Samstag, 31. August 2013

Das einzig Vernünftige, was ein Mensch mit einer Wahl- ...

...-benachrichtigung  -"Erlaubnis" machen kann, die ihm lediglich alle vier Jahre zugestanden wird, nachdem zuvor mittels absurder und verlogener Wahlpropanga-Versprechen die normale Intelligenz beleidigt wurde  - ist, sie direkt in den Papierkorb zu werfen. Das spart viel unnötig verschwendete Energie.

Hier zwei erhellende Beiträge in Sachen "Politik" bzw. "Geostrategie" (Synonym für Gier und Übermachtsstreben ...):

Willy Wimmer - CDU-Mensch - wird mir immer teurer in seiner schonungslosen Offenheit.
Hier seine klaren Worte zu der Syrien-Posse. Und zum "Geschäftsmodell Krieg" - wie recht er damit hat.

Und: Andreas von Bülow zu False-Flag-Aktionen und dem nach seinen Worten vom CIA geschaffenen Totschläger-Begriff "Verschwörungstheoretiker" (interessante Zusammensetzung von gleich zwei schwerwiegenden Diffamierungen).
Dieser Mann - wird wohl sehr gut wissen, wovon er redet. Ich werde ihm gerne noch weiter lauschen - in anderen Interviews.

Nein - es gibt niemanden, der meine Weltsicht und "politschen Wünsche" vertritt -
niemanden, der ein "Programm" anbietet, was mir auch nur entfernt nahekommt.
Und das Wählen eines sogenannten "kleineren Übels" - bleibt ein Übel.
Seit vielen Jahren schon - gebe ich keinem Übel mehr meine Stimme.
 
Fast unerträglich sind diesmal für mich diese sinnlosen Plakate, die die komplette Umwelt verschandeln. Habe diesmal täglich das Gefühl, ich würde durch eine große Müllkippe fahren mit der Limousine.
Jeden Tag denke ich nur "They Live" - wenn ich diesen Dreck sehe und die flachen Parolen lese, ohne es zu wollen - so ist es eben, wenn mensch lesen gelernt hat. Frage mich oft, wie wohl "Analphabeten" ihre Welt wahrnehmen.

Diese hohlen Parolen sind nicht nur eine Beleidigung für jedes halbwegs intellektbegabte Wesen - sondern sie rauben auch viel gute Energie in ihrer kaum zu überbietenden Stumpfheit. Gehirnwäsche mit dem Holzhammer - durch unvermeidliche Wiederholungs-Sichtung.

Gestern fuhr ich eine Dame, die noch "unentschieden" ist, was sie wählen will. Aber wählen - wird sie in jedem Fall. Eine weitere Gehirnwäsche, die immer noch greift bei Vielen - die glauben, die Kreuzchen würden irgendetwas ändern an der bereits geschriebenen Agenda - nach der "Wahl".
Ich fragte sie direkt - nachdem ich ihr berichtet hatte, was ich mit meiner "Wahlerlaubnis" gemacht hatte: Ich könne bis heute nicht verstehen, wie jemand, der sagt, er würde auf jeden Fall wählen gehen, Nichtwählen sei für ihn/sie keine Option - wie jemand dann sagen könne, er wisse noch nicht, wen und was er wählen wird?
Fügte hinzu - daß, wenn ich noch meine Stimme abgeben würde an Andere, ich ganz sicher und zweifelsfrei wüßte, was ich wähle und was mir persönlich am nächsten liegen würde.
Die "Wechselwähler" - habe ich noch nie verstanden.
Und auch ihre offene Antwort - verstehe ich nicht wirklich.

Die sind lustig - die noch glauben, eine "Wahl" würde etwas bewirken.
Ich meine - das Ergebnis steht eh fest - und es ist völlig wurscht, welche Farbenspiele rauskommen.
Nach der "Wahl" wird sich zeigen, was tatsächlich auf dem Programm steht.
Und dieses - wird bestimmt nicht von "Parteien" oder "Vorzeige-Politikern" geschrieben.

Ich genieße also noch ein paar "ruhige Tage" vor dieser Posse am 22.09. - danach wird es wohl eher rund gehen mit Bail-In alá Zypern und anderen "Überraschungen".

Übrigens: Eine bislang sehr positive Überraschung für mich - daß einige der üblichen Kriegstreiber sich bis dato gegen einen Angriff auf Syrien gestellt haben. Ein Quäntchen Hoffnung bleibt also - immer -  daß wir etwas dazulernen aus der Vergangenheit.
Und seitdem bei Saddam Hussein einst keine einzige Massenvernichtungswaffe gefunden werden konnte - wissen viele von uns - Gott sei Dank - was von angeblichen Beweisen der "amerikanischen Freunde" zu halten ist.
Der Mensch vergißt viel und schnell - aber diese Nummer vor knapp zehn Jahren haben sich viele viele Menschen auf dem Planeten gut gemerkt! Danke dafür .... und meine besten Wünsche für alle Syrer und noch weit mehr Menschen, die aus geostrategischen Gründen angegriffen werden sollen.  Möge das "kollektive Bewußtsein" - in Zukunft noch mehr Frieden - aus Einsicht - bewahren. Es sind nur Wenige im Verhältnis zum Ganzen, die ein monetäres Interesse am Krieg haben - und immer hatten.

Wer hat wohl die Bibel geschrieben ....

.... schaue mir einen Beitrag mit dem Titel "Ägypten, Syrien und Iran in Ihrer Bibel" - gefunden auf terraherz.at - an und lausche den vom Pfarrer/Pastor (?... egal) zitierten Bibel-Passagen, die dieser herausgesucht hat. Altes Testament und zorniger Gott .... allemale erstaunlich, was der Mann da zitiert. Quasi Vorausblicke aus der Bibel zu den aktuellen Geschehnissen.

Nun - ich glaube zwar nicht an diesen "christlichen" und auch an sonst keinen Gott der menschengemachten Religionen - aber ich fragte mich beim Zuhören, wer wohl genau diese Bibel geschrieben haben mag - und mit welcher Motivation, Absicht? Und wie kann es sein - daß da einiges sehr "treffsicher" zu sein scheint, obwohl das Buch doch schon so alt ist? Antworten habe ich keine - aber Staunen ist ja erlaubt.

Ob solche "Wahrheiten" eintreffen - weil ein Buch über viele lange Jahre hinweg immer wieder gelesen wird und von Vielen für wahr gehalten wird? Selbsterfüllende Prophezeihung? Wer weiß .... 

Wäre jedenfalls wirklich mal interessant, zu wissen, von wem die "religiösen Werke" genau niedergeschrieben wurden. Gott - war es sicher nicht.

Samstag, 24. August 2013

"Gamescom-Hierarchy" ....

... wieder mal -  abgefahren.
Also zweideutig - abgefahren an sich - und auch mit der Limousine.

Ein virtueller Markt - mit Umsätzen in schwindelerregenden Dimensionen.

Mein "Lieblingstag" - der Dienstag, Mars ... die ganzen Business-Typen haben sich in Lokalitäten eingemietet - für Pressekonferenzen und "wichtige Luftblasen". Ich fahre mal ganz entspannt einen feinen Salär ein. Und beobachte das virtuelle Geschehen ... um einen Markt - der nichts wirklich "Greifbares" zu bieten hat, aber viele Illusionen, Träume und scheinbare "Abenteuer" - was monetär mit gigantischen Umsätzen einher geht.

Bekomme einen Auftrag bei der Pressekonferenz - auf dem Display steht - ich solle den Chief von Irgendwas abholen .... vier junge Typen in sehr gut sitzenden Anzügen fallen mir in die Limousine. Ich würde wetten - daß die alle bis oben hin voll auf Koks sind.
Sind ganz nett soweit, relativ entspannt ....  dann vernehme ich ihre "Sorgen":
Der Wein war nicht gut im Restaurant am Vorabend.
Ich wundere mich noch - seit wann die Amis eigentlich eine "Wein-Neurose" pflegen....
Und überhaupt  - wissen diese Suit-Träger nicht - warum sie am Abend von ihrem Boss in so ein Restaurant der niedrigen Kategorie ausgeführt worden seien?
"Inferior" - heißt das.
Unter ihrer Würde - und ihrer Sau.
Wo gehen wir denn heute abend hin?
Zu "Dingens" -  wieder italienisch - sehr schräg und nicht-melodisch ausgesprochen von diesen Amis, weich- bis hartgekaut wie Kaugummi und weit entfernt von Musik .... aber das sei angeblich das beste in der Stadt.

Ich - sag nix - auch, wenn ich vielleicht das Beste kenne ..... rede nur mit Menschen!

Der im Display mit seinen "Titeln" anvisierte Platzhirsch (CEO of irgendwas ......) dieser vier testoronüberladenen Hirsche - sieht wirklich sehr gut aus. Wie dieser schöne Schauspieler .... Scheint mir aber dicht bis zum Hut mit Koks abgefüllt.

So - not my interest .... I´m just the Driver.
Und - prima für mich, weil es wirklich rollt.
Mit solchen - die sich bemüht um ihren eigenen Narzismus kümmern und offensichtlich mehr als genug nur damit zu tun haben.
Eine "feine Ruhe" für mich .... ich muß nur fahren.

Am nächsten Tag - es rollt und rollt - landet eine Lady im Fond. Mit dieser - unterhalte ich mich - über meine Impressionen und die einer interessanten Hierarchie in diesem seltsamen "Games-Business" - in dem gigantische Summen umgesetzt werden. Sie bestätigt - meine Impressionen. Als ich ihr von den Platzhirschen am Vortag erzähle - meint sie, sie würde wirklich gerne wissen - wer das war. Ich bleibe diskret - obwohl ich mich gut an den Namen und die hierarchische Job-Bezeichnung erinnere.

Die ist wirklich sympathisch - und sehr natürlich. Ihr Mann - ist seit über dreißig Jahren in diesem Geschäft - eine Art "Patron". Eine feine Lady - ohne jegliche Allüren. Wir haben ein wenig Spaß zusammen ..... und wieder mal - höre ich gerne zu - ohne tauschen zu wollen.

Dann - am nächsten Tag - machen die Tore auf für die "Konsumenten" - und der Film wandelt sich.
Fahre einen jungen Mann zu seinem Hotel an der Peripherie - und wieder zurück.  Er kann mir ein paar gute Tips geben - auf meine gezielten Fragen hin. Ein "Süßer" .... der sich auf seinen ersten Besuch bei diesem Wahnsinns-Spektakel freut. Ich wünsche ihm viel Spaß ....

Und in den darauf folgenden Tagen dann - kann ich sie nicht mehr gut sehen, diese "Spiele-Konsumenten". Die fünf Stunden anstehen - um irgendwann mal ein paar Minuten des neuesten Ballerspieles auszuprobiren - als Erste.

Die meisten - sehr entspannt und "spannungslos" - nett, freundlich - und fett. Vielzu fett - für ihr Alter bzw. für ihre Jugend. Was für eine Lebenselixier - das neueste Ballerspiel ..... Zombies? Ja - Zombies .....

Gestern - muß einer ins Krankenhaus. Ein richtig Fetter .... japst sich neben mir auf den Sitz, stöhnt schlimmer, als jede alte Oma.  Seine Kumpels - Zwergen - fahren hinten mit. Ich habe das Fenster weit offen - sonst muß ich wirklich kotzen. Der Fette neben mir - stinkt nach Saurem. Nach Magensäure. Laß ihn mal - höchstens 25 sein .... allerhöchstens. Aus dem Hals und aus den Poren - stinkt er schon nach Verwesung.

Als der weg ist - putze ich erst mal die Sitze .... dieser saure Schweiß von dem Fetten soll raus ... und habe immer noch Kotzreiz. Sowas passiert - wenn auch zum Glück selten.

Aber diese Zombies - machen mich auf längere Sicht mürbe.
Besonders diese unglaublichen Fettmassen - von so jungen Menschen - die da zu -zig-Tausenden herumwabern.
In Embleme und Symbole geschnürt - von denen sie nicht einmal einen Schimmer zu haben scheinen.

Wie oben geschruben - die Business-Front - ist akkurat, in schicke Sutis gekleidet und mit einer Menge Koks zugeschnupft. Hierarchisch strukturiert, und elitär-narzistisch verseucht.

Die Konsumenten dieser gierigen und narzistischen Business-Zombies ... sind ratzblöde und dumpf, fett in ihren Zwanzigern bis zum Ekeln und absurd-sinnlos-uniformiert. Nicht alle - of course - aber eine Menge. Die Menge - machts ...... und auf Dauer - würde ich diese viel zu fette, in jungen Jahren nur wabernde, schwabbelnde Masse  nicht ertragen.

Zwischen all den für ihr Alter völlig Über-Fetteten - ein paar "Lara-Crofts" - mit zusammengepreßten Brüsten und aus den Shorts quillendem Arsch. Soviel gepreßte Schönheit - für all das wabbelige, schwabbelige Gewaber? Nur ein paar wenige dralle Schönheiten - der Rest der besuchenden Damen ist ebenso fett und schwabbelig - wie die Herren der Spiele.

Ehrlich - mich ekelt´s ein wenig.
Vor solchem scheinbar "lebendigem" Zeugnis  der Zeit.

Danke - für eine gute Messe und guten Lauf -
und danke auch  - daß ich mir dieses Elend und den wahnwitzigen Stumpfsinn - nicht mehr länger ansehen muß.

Gestern noch ein paar nicht-verfettete im Körper, dafür im Geiste strunzblöde. Ich registrierte am Rande - daß diese gerade mal 20-jöhrigen sich lustig machten über "Fracking" - und registrierte dabei, wie diese Zombies mittel ihrer "Spiele" - in Richtung Respektlosigkeit und Nicht-Empfindsamkeit gedrillt werden.
Sie fanden es alles nur - lustig, Und sie hätten - bzw. fast bin ich sicher - sie haben - gute Ami-Soldaten abgegeben.  

Der "Mäuschen-Kollege" ....

... wir haben uns schon sehr lange nicht mehr gesehen. In der City hält er hinter mir - der "Mäuschen-Mann". Ein ganz Netter, Feiner .... schon ewig unterwegs in der Limousine.

Am Anfang meiner "Laufbahn" ist er mir einst sauer aufgestoßen. Er nannte mich - unvertrauterweise - "Mäuschen" - und ich reagierte höchst allergisch.

Jetzt - nach neun Jahren - ist es anders, als er wieder zum Abschied zu mir sagt: "Tschüß, Mäuschen!"
Ich darf - herzlich lachen. Und - er darf das jetzt. Nicht - weil ich etwa eines geworden bin - aber, weil ich ihn mittlerweile schätze, als angenehmen und korrekten Kollegen - und Menschen.

Diesmal bin ich gar baff erstaunt - über "Synchronizitäten". Er kommt mit seinem Obstsalat in der Hand rüber zu mir - und ich meine sowas wie "Oh - das sieht gesund aus."

