Rücken verschraubt zu haben. Auch der Körper hatte so seine Hürden damit. Tatsächlich hat es mir nach dem Liegen den Brustkorb verschnürt und ich hatte erst mal Not, durchzuatmen, wenn ich aufstand. Mag auch dran liegen, daß ich einen sehr tiefen, langen Atem habe, der quasi durch den ganzen Körper geht - und der sich erst mal Raum verschaffen mußte, vorbei an dem neuen "Fremdkörper".
Jetzt geht´s wieder. jeden Tag spürbar besser.

Und noch besser war die Kunde der Ärztin neulich, daß die Klammer nicht ewig dadrin bleiben soll. Bei gutem Verlauf soll die also irgendwann wieder entfernt werden. Und ich gehe mal trotz ihrer fürchterlichen Unkerei neulich von einem guten Verlauf aus, obwohl mir das kurz einen Dämpfer verpaßte. Mensch darf aber nicht vergessen: Sie erzählte geradezu begeistert von einer potentiellen "großen OP" - und ich sagte noch im Gespräch mit den Nachbarn später dazu - vermutlich würde sie so eine gerne mal meistern. Sie ist jung und sehr ehrgeizig, hat noch viel vor.

Ich bin ja jetzt schon etwas "gereifter" - und werde also weiter mit Liebe, Geduld, Ruhe und Zuversicht arbeiten. Vor allem mit Beinwell und "Mumijo", wenn Letzteres eingetroffen ist.

Seit ich weiß, daß die Klammer nicht für die Ewigkeit gedacht ist, habe ich mich gut mit ihr befreundet und weiß sie noch mehr zu schätzen. Jeden Morgen geht das Aufstehen besser und die Schmerzen werden weniger. Jeden Tag laufe ich mehr und mehr ohne die Gehhilfen. Und das alles - nach schlappen zweieinhalb Wochen.

Gestern war in der großen, weiten Welt - im Nachbardorf. Mit den Nachbarinnen einkaufen. Einige Mal rein ins und raus aus dem Auto und viele Schritte. Klappt prima. Danach allerdings erst mal ein wenig Komaschlaf auf dem Sofa. Ist auch kein Wunder - stehe meistens schon vor fünf auf.

Heute steht Brennessel sammeln an, für gute Rosen-Jauche. Immer ein paar Schritte mehr ... und heute werde ich dann mal am Ort des Unfalls  vorbeikommen - da wollte ich neulich schon langgehen und den Punkt des Geschehens überschreiten. Als eine Art "Heilungsritual".
Auf dem Rückweg will ich mein Fahrrad abholen, das steht moch in der Firma der Dame, die unachtsam aus der Einfahrt fuhr seinerzeit.

Jeden Tag darf ich mich über eine goldene Nachbarschaft freuen. Und das alles in einer schönen Umgebung. Sehr oft dachte ich in den vergangenen Wochen, was für ein Segen das ist, daß ich hier weile und nicht mehr in der großen, häßichen Stadt. Den Anderen gehts ebenso.  Selbst das Tollhaus ist außergewöhnlich schön gelegen. Und kürzlich hörte ich es auch noch irgendwo, was ich die ganze Zeit dachte: Auch eine schöne Umgebung trägt einen gut Teil bei zu einer Genesung.

Potentielle schlechte Scherze habe ich mir gestern verbeten. Die aus dem Urkaub zurückgekehrte Nachbarin machte einen, als eine ältere Dame im elektrischen Rollstuhl vorbeifuhr: "Das wär doch was für Dich." sagte sie.  Ich merkte, daß ich da überhaupt keinen Funken "Humor" habe und sagte es auch. Mit sowas mache ich keine Scherze, da bin ich überhaupt nicht "indolent". Das ist auch wichtig - das gleich mal klarzustellen, daß auf meine Kosten keine schlechten Witzchen gemacht werden, selbst, wenn es nicht arg gemeint ist.

Ansonsten kann ich es kaum besser treffen, als hier: Jeder hat von jedem einen Schlüssel und nachmittags stehen oft alle Türen offen, wenn alle draußen sind. Wer will, gesellt sich dazu - wer nicht will, zieht sich zurück. 

Habe mich nochmal bedankt be den beiden Frauen, daß sie mir so wunderbar helfen. Das machen wir doch gerne, sagten sie gleich. Ja - das weiß ich, sag ich - ist spürbar.

PS: Habe meinen Humor wiedergefunden und selbst einen makabren Scherz gemacht heute.

Mittwoch, 10. Juni 2015

Tollhaus-Doppelschleife ....

.... komme recht zügig dran, habe eine Termin bei der Ärztin in der Ambulanz, die mich nachuntersuchen soll. Sie klopft meinen Rücken ab und fragt mich nach meinem Befinden. Dann schickt sie mich hoch in die Röntgenabteilung, anschließend soll ich wieder zu ihr kommen zur "Besprechung". Dies ist durchaus doppeldeutig gemeint - von mir.

Mach ich also - und im Wartebereich der Röntgenabteilung treffe ich noch auf lustige Menschen - es gibt was zu lachen. Fein.
Wieder unten muß ich ein bischen länger warten. Dann geht die Tür auf und die Ärztin meint - ich müsse leider nochmal rauf und noch ein anderes Bildchen machen lassen, das vorliegende reiche ihr nicht. Sati also wieder hoch - in einem Affenzahn heute, gute Tagesform. Aufnahme diesmal im Stehen - ist mir auch lieber als die viel zu enge Folterliege.

Der Tollhausbetrieb quillt mal wieder über und ich sehe zu, daß ich nicht zuviel von dieser grauslichen Energie aufnehme.

Wieder bei der Ärztin, eine junge, ehrgeizige, gucken wir die Bildchen an. Sie ist der Ansicht - es sähe nicht so gut aus mit meinem Rücken. Ich sehe erstmal, daß ich zwei Klammern habe, links und rechts von der Wirbelsäule. Und wie die verschraubt sind. 
Sie meint, da hätte sich etwas abgesenkt. Es würde sich um höchstens ein, zwei Millimeter handeln - aber das gefalle ihr nicht. Ich sage mal nichts weiter dazu, außer: Naja, es ist gerade mal zweieinhalb Wochen her und der Körper braucht ein bischen Zeit.

