Donnerstag, 29. November 2012

Vollmond-Nacht mit Horrorträumen ....

... schon wieder dem Herrn Jung zu verdanken. Allein das Lesen und Lauschen in seinen Zeilen - schickt mir erstaunliche Träume und Botschaften, die vom Bodensatz aufsteigen. Scheinbar erschreckend - dann erhellend. Und manches Mal - lösend - sobald der Alb, die Geister und die Leichen sich verzogen haben. Alles uraltes Zeug - an welches ein Verstand nicht heranzureichen vermag. Aber auch neue Varianten. Es scheint, als sei es möglich, sich auf solche "einzustellen", indem man sie im Wachzustand sehr kurz "andenkt" - wiederkehrende Albträume "umdenkt". Was weiter auszuprobieren bleibt.

Knallverwebte Hirnkastensprengung wegen "Quecksilberfrei-Werbung"

In den wöchentlichen Anzeigenblättchen wird jetzt bei angepriesenen LED-Leuchtmitteln mit dem Hinweis "quecksilberfrei" geworben. Das bedeutet also: Alle wissen, daß in sämtlichen anderen Leuchtmitteln - hochgiftiges Quecksilber drinsteckt. Unnötig, sinnfrei und lebensgefährlich. Über kurz oder lang - eher kurz - auch Erde und Trinkwasser verseuchend. Das ist nur eine treffliche Alltagsparabel dafür, daß mir die "Realität" manchmal die Schädeldecke wegsprengen will. Es ist so eng hier - im Irrenhaus.

Für 2.46 Minuten "knallverwebt" in Lachen ....

.... gefunden hier eben - diesen interessanten Beitrag zu den Ursachen von Armut - Antworten aus 2008 von der schönen Insel Sylt. Sehr bedauerlich - daß er nur so kurz ist - ich hätte gerne länger gelacht.
Dann will ich heute mal checken, was ein paar alte Socken auf EBay so einbringen ... Chips habe ich eh nicht im Haus.
Schon gestern abend sehr lustig - in den Systemmedien wird zwar offen darüber gesprochen, daß der aktuelle "Armutsbericht" ungeniert gefälscht wurde, aber schon kommt die gute Nachricht hinterher: "Erstmals seit dem Jahre dings - geht nun die Schere zwischen Arm und Reich wieder ein wenig mehr zusammen." Ich schlage vor - mal ein paar offizielle Untersuchungen über "geistige Armut" anzustellen - an entsprechenden Stellen. Spende auch gerne einen Teil meiner "Lebensleistungsrente" zu diesem Zweck
Bleibt noch anzumerken - daß ich zwar derzeit nicht über viel Geld verfüge, aber mich doch vorwiegend reich und gesegnet fühlen darf.

Mittwoch, 28. November 2012

Banale Eigen-Therapie ...

