Donnerstag, 27. Juni 2013

Übrigens - wer sich gerne mal wieder "erden" möchte ....

... kann das auf sehr einfache Weise tun - indem er mal wieder mehr "Dreck" an sich ranläßt.
Also - einfach mal nicht duschen und über die Tage bemerken, was eventuell geschieht.
Die Haare fettig werden lassen - und vielleicht irgendwann im Schritt knirschen.
Igitt igitt - höre ich schon.
Aber - was soll´s ...
Laß doch einfach mal alles an Dir kleben - statt es abwerfen zu wollen.
Und verdufte Deinen Schweiß - statt diese abartigen Chemo-Substanzen - die weit heftiger und aggressiver jede Nasen-Schleinhaut angreifen, als einfacher Menschenduft.

Himmel hilf - gegen diesen "Reinigungswahn".
Körperlich, mental, seelisch ....

Wirklich - im nun neunten Jahr als Limousinen-Lenkerin - genieße ich die wenigen und selten gewordenen Menschen, die einfach nur nach Mensch riechen.  Nicht, daß es immer angenehm ist - aber es begegnet mir nur noch sehr selten - und je seltener es wird, desto mehr erfreuen sich meine Sinne einfach daran.
Die Frisch-Geduschten und Parfümierten -  sind eine echte Schmerz-Attacke und ein Angriff auf sämtliche Schleimhäute.

Und der allgemeine äußerliche Reinigungs-Wahn -  zeigt mir allzu oft - daß äußerliche Reingung die Menschen nicht etwa innerlich säubert.

Fang doch mal - für eine Weile angebliche Bakterien, Viren oder "Energien" auf - und stell fest - daß Du sehr robust bist.

Du kannst ohnehin nichts "abwaschen" - was Du mit Dir trägst. Auch nicht - mit chemischen Substanzen.
Werd doch mal wieder - richtig dreckig .... und fühl mal nach, wie es ist.
Das - erdet. Und da gibt´s nichts - abzuschütteln. Auch nicht "energetisch".
Sog I.

Und jetzt - geh ich mal duschen ... wird Zeit. Und wird ein echter Genuß.
Der Duschkopf ist mit Steinen angefüllt .. das ist nochmal anders schön. 

Komischerweise - hat sich noch nie jemand abgewendet oder die Nase gerümpft - vielleicht auch, weil ich eh (fast) nie schwitze .....

Konferenz - Seele - Verstand - Zellen .....

.... die Seele ist selbstverliebt. Sie kann gar nichts Anderes.
Der Seele ist eigentlich egal - was gerade genau geschieht - sie kann eh nur Liebe.

Der Verstand - liebt eigentlich die Seele, weil er sich gerade in ihr so wunderbar entspannen kann - manchmal.
Aber er traut ihr nicht recht über den Weg. Er hat soviel gehört - von anderen Dingen. Und ist daher - oft verwirrt.
Er besteht sogar - auf diese Verwirrung - sonst wäre es ja schließlich alles viel zu einfach.

Und wo bitte - bliebe denn dann der Spaß - wenn alles so einfach wäre?
Wozu - wäre er denn dann eigentlich da?

Tja ...  so sitzen und witzen wir hier - am gedeckten Tisch - und schauen nochmal zusammen nach - was denn da eigentlich los ist.

Immerhin - hat der Verstand schon eingelenkt - daß eine grundlegende Selbstverliebtheit durchaus sehr gesundheitsförderlich ist - für´s Körperkonglomerat - bestehend aus vielen Kleinstlebewesen. Die sich zu einer scheinbaren Menschen-Erscheinung zusammenfinden.
Jenseits aller anderslautenden Programme .... die wiederum die Persona mit sich zu tragen scheint ....

Wir bleiben dran - gesellig.
Und - niemand ist größer oder kleiner .....

Tja .. so isses halt - heute ist "Siebenschläfertag" ....

... und hier hat es "junge Hunde geregnet". Also - wenn mensch den Bauern glaubt - sieben Wochen Regen. Für mich ganz persönlich - ein Segen. Regen reinigt die Luft - und macht feinen Duft - von den üppigen Wäldern ringsum.
Muß ja nicht immer ein "Unwetter" sein wie neulich.

Sah nach diesem imposanten Guß kürzlich aus dem Fenster heraus da oben am Berg - "meine Kühe" um einen umgestürzten Baum versammelt. Sah aus, als würden sie ihm das letzte Geleit geben ....
Gestern sah ich nach langer Zeit endlich mal wieder ein fuchsig-rotes Eichhorn im Baum gegenüber - gut ausbalanciert an den Früchten knabbernd.

Habe erst in diesem Sommer den prachtvollen Haselnußbaum registriert - noch nie habe ich einen so großen gesichtet - ein Methusalem. Im letzten Jahr trug er keine Früchte - sonst wäre er mir sicher aufgefallen. Daneben - ein knorpeliger Kirsch-Methusalem, der trug im vergangenen Jahr auch nichts - außer eine Weile wunderschöne Blüten, jetzt aber hängt er voll mit den roten Perlen. Und die Nachbarin meinte - das würde zwar niemand mehr abernten, aber die Vögel würden sich alle Kirschen holen.

Mein innerer Widerstand, in die Kolonie zu fahren, wächst zunehmend.
Die Tage werden scheinbar immer länger und sinnfreier dort - und ich weiß mich zunehmend am falschen Ort.
Abgesehen von manchen goldenen Begegnugen.
Auf die neulich mit den brasilianischen Menschen am Bahnhof - möchte ich nicht verzichten - und auch nicht auf die mit der Freundin im Straßen-Café. Auf viele andere aber - durchaus.
    
Im Grunde - ist es mir jeden Tag, den ich noch dort verbringe - unbegreiflich, wie ich es überhaupt solange dort ausgehalten habe.

Ein Albtraum in der Nacht - bescherte mir mal wieder eine Zweit-Wohnung in der Stadt. Zwar in einem der schönsten und relativ ruhigen Randgebiete - in dem ich früher mal ganz gerne gewohnt hätte - aber jetzt war ich dort falsch. Der Verstand im Traume wollte mir erzählen, daß sei doch toll - und auf dem Land sei´s doch eigentlich langweilig. Die Seele aber widersprach diesem - vehement.
Falsch bzw. überlebt ist inzwischen auch diese ehemalige und alte Idee - das Optimum sei wohl - eine Hälfte in der Stadt und die andere auf dem Land zu leben. Die Bäume und der weite Himmel ringsum - nähren erheblich optimaler, als Stadt-Betonschluchten und "kulturelle Optionen". 

Schaumermal, wie´s weitergeht .....

Lattenrost-Psychologie .... und Bolivien nochmal

... heute krieg´ ich ihn dann endlich mal zusammengebaut, diesen neuen "Lattenrost für´s Leben", der in Einzelteilen kam. Hatte mich beeinflussen lassen - von den vielen vielen Kommentaren unter der Artikelbeschreibung - die davon kündeten, was das für eine komplizierte Fummelei sei - und sie hätten drei Stunden gebraucht. Also habe ich das Ding eine Weile liegen gelassen und auf einen guten Moment mit der nötigen Geduld gewartet.
Tatsache ist aber - das System ist denkbar einfach und funktioniert prima und kinderleicht.
Tolles Teil! Und sehr gute Technik.

So - ist es ja oft im Leben - wenn man zuviel auf Andere hört, hat man zuviele Bilder vorab im System - und am Ende ist sowieso alles ganz anders.

Hier gibt´s nochmal was zu Bolivien - u.a. Themen wie z.B. freie Energie ....
Bolivien hat sich demnach in 2009 eine neue Verfassung gegeben - die der Natur und den Menschen zugute kommen soll. Interessanterweise - wird wohl sogar die Göttin Pachamama dadrin erwähnt - denke, das ist wohl einzigartig bisher auf dem Planeten - daß die Götter sogar in einer Verfassung wieder auftauchen. Vielleicht wander´ ich ja demnächst mal aus ...

Dienstag, 25. Juni 2013

Das war wieder mal - lustig - zu hören ....

es ging ums Trommeln .... und es hieß mal wieder - das sei ja ganz einfach und solle einfach nur Spaß machen.

Ich dreh´s für mich mal kurz ein paar mal um - neben diesem allseiits beliebten und respektlosem Slogan - daß es "einfach nur Spaß" machen soll.

Meine knallharte Umdrehung lautet: Zusammen trommeln - erfordert eine Menge Disziplin, Einfühlungsvermögen, die Fähigkeit, einander zuzuhören und besonders auch die, sich einzuordnen. Wie jedes andere Instrument - braucht es die Begeisterung des regelmäßigen Übens - wo soll es sonst herkommen und sich entwickeln? Einmal die Woche zum Trommelkreis zu gehen - bringt überhaupt nichts. Und hält die Entwicklung auf. Ist etwa so "prickelnd", wie alle zwei Monate langweiligen Sex zu haben. Du mußt - exzessiv masturbieren, aus reiner Freude - dann bewegt sich was.
Pääähhhhh - schon vorbei der vermeintlich einfache Spaß ?!!

Ja - mit mir schon.
Ich weiß - was ich meine.
Und ich weiß - wie wichtig schön es ist - zuhören zu können.
Alleine üben zu wollen - aus reiner Passion - für die "Sache".
Exzessiv - über Stunden - selbstvergessen.

Ich weiß - wie wichtig schön es ist - nicht dazwischenzuhauen oder etwas zu übertönen -  und so alles zu versauen.
Und ich weiß - wie wichtig es ist - erst mal was Grundlegendes zu lernen, besonders auch Technik - also "Sound" zu entwickeln - um dann irgendwann nach ausgiebiger Übung mit Rhythmen und Bällen spielen zu können - und richtig viel Freude und Freiraum damit zu haben. Weiterhin getragen - von denen - die den Teppich dafür liefern.

Mit  mir - war es also nur lustig für solche - die ernstlich und um ihrer selbst willen (doppeldeutig ...) an der Sache interessiert waren. Und das - sind in der Regel - wenige. Die meisten - tuns eher mit Laisse-faire - und nicht mit echter Passion und/oder Begeisterung, Faszination.
"Ein bischen Trommeln" gab´s nicht - mit mir.
Ich kann nur - Herzblut.
Dazu gehört u.a.:

1. Was Du nicht singen kannst - kannst Du auch nicht trommeln.
2. Was Du trommeln willst - mußt Du vorher innerlich gesungen, gespürt haben. Jeder einzelne "Schlag" kommt nämlich tatsächlich erst danach.
3. Trommeln - ist immer zuerst innerer Gesang - und eine innere Sprache - niemals ist es etwas Äißerliches.
4. Musik ist immer zuerst - s.o. - und niemals etwas Äußerliches.
5. Jede Form von Musik - ist zunächst immer einmal Gesang - im Inneren - bevor sie in anderer, transzendierter Form in irgendeiner - Ton-form - herauskommt. In meinem Erleben jedenfalls. Es soll ja auch "musikalische MathematikerInnen" geben - aber da weiß ich echt nicht, wie sich das anfühlen soll.
6. - ist eigentlich - das erste: singe singe singe ...... still oder laut - ist egal.
7.  Dein eigenes Lied !

Und schon - alles schnell - gesiebt .....
was Du je über Musik gelernt hast.

Nun die 8 - das ist die eigentliche Qualität und Quelle:
Achten - auf das Zusammenspiel.
Wer Musik macht mit Anderen -
darf hören, lauschen, fühlen - wie und daß es zusammenkommt.

Die Neun - ist das Solo.
Kurz vor der nächst-höheren 1 - der 10.
Bevor alles wieder zusammenkommen wird - gibt es viel Raum,
in dem jedes sein eigenes Spiel einbringt - gut gehalten von den Anderen, die weiter den Teppich liefern.

Hier wird gespielt - und Bälle werden geworfen und aufgefangen.

Bevor - es zusammen zurückgeht .... zur Basis.

Musik ist für mich - wahrlich ein Kanal zu den Göttern.
Und so ein direkter - wie kaum etwas Anderes.
Aber - soweit nur wieder - subjektiv.
Subjektiv soweit - daß ich sage - wer es wünscht -  wird durch die Götter mit Liedern beschenkt.

Und - weil ich so "streng" (bzw. "manisch") war und immer eigenes, echtes Herzblut von den Menschen erwartet hatte - hat´s auch nicht geklappt als "Vermittlerin". Die meisten Leute - wollen was ganz Anderes, als die Musik selbst. Ein bischen Spaß, Entspannung und Geselligkeit eben. Nach langen Arbeitstagen.

Weil ich´s ja schon wußte - daß ich sehr "streng" bin - habe ich auch nie ernstlich versucht, eine "Trommel-Lehrerin" zu werden. Habe nur dann "Ja" gesagt, wenn ich gefragt wurde von Interessierten. Ein bischen Einzelunterricht hier und da - mit großer Freude, wenn der übende Mensch plötzlich seinen Verstand abgeschaltet hatte und einfach nur noch im Rhythmus war.
Immer, wenn der Verstand sich wieder "einschaltete", flogen sie raus. Und ich amüsierte mich, weil ich das von mir selbst kannte. Ist ganz natürlich. Und hochinteressant - für westlich-geprägte Geister.

Einmal ließ ich mich auf einen "Tages-Workshop" ein - auf Anfrage. Die haben es alle gut gemeistert und tatsächlich zusammengespielt - besonders aber der etwa zehn- oder zwölfjährige Junge, der echtes Talent hatte. Habe es ihm und seiner ebenfalls anwesenden Mutter so gesagt und mitgegeben. Dieses Kind - hatte die beste "Grundeinstellung" von allen - der wollte es wirklich wissen und hatte noch keine falsche Scham bzw. nervige "Persönlichkeits-Programme" aufgebaut.

Im Gegensatz zu einer Frau, die direkt neben mir saß und sich den ganzen Tag lang mehr mit solchen beschäftigte ("Ich kann das nicht ...."), statt sich einfach mal der Sache selbst - und dem Geschehen in der Gruppe von Menschen hinzugeben. Solche "Fälle" hast Du immer dabei. Und ich eigne mich offenbar nicht dazu - den Ermunterungskasperl zu geben. Sagte ihr nur sehr direkt - sie solle einfach mal versuchen, sich dem Rhythmus selbst zu widmen, das würde dann schon alles gehen. Und wenn sie meine, daß sie es tatsächlich nicht hinbekommt für eine Weile, solle sie doch einfach die Hände von der Trommel nehmen, lauschen - und dann wieder dazukommen. Es sei wichtig - zuzuhören. Und ganz normal, daß man hier und da "rausfällt". Das - hat sie aber nicht befriedigt, weil sie "psychologische Extra-Zuwendung" brauchte. Vermutlich auch sonst im Leben.