Daraufhin eröffnet er mir - Vieles über seine konsequente Nahrungsumstellung vor etwa 5 Jahren. Er ißt - basisch, Ich staune - und zeige ihm das Buch, welches ich gerade lese - es geht um basische Ernährung. Ein anderer Kollege - einstmals Koch - hat mich neulich vor ein paar Wochen dran erinnert - und mir viele gute Tips mit auf den Weg gegeben.

Nun kommt also der "Mäuschen-Mann" - und erzählt mir seine Geschichte zur Nahrungsumstellung vor ein paar Jahren - nachdem er drei "Bypässe" gelegt bekommen hatte. Ich höre gerne zu - und lache, als er mir erzählt, daß er jeden Tag die Kiste irgendwo abstellt - um zwischendurch mindestens sieben Kilometer Fußmarsch einzulegen. Neben der konsequenten, basischen Ernährung: Morgens nur frisches Obst -  mittags Salat mit vielen guten "Keimen" - und abends ab sechs Uhr - nichts mehr. Viel Wasser. Morgens immer frisch gepreßte Zitrone mit diesem und jenem ....

Warum ich lachen würde? Ich - freue mich einfach - über diese "Synchronizitäten" - für mich. Ihm sage ich - weil ich das richtig gut finde,  wie er das durchzieht. Und meine es auch so. Die Geschichte mit den langen Spaziergängen - ist in Windeseile bei mir abgespeichert.

Übrigens - ist diese Kost sehr gut beizubehalten, auch, wenn mensch den ganzen Tag unterwegs ist.  Geht leicht. Und macht - leicht. Ent-säuert - im wahrsten Sinne des Wortes. Bin dran - stelle seit einiger Zeit um. Von Fraß - auf Sonnenkost quasi. Und wie schön ist das - erstaunlich viele Kollegen zu wissen, die das schon lange praktizieren.

Und nun sogar - der "Mäuschen-Mann". Der meint: "Du weißt ja - daß unser Job - und besonders die Sitzerei - tödlich ist.  Deshalb müssen wir etwas tun - um uns lebendig zu halten." 

Recht hat er. Und der andere Kollege auch, der mich vor ein paar Wochen an die Dinge erinnerte, die ich über Jahre für mich selbst und autodidaktisch gelernt hatte ..... Dann - habe ich es irgendwann wieder schleifen lassen. Und nun - freue ich mich sehr, daß gerade die Kollegen mich an all das erinnern - was ich eigentlich schon lange weiß.

"Tschüß, Mäuschen" - hatte diesmal einen ganz anderen Klang als einst, als ich ihm dafür fast ins Gesicht gesprungen bin. Jetzt - klingt es einfach nur süß - und freundschaftlich.

Und das ganze Leben lang bleibt es so - daß eine der größten und schönsten Aufgaben ist - die Menschen wirklich wahrzunehmen - wie sie sind. Der "Mäuschen-Mann" ist ein gutes Beispiel .... 

Der "Lattenrost für´s Leben" ....

... ist vergangenen Sonntag zu Bruch gegangen. Ein einziges Mal - habe ich mich mit etwas mehr Schwung als sonst auf´s Bett fallen lassen - und "Zack" krachte die stählerne Mittelstange durch.
Vor dem Montag - bevor meine Autoreifen mal wieder destruiert wurden.
Ja gut - ich bin zu schwer geworden. Aber laut Herstellerangabe sollte dieses Teil mindestens zweimal mein Gewicht locker tragen können.

Und - es handelte sich ja nicht einmal um einen "orgiastischen Zusammenbruch" - was sich wenigstens gelohnt hätte,

Seither - hänge ich also völlig durch in der Nacht ... aber auch das geht. Freue mich über die kleinen Dinge des Lebens - wie, daß diese wellenförmig-durchgebogene Stange überhaupt noch hält. Und ehrlich - im seeligen Tiefschlaf ist das eh alles wurscht.

Setzte sofort eine Nachricht an den Lieferanten ab - am Sonntag noch, per elektronischer Post. Und die - riefen tatsächlich am Montagmorgen um Punkt acht Uhr zurück - wieder so ein schönes Licht inmitten von seltsamen Unbilden.

Ja - klar - sie schicken mir sofort und auf Kulanz eine neue Mittelstange. Käme schon mal vor - könnte ein Produktionsfehler sein.  Ich sage dem netten Mann am Telefon - vielen Dank für diese gute Montagmorgen-Nachricht - habe gerade noch ein paar andere Dinge zu regeln - zerstochene Reifen.

Wirklich nett, sehr freundlich - und richtig guter Service. Heute erst - konnte ich dieses Teil abholen. Und mußte die Nächte vorsichtig zu Bette schleichen - damit nicht alles vollends zusammenkracht.
Ein Witz der Götter - diese durchgebogene Mittelstange!

Und physikalisch hochinteressant - für eine Lai-In, wie mich: Der Rahmen blieb gerade - und die Mittelstrebe aus Stahl hängt viele Zentimeter durch. Auch, wenn ich nicht wirklich viel davon verstehe - eigentlich fast nicht möglich. Oder gibt es Gummi-Stahl? Eine Götter-Witz-Welle in Stahl .....

Egal ... heute wird repariert. Habe das Ersatzteil abgeholt ... und mich gefreut über guten, freundlichen Service.Ist auch viel Wert.
Ja - das ist viel wert, wertvoll: Auf freundliche, hilfsbereite Menschen zu treffen. Unbürokratisch. Sowas - merke ich mir sehr gerne.

Der Reifenschlitzer ....

... war wieder aktiv. Montag morgen hat´s mich erwischt - zum Dritten. Fahre über die Autobahn in die Kolonie und steige am Limousinen-Übernahmeplatz aus, als ich es zischen höre. Oh nein - bitte nicht. Doch. Als ich zuhause losfuhr, hatte ich noch ein seltsames Geräusch vernommen, mir aber nichts weiter gedacht .... Das muß der Moment geween sein, in dem ich auf die aufgestellten Schlitz-Gegenstände gefahren bin. Links hinten eine Schraube - rechts hinten ein Nagel. Höchstwahrscheinlich so - schräg - vor die Reifen gestellt, daß ich mir das Zeug beim Anfahren reinfahren muß. Zuvor hatte meine weltbeste Privatlimousine ein paar lange Stunden einfach gestanden.

Ich denke "Scheiße!!!" - und nehme die Limousine in Betrieb. Hoffe immer noch - ich hätte mich getäuscht. Könnte ja auch das Wasserrauschen aus einem Kanaldeckel sein? Träum weiter von schönen Dingen, Sati .... ich gehe während der Wartezeit noch zweimal zu meinem Auto, um nachzusehen, ob der zischende Reifen hinten links Luft verliert. Leider ist es so.

Wieder in der Limousine - kommt der Engel auf dem Fahrrad vorbei und lacht mich an, der Engel, der mir schon so oft geholfen hat bei vielen praktischen Dingen im Leben. Lange habe ich den nicht gesehen - und ausgerechnet jetzt - ist er da.  Unglaublich! Ich berichte ihm kurz von meinem Morgenschreck und vom dritten Mal - und er wechselt mir später den Reifen hinten links. Der rechte ist auch sabotiert, aber hält noch Luft, so daß ich zur Reifenwerkstatt komme. Glück im Unglück - und: Wieder nicht abgeschmiert - danke!

Am Abend finde ich mich wieder auf der Polizeiwache im Dorf ein. Ein sehr netter Mensch nimmt geduldig und redselig meine Anzeige auf. Auch den Originalwortlaut "Ich bin nicht wegen 45 Euro Reparaturkosten hier - sondern wegen enem weiteren Anschlag auf Leib und Leben."
Dieser ist zwar der Ansicht, daß man mir das gegebenfalls vor Gericht anders auslegen würde, da ich als erfahrene Berufsfahrerin gelten würde - und bei solchen geht man "justiziabel" davon aus, daß sie solche Gefahrensituationen mal eben locker und professionell bewältigen könnten ... aber ich bleibe dabei - und meine das auch genau so.
Im Zweifelsfall - würde ich auch gerne den Herren "Justiziaren" einige Takte dazu sagen!
Interessant-absurd - dieser Passus, den er mir da gerade erklärt. 
Jemand, der quasi motorisch-geschickt ist, bekommt in solchen Fällen eher kein "Recht".
Leute, die zu blöd sind, ein Fahrrad geradeaus zu lenken - schon eher.

Als ich am Morgen meine Privatlimousine heil in die Werkstatt gebracht habe und nach Fußmarsch zurück wieder beim Taxi bin - sichte ich an der Limousine hinten rechts im Reifen eine dicke Reißzwecke. Wat sollste da noch zu denken? Kontaktiere den Besitzer - der ruft mich zurück und ich muß mal wieder lachen über seine Art von Humor. Jaja - wisse er schon. Die gehöre inzwischen zum "Inventar". Sie haben sich das angesehen - und die würde nichts tun. Daher solle ich die einfaxh als eine Art "Zubehör" betrachten. Sie sitzt - an einer guten Stelle und darf da bleiben. Letzte Woche - sei ich auch schon mit dieser unterwegs gewesen. Aha? Hatte ich seinerzeit nicht gesichtet.  Gut. Alles klar ...

An diesem Tag verdiene ich nichts - und arbeite nur für die Reparatur. Der Lauf ist mager - aber ich bin ja schon froh, den Engel getroffen zu haben zum besten Zeitpunkt und darüber, daß mir geholfen wird. Das es sich gut regeln und reparieren läßt. Zynisch gesagt: Prima - daß diesmal so zugeschlagen wurde, daß ich wenigstens keine nagelneuen Reifen brauche.

Fast zynisch - denke ich am Abend auf dem Polizeirevier: Wow - interessant, was dieser diensthabende Mensch so von sich gibt. Für diese Begegnung - hat sich das alles schon fast wieder gelohnt. Bin zwar recht müde - aber auch wieder aufmerksam, ihm zu lauschen, besonders zwischen den Zeilen, im Gespräch.

Mich interessiert, was er erzählt. Aus seiner Perpektive.
Er sitzt - alleine in der Wache. Ich sage: Wie bitte? Dat is´ ja wie bei "Schlecker"!!!??? Und meine spontan - das könne ja wohl nicht wirklich wahr sein. Ist es aber. Er findet es nicht ganz so schlimm, wie ich gerade spontan - und erzählt mir von ganz anderen Wachen, auf denen er mutterseelenallein gesessen habe über Nächte - mit morschen, maroden Pappwänden - und einem Munitionslager in der Hütte. Wenn ihm seinerzeit dort jemand einen kleinen Molotov-Cocktail hereingeworfen hätte - dann wäre die Hütte wohl zügig explodiert und in Flammen aufgegangen. Dagegen - sei dies hier doch - sehr schick und komfortabel.

Wir plaudern noch ein wenig - über Anderes. Und ich möchte sicher nicht meinen Job gegen den seinen tauschen.
Er ist gut geschult und trainiert - weiß, äußerlich viel Ruhe zu bewahren. Ich glaube - innerlich kocht er vermutlich öfter mal über.  Und ich verstehe das gut.  Natürlich ist er auch so klug - rein gar nichts zu sagen, was etwa "politisch-inkorrekt" wäre - aber dennoch kriege ich seine Botschaften schon mit.

Was meine Reifengeschichte betrifft - liest er eine Weile interessiert die ganze lange Geschichte durch - die sich noch auf dem Computer befindet, obwohl das letzte Verfahren bereits eingestellt wurde von der "Staatsanwaltschaft". Ein feiner Typ - und wie wunderbar isr es doch hier auf dem Vorland: Ich war direkt dran und mußte nicht mehr zwei Stunden warten, wie in der Kolonie.

Seit Montag treffe ich seltsamerweise auf niemanden, wenn ich nach Hause komme oder sonst irgendwie vorm Hause bin. "Normalfall" ansonsten ist - daß ich kaum je eine Sekunde nicht alleine bin auf dem Grund. Was denkt sich ein normaler Mensch dazu? Egal ...

Habe die Vermieter kontaktiert - sehr feine Leute - die nebst den urlaubenden Nachbarn in letzter Zeit mit abstrusen Anwaltsschreiben rechnen müssen - und jetzt ist es wahrlich Zeit für eine Kamera. Es reicht. Und es muß sein - denn ansonsten lebt es sich immer nur mit einem mulmigen, schlechten Gefühl - eventuell erneut sinnfrei attackiert worden zu sein.  Werde mich schlau machen über meine freien Tage, was für ein Gerät in Frage kommt ... und freue mich schon sehr auf den Tag der Inbetriebname in Kürze!

Die "Gamescom" und ein richtig guter Lauf nach langer Zeit - haben mich versöhnt mit dem frustrierenden Montag.
An dem ich ja dennoch viel Freude und gute Begegnungen hatte.  Kommt immer drauf an - wie mensch die Dinge sieht. Eigentlich - waren eine Menge Engel unterwegs an dem Tag. Eine ganze Armada von Schutzengeln. Danke.

Geiziger Porsche-Besitzer ....

.... so sind se: Sparen wollen sie bei denen, die am Ende der Nahrungskette stehen.
Hole einen Business-Typen in einer Spezial-Werkstatt ab. Da steht ein elfenbeinfarbener Porsche aus dem Jahre 1957, so einen habe ich noch nie gesehen. Ich gehe hin und gucke mir das Schätzchen an - der Fahrgast fachsimpelt noch mit den jungen Männern, die diesen reparieren werden.
Der Motorraum ist offen - hinten sehe ich einen kleinen, simpel gestrickten Motor ohne Schnickschnack und staune, wie wenig da dran ist. Gefällt mir.
Nein, ich bin kein Autofreak, aber dieser alte Porsche ist wirklich sehr hübsch und ästhetisch. Gar nicht protzig.

Die jungen Männer sagen es: Hey, der hat die gleiche Farbe, wie ihr Taxi. Stimmt auffallend ....
Ob ich wüßte, was dieses Auto kostet?
Nein - erwidere ich - aber sicher eine ganze Menge.
250.000 Euro koste der - berichten sie mir fast ehrfürchtig.
Ich zucke nur mit der Schulter, sage nur "Tja ..." - habe nicht allzu viel Respekt vor sowas.
Sinniere aber doch noch im Nachgang über derartige Bewertungen - ob bei "Fahreugliebhabern" oder "Kunstsammlern" .... eigentlich war  ja am Auto selbst nicht allzu viel dran, außer einer hübschen, kurvigen Form.

Fahre den Besitzer quer durch die Stadt zum anderen Ende - gute Fahrt für mich. Der telefoniert die ganze Zeit - Business, Business. Ich höre ausnahmsweise erstaunt mit - wundere mich, wie ineffektiv die wichtigen, hippen Newcomer so arbeiten .... trotz aufgeblasenem "Denglish" - andere Geschichte.
Er erzählt dem Menschen am anderen Ende der drahtlosen Verbindung noch, daß er sich gerade einen "Mini" bestellt habe - Leasing. 200 PS - weniger bringe es nicht. Und - keine Ledersitze, ein echter Albtraum für ihn. Ich denke - na, wenn das seine Albträume sind, dann geht´s ja.

Am Fahrziel fragt er mich, ob ich abends wieder abholen und zur Werkstatt bringen möchte? Ja, gerne. Ob ich ihm dann einen Sonderpreis machen würde? Nein - das geht mit mir nicht.
Da - bin ich nicht nur verkabelt in dieser Limousine - das könnte ich problemlos mit meinem feinsinnigen Unternehmer regeln - sondern zuvorderst stur.
Denke - der Typ fährt ein Liebhaberfahrzeug für eine Viertelmillion - und will mit mir verhandeln?
Sollen Sie doch an ihrem - fehlgeleiteten - Geiz ersticken.

Am Abend sehe ich auf dem Display eine lange Weile die Meldung - es wird ein Taxi für diesen Typen gesucht, der an der äußersten Peripherie sein Büro hat. Es ist "Gamescom" und für unsereine läuft es endlich mal wieder rund. Er wird lange warten müssen - und ich denke, das hat er auch verdient, dieser geizige Cent-Fuchser, der bei denen "sparen" will, die weit unter einem wahlpropagierten Mindestlohn schuften. 

Samstag, 17. August 2013

Seit neuerdings ....

... ist auch die zweite Limousine für "Krankenfahrten" zugelassen. Nach meinerseits genügend hartnäckiger Ansprache an den Unternehmer - entgegen den Wünschen der jahrelangen Limousinen-Diva, die nicht nur diese Fahrten aus irgendwelchen seltsamen Gründen nicht machen wollte, sondern sich bis heute auch gegen meine Lieblingsfahrten mit den Kinderchen stellt - die  1:1 bezahlt werden. Bei Krankenfahrten gibt´s immer ein bischen was hin- und her zu rechnen .... aber letztlich alles ein schlechter Witz - weil in Sekunden machbar - seitens der Diva.

"Ich fahre alle(s) ...." - war bislang immer meine Devise.
Bis auf wenige Ausnahme-Exemplare, die ich alle ein, zwei Jahre mal am Rand stehen ließ, mit etwa 4 Promille im Blut.

Kaum habe ich endlich  diese Option für Krankenfahrten - schnappe ich mir eine solche in der zähen Sommerferien-Mittagszeit - von Platz Drei in der Warteschlange - im "freien Verkauf".

Fahre hin - und treffe auf einen mir bereits "bekannten" Fahrgast. Dieser freundliche, kölsche Katzenliebhaber von neulich, der seiner Katze zusprach, er wolle ihr gar nicht diese schlechte Welt zeigen.

Jetzt - fahre ich diesen zur Strahlentherapie. "Sein Krebs" - ist wiedergekommen, nach ein paar Jahren.
Eine Niere - hat er sich seinerzeit rausnehmen lassen.  Nun sieht es so aus, als sei dieser "Krebs" erneut aktiv - und diesmal streuend.

Ein erstaunlicher Mensch. Wir unterhalten uns - über den Tod und das Sterben. Sind uns einig - daß der Tod an sich nicht zu fürchten ist - nur ein längeres Dahinsiechen, bevor´s rübergeht ....
Er meint - wenn alles klappt, habe er noch ein, zwei gute Jahre vor sich.
Ein lebensfroher Mensch. Bodenständig.

Im Verlauf der Fahrt - nach ein paar typisch "kölschen Witzchen" beiderseits - erfahre ich, daß er auch mit vielen alternativen Heilweisen vertraut ist - und sich bestens auskennt. Hat auch Heilpraktiker und Ärzte im Freundeskreis - ist also gut aufgehoben - und nicht etwa "gläubig ausgeliefert", wie viele Andere.

Ein Ausnahme-Exemplar - besonders, was seine Erwartungen betrifft.
Dennoch meine ich - er solle einfach mal optimistisch bleiben - immerhin gäbe es immer noch sehr viele ganz andere Entwicklungen - als solche, die von irgendwelchen Ärzten prognostiziert und somit auch zu einem gut Teil herbeigeredet würden. Der Mann - weiß das alles.
Und ist dennoch für sich klar - so jung, wie er noch ist - daß es in Ordnung ist, wie es ist.

Morphium hat er genommen gegen seine Schmerzen - und es hat überhaupt nichts bewirkt. Also - hat er´s wieder abgesetzt. Und vieles Andere auch - was lediglich das Körpersystem weiter vergiftet.

Denke - ein klarer Geist. Und eine Seele von Mensch. Verabschiede mich mit "Bis demnächst also!" - was ich auch nicht immer tue. Aber manchmal gibt es solche Seelen - da freust Du Dich einfach, wenn Du sie nochmal wieder triffst.     

Games-Com-Aufbau .....

... nächste Woche kommen die Spiele wieder. Das Kollosseum in Rom war ein Fliegenschiss dagegen.

Fahre neulich abends von der Spitze weg - gen Abstellplatz - und denke so bei mir "Hier - wird das nichts mehr. Vielleicht winkt ja noch einer". Habe mein Schicht-Zettelchen schon fertiggeschrieben - als tatsächlich noch einer winkt. Nehme den gerne auf - und schreibe halt nochmal ein neues Zettelchen.

Ich habe einen sehr sympathischen, lebendigen Fahrgast aufgelesen, den ich zum Bahnhof bringe. Dieser - baut schon seit einer Woche einen Stand - den größten - für die "Games-Com" auf.  Ich frage "Wie bitte?" Ja - die bauen zwei Wochen an diesem Stand - für eine der großen Computer-Spiel-Messen.
Er berichtet mir von Einzelheiten - riesige, überdimensionale LED-Wände und vieles mehr wird aufgebaut - zur Unterhaltung der BesucherInnen. Diese stehen oftmals gute vier Stunden an - nur, um für wenige Momente das neueste Spielchen auszuprobieren - vor den Anderen. Soviel - erfuhr ich schon in den vergangenen Jahren - von diesem "Brot-und-Spiele-Event" und den Besuchern. Nun sagt dieser mir: Jeden Tag kommen ein paar 40-Tonner mit neuem Zeugs daher. Über zwei Wochen lang ....

Der Mann ist Experte für Licht und Elektronik.  Selbst und ständig. Ich freue mich - zu früh - und meine: Dann sind Sie doch sicher gut im Geschäft?
Er rechnet mir kurz vor - daß er 230 Euro am Tag bekommt, für 12 Stunden. Ich meine - ist doch fein - da träumt unsereiner von in ebenfalls 12 Stunden Schicht am Tag ....  Nach Abzug aller Abgaben bleiben ihm - 8 Euro die Stunde. Aha? Dann - vielen Dank. Da möchte ich wieder mal - keineswegs tauschen.

Dieser Marktführer in Sachen Computer-Spiele, für den er gerade zwei Wochen lang aufbaut - die Messe dauert 5 Tage - habe nach der letzten Messe am ersten Tag des Verkaufs eines neuen Spieles - 500 Millionen umgesetzt. Ob Euro oder Dollar - hab´ ich vergessen. Aber es bleibt ein nettes Sümmchen. Wohlgemerkt - am ersten Tag.

Und die Malocher - so bezeichnet er sich selbst - kriegen mal wieder nichts von der üppigen Sahnetorte ab. Ist meine Amerkung dazu. Acht Euro die Stunde netto - sind ein echter Witz.

Übrigens - off topic von der bevorstehenden Games-Com  - sogar Krankenhaus-Ärzte verdienen inzwischen ein eher lachhaftes Salär.  Also auch alle solche - die zumindest scheinbar mehr Verantwortung tragen - als unsereiner. Wobei - genau gesehen - tragen wir ja auch solche - im irrsinnigen Straßenverkehr - aber anders eben.

Wie geschruben - habe ich mich wieder mal zu früh gefreut  für die Mitmenschen - daß sie wohl ganz gut im Geschäft seien. Der Geiz bzw. ein seltsames Ungleichgewicht -  ist überall angekommen.
Und ich mag nicht tauschen - mit sovielen.
Zumal es bei mir noch manche viele Tage gibt, an denen ich mich wahrlich noch der unverhofften Großzügigkeit der Menschen erfreuen darf - in Form von nicht-erwarteten freiwilligen Gaben. Der Fahrgast neben mir - bekommt kein Trinkgeld für seine Arbeit.
Und ich - bekomme manchmal, wenn auch selten, sogar nette Kleinigkeiten geschenkt.  Neben oft erstaunlicher Offenheit. Neulich - ein gutes Brot mit Nüssen ... extra nochmal geholt vom Fahrgast - bei einem der besten Bäcker in der Kolonie. Kleine - große - Freuden - zwischendurch.

Gebrochene Zehen - und weitergehen ....

.... fahre eine quicklebendige, quirlige Frau zum Flughafen. Wir kommen in eine sehr angeregtes Gespräch - sie ist selbständig und arbeitet mit Personal von mittelständischen Firmen. Sie berichtet mir - über die vielen Klagen auf recht hohem Niveau, die sie in ihrem Job zu hören bekommt von Menschen, die im Rahmen einer 37-Stunden-Woche ganz gut verdienen - immer noch.
Es gibt viel zu lachen. Wir arbeiten ja beide - selbst und ständig.
Und eine 37-Stunden-Woche klingt uns eher nach einer wohlig-weichen Oase ....

Völlig verrückt: Wir haben beide jweils den rechten, kleinen Zeh gebrochen. Und beide - haben wir es geschafft, nach dem ersten Anstoßen nochmal völlig blöde ein zweites Mal  an diesen zu stoßén. Ich nach zwei Tagen - sie nach zwei Wochen.Sie hat noch eins draufgesetzt - indem sie sich noch einen Bienenstich am linken Fuß dazugezogen hat.
Wir wissen beide sehr gut - daß das nach Urlaub bzw. Auszeit klingt - die Botschaften sind ja recht deutlich. Aber es geht gerade nicht. Bei keiner.

Was diese Personal-Motivation betrifft - eröffne ich ihr gerne meine Idee eines rotierenden Job-Systems:
Jede(r)  von uns allen - sollte mal - m.E. - in den Genuß kommen, alle die Jobs für eine gewisse Weile zu machen, die keiner von uns machen will. Danach - wäre dann Ruhe im Karton - also was sie betrifft, hätte sie vermutlich nur noch sehr glückliche und zufriedene Menschen vor ihrer Nase, die sich für eine Weile mal wieder erinnern durften, wie gebettet sie sind in ihren 37 Stunden mit regelmäßiger Bezahlung und Extrageldern zu Weihnachten. (Unter Vorbehalt und Ironie - also innerhalb eines ohnehin maroden Systems, welches von Grund auf kaputt ist - und rundum einer echten Innovation bedarf).

Was beispielsweise einen DeMaiziere betrifft - der mal eben zig-Milliarden versenkt in sinnlosen und menschen-tyrannisierenden und - mordenden Drohnenprojekten - der müßte ein längeres Echtlebens-Praktikum  absolvieren. Beginnen würde ich bei solchen ProfilneurotikerInnen in der Job-Rotation  mit drei Jahren auf Hartz-IV-Niveau - am besten ohne Arbeit - und damit ohne jegliche "Reputation".  Einfach mal nachspüren - wieviel 5 Euro im Monat mehr an "Lebensqualität" bringen.
Großflughafen- und - bahnhofsbauende Existenzvernichter  - dito.
BankenretterInnen - bekommen die Gelegenheit zu fünf Jahren Lebenspraktikum auf Hartz-IV-Niveau - jenseits der "Gesellschaft" und jenseits von kulturellem Genuß. Jenseits jeglichen Restaurant-Besuches und anderer, angenehmer, lebensversüßender Annehmlichkeiten  Kochen mit 2, 34 Euro am Tag - für eine vierköpfige Familie. Das sollte reichen - für eine praktische, persönliche Lernerfahrung.

Eigentlich - genauer gesagt - sämtliche "Parlamentarier" - also sämtliche "gewählte Volksvertreter", die keinen Schimmer davon haben, wie es sich so als real-existierendes "Volks-Fragment" lebt .... und was eine EU-Kommission betrifft, würde ich mir noch ein paar leckere Extra-Bonbons einfallen lassen. Also quasi - wie bei sogenannten "Schwer-Erziehbaren". Sie könnten z.B. mal für eine gute Weile ein erhellendes Zusatz-Praktikum bei den vielen Müllsammlern in den Städten machen.    

"Wir Alle Anderen" - würden jeweils mal für drei bis sechs Monate - den Müll abfahren, Alte, Kranke und Dahinsiechende pflegen, Toiletten putzen, Betten machen im Hotel, mitten in der Nacht kleine Brötchen backen, Taxi fahren natürlich, 12 Stunden am Tag, besser noch Nachtschicht mit all den Durchgeknallten .... u.v.m.
Einsicht durch Erfahrung also.

Und - begeistert? Oder doch lieber wieder den 37-Stunden-Job mit Jammern auf weichem Niveau und mit Reihenhaus in einer weiteren Vorstadt-Siedlung?

Übrigens - für PolitikerInnen und andere "Entscheidungsträger" - gelten Sonderpraktiken. Jeder, der geneigt ist, über Andere den Stab zu brechen - gehört in langwierigere Extra-Lebens-Schulungs-Maßnahmen.

Gut - daß niemand auf mich hört - ich würde ansonsten wirklich Einigen mal gehörig Feuer unterm Arsch machen. Natürlich nur - aus Liebe. Zum Leben. Und sogar - zu den Menschen. 

Ein guter Tag ....

.... ist immer ein solcher, an dem Du einen zufriedenen Menschen triffst.
Hole am Morgen im Vorort einen kleinen, etwas "hutzeligen" (bischen gebeugt ...) Mann von einer Bäckerei ab. Als der einsteigt und mich ansieht - schaue ich in ein lebendig-blitzendes Augenpaar.  Eine Menge Licht drin ... und der Mann ist vierundachtzig, wie ich erfahre. Er sagt mir, wo ich lang fahren soll. Ein Italiener, der schon seit gut sechs Jahrzehnten im Lande lebt, aber immer noch gebrochen deutsch spricht. "De Kollege wisse scho imma, wo ische wohne ....".  - "Ja - ich bin aber nicht so oft hier, wie die Kollegen, ich fahre überall ...."

Wie´s mir geht, fragt er? Gut, danke. Und wie geht´s Ihnen? (Das frage ich lange nicht immer .....) Sehr gut - sagt er - und schlägt die Hände zum Gebet zusammen. Eigentlich - kannst Du das schon an den funkelnden Augen sehen, wie es einem Menschen geht .....
Der Mann dankt Gott - für sein gutes und glückliches Leben. Ich habe meine Freude dran. Und weiß, daß es sich jetzt schon mehr als gelohnt hat - wieder aufzustehen und diesen glücklichen Vogel hier neben mir zu treffen. Egal - was sonst noch kommen oder nicht kommen mag.

