Dienstag, 17. März 2015

Sinnieren über die "Dreiheit" ....

.... am Morgen ging´s schon los:
Tod und Geburt - machen das Dritte, welches sich Leben nennt.
Wer nicht bereit ist, an jedem Tag ein Stück zu sterben - der blockiert das Dritte - weil er schon das Zweite blockieren will: Neugeburt. Denke - das ist es, was einst auch ein Herr Goethe meinte mit dem "Stirb und werde".

Hier nochmal danke an den Srernenbruder - der mich neulich nochmal explizit auf die Dreiheit hinwies.
Und damit auf den Merkur - der einst so luftig in mein Menschenerscheinen nach Geburt hineingeflattert kam - um mich bis heute nichts als "gegeben" hinnehmen zu lassen. Jedenfalls nicht solange - bis mindestens Dreierlei statt nur Zweierlei betrachtet wurde. Meistens wird eher Neunerlei betrachtet. Wobei die Neun hier eher für unendlich viele Optionen steht.

Und nur seltenst - kommt ein Merkur-Mensch auf eine "echte Eins".
Aber wenn - dann gilt die.
Zweien - mag er eh nicht sonderlich - die teilen immer nur in enge und in der Regel verfeindete Lager.

So auch heute auf banalste Weise - bei der weiteren Frühjahrs-Gartenarbeit.
Zu dritt (aaaahhh - das ist schon mal gut!) - brachten wir ein Stück Grund in Ordnung, welches nicht wirklich zu diesem Haus hier gehört.

Aber die beiden sehr akuraten Damen - wünschten es ja so. Also - stieg ich gerne ins Gemeinschaftsprojekt ein, wir waren ja eh verabredet, und tat einfach nur - was zu tun war. Viel kräftigen, starken Efeu haben wir also rausgeholt aus dem Boden. Aus dem Grund - eines Nachbarn - der "eh nie was tut - und noch nie getan hat".

So - sprach de Zweiheit - und teilte es auch jedem mit, der des Weges kam: "Ist ja gar nicht meine Aufgabe hier - eigentlich müßte dies der Dings tun!"
Einer sagte sogar  öfter: "Ich würde das ja - gar nicht erst tun."
Derweil "kämpfte" Merkur mit sehr starken Efeuwurzeln - zu seiner Freude! - die eh in Windeseile nachkommen.

Heute also nochmal sehr moderate eineinhalb Stunden "Frühjahrspflege" -  in erstaunlich kraftvoller Sonne! - und ein feines, gut sichtbares  Ergebnis. Dann waren die Tonnen voll - auch die noch halbleere, die ich noch von woanders herzog. Morgen - geht´s nochmal weiter - wenn wieder Platz ist in der Biotonne.

Im Nachhinein - wunderte ich mich immer wieder über diese Hartnäckigkeit meiner "Kolleginnen" im Erzählen darüber - daß das ja eigentlich der Dings hätte machen müssen. Und der - hat das noch nie gemacht. Blablabla ..... und?

Ist doch alles weg - ist alles fein - und?
Warte doch mal drauf - bis alle machen - was sie angeblich machen sollen.
Bis es soweit ist - bist Du längst verstorben!
Und - nichts ist geschehen.

Übrigens - meine Idee war es ja gar nicht - die ebenfalls lange Zufahrt von der anderen Seite auch zu säubern und so an einen guten Start zu bringen - für´s Frühjahr.
Aber - wenn ich mich schon auf sowas einlasse, dann tue ich das einfach - und muß auch nichts sinnfrei aufrechnen - sondern sehe zu, daß ich Spaß dran habe an dem, was da geschieht. Und wie es anschließend ausschaut.

Gefühlte Tausende Mal hörte ich wieder was von "Unkraut" - welches mitnichten solches ist. Das, was da "Unkraut" genannt wurde - war feinste Vogelmiere. Ein Heilkraut also. Und ein Lebensmittel dazu - ein gutes Salatkraut. So sind se halt - die "Zweier".

Nur ab und an tat ich meine Freude über den kraftstrotzenden Efeu kund - den wir da beseitigten  - erst mal - für eine Weile ... hahaha. Der Efeu lacht drüber. Und kommt wieder. Hallelujah!
Einmal dachte ich noch laut und in Worten:
"Für mich ist das alles kein Unkraut - sondern Kraft.
Stell Dir nur mal vor - der Mensch würde für eine schlappe Weile nicht mehr eingreifen in die Natur - zack - hätten wir wieder einen Urwald! Und genau das - ist für mich ein sehr beruhigender Gedanke!"

Und - nein, ich erwarte nicht von meinen Mitmenschen, daß sie verstehen, was ich sagen möchte.
Tun sie ja auch nicht. Reicht aber - wenn ich weiß - was ich meine.