Nun gehöre ich aber zu solchen - die jahrelang und schon von klein auf - allzu oft auf der eigenen Bremse haben stehen müssen - wegen ständiger "Warterei" auf solche "Typen", die auf ausgiebige "Extra-Spezial-Zuwendung" bestehen. Und die sich ihre Aufmerksamkeit im Leben - mittels vorgeblichem Mangels und besonderer Bedürftigkeit erzwingen. Nicht wenige - fallen ja gerne darauf herein. Eigentlich - habe ich keine echten Schwierigkeiten bei dieser Dame orten können - außer besagtem Extra-Bedürfnis nach besonderer Aufmerksamkeit.
 
Meistens wurden und werden also demnach die vermeintlich Schwächeren ausgiebig gefördert und betuttelt - und die anderen durften sich derweil gehörig langweilen - und haben nix gelernt in der Zeit der sinnlosen Warterei.
Das - liegt mir also nicht wirklich - mich diesen "Extrem-Bedürftigen" zuzuwenden - weil die anderen Menschen an dem Tag durchaus motiviert, willens und fit waren. Am Ende machte ich noch die "9" auf = wilde Improvisation - und freute mich erstaunt über das, was rauskam. Die brauchten mich gar nicht mehr ..... sowas nenne ich gelungen.

Während einer wirklich guten,  fundierten Trommelausbildung bei einem wahrlichen Trommelmeister - erlebte ich allzu oft Gleiches. Ein paar empfindsame Damen - hielten permanent den gesamten Betrieb - also etwa 35 Leute - auf und bremsten alle wirklich Passionierten aus. Es saßen Vollblutprofis mit in der Ausbildung - also langjährige und studierte Perkussionisten und Schlagzeuger - die von ihm mehr lernen wollten. Ich - war immer noch am Anfang - und in bester "Betreuung" bzw.Gesellschaft.

"Du überforderst uns" - sagten sie dem Meister - der noch viel mehr mit offener Hand zu geben gehabt hätte. Ich kochte - vor Zorn .....  über diesen ganzen sinnlosen und zeitraubenden "Diskutier-Scheiß" - jenseits der passionierten Sache. Sollen sie doch endlich mal üben - exzessiv masturbieren -  und nicht Andere ständig ausbremsen mit ihren albernen Befindlichkeiten!
Er hätte keine pädagogischen Qualitäten aufzuweisen und würde sich rücksichtslos äußern. Ich schrie jedes Mal .... innerlich - und manches Mal ließ ich es auch äußerlich krachen darauf hin. Ein phantastischer Trommler - der einem Alles und mehr beibringen konnte - mit offener Hand. Wenn mensch es annehmen wollte. Und ich - wollte das ganz sicher. Und ich nahm gerne solche nicht-pädagogischen, sonnenhellklaren Kommentare wie "Das ist gerade Scheiße - was Du da machst." ..... von ihm. "Mach´s mal anders." Danke!
Einer meiner besten Lehrer!

Ein anderes Mal hatten mich vier Leute angesprochen - die schon seit einem Jahr eine "Trommelgruppe" bildeten. Ihre einstige Lehrerin hatte sich verabschiedet. Nach etwa drei "Besuchen" - war mir auch klar, warum.
Am ersten Abend aber - war ich noch unbefangen und "unwissend" ... und sehr erstaunt, was rauskam. Das - war wirklich gut und kraftvoll - ein echtes "Feuerchen". Eine lange Weile - hatten sie alle nur gespielt und ihren Verstand vergessen - und das Tempo zog irgendwann ordentlich an. Ich freute mich drüber.
Kenne das - selbst - eine Mischung aus "Konzentration" und "Ein- bzw Wegtauchen" ... anstrengend wird es erst, wenn dieser Verstand mit seinen persönlichen Programmen - jenseits der gerade stattfindenen Musik - sich einschaltet und lärmt - das sei nun aber wirklich "zu schnell", "zu lang", "zu viel"  u.v.m.

Wirklich - die haben richtig gut zusammengespielt an diesem ersten Abend - der noch weitgehend "ressentimentfrei" ablief und einfach der Musik selbst gewidmet war.
Beim zweiten Mal fing es dann schon wieder an - daß diese persönlichen Kisten reinkamen. Obwohl sie am ersten Abend formidabel gespielt hatten - kamen langsam diese Einwände - von den Prädestinierten: Das sei aber zu schnell, ich würde sie überfordern ... so "gut" wären sie noch nicht - lauter so Zeugs.
Was ja nicht stimmte - aber sie bestanden teilweise drauf.

Da machst Du nichts dran. Das ist "Psychologie" - und ich war Trommlerin, nicht "Psychologin".
Beim dritten Mal - war´s dann nicht mehr wirklich lustig - weil´s quasi gar nicht mehr um die Musik ging - sondern nur noch um die diversen Befindlichkeiten. Und dafür - war ich nicht gekommen und auch nicht gebucht.
Statt also einfach weiter gemeinsam richtig gut zusammen Musik zu spielen - fand ich mich in einer "Psychogruppe" wieder. Sie wollten offenbar lieber reden - statt ein feines Feuer zusammen zu erzeugen.

Mit einer Dame geriet ich knallhart aneinander - sie war von sich und ihren rhythmischen Qualitäten völlig überzeugt - und die Anderen auch - und ich sagte ihr schonungslos: Du - wirfst die anderen raus mit Deinen Eskapaden - und Du spielst auch nicht präzise - im Gegenteil. Also fang erst mal mit den Basisgeschichten an - bevor Du zwischendurch glaubst, Du könntest einfach spielen, was Dir in den Sinn kommt. Das tat sie nämlich - und destruierte alles.

Zu dem Zeitpunkt war ich aber schon durch mit der Sache. Hatte schon keinen Bock mehr. Kindergarten eben .... und ich packte mal meine Sachen zusammen - sagte: Ne, Leute - so wird es nichts mit der Musik. Und ich habe für sowas auch keine Zeit. Ich bin hierher gekommen - um mit Euch Musik zu machen - nicht, um an irgendwelchen Profilneurosen oder Traumatas zu arbeiten. Dafür bin ich nicht die Richtige. Also - war nett - und kurz.

Ja - aber .. und der erste Abend wäre doch so toll gewesen. Blablabla .... mein Horror! Niemand ist bei der Sache selbst - alle sind in ihren Persona-Filmen unterwegs - so geht´s nicht. Nicht mit mir.
Ich würde zuviel von ihnen verlangen. Hä? Wieso denn - ihr habt doch genial zusammengespielt? Und - wollt ihr wirklich was lernen - oder weiter rumdümpeln? Scheinbar - Letzteres. Und viel Spaß dabei - aber dafür bin ich echt die Falsche. Sucht Euch mal lieber jemand Anderen, der das bedienen möchte. Es gibt ja eine Menge davon.
Und - lassen wir es halt einfach so stehen.

Ein paar Telefonate fanden noch statt - einerseits hatten drei von den Vieren quasi Blut geleckt - was die Musik betrifft. Andererseits - kannten sie sich schon lange und wollten "als Gruppe" weitermachen.
Ich - hatte aber sehr klar gesagt - daß ich nicht bereit bin, mit dieser selbsterkorenen Meisterin - die alle Anderen raushaut und sich absolut nicht in den Rhythmus, ins feine Rhythmusgefüge einfügen möchte - noch irgendwas zu machen. Isch habe fertisch.

Ja - dann sollte ich ihnen doch weiterhin was beibringen - und sie würden es der Dame dann beibringen?
Korks .....  verkomplizier ..... Wir haben es dann gelassen.
Ich sagte einer sehr temperamentvollen, quicklebendigen und wirklich netten Schwester noch - sie solle vielleicht mal überlegen, was ihr mehr am Herzen liegt: Die Musik - mit der sie voll mitging - zumal sie quasi in Südamerika aufgewachsen war - oder eine recht verquere  "Gruppe", in der sie eh nur ausgebremst wird. Das - muß jeder selbst wissen.

Im Nachgang erfuhr ich noch - daß meine Vorgängerin aus sehr ähnlichen Gründen wie ich hingeschmissen hatte - also "gruppendynamische Schwellungen" - nur, daß sie immerhin ein Jahr gebraucht hatte - um es hinzuwerfen.

Ich selbst habe - als ich noch gespielt habe - auch manches Mal mit Leuten musiziert, die mir rein menschlich überhaupt nicht lagen. Solange es wirklich um die Sache geht - habe ich damit kein weiteres Problem. Es kann sich auch mit den allergrößten Arschlöchern - ein wirklich guter Groove ergeben. Vielleicht ist das ja gerade so faszinierend - daß Musik alles Andere aufheben kann - wenn die Menschen dazu bereit sind.

Musik - ist ja auch nur ein Beispiel - von Tausenden. Aber ein besonderes.
Weil Du eben - jenseits von Profilneurosen - auch mit oben besagten Arschlöchern - durchaus orgiastische und selbst-vergessene Momente durchleben kannst. 

Haiti - und die "Helfer" - über das Geschäft mit der "Hilfe"

.... "In jedem anderen Land - hätten die Hilfsorganisationen längst einst auf die Fresse bekommen! Wenn Du auf der Suche nach echter Zivilisiertheit bist - dann mußt Du sie hier suchen"- sagt der alte Mann aus Haiti. Und er erzählt noch viel mehr. 

Wahrheiten - wie: Die sind hier nur - weil sie ihr eigenes Leben zuhause nicht auf die Reihe bekommen.
"Helfer" berichten darüber - wie ihre "Arbeit" vor Ort aussieht: Sie schlafen in von Mauern umgebenen Häusern - und fahren am Morgen zu ihrer "Arbeit" - in von Mauern umgebenen Orten. Die HaitianerInnen seien so unzugänglich und unfreundlich, unlustig.  Hallo?

Wirklich erhellendes Feature - über das, was da auf Haiti geschieht - wie die Helfer (von rund 400 Hio´s) sich legitimieren und finanzieren  - und wie nichts von alledem zu den HaitiannerInnen fließt ......

"Was haben die Hilfsorganisationen eigentlich für eine Vision von Haiti?" 

"Aber das ist es ja - es gibt keine Vision..... Sie - brauchen die Armen - um sich selber besser zu fühlen - und um ihr Geld zu verdienen.
Wenn es Haiti gut ginge - überleg mal, wieviele Mitarbeiter von Hilfsorganisationen unglücklich wären, wenn sie wieder nach Hause müßten, um sich der Realität zu stellen. Krise, Streß mit der Familie ...
Das hier - sind Ferien. Gut bezahlte, humanitäre  Ferien.  Und sie - sind die Touristen. Es ist ein Geschäft. "

Ich liebe diesen alten Mann - der da Raum bekommt im Feature - und der glasklar sieht und sagt  - was ist.
Ein haitianischer Schriftsteller. Und - danke an die Produzierenden - für diesen Bericht - dafür, daß sie diesen alten, klargeistigen, weisen Haitianer die Wahrheit sagen lassen.
Danke für die Worte eines Rainer Schmied - der schon gut zwölf Jahre auf der Insel lebt - und viel bewirkt - zusammen mit seinen Leuten - so einer ist eben inzwischen ein echter Inselbewohner.

"Es ist ein entwürdigendes Tauschgeschäft" .... ich lausche dem Alten - auch, was den Sex-Tourismus betrifft.
Er hat recht. Und Würde. Wie soviele andere ....
Meine "persönliche Erfahrung" war immer diese: Ich liebe diese Menschen - wegen ihrer Würde - jenseits der Scheiße, mit der sie täglich zu kämpfen haben.

Möchtest Du auch gerne "helfen" - innerhalb von Mauern?
Gut bezahlt - und jenseits des richtigen Lebens?
Nicht umsonst gibt es diesen Spruch:
"Bitte nicht helfen -
es ist auch so schon schwer genug."

Licht, Schatten, Widersprüche ....

 ... seit einigen Wochen habe ich eine neue Passion: Ich untersuche Gedanken und Gefühle auf widersprüchliche Inhalte. Nicht mehr - und nicht weniger. Registriere das, was sich widerspricht und antworte lediglich mit "Aha - interessant!" Und das ist es - interessant.
Habe also Ambitionen von früher mal nun ad acta gelegt - auf eine Linie zu kommen. Gedanken zu steuern, zu bereinigen, mich umzuprogrammieren, ins Paradies auf Erden durch Sortieren zu gelangen und lauter so Zeugs.
Im Moment ist es genug - besonders aufmerksam alle gedanklichen und gefühlten Widersprüche zu beobachten.
Und solche Gedanken und Gefühle - die ich nie haben wollte - sehr freundlich zu begrüßen mit einem "Ach, Du bist es wieder! Ja - ich kenne Dich schon lange - und jetzt darfst Du sein." So etwa ....
Eine reich gedeckte Tafel - an der alle Gäste viel Platz finden.
Seit ich -  in meine zweite Lebenshälfte gekommen bin - ´was ich ja nie geglaubt hatte.
Aber - wo es nun so ist - lade ich gerne wieder Gäste ein.
Und freue mich an diesen.

Übrigens - fast wie früher mal, als ich noch sehr jung und unbefangen war - und als ich es immer als besonders wertvoll empfunden habe, die unterschiedlichsten Menschen und Mentalitäten einzuladen - zu mir nach Hause.
Als ich noch eine Art "Versammlungsort für Unterschiedlichkeiten" war - und einfach gerne den Raum aufmachte - um Gemeinsamkeiten zu entdecken.
 
".... und der größe Schatten, den wir Menschen alle teilen, ist, daß wir nichts unter Kontrolle haben."
ist ein Satz aus diesem Beitrag - der mir direkt ins Herz sprang.
Sehr klare Worte - denen ich gestern gerne per Zu-Fall lauschte - jenseits allen Wunschgeschwurbels ...
Weil ich viel zu faul bin - meine eigene Version in Worte zu fassen - verweise ich hier mal auf diese Version, die mir größtenteils  aus dem Herzen spricht. Der Titel - ist m.E. danebengegriffen - aber der Inhalt ist trefflich. Trefflich menschlich - und ehrlich. Danke dafür.