... eigentlich - habe ich schon länger die Absicht, nicht mehr soviel dummes Zeug zu bloggen - und mich endlich mal wieder in meine Höhle zurückzuziehen. Dann - geht es doch wieder mit mir durch. Und manchmal - tut es mir einfach gut. Ausgesprochener  Unsinn - auch in Tastenform - ist schon so gut wie abgegeben. Manchmal staune ich sogar - eigentlich oft - was da rauskommt. Und lese es hinterher mit wirklichem Erstaunen. Fast - als hätte jemand Anderes das geschrieben. Und - nichts davon ist etwa "ernst gemeint".  Es ist - eine banale Eigentherapie - ich lasse einfach kommen, was kommen will. Manchmal zensiere ich den gößten Unsinn kurzerhand wieder selbst - per Löschtaste. Gehört auch zur Eigentherapie. Manchmal lasse ich etwas stehen - was mir im Grunde allzu blöde erscheint - und spüre der eigenen Scham nach. Auch eine Übung - zum Menschsein.
Da ich nichts weiß - habe ich auch nichts zu vermitteln.
Wie geschruben - es ist eher eine Art "Selbstbehandlung" - und auch "-beobachtung".
Eine Art "Eigentherapie ...." -  bei der ich meist vorher nicht weiß - was gleich formuliert werden möchte.
Eine gute Zwischenlösung für solche Leute wie mich - die sich nicht mehr auf eine "Fremdtherapie" einlassen können wollen. Habe mich mal mit etwa 30 - auf eine sogenannte "Gesprächstherapie" eingelassen - und niemals bzw. nur selten die Wahrheit gesagt - in drei Jahren fast wöchentlicher Sitzung nicht. Es waren immer nur Halbwahrheiten. Die Therapeutin - war genial - weil sie mich einfach in Ruhe gelassen hat. Es gab eigentlich immer nur zwei Botschaften persönlicher Art, die sie mir kontinuierlich vermittelt hat. Und für beide - bin ich ihr bis heute sehr dankbar, besonders, weil sie nie versucht hat, mich zu manipulieren  Die dritte und unpersönliche Botschaft war: Es gibt kein richtig oder falsch. Mittels dieser dritten - bleibt sie mir für immer unvergessen. Tolle Frau!
Im Nachgang - habe ich noch viele "Selbsttherapien" versucht und ausprobiert. Habe auch versucht - ein anderer Mensch zu werden - ein "besserer" oder sowas .... Manchmal hat es für eine Weile scheinbar funktioniert - und viele gute, glückselige, glückverheißende Zustände haben sich temporär eingestellt. "Jetzt - wird alles anders" und "Alles wird gut" - waren so ein paar Karotten. Die dickste und saftigste Karotte war die Suche nach Erleuchtung. Also - nach Erleichterung - vom Menschsein.
Meine hiesige Eigentherapie - läßt mich übrigens oft Tränen lachen.
Ich sehe den - mal mehr und mal weniger bemühten Versuch - aus meiner gegebenen Beschränktheit auszubrechen - und lese dann doch immer wieder - die Unmöglichkeit, dieser menschlichen Begrenztheit zu entfliehen.
Dies - ist nicht möglich. Auch nicht mit vermeintlich klugen Worten.
Ja - ich wäre gerne - früher mal - "klug" gewesen.
Heute weiß ich nicht mal mehr - was dieses Wort aus 4 Buchstaben beinhalten soll.
Und heute weiß ich auch - daß ich mich von niemanden mehr "therapieren" lassen werde.
Weil es - niemand kann, vermag.
Hörte eine sinnige Anmerkung dazu neulich  - bei der jemand recht trefflich bemerkte - daß Tausende von Menschen sich in die Sessel und Ohren von "Greenhorns" begeben, die ihr Leben lang nichts weiter getan bzw. erlebt haben - als, im Sessel sitzend, oft um Jahrzehnte Lebenserfahrung jünger, Anderen von ihrem Leben etwas abzulauschen.
Um diese dann - meine Worte - wieder "auf Spur zu bringen". Ins "Funktionieren".
Meine Eigentherapie - ist simpel. Ich bin völlig in Ordnung - auch, wenn es oft ganz anders erscheinen mag.
Ich bin völlig in Ordnung - mit allen Fehlern, Unzulänglichkeiten, mit aller Unwissenheit, mit jeglichem Versagen, in aller Beschränkheit und inklusive aller Gefühle - unangenehme wie angenehme ....  und ich muß glücklicherweise auch nicht mehr "auf Spur gebracht werden" - damit Andere sich wohler fühlen.
Die Eigentherapie - ist also - einfach: Als Mensch mit Fehlern und Begrenzungen - zu leben. Und damit - so gut es eben geht - in Frieden zu kommen. Für einige Momente - sogar zu sein. Bevor die Reise weitergeht.
Mit oder ohne Handtuch ....
Beschließe hiermit - die Eigentherapie - und erkläre mich für geheilt.

Speicher-Entleerung - Und wenn das hier alles ist ....

