Mittwoch, 4. Februar 2015

Der weiße Bon ....

... heute morgen reichte ich ihn rüber - an alle, die mir jetzt über ein halbes Jahrhundert Schuld und Schulden auferlegen wollten. Die saßen alle mit im Raum, um die große alte Rechenmaschine herum, auf der ich die Fakten eintippte. Mit großen Rechnungszetteln winkend und herumfuchtelnd. Manche auch einfach sinnfreie "Angebote" penetrant wiederholend.

Ich ließ also all das Gelärme in Zahlen durch die alte, große Rechenmaschine rattern - ratter ratter - ich mag das Geräusch, besonders beim Summenziehen - und zack, da war es, das Ergebnis:
Nix. Ein weißer Zettel. Alles blank.
Diesen reichte ich wortlos rüber.
Was soviel hieß wie: Laßt mich endlich in Frieden - Ihr Geier!

Über die Einzelheiten dieses Procederes - läßt sich eine treffliche Geschichte in Buchform schreiben.
Titel natürlich: "Die Abrechnung" - was sonst.
Und eine Geschichte, die (fast?) jeder Mensch selbst erlebt hat in seinem Leben:
Wie ihm von klein auf alles Mögliche untergejubelt werden sollte - was er nie gebraucht hat und auch nie wirklich wollte.
Von auschließlich eigenblutleeren Vampiren.
Denen der Zahltag ein rechter Graus ist - denn an diesem stellt sich heraus:
Sie haben nichts verdient.

Dabei könnten sie sogar noch froh sein - daß sie keine Rechnung von meiner Seite präsentiert bekommen - sondern nur ein "Pari" - einen weißen Schnipsel aus der großen, alten, ratternden Rechenmaschine.
Tatsächlich nämlich - hätten sie ihrerseits eine saftige Rechnung von mir erhalten sollen.

Aber von Vampiren trennt mensch sich lieber gänzlich - die zahlen eh nicht zurück.
Und wenn - nur wieder auf Kosten Anderer,

Es gibt vielleicht nur eine "Schuld" im Leben, die zu erbringen sich wirklich lohnt - eine "Bringschuld" also: Sich an diesem zu erfreuen, so gut es geht.

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