Eine Frage bleibt mir - nicht nur nach diesem Beitrag.
Wenn das "duale Gegenteil" von Tod - die Geburt ist - was ist dann eigentlich das Leben?

Energetisches und Bolivien ...

... hörte in den vergangenen Tagen zwei erstaunliche Dinge über Bolivien. Scheint mal einen Blick wert, dieses Land. Die erste Meldung war (hier gehört - insgesamt sehr hörenswert!), daß die Bolivianer keine Lust auf McDonalds-Fast-Food haben. Bolivien sei das einzige Land auf dem Planeten, in dem diese Firma nicht ihre üblichen Erfolge aufzuweisen hat. Die "indigene Bevölkerung" stehe diesen Billig-Produkten sehr kritisch gegenüber und könne sich nicht vorstellen, das da was Nährendes drin sein soll für den Schleuderpreis.
Jetzt wundere ich mich - einmal über die Klugheit der bolivianischen Menschen - und andererseits darüber, wieso der Rest der Menschheit anders tickt.

Die zweite Meldung - noch erstaunlicher: Die bolivianische Regierung habe sich dagegen verwehrt, daß der Himmel über dem Land mit Chemtrails verseucht werde. Sie habe sich klar geäußert - daß sie diese Sauerei nicht hinnehme  über ihren Köpfen und angekündigt, im Falle einer Nichtbeachtung auch gegebenenfalls die Flieger abzuschießen.
Donnerwetter! So vernommen (nach Minute 46) und nicht weiter "geprüft" von mir - in diesem Beitrag - ebenfalls hörenswert.
Werde aber mal ein Auge auf Bolivien haben von nun an ...

Noch eine Randbemerkung dazu - ich wiederhole mich hier gerne: Die Existenz von Chemtrails und Haarp wurde ja bisher vehement verleugnet und als "Verschörungstheorie" gelabelt. Gibts nicht - hammernicht. Jetzt aber wird´s langsam offiziell - nicht nur, daß es sowas schon lange gibt, also "Wettermodifikation" - sondern die offizielle Version, die natürlich gut für die Menschheit sein soll, lautet "Geo-Engineering". Wer ab und zu mal in den Himmel schaut, wird sich vielleicht denken können, daß da das (Sonnen-)licht weg-engineert wird ....  (von wegen "Klimawandel" ... ich meine, da wird kräftigst dran gedreht, seit es "Billigflüge" gibt zu völlig unrealistischen Preisen  - und ich weiß, es ist kaum zu fassen.)

Sonnenlicht - gibt uns Menschen Energie, Kraft, Auftrieb und Freude. Den meisten jedenfalls - unschwer spürbar neulich an den beiden 35-Grad-Tagen ... die für mich persönlich eher körperlich-heftig waren im Auto .... außerdem habe ich Sonnen-Allergie und kriege Pusteln und "Jück" ...  bin auch so mit dem Licht sehr zufrieden - habe hier seit über einem Jahr soviel Licht, wie in vielen Jahren davor nicht mehr - und bin ansonsten eh draußen über´s ganze Jahr. Mag auch bewölkten Himmel.
Und mache mir keine weiteren Sorgen mehr um diesen ganzen Irrsinn ... Registriere das - was sich mir da offenbar zeigt. Und was anscheinend auf dem gesamten Planeten für seltsame Wetter-Erscheinungen und sicher auch für entsprechende physische, psychische und seelische Befindlichkeiten sorgt.

Aber - die Zeit der Angst ist vorbei, irgendwie. Irgendwie - habe ich mich schon so intensiv i.d.V. mit all dem Zeugs beschäftigt - und lebe immer noch - daß ich inzwischen wieder ganz zuversichtlich bin, daß sich alles zum Besten wendet.

Übrigens - auch im Wissen darum - daß eine gesunde Zusammenarbeit zwischen Natur und Mensch schnell alles zum Guten wenden kann. Pflanzen - sind wahrlich stark, wie sich u.a. auch daran zeigt, daß sie zügigst Resistenzen entwickeln gegen den ganzen Monsanto- (und Syngenta = Bayer = gutes, altes deutsches Firma, heute "Lanxess") Dreck.

Pflanzen sind kraftvolle und völlig unterschätzte Helfer. Und "Co2" - den Nährstoff der Pflanzen - die dieses liebevoll für uns in Sauerstoff umwandeln - hat man mir nie als angebliches "Feindbild" einimpfen können - im Gegenteil.

Übrigens - gibt es eine andere Theorie  (neben der "42" des geschätzten Douglas Adams ...), die besagt, daß ein höherer Anteil von Co2 in der Atmosphäre für uns Menschen äußerst entspannend sei. Ich bevorzuge letztere Version. Wegen den Pflanzen .... die uns sicher allerbestens gesonnen sind.

Wer nicht an solche perfiden Tatsachen von Giftsprüherei am Himmel und Haarp-Anlagen glauben kann, der möge sich einfach mal rein logisch und unvoreingenommen überlegen, ob "Fracking", also die radikale Verseuchung des Grundwassers mit hochgiftigen Chemikalien für horrende Kosten, deren Großteil wieder mal an der Allgemeinheit hängen und von dieser subventioniert werden sollen, alles für maximale Profitausbeute der Betreibenden und minimale Energieausbeute - ob also dieses "Fracking" vielleicht menschen- bzw. lebensfreundlich und geistig gesund ist. 

Als "wissenschaftlicher Laie" verstehe ich immer soviel - daß nun ein letzter Rest von Energie auch aus den Steinen herausgepreßt werden soll. Also die im Gestein vorhandenen Gase. Und dann? Was wollen wir danach noch auspressen?
Klingt für mich so absurd, als wolle man Wasser aus Knochen herausziehen.
Ein paar Tropfen vielleicht können da herausgepreßt werden - mehr nicht. 
Und ich habe Knochen schon ganz anders erlebt - wie auch Steine - dieses, was uns Menschen nicht sichtbar und in der Regel nicht direkt wahrnehmbar ist - Knochen und Steine, scheinbar "starr" - hat einen weit höheren "Schwingungs-Umlauf", als das, was uns weicher erscheint.

"Fracking" ist - in meiner Wahrnehmung - ein ganz offizieller Anschlag auf die Gesundheit - aller Lebewesen - und man hat es nicht einmal mehr nötig, hier eine "Verschwörungstheorie" draus zu machen, weil allzuviele Menschen schon von der Idee einer "Energieverknappung" besessen sind. Und weil wir nichts hören - von anderen Möglichkeiten - wie "kalte Fusion" z.B. Wobei sogar dies inzwischen im Mainstream auftaucht .... hört hört. (Nein - ich habe keine Ahnung davon - aber ich weiß, daß es Menschen gibt, die sich tatsächlich engagiert mit neuen Methoden befassen - und ich weiß, daß es keinen "Energiemangel" und besonders auch keine "Alternativlosigkeit" gibt im Universum.)

Übrigens - mein subjektiver Eindruck: Ich glaube zwar nicht unbedingt an einen "kollektiven Aufstieg der Menschheit" in irgendwelche abgehobenen, lichtdurchflutenden Dimensionen - aber ich registriere eine Menge Veränderungen im Denken und Fühlen. Des "Fußvolkes" ... welches auf dem ganzen Planeten langsam bzw. immer schneller in erstaunliche Bewegung gerät. Und sogar in den Mainstream-Medien, wo immer mehr auch kritische Beiträge auftauchen. Vermutlich eher aus Notwendigkeit - weil auch dort klar wird, daß die Leute sich nicht mehr einfach weiter nur zum Narren halten lassen.

Der Herr Alexander Wagandt, der ja seit ein paar Jahren einmal pro Mondlauf zusammen mit dem Herrn Jo Conrad diverse Geschehnisse auf ihre energetische Qualität hin untersucht, nennt das - aus der Kinderwelt (diese Kindshaltung, in der wir unsere eigene Autorität und Verantwortung anderen Menschen übergeben und überlassen) in die Pubertät kommen .... mir gefällt dieses Bild. 

Schöne Grüße auch - an dieser Stelle wieder mal - an die globale Stasi ("Yes - we Scan" - was für eine wunderbare Wandlung des albernen Wahlkampf-Slogans einst ins zutiefst Realistische !!! ....) und die Algorhythmus-Robotniks - die mir hier permanent in die Tastatur und ins Programm schießen. Wünsche Euch allen einen erquicklichen Tag.

Samstag, 22. Juni 2013

Die Zwillingssonne und die "Männer" ...

 ... ergänzen sich irgendwie nicht. Also - in erotischer Hinsicht zum Beispiel.
Jetzt - wo ich völlig narrenfrei bin - selbstverordnet - weil ich diese obskure 50 überschritten habe - stelle ich fest: "Gleichaltrige" Männer - sind mir viel zu alt - und interessieren mich nicht. Noch ältere Männer - haben mich noch nie interessiert - also erotisch. Zu jung - dürfen sie aber auch nicht sein. Bleibt also nur - diese Spezies zwischen 35 und 45 ... und die sind wieder irgendwie gebunden - in ihren Schematas - was ja wieder völlig unerotisch ist.
Gott - bin ich froh - daß ich soviele  "Abenteuer" hinter mir habe - und mir das letztlich alles völlig wurscht ist.
Das ich gerne nur mit mir bin.
Gott - wie oft bin ich verwundert - daß ich mich nicht "ver-liebe".
Und Gott - was soll ich machen - die Einen sind mir zu jung - und die Anderen zu alt.

Ich glaube ja - das hast Du extra so arrangiert - um mich auf mich selbst zurückzuwerfen.
Zu ver-ven.

Ja - Frauen schauen auch lieber knackige Männerhintern an - keine Frage "Jungs". Frauen - nehmen sich auch lieber schöne, knackige Mänergestalten mit in ihre Betten. Also - mal rein erotisch betrachtet.
Jenseits - dieses Versorgungsdenkens - welches sich mir nie eröffnet hat - bin "Selbstversorgerin"..
Hallelujah - dafür.

Verrückt ist nur - ich liebe ja eigentlich die Männer  - auch.
Aber einer - "dieser vorgebliche Eine" - aus den uralten Menschen-Märchen - ist mir nie begegnet.
Hmmmh ..... vermutlich ein Segen. Und - ich bin immer noch mit auf Männer geworfenen Blicken - genauso "sexistisch" - wie ich es mit zwanzig schon war. Tja .... würde sagen - das ist wohl dieser Trieb.

Letztlich - ist es eh müßig, über Männer und über´s potentielle Verlieben nachzudenken, weil: Et kütt, wie et kütt. Oder - et kütt nix. Hatte mich nur selbst gewundert, daß mein Blick, wenn überhaupt, sich eher auf jüngere Männer richtet ....

Viele Freudentränen heute in der Kolonie .....

..... nachdem ich gestern einen rabenschwarzen, dunklen Tag verbrachte bis in den späten Nachmittag hinein - und diesen genauso akzeptierte, wie er war - mit Wut, Zorn, Ohnmacht, Groll - und mich auch wunderte über die Heftigkeit, die da ihren Raum nehmen wollte und mußte - revanchierte sich das Leben heute mit einem goldenen Tag für diese Ehrlichkeit.

Erst bescherte er mir ein Wiedersehen mit einer unvergleichlichen Freundin - die ich sehr lange nicht gesehen hatte. Ich stellte die Limousine für dreieinhalb Stunden ab, sie hatte viel mehr Zeit heute bei ihrem seltenen Zwischenstop in der Kolonie, als wir gedacht hatten. Außerdem war sie diesmal in einem anderen Hotel untergebracht - und ich hatte gleich um die Ecke eine viel bessere Abstellmöglichkeit. Alles kein Zufall, sondern perfekt.

Wir tauschten uns aus, was so alles geschehen ist in der Zeit, in der wir uns weder gesehen noch gesprochen hatte - vielleicht drei Jahre - wir wußten´s beide nicht mehr genau. Erstaunliche "Schwingungen" - so nannte sie es. Ja - so isses. Sehr ähnliche "Lebensthemen" - und keine will was von der Anderen bzw. an der Anderen ziehen. Dreieinhalb "verdichtete" Stunden - voller spühender Lebendigkeit. Nach vielen Jahren genoß ich auch diese Zeit mit ihr in einem schönen Straßen-Café der Kolonie, es war wie Urlaub. Habe sowas ewig nicht mehr "gemacht" - fahre ja eh die ganze Zeit da rum. Aber heute - war´s ganz anders, als auf Arbeit. Einfach - entspannt und erholsam.

Dann - hat sie mich noch aus den Schuhen gehauen mit einer "Neuigkeit" - literal - heute abend war mein linker Schuh aus dem Leim gegangen .... einer von den teuren, die ich mir seinerzeit noch für viel Geld geschenkt hatte. Wohlgemerkt - der linke Schuh - für die, die sich auf Symbolik verstehen. 

Sie hat ihren "Ehemann" - "freigegeben" - aus Liebe.

Das - habe ich noch nie von einem Menschen gehört - und ich bin tief beeindruckt.
Wie geschruben - damit hat sie mich heute aus den Schuhen gehauen ... Hut ab, bis auf den Boden.
Und irgendwie - paßt es zu ihr - und zu niemand sonst, den ich kenne.

Sie, die sehr gerne Kinder bekommen hätte - bekam keine. Ging nicht. Und diesen Krampf, den soviele veranstalten mit künstlichen Methoden - hat sie nicht in Erwägung gezogen, sondern es so genommen, wie´s halt ist. Jetzt kommt auch ihre "50" und die Sache ist gelaufen. Der Mann - ist jünger als sie und kommt aus einem anderen Kulturkreis - einem arabischen. Der wünschte sich selbst auch Kinder - aber es ging ja nicht. Nicht mit seiner Frau. Und dazu kam noch ein kulturbedingter Druck seitens des großen Clans - die ihn immer wieder bei Heimatbesuchen auf die "unfruchtbare Ehefrau" anquatschten.

 Heute erzählt sie mir - daß sie lange überlegt hat - und mit niemandem darüber gesprochen hat, sondern es nur mit sich alleine abgemacht hat - Weisheit eben - um dann ihrem Geliebten zu eröffnen, daß sie ihm Kinder wünscht und damit einverstanden ist, wenn er sich eine zweite Frau nimmt, die ihm solche schenken kann.