Die Zwillingssonne braucht eine "Speicher-Entleerung". Der "Hirnspeicher" ist gemeint. Eine Müllentsorgung - von allzu vielen Informationen und unsagbar vielen Meinungen und Ideen über das Leben und die Welt und die Existenz und einen "Sinn" - die einem so im Laufe des Lebens zwischen die Ohren geraten und ihren Weg über den Kopf in den Körper in die Seele finden. Ich könnte auch sagen - "Stille" ist hier die erforderliche Medizin - aber schon verbindet sich nur mit diesem einen Wort und seinen schlappen 5 Buchstaben - eine Überfülle an Ideen, Bildern, Informationen - und aus "Stille" wird "Lärm".
Das ewige Suchen - führt nicht zum Finden. Jedenfalls nicht bei mir.
Lese bei C.G. Jung ("Psychologie und Religion") etwas von "Wissen" - aber ich verfüge gar nicht über so etwas.
Und er - ja auch nicht wirklich - wie ich in seiner Autobiografie vor wenigen Monden mit Freuden las. Im Alter hat er´s bemerkt. Ich bemerke das schon, seit ich "denken" kann.
Ich glaube - an nichts, was sich wie auch immer von Menschen erklären ließe.
Zu jeder Hypo-these - gibt es gleich ein paar Tausend anderslautende.
Hinter mir - ein großer Stapel von Büchern, die noch zum Verkauf anstehen - kann nicht mehr wirklich gut hineinschauen. Kann nicht mal mehr - irgendwelchen Netzbeiträgen ernsthaft lauschen - und kaum noch TV gucken.
Glaube nicht, daß es ein "Konzentrationsmangel" ist - es ist vielmehr eine völlige Übersättigung mit allzu vielen Variablen von "Wirklichkeit" - die nicht greifbar ist.
Früher mal - habe ich in solchen Situationen gerne zu etwas "Tröstlichem" gegriffen oder solchem gelauscht. Zwecks "Stimmungsverbesserung". Seit längerer Zeit schon - funktioniert das nicht mehr.
"Wende Dich dem Licht zu" - sagen irgendwelche vermeintlich Spirituellen. "Achte auf Deine Gedanken". Mag was dran sein - bleibt aber letztlich nur eine Art "künstliche Selektion" und eine Art " kleiner Größenwahn", der ja gerne davon ausgeht, daß ein Mensch sich seine eigene Welt mal eben erschaffen kann. Ich - kann das immer noch nicht "wirklich".
Und wenn ich ehrlich bin - liegt es wohl daran - daß ich gar keine konkrete, faßbare Vision habe vom Leben, wie es "sein sollte" - also etwa für Andere mit. Für mich ist eigentlich jeder - der glaubt, er könne diese Welt für Andere mit- bzw. umgestalten - schon ansatzweise ein Diktator. Sehr streng genommen. Bleibt die Frage - wie die Welt für mich "sein soll"? 
Hier fallen mir zur Zeit - fast nur "Reduzierungen" ein. Weniger - von allem. Weniger Streß, weniger Ehrgeiz, weniger Hektik, weniger Gier, weniger Neid, weniger (Geistes-)Krankheit, weniger Krieg .... weniger Reizüberflutung.  Mehr - Gottvertrauen.
Heute vormittag im warmen Bette - ein köstlicher Moment.
Ich wache auf, schaue mich im Schlafsalon um - und denke "Was - wenn das hier alles ist?" Wunderbar. Einfach - ein warmes Bett und "manifeste Wände", hinter denen es nichts weiter zu suchen gibt. Keine Vergangenheit - und keine Zukunft. Keine anderen Ideen. Ein friedlicher Moment. Jenseits von "Etwas-anders-haben-wollen". Paradiesische Beschränktheit. Wohltuende Kleingeistigkeit.
Wohlige Zufriedenheit. Einfach ein warmes Körpertier - ohne Wunsch nach "Erfüllung" und anderen Karotten. Kein "Lärm" weit und breit. Eine Oase der simpel-gestrickten Glückseligkeit.
Diese - verfliegt beim Aufstehen - der Lärm beginnt von vorne - für eine Weile jedenfalls - dann legt er sich wieder.
Wie ich wohl schon ein paar Mal schrub - diese Erscheinungsform hier - kann nur ein Geschenk sein. Ist einfach ein Wunder - mit aller temporär verfügbaren Sinnlichkeit. Wer das "begreift" - mit den gegebenen Sinnen - dem kann sogar ein Schmerz zum Geschenk werden - denke ich.. Und ich habe viel davon - im "Bauch". Weiß manchmal nicht - wohin damit. Nicht mal genau - woher er gekommen ist. Vielleicht - aus sinnlosem Widerstand - gegen das Geworfen-Sein in eine Welt - die ich nie verstehen werde. In dem Moment - in dem ich das so stehen lassen kann - bleibt nur "......" .

Dienstag, 27. November 2012

Frauen sind ja so blöde - Pferdefuß-Absatzmode und Giftmüll-Entsorgungs-Höhlen

Frauen kann man(n) scheinbar allen Scheiß verkaufen.
Aktuell - diese Keilabsätze - teuflische Pferdefüße .... auf denen kein Menschenfuß auch nur einen einzigen natürlich-abgerollten Schritt machen kann.
Ich sitze also in der Limousine - und staune nur - über soviel Blödheit - erzeugt aus sinnloser Eitelkeit und der Sucht, beachtet zu werden. Wobei hier Beachtung gar nichts mit Achtung zu tun hat. Muß es also eher "beglotzt" werden nennen - von irgendwelchen potentiellen Begattern. (Das etwa 80 % der keilabsatztragenden Begatteten - später als Alleinerziehende auf Hartz IV-Niveau landen - wäre ein anderer Post ... - sorry - aber im Moment hat mich ein tiefschwarzer November-Zynismus ergriffen - der aber nicht unlustig ist.)
Meist - handelt es sich ja noch um jüngere, zeugungsbereite Schwestern - die sich zu jeder Saison erneut verarschen und modisch einkleiden lassen.
Ich kann es ihnen nicht einmal verübeln - zu meiner eigenen, empfangsbereiten Zeit - habe ich ja selbst viel Theater um nichts gemacht. Wenn auch - in Maßen- und nach meiner eigenen "Mode".
Aber diese Pferdefüße - sind schon die Krönung!
Und wie ich schon mal irgendwann vor ein paar Monden schrub -
ich habe diese seltsame Vermutung, daß man im Inneren von solchen Keilabsätzen und/oder Plateausohlen - wirklich sehr bequem und völlig unbemerkt jede Menge Giftmüll problem- und kostenlos entsorgen kann.
Wäre meine teuflische Ader besser ausgeprägt - ich hätte meine helle Freude an einem solch genialen Streich!

Über Mißbrauch, Ohnmacht, Macht und Vorstellungen von Liebe - über Einzelschicksale und Massenelend - über den eigenen Anteil

Wollte heute was schreiben über "China" - China, Indien, Pakistan, Bangladesh, Südamerika, Afrika ....über die Millionen bzw. Milliarden von Menschen, die im tiefsten Elend nutzlose und minderwertige Konsumgüter für uns Privilegierte hier herstellen - und dran krank werden bzw. verrecken. Alles - mit unserem Wissen.
Dann - fand ich bei der wilden Gans drüben plötzlich den Hinweis auf ein Buch eines langjährig sexuell-mißbrauchten Odenwald-Schülers - und lauschte den Worten der mißbrauchten, ehemaligen Kinder - soweit ich solche fand im Netz.

Schon gestern abend stieß ich per Zufall auf einen Film im "ZDF" ("Mandy will ans Meer") - dem das Thema "Kindesmißbrauch" in anderer Form zugrunde lag. Und der mich nochmal an eine alte Familiengeschichte erinnerte - in wieder anderer Gestalt, nämlich in der eines Neffen, der von seiner Mutter mißhandelt wurde. Also von meiner Schwester - und bis heute habe ich ihr das nicht nachsehen können - aber nur, weil sie immer noch so arrogant ist, wie einst - und Flüche gegen Menschen schleudert - die mir nicht einmal einfallen würden. Dem Neffen geht es gut heute, er lebt sein eigenes Leben - ich bot ihm einst mit 11 Jahren an - der Hölle den Rücken zu kehren. Vorher ging das nicht - denn auch mißhandelte Kinder hängen an ihren Eltern. Es brauchte also - seine eigene Reife - für eine selbst-zu-treffende Entscheidung. Mit 11 hatte er diese - mißhandelte Kinder werden schneller erwachsen als behütete.

Um es mal nochmehr durcheinander zu bringen hier: Seit die Kinderchen hierzulande neulich die giftigen Erdbeeren aus China wieder ausgekotzt haben - beschäftigt mich so einiges in Sachen "Mißbrauch".
Und ich ziehe meine Schlüsse - oben wie unten, innen wie außen, wie im Großen, so im Kleinen - hermetisches Prinzip eben. Oder biblisch gesprochen "Wer von uns (erlaube mir die kleine Abwandlung) ohne Sünde ist - der werfe den ersten Stein."

Wo also - beginnt Mißbrauch, Machtmißbrauch?
Für mich recht klar dort - wo ich auf Kosten eines Anderen lebe.
Überall dort - wo ich dem Anderen in irgendeiner Weise seine Energie raube - und nicht aus meiner lebe.
Überall dort - wo Energien nicht freiwillig ausgetauscht werden - sondern einer aus der Energie und der Existenz des Anderen für sich Vorteil ziehen will.

