Montag, 11. August 2014

Mit ein bischen Abstand vom "Eigenen" ....

.... jedenfalls, wenn man es zuvor allzu lange immer aus dem gleichen Blickwinkel betrachtet hatte - sieht es doch ganz in Ordnung aus.

Noch im Paradiese weilend - hatte ich es quasi völlig vergessen - und mußte es mir willentlich ins Gedächtnis zurückrufen, als ich mal kurz dran dachte. So geht´s mir oft, wenn ich woanders bin - ich "vergesse" einfach - wo ich gerade wohl eigentlich "hause".  Und brauche eine kurze Weile - um mir die Bilder zurückzurufen.

Als ich also gestern abend zurückkam in meine Himmelshütte - erschien mir diese erstaunlich aufgeräumt und groß. Groß - mit genügend "Leerraum" inzwischen. Will heißen - das Aussortieren fruchtet doch - langsam und allmählich.

So ein paar Tage mit räumlichem und zeitlichem Abstand - ließen mich gestern abend nach einer langen Autofahrt quasi nochmal "neu" in mein Himmelsgeschoß zurückkommen. Schon beim Reinkommen - wußte ich wieder, was mir einst bei meinem Erstbesuch sofort zusagte hier oben.

Die hübsche "Herzküche" beim Reinkommen -  und zwei große Salons. Einer davon - zum Schlafen.  Nunmehr gut geräumt von immer noch zuviel Bücher-Ballast einst .... kam er mir gleich noch größer vor.

Staunte - über die vielen vielen bunten Steine ..... die vorerst immer noch bei mir bleiben. Nicht etwa als Ballast - sie sind ja größtenteils klein - sondern als "Botschafter" - aus Mutter Erde quasi.  Geschichten erzählend. Ruhe und ein Stück sehr lange Weile ausstrahlend. Stoische Unerschütterlichkeit - vom täglichen Weltengelärme.

Alles in Allem - eine schon recht sanfte Landung nach einer Rückkehr - aus dem eigentlichen Paradiese.
Erheblich sanfter als einst - wo ich in eine verrückte und allzu hektische Kolonie zurückkehrte von Reisen.
Den Göttern sei Dank - durfte ich jetzt wenigstens im Vorland anlanden.

Auch hier - ringsum alles umgeben von Wäldern und Bäumen - von weitem Himmel.
Wenn auch - alles weit mehr "erschlossen" durch ruhelosen Menschengeist - und die Menschendichte ist ja die dichteste überhaupt im ganzen Lande. Was aber - in der kleinen Siedlung und in diesem Hause mit der langen Zufahrt - glücklicherweise nicht allzusehr auffällt.

Das Paradies und die Füße immer gleich auf dem Boden - haben meine Batterie aufgeladen. Trotz neun Stunden anstrengender Autofahrt gestern und obwohl ich hundemüde war - war ich schon wieder hellwach und gut erholt vor  sechse. Wunderte mich nur - daß es noch dämmerte. Oder andersrum: Das es noch nicht hell war.

Es herbstelt hier. Spürbar und sichtbar.

Habe mal wieder  "gemerkt":
"Wurzellosigkeit" - also sowas wie "Luftwurzeln" - ist kein Fehler. Immerhin - kann mensch sich mühelos auch ganz woanders - mehr als wohlfühlen. Also immer gerade dort - wo mensch gerade ist.

Wurzeln schlagen - ist was für Bäume.
Und der Mensch war die meiste Zeit - ein Wanderer.

Manchmal - denke ich: Ich würde auch gerne mal ankommen (???).
Aber nur - wenn ich weiß - ich muß keinesfalls bleiben.

Hier - werde ich auch nicht bleiben.
Das liegt nicht in meinen Genen .....
wie bei Anderen - die 40 Jahre in der gleichen Wohnung leben.
Aber:
Es war eine recht sanfte Rückkehr am Abend -
und eine Erinnerung - daß ich es hier schon mal
gut angetroffen habe.
Kann also - immer besser werden.                                                   

Mein liebster Spruch noch -
mit einem Lachen:

"Die beste "Rache" ist:
Ein gutes Leben!"

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