Sie holt aus und erläutert mir - wenn sich das weiter absenken würde, stände in etwa neun Monaten eine große OP an, bei der der Wirbelkörper ersetzt werden müßte. Sie erzählt das mit einer gewissen Begeisterung für ihr Handwerk - und ich denke: "Laß Dich bloß nicht besprechen von der Dame, mein Herz (der Körper ist gemeint). Für solche Prognosen ist es noch viel zu früh"

Das mitunter gefährlichste bei einem Genesungsverlauf - sind die Worte, die die Ärzte von sich geben. Gefühlt geht es mir nämlich jeden Tag besser und auch mit dem Rücken, der sich tatsächlich temporär äußerst schmerzhaft meldete, und zwar immer nach dem Liegen bzw. Schlafen auf den Klammern. Tagsüber und im aufrechten Zustand ist er in Ordnung. Und: Ich werde sehen. Nach nur zweieinhalb Wochen ist mir ihre Verkündung etwas zu vorgegriffen.
Außerdem fällt mir dazu ein - daß ich eben im Stehen geröntgt wurde, mit vorgebeugten Armen. Allein dadurch könnte eine Krümmung von einem Millimeter schon auf´s Bildchen kommen.

Was ich aber einsehe ist - ich brauche noch viel liebevolle Geduld. Und ich habe mir etwas Feines bestellt neulich - für Knochenwachstum. Es gibt keinen Zufall - und so traf ich überrascht im Netze auf ein Elixier namens "Mumijo", welches aus dem Altai-Gebirge stammt und in Russland schon lange bekannt dafür ist, den Knochen gut zu helfen. Sowas erzähle ich diesen Menschen aber erst gar nicht - denn ich kann erahnen, was die mir dazu sagen täten.

Ich erzähle ihr auch nicht vom Beinwell - der ebenfalls bekannt ist dafür, daß er bei allen Knochenthemen hilfreich ist. Bitte sie aber - mir ein Pflaster auf den Rücken zu kleben an der Stelle, wo der Wirbel fehlt -  damit ich´s genauer habe für mich und dort fleißig den Beinwell aufbringen kann. Der hilft übrigens bestens - als Balsam aufgetragen. Nach ein paar Tagen schon haben auch andere Gelenk- und die Knieschmerzen nachgelassen, die in Folge der Belastung aufgetreten sind.

Gestern bin ich eh fit wie ein Turnschuh und wundere mich selbst. Laufe viele Wege durchs Tollhaus, in erstaunlichem Tempo und nutze die Krücken wenig dabei - lasse die eh oft schon nur noch "mitlaufen", ohne mich drauf zu stützen. Und gehe zuhause viel freihändig. Manchmal wundere ich mich über eine Art Krücken-Automatismus, den mensch sich angewöhnen kann - und lasse sie liegen, solange der Körper keine besonderen Schmerzen anmeldet. Auch diese lassen täglich nach.

Wie schon einige Male geschruben jetzt: Das Wichtigste ist, sich nicht vorschnell besprechen zu lassen. Von niemanden. Ich vertraue weiter auf die Selbstheilungskräfte des Körpers und unterstütze ihn, so gut es geht. Und alles Andere - zeigt sich erst mit der Zeit.

Ob ich irgendwelche Übungen machen kann für den Rücken? Nein, keine.  Nur rückengerecht soll ch mich verhalten, aber das würde ich ja ohnehin tun, hätte sie schon gesehen.

Später - wieder zuhause - treffe ich erstmals nach dem Unfall auf einen Nachbarn, der gerade aus dem Urlaub zurück ist. Der meint: "Geh mal einen Schritt zurück." um mir dann zu erzählen, daß ich die Krücken falsch eingestellt hätte und meinen Rücken nicht gerade halten würde.
Der fehlt mir gerade noch nach dem Tollhaus!
"Wat bist Du denn für ein Klugscheißer!" fahre ich hoch. Die habe ich ja extra tiefergelegt inzwischen - damit sie nur noch locker seitlich mitlaufen, quasi als Führung, wenn nötig. Er weiß es besser - und ich merke, ich brauche jetzt mal wieder dringend meine Ruhe. Der zweite "Besprecher" heute - das ist zuviel. Und ich bin schon lange unterwegs heute, was ja gerade selten vorkommt.

Das Becken heilt formidabel. Ich sah´s auch an den Röntgen-Bildchen. Alles im Lot und beide Seiten ausgewogen. Vier Wochen jetzt. Die Ärztin meint - etwa drei Monate bräuchte es, bis alles richtig ausgeheilt ist - also wieder voll belastbar.

Ach ja - und das dadrunter sei ein alter Bruch. Hä? Ich sehe es auch - da war mal was. Aber ich weiß nichts davon. Leistenbruch. Wie könne das denn sein - das ich davon nie was mitbekommen habe? Das käme öfter vor. Ich bin erstaunt.
Das Einzige, was mir sofort dazu einfällt, ist, daß ich als Kind mal sehr schmerzhaft aufs Steißbein geknallt bin. Ob das davon sen könne? Sie weiß es auch nicht.
Und die einstige Bettnachbarin fällt mir wieder ein - die hatte sich das Becken gebrochen und auch nichts bemerkt für lange Zeit. Was es alles gibt ....

Rein intuitiv aber hatte ich diesen alten Bruch, von dem ich gar nichts wußte bis gestern, ebenfalls fein mit Beinwellbalsam eingeölt. Und auch den einst gebrochenen Zeh. Wird gerade alles nochmal liebevoll mitbehandelt - schadet nicht.

In vier Wochen soll ich nochmal kommen - zum Röntgen. Sie möchte das im Auge behalten. Ich auch. Und ich werde die vier Wochen ohne "Besprechungen" gut nutzen. Alles Weitere - zeigt sich dann.

Echte Erleichterung - als ich zum Taxi gehe und dem Tollhaus wieder entkomme.
Achja - noch eine "Besprechung" entfleuchte der jungen Ärztin, als ich meinte - ich würde jetzt mal das Schmerzmittel auf eine noch niedirgere Konzentration runtersetzen, die es rezeptfrei gäbe: Ich solle aber unbedingt die Magentabletten dazu nehmen. Ohne diese sei das sehr gefährlich.

Ich fragte nicht mehr nach. Nehme das Zeug seit zweieinhalb Wochen nicht mehr - seit dem ersten Tag meiner "Entlasung". Schaue kurz im Internet nach - was daran gefährlich sein soll - und stelle fest: Der Eine sagt so - der Andere so. Wie immer also.
Und ich soll die nicht auf nüchternen Magen nehmen, sagt sie noch. Ich nehme die quasi immer auf nüchternen Magen .... 