Ich bringe ihn zu seinem Domizil - in der Wallachei. Eine sehr kleine, abgelegene Siedlung mit viel Raum drumherum. Ich gerate ins Schwärmen "Oh, wie wunderbar! Das gefällt mir gut. Leben Sie hier alleine?" frage ich ihn. Ja - immer alleine. Er habe nie geheiratet. Ich grinse über beide Wangen - über dieses Exemplar .... und freue mich auch über diesen Ort. Paßt zu ihm. Und ich finde auch noch sowas für mich.

Übrigens - ist mit diesem glücklichen Vogel auch mal wieder jede gängige Theorie vom vermeintlich großen Glück der Zweisamkeit widerlegt. Einer, der mit sich selbst glücklich ist, ist noch viel seltener anzutreffen, als die Wenigen, die sich wahrlich glücklich zusammengefunden haben. Und dazu noch ein Italiener - das ist quasi schon eine Art Sechser im Lotto an diesem schönen Morgen.

Vorbeifahrende Hochzeitskutsche ....

Der Zwei-Meter-Mann muß nochmal ins Krankenhaus. Nachdem er seine Knochen auf den Sitz sortiert hat, merkt er an, daß die zwei Meter ja irgendwie untergebracht werden müssen .... Seine Frau nimmt hinter ihm Platz. Ich erkundige mich bei ihm, wie es denn so mit den Türen stehe - ob er sich oft den Kopf gestoßen habe in dreiundsiebzig Jahren? Ach, das ginge, da würde er schon automatisch den Kopf einziehen. Aber Lampen habe er schon oft ersetzen müssen über seine Haftpflicht-Versicherung. Wenn er länger irgendwo gemütlich säße, würde er diese schon mal gerne vergessen  haben beim Aufstehen ....

Eine Hochzeitskutsche fährt vorbei, als wir an einer Ampel halten. Ich wundere mich über den schwarzen Schulter-Überwurf der Braut, das sei ja wohl eher keine gängige Farbe für Hochzeiten.

Der lange Mann neben mir meint - wir haben auch bald wieder eine Hochzeit, silberne.
Von hinten fragt sie sofort "Wer hat denn bitte silberne?"
Na - wir, sagt er. Und dann fällt es ihm ein: "Ach ne - wir haben ja goldene!"

Sie sind seit 46 Jahren glücklich und zufrieden verheiratet. Die große Liebe - auf Anhieb - bestätigen beide.
Ich bekomme die seltene Geschichte erzählt: Er habe sie einst kennengelernt, zügig zum Abendessen eingeladen - und schon nach diesem Essen sei alles beschlossen gewesen - sie haben geheiratet. Und er könne sich nicht vorstellen, sich nicht an seine einstige Zusage zu halten - "Bis daß der Tod uns scheide." Und er würde gar nicht verstehen - wieso Anderen daß anders erginge. Nun - dazu habe ich ein paar Anmerkungen - und beide stimmen zu, daß mensch nicht wirklich drinsteckt, was so alles geschieht im Leben.

Ich meine u.a. - es könne auch ja auch passieren, daß mensch sich plötzlich noch in einen anderen verliebt?  Oder - das sich der Andere ganz anders herausstellt? Der Optionen gibt es viele - und das richtige Quäntchen Glück und Geduld würden wohl auch dazugehören. Ja - das sehen die auch so. Und die wissen´s ja besser, als ich.

Er merkt noch an - daß man auf keinen Fall nach dem erste Streit gehen dürfe. Ja, sage ich - als Nicht-Erfahrene in diesen "Beziehungen", aber es leuchtet mir ein  - das sei wohl eher dumm, denn dann würde man sich ja erst gar nicht kennenlernen.

Ein Ausnahmepaar, sehr angenehm. Mit viel Humor. Und lustigem Dialekt. Am Ende - gibt er mir das doppelte vom Fahrpreis und meint "Lieber großzügig gestorben - als kleinlich verreckt." Den - merke ich mir.

Nach Jahren staune ich immer noch manches Mal über schöne, fast innige Momente in der Limousine, mit "fremden Menschen".  Und über die ein oder andere Geschichte.

Zufallsgast und diametral-entgegengesetzte "Über-zeugungen" ...

Fuhr in der vergangenen Woche öfter einen Menschen, dem ich meine Handynummer gab und der sich auch tatsächlich wieder meldete. Jemand, der gut-situiert ist und in einem schicken Haus in guter Gegend wohnt mit Frau und Kind. Jemand, der angenehme, intelligente Konversation zu betreiben weiß - und der in seinem bisherigen Leben viel erarbeitet, gearbeitet und bewirkt hat.

Vor einem Jahr fiel er unglücklich und zog sich einen vierfachen Schädelbruch zu. Vergangene Woche fuhr ich ihn zur Klinik .... Herz-OP.  Zäh ist er. Und willens, wieder richtig gut auf die Beine zu kommen. Die wichtigste Voraussetzung dafür, daß es klappt.

Wir unterhalten uns über diverse Gegebenheiten in der Kolonie - insbesondere, was die Verkehrsführung und kostspielige Ausgaben der Stadtkämmerer betrifft. Die meiste Zeit redet er - ich höre zu, es ist ganz interessant. Manchmal werfe ich etwas ein - aus meiner Perpektive auf den Straßen der Kolonie. Das Gespräch wird auch "politisch" - und dieser Mann hat eine Perspektive, die meiner gründlich entgegensteht. Genau das - ist manchmal das Interessanteste an dem Job - auf Menschen zu treffen, die Du sonst eher nicht treffen würdest. Mit Überzeugungen, die ich sicher nicht teile. Dennoch habe ich Respekt vor seinem Tun - er engagiert sich konkret und vor Ort für Veränderungen. Ist Anwalt - und hat Übung darin. Kennt eine Menge Leute in solchen Kreisen, in denen Entscheidungen getroffen werden.

Kurz fühle ich mich inspiriert -  doch noch mal ein paar Schreiben aufzusetzen - z.B. an die Innung und an die Stadt - aus meiner Perspektive. Ich hätte da eine Menge zu sagen - und Vorschläge zu machen. Zur Zeit bricht der Verkehr in der Kolonie quasi vollends zusammen - und der eigene Verein tut nichts, um seine angeschlossenen Mitglieder wirklich zu unterstützen.

Ja - der Mann hat Recht - nur so geht´s - wenn man den eigenen Hintern hochkriegt und sich mit genügend Leuten zusammentut, um bestimmte Dinge vor Ort durch- und umzusetzen. Vermutlich eine der wenigen Übereinstimmungen, die wir teilen.

Trotz wenig Übereinstimmung finde ich ihn sympathisch. Obwohl er fast zornig behauptet, dieses Gerede über eine "Schere zwischen Arm und Reich" sei doch völliger Unsinn. Und solange es noch möglich sei - daß ein Arbeiterkind Kanzler würde (der, der jetzt sein Konterfei für Gasprom herhält ... ), sei im Lande alles in bester Ordnung.

Ich sage nicht viel dazu, denke mir meinen Teil. Irgendwann werfe ich aber doch ein - daß er als gut situierter Anwalt sicher recht unbeschadet sei von dieser Entwicklung - zu deutsch: nichts davon spürt, unsereiner aber schon.

Wenn er den Fahrpreis begleicht, zieht er jeweils ein dickes Bündel Geldscheine aus der Hosentasche, er benutzt kein Portemonnaie, welches mit einer Klammer zusammengehalten wird. Sicher soviel, wie ein Monatssalär meiner Person. Die Klammer geht kaputt neulich.

Neinnein - reich würde man nicht als Anwalt, meint er sofort. Ich denke am Abend noch darüber nach - wie relativ das alles ist. Und wie wenig Menschen ich bislang traf - die von sich selbst sagen, daß sie reich seien.
Ich selbst - bin schon reich - habe nur wenig Geld derzeit zur Verfügung.

Interessante Perspektive - denke ich noch - dem Mann geht es finanziell wirklich gut, eher erheblich besser. Und er leugnet die Tatsache, daß es Menschen im Lande nicht gut geht - finanziell gesehen. Erklärt die zunehmende finanzielle Kluft zwischen den Menschen einfach für ein wahltaktisches Gerücht.

Andererseits ist er gut informiert darüber, was unsere Zunft im Schnitt in der Stunde verdient - und das liegt deutlich unter dem wahlpropagierten Mindestlohn. Ich habe schon oft gelacht - wenn ich daran denke, wie das bitte gehen soll - den Mindestlohn für Taxi-Chauffeure einzuführen. Möglichkeiten gäbe es - aber dann müßte die Struktur an sich umgebaut werden. Wie überall .....

Er ist auch informiert darüber - von anderen Kollegen - daß die Innung nicht viel Brauchbares für ihre Leute tut. Er verstehe das nicht. Ich erzähle ihm kurz ein paar Takte dazu .... u.a. auch, daß ich den Eindruck habe, wirklich gute Fahrten kämen grundsätzlich nicht bis auf die Displays an den entsprechenden Halteplätzen. Aber solche lustigen Kindergarten-Meldungen kommen auf´s Display: "Sofort alle Autos waschen - die Aufsicht!!!"

Der angeschlagene Fahrgast, der nun seit etwa einem Jahr unsere Dienste in Anspruch nimmt, und nicht zu knapp, ist zufrieden mit "uns". Dieses ewige Genörgel über ungewaschene Autos und  ortsunkundige FahrerInnen - teilt er nicht, im Gegenteil. Das freut mich - gerade bei jemand, der soviel Taxi fährt. Gibt´s aber auch - hier und da. Diese Spezialfälle finden sich wohl nur seltener an dem Halteplatz, der seine Gegend bedient. Und ich rechne ihm mal kurz vor, daß überschlagsmäßig etwa an die zehntausend verschiedenen Limousinenlenker unterwegs sind - alle Aushilfen mit eingerechnet. Da gibt es eben alles ... wie im richtigen Leben.

Beim "Politisieren" gestern - werfe ich hier und da meine diametral-entgegengesetzte Ansicht ein - die er gar nicht gelten lassen will. Sofort - erfolgt seinerseits eine "Argumentationskette" - die meinen Einwurf wiederlegen soll. Ein guter Rhetoriker ist er - muß er ja auch sein in seinem Beruf. Und hat viel Ahnung. Aber nicht wirklich .... weil sein Weltbild eher in Zement gemauert ist.
Ich verstehe das insofern - als daß er etwas zu behalten und zu verteidigen hat - bzw. es glaubt: Eine Menge Wohlstand und Reputation. Endlich gibt mal jemand offen zu - daß er überzeugter "FDP-Wähler" ist - schon seit je her. Ja - das paßt. Was sonst?

Ein Mensch - der zutiefst an technischen Fortschritt und an die Schulmedizin glaubt. An die "Wissenschaft" - und daran, das etwas tatsächlich unwiderruflich "wissenschaftlich-belegt" sei. "Esoterik" ist ein rotes Tuch für ihn.
Ein Mensch - der einerseits ein zementiertes Weltbild hat - und andererseits sehr freundliche, angenehme Züge. Ein interessanter Mensch - der viel reflektiert und sich informiert. Allerdings - das darf ich sagen als Zwillingssonne - nur in die Richtung, die ihm zusagt.

Ich fahre ja nicht oft die selben Menschen - nur, wenn mir mal jemand "zuläuft", der dann tatsächlich anruft. Und das ist selten, da ich bisher keinen Wert darauf gelegt habe - geht auch nicht wirklich zur Zeit mit meinen Schichten. Sonst würde ich mich vielleicht (wieder) mit Schulfahrten eindecken ... und meinen Spaß haben mit den Kinderchen. Oder mit Krankenfahrten - also alles, was regelmäßig bedient wird.

Dieser Zufalls-Gast .. zeigt mir etwas auf, was sich bei mir selbst verändert hat im Laufe der Zeit: Ich bin erheblich "toleranter" geworden, was meine Mitmenschen betrifft. Kann das einfach so lassen, wie es ist. Ich muß nicht mehr "Recht haben (wollen)" - und lerne gerne von Anderen dazu. Lasse mich sogar gerne von einem solchen Menschen wie dem Anwalt inspirieren - der er ja tatsächlich seine ihm wichtigen Projekte in Fakten umsetzt, mit viel Kleinarbeit und auch Geduld.

Ich verschwende nicht mehr meine kostbare Energie - um diesen von etwas überzeugen zu wollen, was ohnehin nicht in seinen Schädel passen würde. Und was auch überhaupt nicht seiner Lebensrealität entspricht.

Bemerke - wie wohltuend es ist, die Menschen einfach zu respektieren - und selbst auch respektiert zu werden. Jede(r) da - wo er gerade ist.  Amüsiere mich gerne - über einige mehr als trockene Bemerkungen des Herrn Anwalt, mit denen er "sein Recht" zu verteidigen wünscht. Mein Recht - ist es nicht - denn ich würde Gesetze anders schreiben - bzw. neige mehr zur Selbstregulierung. Und zu "esoterischen Betrachtungen" - zuvorderst diese, daß ein vierfacher Schädelbruch wohl eine gewisse Symbolik beinhaltet .... was ich aber nicht laut sagte. Vielleicht, wenn wir uns nochmals sehen sollten.

Ein vierfacher Schädelbruch - scheint mir eine Art Aufforderung zu sein - sich mal ein wenig anderen Gedanken und Weltsichten zu öffnen -  statt stur an einer zu hängen.  Klug genug ist er ganz sicher.

Zu diesem Wort "Über-zeugung"  fiel mir am Morgen ein - daß da wohl von Etwas zuviel vorhanden ist. Und - daß es mir nicht mitgegeben ist, übermäßig = zuviel an solchen zu hängen. Die "eigenen" haben sich schon mehrfach gewandelt im Laufe eines halben Jahrhunderts - und alle solchen Über-zeugungen zusammengenommen - wandeln sich ohnehin ständig im Laufe der Geschichte. Höchst erstaunlich eigentlich - daß die aktuellen "Über-Zeugungen" jeweils für die richtigen und/oder wahren gehalten werden.

Lauschte neulich noch einem plastischen Beispiel - jemand berichtete über seine erste Reise nach Indien und darüber, daß zu dieser Zeit Abtreibung streng verboten war und die Frauen, die sich nicht an diese "Gesetze" hielten,  harte Strafen zu erwarten hatten.  Als er zwei Jahre später wieder nach Indien kam - bekamen die Frauen Prämien vom Staat dafür, daß sie sich sterilisieren ließen.
Soviel - zu "Gesetzen" ...... und zu diesem immer wieder sinnfrei überbewertetem "gesellschaftlichen Tenor".


Ich merke auch wieder mal - wie eigentlich jeden Tag mit allen Menschen, denen ich so begegne - daß ich ganz froh um mein eigenes Päcklein bin - und mit niemand tauschen möchte.

Sonntag, 11. August 2013

Schummelei eben ...

Wie´s ausschaut -
hab ich mein Leben gelebt.
Schon lang wird
nichts Neues
angestrebt.

