Donnerstag, 19. März 2015

Das war ja ein interessantes Spektakel gestern vormittag ...

... in Frankfurt.
Pünktlichst und diszipliniert tritt also um sechs Uhr die "Antifanten-Garde" auf den Plan, um angeblich Frankfurt in Brand zu setzen. Die Presse ist auch mit am Start - und sammelt fleißig die immergleichen Bilder.

Die Polizei ist wohl noch zu müde - obwohl zahlreich vor Ort - um die Brandstifter einzufangen und festzunehmen? Sie läuft ein bischen um diese herum und hinterher, aber irgendwie scheint kein rechtes Interesse daran vorhanden - diese bei ihren Verwüstungs-Aktionen ernstlich aufzuhalten.
Ach ja - später heißt es ja auch: Sie war mal wieder völlig überrascht, die Polizei. 

Eine Video Aufnahme erinnerte mich an die Fensterplätze, die manche Leut´ sich zu Karneval besorgen: Aus dem ersten Stock einer Wohnung heraus gefilmt und - huch, was für ein Zufall - genau vor den Fenstern dieser Wohnung gehen gleich vier Polizeifahrzeuge in Flammen auf - und laufen auch viele "Randalierer" durch die Linse. Das nenne ich mal Glück - für die Reporter! Aber auch alle anderen Nachrichter haben soviel Glück an diesem Morgen - sie sind alle ganz zufällig immer genau dort - wo wieder was in die Luft geht, geworfen oder in Brand gesetzt wird.

Von sechs Uhr morgens bis 12 Uhr mittags heißt es also auf allen Kanälen "Frankfurt brennt" oder "Bürgerkrieg" .... dann ist wohl Mittagspause für die Brandstifter und Gewalttätigen.

Die Nachmittagskundgebung auf dem Römerberg verläuft friedlich und ungestört, mit etwa 20.000 Menschen laut Veranstalter. Laut Polizei 17.000. Also auf jeden Fall - schon ein paar Besucher,
Und auch der anschließende Zug zur EZB - bleibt bis zum Schluß ruhig.
Ganz am Ende der Veranstaltung - wieder ein paar Böllerschüsse - aber kein Vergleich zu den wüsten Bildern vom Vormittag.

Ich hätte ja ein paar Fragen zu solchem Ablauf.  Eine Art "Traumtiming" für alle Medien. Morgens schon - alle Bilder im Kasten. Und zur besten zeit - wenn alle zur Arbeit gehen oder fahren und gleich das Neueste erfahren - vom "Bürgerkrieg in der Mainmetropole".

Den ganzen Tag können sich jetzt alle aufregen über die Gewalt vom Vormittag - die zweifelsohne völlig unangebracht und überflüssig war.

Aber - da stimmt was nicht. Mit den vielen Bildern und Videos. Ich schaute mir gestern -zigmale eine Sequenz an, wo ein Polizei-Mannschaftswagen angefackelt war und brannte - unterm Heck, wo der Tank angebracht ist und unter den Reifen, die sicher "unplattbar" sind - und drinnen sitzt ein Polizist und schnallt sich in aller Seelenruhe noch den Kinngurt von seinem Kampfhelm zu, während er aus dem geöffneten Seitenfenster schaut.

Ich wundere mich - denn ich hätte wohl eher mal die Schiebetür vom Transporter geöffnet und wäre zügig ausgestiegen aus dem brennenden Fahrzeug. Naja - jeder Jeck ist anders.

In den kommenden Tagen und Wochen werde ich sicher mehr hören - von den "Cracks", die solche Bilder inzwischen in Windeseile analysieren, auseinandernehmen, prüfen .... ich hab ja nicht mal eine Zeitlupenfunktion hier.

Einer war sehr schnell gestern mit einer "Kurzanalyse" - den verlinke ich mal an dieser Stelle. 
Bin sonst keine erklärte Freundin von seinen Beiträgen - aber gestern dachte ich: 
Sehr gut erkannt auf die Schnelle. Chapeau!

Auch einige Leserkommentare waren sehr aufmerksam - allerdings nur etwa eine Handvoll und vielen Hunderten. Zunächst.

Ich denke mal - alle, die hier immer noch von links, rechts, oben, unten etc. schwadronieren - haben noch nicht gesichtet, daß es immer sehr ähnliche Strickmuster gibt. Das gestern war eines.

Nicht nur - daß derart gleich etwa 20.000 firiedliche Teilnehmer einer berechtigten Demonstration verunglimpft werden konnten als "zu den Gewaltbereiten gehörend". Sondern auch - weil die meisten Menschen nur ihren aufgewühlten Emotionen nachgingen - wie es ja die gezeigten Bilder beabsichtigen.

Und darüber - über den ganzen, straff durchorganisierten Zinnober von sechse am Morgen bis zwölfe mittags - kam kaum noch eine kritische Stimme zu den feisten Typen im neuen 43. stöckigen Palast des Größenwahnsinns und deren tiefer, zynischer Verachtung der vielen Ameisen da unten auf den Straßen durch.

Es gibt noch mehr sehr interessante Aspekte zum gestrigen Tage - auch, was "offizielle Verlautbarungen" und "Bewertungen" betrifft - mit welcherlei verschiedenen Maßen in diesem Lande gemessen wird u.v.m. ... aber wie geschruben - davon werden wir schon noch eine Menge hören.

Für mich persönlich - war das gestern wieder so ein trauriger "Charlie-Tag".
Aktion erfolgreich und nach Plan gelungen - alle hysterisch emotionalisiert in immer noch tiefem "Medien-Bilderglauben".
Und - am eigentlichen Thema komplett vorbei.    

PS: Ich habe mich auch emotionalisieren lassen. Hatte den ganzen Tag ziemlich üble Laune - angesichts eines weiteren Schmierentheaters. 

1 Kommentar:

Ich will............. hat gesagt…

und bald haben wir die dann die weltpolizei, die solche veranstaltungen mit gewalt unterbindet.
aber vorher kommt das versammlungsverbot und der einsatz der bundeswehr im innern, gern mit microwellenkanonen.
ich habe gestern mal wieder einen schock im kleinen erfahren: nämlich, ein mir bekannter und eigentlich von mir geschätzter mensch, hat dem mann mehr oder weniger den vogel gezeigt, als dieser ihn auf den himmel hinwies, also auf die brühe da oben, die menschengemachte.
ich werde ihm nun einen brief schreiben.
ja, so mühsam ist das. und deshalb kommen sie ja auch durch mit all ihren verbrechen und lügen.
m. ist auch oft im zustand innerer hilflosigkeit ob solcher ignoranz