Samstag, 21. März 2015

Ich sinniere derzeit viel über Vorstellungen von "Arbeit" ....

... und die Strukturen von Arbeit.
Ein sehr weites Feld - eher ein Kosmos.
Was ich aber bereits ent-deckt habe:
Es ist mehr als erschreckend, was so alles für "Arbeit" gehalten und entlohnt wird. Was gar keine Arbeit ist - sondern Verwaltung eines mehr als maroden Systems.

Habe bereits beim Universum angemeldet - ggf. nur noch als Handwerkerin - im weiteren Sinne, Kunst und Musik gehören mit rein, aber zuvorderst die Bauern!  - kurz: Alles, was erhaltend, pflegend, liebevoll sorgsam ist, Freude und Früchte bringt - wiedergeboren werden zu wollen.

In den vergangenen Jahren in der Limousine hörte ich mich selbst oft sagen:
"Mein Eindruck ist dieser - 50 % der Menschen auf diesem Planten scheinen nur zu dem Zweck hier erschienen - um den anderen 50 % das Leben schwer zu machen." - wenn die Fahrgäste mir wieder mal von Abstrusitäten berichteten - die ihnen von ihren Mitmenschen im Rahmen einer scheinbaren "Arbeit" präsentiert wurden.

Und das Perverse ist: Sie werden dafür bezahlt. Und glauben selbst daran - daß sie einer Arbeit nachgehen. Seltsames Wort übrigens.
Also - die glauben, eine solche zu verrichten.

Mal ganz abgesehen davon, daß immer noch völlig un-hinterfragt bei der Mehrheit der Mitmenschen gilt: Wer keiner Lohnarbeit nachgeht (? - muß auch nochmal überdacht werden, das "nach-gehen" ....)  - ist nichts wert.
Und natürlich faul. Und vieles mehr .....

Vielleicht sollte ich ein "kompaktes Arbeiterdenkmal" zum Aufstellen für die Wohnzimmervitrine kreiieren und verkaufen. Das müßte doch einen reißenden Absatz finden - wo sich hierzulande doch fast jeder für einen arbeitenden Helden hält. Oder für einen unverzichtbaren "Leistungsträger".

Ja - es gibt viel zu sinnerien und sortieren zu dem Thema. Vor allem auch eigene Konditionierungen zu betrachten, überhaupt mal gut zu erkennen.  Vorher - kann mensch diese ja nicht auflösen bzw. ändern.

Soviel weiß ich aber schon jetzt: Wenn die Menschen eine andere Idee von Arbeit und Wertigkeit hätten - sähe es gleich ganz anders aus auf der Welt.

Kommentare:

Ich will............. hat gesagt…

ich habe mir folgendes angewöhnt:
werde ich gefragt, was ich mache, frage ich zurück, was damit (mit der frage) gemeint ist.
da sind die meisten schon gleich erstmal völlig überfordert, dass sich eine "blöd stellt".
wenn es dann heißt: naja, was arbeiten sie oder du?
dann ich: wenn sie (oder du) damit erwerbstätigkeit meinen, dann erkläre ich hiermit, dass ich nicht erwerbstätig bin.
arbeiten tue ich tagtäglich - wahrscheinlich mehr als so manch erwerbstätiger. genau WEIL ich ja das glück habe, NIX sinnloses oder bösartiges vom chef befohlenes machen zu müssen.
es ist mir schon als kleines buchhaltungslicht schwer gefallen, daran beteiligt gewesen zu sein, aktienkurse zu ermitteln.....zahlen hin und herzu schieben bis das ergebnis paßt, verkäufe mit anzuschieben, deren inhalt (produkte) in 80% der fälle verzichtbar waren, also für mutter erde und die normalen lohnsklaven sowieso
ein weites feld........

Sati hat gesagt…

Ich hab´s früher öfter mal so formuliert: "Ich arbeite viel - ich krieg nur kein Geld dafür."
Und gerne so: "Ich brauche keine Arbeit (-sbeschaffungsmaßnahme) - ich brauche nur Geld. Habe genug zu tun!"

Du bräuchtest übrigens nicht mal fragen - wie das gemeint ist. Könntest einfach sowas sagen wie:
"Ich bin Landschaftspflegerin" - bei dem, was Du da einpflanzen willst in diesem Jahr.

Woanders fragen die Menschen auch ganz anders. Dieses "Und - was machen Sie?" ist eine hiesige Unart als Erstfrage bei vielen Begegnungen.

Woanders fragen die Menschen: Wer bist Du? Was interessiert Dich? Was sind Deine Hobbies?
Jedenfalls früher war das mal so - ich bin ja schon lange nicht mehr gereist.