Es läßt sich nichts finden
da kann ich mich winden
und drehn,
wie ich will
es scheint mir
als stehe es -
einfach still.

Was neu ist und köstlich
ist Frieden damit
Nur selten noch -
zieht mich
etwas mit.

Noch nie war ich mehr
auf dem Boden als jetzt
nach halbem Jahrhundert -
unverletzt.

Was war, das war
was ist, ist jetzt.
Und nichts von allem
hat mich je verletzt.

Ich bin unbeschadet
und werde es bleiben
es vermag sich nichts
in die Seele zu schreiben

Die Seele bleibt klar
wie sie immer war
Mensch glaubt kaum wie´s prickelt -
unverwickelt.

Nach Liebe, Erfolg und Ruhm zu streben
ist Arbeit - und Arbeit ist nicht das Leben.

Was Leben genau ist
das kann ich nicht sagen.
Vielleicht einfach -
das Verblassen von Fragen.

Das Tanzen der Zellen -
befreit von Idee?
Zu Boden gezogen -
und doch auf der Höh´?

Köstlich ist es,
(dieses Leben)
im Körper drinnen
Genießen werd ichs´ -
weiter mit allen Sinnen.

Irgendwann wird´s mich hier rauskatapultier´n -
und dann mag ich wirklich nicht - nostalgieren.
Romantik ist nett - für die, die sie mögen -
ich wär schon oft gerne
weitergeflögen.

Schwer geschummelt -
das End´vom Gedicht -
die Reimungsregeln -
gelten hier  nicht.

Ich hoff´- kein Doktor wird es bemerken
und völlig sinnfrei - dazwischenquerken. 

Und merkst Du´s doch  -
geschätzter Leerer -
das Leben wiegt schwerer -
als Regeln

und anderer Tand -

im temporären Wunderland.

Ja, danke - ebenso .....

.... fahre zwei junge Damen des horizontalen Gewerbes zum Straßenstrich.
Das ist ein Platz am Rande eines Industriegebietes, wo die Frauen sich in einer Art bushaltestellen-ähnlichen Hütte präsentieren in wenig und/oder sehr drallen Stofffetzen. "Verrichtet" wird dann in den "Verrichtungsboxen" - so heißt das. Irgendjemand hat sich diesen furztrocken-juristischen Wortlaut ausgedacht, der in keiner Weise die stattfindende Angelegenheit auch nur ansatzweise beschreibt. Was ich hier besser auch nicht tun werde, weil ich sonst eventuell ausfallend würde.

Die neben mir ist eine Dicke in drallen Leggings - Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden, sie wird wohl ihre Kundschaft finden, denke ich.

Verpasse die Einfahrt zum Platz, war lange nicht mehr dort .... setze kurz zurück und die beiden steigen schon vorne aus, lassen sich nicht von mir zu ihren "Bushaltestellen" bringen. Ist mir recht - dann brauche ich mir das Elend nicht weiter ansehen und kann direkt wieder abdrehen. Die sind nett. Zum Abschied wünschen sie mir noch einen schönen Tag. Ich sage "Ja, danke - ebenso!" und meine es auch - trotz allem Anderen. Sie lachen kurz auf - nicht ohne Ironie.

Registriere am Rande noch, wie die Damen auf dem Platz sich untereinander begrüßen. Alles ganz normal - wie im richtigen Leben. Eine sitzt heute im schlichten Bikini und barfuß - also ohne sinnlose Highheels und sonstige Kasperle-Verkleidung - an ihrer "Bushaltestelle" bzw. auf einem Klappstuhl in der Sonne, es ist ein heißer Tag.

Ein paar Autos kommen aus dem Rondell gefahren -  schaue mir die Gesichter der Typen gar nicht mehr an, die da gerade für ein lächerliches Salär "verrichtet" haben. Wie schon mal geschruben - im bekannten "Pascha" kann Mann schon für lächerliche dreißig Euronen im Zimmer "verrichten" - da kann mensch sich ja ausrechnen, wie billig es hier wird.

Oder auf dem anderen Straßenstrich im Süden draußen. Da stehen kilometerlang verrostete, schmutzige Wohnwagen, in denen "verrichtet" wird. Wenn ich vorbeifahre, sehe ich manchmal eine, die gerade ihr Geschäft öffnet und durchlüftet, eventuell ein Blümchen ins Fenster des maroden Wohnwagens stellt. Viele junge Frauen aus dem Osten, scheint mir. Bzw. manche fuhr ich schon zur Arbeit in dieser langen Wohnwagenschlange.

Denke inwzischen erheblich seltener als früher mal - über gewisse Dinge nach. Nur manchmal noch - wenn es sich gerade aus der Situation heraus ergibt.
Wenn ich wieder mal welche von erstaunlich vielen Transen fahre ... und meine eigene kurzzeitige Verwirrung darüber bemerke - wie schön die aussehen und daß ich manchmal nicht mehr wirklich unterscheiden kann - ob ich nun einen Mann oder eine Frau fahre. Wie neulich noch diese beiden heißen brasilianischen Federn, an einem 40-Grad-Tag. Höre am Rande von hinten "Ay - que calor - que calor ...." Ja - ist heiß heute. Wenig später ein verzweifeltes "Hot hot hot !!!" zu mir, mit Blick in den Spiegel. Ich fahre die Klima hoch - und sie sind erleichtert. Am Ziel freuen sie sich, daß ich ihnen den Fahrpreis auf Spanisch ansage. Ich mußte an die androgynen Orishas denken während der Fahrt .... nett, die beiden.

Auch die Hausfrauen, die ich zum Puff fuhr. Oder die blond gefärbte, türkische Göttin, die ich aus dem vorwiegend türkisch-frequentierten Puff abholte.

Habe gar nichts persönlich gegen Prostituierte - nur gegen die Einrichtung an sich. Und gegen Ausbeutung.
Das - bleibt´s für mich. Und knallhart. Besonders hart diese "Flatrate-Puffs" - wo die unterbezahlten Damen 20, 30 Mal pro Schicht durchgef .... werden.

Schaute mir neulich gleich zweimal eine "Reportage" über´s Gewerbe an - hatte es aufgenommen. Und staunte noch - daß u.a. dank der "Grünen" einst die Regelung im Lande derart gelockert wurde, daß Deutschland nun das größte, "legalisierte Bordell" Europas und weit darüber hinaus ist. Sogar "Verrichter" aus Übersee buchen sich nur zum F.... für eine Reise nach Deutschland ein - weil es in ihren eigenen Ländern undenkbar und strafbar ist - was hier alles erlaubt ist.

Die m.E. größte Sauerei in diesem Scheiß-Spiel ist - daß der "Staat" sich ausgerechnet von den Frauen, die immer weniger für knallharte Dienste erhalten - Steuergelder und "Sozialabgaben" holt.  Die "Freier" - bleiben frei davon.
An die - geht niemand ran. Wie im richtigen Leben.

Weitere "Großbordelle" schießen wie Pilze aus dem Boden im Lande - weil es hier die besten Voraussetzungen gibt für die, die ein gutes Geschäft damit machen. Auf Kosten der Frauen - die vorab die Miete zahlen und später die Steuern. Der Freier "verrichtet" - unbenommen.

Ein weites Feld. Wie sovieles. Prostitution - findet ja auch nicht nur in Form von o.g. spezieller  "Verrichtung" statt - sondern überall auf dem "Arbeitsmarkt" - wie der Name schon verkündet. Und in allen Einkommensklassen.
Manche wenige Kunden in meinem Gewerbe - halten uns ja auch für solche - und meinen, sie hätten Dich gleich mit erworben für ein lächerliches Transport-Salär. Glücklicherweise - geschieht das selten - und mir immer seltener in den vergangenen Jahren. Kenne die Vögel inzwischen gut. Und laß sie abprallen - anstatt mich, wie früher, manches Mal, aufzuregen .

Wünsche den beiden oben eingangs Genannten und ihren Kolleginnen - auch heute einen schönen Tag -  in Gedanken -  ganz ohne Ironie. 

Selig sind die geistig Armen ....

Kurz nach dem Aufstehen, am Kaffeetisch sitzend, fällt mir auf, was so alles durchs Hirn geistert. Allzuviele Bilder aus zuviel gegucktem Film vor wenigen Stunden, Gedanken, Ideen, Worte, Gelerntes, Gehörtes, Gesehenes, "aktuelles Weltgeschehen"  .... der Kopf ist übervoll und laut ist es. Gelärm. Mache für eine Weile die Augen zu und tue nichts weiter, als mir das kurz "anzuschauen".  Wundere mich, woher soviel Lärm an einem noch ruhigen Sonntagmorgen kommt ....
Dann wird´s leiser ... das ganze Zeugs verschwindet.
Ich bemerke - erleichtert - wie flüchtig all das ist.
Und staune.
Staune - wie relativ das alles ist.
Wie die Welt sich erschafft. Und wie sie wieder vergeht.
Denke kurz -  " ... und dieses Kopfgelärme findet bei angeblich sieben Milliarden Menschen statt."
Bei jedem anders.
Mancher glaubt´s auch noch.
Ich staune, wie flüchtig all diese Bilder und Ideen sind, wie Geister schweben sie im Raum.
Ein paar Ideen aus diversen Büchern fallen mir ein
und noch mehr, ausgetauscht im Zusammensein mit Menschen.
Das Gelärm der "Medien" und die seltsam-absurde Art, wie "Wissenschaft" betrieben wird.
Zerlegen von Ganzem in immer kleinere Teile und Erfindung von neuen Wörtern, ohne echte Erkenntnis.
Was macht ein Menschenleben aus?
Was ist wert, erstrebt zu werden?
Und was ist - wenn es erreicht wurde?
Fragen der Gedankengeister.
Sie verlangen nach Lebenselixier - aber Antworten werden sie nicht geben.
99 % "Unbewußtheit" -
nur manchmal solche wachen Momente.
Erstaunlich.
Ein Lächeln erscheint.
Ich werde all den Unsinn heute vergessen -
und simple Dinge tun.
Spülen, Wäsche waschen ... lauter Zeugs, welches getan werden möchte.
Ohne tieferen Sinn. Aber alles - ein Wunder.
Die Bücher - können alle weg. Fast alle.
Steht nichts von Belang drin ...
Lehrer, "Meister" und "Führer" (gilt auch für "Geistführer" ...)
- sind auch überlebt.
Der Körper kümmert sich bestens um sich selbst.
Der Geist läßt sich nur noch schwerlich verlocken mit neuen Karotten.
Manchmal beginne ich, etwas zu lesen ...
und nach ein paar Seiten lege ich das Buch wieder weg.
Habe schon genug Unsinn zu mir genommen
und allzu viele Konzepte für eine Weile geglaubt.

Das einstige Streben - nach was auch immer - ist auch verblasst.
Jetzt ist nur "neu" - daß es bestens so ist.
Es fehlt nichts.
Und man stirbt nicht dran.
Im Gegenteil.
Staunen und Lachen machen sich breit.
Nein - das kann man nicht beschreiben.
Ich tu´s trotzdem.
Warum - weiß ich nicht einmal.
Vielleicht wegen der Freude am Tippen
und an den rhythmischen Geräuschen der Tastatur,
wenn die Finger lustig darauf tanzen....

Samstag, 10. August 2013

Das jüngste Gericht ....

Das jüngste Gericht
gibt es nicht.

Es gibt kein Gericht
nach dem Tod auf Erden.
Nicht mal den Tod -
auch den gibt es nicht.

Nur diese diffuse
Angst vor dem Tode
und damit auch
vor dem Scheingericht.

Das glaubst Du nicht?

Ich glaube es schon
hat etwas gedauert
Ich wurde - wie Du
mit viel Müll zugemauert.

Gewogen wird immer
hier und jetzt.
Und -
bist Du verletzt?

Dem Schnitter - meinem alten Freunde ....

Neben blühenden Bäumen
und Himmelsblau
ist ein Freund in den Räumen
ein sehr alter genau.

Sein Name ist Schnitter
oder auch Tod
und diesen erinnernd -
verblaßt jede Not.

Jedes kleinliche Denken
egal, was es ist
wird Dich doch zu ihm lenken
er ist - was er ist.

Wird Frieden spenden
an allen Enden
für jede und jeden
den Lebenskampf wenden.

Der Schnitter - verkannt, ignoriert und gehaßt
bis zu dem Tag, an dem ein Leben verblaßt.

All unsere Kämpfe, das Streben nach Sinn
Ansammlung, Scheffeln, Gier und Gewinn
Verlust oder Elend, Qual oder Pein
dieser Begleiter wird bei uns sein.

Gut zu wissen - noch im Leben
keinen treur´en Freund wird´s jemals geben
Keinen - der niemals niemand vergißt
egal - wer Du warst und
egal, wer Du bist.

Der Schnitter, der Tod, der Sensemann
begleitet uns alle
in die Wallhalle
und irgendwann
vielleicht
wer weiß
schätzen wir ihn
und sein Geheiß.

Ich mag ihn zu Lebzeiten
gern schon ehren
und will mich der Gnade
dereinst
nicht verwehren.

Wer seine Sinne offen weiß
zahlt von Geburt an schon den Preis
der Endlichkeit auf dieser Erde
was einer mal nannte -
"Stirb und werde".

Das Wandeln der Form
geschieht jeden Tag
Für jedes - welches
zu sehen vermag.

Netter Versuch ....

... also diese Werbetrommel von einigen Mail-Anbietern, demnächst eine automatische Verschlüsselung von E-Post anzubieten. Wegen dieser NS mit A am Ende.

Aber wer da zugehört hat - hat auch festgestellt, daß eben diese angepriesene "Verschlüsselung" an einer bestimmten Schnittstelle auf dem Weg durch den Äther - dennoch kurz mal eben entschlüsselt wird, damit der BND mitlesen kann. Danach - wird natürlich alles wieder "verschlüsselt" - auf dem weiteren Weg.

Ähhhh ....... hallo? Da fallen mir keine ganzen Sätze mehr zu ein.

Erstaunlich diese beiden bisherigen Betreiber von privaten Verschlüsselungsdiensten - die sich nicht der NS mit A am Ende gebeugt haben - und ihre Geschäfte geschlossen haben. Mit dem klaren Hinweis darauf, daß sie einen Maulkorb verpaßt bekommen haben von höchster Stelle unserer amerikanischen Freunde. Mehr dürfen sie nicht sagen - sagen sie - sonst kriegen sie gehörigen Ärger von gleicher Stelle. Also von der "Dämokratie".
Dabei haben sie sicher schon Ärger genug - indem sie ihre Geschäfte schließen müssen.
Oder eben kollaborieren - mit der Gestapo, Stasi, NS mit A am Ende oder wie die alle heißen.
Hut ab - vor solchen Entscheidungen.
Und ich hoffe, die sind Entrepeneur genug, um was Neues aufzubauen.
"No - we can´t" - ist das ein neuer Slogan?