Seit ich - seit heute morgen bzw. schon gestern - über die luftige Merkur-Dreiheit sinniere ... fallen mir noch soviele andere Dinge dazu ein und auf.
Auch gestern schon - im Gespräch - spürte ich wieder, was das eigentlich Schwerste ist für´s Luftelement: Menschen mit scheinbar festen, fast einzementierten Vorstellungen - wie was zu sein hat.

Heute morgen dann - habe ich mich bei all diesen vielen "Zweien" bedankt.
Die mich immer wieder - an die Drei erinnern.

Kommentare:

mundanomaniac hat gesagt…

"Und - nein, ich erwarte nicht von meinen Mitmenschen, daß sie verstehen, was ich sagen möchte.
Tun sie ja auch nicht. Reicht aber - wenn ich weiß - was ich meine."

Das kannst Du einmeißeln, Sati.

Wahre Freiheit beim 3. Element

Bruder M

Ps: daher Venus = 2. Luft, "die offene Zweierbeziehung"

Ich will............. hat gesagt…

was verbirgt sich dahinter, wenn mensch meint, etwas machen zu müssen, was ihn laut eigener erkenntnis und aussage nichts angeht?
den anderen beurteilen/verurteilen, statt in ruhe zu lassen.
die eigene person aufzuwerten. warum? hat mensch zu wenig (selbst)wert?
ich muss zugeben, ich war direkt wütend als ich das las.
hat also viel mit mir zu tun.
was wollen deine mitmieterinnen? den nachbarn wegen faulheit an den pranger stellen?
ich bewundere deine ruhe.
und merke wie schnell ich aus selbiger zu bringen bin.
m.

Ich will............. hat gesagt…

siehste, drei sekunden später ist mir eingefallen, warum mich das aufregte.
das sind gaaaaaaanz typische gartenzwergallüren. und die habe ich am eigenen leibe durch die kleingartendirektnachbarn erfahren.
was natürlich nicht den inneren kern erklärt.

Sati hat gesagt…

@ MM: Ich werd´s mir merken - in Stein gemeißelt ist es zu schwer zum Mitnehmen.

@ M: Tja - so sind se eben. Gestern ging´s weiter, es gibt viel zu tun auf so einem recht großen Grundstück. Und ich staune immer wieder - wie fit die sind und wie gerne sie arbeiten. Ich hatte keine Lust gestern und schlechte Laune - tat nicht viel dazu.
Ruhig bleiben tue ich nur - weil ich mich entweder innerlich oder ggf. auch körperlich zurückziehe, wenn es mir reicht.
Das Schimpfen darüber, daß das, was sie taten, eigentlich jemand anders machen müßte, ging gestern weiter. Und im Grunde haben sie ja sogar recht damit. Aber recht haben - muß ja nicht Spaß machen.
Ich vermute, sie vermuten, jeder sollte so sein, wie sie es sich vorstellen. Und damit - haben sie mit mir schon eine große Herausforderung ins Haus bekommen.
Mein Kommentar war maximal "Jaja ... aber es ist ja nicht jeder so ordentlich, wie ihr.", wenn sie wieder über den Mann schimpften, den ich nicht mal kenne.
Was sie davon haben, weiß ich nicht.
Ich glaub - nix.

Sati hat gesagt…

Und: Alles muß eben sehr ordentlich sein in ihrer Welt. Das ist nicht verkehrt - nur manchmal sehr übertrieben und dann nervt´s ein wenig, weil ich "intellektuell" ein wenig unterfordert bin mit endlosen Gesprächen darüber, wie schön ordentlich doch jetzt alles ist.

Habe für mich entschieden - mir ein Stück von ihrer an sich guten Ordnung und Arbeitsfreude am Haus und im Garten abzuschauen - aber doch in der Mitte zu bleiben.

Als wieder mein Auto thematisiert wurde (ist sehr chaotisch) - wurde ich kurz harsch und meinte "Seit ich hier wohne - fängst Du immer wieder von meinem Auto an - laß ddas doch bitte mal sein. Es geht Dich nämlich gar nichts an."
Immer wieder fragt der Mann - was ich da alles drin habe ... und kriegt es nicht raus.

Im Grunde aber - sind sie alle sehr nett und habe ich es immer noch fein erwischt - jedenfalls seit einem Jahr, seitdem die neuen Nachbarn hier sind. Ich nehme die Intermezzi - als Herausforderung und Lernfeld für mich.
Montag gibt´s offizielle "Saison-Einweihung".
Ich werde einen köstlichen Kartoffelsalat beisteuern und einer fängt frische Forellen.
Gemütlich sind sie nämlich auch - wenn die Arbeit erst getan ist.

So - das war lang.
In Kurzfrom geht es so: Ich konzentriere mich auf die guten Aspekte. Und wenn´s mir zuviel wird - hau ich einfach ab.
Saludos, Sati