Der - hatte zunächst protestiert - das wolle er nicht. Sie hat ihm gesagt - daß sie sich das reiflich überlegt hat - und es aus Liebe entschieden hat. Er möge damit einfach mal "arbeiten" - für sich. Was immer daraus wird.

Nun - hat er tatsächlich eine "zweite Frau" -  aus seinem Kulturkreis - eine, die in diesem keine Chance mehr gehabt hätte ... Die lebt nun seit ein paar Wochen in Deutschland und er hat eine Wohnung mit dieser genommen. Wie´s genau weitergeht, weiß niemand. Wird sich alles zeigen. Und ich staune nur - über die Freundin - mein einziger Beitrag zu diesem Bericht war "Donnerwetter!". Und später noch - ja, das ist wirklich Liebe. Und klug wäre sie gewesen - nur so kenne ich sie - mit niemandem über ihre Entscheidung zu sprechen. Sie bescheinigte mir daraufhin - daß ich zu den allerwenigsten gehöre, von denen sie wußte - daß so eine Reaktion kommt. 
Welche denn auch sonst - es ist ja ihre Entscheidung. Und ich habe einen Heidenrespekt davor. Auch davor - daß sie ihn gar nicht "zu halten" beabsichtigt. Was für ein Unsinn das alles ist .... dieses "halten wollen".

Falls sie das liest - das ist eine Hommage - an echte Großherzigkeit - und Reife. Das läßt sogar richtig gute Schuhe aus dem Leim gehen .... und wird mir immer unvergeßlich bleiben.

Sehr bereichert von dieser Begegnung fuhr ich nochmal los - und staunte, daß sich was bewegte in der Stadt heute. Mein erster Halteplatz anschließend war mitten im Herzen der Kolonie - ich stand alleine auf weiter Flur. Und wenig später - hatte ich ein "Gefolge" von zahlreichen Polizei-Mannschaftswagen neben und hinter mir, die sich dort sammelten. Die angekündigte Demo der Türken fiel mir wieder ein - "Taxim-Platz-Köln" quasi. Gucke nach hinten und ein Fahrzeugführer meint zu mir: "Keine Sorge - wir sind gleich wieder weg". Fand ich ganz lustig, ich hatte ja gar nichts gesagt ..... Fragte ihn - ob heute Demo sei und wo. Aha, danke.

Die nächsten Fahrgäste frage ich - ob sie was mitgekriegt haben von wegen Demo? Ja - der Platz sei brechend voll mit Menschen und sie seien informiert worden - daß sie nicht wiederkommen könnten, wenn sie jetzt weggehen - viel zuviele Menschen .... 40.000 sollen es mindestens gewesen sein.

Danach fahre ich zum Hauptbahnhof .... und da schau her: Eine weitere Demo - die Brasilianer sind unterwegs. Ich komme kaum durch - ist vieles abgeriegelt - und als ich den hintersten Zipfel vom Bahnhofshalteplatz erreiche - kommen diese BrasilianerInnen mir entgegen. Viele Hunderte - schlecht zu schäzen, vielleicht zwei- oder dreitausend?
Ich stehe da mit offenem Fenster und freue mich. Ich freue mich aufrichtig - über die Bewegung in der Kolonie. Alles - friedlich. Die brasilianischen Menschen skandieren rhythmisch ihre Parole - und fast jede/r trägt ein Schild mit sich. Alle Altersklassen - und ein "sanfter Marsch".

Ich fühle mich kurz - "wie zuhause". Und klatsche hier und da laut über das, was auf den Schildern steht. Vor allem stehen viele Hinweise drauf - daß es eine friedliche Revolution ist - und daß die Revolution nun begonnen hat ... Meine Kiefermuskeln kriege ich nicht mehr höher ... und mir laufen Freudentränen runter, als ich diese Menschen sehe, die sich vermutlich kurzerhand über "Fatzebuck" versammelt haben.
Rufe auch manchmal "Brrraaaavoooo ..." und denke - noch nie war es so schön, mit der Limousine unterwegs sein zu müssen. Schaue immer wieder in lächelnde Gesichter - die freuen sich auch an meiner Freude - über sie alle !!!

Wenn Brasilien sich in Bewegung setzt - wer will das denn bitte "aufhalten" ?!! denke ich mir nur. Und - Kuckuck, liebe deutsche Landsleute - wo sind wir denn alle?

Am früheren Morgen - kam ich noch mit einem jungen, türkischen Fahrgast ins Gespräch und fragte einfach mal - was denn da los sei in Türkei gerade? Er schilderte mir seine Eindrücke - und schnell kamen wir noch auf viele andere Regionen zu sprechen .... auf "politische Lügenmärchen" und darauf - daß die Menschen sich gerade auf der ganzen Welt bewegen - daß viel in Bewegung ist.

Habe zwar keine Nachrichten gehört heute abend - aber ich gehe einfach mal davon aus - daß in der Kolonie heute nicht mit Tränengas und anderer vorgeblicher "Staats-Gewalt" gegen sich friedlich-zeigende Menschen ("Demonstranten") vorgegangen wurde.

Während der o.g. türkische Fahrgast noch meinte - die wüßten nicht, was sie wollen, diese "Demonstranten" - denke ich mir, daß gerade das neu ist in der Geschichte der Menschheit: Überall bewegt sich was - bewegen sich die Menschen - und niemand verkündet vermeintlich heilsbringende Parolen oder "politische Systeme".
Es gibt nicht mal "Führer" bzw "Anführer" ... alles ist offen.
Der Optimist - die Optimistin (also ich ...) würde sagen:
Das - läßt erstmals hoffen.

Donnerstag, 20. Juni 2013

Himmel .....

.... oft bin ich so weit weg und woanders - von all dem Zeugs - meistens sogar - daß ich .... daß ich? Ja?
Das ich vieles nicht ernst nehme .....
Das - ist meine Gabe.
Ich weiß es inzwischen - weil ich auch andere Menschen einladen kann - ihren Scheiß einfach mal zu vergessen - und sich der Schönheit des Momentums zu widmen.
Jenseits - der Verwirrung.
Es blüht ... manches Mal  ... auf eigene Weise.

Und hier eine Hommage an die einstige Mutter bzw. Erzeugerin - mit der ich vieles geradezurücken hatte - aber letztlich hat sie´s einfach gut erkannt - jenseits aller einstigen Erwartungen - Steinböckin versus Zwillingssonne - sie hat es sogar geliebt am Ende:  
"Du - lebst einfach nur im Moment."
Ja - wo denn sonst?

Freundschaftliche Frequenzen ...

... am Samstag treffe ich eine Freundin. Sie schickte mir gestern eine kurze Mitteilung, daß sie am Samstag für einen Zwischenstop in der Kolonie ist. Sie ist "Stewardess" - was man ja nicht mehr sagt, wie ich diese Woche noch von Fahrgästen vernahm - das heißt jetzt "Flugbegleiterin" - oder immer noch "Saftschubse". Uahaha .... die Freundin kennt diesen sinnlosen Ausdruck bestens - und ich weiß sogar, wie die anglophile Fachbezeichnung für ihren leitenden Job sich nennt - sie ist nämlich "Chef-Saftschubse".

Bei meinem ersten Spontantrip einst nach Kuba lernte ich sie kennen.
Ich hatte es nicht länger ausgehalten mit der "Warterei" (ich wollte erst dorthin, wenn ich die Sprache der Rhythmen gut genug beherrsche ....), endlich dahin zu kommen - und hatte mich kurzerhand für zwei Wochen Touristen-Bunker in Varadero eingecheckt. Nicht mein eigentlich anvisiertes Ziel - aber der letzte und einzige Flug, der derart spontan zu bekommen war. Von jetzt auf hier!

Wie meistens auf Reisen - habe ich es sehr gut dort angetroffen. Ein kleines, feines, schnuckeliges Haus mit hübschen Zimmern und keine zehn Meter vom Strand entfernt - fernab vom großen Hotelbunker, wo es Essen gab - bei Bedarf. Mein Bedarf auf solche Abspeisung - hielt sich eh in Grenzen - ich wollte einfach nur endlich einen echten Batá-Meister finden. Ich fand ihn auch - am vorletzten Abend. Und verbrachte meinen letzten Tag mit ihm - habe den Mann nie vergessen und auch diesen angefüllten Tag nicht. Ich sprach ihn abends bei einer Musikveranstaltung für uns Touris an - ob er mir was beibringen könne. Er - war der Clanchef einer großen Familie im nächsten, echt kubanischen Ort. Varadero - ist ein künstlich geschaffener Ort am Meer - nur für Touristen. Kubaner dürfen nur ins Paradies - wenn sie dort arbeiten. Am Strand wurden sie fast immer sofort von der kubanischen Stasi kontrolliert und manchmal auch verscheucht.

Ich verabredete mich also für den nächsten Tag mit dem Meister - und wartete etwa zwei Stunden vergeblich auf ihn. Dann gab ich´s auf - und machte mich strandfertig. Als ich wieder runterkam, saß er unten mit der netten Reingungsfrau auf dem Sofa und sie betrieben diese gepflegte Art der Konversation, wie sie typisch ist. Hurra!

Wie geschruben - es war gar nicht einfach für ihn, nach Varadero zu gelangen. Aber er war gekommen.
Wir fuhren dann mit dem normalen, kubanischen Bus wieder raus - in die kleine Stadt nicht weit entfernt. Dorthin, wo das echte Kuba stattfindet. Er instruierte mich - doch bitte nicht zu sprechen im Bus. Und er würde den Arm um mich legen müssen, damit wir wie ein Liebespaar aussehen. Wenn er mit einer Touristin erwischt  würde, würde er viel Ärger bekommen. Ich hatte schon davon gehört - und es ja auch schon am Strand gesehen, wie absurd es zugeht. Ich fuhr also mit diesem Meister los - und wußte irgendwie genau - das ist alles goldrichtig so.

In der kleinen Stadt angekommen - bewegten wir uns auf einem Eselskarren weiter und zu Fuß. Ich merkte, ich brauche hier Geduld. Erst mal zogen wir von Haus zu Haus - er stellte mir seine ganze Familie vor. Sehr ärmliche Behausungen - einfach nur ein "Dach überm Kopf", aus Beton gegossen, ohne Verputz, Fenster oder gar Tapeten. Und jeweils eine Menge Leute drin. Alle - sehr freundlich. Erwachsene und Kinder bunt durcheinander - in einer "Bleibe" spielten sie gerade Karten - das Kartenspiel war mit deutlich pornografischen Fotos bestückt - die auch die Kinder kannten. Wo es nichts gibt - bist Du froh, wenn Du wenigstens sowas hast.

Eine seiner vielen Töchter fragte mich, ob och ihr vielleicht ein paar Klamotten dalassen könnte. Ich war damals noch recht "unwissend" und meinte - nein, das täte mir leid, ich hätte nichts Gutes für sie und meine Sachen wolle sie wohl eher nicht haben. Wußte nicht - das ich mich da getäuscht hatte. Wollte ihr nur nicht meine "billigen Klamotten" dalassen. Beim nächsten Flug - wußte ich schon etwas mehr und brachte ein, zwei große Taschen mit neuen Klamotten mit - war mit diesem Meister in Santiago bei einem großen Musikfestival verabredet, wo ich ihn aber doch nicht traf. Verschenkte es anderweitig.Und hatte wieder was gelernt - hatte nämlich Strafzoll gezahlt am Flughafen - wegen reichlich Übergepäck. Hatte auch noch Sachen für jemand anderen mitgenommen - für den, der mir später ein "offizielles Empfehlungsschreiben" für meinen eigentlichen Trommelmeister mitgab ..... - und jedes Mal ein gutes Fahrrad - zum Dalassen.

Der Clanchef war bekannt wie ein bunter Hund in seiner Stadt. Immer wieder trafen wir jemanden, mit dem er bekannt war - und sie hielten ein kurzes Schwätzchen miteinander. Ein Trompeter meinte zu mir - da hast Du aber Glück. das ist ein phantastischer Musiker, den Du da getroffen hast. Später in Santiago de Cuba - erstand ich eine CD mit seiner Musik - bzw. der Musik, die er mit der Familie spielt.

Immer noch wartete ich auf meinen "Musikunterricht" - und immer noch wußte ich, daß hier viel Geduld angesagt ist - und das ich gerade noch ganz andere Dinge beigebracht bekomme. Dann - lud er mich erst mal zum Essen ein. In so ein "sozialistisches Restaurant" - "kubanische DDR-Atmosphäre" quasi. Leckeres, einfaches Essen. Da schrieb er noch kurz ein Lied für mich - und schenkte es mir. Danach - endlich Unterricht. Kinder steckten ihre kraushaarigen Köpfe mit tausend Zöpfchen durch die Tür - und kamen rein, um zur Musik zu tanzen. Der Meister bescheinigte mir - Du begreifst schnell und spielst ziemlich gut - "bastante bien" - da wird was draus. Hurra!

Übrigens - immer wieder erstaunlich für mich - ich sprach nicht wirklich Spanisch seinerzeit  - bastelte mir auch viel aus ehemals gelerntem Latein und anderen Sprachen zusammen - aber die Verständigung war überhaupt kein Problem. Und nie lernst Du schneller - als einfach da zu sein, einzutauchen und schamlos Sätze zu basteln. Den Rest - bringen Dir die Menschen bei.

Am Abend - fuhren wir zurück und gingen zu einer Bembé - im einzig verbliebenen kubanischen Carree in Varadero. Das war nochmal - das Sahnehäubchen. Ein Fest für die Götter.
Den ganzen Tag lang hatte dieser Meister ein Bild unterm Arm mitgeschleppt - von Oshún, die Orisha der Liebe und Fülle. Am Abend - war es bei mir.

Irgendwann - gab ich dem Meister Geld - und fragte etwas beschämt - ob das so ok für ihn sei? Der jauchzte auf ... ich glaube, es war wirklich korrekt und ich war nicht geizig. Bis auf die blöde Nummer aus Unwissenheit - mit den Klamotten am Nachmittag bei seiner Tochter. Aber - ehrlich - so einen Ausflug kannst Du eh nie mit Geld vergelten.
Und so ein Tag - brennt sich für´s Leben in Dein Herz ein.