Heute geht´s nochmal auf "Ausflug in die weite Welt". Fahre mit den Damen aus dem Hause ins Dorf zum Einkaufen. Uahaha ... so ist das, wenn mensch einen recht kleinen Radius hat. Da wird der Ausflug ins Dorf zum großen Ereignis. Und zum guten Training.

Ob ich gefragt hätte, wann ich wieder Auto fahren darf? Nein - sowas frage ich die erst gar nicht. Das sagt mir mein Körper, wann es soweit ist. Ich denke, in zwei Wochen ist das gut machbar. Es ginge wohl auch schon vorher - aber ich bleibe da lieber geduldig und werde nicht unnötig übermütig. Was alles schon geht, ist ohnehin erstaunlich und jeden Tag eine Freude.

Im Tollhaus machte ich noch einen Extraweg in die Kapelle und zündete ein Licht an.
Mögen wir alle unsere Wege gut meistern - so verschieden und vielfältig, wie diese sind.

Gestern im Tollhaus ....

... war gestern zum Röntgen im Tollhaus - Nachkontrolle.
Habe etwa drei Stunden dort verbracht und war sehr froh, als ich endlich wieder entflüchten konnte. Keine Ahnung, wie ich das zwei Wochen dort ausgehalten habe, scheint schon ewig her.

Habe noch ein wenig Zeit bis zu meinem Termin und frage an der Rezeption nach zwei Damen, die seinerzeit noch nicht nach Hause konnten. Eine ist entlassen inzwischen und ich staune erfreut. Hätte eher auf die andere getippt - und die ist noch dort bzw. wieder.

Ich gehe also zu ihr und bedanke mich herzlich bei ihr für den formidablen Tip neulich mit dem Anwalt. Wir gehen vor die Tür - und schon auf dem Flur berichtet sie mir, daß sie sich eben ungeheuer geärgert hat, völlig zu recht.

Sie ist mit Leberkrebs diagnostziert und wartet auf ihre OP. Vergangene Woche hat man sie ein paar Tage nach Hause entlassen, sie sollte dort Schilddrüsentabletten einnehmen, welche ihre Werte runterdrosseln sollten. Vorgestern kam sie zurück ins Tollhaus und gestern war Chefarztvisite.
Sie wartete darauf, daß sie nun endlich einen Termin für ihre OP genannt bekommt, aber es kam anders. Der Chefarzt schaute ihre Patientenunterlagen durch und meinte: Wieso bekommt die Frau diese Tabletten? Es waren die falschen - statt die Schilddrüse runterzudrosseln, haben sie diese angedreht.

Als sie mir davon berichtet hatte - fielen mir auch andere "Patzer" wieder ein. Mein eigener ebenfalls - kurz vor meiner bevorstehenden Entlassung nach nur einer Woche hatte ja "zufällig" noch einer der Radiologen den weggebrochenen Wirbel entdeckt. Und Vieles mehr geschieht dort in der überberstenden Hektik - was einen nur mit dem Kopf schütteln läßt.

Sicher - dort arbeiten auch nur Menschen, und Fehler gehören eben zum Leben. Aber in der Häufung kann einen das schon nachdenklich stimmen.

Sie überlegte, ob sie woanders hingehen soll und entschied sich dagegen. Woanders geht´s ebenso zu. Das ist wohl "systemimmanent".
Ich frage sie, wer die falschen Pillen verordnet habe? Etwa ein 25-jähriger Stationsarzt? 27 sei der - ist ihre Antwort.

Auch auf der Unfallchirurgie oben gab´s so junge Stationsärzte. Die noch nicht viel Erfahrung haben - man könnte auch sagen, die eben von der Uni kommen. Und die noch viel zu lernen haben im Umgang mit Menschen. Der für mich zuständige legte oft eine völlig überflüssige Arroganz an den Tag, die ich seiner Unsicherheit bzw. Unerfahrenheit zuschrieb. Es gab einige, die sich berechtigt über diese Art aufgeregt hatten.

Auch die Schwestern und Pfleger sind alle sehr jung. Ich fragte mich manchmal, ob die "klassischen, älteren Oberschwestern" ausgestorben sind? Ein Besucher, der selbst Pfleger ist, meinte - die wären wohl eher im Delegationsbereich zu finden, doch auch dort sah ich nie eine. Sind wohl "zu teuer".

Einmal kam ein älterer Arzt zur Visite - und der strahlte was ganz Anderes aus, als die jungen, ehrgeizigen und noch unerfahrenen Kollegen. Zuvorderst viel "Lebenswissen" und eine angenehme Ruhe.

Die Dame, die ich besuchte, wird also noch viel Geduld haben müssen. Die Nummer mit den falschen, kontraproduktiven Tabletten wird sie locker eine Woche mehr kosten. Und sie ist eine sehr zähe Type, die sich sicher nicht leicht unterkriegen läßt. Aber gestern bemerkte ich eine gewisse Nervosität - was kein Wunder ist.

Und bei meiner Untersuchung anschließend ging der "normale Wahnsinn" weiter .....

Samstag, 6. Juni 2015

Geist, Besprechungen und Ungeduld ....

... manchmal finde ich mich nun auch "ungeduldig" wieder.
"Das darfst Du aber nicht sein." sagt mir gestern ein kluger Mensch daraufhin.
Stimmt - und stimmt auch wieder nicht.

So ein Heilungsvorhaben ist eine Gratwanderung auf dem Geist.
Mensch tut gut daran, sich möglichst frei zu machen von allen gängigen Vorstellungen. Und von allen Besprechungen - zum Beispiel wie lange etwas in der Regel dauert etc.

Zuvorderst - ist es wichtig, niemandem Glauben zu schenken, der womöglich behauptet, etwas sei nicht möglich. Der einem lediglich seine eigenen "Glaubensgrenzen" übermitteln möchte.
Mit einem freien Geist - ist alles möglich.

Gestern habe ich nach den Entsprechungen für die Brüche und Wirbel im Jin-Shin-Jyutsu geschaut, um die Heilung weiterhin mittels Strömen zu unterstützen, und mal wieder sehr gestaunt: BW 12 = Handgelenk Innenseite. Und genau diese, die Handgelenke, tun mir schon länger weh. Werde sie also vermehrt halten.

Einen "Schlüsselgriff" konnte ich gleich nach dem Unfall memorieren und fleißig anwenden - bei Knochenbrüchen aller Art hilft es, die Leisten zu strömen.
Auch eine "Reflexzonen-Wirbelsäulen-Becken-Gesichtsmassage" machte ich schon im Tollhaus - die Entsprechung für die Wirbelsäule findet sich auf dem Nasenrücken bis hoch zum Stirnansatz und für´s Becken rund um die Nasenflügel.

Mit der temporär auftauchenden "Ungeduld" verfahre ich geduldig: Ich frage mich, wenn ich etwas noch nicht kann, wann ich es wohl wieder kann. Meistens erscheint zügig eine Antwort. und meistens stimmt sie.

Kürzlich dachte ich: Ich würde gerne mal mein Brettbett frisch beziehen. Geht aber noch nicht. Könntest Deine Nachbarin bitten ... aber schau erst mal, wann es wieder gehen wird. Antwort war: "In zwei Tagen wird es gehen." Und eben ist es geschehen. Alles ohne Krücken. Fein!

Im Geist werden die Bilder vorab gestaltet. Was alles wann geht - und wie.

Donnerstag, 4. Juni 2015

OP-Not, Pflegecharaktere und unangebrachtes Dominanzgebaren .....

... die meisten der im Tollhaus arbeitenden Pflegekräfte sind wirklich in Ordnung. Manche sind noch mehr in Ordnung - mit sich selbst - und das wirkt sich auf den liebevollen Umgang mit den Patienten aus. Ein junger Mann aus Südamerika war mein Favorit, er machte seine Arbeit so natürlich, professionell und mit ganzem Herzen, daß es jedes Mal eine Freude war, ihn zu sehen.

Als er einmal einer meiner Bettnachbarinnen den Popo saubergemacht hatte, nachdem sie sich im Bett liegend in eine Stahlschüssel entleert hatte und es ihr peinlich war, meinte er nur zu ihr: "Ach, Frau Soundso - das ist meine Arbeit. Wenn mir das unangenehm wäre, hätte ich mir wirklich den falschen Beruf ausgesucht."

Es gibt aber auch andere. Überreizte. Solche, die manchmal eine Art Dominanzgebaren an den Tag legen. Mit einem solchen Exemplar geriet ich natürlich aneinander und es rappelte im Karton. Was auch gut war, denn sowas muß sich niemand gefallen lassen.

Eine junge, allzu temperamentvolle und hektische Frau. Sehr hübsch, aber zu laut für die Branche. Und zu schnell unterwegs, einmal mußte ich  aufpassen, daß die mich nicht mit den Krücken über den Haufen läuft in ihrer selbst produzierten Hektik. "Das aufgescheuchte Huhn" - sagte einer.

Für etwa vier Tage lag eine alte, polnische Dame bei uns im Zimmer. Sie war zuhause gefallen und hatte sich den Arm gebrochen. Außerdem war sie leicht dement und sprach sehr langsam - fast nur polnisch. Aber süß ist sie, eine ganz liebe Frau.

Als der hektische Feger viel Staub aufwirbelnd das Abendessen verteilt, fragt sie die polnische Dame schrill und sehr schnell, ob sie Hilfe brauche. Die hat wohl kein Wort verstanden von dem Redeschwall und meldet sich etwas später nochmal zu Wort. 
Daraufhin ranzt diese "Schwester" sie völllig unangemessen an. "Fräuleinchen!" sagt die sehr laut zu einer gestandenen Mutter von vier erwachsenen Kindern und diversen Enkeln. Und sowas wie "Können Sie das nicht gleich sagen !!!"
 
Ich sitze auf meinem Bett und schaue aus dem Fenster. Als ich das höre entfährt mir ein lautes "Wahnsinn!" - eine Art spontanes, persönliches Resümee zu dieser Nummer und zum Tollhausbetrieb überhaupt -  und ich schüttel mit dem Kopf. Daraufhin rastet der Drache aus und ruft durch´s Zimmer zu mir: "Frau Dings, jetzt habe ich aber genug von ihrer schlechten Laune." (???...) und "Lassen Sie diese nicht an mir aus." und "öff öff öff ....". Besucher einer anderen Nachbarin kommentieren das Schauspiel mit "Was geht denn hier für ein Film ab?!" und schauen auf das Huhn. "Unfaßbar" sagt die Besuchte noch. Ich entgegne der Hysterischen - sie solle mal ihren Ton mäßigen, denn sie habe es hier mit erwachsenen Menschen zu tun. Und wir lachen noch viel im Nachgang über diese Situation.

Ja - ich hatte sehr schlechte "Laune" an diesem Tag - um die Mittagszeit. Man hatte mir drei Tage zuvor eröffnet, daß ich doch nicht nach Hause gehen kann und daß man beim Röntgen nun zufällig noch einen weggebrochenen Wirbel entdeckt habe. Nach einer Woche. Eine Woche lang hieß es: Mobilisieren. Beckenbruch. Heilt konventionell, ohne OP. Sie können Dienstag nach Hause.
Dann hieß es plötzlich: Wirbel weggebrochen, Einsturzgefahr, absolute Bettruhe und OP.
Der Radiologe habe da noch was entdeckt .... und ich fragte mich, wieso das nicht gleich am Anfang jemand "entdeckt" hatte. Bettruhe - kam gar nicht in Frage nach dem ganzen Aufbautraining. Da wird mensch ja blöd in der Birne. 

An diesem Tag sollte die OP stattgefunden haben. "Sie stehen als erste auf der OP-Liste, für acht Uhr." sagten mir abends zuvor sowohl der Stationsarzt als auch die Anästhesistin.
Nichts passierte. Auf meine Nachfrage beim Pflegepersonal gegen 11 Uhr - passierte auch nichts. Zufällig dann lief mir auf dem Flur der Chirurg über den Weg, der mich operieren sollte, Highnoon war´s. "Nein, Frau Sati - das wird heute nichts mehr." sagt der mir. "Heute morgen hatten wir Ihre Klammer nicht da - jetzt ist sie da, aber wir kriegen sie nicht mehr in den Plan heute."

Das war Donnerstag vor einem langen Pfingstwochenende - und die Zeit wurde knapp. Wenn sie mich am Freitag wieder nicht drannehmen würden - hätte ich gute Tage verloren.
"Wir sind ein Notfallkrankenhaus" sagten sie. Wenn Notfälle reinkommen würden, könnte sich schon mal was verschieben.
Ich hatte schon Mittwoch dem Chefchirurgen mitgeteilt,daß ich mich ab sofort ebenfalls als Notfall betrachte. Was soll das sonst bitte sein - ein weggebrochener Wirbelkörper mit Einsturzgefahr des Rückgrats?

Nach dieser schlechten und nur zufällig erhaltenen Nachricht - war ich erst mal fertig. Warf wütend-ohnmächtig das OP-Hemdchen auf den Boden und setzte mich draußen ans Ende des langen Ganges - wollte ein wenig, so gut es im Tollhaus geht, für mich sein - schaute aus dem Fenster in den Park und heulte erst mal alles raus.
Eine Schwester kam und wollte mich "trösten". Ich wechselte schon von Verzweiflung zu Zorn. Sie empfahl mir - eine Beschwerde aufzusetzen. Sie hätten solche Formulare dafür und sie könne mir eines bringen. Dieses ginge an die Verwaltung und könne auch anonym ausgefüllt werden.
Sonst würde sich nichts ändern, fügte sie hinzu.

Inzwischen hatte sich die Verzweiflung schon in Wut gewandelz und ich sagte zu ihr: "Ihren Arbeitskampf müssen Sie schon selbst austragen". Daraufhin war sie beleidigt.

Später erzählte ich der formidablen Physiotherapeutin auf ihre erstaunte Nachfrage hin, was geschehen bzw. nicht geschehen sei. Und ich war immer noch wütend-verzweifelt wegen dem langen Pfingstwochenende. Sagte im Kaffeezimmer: "Ich könnte denen diese Krücken glatt in die Fresse hauen gerade." Und vor mir auf dem Tisch lag so ein Beschwerdeformular, auf dem ich Stichworte machte. Ich hatte beschlossen, eine solche nach meiner Entlassung aufzusetzen - aber ordentlich. Nicht auf so einem "Kummerkasten-Zettel". Diese Schwester hatte ja nicht ganz unrecht gehabt mit ihrem Tip. Wenn niemand etwas verlauten läßt - weiß auch niemand, was da so alles los ist im Tollhaus.

Abends war meine Wut schon etwas abgekühlt, mir blieb ja auch nichts Anderes. Hatte weiter geübt am Nachmittag. Und dann rappelte es im Zimmer mit dieser despektierlichen "Schwester". Nach ihrem Gekeife forderte ich sie auf - mit erwachsenen Menschen auch wie mit solchen zu sprechen. "Fräuleinchen" zu der alten Dame und dazu noch in solchem Ton - geht gar nicht. Nicht mal bei schlechter Tagesform.

Am nächsten Tag das gleiche Spiel. Warten auf eine OP. Nichts passiert. Ich laufe auf und ab wie ein Tiger. Gegen elf kommt ein Pfleger und sagt: "Frau Sati, um 14 Uhr sind sie dran". Ich bedanke mich bei ihm, daß er mir wenigstens eine Information gebracht hat und bete, daß es auch wirklich so kommt. Ansonsten würde ich nämlich noch Tage völlig sinnfrei dort zubringen und es würde mich wegen den Feiertagen eine gute Woche kosten an wertvoller Genesungszeit.

Diesmal klappt es - Hallelujah! Nein danke - ich brauche kein Beruhigungsmittelchen. Ich bin erstaunlich ruhig. Alles, was ich will, ist - daß es jetzt auch passiert.

Zum ersten Mal bin ich in so einer OP-Schleuse. Seltsames Ambiente. Frage mich, ob man das noch kühler, häßlicher und weniger einladend gestalten kann - und die letzte Liege noch schmaler und ungemütlicher? Die Dame dort bemüht sich, mich beim zweifachen Liegenwechsel zu bedecken, damit mich niemand nackig sieht. Mir ist das völlig wurscht und ich sage es ihr. Ihr wäre das unangenehm, meint sie, in solcher Situation. Ich habe gerade wirklich andere Prioritäten. Und gleich werde ich eh nackig operiert.

Die nette Schwester findet meine Vene nicht und verhaut den ersten Zugang. Einen zweiten wohl auch noch - sehe ich später an der blauen Hand. Ich hoffe, daß ist kein schechtes Omen.

Im OP-Saal, der sehr groß und taghell ist, schon freundlicher als die Vorzimmer, denke ich noch "Schöne Aussicht auf den Park" - und schon bin ich weg-anästhesiert.

"100 zu 1" sagte der Oberarzt, der mich operieren sollte im Vorgespräch auf meine Frage, ob das nicht früher mal kreuzgefährlich gewesen sei, so ein Eingriff - stehen die Chancen, daß es gut geht. Und lächelnd: "Wir machen sowas öfter." Angenehm ruhiger Mensch mit Lebenserfahrung - ist mein Eindruck. Trotzdem - ist die Prognose nicht ganz beruhigend und eher dünn. "Machen Sie das bitte höchstpersönlich - und lassen Sie bloß keinen Lehrling dadran" erbitte ich noch. Geht aber alles gut.

Im Aufwachraum kommt der nette Chefarzt und gibt mir freundlich lächelnd einen warmen Händedruck. Gutes Zeichen. Zur Mitarbeiterin sagt er den Zaubersatz: "Frau Sati ist voll belastbar und darf alles tun, was sie will."
  
Zurück im Zimmer ist mir noch etwa drei Stunden komisch und ein bischen schlecht, hält sich aber in Grenzen. Dann meldet sich die Blase.
Der Fresen vom Vorabend kommt und es rappelt wieder im Karton. "Nein - ich lege Ihnen jetzt keinen Katheder." Ich bin zwar auch zäh - aber jetzt kann ich wirklich noch nicht aufstehen.

Sie wiederholt sich in schrillem, lautem Tonfall "Nein - ich lege Ihnen jetzt keinen Katheder."
Ich sage: "Hören Sie mal zu - ich habe Sie verstanden - Sie wollen mir keinen Katheder legen. Und auch nicht mit mir diskutieren. Ich habe auch keine Lust, mit Ihnen zu diskutieren. Und vor allem habe ich keine Lust - mich von Ihnen auf solche Weise ansprechen zu lassen. Reden Sie also mit mir - wie mit einem erwachsenen Menschen."  und "Sie wissen sehr gut, daß ich sonst alles tue, was ich kann. Und jetzt - kann ich eben mal nicht. Was also soll jetzt geschehen?"

War wohl klar geung - sie wird handzahm. Hockt sich neben mich, so daß wir auf Augenhöhe weitersprechen können.
Ob ich schon mal einen Katheder bei vollem Bewußtsein gelegt bekommen hätte und wüßte, wie schmerzhaft das sei? - Ja - kürzlich in der Notaufnahme. War halb so wild.
Sie will trotzdem nicht, wegen der Entzündungsgefahr. Sie wird mir eine Pfanne bringen.