In den ÖR´s häufen sich derweil die "Meldungen" über die angeblichen Empfindlichkeiten der Menschen.
Und da ist nicht etwa die Rede von angebrachter Empörung oder gar Zorn - nein, es heißt: Die Menschen würden nun vorsichtig - mit dem, was sie von sich geben. Sie seien großenteils verschreckt - und hielten sich daher lieber an das angestrebte "Neusprech". 

Komisch komisch - ich habe da ständig solche Erinnerungen ... an nie vergangene Zeiten.

Verwitweten-Flirt ....

..... an der Supermarkt-Kasse, früh am Samstag morgen.
Beide vor mir - haben Blumen ausgesucht für die Gräber ihrer verlustig-gegangenen einstigen Lieben.
Und beide scheinen - sehr durstig nach einem kleinen Gespräch.
Sie kommen schnell drauf - daß sie ein ähnliches Anliegen haben mit den Blumen, die sie gerade erstehen.
Der nette, alte Mann ist zuerst dran und bittet die Kassiererin, ihn doch zu erleichtern von allzu viel schwerem Kleingeld in seinem Portemonnaie. Während diese sich die Cent-Stücke zusammensammelt, meint die Dame hinter ihm mit den anderen Blumen für den Friedhof charmant  "So ein starker Mann wie Sie - hat das doch gar nicht nötig."
Ich grinse erst breit und lache dann gerne mit .... ein schöner Flirt zwischen solchen, von denen es ja allzu oft gar nicht mehr vermutet wird.

Jetzt wird aber ordentlich aufgefahren: Schmierentheater ....

.... um den letzten Trollen den Überwachungsmolloch schmackhaft zu machen. Von Botschaftsschließungen über die Schließung des Tour Eiffel ... mal sehen, was noch alles kommt. Alles - wegen "Terrorwarnung". Hollywood - der Zauberstab läßt grüßen.
Und die NS mit A - hat´s rausgekriegt ....

Bedauerlicherweise treffe ich immer noch auf solche Menschen - die den ganzen Unsinn glauben. Einer, den ich im Grunde sehr sympathisch finde, aber mit dem ich sicher keine große Schnittmenge an "Weltbild" habe - meinte gar neulich, daß der "Verrat des Herrn Snowden" nun schon dazu geführt habe, daß "Al Kaida" ihre Codes im Internet geändert hätten. Ob das aus dem "Schmiergel" war? Ich weiß es nicht. Ich sagte nur - "Oohhhh - laß uns mal lieber nicht darüber miteinander reden - weil da wahrlich Welten aufeinanderprallen würden."

Ich hatte keine Lust - "auf die Schnelle" etwas dazu zu sagen. Sowas wie - daß "Al Kaida" auch nur eine Erfindung im Schmierentheater ist. Frag doch mal Muslime - ob sie vielleicht eine "Al Kaida" kennen? Vermutlich wirst Du dann hören - daß es sowas nicht originär gibt - und wieder sind wir in Hollywood - beim Zauberstab. Aktuell - viel Budenzauber - s.o., von wegen "präventiv verhinderte Terroranschläge".

Der Mensch, mit dem ich lieber nicht über diese Dinge sprechen wollte - es macht einfach keinen Sinn, wenn jemand  tatsächlich an diesen Budenzauber glaubt - meinte noch sowas wie "Jaja - das würde er schon kennen, mein Weltbild. Auch aus Studienzeiten." ??? Glaube nicht, daß er es wirklich kennt. Vermute mal - er dachte eher in Einteilungen wie links, rechts und solches überholtes Zeugs.

Bin schon ein paar Mal mit diesem "kollidiert" - weil er u.a. der Ansicht zu sein scheint, daß sich innerhalb des völlig maroden Systems nochwas ändern ließe, wenn jeder Einzelne seinen Teil dazu beitragen würde - in Form von "Sozialabgaben". Das ist durchaus ehrenwert - aber nicht dazu geeignet, eine Titanic vor dem Versaufen zu bewahren.
In Zeiten, wo Abermilliarden am Tage von einer Handvoll Psychopathen verzockt werden - wird es wohl nicht mehr als ein kleines Pflaster auf der Außenwand der Titanic  bewirken, wenn jeder von uns "ehrlich und sauber" bleibt. Die Zeiten - sind lange vorbei.  Was tatsächlich vorgelebt wird von den vorgeblichen "Vorbildern" - ist dieses alte Sprichwort "Der Ehrliche ist der Dumme". Weil er nicht darwinistisch handelt.

Ich erlaubte mir noch - anzumerken auf sowas wie "unsere Feinde ....(also "Al Kaida" und der angeblich geänderte Verschlüsselungscode ...)" - daß ich keine solchen habe. Weil ich nicht an das ganze Theater glaube. Habe allerdings auch keine "politischen Freunde" - ergibt sich im Umkehrschluß, rein logisch.                  

Tatsächlich - wundere ich mich nur über das scheinbar ewige Spiel auf dieser Welt - dieser uralte K(r)ampf zwischen vorgeblich  "Gut und Böse",  der immer zu einem Gegeneinander statt zu einem Miteinander führt. In der Regel in einem Verhältnis von wenigen Nutznießenden - gegen den Rest der Menschheit. Und der Rest der Menschheit - also die Mehrzahl - kapiert´s einfach nicht.
Auch nicht, nachdem es schon ein paar Tausend Male so weit gekommen ist - wie wir jetzt gerade wieder sind. 

Zweimal kleine Zeitreisen .... per Film

Ungeplant -  nach einem Tag mit langen Wartezeiten an einem müden Abend. Wollte nur noch die Füße hochlegen und einen "netten Film mit hübschen Bildern" sehen - und sah direkt zwei Filme, die Atmosphäre hatten.

Erstmal eine außergewöhnliche Liebesgeschichte von einem Paar, welches sich jeweils über Jahre hinweg nur für wenige Tage im Juni trifft. Beide verheiratet mit Kindern - er DDR-Bürger, sie aus dem Westen. Begleitet wird die Liebesgeschichte über die Jahre, von 1971 an bis etwa 2005 .... wirklich schöner, stiller Film - mit sehnsuchtsvoll-realistischem "Plot".
"Jedes Jahr im Juni" heißt er - hier zu sehen - noch für eine Woche.

Danach auf Arte ein zweiteiliger Film - also gute drei Stunden, habe erst die Hälfte gesehen und darf mich noch auf die andere freuen - über die 68-er-Bewegung, hier aus französischer Perspektive. Ein bischen erinnerte es mich an "Sommer in Orange", wenn es auch nicht so komödiantisch daherkam - allerdings nicht ohne Ironie.
Eine Gruppe von jungen Leuten, vorwiegend Studierende, zieht aufs Land in einen alten Hof - ziehen sich dabei noch gegenseitig über den Tisch - und versuchen dort, ihre Ideale und die "neue Freiheit" zu leben.
Eine(r) nach dem Anderen scheitert daran, merkt für sich, daß es auf Dauer auch keine "Erfüllung" ist. Trotz vieler Experimente. "Politische Aktionen" - und zumindestens in dem Teil, den ich bislang sah, auch dieser Versuch, sich "sexuell zu befreien". Kurz gesagt - jede(r) vögelt mit jedem, Tabubruch ist ein "Muß" und nichts geschieht, ohne daß alle dabei sind - im großen Schlafraum. Kommt gut rüber - daß das mit Erotik am Ende auch nur wenig zu tun hat.

Oder ich sag´s mal so: Wenn Tabus oft genug gebrochen sind - wird auch das lediglich Alltag. Gilt übrigens auch für Gewalt - ist aber eine Anmerkung, die nichts mit dem Film zu tun hat.

Werde mir heute mal den Rest ansehen ... bislang jedenfalls ein Film mit ver-dichtenden Bildern - und eine nette Zeitreise.
Zumindest für mich, die ich ja noch die Ausläufer dieser Zeit erlebt habe einst.
"Liebe und Revolution" der Titel - hier der Hinweis zu Teil 1 und 2 - auch noch für eine Woche auf dem Schirm. 

PS: Teil 2 nun gesehen -  der ist wieder eine Zeitreise, die sich von den 80érn bis in die 2000er zieht. Der erste spielt also in den Powerflowerzeiten - der zweite zeigt, wie die Lebenswege ehemaligen RevoluzzerInnen sich im Weiteren gestalten. "Irgendwie" hatte ich so den Eindruck, daß Aufbruchszeiten mehr Spaß machen. 

Immerhin ....

.... es werden keine häßlichen Anwaltsbriefchen mehr ausgetauscht zwischen den Bewohnern im Haus. Vielleicht - ein guter (Neu-) Anfang. Ich freue mich, daß ich wieder mit allen spreche, schon seit vielen Monden. Und werde ein paar neue Blumen in den Kübel vorm Haus setzen - diesmal "ordentliche", nach den wild-wuchernden "Bodenheilern".

Die Nachbarn sind zu ihrem Zweitwohnsitz in anderer, schöner Gegend aufgebrochen, für ein paar Wochen. Das ist vernünftig, sie lassen es sich gut gehen. Letzte Woche saßen wir nochmal eine Weile zusammen auf der Treppe vorm Haus und redeten ein bischen .... ich freute mich über mehr Raum als je zuvor, einen immer freien Parkplatz für mich und die Option, Wäsche im Freien in den Wind zu hängen. Nächstes Frühjahr - werden wir vielleicht ein schönes Kräuterbeet einrichten. Bzw. - ich werde jetzt schon Ausschau halten nach solchen, die sich auch im Winter wohl fühlen draußen. Die Sache mit der "stringenten Hauspflege" - es ist ja ein ordentliches Haus - hat sich für mich wunderbar gelöst - seit ich das Rasenmähen abgeben durfte.Und offenbar sind die Leute tolerant genug - auch mit einer nicht ganz so ordnungs- bzw. regelliebenden Nachbarin zurecht zu kommen.

Manches Mal amüsiere ich mich noch über die Anfangssprüche einst hier zu meiner Privatlimousine. Die ist nämlich voll mit Zeugs - und anfangs dachten die, das sei noch Umzugswerk. "Ihr Auto sieht aber ..." - ich weiß gar nicht mehr, wie - " ...aus", sagte einer. Ja, meinte ich nur, daß sieht immer so aus. Der Andere fragte, ob ich nebenbei noch eine Putzfirma hätte? Und ich fragte mich - warum die sich mein Auto so genau ansehen? Irgendwann habe ich mal nebenbei erläutert - daß ich manchmal zweimal täglich eine Mercedes-Limousine putze - und das sei dann mit dem eigenen Auto bezüglich der Putzerei etwa so, wie bei KFZ-Mechanikern, die  ja auch täglich sämtliche Autos von fremden Leuten reparieren, aber selbst immer irgendwas kaputt an ihrem eigenen haben.

Ich wundere mich manchmal über mich selbst, die ich seit Langem nicht mehr zum Reisen und zum Urlauben komme - aber dennoch irgendwie jedes Mal "Urlaub" habe, wenn ich hier bin.  "Urlaub" von allzu vielen Lebensjahren in der menschenüberfüllten, hektischen Kolonie.  Fühlt sich immer noch an, wie eine Art "Ferienwohnung". Nach nun eineinviertel Jahren. Selbst bei der Einkaufsrunde über die Dörfer - freue ich mich über diese Art von Urlaub und betrachte immer wieder staunend die sattgrünen Wälder ringsum und den weiten, offenen Himmel - das bischen Beton am Boden fällt kaum ins Gewicht.

Abends freue ich mich jedes Mal auf der Autobahn, wenn ich dieses Schild am Straßenrand sehe, welches davon kündet, daß ich nun ins "Bergische Land" reinfahre. Und besonders darüber, daß mensch hier durchatmen kann - einfach, weil die Luft ganz anders ist, als im "Molloch Kolonie".

Soweit die etwa vierteljährliche Liebeserklärung an meinen letzten Umzug. 

Das ist Umweltverschmutzung ...

... sagt der ältere Herr neben mir - als ich kurz stöhne, daß ab heute also wieder die ganze Kolonie mit diesen sinnfreien "Wahlplakaten" zugekleistert ist. Überall prangen sie - mit mehr als dummen, aussagelosen, ewig-gleichen  Sprüchen und Grinsegesichtern von Leuten, die längst das Land samt unfreiwilliger Bürgen an "systemrelevante Bankenprofiteure" verscherbelt haben. All diese verantwortlichen Menschen, die ihre Jobs nicht für die Menschen machen und immer, wenn wieder mal eine Blase platzt, inzwischen täglich, fast stündlich, einfach behaupten "Davon hatte ich keine Kenntnis".  Wenn dem so wäre, dann hätten sie wohl ihre Arbeit nicht gut gemacht - und sollten abtreten.

20 Millionen gibt die CDU aus - also die Steuerzahler - und 23 Millionen die SPD, also die Steuerzahler - für diese Umweltverschmutzung.  Rechnen wir also mal grob und summa summarum gute 70 Millionen insgesamt für alle Parteien - die an anderer Stelle viel Gutes bewirken könnten.

Mal abgesehen von der Körper-/Geistverletzung, die in den Wochen bis Ende September wieder auf mich zukommt, denn ich sehe bis dahin diesen Müll tagtäglich an allen Ecken und Enden in der Kolonie.

Wieder ein Grund  mehr - mich am Abend auf die prächtigen Wälder ringsum zu freuen.  In trostlosen Zeiten von schwer erträglichem Lug und Betrug - Seelenbalsam.

Noch zwei Urgesteine ...

... diesmal weibliche. Treffe die gestern an einem Halteplatz, wir haben Zeit, die Wartezeiten ziehen sich wie zäher Kaugummi. Zwei urkölsche Frauen mit reichlich Jahren auf dem Taxistinnen-Konto. Und äußerst kommunikativ - was ich nicht immer bin - nur temporär.

Die eine berichtet von einem Kollegen am Halteplatz, wo sie zuvor gestanden hat:
Der habe in einen Becher gepinkelt. Also im Auto. Sie habe seine Bewegungen im Rückspiegel registriert, während sie gerade mit ihrer Freundin telefonierte. Was macht der denn da? - war ihre Überlegung. Das hätte schon seltsam ausgesehen .... ob der sich einen runterholt? Sie berichtet das alles - in Original-Kölsch - und mir laufen schon die ganze Zeit die Tränen vor Lachen. Dazu würzt die andere diese Erzählungen mit ein paar herzlich-deftigen, furztrockenen Anmerkungen.

Ne - der hat in einen Becher gepinkelt. Pfui Deivel. Und das an einem Halteplatz, an dem mensch problemlos ins nächste Gebäude hätte gehen können, um eine richtige Toilette aufzusuchen. Dann sei er ausgestiegen, mit offenem Hosenschlitz - und habe den Inhalt des Bechers mal eben auf die Straße geschüttet. Vorm Wiedereinsteigen habe er sich dann den Hosenschlitz wieder zugemacht. Die Kollegin meint noch - lecker, wenn der dann dem Fahrgast dat Wechselgeld wiedergibt ....

