Freitag, 24. April 2015

Wilde Katze im Beet ...

... gestern bei der Gartenmeditation.

Die ist - einfach so lustig.
Und unerschrocken - hüpfte mir sogar in die große, lange Hacke - zwecks Spielens.
Außerdem hat sie ein rundum sehr freundliches Wesen.
Liebt Geselligkeit und Begegnung - jedenfalls mit denen, die ihr "bekannt" sind - ebenso, wie lange Alleingänge.

Mit unseren Katzen-Klingel-Versorgungssignalen - klappt´s noch nicht so ganz.
Gestern hat´s erstmals funktioniert - die Nachbarn trauen sich nicht, bei mir im Morgengrauen zu klingeln - obwohl ich schon sagte, daß ich eh mit den Vögeln wach werde.
Macht aber nichts - ich geh halt ggf. einfach mal gucken unten - wie heute - und dann kommt sie sowieso zügig angelaufen, wenn sie mal rein will für ein Fresschen oder ein Schläfchen auf dem Bett.
Sie ist klug.
Und - wie auch immer das funktionieren mag - sie scheint sehr genau zu wissen, wann ihre Leute nach Hause kommen - also vorab.

Für mich als Wurzel- und Heimatlose - eine echte Optimallösung, dieses temporäre Vergnügen mit der hübschen, lustigen und freundlichen Roten. Habe Tiere schon lange vermißt - jetzt gibt es eines hier, welches mein Herz erfreut - ohne, daß ich mich gleich für fünfzehn Jahre Dosen öffnen verpflichtet habe. Wobei - das würde ich schon auch gerne tun - aber nur, wenn das Tier raus kann - und das geht bei mir gerade nicht.

Die kleine, hübsche, freche Rote aus dem Parterre - blüht so sichtlich auf, seit es endlich raus kann - und ihrer natürlicheren Wege gehen kann. Draußen - läßt die sich auch sehr gerne kraulen und schmeißt sich sogar auf den Rücken - was lange nicht jede Katze tut. In der Wohnung könne man mit ihr kaum etwas anfangen - sagen die Dosenöffnner. Und dort - hätte sie sich auch nicht berühren lassen. Wie geschruben - ein kluges Ter, welches sich den not-wendigen Freigang hartnäckig erkämpft hat - gegen alle Ängste der Dosenöffner.
Wie so manches Menschenkind.

Irgendwann dann - hatte sie mir genug ins Gartenwerkzeug hineingespielt und mich zum Lachen gebracht - und zog erst mal für ein paar Stunden von dannen. Kurz, bevor einer der beiden Dosenöffner nach Hause kam - war sie wieder da - oder sichtbar.

Sati hat dann gestern wacker alleine den Garten bestellt - das einstige Minzebeet weiter von Minzewurzeldurchwebung und frischen Trieben gesäubert - und zwar möglichst immer alle tief  und lang wachsenden Wurzeln - vier von den "Kleinen" in einen schönen Topf gesetzt, wo sie prima in Maßen wuchern kann - und den Rasenmäher bedient - was im Prinzip eine leichte Übung wäre, wären da nicht zwanzig dreißig Meter Kabel dran, die immer wieder sortiert und aufgehoben werden müssen, damit sie nicht unters Messer kommen. So dauert ein an sich schlichter Vorgang etwa dreimal solange, wie nötig.  Und erfordert wirklich viel Geduld.
Demnächst haben wir einen Benziner hier - ohne Kabel- und dann kann ich da endlich einfach durchpowern ......

Nach etwa viereinhalb Stunden im Garten - und in der schon heißen Sonne - war ich einfach fertig.
Hatte keine Ahnung - wieso.  Hat ja sogar Freude gemacht - denn in der ganzen Zeit habe ich fast nichts "gedacht" - außer hier und da mal "Scheiß-Kabel....". Was mir erst hinterher auffiel - als das sinnfreie Denken wieder langsam einsetzte..

Morgen mach ich noch ein letztes Beet - ist beste Meditation - in Bewegung.
Und werde weiter die Himbeeren besprechen .... still. Damit sie so schön kommen, wie die Minze neulich ....
Die nun blühenden, sehr alten Obstbäume des alten Nachbarn bespreche ich immer morgens und abends vom Fenster aus - und freu mich schon wieder auf die Kirschen von Methusalem.
Und auf frische, saftige Haselnüsse - samt geduldigem Knacken - in der Herbstsonne.

Wo im vergangenen Jahr die Minze alles überwucherte - werde ich Feuerbohnen setzen, sobald kein Frost mehr kommt. Woran man das sehen kann? Am Baum oben im Bild - wenn der grünt -  kommt kein Frost mehr. 

Keine Kommentare: