Dienstag, 24. März 2015

Was mich heute am meisten freute ....

... und noch freut ist dies: Die rote Katze aus dem Parterre - hat sich endlich ihre Freiheit erkämpft. Etwa ein Jahr hat sie dafür benötigt - also war sie recht schnell. Sie ging solange die Tapeten hoch - bis die Menschen es nicht mehr ertragen haben. Und - daß sie rauswollte - hat sie eigentlich schon letztes Jahr als kleines Würmchen kundgetan.

Heute hörte ich gegen Mittag ein lautes Katzenmaunzen der verwunderlicheren Art. Hier maunzt sonst nichts weiter - obwohl es viele Streuner gibt. Es klang etwas "jämmerlich" - und so ging ich zügig runter, um nachzusehen, ob sich vielleicht ein Tierchen irgendwo verklemmt hat oder Ähnliches.

Als ich überall mal nachgesehen habe - auch im Umkreis - traf ich auf die Miezen-Fütterin und die erzählte mir, daß sie gestern endlich weich geworden sind und das nach Freilauf drängende Katzenwesen seit gestern nachmittag rauslassen.

Wenig später durfte ich der hübschen und wilden Roten dabei zusehen, wie sie auf dem Garagendach die neue Welt erkundete - von oben. Und eine Begegnung mit dem Schwarzen - auf Entfernung - durfte ich auch begutachten. Die verlief sehr unspektakulär, sie haben sich lediglich gesichtet.
Denke - da wird´s nicht allzuviel Ärger geben, denn sie ist ja eine Katze - und kein Kater. Eher noch - wird es Freundschaft oder Verliebtheit geben, der Schwarze hat eh schon oft ihre Nähe gesucht, als sie noch auf dem Balkon hinter Gittern weilte. Katzenkinder wird´s keine geben.

Übrigens - wo die meisten Menschen ihre Tierchen völlig unbedacht sterilisieren, kastrieren, impfen und chippen lassen: Kürzlich las ich erstmals davon - daß es da Ausweichmöglichkeiten gibt - und manche Tierhalter diese auch wahrnehmen - weil sie nicht zulassen wollen, daß ihre Tiere derart "verwurstet" werden - und später zwangsläufig krank durch Impfung und Chippen. Soweit - ganz am Rande.

In Zeiten - wo die "Welt" völlig auf dem Kopf steht - freue ich mich also gerne an scheinbaren Banalitäten. Und heute eben - über diese neue Freiheit, die die Rote sich heftig erkämpft hat im Laufe ihrer Monde. Sie wird sie geniessen - soviel war schon zu sehen heute.

Übrigens fühle ich mich quasi geehrt - ich bekam mal ein paar Katzen-Kopfküsse von ihr, als ich bei den Nachbarn unten war - und sie ließ sich streicheln. Die Frau, die täglich die Dosen öffnet, sagte noch: "Komisch - daß die sich überhaupt anfassen läßt." Sie haben eine Wilde erwischt - und gar keine Schmusekatze. Ach ja - Katzen sind auch telepathisch ....deshalb kam ich wohl zu der Ehre - ich hatte ihr von Anfang die Pfoten gedrückt.

Symbolisches Ereignis dazu - zur gleichen Zeit:
Ein anderer Nachbar hatte an diesem Tag ein paar Forellen geangelt - Verspeisung geradezu zeitgleich mit dem erstmaligen Herausgehen in die Welt - dieser roten Wilden.

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