Bei der Gelegenheit klären wir auch nochmal das Gerappel vom Vorabend. Ich sage ihr, daß ich mich nicht als Projektionsfläche für ihre ureigene, schlechte Laune zur Verfügung stelle - und wir gehen die Situation nochmal kurz durch. Sie entschuldigt sich und wir vertragen uns wieder. Geht doch!
Und ist auch wichtig - sowas zu klären. Die meisten sagen nämlich nichts und schlucken alles runter.
Aber so ein sauber geklärter und derart aus der Welt geschaffter Streit mit freundlicher Versöhnung ist ein wohltuender Moment der Liebe und des Friedens

Die nächsten zwei Stunden liege ich dann auf so einer Bettpfanne rum. Unbequem - aber egal. Ich kann so nicht - sagt der Verstand. Irgendwann läuft der Körper dann doch über.
Das - mach ich nicht nochmal.
Beim nächsten Mal - setze ich mich schon auf so einen "Toilettenstuhl". Im Glauben, damit wäre es geschafft. Tatsächlich aber fährt die Nachtschwester mich mit dem Ding ins Badezimmer und läßt mich nochmal umsteigen. Und ich denke - das macht ja auch keinen Sinn. Dann kannst Du ja morgen früh auch zu Fuß gehen. Und so mach ich´s auch.

Solange man mich nicht unnötig reizt und erzürnt - bin ich übrigens eher pflegeleicht. Brauche auch nicht viel, bin ggf. genügsam.  Und tue lieber alles selbst, was geht - ist ja alles Training.

Manchmal dachte ich: Du könntest taktischer vorgehen. Mehr jammern und hilflos tun -  dann würdest Du schön betüdelt. Je selbstständiger der Mensch - desto mehr ranzen die einen an. "Machen Sie das doch selbst." hörte ich zum Beispiel auch mal. Und vom Fresen: "Frau Sati, räumen Sie mal ihren Tisch leer, damit ich das Tablett draufstellen kann." Fast schon, als wären sie sauer, daß man nicht ständig um Hilfe bittet. Und zu denen, die sich hilflos geben, sind sie ganz sanft und turnen gerne um diese herum.

Bei der nächsten Chefarztvisite setzt dieser sich mir gegenüber und sagt lächelnd: "Da waren sie die Letzte am Freitag." Ich nicke vielsagend - und er meint "Da hätt´  ich jetzt wohl sonst Ärger bekommen."  "Ja" - antworte ich - "da wären wir jetzt keine Freunde mehr".

Sie wären sehr zufrieden mit mir und dem Verlauf. "Ja - ich bin auch sehr zufrieden mit Ihnen und Ihrer guten Arbeit." Allerdings bin ich auch heilfroh, das Etablissement fünf Tage nach der OP wieder verlassen zu haben.   

Mittwoch, 3. Juni 2015

Weg damit ....

.... eben die Pflaster vom Rücken abgezogen.
Gucke erstmals, wo sie diesen Rücken mit dem Skalpell bearbeitet haben. Dort sind sie dann wohl mit ihrem Hightech-OP-Gerät hineingereist. Erstaunlich, diese Chirurgen.

Zuvor - endlich den Einstieg in die Badewanne zum Duschen gewagt und noch viel besser gemeistert vom Körper, als vermutet. Wie ein junges Reh quasi. Der Körper weiß ganz genau - wie er was macht - und wie weit er gehen kann.
Natürlich - Naturgesetz - fällt die Seife runter, und der Körper bückt sich einfach und hebt diese wieder auf. Es geht also weit mehr, als gedacht - und als ich "soll". Zum Glück habe ich sehr lange Arme.

Vieles ist auch eine Frage der Tagesform. Gestern hätte ich es nicht gewagt - weil ich müde war und der Kreislauf nicht besonders fit. Heute sieht´s schon wieder anders aus.

Für eine ganze Weile werde ich noch in diesem Genesungsversum weilen - und dies ein guter Lehrmeister für´s Leben.

Wenn ich dran denke - womit ich mich noch vor etwa drei Wochen mental beschäftigt habe und was mir alles so völlig selbstverständlich erschien, kann ich mich amüsieren. Und staunen darüber, wie relativ alles ist.

Mit meinem formidablen Körper bin ich im Gespräch mit folgendem Vorschlag: Wie wäre es - wenn es noch besser wird als vorher? Er ist grundsätzlich sehr einverstanden und wir arbeiten gut zusammen. 

Jeden Tag, wenn ich wieder "eingelaufen" bin nach dem Aufstehen - wundere und freue ich mich, daß ich keine Kreuzschmerzen habe, obwohl meine Haltungen eingeschränkt sind. Das Kreuz halte ich so ziemlich kerzengerade seit dem ersten Tag, an dem ich wieder loslaufen konnte. Muß auch - mit der Klammer.  Und mußte erst recht ohne, als noch "Einsturzgefahr" bestand..  Und das Becken  geschmeidig.

Neben der wohltuenden Körperhygiene eben - ist gerade "gesammelte Gedankenhygiene" angesagt im Geneseungsversum.

Dienstag, 2. Juni 2015

Schummeln im Tollhaus ....

... schon in der Notaufnahme, noch im aufblasbaren Ganzkörper-Gipskorsett, welches mir die Rettungssanitäter auf der Straße angelegt hatten. Der eine, der mich ansprach und mittels Fragen prüfte, ob ich ganz bei mir sei, war übrigens ganz bezaubernd - hielt mir sogar das Händchen und wünschte mir alles Gute zum Abschied. Schön, auf solche herzlichen Menschen zu treffen.

Der aufnehmende junge Arzt, der sich später als Stationsarzt auf der Unfallchirurgie wieder zeigte, fragte mich, ob ich Tetanus-geimpft sei. Ich sagte mal zügig "Ja." Wann das gewesen sei? Wüßte ich gerade nicht. Aber auf jeden Fall vor weniger als zehn Jahren, sagte ich unwahrheitsgetreu. Hatte keine Ambitionen, mich von denen impfen zu lassen.

Ob ich irgendwelche Allergien hätte? Ja - gegen Antibiotika. Stimmt auch nicht - aber ich wollte mal vorbeugen gegen das Zeugs namens "gegen das Leben". Gegen welche? Weiß ich nicht mehr - ist schon so lange her.

