Samstag, 2. Mai 2015

Frauen, Frisur und Frisör ....

.... im Wandel der Zeiten - dachte ich eben.

War mal Zeit - mir nach drei oder vier Monden jetzt mal wieder ein, zwei Zentimeter abzusäbeln vom "Freihaar" jenseits der Stirn. An diesem Bewuchs, der auf der Stirn herumhängt, schneide ich öfter rum - seit es mich nervt, das Gehaare womöglich im Sichtfeld zu haben.

Fühlt sich gut an - so frisch vom Frisör zu kommen. Mindestens ein Kilo weniger - gefühlt - am Kopf.
Allerdings nur gefühlt - denn tatsächlich habe ich eher feines Haar auf dem Haupte.

Wenn ich mich dunkel erinnere - was ich einst als junges Wesen alles mit meinen Haaren veranstaltet habe - alle Farben und Formen - so bin ich heute sehr in Frieden damit, dieses "Thema" schon lange ad acta gelegt zu haben.

Alles, was ich noch benötige, sind zwei Paar Scheren: Eine für den "Pony" - und die andere für´s Rasenmähen alle zwei, drei Monde. Diesmal waren es wohl eher vier.

Seit etwa zweieinhalb Dekaden - erledige ich das höchstpersönlich - und äußerst uneitel.
Das ist der Vorteil - wenn frau in sehr jungen Jahren - "frühpubertierend" -  schon sehr viel Unsinn durchlebt hat.

Wenn ich an meine Kindheit denke - sehe ich all die Damen aus dem Wohnviertel immer noch jeden Samstag - also:
Jeden Samstag! -
gemeinschaftlich ratschend und traschend in den Frisörsalons sitzend.
Unter gigantischen Trockenhauben - mit quälenden, zwickenden Wicklern - und im Nachgang noch geföhnt und mit stinkender Chemie zugeklebt.  Nein - sie waren nicht schöner für mich - aus kindlicher Sicht - wenn sie da raus kamen - im Gegenteil - aber: 
Sie haben es alle genossen.

Achja - und sie hätten ja auch seinerzeit - durchaus an einem anderen Tag dorthin gehen können.
War also ganz klar sowas - wie seinerzeit Jahrtausende später für unsereiner - der "Jugendtreff".

Ich weiß gar nicht mehr - wieso ich mich so gut dran erinnern kann - jedenfalls war ich öfter mal an solchem Samstag dort - schaute einfach mal unverbindlich rein - wenn auch meine Erzeugerin dort mit den anderen Damen weilte - kannte die ja auch fast alle - vermutlich aus Neugier, was die da ratschen - und um ggf. kurze Fragen zu stellen - und habe das ganze Geschehen jeweils aufmerksamst beobachtet.
Also für eine kurze  Weile - um dann doch  schnell wieder rauszulaufen und durchatmen zu können.

Bei meinem Erzeuger darf ich mich heute erstmals noch im Nachgang bedanken - nicht nur wie immer dafür, daß er vehement und erfolgreich abgewendet hatte, daß ich in eine Früh-(um-)erziehungsanstalt gegeben wurde = Kindergarten - sondern auch dafür, daß ich als Kind nie zu einem Frisör mußte - der hat mir immer höchstpersönlich die Haare geschnitten.

Also - quasi - von Zwillingssonne zu Zwillingssonne ... irgendwo - muß ein sehr tiefes Grundvertrauen da gewesen sein - sonst wäre ich ganz sicher abgehauen und hätte gebrüllt wie am Spieß. Hab ich aber nie - hab einfach vertrauensvoll stillgehalten.

Zwar war ich nicht immer ganz einverstanden mit seinem modischen Geschmack - immer wieder mußte ich dem Mann sagen: "Hey - den Pony nicht so kurz!" - aber heute bin ich doch immer wieder sehr erleichtert, daß er mich vor vielen scheinbar "ganz normalen" Folterbänken und - institutionen  auf einfachste Weise bewahrt hat.

Und jetzt - schneid´ ich nochmal den "Pony" nach - bischen kürzer ..... uahaha.

1 Kommentar:

Ich will............. hat gesagt…

na guck an! ich war am 30.04. zum "Rasenmähen", nach einem halben jahr. es gibt nur eine friseurin (die ich kenne) die meine vielen wirbel und komischen haare kennt.
eigentlich war ich böse auf sie und wollte nie wieder hin (was aber nichts mit dem frisieren zu tun hatte)
nun war ich wieder da und siehe: sie war auch wie gewandelt, fast demütig. bin sehr zufrieden mit dem schnitt. denn schneiden kann von 10en einer!
gefahren bin ich dafür bis nach maschen (an der autobahn!) irre, ich weiß.
hab es fein in deiner sonnigen katzengegend.
ich bin heute um 4:44 aus HH weg und habe fliegenden betreuerwechsel für die vierbeiner mit dem manne absolviert.