Lachen tut gut - besonders in mauen Zeiten. Allerdings meine ich dennoch - das sei doch mal eine Information an die Zentrale wert. Schließlich kommt so ein Vogel immer auf alle zurück - und wir dürfen uns demnächst wieder die Horrorstories von den Kunden über pöse pöse Taxifahrr anhören .... wegen ein paar seltsamen Ausnahme-Exemplaren.

Die Welt ist klein ....

... heißt es. Manchmal stimmt das. Hörte gestern überraschend was von meinem ehemaligen Chef im Netz. Er tut das, was er auch damals schon tat, nur woanders inzwischen. Vermutlich mit ein paar "Karriereschritten" - und seinen Doktor hat er endlich gemacht (also selbst ....). Seinerzeit hat er noch gestöhnt, wieviel Arbeit das macht und war nicht sicher, ob er das wirklich will - wäre ja im Prinzip nur für´s Ego.
Ich freute mich - daß ich nicht mehr in dem Bereich tätig bin. Wir waren zwar ein formidables Team - doppelte Zwillingssonne - und ich erfuhr viel Anerkennung, obwohl ich im Grunde nur mit halbem Herzen in der Thematik engagiert war. Freude hatte ich aber - an guter, immer fairer und konstruktiver, kreativer Zusammenarbeit. Mit echtem Enthusiasmus für die Thematik daselbst - und ein wenig mehr Profilneurose meinerseits wäre das möglicherweise ein richtig erfolgreiches Team geworden.
Aber gestern dachte ich nur - gut, daß ich sowas nicht mehr mache. Dann würde ich heute "Katastrophen-Szenarien" mitentwerfen - und Lösungsstrategien für Probleme entwickeln, die es gar nicht gibt. Das wäre für jemanden wie mich - noch sinnloser, als Leute von A nach B zu fahren. Bei Letzterem muß ich jedenfalls keinen Enthusiasmus vortäuschen. 

Donnerstag, 8. August 2013

Höre viel zu Orwell´s 1984 in jüngster Zeit ...

.. u.a auch, daß es angeblich in 1948 verfaßt wurde, Und da sind wir schon mittendrin - in der Kabbale. Wegen dem Zahlendreer - sowas machen die gerne. Habe das mit 12, 13 gelesen. Glücklicherweise schon über die kabbale 11 drüber .... Und direkt danach Aldous Huxley - Schöne neue Welt - noch viel wichtiger als Orwell - weil´s hier schon um Gentechnik und ums Chippen geht. Eben - um radikale Menschenzüchtung - von Handlangern bis zu Arbeitssklaven. Alles - lange zuvor angedacht.
Und jetzt - entwickelt es sich entsprechend.

Damals dachte ich - diese Schriftsteller seien wohl Visionäre gewesen. Bis heute aber - habe ich mehrfach Hinweise darauf gefunden - daß sie schlicht zur Kabbale gehörten. Und heute heißt das alles in getarnter Version "Think-Tank".

Sollte mensch nicht vergessen - wenn er etwas zu Orwell oder Huxley sagt - bzw. einfach mal nachrecherchieren. Keine Seher und keine "Helden" - aber zwei Think-Tanks - der vergangenen Jahre. Keine Visionäre also, sondern gezielte Andenker einer Zukunft - für die Menschheit. Die nun leider auch oft fälschlicherweise angeführt werden in Zusammenhängen - von denen sie weit entfernt waren. Anders gesagt: Das waren offenbar und schlicht - wichtige Logenbrüder. S.o. - keine Visionäre - sondern Planer.

Heute heißen die u.a. - jedenfalls in der Öffentlichkeit -  "Bertelsmann-Stiftung" oder "Club of Rome". Letztere Bezeichung - finde ich übrigens äußerst bezeichnend. Und die vielen anderen "Logen" - offiziell rausgehauen in "Abkürzeln", die sonst noch ihr Öl ins Feuer gießen. Mensch müßte mal nachschauen - wer genau diese Think-Tanks andenkt - dann würde er mal wieder ein paar Wurzeln finden.

Hier ein Beitrag zu "Neusprech" - davon braucht es viel mehr - wobei ich ehrlich gesagt gut dreimal den Anfangssatz vom Vortragenden nachgehört habe - weil er einfach zu "niedlich" war .....
Höchst interessant  aber die am Anfang zitierte Sprechblase von Frau Merkel - und die verschiedenen Adressaten, an die solche Sprechluftblasen genau gerichtet sind.

Das geht ....

.... sogar leicht - wenn die Konsistenz vom Teig stimnt. Guckst Du hier im PSPS ... zur Pizza.

Vergleiche - sind immer relativ ....

Der iranische Kollege fällt mir ein - bzw. seine Geschichte, die er mir eines Tages nur sehr kurz erzählt - um mir sozusagen seine gemachte Erfahrung mit auf den Weg zu geben. Er war Grundschullehrer im Iran - und eines Tages erlaubte er sich, ein paar nicht-konforme Worte zu äußern. Kurz darauf - saß er für vier Jahre im Knast. Heute - ist er einer meiner "Lieblingskollegen", jemand, der sich über die "vermeintlich kleinen Dinge des Lebens" zu freuen weiß und jemand, der seine wiedergewonnene Freiheit zu schätzen weiß.
Jemand, den ich gerne antreffe, weil ich weiß, er wird seine Lebenszeit nicht mit sinnlosen Klagen verbringen - sondern er macht immer das Beste draus aus dem, was gerade ist. Und steckt Andere damit an.

Einmal - traf ich ihn aber doch ärgerlich an. Und so soll es sein - dann weißt Du wieder, daß Du es nicht etwa mit einem "Heiligen" oder einer solchen Maske zu tun hast. Er schimpfte - auf unkollegiale Kollegen, die Piraterei betreiben. Und recht hatte er. Dennoch - zucke ich inzwischen dazu nur mit der Schulter - wenn ich nicht gerade einen direkt erwische.

Andere Geschichten hörte ich - von anderen Kollegen. Oder von Fahrgästen. Manchmal darf mensch sich ganz glücklich schätzen, all das nicht erlebt zu haben.

Aber - egal was es ist - es bleibt immer die "Vergleichshölle". Und Vergleiche hinken immer - sind nur Krüppel.
Sehr kurz gesagt - muß jeder einfach für sich tun - was gerade gegeben ist. Egal - was Andere erfahren haben oder wie Andere die Dinge des Lebens be-werten.                

Medienpropaganda der übelsten Art: "Der zukünftige Meister in Deutschland .....

... wird ein Türke sein." Wortgetreuer Wortlaut - heute morgen im Radio der Zwangsgebührensender gehört.
Denke - da darf mensch sich nicht wundern, wenn das ein paar noch verbliebene Einheimische ärgert

Es ging um die Propaganda in Sachen "freie Ausbildungsplätze" und die damit seit vielen Jahren verkündete, angebliche  Strunzblödheit  "Unterqualifizierung" der deutsch-gebürtigen Menschen.
Und weil die Deutschen ja so strunzblöde = unterqualifiziert sein sollen - sollen ja jetzt auch EU-finanziert Ausbildungswillige aus den am übelsten willentlich-gecrashten, gedrillten und geknebelten Nachbarstaaten dringend ins Land gefördert werden - damit sie mal wieder etwas Bildungs-Nie-Wo? ins Land bringen.

Die Propaganda-Maschinen laufen auf Hochtouren. Dividere et impere ..... würde sogar weitergehen und hier sagen: Mach Ihnen klar, daß sie völlig überflüssig sind.

Und der Tenor lautet tatsächlich - Deutsche sind grundsätzlich nicht mehr zu gebrauchen.
Nicht in Bereichen - wo qualifiziertes Fachpersonal benötigt wird (welches sich nicht mehr auflehnt und gerne noch lieber für Hungerlöhne arbeitet ....) - und auch nicht mehr in der "Pflege" (auch hier: weil Deutsche einfach zu teuer sind und zuviel verlangen).

Nein - ich bin immer noch nicht "rechts-lastig" - aber ich beobachte - wie hier genau die Feuerchen geschürt werden. Perfide perfide .... Mensch muß - wie schon immer in der Geschichte - gut auf sich aufpassen, um nicht auf sinnfreie Parolen hereinzufallen. Und der Satz oben - ist Originalzitat von heute.  Mensch stelle sich vor - wie die Menschen in den Nachbarländern auf so einen Bullshit Bullenschiss reagieren würden. In diesem Fall - Zitat der "öffentlich-rechtlich-selbst-legitimiert-an-Allen-Verdienenen" andersrum: "Der zukünftige Meister in der Türkei - wird ein Deutscher sein."
 
Werde mal mit meinen türkischen Kollegen ein Schwätzchen darüber halten .... also auch über ihre potentiellen Befindlichkeiten im umgedrehten Falle - das wird sicher interessant.

"Gustl-Mollath-Straße" und "B. Manning - Platz" ....

.... ab jetzt in der Kolonie. Jemand, Jemande hat/haben Straßenschilder überklebt. In schönen, gut sichtbaren, großen Lettern lachte mir gestern schon eine "Gustl-Mollath-Strasse" entgegen beim Vorbeifahren. Heute wieder. Mitfreude eben. Und ein paar Ecken weiter dann der "B.Manning-Platz" ... hier hat´s bei mir ein paar Sekunden gebraucht - dachte, wer ist das jetzt? Kennst Du doch? Mußte es aber erst mal einsortieren - in die vielen, sich scheinbar überschlagenden Ereignisse unserer wilden Zeiten - klar: Bradley Manning. Ich hatte es "auf deutsch" gelesen, daher mußte ich es kurz umsortieren im Hirn.

So soll es sein - ganze Straßen sollen nach ihnen benannt werden - die für uns ihre Köpfe hinhalten. Wenigstens eine kleine Hommage - und zwar zu Lebzeiten und bevor sie alle wieder in Freiheit sind. Ich freute mich drüber im Vorbeifahren, eine wirklich gute Idee  ....

Und hier der Hinweis auf ein "erstes Statement" vom Herrn Gustl Mollath daselbst - sehr lauschenswert - und m.E. doch überaus beachtlich, wie gefaßt und klar dieser Mensch nach seiner "ungewollten und langen Reise" hinter die Mauern der Psychiatrie sich artikuliert - und auf sein Ziel hinweist. Welches nicht nur ihn betrifft - sondern auch viele Andere, auf die er hinweist.

Grausliche Fragen der Boulevard-Reporter - Herr Mollath, was machen Sie heute noch - möchten sie  ins Kino, essen oder schwimmen gehen? Wie haben sie sich gefühlt, als sie die Nachricht von Ihrer Entlassung bekamen?
Treffliche Antworten - von einem, der sich offenbar ungebrochen und aufrecht zu äußern weiß - und der noch viel vor hat. 

Ob das wohl Wahlkampf sei - seine Entlassung zum hetzigen Zeitpunkt? - Das wisse er gerade nicht - und es sei Aufgabe der anwesenden Reporter, dem nachzugehen, sagt er. Gute Antwort.
Ja - sicher ist das "Wahlkampf".  Wird ja schon zu Genüge "schein-ausgeschlachtret". Aber Hauptsache - der Mann kann erst mal frische Luft zu sich nehmen. Sog I jetza.    

Werde umschulen - auf intuitive Fahrzeugdiagnostik .....

... sowas wie "Heilkundige für Mercedes-Liomousinen".
Vor einigen Wochen hatte ich mal dem Unternehmer etwas über gewisse Geräusche und Rüttelverhalten bei einer Limousine erzählt - und hörte mich selbst erstaunt sagen: "Klingt nach Steuerkette".
Er machte sofort einen Termin bei Mercedes daselbst - und der Meister meinte "Nene - da ist nix. Wenn das die Steuerkette wäre, dann würde man das meilenweit hören." Die Kollegin, die zum Werkstatttermin mußte - war säuerlich ob ihrer verlustigen Fahrzeit. Wenige weiter Wochen später fuhr ich dann mit der gleichen Limousine in eine andere Werkstatt - und die meinten zu dem Geräusch, das sei Dings und Soundso. Aha - ich gab´s weiter. Kiste also wieder zu Mercedes wegen besagtem "Dingsundsoundso" - und was war´s am Ende: Genau!  Die Steuerkette.
Sag´ ich doch. Man muß mir nur mal zuhören.

Gestern - und heute fahre ich erstmals eine ganz andere Limousine, die ich zuvor noch nicht fuhr. Für heute vormittag - Werkstatttermin bei Mercedes daselbst. Letzte Inspektion auf Garantie, bevor diese abläuft. Telefoniere mit dem Unternehmer und der meint, er wisse nicht, ob überhaupt was zu machen sei an dem Auto - er hätte nichts gehört von den Fahrenden.

Meine Antwort: "Ich kann Dir sagen, was an dem Auto dran ist - die Lenkung ist defekt. Hat erheblich zuviel Spiel, gute drei Zentimeter. Und eiert deshalb ziemlich rum." Der Meister in der Vertragswerkstatt bestätigt das - und auch, daß es schon recht grenzwertig, also gefährlich sei. Komplettes Lenkgestänge muß raus und einiges neu gemacht werden. Dauert mindestens einen Tag.

Damit habe ich also mal wieder früher frei ... und komme zu nix - was Kohle einfahren betrifft. Trotzdem freue ich mich - daß meine Diagnosen doch sehr treffsicher sind. Vielleicht mache ich da einen Beruf draus? Siehe oben - intuitive Fahrzeugdiagnostikern. Weiß der Teufel wie ich neulich auf die Steuerkette gekommen bin - die war einfach da. Vielleicht wegen meinem einstigen, schönen VW-Bus - bei dem schrabbte die auch so. Und die Geschichte mit der Lenkung war mehr als offensichtlich und gut fühlbar - weiß wohl auch nur der Teufel, warum die vielen anderen Fahrenden das nicht "bemerkten"?!

Reparieren kann ich das natürlich nicht - aber wenigstens auf Anhieb die richtigen Diagnosen stellen - im Gegensatz zu denen, die es reparieren können.

Und ich schätze mal - daß der Unternehmer sich nun freuen darf, am letzten Tag der Garantie noch das Lenkgestänge mit unterbringen zu können - das kostet nämlich einen rechten Batzen an Euronen.
Werde mich also im Nachgang nochmal beschweren bei ihm - muß sein - daß er mich nur bis zur nächsten Straßenbahnhaltestelle und nicht zu meinem Auto brachte, obwohl er doch gerade ein paar Tausend Euronen spart .... So sind se manchmal - denken da nicht recht mit - vor lauter anderem Ärger mit anderen Leuten.

Dafür fuhr ich - nach vielen Jahren - mal wieder Straßenbahn - sogar in netter Gesellschaft. Beobachtete die ganz andere Perpektive - sich durch die Kolonie zu bewegen. Und habe jetzt - mal wieder einen halben Tag "Überraschungsurlaub".