Viele andere Tage - aus Varadero - haben sich auch in mein Herz eingebrannt. War mit den Nachbarinnen aus meinem Quartier in Kontakt gekommen - drei Mädels aus München. Und bei der Hotelspeisung noch mt ein paar anderen Touris - auch zwei notdürftige Sextouristen - der eine wenigstens ehrlich, mit diesem habe ich noch lange telefoniert, als wir wieder zuhause waren -  der andere hat sich selbst zu bescheißen versucht auf eine so absurde Weise, wie es mir nicht einmal im Traum einfallen könnte. Und ein älteres Ehepaar - er wäre glaube ich sehr gerne mit den beiden anderen Notdürftigen ausgeschert ....
Was für eine Mischung!
Den älteren Heilpraktiker aus Polen, der im Flieger neben mir saß und mir ein paar unvergessene Tips gab - traf ich auch nachts wieder in einer Bar - mit einer Schönheit im Arm.

Mit dem "ehrlich-Notdürftigen"  war ich ein paar Mal unterwegs - wir tendierten beide nicht dazu, stundenlang sinnlos am Strand rumzuliegen - und begaben uns auf eine schöne Wanderung in ein Naturschutzgebiet - mit Führer. Very interesting - und ich habe erstaunlicherweise alles verstanden - und es dem "Kollegen" gerne bei Bedarf übersetzt.  Der freundliche Naturführer fragte uns dann noch - wie lange wir schon so glücklich verheiratet wären?

Ein paar bildhübsche, testosterongeladene junge Kubaner - die sich zu mir an den Tisch setzten - ließ ich kurzerhand abblitzen. Ich stehe nicht auf Sex für Geld - und wir kamen in ein gutes Gespräch. Nachts alleine zu Fuß auf dem Heimweg - etwa zwei Kilometer noch - boten mir andere wunderschöne Jungmännergestalten eine Mitnahme auf ihren Fahrrädern an -  die ich wieder abwinkte. Sie begleitenen mich per Pedes bis nach Hause - und wir hatten viel zu erzählen und zu lachen.
 
Mit den anderen "Touris" tat ich mich zusammen für ein paar Ausflüge - gen Havanna und gen einige andere Orte. Ich überzeugte sie - daß wir unbedingt Samstags zur "Noche de Rumba" nach Matanzas müssen - das sei einzigartig. Und das war es auch. Für jeden von uns - auf eigene Weise. Die Sex-Touristen waren für ein paar Stunden verschwunden ... am Fluß wurden sie von prallen Schönheiten angesprochen. Und ich wunderte mich ein wenig - über viele junge Leute am Fluß, auf der Mauer - die sich sehr unverhohlen an Stellen massierten, die sonst eher verkleidet bleiben.

Ich unterhielt mich über den Nachmittag ein paar Stunden lang mit einem taubstummen jungen Mann - den ich auch nie wieder vergessen habe. Siehe oben - unter "Sprachen lernen" ... Der brachte uns Minze aus seinem Garten - und erläuterte, daß man sich diese hinters Ohr stecken soll - das macht einen wachen Geist.

Während dieser zwei erstaunlichen Wochen - lernte ich eine ganz besondere Frau kennen. Eine der drei Münchnerinnen, die nicht ganz einfach waren und ständig miteinander in sinnlosem Clinch lagen. Zwei von den dreien - hatte ich aber sofort ins Herz geschlossen. Die dritte war mir wirklich zu kompliziert und schon fast wieder interessant - vor lauter snnfreier Zickerei.

Eine - treffe ich am Samstag wieder. Merkurianerin - wie ich - aber aus der Abteilung "Jungfrau". Quicklebendig und sehr klug. Unerschütterlich. Viele Sprachen sprechend.  Ein "menschenverbindender Mensch". Meine Sprachvariationen - waren seinerzeit etwas anders gelagert als die ihren -  am meisten hat sie wohl fasziniert, daß ich da ab und an mal bei diversen Gelegenheiten mit den Touristen-Bands musiziert habe - ist ja auch eine Sprache. Und der Tag in Matanzas - diese Begegnung mit dem Taubstunmen - von denen es erstaunlich viel auf der Insel zu geben scheint, ich traf noch mehr später, immer in reger Unterhaltung.

Sie - hat diese zwei Wochen auch nie vergessen - sie haben sich bei ihr ebenfalls ins Herz eingebrannt, wenn auch ganz anders. Mehr - wegen einer überraschenden Begegnung mit einem bildschönen Kubaner - wie gemalt, der Mann - aber vor allem so klug wie sie selbst. Eine traumhafte Kombination - wäre sie nicht schon mit einem anderen, wunderbaren Mann verheiratet. Aus wieder anderem Kulturkreis - einem, wo ebenfalls viel Geduld vorhanden ist, aber wieder auf andere Art.

Komisch manchmal, das Leben. Wir sehen und sprechen uns - vielleicht alle zwei Jahre mal. Aber das hat überhaupt keine Relevanz. Es geht eben - um Frequenzen. Und nicht um Häufigkeit der Frequentierung.
Ich freue mich auf sie .... und sie sich auf mich.

Solche Verbindung - erinnert mich daran - wie unwichtig "Zeit" ist. Bei einem kurzen Telefonat heute zwecks Uhrzeit- und Treffpunkt-Vereinbarung - schien mir gar keine Zeit vergangen  ....              

Den kühlenden Regen küssen wollen ....

.... kam mir in den Sinn, als es heute morgen endlich zu regnen begann.
Und den erfrischenden Wind gleich dazu.

Ob ich mir das nochmal wünsche - muß ich mal sehen. Kurz darauf, als ich zum Einkaufen fuhr und das Fenster im Hausflur schön weit geöffnet hatte, damit auch dort mal ein frisches Lüftchen hineinkommt, bedankte sich der Regen für die Küsserei mit einem gewaltigen Wolkenbruch.
Donnerwetter!
Dunkel wie die Abenddämmerung wurde es ...

Ich erledigte meine Einkäufe zügig und lief einfach durch´s Wasser - es ist nur Wasser!
Allerdings - eine ganze Menge davon in Windeseile. Keine Schwierigkeit damit, mir vorzustellen, wie schnell dieses Element ganz Landstriche unter sich lassen kann. Die, die es neulich und schon vor Jahren getroffen hat - wissen, wie sich das anfühlt.

An der Supermarkt-Kasse ein kurzes Gespräch - wir sind alle sehr beeindruckt. Und dann eilte eine Kundin mit der Nachricht herbei: "Da läuft das Wasser rein!" Die, die sich nicht in den Regen wagten und an der Tür warteten, standen schon etwa zehn Zentimter hoch drin im Wasser, welches tatsächlich fröhlich in den Laden flutete.

Wieder zuhause lief ich schnell hoch wegen dem sperrangelweit geöffneten Fenster - alles trocken auf der Nordost-Seite, das "Wetter" kommt hier meist von Westen, so auch heute.
Dann in den Keller ... wegen der Pumpe. Wenn die ausfällt, ist der Keller voll. In meinem Kellersalon - alles furztrocken, hallelujah!

In den anderen Räumen - stand schon ein wenig Wasser. In einen läuft es durch ein kleines Löchlein von außen durch die Wand ins Innere - Reparaturpfusch. Und an einer Stelle drückte sich das Grundwasser himmelwärts durch den Betonboden. Um die Pumpe ´rum - schon eine Wasserlache von wenigen Zentimetern Höhe, der Schwimmer hat wohl keine ordnungsgemäße Meldung gegeben und die Pumpe war nicht angesprungen.

Die Nachbarn kamen dazu - und jetzt habe ich auch gelernt, wie das mit der Pumpe funktioniert und wie ich im Zweifelsfall die zweite Pumpe dazu hänge - wenn´s mal wieder so ordentlich regnet. Ist gar nicht schwer.
Hier - kommt das Wasser vom Berg. Ohne Pumpe - gibt´s Flutung.

Der Regen war so freundlich, sich nicht allzu lange über die überschwängliche Küsserei von heute morgen zu freuen.
Ist schon wieder hell draußen und hat fast aufgehört.
Aber: Respekt !!!

Mittwoch, 19. Juni 2013

Hysterisches Ahnengezeter ....

....ist eine giftige Zutat hier - jemand - Tote - verlangen - nach Vergeltung und Konsequenz. Jemanden reiten sie  - der es nicht mal bemerkt. Das Sprachrohr der Toten ... die Nachkommen - checken wohl eher was - daß da was nicht in Ordnung ist. Die Ahnen-Sirene ertönt weiter schrill und sehr laut - Du mußt aber - Du mußt aber ...
Etwas weiß dennoch - das es nicht der Weg für jetzt ist.
Die hysterische Stimme verlautbart: Jetzt - wo Du es einmal angefangen hast (den Krieg ...) - mußt Du es auch zuende bringen. Die Person - durch die diese Stimme spricht - ist weit davon entfernt - es zu bemerken - daß sie benutzt wird. Und bemüht sich "redlich" - einen längst begrabenen Krieg weiterzuführen.
Hinterfotzig .... bzw. recht vorderfotzig.
Wenn ich sie nochmal persönlich treffe -und sicher wird es mir vergönnt sein im Laufe des Sommers - werde ich mal einen Pfeil abschießen - gezielt - sarkastisch - und treffsicher. Ohne sie zu treffen - nur diese Untoten hinter ihr.
Was für eine Last soviele mit sich tragen.
Es nicht einmal wissen - und das alte Gft der Ahnen weiter sprühen.
Und weiterverteilen - an ihre eigenen "Nachkömmlinge".
Zumindest - solange diese sich als solche wähnen .....
Ich bin richtig hier - auf dem "Vorland".

Der Taxileute seltenes Wetterweh ....

.... ist eingetroffen. Hochsommmerlich-tropische Temperaturen - mit viel Feuchtigkeitsgehalt in der Luft.
Was kann mensch noch weniger anziehen?
Gestern mittag habe ich resigniert - und meine Jacke ausgezogen.
Fahre ja lieber "angezogen" - aber was nicht mehr geht - geht nicht mehr.
Fahre also - quasi in leichter Strandkleidung weiter.
Mit ärmellosem T-Shirt und weiter Leinenhose ...
Das einzige Wetter - vor dem unsere Zunft resigniert - und über welches wir uns zu beklagen wissen.
Verständnisvoll erblicken wir die, die nicht am Halteplatz aufrücken, sondern den spärlichen Schatten hintenan solange nutzen wollen, wie eben möglich.
Du kannst natürlich auch permanent den Motor und die Klima laufen lassen - wunderbar - aber irgendwann mußt Du raus, beim Kunden, und klingeln. Das macht macht dann etwa gefühlte 30 Grad Unterschied .....
Naja - was soll´s - alles Training .... für´s Herz auch.

Als ich heute abend abstelle - landet dieser Kollege neben mir, den ich bislang noch nie registriert hatte - erstmals heute Mittag - als er mir "brandheiß" berichtete - daß es an einem anderen Halteplatz viel besser auszuhalten sei, weil dort ein Wind gehe - obwohl dort die pralle Sonne draufstehe ....
Brandheißer Informations-Austausch ....

Heute abend also treffe ich den nochmal - als er gerade neben mir abstellt und meint "Endlich Feierabend - nach dieser Hitze!!!"  Ja - ich lache nur ....
Als ich meine Sachen sortiere - kommt ein weiterer Kollege zu ihm - beide kommen aus östlicheren Gefilden - und dieser meint: "Ich - komme aus Sibirien - ich brauche Minus-Temperaturen!"

Ich schmeiß mich weg .....  vor Lachen.

Waren aber zwei sehr schöne tropisch-heiße Tage - mit den Menschen, die langsam warm wurden.

Ich finde Dich völlig in Ordnung ....

.... bekomme heute morgen zum dritten Mal diese Schulfahrt - weiß schon in etwa, wen ich abholen werde. Sie kommt zuerst dran - und sie kommt immer von alleine raus, da brauche ich nicht klingeln.
Ob sie vorne sitzen darf - sie sei die Größte von den Vieren und in der vierten Klasse?
Ja - ok.
Sehr schön sieht sie heute aus - vor einem halben oder einem Jahr war sie noch irgendwie blond gefärbt - jetzt sieht sie einfach so aus, wie sie wirklich aussieht. Habe sie einst mal als etwas "anstrengend" empfunden - weil sie nicht nur irgendwie blond gefärbt war, sondern auch ihre Sprache etwas seltsam gefärbt war - viel mit "Kraft- und Schimpfwörtern"  angefüllt, aber hörbar aus Verzweiflung.

Ich frage sie - ob sie also nun bald in eine andere Schule geht - nach der vierten Klasse? Nein - sie bleibe dort, das sei so eine Art Gesamtschule. Aha .... Es sei eine "Sonderschule" - da könne sie bis in der zehnten bleiben - und außerdem habe sie "ADHS".

Ich denke bei mir - was für Scheiß-Kategorisierungen  da für aufgeweckte Kindermenschen laufen und sage trocken: "Ich glaube nicht an sowas. Ich finde Dich - völlig in Ordnung. Ich glaube - daß die Erwachsenen nicht ganz in Ordnung sind, die ganz normalen Kindern solche Diagnosen stellen. Ganz normalen Kindern - die einfach zu wenig Auslauf haben."
Aber der Arzt hätte das auch gesagt.
Ja - meine ich nur - das ist aber egal. 

Ja - sagt sie - im Taxi sei sie schon in Ordnung.
Ich muß lachen und frage nach - sonst nicht? Was tust Du denn sonst, was nicht in Ordnung ist?
Sie erzählt - ganz normale Geschichten. Es ist alles in Ordnung mit ihr.
Aber man hat ihr schon eingeschärft - daß es nicht so sei.
Ein kluges, hellwaches und sehr energiegeladenes Geschöpf.

Ich - würde ja allen "Erwachsenen" erst mal Ritalin verordnen - die meisten, die ihre Kinder damit brechen, haben es wohl selbst noch nicht ausprobiert! - damit sie mit diesem ganz normal-lebendigem Temperament auch zurecht kommen.

Der zweite Kandidat fällt aus heute - die Mutter ruft es mir aus dem Fenster zu. Ok ....
Der dritte - ist ein Phänomen. Der unterhält uns mit Geschichten der Extraklasse ... alles erfunden, aber einfach nur genial. Es gibt viel zu lachen - und es geht um die größte Schlange der Welt u.v.m. - seine ist 20 Meter lang und er kann alles ganz genau beschreiben - mühelos. Als wäre es - wahr.
Ich frotzel ein bischen und meine - ob es sich vielleicht um eine Weingummi-Schlange handelt? Nein nein ... alles echt.
Vielleicht eine Supermarkt-Schlange? Keinesfalls ....
Der dritte im Bunde ist auch eingestiegen - dieser fällt eher durch sein Nicht-Beteiligtsein auf. Aber heute kichert er gerne mit und ruft sogar seine Beiträge hinein.
Das kluge Mädchen neben mir meint über den Schlangen-Bändiger:  Das sei vielleicht ein Märchen-Erzähler! Und ich antworte - ja, aber das ist eine echte Gabe - da muß einer erst mal drauf kommen!
Alle drei Kinder - sind wunderbar.

Es erschließt mir mal wieder nicht - warum geisteskranke Erwachsene diese in so jungen Jahren schon derart brutal einkasteln und labeln wollen.

Der Erfinder des "ADHS" hatte ja übrigens noch zu Lebzeiten eingestanden, daß es eine reine Erfindung seinerseits war - und daß es sowas gar nicht gibt. Aber - mensch kann damit richtig viel Kohle machen - und schon sehr früh die kreativen Kinderseelen ausbremsen und sicher auch manches Mal töten.

Eine weitere Armee von Helfershelfern steht ihnen bei -  "Sonderschul-LehrerInnen", "Kinder-Psychologen" und viele mehr, die ebenfalls bei der Labelung mithelfen. Weil niemand einfach so - laufen darf. Und weil schließlich alle - ihre Jobs behalten und weiterhin legitimert wissen wollen.

Zu ent-decken (literal!)- daß diese Kinder vollkommen in Ordnung sind - würde schließlich das System ruinieren, in welches sich die Erwachsenen begeben haben.

Fahrgast Nummer Zwei - der mit der größten Schlange der Welt, der er mal eben das Rückgrat langgezogen hat, um sie zu fotografieren ... ist ein absolut genialer Geschichtenerzähler.

Alle Fahrgäste wußten bestens Bescheid - über viele andere Tiere und Regionen, die mal eben ins Spiel kamen  ... ich war echt erstaunt, was die alles wissen. Keine Spur von "Sonderschule" - was meine Wahrnehmung betrifft - eher "besonders aufgeweckt".

Und mir mal wieder - eine persönliche Freude - diese Fahrgäste aufzunehmen. Bis heute - habe ich in der Regel viel Freude mit denen - und kann nicht nachvollziehen, daß eine Kollegin bis heute Schul- und Krankenfahrten blockiert.
Will heißen - ich komme bisher immer nur auf einer Limousine in solchen Genuß - und Morgenspaß.

Hoffe, das kluge, aufgeweckte Mädchen erinnert sich irgendwie an meinen Hinweis heute morgen - daß sie völlig in Ordnung ist - wie sie ist.

Dienstag, 18. Juni 2013

Die einzige Sünde, die ein Mensch begehen kann ....

... heute morgen fiel sie mir brandheiß ein:
Die einzige schwerwiegende Sünde, die ein Mensch in seinem Leben begehen kann, ist - sich nicht jeden Tag am Leben und an der Lebendigkeit zu erfreuen.

U.a. schickte mir das Universum heute einen Fahrgast, der mit 88 und einem halben Jahr darauf antwortete - mit seiner sehr angenehmen Präsenz und einem hellwachen Geist. Eine Ausnahme-Erscheinung, frei von Sünde (s.o.). Obwohl - ich heute eigentlich niemanden traf, der gesündigt hat - im Gegenteil.

Doch - eine - am frühen Morgen - auf der Straße ... die lernt´s auch noch. Ich wünschte ihr auf ihren negativ-geladenen Wortschwall hin - ebenfalls einen schönen guten Morgen.

Sonntag, 16. Juni 2013

He´s been everywhere .... Jacky Leven

.... hörte heute erstmals von Jacky Leven - und bei der Gelegenheit auch diesen netten Song über Deutschland. Der Traum eines jeden Limousinen-Lenkers.
Das Repertoire des Jacky Leven geht weit über einen lustigen, bluesigen Song hinaus. Eigene Songs und Texte - aus einem bewegten Leben entstanden. Er wollte für die feuchte Erde singen ... hörte ich heute - nicht für den abgehobenen Himmel. Auch an Vertonungen von Gedichten .... von Kabir bis .... everywhere - hat er sich gewagt.

Freitag, 14. Juni 2013

Bist Du neu, Kollegin? - Neue Knollen-Straf-Possen ...

.... der Kollege hinter mir ruft mich herbei, als ich gerade die Matten vom Staub frei klopfe und bürste an einem Halteplatz nah an der großen Kathedrale der Kolonie. Ich gehe mit Matte und Klopfer zu ihm ans Fenster und er fragt mich - ob ich neu sei? Nein ... wieso fragst Du? Nun - er hätte Bedenken gehabt, daß mal wieder die Stadt Köln vorbeikäme - und ich eine Knolle bekommen würde. Neulich hat ein Kollege 30 Euro bezahlt, weil es verboten sei, die Matten auf der Straße sauberzumachen. Wir müßten dafür zur Tankstelle fahren.
???? ..... !!!!!
Ich mache ein Echo: " .... verboten verboten ... was ist denn eigentlich nicht mehr verboten? Aber ATMEN dürfen wir schon noch?"
Damit ist eigentlich alles gesagt. Oder besser: Dazu fällt mir echt nix mehr ein. Bedanke mich für seine Info - und die letzte Matte, die ich gerade in der Hand halte, ist auch sauber.
Bevor die nächsten Fahrgäste kommen - beobachte ich noch einige Minuten lang den Dreck auf den Straßen und den heutigen Pollen- bzw. Blütenstaubflug. Sinniere drüber, ob der demnächst auch verboten wird.
Eine Kinderwelt .... in der wir uns scheinbar jeden Scheiß "verbieten" und "in Rechnung stellen" lassen.
Gut, daß heute niemand mehr von der Stadt kam - ich war gerade so richtig schön in Form. Und manchmal bereue ich fast, daß ich nicht Jura studiert habe ....
Übrigens - wissen solche, die weit mehr Jahr unterwegs sind - auch nichts von solchem Unsinn.

Donnerstag, 13. Juni 2013

"System-Relevanz" .... was für ein Schlüsselwort!

.... ich lache mich gerade weg ..... über "System-Relevanz".
Wie einfach und klar dieses Wort ist.
Und wie einfach es doch ist - die Relevanz zu verändern.
Kriegs kaum noch memoriert - vor Lachen ....

Was ist denn "System-Relevanz"?
Simpel: Jedes System - und der Mensch lebt ja in solchen - braucht Unterstützung, um relevant zu bleiben.
Also solche - die auch wünschen, daß das System in der jeweiligen Form - erhalten  bleibt.
Und mit ihr - mit der "System-Relevanz" - alle Glaubenssysteme.

Der Glaube an -zigTausende von klein/klein Krankheitsvarianten - alle außerhalb der eigenen Seele und des Körpers und des vielleicht noch funktionierenden Geistes angesiedelt - in Form von feindlichem Angriff - kleinster Kleinstlebewesen.
An Waffen, die für den Frieden eingesetzt werden. An Sicherheit - die mittels Überwachung gewährleistet wird. An Friedens-Nobelpreise - für Kriegstreiber ..... 

Stellen wir uns also einfach mal vor - wir möchten gerne eine Systemänderung, eine Veränderung, eine Entwicklung - was wäre dann relevant? Einfach nur - unsere Wünsche hierzu. Schon - ändert sich alles.

"Systemrelevanz" aktuell - so, wie sie "medienseits und politisch gewollt" herausgegeben wird von denen, die ein echtes Interesse an der Aufrechterhaltung des Status Quo haben - benötigt das Abnicken der Anderen, der Massen.

Sobald aber niemand mehr abnickt - ändert sich das "System".
Das System wir mit einem  Schlag - völlig irrelevant.
Und beginnt - sich neu zu formen.

Wirk-lich system-relevant ist nur dies:
Was - möchtest Du?
Wirk-lich?

Bestehende "Systeme" weiterhin unterstützen ...
oder andere er-schaffen.

Derzeit sieht es für mich so aus -
als wenn die Mehrheit der Menschen begriffen hat -
daß man sich auf einer "system-relevanten Bank" niemals auch nur für einen Moment - entspannen kann.

Ich kriegs nicht in Worte eingekastelt - der Witz ist zu groß ......

Höchste Zeit - für ein neues Bett - im alten Rahmen ...

... um die Durchhänger zu beenden.
Also diese nächtlichen Durchhänger auf einem ausgelutschten Lattenrost - der über Nacht schon zu leichtem bis schwerer werdendem Kreuzschmerz führt und zu zahlreichen Drehungen um die eigene Achse.
Dachte schon seit einigen Monden daran - mir ernstlich mal ein paar Bretter unter´s Kreuz zu legen - statt diesem allzu weichem Lattenrost-Geschwinge. Ausgelutscht und durchgelegen ... rollst Du immer wieder in diese mittige Kuhle .... haltlos! immer wieder in diese blöde Kuhle - statt die Fläche nutzen zu können.
Eine Freundin, der ich mein Bett überließ, als sie mich besuchte - meldete mir gleiche Botschaft - das ist - viel zu weich. Ich hatte in der Nacht auf dem Boden geschlafen - und nach ein paar Streckübungen am Morgen - ging es meinem Kreuz dennoch viel besser, als in dieser Kuhle.

Nun ist es ja so, daß einstige "Spartaner" wie ich - manches Mal länger brauchen, bis sie die Botschaft erreicht, daß es nun aber mal gut ist - und was Neues her muß. Und wenn mal so ein Ruf kommt - neigen "Spartaner" dennoch immer wieder dazu - sich das nächste Teil nun aber wirklich für den Rest des Lebens zuzulegen.
Habe mir heute so eines bestellt.

Knallhart hoffentlich, so ich den bisherigen Kommentaren der Erwerbenden vernehme  - und mit einer stabilen Mittelstrebe längsseitig .... wo nichts mehr durchhängen kann.
Mein einstiges Traumbett - welches unverwüstlich und für mehrere Leben gebaut ist - bekommt also endlich - ein neues Innenleben. Ebenso unverwüstlich - wie der Rahmen selbst.

Vorausgesetzt - ich baue es mit viel Geduld liebevoll und präzise zusammen - denn es kommt in Einzelteilen.
Wenn alles gut gelingt - und ich gehe mal davon aus - dann brauche ich nie wieder etwas Anderes.

Komisch - dieses einstige Traumbett - also hier, noch - der Rahmen: Habe seither nie wieder ein anderes Bett gesichtet - welches ich gerne getauscht hätte.  Und es hat zahlreiche Umzüge (und sogar ehemalige, längst vergessene Liebhaber) völlig unbeschadet überstanden. Niemals wackelt etwas. Und immer noch - mag ich seine Form. Nach über 20 Jahren noch. Dazu als Zwillingssonne - die vieles gerne wieder gehen läßt.
Der (wohlhabende) "Spartaner" an sich - kauft eben gerne wirkliche Qualität - von zeitlosem Design.
Marke "Ruf" - hier ist der Name das Programm. Der Modellname - deutete einst bereits auf spätere "Suchwege" der geistigen Art ... 

Eine neue Bettdecke - schon besorgt. Erstmals nach etwa 25 Jahren - "kleinformatiger". Seit ich damals mit einem Italiener zusammen war - hatte ich immer "Bettdecken für Verheiratete" - über 2 Meter im Quadrat. Im Winter schön - im Sommer nicht.
Jetzt - ist Sommer. Und ich bin - nach wie vor - nicht verheiratet. Also - flog auch die Monster-Bettdecke endlich kurzerhand vom Bette - und im Moment genügt mir ein federleichtes Provisorium .... unter dem ich schon viel weniger Albträume habe.

Die Schlafens- und Traumzeit ... macht bei vielen von uns ein gutes Drittel der kurzen Erdenzeit aus. Also doch - ein beträchtliches Maß. Scheint mir also durchaus ebenso wichtig - manchmal sogar noch wichtiger - als die vermeintliche Wachzeit.

Und ebenso wichtig - wie die Kleider, die wir tragen - erscheint mir gerade - eine gute Bettdecke und ab und an ein neuer, frischer Bezug - mit neuen Mustern und Farben.
Wie geschruben - manchmal braucht das länger bei mir - aber wenn es so sein will, dann geht´s sehr schnell.
Und jetzt - will es so sein.
Immer - wenn etwas so sein will - läuft es einem zügig über den Weg.

Ob es - die Bettung in die oft erstaunlich lebendigen Traumzeiten ist - oder ob es etwas Anderes ist - es kommt dann schon ..... von selbst.

Prompte Antwort .... "Providerausfall"

... auf manche Fragen antwortet das Leben sofort. Gestern morgen im Bette noch fragte ich mich plötzlich, wie das wohl wäre - wenn´s Internet ausfällt. Als ich aufstehe, sehe ich, daß das Telefon keinen Strom hat. Die Leitung ist still. Anruf via Handy beim Anbieter ergibt - Ausfall in der ganzen Region - für die Kunden dieses Versorgers.
Aha. Gut. Dann sind es nicht meine Geräte - das wollte ich nur mal wissen. Und wundere mich - über diese prompte Lieferung vom Leben.
Die Reparatur-Arbeiten halten bis zum Abend an.

Ich nutze den Tag - um endlich mal mein Auto zu putzen draußen. Ehrlich gesagt - will ich einfach raus - aber auch was "zu tun haben". Einfach so - draußen rumsitzen - ist nicht ganz mein Ding. Erwerbsbedingt - da sitze ich viel zuviel rum - und werde immer noch manches Mal fast kirre dabei. Rumsitzen - ohne was zu tun zu haben .... erinnert mich also meist an die Limousine - und daran, daß ich mir viel mehr Bewegung wünsche.