Manchmal muß mensch halt gut auf sich aufpassen .... und ich wunderte mich noch über eine diesmal zügige geistige Flexibilität - trotz der desolaten Situation.
Im OP dann die gleiche Frage nochmal vom Anästhesisten. Weder meine unwahrheitsgemäße Antwort: Gegen Antibiotika. Gegen welche? Weiß ich nicht mehr, zu lange her. Vorwurfsvolle Reaktion, das sollte ich aber wissen. Da haben sie mir wohl trotzdem eine Infusion mit dem Zeug gelegt - aber nur einmal. Und ich wollte nur sichergehen, daß die mich nicht anschließend noch mit dem Zeug vollpumpen.

In der Notaufnahme legten sie mir auch eine Infusion mit Schmerzmitteln. Dann brachten sie mich irgendwann auf die Station und zur Nachtruhe brachten sie wieder Schmerzmittel. Sati unbedarft-vorlaut: Brauch ich nicht - hab ja eben schon was bekommen. Und ich ließ die stehen. Sehr schräger Blick der Schwestern ....

Am nächsten Morgen war ich dann einsichtiger - und nahm das Zeugs gleich auf einmal, was mich völlig beduselte. Schon stand die Chefarztvisite im Zimmer - der sehr sympathische und sehr ausgeglichen wirkende Chefarzt - mit einem Rattenschwanz von etwa 10 Leuten - wie im Fernsehen.
Sie dachten kurz, ich hätte vielleicht auch einen Dachschaden mitbekommen - weil ich so benebelt  war von der gerade eingeworfenen Chemie.

Außerdem dachten sie, ich sei Alkoholikerin - schon in der Notaufnahme. Ich hatte nämlich ffünf leere Bierflaschen beim Unfall auf meinem Gepäckträger und war gerade auf dem Weg zum Supermarkt.
Diese Tasche trugen sie mir dann fleißig hinterher bis in die Notaufnahme. Jemand hatte sie mir extra noch vom Gepäckträger des sicher abgestellten Rades hintergetragen.  Und noch im Rettungswagen durfte ich mich einem Alkoholtest durch den aufnehmenden Polizisten unterziehen - im Ganzkörpergipskorsett.

Der Arzt in der Notaufnahme fragte mich dann noch, ob ich wohl Entzugserscheinungen bekommen würde. Wirklich eine abstruse Situation. Und die Tasche mit den fünf leeren Bierflaschen lag immer noch auf mir drauf.  Ich bat dann eine Schwester um Hilfe - erzählte ihr von dem "Running-Gag" und fragte sie, ob sie mir die Pfandflaschen bitte mal abnehmen könne. Tat sie. Wurde auch Zeit.

Ein anderer Stationsarzt erschien dann nochmal oben zum "vertraulichen Gespräch" wegen der Pfandflaschen - und ich erzählte ihm kurz die Geschichte. Danach war ich wohl rehabilitiert.           

Es geht weiter ...

.... die erste Nacht auf meinem Brettbett ohne eine halbe Schmerztablette.
Fein! Freue mich schon seit fünfe drüber.
Beim Aufstehen fühlt der Körper sich tonnenschwer an und Schmerzen sind auch da - aber solche, die auf Heilung deuten. Es gibt da viele unterschiedliche Qualitäten zu spüren.
Laufen lindert. Ganz langsame Schritte. Und spüren, spüren, spüren.
Der erste Reflex des Verstandes sagt: Jetzt kannste mal ne halbe Tablette nehmen.
Nachfrage an den Körper ergibt: Ne - laß das erst mal sein - ich kriege das so hin.
Und: Er ist der Chef im Haus.

Diese Schmerzmittel sind nicht zu unterschätzen. Ist wie ein Entzug. Gestern war ich auf eine runter - also zwei halbe über den Tag - und das ist ja schon mal was nach den üppigen Gaben im Tollhaus. Wo man mir täglich noch eine zusätzlich für den Magen gab - weil die Schmerzmittel die Magenschleimhaut schädigen.
Die bessere Variante scheint mir die, die der Körper eben praktiziert hat: Nach vielen vielen Jahren habe ich mich mal kurz übergeben. Feine Reinigung. Hat echt gut getan. Und hat viel mit "Loslassen" zu tun.

Kürzlich hörte ich ein erhellendes Gespräch über Magen-//Darmthemen  in Bezug auf die sogenannte "Neue Medizin" mit Andreas Baumeister - und merkte mir als Schlüsselwort: "Durchlassen."
"Kann ich etwas durchlassen - oder halte ich an etwas fest?" war die Frage. Sehr gute Frage.

Ich habe jetzt erst mal viel Zeit zum Genesen und Lernen - wie ich den Anwalt gestern verstanden habe, werde ich jetzt ein halbes Jahr "krankgeschrieben". Das ist aber kein gutes Wort für den Heilungsvorgang. Obacht mit Worten - sog I. Da liegt viel Schwingung drin. Habe also locker ein halbes Jahr Zeit jetzt - für mich und einen formidablen Regenerationsprozess. Nicht nur der Knochen.

Montag, 1. Juni 2015

Auf und ab ....

Gerade ist eine Art Wellenreiten angesagt.
Seit sieben Stunden habe ich keine Krücke mehr benutzt.
Der Anwalt kam auf Hausbesuch - und hat mir viel abgenommen.
Ein sehr sympathischer und äußerst vital und gut aussehender, klargeistiger Mann.
Er konnte alle meine Fragen gleich beantworten und ich habe ein gutes Gefühl dazu, daß er meine Angelegenheit vertritt. Hatte am Vormittag alle Hausuafgaben erledigt - und alle Unterlagen für ihn kopiert und sortiert.
Meine Nachfrage, über welche Summen wir denn hier überhaupt reden verlief ernüchternd. Hätte gedacht, daß Knochen mehr wert seien. Selbst, wenn er das Beste herausholt - und das hat er ja vor - ist es eher ein Witz im Vergleich zu den Blessuren.

Als er gerade weg ist, rücken die Baumschredderer der Stadt an - und jetzt fällen sie unsere einst so prächtigen Tannen vor der Tür. Letztes Jahr haben sie diese schon radikal gekürzt. Und nun waren einige elend braun geworden. Die Nachbarn vermuten, jemand habe den Boden vergiftet. Aber es heißt auch, daß Tannen sich noch bis zu sechs Jahren regenerieren können, und zwei waren schon fleissig dabei. Andere zwei haben es nicht geschafft.
Statt daß die nur die beiden absäbeln - säbeln sie gleich übermäßig. Und ich frage mich besser erst gar nicht, welcher Blödmann das gemeldet hat.
Das war´s dann also mit der wohltuenden Uneinsichtigkeit hier vor der Tür. Gleich ist der Blick frei - auf die Gärten hinter den Einfamilienhäusern

Ohne Blessuren wäre ich schon lange unten und hätte versucht, zu retten, was zu retten ist. Vermutlich erfolglos - denn sie haben ja ihre "Anweisungen".

Und die meisten Menschen haben ja "keine Zeit" - behaupten sie. Nicht mal die Zeit, die Tannen einfach in Ruhe wieder gesunden zu lassen. Einige hätten es geschafft, waren schon dabei mit frischen Trieben.

Als ich damals hierhin zog, hatte ich mich getäuscht. Es sah für mich so aus, als würde hier erst mal quasi alles so schön bleiben, wie es erschien. Mittlerweile haben sie mir meine freie Aussicht vom Salon auf die Wälder und in die Weite verbaut - das Nachbarhaus ein Stockwerk höher gebaut. Und jetzt säbeln sie unsere feinen, blickschützenden Tannen ab - mit großem Gelärme.

Wieder mal - bleibt nichts, wie es ist - und lacht Gott mich aus, wenn ich Pläne mache.
Der Plan war - nach dem Anwaltsbesuch auszuruhen.

"Spirituelles Olivenernten" ....

... lese ich gerade bei Luisa F. - uahaha.
Sie schreibt was über ein spirituelles Zentrum in Portugal - da findet das statt. Die Menschen, die sich für "spirituelles Olivenernten" melden, müssen dafür Geld bezahlen. Beim Bauern darf man mithelfen, ohne dafür zu bezahlen - schreibt sie auch noch.

Auf ähnlichen "spirituellen Unsinn" bin ich ja früher auch mal reingefallen. Also - "Spiritualität" in irgendwelchen Zentren, Kursen oder an speziellen Orten zu suchen.

Neulich vorm Krankenhaus fand ich sie im richtigen Leben, diese "Spiritualität". Oder von mir aus auch eine natürliche, menschliche "Weisheit" - bei meinen Mitmenschen.

Als ich für eine Weile bewegungsunfähig dort im Bette lag - fiel mir auch einiges zu praktischer "Spiritualität" ein. Meine Haare verfilzten und als ich sie endlich wieder kämmen konnte, zog ich mir ganze Büsche raus, die sich beim Rumliegen gebildet hatten. Mußte mich waschen lassen von den freundlichen Schwestern. Und dachte: In so einem "Krankenhaus" (der Begriff läßt mich fast erschaudern) gibt es jede Menge hilfreiche Handgriffe zu tun - für potentielle Freiwiliige - alles, wofür die Schwestern und Brüder meistens keine Zeit haben in dem Tollhaus-Betrieb.

Manchmal kommen sogenannte "grüne Engel" vorbei. Bieten ehrenamtlich Hilfe an.
Die, die ich traf, waren mir allerdings irgendwie zu "seelsorgerisch" orientiert - und weniger praktisch. Aber immerhin, sie sind hilfreich dort.

"Spirituelles Olvenernten" ist wirklich lustig. Hat sich gleich "eingebrannt" .... als Dauerwitz.

Vom Ziele setzen und Ausruhen ....

... am Wochenende wurde ich müde.
Nach der täglichen "Vollbeschäftigung" im Tollhaus und dem vielen eisernen Üben gab´s bei der Ankunft daheim auch noch Einiges zu tun und zu organisieren - und wollte weitergeübt werden.
Samstag dann merkte ich: Du willst mal ausruhen.
Gestern tat ich´s.
Vier Filme auf dem Sofa liegend angeschut - solche mit ohne Denken, seichten Gesxhichten und netten Landschaftsbildern. Zwischendurch selig weggeschlummert.
Schlaf ist auch gute Medizin, geht aber nicht so recht auf dem Brettbett. Immer für ein paar Stunden, bis der Rücken sich meldet. Seit drei Wochen die einzige Position, auf der es sich ruhen läßt. Also etwa in der Nachtmitte nochmal eine halbe Schmerztablette einwerfen und noch wenige Stunden schlafen. Bis fünfe ... dann ist es vorbei. Heute um vier.
Als Geschenk erfolgt jeweils ein geniales Morgenkonzert der Vögel.
Und nach dem "Strecken und Wiedereinlaufen" des Körpertieres geht´s wieder erheblich besser.

Für heute ist der Plan: Die Krücken weglassen, so gut es geht.
Es geht nämlich. Jedenfalls solange mensch nicht müde ist.
Und solange die Schmerzen nicht zu arg sind, denn dann versucht der Körper mittels Schieflage über diese hinwegzuhumpeln. Das alles muß also fein ausgewogen werden - damit der Körper in möglichst gerader Haltung übt. So habe ich auch eingesehen, daß es noch angebracht ist, bei Bedarf eine halbe Tablette einzuwerfen.

Denke, die Müdigkeit gestern war notwendig. Spannungsabfall, Schmerzmittelabsetzung und Entgiftung ... da darf mensch ruhig mal einfach und wohlig müde sein.
Habe meine "Durchhalteprogrammierung" beobachtet - und beschlossen, diese etwas zu entschärfen. Hier und da ein Nickerchen auf dem Sofa einzulegen.

Und ich beobachte - wie mensch sich an die Krücken klammert nach drei Wochen. Wie der Verstand denkt "Nimm sie mal lieber mit, zur Sicherheit." Manchmal vergesse ich sie einfach - "huch!" - und dann geht´s auch. Jedenfalls auf allen Wegen in der Wohnung.
Also steht an - das Mitschleppen der Krücken wieder so oft es geht sein zu lassen, bevor es zur schlechten Gewohnheit wird.
Auch das langsame Tempo gilt es langsam wieder zu vergessen. Es geht schon weit zügiger für eine Weile, als ich es im Tollhaus praktiziert habe. Langsam üben war wichtig, um aufrecht und gerade loszugehen. Ging auch nicht viel schneller.  Aber irgendwann ist da so ein Punkt - an dem mensch das alles auch mal wieder vergessen darf. Denn: Der Körper schafft schon weit mehr - als die Vorsicht verkündet. Gestern hab ich auch draußen mal "beschleunigt" - und siehe da, es lief bestens.

Alles in allem - stelle ich fest: Die entscheidenden Impulse kommen vom Geist. Ist dieser offen und von falschen Vorstellungen gelöst - geht mehr, als mensch denkt. Und dies beobachte ich gerade auf allen möglichen Ebenen.