Dienstag, 6. August 2013

Gustl Mollath ist vorerst "draußen" - atmen wir mit ihm auf ....

... manches kann doch bewegt werden - wenn genügend stoisch dran gerüttelt wird.
Viel mehr - als wir wohl denken.
Ich freue mich jedenfalls - erst mal mit. 

Mein Grabstein - wird keiner sein ...

... es wird keine Inschriften geben - aber Brennesseln werden wachsen.
Wild und ungezähmt.
Vielleicht auch Wegerich.
Breit oder spitz -
ein Menschenleben bleibt -
ein Witz
Schafgarbe, Löwenzahn und Kamille -
sie verweigerte - jede absurde Pille.
Ihr Stundenglas
war reich gefüllt
mit Eindrücken von Sinn
und wenn sie nicht
gestorben ist
dann bleibt sie
nur-
Ich bin.

Nochmal - zu "Cyborgs" ....

... und tschüss - meinerseits.

Ich werde zusehen - daß ich möglichst gen Wald abtauche .... jenseits der Zombies. Also - im richtigen Leben.

Und das - obwohl ich mich schon auf die "Cyborgs" bei der kommenden "Gamescom"  freue - weil die unerwartet viel Taxi fahren. Und sogar ganz "nett" sind.

Aber ich habe - immer noch andere Visionen.

Also als die - die uns die Marionetten der Sklavenhalter anzudenken und verkaufen zu pflegen - und das immerhin sehr erfolgreich.

Übrigens: Ab jetzt wird in den USA "zwangsgechippt" - und wer sich verweigert - verliert seinen Job - und damit die schein-bare Existenzgrundlage. So gehört - Wyoming soll aktuell den Start machen.

Und so wurde es "festgeschrieben" - mittels "Recht und Gesetz" - schon vor einigen Jahren - im Rahmen der  vielgepriesenen "Gesundheitsreform" in den USA´s - und ganz offiziell "ab-gezeichnet" von "Obama Ben Hussein". Also - von diesem Obama (- bin noch im  Laden). In dem auch ein Obama - nur eine Figur ist, die für eine Weile im Schaufenster hängt.

Machts gut - Cyborgs  .... bin woanders.
In alten Ländern, die ihr gar nicht kennt.
Die ihr nicht einmal mit allem Geld der Welt zu bereisen vermögt.
Bis auf noch sehr wenige verbliebene aufmerksame Exemplare - die ich gerne mitnehme auf Reisen - in eine nur scheinbar versinkende Welt. 

Pizza-Synchronizität ....

... seit ich wieder einen Backofen zu meiner Nutzung habe - schiebe ich mir gerne mal einfach eine Pizza in diesen, um mir Zeit für Kocherei zu sparen - und den Gaumen mit einstigen Gewohnheiten zu beglücken.

Neulich - hatte ich alles "eingeholt" - und die Pizza vergessen.
Dachte kurz bei mir - gut, dann liest Du eben in Deinem genialen und einzigen Kochbuch nach - wie man einen Pizzateig selbst herstellt. Vegan - will heißen, nur aus Mehl, Wasser und ein wenig Öl und Gewürz. Für den Belag war ohnehin gesorgt - ich hatte frische Paprika und Zucchinis hier, dazu Zwiebeln und Oliven.

Auf der "Trockenhefe-Packung" fand sich gar ein simples Rezept - ich brauchte nicht einmal das formidable gelbe Kochbuch hervorholen - und machte mich sofort ans Wirken. Immerhin - sollte der Teig noch gut liegen und durchziehen.

Ich machte einen Anfängerfehler - wie es sich gehört - und mischte Mehl mit Dinkelbrei zusammen - so daß es kein wirklich glatter Teig werden konnte. Dennoch - gelang das Experiment. Und mundete weit besser, als es jede Tiefkühlpizza vermag. Beim Belegen "vergaß" ich völlig jeglichen Käse - und gab nur Gemüse drauf. 

Und da schau her: Die beste Pizza - die ich seit langem genossen habe.
So einfach? Ja - so einfach.
Denke - ich werde in Zukunft keine fertige Version mehr erstehen.
Die selbst-gefertigte war erheblich besser, köstlicher und bekömmlicher. 

Gestern im Nachgang - als "Synchronizität - gab´s dann noch eine "Reportage" über Fertigpizzen - und echte, originäre Pizzen, die noch mit Liebe und wertvollen Zutaten bereitet wird - im zwangsgebührenpflichtigen TV. 
Die mir Appetit auf eine Reise nach Neapel machte - um dort eine Original-Pizza zu mir zu nehmen. Aus besten Zutaten und mit echter Liebe zubereitet.  

Was diese neapolitanische Kunst der Teigformung betrifft - nur mit den Händen - Hut ab! Da werde ich wohl länger für brauchen. Aber - ich werde es üben.

PS - Pizza-Experiment Nummer 2 - himmlisch gelungen. Simpel zu machen - und ein Gedicht von locker-luftigem Teig. Käse - ist Unsinn - es sei denn, es ist feinster Büffelmozzarella - und dafür dann kein Gemüse. Mutige bis übermütige Teigform-Versuche nur mittels Händen sind zwar noch nicht wirklich geglückt, aber ein bescheidener, guter Ansatz war da. Allerdings macht das viel Mehlstaub in der Küche ....

PSPS - Hurra - es funktioniert. Wenn die Konsistenz vom Teig stimmt. Alles - mit den Händen formbar. Also - ich glaube, ich werde noch richtig gut in dieser Angelegenheit - jedenfalls habe ich schon eine Art "Dreh raus". Natürlich - müßte ich erstmal an ein paar Hundert Pizzen üben, damit es "singt". Aber für die dritte - war´s wirklich schon  formidabel.     

"Schwestern-Diven-Trauma" ...

... manchmal staune ich - auf welche Weise das Leben einem alte, einstige Themen wieder entgegenbringt, in anderen Verkleidungen, damit sie komplett aufgelöst werden.

Ein alter Zorn auf meine einstige Schwester, also die leibliche, die etwa eine "Generation" älter ist als ich. Macht nur ein paar Jahre - aber in der Wahrnehmung der Welt schon mal mehr. Immer - war sie das Thema. Immer - beschäftigten sich die Eltern mit ihren "Problemen" und bemühten sich nach Kräften, es ihr recht zu machen. Um als "Ernte" für aufrichtiges Bemühen - noch als Spießer von dieser beschimpft zu werden. Niemand wurde spießiger - als diese Schwester. Und meine Eltern - waren es sicher nicht, die sind allzu oft - beherzt! - über ihre eigenen Schatten gesprungen.

Immer wieder meinte ich nur auf ein geäußertes schlechtes Gewissen der Eltern mir gegenüber: Das geht schon in Ordnung. Macht Euch mal um mich keine Sorgen - ich komme schon gut zurecht.
Das war auch so gemeint. Und ehrlich gesagt - war ich ganz und gar nicht traurig, daß ich meine Ruhe hatte - und mich um mich selbst kümmern durfte. Nur manchmal war ich sauer, wenn ihr mal wieder der damals noch hübsche Arsch hinterhergetragen wurde. Wenn sie zu mir kam und mich bat - für sie zurückzustecken. Weil es doch bei ihr dringender wäre - und ich solle doch noch warten mit meinem Taschengeld-Termin bei den Eltern, bis sie mit ihren Verhandlungen durch sei.

Seit ein paar Jahren präsentiert mir das Leben eine solche "Schwesternfigur" in Form einer Kollegin, mit der ich mir über die Woche eine Limousine im Tagesbetrieb "teile". Seit Jahren höre ich auf meine dennoch stoisch in Zyklen wiederholte Anfrage bei den Unternehmern - wieso eigentlich diese eine Limousine nicht für Kranken- und Schulfahrten zugelassen sei - wo doch die anderen Fahrzeuge alle Optionen bedienen?: Die Frau Dings möchte das nicht.
Und seit Jahren - wundere ich mich doch sehr, wie es kommt, daß das die Frau Dings zu entscheiden hat - und nicht etwa der jeweilige Unternehmer?

Gestern unterhielt mich mit einem der beiden "Neuen" über Fahrzeuge. Er fragte mal vorsichtig an, ob ich schon mal einen Touran gefahren sei? Ja - sicher. Manchmal springe ich ja ein. Und was ich davon halten würde? Naja - geht auch. Das eigentliche Non-Plus-Ultra sei zwar im Grunde ein Mercedes - also als Taxi - weil er sehr gut zu handeln, also wendig sei. Und dazu robust, was schon beim Türenknallen anfängt. Allerdings gäbe es beim Touran ja noch die Zusatzoption, auch mal fünf Leute mitzunehmen. Und besonders im Winter - wir haben ja erst seit wenigen Jahren überhaupt winterliche Straßenverhältnisse in der Kolonie - sei ein Touran eventuell nicht verkehrt, da er Frontantrieb hat und weniger wegrutscht.

Während dieses Gespräches dämmert es mir - er überlegt gerade für sich, ob er als nächstes lieber einen Touran statt einer Mercedes-Limousine anschafft. Ist bald wieder soweit. Ich frage nach - ob er das andenkt? Ja .... immerhin sind das gute zehntausend Euronen weniger in der Anschaffung und vor allem kann man das so organisieren, daß sämtliche Reparaturen über Garantie laufen. Allerdings habe die Frau Dings schon erklärt - daß sie keinesfalls Touran fahren würde. Nur Mercedes.

Ich staune kurz still vor mich hin. Ein paar Momente zuvor habe ich schon eine gute Nachricht erhalten - er wird jetzt die laufende Limousine für Krankenfahrten freigeben. Und er wisse noch nicht, wie die Frau Dings nach ihrem Urlaub darauf reagieren würde. Ich meine nur kurz "Hurra! Endlich." und frage rein rhetorisch - wem denn bitte genau und rein objektiv solche Optionen obliegen - den vielen, verschiedenen FahrerInnen - oder dem Unternehmer daselbst?

Jetzt stelle ich nochmal die gleiche Frage: Wer entscheidet das bitte genau - objektiv - bzw. hier sehr subjektiv? Der Unternehmer, der sein eigenes Geld hinlegen muß - oder der Fahrer, die Fahrerin? Ich ergänze also - das geht mich gar nichts an als Vertragspartner - es ist eine reine Unternehmer-Entscheidung und ich würde den Teufel tun, mir seine  Gedanken zu machen.

Er sei eben - viel zu nett. Sagt er - von sich - nicht etwa ich.  Ja - das stimmt. Das trifft es - auf den Punkt. Und ich ergänze, daß ich es wirklich angenehm finde, wenn man freundlich miteinander umgeht.  Ich freue mich ja auch für mich - daß ich es mit angenehmen Menschen zu tun habe - das ist Gold wert. Allerdings - gibt´s da doch wohl klare Spielregeln?

Er ist eben - Mensch. Und möchte offenbar niemanden vor den Kopf stoßen. Sein Partner habe ihm das Gleiche erzählt - wie ich gerade. Ja - meine ich - da hat er wohl was sehr Richtiges gesagt, der Geschäftspartner. Der wieder ganz anders drauf ist - ganz anderes Temperament - viel hitziger, aber auch völlig korrekt - und sehr direkt.

Werde mir erlauben, diesem freundlichen Mann in Kürze nochmal vorzuschlagen - einfach mal eine "Extraschicht" auf dem Touran einzulegen - dann weiß er ja selbst, wie sich der Unterschied anfühlt. Und kann seine eigenen Zweifel bezüglich seiner persönlichen Fahrzeugauswahl bereinigen - aus gemachter Erfahrung. Vermutlich - wird er da auch ohne meinen nachträglichen Senf drauf kommen.
Und ja - es macht schon einen echten Unterschied - welches Fahrzeug mensch so über viele Stunden lenkt. Wieviel gekurbelt werden muß. Mercedes ist da wirklich fein. Vor geraumer Zeit - habe ich auch noch quasi "drauf geschworen" in dem Job. Aber in den rutschigen Wintern dann nicht mehr.

Ich kam gar nicht mehr drauf im Gespräch gestern - ihm schlicht vorzuschlagen, mal eine Schicht auf dem Touran zu verbringen, als Kontrastprogramm - weil ich viel zu baff war über diese erneute jahrelange "schwesterliche Diva" -  und die anmaßende Äußerung, sie würde nur in einer Mercedes-Limousine ihren Job machen - und ansonsten wäre das ein Kündigungsgrund.

Erst heute bemerke ich für mich - daß ich mich allzu lang zurückgenommen habe - was die Geschichte mit Kranken- und Schulfahrten betraf. Altes Muster eben - ich kümmere mich auch so schon um mich selbst ... Und falsche Zurücknahme - nicht in vermeintlich sinnlose Konflikte gehen wollen. Allerdings - habe ich immer wieder nachgefragt und gehakt - wie es denn nun damit stehe? Also mit allen möglichen Zusatzoptionen - besonders in mauen und lauen Ferienzeiten - die da blockiert wurden seit Jahren. Von einer weiteren "schwesterlichen Diva".

Meine eigene, falsch verstandene "Korrektheit" - nicht gegen Andere arbeiten zu wollen. Und sinnfreie Dinge hinzunehmen. Nicht, daß ich nun etwa reich würde mit der ein oder anderen Krankenfahrt, die sich ergeben kann. Aber ich kann mir immerhin den Frust ersparen - nach potentiellen ein, zwei Stunden Wartezeit an der Spitze die Fahrt an den Kollegen hinter mir verschwinden zu sehen. Und ein paar Plätze gibt es - da kannst Du sowas immer mal wieder fangen.

Tiefenpsychologischer gesehen - habe ich es hier also mit einem alten "Schwestern-Diven-Trauma" zu tun. Sie - war immer die Nummer Eins auf der Bühne  - und ich habe immer zurückgesteckt, während alle auf ihr Spiel hereingefallen sind  - siehe oben, nicht nur zu meinem Nachteil, sondern insbesondere zu meinem eigenen Freilauf. War ja schließlich nicht meine "Bühne" - sondern ihre.

Wundersamerweise - hielt man oft mich für arrogant - und nicht sie. In nachfolgenden Gesprächen hörte ich dann allzu oft die Verwunderung heraus - über die eigene Täuschung. Ne - ich war nicht arrogant - aber hatte mich tatsächlich einfach ein wenig "weggehoben" aus diesen üblen Spielen. Und zog es vor - mich nicht weiter hineinziehen zu lassen.

Das soviele Andere offenbar auch darauf hereinfallen - finde ich sehr interessant. Und wäre ich der Unternehmer/ die Unternehmerin -  würde ich mir sowas wahrlich nicht gefallen lassen.

Was sich auch später mit der Schwester genauso  ergab - als ich die einstige tragische "Familien-Unternehmung " kurzerhand in einer Notsituation übernahm - und die Spielregeln drastisch geändert habe. Nicht etwa zu meinem Vorteil - ich war eh raus. Aber jemand brauchte dringend Unterstützung gegenüber einer tyrannischen Diva.
Andere Geschichte ....