Dennoch ist plötzlich Zeit - für ein langes, ausgiebiges "Treppengespräch" mit einer Nachbarin draußen vorm Haus, als wir uns treffen - wir hocken auf der Treppe .... ein paar Stunden. Als wir es beenden, ist auch ihre Wäsche trocken.
Ein wenig muß ich mich immer noch einpendeln - daß ich hier mehr, anders wahrgenommen werde als in der Stadt.
Ob ich Urlaub hätte? Ja - noch zwei Tage. Sie wäre fast schon mal klingeln gekommen. Hmmmhhh .... ich sag nix - hat ja bestens geklappt mit meinem "Einkapselungs-Wunsch" in der ersten Woche. Heute - ist es wieder völlig in Ordnung und auch sehr nett - mich wieder "auszukapseln".

Nach ein paar kurzen Wegen - Erledigungen - fahre ich zu einem Lagerfeuer-Abend. Wir tauschen uns aus über unsere Erfahrungen und Reakionen heute - auf den Telefon- und Internet-Ausfall, die recht unterschiedlich waren. Und doch wieder die Gemeinsamkeit hatten - daß wir mal nachgedacht haben darüber - wie sehr wir alle diese Dinge zu brauchen scheinen und uns permanent "erreichbar" machen. Die Einen mehr - ich weniger.

Ich hab´s genossen - und war endlich mal wieder den ganzen Tag inklusive Abend draußen. Und sofort - viel geselliger als sonst. Zurück im richtigen Leben quasi .... wo ich früher fast jeden Tag überwiegend draußen war. Wie in längst vergangenen Zeiten - als es noch nicht soviel zu "tun" und zu "wissen" gab. Staunte nicht schlecht über unser ausdauerndes "Treppensitzfleisch" und die streßfreie Bereitschaft - einfach nichts zu tun und die gute Luft zu genießen. Ein ganz feiner "Ausfall" - der gar keiner war - ganz im Gegenteil.
Abends dann lief ich wie ein junges Reh die Treppen hoch .... einen ganzen Tag lang barfuß draußen gibt offensichtlich einen Energieschub. Neben einem schönen, seelennährenden Feuer. Übrigens - in einer großen, wunderschönen "Feuerschale", auf Steine gestellt. "Saubere Sache" - und friedliches Feuer ohne allzuviel Funkengesprühe.
Dazu noch frischer Wind um die Nase - heute schon ein kleiner Sturm.  Wasser kommt auch noch dazu - später - wenn der starke Wind den sich ankündigenden Platzregen doch nicht mehr aufzuhalten vermag.
Als weiterer "Energieschub" - der jede einzelne Zelle in sofortige Freudenrotation versetzt und andreht - ein paar gemeinsam gesungene Lieder.
"Kostenfaktor" für einen gelungenen, glücklichen Tag: Quasi Null.
Zutaten: Ein bischen "Zeit" - besser: Muße - und Bereitschaft von ein paar Menschen, sich zusammenzufinden. Schon fertig.

Montag, 10. Juni 2013

"Fracking" ....und scheinbare "Ohnmacht"

.... eigentlich - war es nicht wirklich (nur) dieser seltsame Boston-Marathon-Act neulich - der mich Abschied nehmen ließ von der Welt der "Nachrichten" - eigentlich ist es auch und besonders dieses "Fracking" - was mich aktuell dazu bewegt - doch lieber wieder zu beten. Ganz - unreligiös.
"Fracking" - was für ein Begriff. In meiner Klangwelt jedenfalls - vielleicht berührt dieser Begriff  ja andere Leut´und Wesen nicht einmal halb soviel - wie er bei mir Assoziationen hervorruft.
Für mich bedeutet das etwa dies: Jetzt - pressen wir mal den letzen Blutstropfen heraus - scheiß egal - was kommt.
Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben ....
Derzeit soviel - daß "Fracking" schon jetzt nichts mehr herauspressen kann aus dem Mutterboden. In den USA - nach ein paar wenigen schlappen Jahren (dreie waren´s wohl ....) ist der große und umjubelte Boom - bereits wieder versiegt. Es kommt nichts mehr. Es kommt nichts mehr raus dabei - alles auszupressen - bis aufs Blut.
Gut.

Eigentlich - sonnenklar. 
Ich stelle mir einen Säugling vor - der nicht zufrieden ist mit der Milch, die ihm aus der prall gefüllten, nur für ihn angeschwollenen Brust seiner Mutter - geschenkt. wird.
Dem Bild - fehlt - die moderne Wissenschaft.
Ein Säugling wird kaum Gift in die Brust seiner Mutter gewaltsam hineinpressen können - um diese möglichst schnell auszubeuten, mehr zu saufen und die Brust schließlich ausgetrocknet und schlaff wie einen toten Fleischsack hinter sich lassen zu können.
Haben die zuwenig Mutterbrust bekommen - diese "Wissenschafts-Vampire"
Ich würde sagen - Ja!

Mit bereits jetzt im Keim erstickten, brachialen und naturverachtenden Methoden - experimentell im bevölkerungsreichsten Bundesland = NRW - unseres Landes hier (also "Gesamt-Deutschland - dessen Rechtsstatus immer lustiger und interessanter umstritten wird ... ) - vorgehen zu wollen - wider jeglichen besseren Wissens - bzw. vielmehr:  in allerbestem Klarwissen darum, daß damit das Grundwasser für sehr sehr lange Zeit verseucht sein wird - kann mensch noch mehr Verbrechen - am Leben selbst - begehen?
Wie geschruben - in bestem Klarwissen - um die Folgen.
Für vielleicht drei Jahre - "Profit" - ein hübsches Haus und ein gefülltes Konto ....

Hier ein interessantes Gespräch unter dem Titel "Ohnmacht" - zwischen Jo Conrad und Alexander Wagandt.
Daraus hier soviel: "Es erschöpft sich. .... Wir sind erschöpft ..... All das, was konstruiert ist, findet zurück." 
All unsere künstlich-aufrechterhaltenen Strukturen ... erschöpfen sich. Sind langsam aber sicher - ausgeschöpft.

"Hilft gegen Schlangen" - mei, das hat aber jetzt lang gedauert bei mir .....

... heute endlich Aufklärung für solche wie mich, die manches Mal schwer von Begriff sind, durch Frau Hildegard - im Tageskalender-Blatt: Es gibt doch noch welche, ab und an mal - symbolisch sind mit "Schlangen" auch solche Menschen gemeint, die einem nicht unbedingt gut gesinnt sind. 
Ein Amethyst wird empfohlen - den sollen Schlangen lieber meiden. Früher mal - als es noch echte Schlangen gab - haben die Bauern ihren Kühen einen Amethyst ans Halsband gehängt. Ja, früher mal, als wir noch nicht so degeneriert waren und die Erde über große Flächen zubetoniert hatten - da haben wir noch ganz andere Dinge gewußt. Auch von Elfen, Feen und Zwergen - als diese noch mehr und regelmäßig mit uns Menschen gesprochen haben.
Immerhin - weiß ich nun endlich - wie ich die zahlreichen Hinweise auf "Schlangenabwehr" auch aktuell in sovielen Kräuter- und Steine-Büchern zu verstehen habe. Hatte mich immer gewundert. 
Die Zwerge kann man noch antreffen - im Gundermann, den es auch weiblich gibt, als Gundelrebe. Habe ich einst beim Herrn Storl gelernt. Glaubt "natürlich" keiner - ist aber wirklich wahr. Daher käme es mir auch nicht in den Sinn - so ein feines, kraftvolles Gundermann-Feld einfach abzumähen.  Und auch sovieles Andere nicht, was sich freiwillig und wohlwollend um die Häuser herum ansiedelt und immer noch an uns Menschen verschenkt an wildem Kraut.
Die Nachbarn - glauben offensichtlich nicht dran. Aber immerhin - haben sie es in diesem Jahr sehr lange nicht abgemäht - und ich habe mir öfter am Abend etwas vom Kraut gepflückt. Einmal haben sie es auch gerochen - ich traf sie gerade, als ich mit ein wenig Gundermann hochging - und sie rochen es von weitem. Kannten es gar nicht.
Sehr kraftvolles Zwergenkraut.
Mein Pflanzversuch in der Schale vor der Haustür - ist eher lustig. Und dauert eben seine Zeit. Es wächst was .... aber bisher sieht mensch nur Kraut sprießen - etwas, was soweit noch nicht gefällig ausschaut für die meisten der Mitmenschen. Bis jetzt nicht. Kommt noch - meinte ich neulich lachend zu einem Nachbarn - der meinte, ob das wohl Möhren seien?! Nein - das sind wilde, schöne Blumen. Kann man nur noch nicht sehen. Und ich bin auch gespannt, wie´s weitergeht.

Sonntag, 9. Juni 2013

Fotos .....

Erstmals wieder kurz angeklickt - nach etwa 5 Jahren - die alten Fotos vom Clan. Hab sie mir ja einst alle eingescannt - über einige Zeit - weil die 13. Fee für sich auf die Original-Alben insistierte. Wie einst die gemeinsame Erzeugerin - die diese wie eine gefährliche Glucke hütete.
Zum Glück - sog I.
Hab ich weniger Ballast - in Materie.
Und sicher ein weit schöneres und persönlicheres Album - als alle Anderen, denn bei mir hat jedes =  j e d e s  -  dieser Tausende Clan-Fotos - einen ganz eigenen Unter-Titel  bekommen seinerzeit.
Stelle auch fest - daß ich ein Anklicken viel praktischer finde, als mit großen, schweren Alben zu kämpfen. Die ich eh schon auswendig als Bilder im Kopf und manche auch im Herzen habe.

Gestern dann - mußte ich oft lachen - als ich nur kurz diese einst "zusammenkunfts- und feierfreudigen" Menschen nochmal sichtete. Ich war oft irgendwo dabei - auf meinem mobilen Hocker oder auf einer Sesselkante sitzend (auch ein guter Ort für Kurzaufenthalte ... bevor ich mich lieber nach draußen verkrümelte. Es sei denn, es ging ans Zocken, da blieb ich auch gerne schon mal dabei.)

Im "Rahmen" der Gleichzeitigkeit aller Geschehnisse - also jenseits von Zeit, Raum und Linearität -  die wir ja meist nicht mehr wahrnehmen - dachte ich kurz - die lesen hier eh mit. Da können sie auch mal ein wenig Raum bekommen.

Danke - für die guten Gene- und Sterne.




Statt "neuer Frisur" ...

.... habe ich mal ein paar Möbel umgeräumt.
Also zuvorderst das Sofa, welches seit dem einen Jahr, seit ich hier bin - völlig verkehrt stand und quasi unbenutzt blieb. Nun steht es - richtig - und ist wie neu. Statt mir einen weiteren Teppich zuzulegen, habe ich jetzt die beiden vorhandenen einfach mal optimal plaziert. Sofa und Teppiche - bieten nun - endlich wieder - viel Platz zum Herumlümmeln und Ausbreiten - vom Seelenkörper.
Stelle erstaunt fest - daß ich alles habe, was ich brauche - und daß es sehr "wenig" Sperriges ist.
Ein Sofa, einen leichten Sessel zum Reinlümmeln, ein paar wenige Regale, ein Tisch und ein immer noch formidables Bett aus bestem, massivem Holz - unwackelbar. Die Küche - ist nicht meine - die gehört zur Wohnung. In dieser befinden sich außerdem genial-konstruierte Einbauschränke und sogar ein begehbarer Abstellraum unsichtbar dahinter - so daß ich keine weiteren Möbel benötige. Eine Freundin bemerkte zu diesen Einbau-Teilen - da habe sich endlich mal jemand wirklich gute Gedanken gemacht und den Raum optimal genutzt.  Geheimkammern - gibt´s auch .... Und dann gibt es noch ein paar Kleinteile - wie leicht verstellbare Ablagetische - aber nichts weiter "Schweres". Nur noch einen schweren Schreibtischstuhl im Keller - der wartet auf seinen nächsten Umzug. Hier habe ich gerade einen  leichten in Benutzung.
Eigentlich - bin ich also inzwischen sehr gut "frisiert".
Bis auf kleine Dinge, von denen ich mich noch erleichtern möchte.

Manchmal schaue ich mir solche Sendungen an - in denen Menschen schön wohnen in toller Umgebung bzw. Ambiente - und erfreue mich dran. Auf großen Höfen oder Gütern oder gar in alten Schlössern. Mit Tonnen von Möbeln und Gerätschaften. Mit liebevoll gehegten und gepflegten alten Schätzen und Ansammlungen. Und mit sehr viel Arbeit - um all das zu erhalten.
Ein wenig Mit-Träumen und -freuen ist ja erlaubt.
Aber meist zügig stelle ich fest - ist wohl kaum meines.
Bis heute habe ich im Grunde nie irgendwelche "Dübel" in irgendwelche Wände gesetzt.

Einer der beiden einstigen Umzugsengel hatte mir mal vor knapp drei Jahrzehnten das wahrlich beste und stabilste Hochbett der Welt gebaut - an einem Tag. Es stand - in sich selbst - ohne einen einzigen Dübel. Die stabilen Balken - genial ineinander greifend, in sich selbst stehend - ohne noch weitere Befestigung zu benötigen - über den kompletten Raum. Als Sahnehäubchen noch eine massive Treppe - einfach in die Konstruktion eingehangen. Nie hat da irgendwas gewackelt oder geknirscht - es war quasi in die eigene Schwingung gebaut.

Vermutlich sind Zwillingssonnen auch nicht wirklich dafür prädestiniert und geeignet - Altes über lange Zeiten zu bewahren.
Dennoch finden sich in meinem Fundus von beweglichen Leichtmöbeln - ein paar "Hocker", die ich schon seit zwei Jahrzehtnen bei mir habe. Ehemals "Hocker-Kind" - die waren mir immer die liebsten Sitzmöbel, weil sie sich mühelos an jeden Ort tragen ließen. Und ein nicht zu unterschätzender Vorteil - wer auf einem Hocker Platz nimmt in großen Gesellschaften - bleibt beweglicher - als der, der sich in den fetten Sesssel gesetzt hat. Kann sich die Position im Kreise selbst wählen - bei Bedarf mal wechseln zwischendurch - und jederzeit auch wieder abhauen - ggf. komplett, mitsamt Hocker. Auf den eigenen "Höckern" sitzen - ist außerdem ganz gesund. Nein danke - ich wollte eigentlich nie ein Kissen dazu.

Auf einem Kissen sitze ich jetzt - auf dem Boden. Und auf meinen Höckern.
Habe ich schon allzu lange nicht mehr zelebriert.
Kommt gleich - neben einem Hocker - und einem feinen Sofa manchmal - ein freier Boden, auf dem mensch viel Raum einnehmen kann.

Die Geschichte mit dem Datum - ging heute schon sehr leicht  - pendel mich wohl ein - in die "unvorbereitete Neugeburt".

Samstag, 8. Juni 2013

Geschenke ...

.... beobachtete mich gestern am frühen Morgen. Als ich aufstand - machte ich erst mal ein Kerzenlicht an.
Wegen Geburtstag. Das - muß sein. Gehört auf jeden Fall dazu. Unvermeidlich. Gut .... Allerdings tue ich das auch etwa an 364 weiteren Tagen eines Jahreslaufes - remember Alice in Wonderland und 364 Tage ausgelassene Nicht-Geburtstagsfeier  ....

Dann - überlegte ich - welche Geschenke ich mir wohl wünschen würde gerade.
Immaterielle Wünsche habe ich immer. Solche - die noch realisiert werden wollen. Also dann auch - in die Materie übersetzt werden möchten.
 

Materieller Art - zu diesem Geburtstag - gab´s dies:
Ein geniales Kochbuch - welches seit kurzem das Einzige ist in meiner "Sammlung" - und es auch bleiben soll. Dann gab es da - diese Göttinnen-CD´s - denen ich schon vorher gelauscht hatte.

Und ansonsten - gab´s eigentlich nichts - "Materielles".
Immaterielles schon - zuvorderst Grüße von Freunden - die räumlich eher weit entfernt sind - zu sein scheinen.
Und eine schöne, sehr bildhafte  Musik - mitgesandt mit den Grüßen und guten Wünschen.

Und dann gab es - plötzlich doch - einen "sehr reichhaltigen Gabentisch" - mit allem, was schon bei mir ist.
Eigentlich - um korrekt zu sein - war´s andersrum.
Erst - gab es diesen reichhaltigen Gabentisch - mit allem, was bereits bei mir ist.
Ich könnte es auch drehen - und sagen: Mit allem, was immer noch bei mir ist.
Materiell - wie geistig - und viele scheinbare "Gegenstände" - sind da durchaus durchmischt von alledem.

Eigentlich - fand ich mich sehr "bescheiden" wieder in diesem Jahr.
Was Geschenke betrifft - also "materielle".
Einen recht abstrusen Wunsch - materieller Art - habe ich mir gerade nochmal verkniffen - im Wissen darum - daß er lediglich ein Symbol ist - und nicht wirklich glücklich gemacht hätte. Ein neuer Staubsauger war´s - aber das ist eine ganz andere Geschichte.

Ich schenkte mir also nochmal kurzerhand alles neu - was bereits bei mir ist.
Alles - was immer noch bei mir ist - nach einer gründlichen Aussortierungs-Aktion vor dem letzten Umzug.  
Und schenkte somit all diesem - nochmals meine Aufmerksamkeit und Be-Achtung.
Wirklich - ein reich gefüllter Gabentisch.

Symbolisch - war es ein sehr leuchtender Amethrin - der leichten-Steines - "Stellvertreter-Funktion" für alles andere  übernahm, was schon bei mir ist - weil er gerade neben mir auf dem Tisch lag.

Nun will ich aber keineswegs den falschen Eindruck erwecken - daß ich "bescheiden" sei. Das bin ich sicher nicht.
Im Gegenteil - habe ich schon noch viele wilde, freie Wünsche.
Und schätze auch durchaus den Luxus - von jeweils guter materieller Qualität.
Es war nur so - für den Moment - daß ich ja all das bei mir habe.
Und wenn es noch mehr brauchen sollte davon - so wird´s schon dazukommen.
Die Frage ist immer nur - wozu - und zu welchem Zweck?

Zweck Zweck - auch der - darf weg.
Freude - genügt ja schon vollkommen.

Möge sich die Freude auf dem Planeten mehren. 
In allen Facetten.

Narrenfreiheit - und Nachrichtenabstinenz ....

... die Nachrichten-Abstinenz hält an. Unverkrampft - also es kann durchaus mal was durchrutschen zu mir, aber ich will mich nicht mehr länger damit aufhalten. Und das ist literal gemeint - ich halte ja nur mich selbst auf - indem ich allzu viel davon konsumiere.

Die Fluten, die soviele Menschen aus ihrem bisherigen Leben gespült haben - ja, ich habe davon gehört. Tatsächlich ist aber hier alles trocken - und ich habe andere "kleine" Dinge zu bewältigen. Das ist nicht "empathiefrei". Ich will nur nicht mehr meine Nase in sämtliche Angelegenheiten dieser Welt stecken - und die naheliegendsten darüber vernachlässigen. Wäre hier eine Flut angekommen - wäre ich sicher mit draußen und würde mithelfen, die Schäden zu beseitigen, keine Frage.

Es interessiert mich nicht wirklich - wo überall Aufstände toben und sinnlose Kriege geführt werden. Wo die paranoide Überwachung weitere Blüten treibt. Wo wieder neue Methoden seitens der "mo(r)dernen Medizin (schöner Tippfehler ...)" gefunden werden - die niemand braucht und besonders schon soviele Kinder in ihrer natürlichen Entfaltung lähmen. 

Ich muß das alles nicht bis ins klein-klein erfahren. Sieben mal sieben Jahre habe ich mir das Zeugs angehört - mich sogar teils exzessiv in Einzelheiten vertieft. Und - es hört dennoch nicht auf. Es gibt immer wieder Menschen, die ein eigenes Interesse daran haben, Kriege und andere seltsame Spiele weiterzutreiben. Und solche - die diese aufhalten wollen.
Aber - will ich das wirklich alles wissen - und meine Aufmerksamkeit auf solche Spiele richten, die mir überhaupt nicht zusagen? Und will ich wirklich wissen, daß eine Hollywood-Ikone sich angeblich präventiv ihre schönen, vollen Brüste amputieren läßt? Oder irgendwelche "Adeligen" heiraten in hübschen Gewändern?

Nein - will ich nicht. Mir wird gerade nur schlecht, wenn ich allzu viel vernehme. Gilt sogar für die vielen seltsamen und sich wiedersprechenden Aussagen in der Nachbarschaft.

Und ich vergesse lediglich darüber - über diese "gewohnheitsmäßigen Informations-Fluten", daß ich meine Aufmerksamkeit auf die Schönheit des Lebens richten möchte - so gut und so oft es geht. Ein Segen - für eine Weile auch nicht den wetter- oder sonstwie-Klagenden auf den Straßen lauschen zu müssen - ein echter Segen! Könnte von mir aus - gerne - sehr lange dauern.

Dieser seltsame "Boston-Marathon" neulich - war mir schließlich einfach zuviel - und ein Auslöser  ....  mich von allzu vielen Lügenmärchen abzuwenden, die durch die Äther schallen. Für mich - rein subjektives Empfinden - eine große Inszenierung zum Zwecke des sich schnell-verbreitenden kollektiven Schreckens - wie einst die Nummer mit den Flugzeugen in den Türmen. Ich habe da keine Belege - und suche auch nach keinen - verlasse mich nur - auf meine eigene Wahrnehmung - die "künstlich" von "echt" mittels Empfindung unterscheidet. Und schon zu dieser Zeit - habe ich Nachrichten-Aufnahme reduziert.

"Staatlich gefilterte Nachrichten" - welchen Wert sollten diese haben? Und die freien im Netze - sind auch oft gefärbt - durch Brillen, die nicht meine sind. In den vielen Kommentaren schallt es dann - wie schlimm doch alles ist - und daß es noch viel viel schlimmer kommen wird. Wie blöd die Deutschen sind - schreiben die Deutschen - und wie doof. Und daß endlich einer was machen soll. ???
Machen dann welche was - gehen wir alle doch nicht hin. Zum Beispiel nach Frankfurt - wo die Polizei offenbar ebenso herumknüppelt und rabiat vorgeht - wie in der Türkei. Hab´s am Rande registriert.

Gestern habe ich nochmal kurz die Nachrichten-Abstinenz unterbrochen - und bin für etwa 15 Minuten durch die scheinbar berichtenswerten Geschehnisse auf dem Planeten gesurft. Danach - hatte ich denkbar schlechte Laune - und ein Gefühl von Machtlosigkeit, Ohnmacht.
Das ist also der Effekt - von Nachrichten. Der sich deutlich spürbar einstellt, nachdem ich nun schon ein paar Wochen auf Distanz zum täglich gelieferten Horror gegangen bin: Eine leichte Übelkeit und die Erkenntnis, daß nur wenige der von anderen ausgewählten Themen auch wirklich meine sind. 

Nach sieben mal sieben Jahren "Fernsehsucht" und "Informations-Überflutung" - möchte ich nun nicht mehr viel hören. Das - was wichtig ist und sich tatsächlich auf mein Leben auswirkt - werde ich schon mitbekommen. Das, was reine Spekulation ist - wird sich von selbst auflösen. Wenn die Mehrzahl der Menschen sich Kampfdrohnen wünscht und sinnlose Kriege - so werde ich nicht dagegenhalten (und es auch nicht vermögen).
Allerdings gibt es auch viele andere "Entwicklungsstränge" - und wir werden es ja sehen, wie es weitergeht.

Ein alter Kinderspruch - der mich einst maßlos ärgerte - fällt mir ein: "Du kannst alles essen - aber Du mußt nicht alles wissen." Klingt heute anders - als einst. Geradezu weise.

Diese seltsame 50-er-Schwelle - die natürlich nur mental existiert, nicht real - ist gerade überschritten. Und ich frage mich - anläßlich dieser guten Gelegenheiten - was ich alles aussortieren und/oder mitnehmen möchte. Unnötige schlechte Nachrichten - möchte ich lieber aussortieren. Und meine Nase nicht mehr in Dinge stecken, die sie verstopfen - mit den Ideen der Anderen. Diese Ideen - bleiben diesen unbeschadet erhalten, solange sie sie zu brauchen meinen - auch ohne mein Interesse.

Ist das jetzt - den Kopf in den Sand stecken? Oder ist es eher - ihn endlich mal herausnehmen?
Im Moment ist es jedenfalls - ein "mich-Einkapseln" und einfach weiter nachspüren. Recht ungerüttelt durch die Welt. Davon - gerne mehr.

Viele andere Ideen - aus den ersten sieben mal sieben - dürfen auch verworfen werden. In Kombination mit dem umfassenden Thema "Nachrichten" bzw. "Information" auch diese einstige Idee - ich müsse "offen" sein und bleiben - für die Welt. Zwillingssonnen-Trauma.
Als sei "offen" gut - und "zu" schlecht.
In meiner nahen Umgebung bemerke ich in diesen Tagen - wie gut es tun kann - die Tür wirklich zuzumachen. Und mir genau das zu erlauben - zu meinem eigenen Wohle. Ebenfalls ehemaliges Trauma - kein eigenes Zimmer, also Symbol für echten Rückzugsraum, zu haben - und derart die meiste Zeit für alle Anderen verfügbar zu sein - weil ich ja so "offen" war.
Ich glaube - jetzt, mit "50" - ist es gut - mich mal mehr zu öffnen - für die eigenen Innenräume. Da gibt es lange Brachliegendes zu heben - was ich mich bislang gar nicht getraut hatte. Immer allzu sehr - mit Anderem beschäftigt. Manches liegt da schon - seit Kinderzeiten rum. Für eine lange Weile - recht achtlos. Kinderträume ....

Träumte in der Nacht von einem Wiedersehen mit einer meiner einstigen Lieblings-Deutsch-Lehrerinnen - es gab zwei davon - unspektakulär - aber dennoch ein guter Hinweis. Tatsächlich lebt diese - nicht weit von hier in einem kleinen Paradies.
Manche gute LehrerInnen - bleiben eben unvergessen - dies nur als freundlicher Gruß an eine wilde Gans ... die sicher auch vielen Kindern einst zum Ausbreiten ihrer Flügel verholfen hat.

Diese viel-erwähnte "mentale 50-er-Schwelle" - über die ich mir lange überhaupt keine echten Gedanken gemacht hatte, bevor sie unmittelbar näher rückte - bringt etwas Schönes mit sich, was ich mal als "Narrenfreiheit" bezeichnen möchte.
In sieben mal sieben Jahren - habe ich nichts von Belang erreicht oder zustande gebracht.
Und jetzt - muß ich das auch nicht mehr.
Der einstige Druck - läßt nach - verpufft einfach .....

Das "komische Kollektiv" - erwartet schon gar nichts mehr von Leuten über 50.
In der offiziellen Version - der "Nachrichten" - ertönt es ja immer wieder recht laut -  daß man quasi zum "alten Eisen" gehört - und nicht mehr vermittelbar ist für den "Arbeits(vieh-)markt".
Was für ein Segen.
Niemand erwartet noch was von Dir.
Du giltst nun - als "zu alt" - für den ganzen Streß.
Und da taucht plötzlich - diese Narrenfreiheit auf.
Nicht nur - aus der Betrachtung des Komiker-Kollektivs.
Sondern auch - in meiner eigenen.
Und nicht etwa - daß ich nun alt wäre.
Aber - irgendwas ist ja wohl gereift - in sieben mal sieben Jahren des ersten Lebens.
Jemand sagte neulich in einem Vortrag - daß das eigene Leben im Grunde erst mit 50 anfängt.
Vor wenigen Wochen noch - hätte ich ihm kein Wort geglaubt.
Eine von mir geschätzte und sehr kraftvolle Frau - erzählte mir vor wenigen Jahren - wenn Du erst mit den Wechseljahren durch bist - gibt´s nur noch Gelassenheit. Ich hatte damals keinen echten Schimmer - was sie genau meint. Und menstruierte noch (jetzt darf ich mal laut lachen- wie schnell das Blut der Mondin dann versiegte- hallelujah).
Heute morgen - mußte ich mir zum zweiten Mal irritiert das Datum zusammensammeln.
Ich hatte offenbar bzw. tatsächlich - nie wirklich über diesen Tag - nach sieben mal sieben Jahren - hinausgedacht.
Narrenfreiheit - eröffnet sich also - weil nichts Anderes je geplant wurde.
Oder die Narrenfreiheit - sehr alte Träume wieder zu beleben.
Nun - ohne die vielen einstigen und von Anderen erlernten Vor-stellungen.
Um-schreiben dieser - bekommt Raum.