Donnerstag, 19. Februar 2015

Etwas aus falsch verstandener Liebe tragen ....

... "für Andere" - bzw. von diesen zu übernehmen - oder übernehmen zu wollen, weil man denkt, man sei ja stark genug - wie ein Lastenesel durchs Leben zu trotten .... diesen Fehler hae ich schon oft gemacht. Und es sogar manches Mal gewußt in den Momenten, wo ich´s "übernommen" habe.

Habe auch auf Vieles verzichtet dafür einst (Danke !!! für den erhellenden Pluto-Hinweis neulich an den Sternenbruder) - weil´s mir nichts ausgemacht hat. Oder auszumachen schien. Ich war ja auch jung und stark einst, hatte tatsächlich recht breite Schultern, auf die einiges draufpaßte.
Und ein starkes Kreuz dazu.
Ja - so war das also mal bei mir.
Wie Atlas quasi .... kleiner Scherz.

Auch in zehn Jahren des weitgehend sinnfreien Herumschauffierens in einer Stadt, die mir immer absurder geworden ist - habe ich allzu oft den Fremden erlaubt, ihr Zeug bei mir abzuladen. Ich war ja immer noch jung und stark - am Anfang jedenfalls und auch noch für einige Jahre.

Jetzt - hat sich das etwas verändert.
Das Kreuz war sinnfrei "durchgesessen" - sonst hätte mich ja niemals eine Hägse treffen können mit ihrem lachendem Pfeil. Und auch andere Malesten meldeten lange: Es reicht.

Nur der konditionierte Verstand sagte weiterhin: Es geht schon noch.
Guck mal - die Anderen - dagegen bist Du doch noch ein junger Spund.

Wirklich - es gibt solche Menschen, die sollten eigentlich schon sehr lange nicht mehr sowas tun. 
Ihre Körper sind bereits sehr schiefgesessen, die Beine verschieden lang und geformt. Wenn sie ein paar Schritte gehen - schleppen sie sich eher vorwärts - und ich kann die Schmerzen quasi sehen.

Neulich sah ich nochmal diese seltsame Frau - die ich immer nur am Flughafen sah - die kaum rein und wieder rauskommt aus der Blechkiste. X-Beine, die mensch sich kaum vorstellen kann, wenn er sie nicht gesehen hat. Und ein Gesicht - wie ein Butt. Sie ist auch so freundlich, wie ein Butt. Einmal vor Jahren fragte ich sie was - und beschloß, sie nie wieder anzusprechen. Ich habe sie auch noch nie mit jemand Anderem sprechen sehen. Neulich - grüßte mich der Butt plötzlich nickend, als sie mit der Blechkiste neben mir stand  - und ich erschrak mich fast über soviel nicht-erwartete Freundlichkeit - soweit ein Butt freundlich sein kann.

Also - ich habe viel zu oft zugelassen im Leben - daß Andere mir ihr Zeugs aufbuckeln können.
Selbst hier im Hause - habe ich eineinhalb Höllenjahre erlebt, nachdem ich ankam - und bekam eine uralte, feindliche Geschichte "mitaufgebuckelt" - mit der ich gar nichts zu tun hatte.
Außer meiner einstigen Gewohnheit - als Lastenesel zu funktionieren.

Jetzt - ist es mal gut damit.
Habe ein paar klare Ansagen bekommen - vom Leben.
Und streife mir über die Schultern - da kommt nichts mehr drauf, was nicht draufgehört.

Heute - lauschte ich einem, der viel Interessantes dazu zu erzählen hat - aus Erfahrung.
Zuvorderst merkte ich mir diese gute Medizin:

Eigenes zurück.
Fremdes raus.
Resonanzen klären.

Und erstmals kam mir sehr klar in den Sinn - daß ich auch viel zuviel mitgetragen habe für einen Menschen, für den ich es gar nicht wollte. Und die mich dann auch noch übelst verfluchte vor wenigen Jahren.
Nur beim Lauschen - löste sich da vieles.
Was ich zwar oft und lange geahnt habe - aber nicht so klar gesehen hatte.

Eigenes zurückholen - ist der schönste Teil der Übung gerade.
Fremdes rauswerfen - zurückschicken an die Absender - habe ich schon öfter praktiziert.
Auch Verstrickungen lösen. In der Zeit "Festgehaltenes", Weitergegebenes.

Aber das Eigene zurückzuholen - habe ich oft vergessen.
Und weil das so war - hat es eben das Leben für mich erledigt.
Und ist dabei - mal wieder gründlich aufzuräumen.

Keine Kommentare: