Montag, 11. August 2014

Eine Reise ins Paradies ......

... füllt die Seele mit Freude und Lachen - schon allein darüber, daß es sowas Schönes noch gibt auf diesem Planeten - und in diesem Lande. Für einige ausgedehnte Tage dort weilen und staunen zu können - ist ein Segen.

Staunen durfte ich -  über die "künstliche Welt", in der ich immer noch allzu oft verweile. Die künstliche Menschenwelt, der die Seele fehlt - zuvorderst in den großen Städten. 

Nichts weiter braucht ein Mensch (wie ich) - als viel gesunde Natur um sich herum und Tiere. Früh aufstehen und dem Konzert der Vögel lauschen, die den neuen Tag besingen. Einen Garten, zu dem mensch die Türe öffnen kann - und der einen aus dem Haus herauslockt mit nackten Füßen, ringsum und in den Himmel schauen und staunen läßt - wo man eigentlich solange war. Ab und an auch die Begegnung mit Menschenseelen - zwei Augen, die einen spiegeln. Aber - nicht durchgängig. Und vor allem: Nicht zuviele davon. Damit man selbst nicht zuviel Unsinn redet ... das ist ja das Schöne an den Tieren: Sie machen nicht viele Worte.

In einem kleinen Dorf oder gar außerhalb auf einem "Einsiedlerhof" - fernab des hektischen Verkehrs, wo die Autos an jedem Tage mühelos gezählt werden können, die vorbeikommen, selbst in der Touristen-Hochsaison.

In einem kleinen Dorf, in dem mensch die Häuser schnell durchgezählt hat. Und in fast jedem wohnt auch ein Hund, der die Bewohner auf Trab hält. Manchmal auch ein kleines Rudel. Sobald sich etwas auf der kleinen Dorfstraße bewegt - beginnen die Hunde zu bellen und erzählen sich, was da los ist. Und schon hört man die Menschenstimmen, die ihre Hunde beschwichtigen, manchmal mit so herzlichen Worten wie "Jetzt halt endlich wieder die Schnauze."

Eigentlich - passiert gar nichts weiter - und doch ist eine Menge los im Dorf.
Wie üerall in der Menschenwelt - gibt es auch Tragödien - und natürlich Komödien.
Die ganze Palette halt - wie in einer Großstadt.
Nur ganz anders.

Die Tage lassen sich mühelos unspektakulär verbringen. Nichts "Besonderes" oder "Außergewöhnliches" braucht es hier - die "einfachen Dinge des Lebens" füllen die Tage - diese "einfachen Lebensdinge", die ausschließlich zu leben in unseren verrückten und aufgeregten Zeiten purer Luxus sind.

Keinen mobilen Netzanschluß - gibt es auch. Ja, wo gibt´s denn sowas noch?!
Genau - in dem kleinen Dorf, welches die Seele wieder an das Wesentliche erinnert.
Mitten in üppigen Wäldern und unzähligen Seen gelegen.
Ein Paradies für Menschen und Tiere - wenn die Menschen mitspielen.

Ein paar wenige Tage in einem der letzten verbliebenen Paradiese dieses schönen Landes - sind ein trefflicher Spiegel für alles, was ein mensch nicht wirklich braucht.

Die gute Fee, die dort lebt und mich einlud - was mein Glück war! - macht es goldrichtig.
Am noch frischen, unschuldigen Morgen, wenn fast alle noch schlafen, geht sie zu einem  Zaubersee und nimmt ein Bad. Der glückliche Hund begleitet sie freudig und pest jagend und hakenschlagend durch den Wald, die Freiheit hier genießend - bis er vielleicht mal ein wenig erschöpft ist. Auf dem Rückweg sammeln sie frische köstlichste Pilze in einen Beutel, wenn solche sich zeigen. Der weitere Tag gestaltet sich mit den "scheinbar alltäglichen Dingen" - also Putzen, Kochen, Gartenarbeit .... und jetzt gerade Ernte. Noch ein Ausflug in den Wald im Laufe des Tages - oder zwei? - und schon ist wieder Abend. Vielleicht kam auch mal kurz ein Menschenbesuch vorbei am Tage - oder ein paar Hunde und Katzen. Das war´s  dann ..... und das war gut so! Besser geht´s gar nicht.

Glücklich, wer das begriffen hat.
Ich bin auf einem guten Wege - und lange brauche ich nicht dafür.
Nach einer langen Autofahrt - schon über viele Dörfer und durch üppige Wälder - habe ich etwa einen halben Tag gebraucht, um mich zu erinnern.
Oder so: Erinnert habe ich mich sofort. Nur - als teil-degenerierte = immer noch "Teilzeit-Halbstädterin", die gerade mal den Absprung ins Vorland geschafft hat - den Göttern sei Dank! - war es ein kurzer "Kulturschock" .... wobei die Kultur hier klar im "einfachen Leben" liegt. Ein paar Stunden brauchte es - um den "Schalter" umzulegen - auf Paradies. Ein paar wenige Stunden ...

Ganz herzlichen Dank also noch einmal an die gute Fee und ihre pelzigen Gefährten - für sinnerfüllte (einfach: Mit allen Sinnen wahrnehmen .... nix weiter) gute Stunden - für beste Seelennahrung - und nicht zuletzt für köstlich zubereitete Speisen.
 
Einen schönen Sinnspruch fand ich in der Mühle am See - den ich Euch widmen möchte - und mir selbst - für eine gute Gegenwart und Zukünftiges - kommt als Extra-Post ....

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