Das wird ein sehr chaotischer Post .... und vermutlich wird er auch lang werden - es geht nicht anders.

Nehme ich dieses Gespräch als Grundlage zum Thema "Kindesmißbrauch" - ein ehemaliger und bis heute lebendig betroffener Schüler dieser "Odenwald-Schule" erzählt höchst sensibel und reflektiert über seine Erlebnisse und die Auswirkungen für sein Leben - höre ich zweierlei: Die offenbaren Mißbraucher - haben die Kinder manipuliert - sowas funktioniert übrigens erstaunlich leicht in vielen Fällen - und zur Bedienung ihrer sexuellen Phantasien und Wünsche benutzt. Die derart manipulierten Kinder - dachten, es sei alles ihre eigene "Schuld". 
Und jetzt wird´s äußerst delikat und sensibel - auch die Kinder haben scheinbar profitiert - indem sie eine abstruse Form der "Zuwendung" von diesen Machtmißbrauchenden erfahren haben. In einem der Berichte zu diesem Thema fiel das Wort "Gefühls-Junkie" - und das ist ja genau dieser simple Trick, mit denen sich solche Manipulationen erfolgreich durchführen lassen: Die Opfer erfahren tiefe Verwirrung - wissen einerseits, daß da was ganz sicher nicht stimmt - werden aber dennoch teils süchtig nach abstruser Zuwendung. Das ist wie mit Kindern - oder Frauen -  die geschlagen werden: Besser solche Art von "Aufmerksamkeit" und "Zuwendung" - als gar keine. Ignoranz kann vermutlich noch mehr seelisch töten, als Gewalt.
Der Mann im oben verlinkten Gespräch - sagt es ja mehrfach - er fühlte sich auch geborgen innerhalb seiner "Odenwald-Schul-Familie".  Der sexuelle Mißbrauch - schien ihm wohl der Preis zu sein, der für solche zu zahlen war. Natürlich konnte er es nicht besser wissen als Kind - daß er völlig unschuldig war.
Dann gibt es noch dieses unsägliche Thema von rituellem Kindesmißbrauch - aber an dieser Stelle möchte ich nicht weiter dazu ausholen. 

Ich frage ich mich nur u.a. - welchen Preis bezahlen wir eigentlich selber - im Leben - nur für ein bischen vermeintliche Geborgenheit? Ich glaube, da gibt es sehr viele Varianten und "Preisklassen".
Und ich frage mich - wieso wir es uns meist sehr einfach machen - und die offenbarten Täter verurteilen - ohne die eigenen, potentiellen Abgründe zu untersuchen. Zumindest - nicht öffentlich.
Was meine eigene Untersuchung betrifft - ich hätte ohne Weiteres, je nach Situation, in solche Abgründe geraten können. Schätze mich schlicht glücklich - nicht allzusehr auf den Prüfstand gestellt worden zu sein vom Leben - was die Verlockung von "Machtmißbrauch" betrifft. Schätze mich glücklich - weitgehend frei von igrndwelchen "Rachegelüsten" zu sein - und von je her immer gewußt zu haben - daß das Leben selbst für eine entsprechende "Antwort" an diejenigen sorgen wird, die mich möglicherweise einst in irgendeiner Form mißbraucht haben - ich muß mich darum überhaupt nicht persönlich kümmern.

So. Und wat hat dat jetzt mit "China" zu tun?
Nehme hier mal "China" als Abkürzung und Sinnbild für Milliarden von ausgebeutetem Menschenmaterial.
Dat geht so:
In "China" - herrscht offen-sichtbare Sklavenarbeit. Und das - schon seit die "Handelsbeziehungen" anfingen vor etwa zwei Jahrzehnten (ex memoriam ....). Die Menschen arbeiten dort - sieben Tage die Woche - unter menschenunwürdigen Gegebenheiten - um den ganzen Konsumprüll für uns privilegierte Westler herzustellen. Den wir hier - überhaupt nicht mehr wertschätzen. "Kapott? Määt nix - hol isch mir neu. Kostet ja eh nix"
Es darf auch nichts mehr etwas kosten. Es soll alles - nur billig sein.
Scheiß egal - wo´s herkommt. Und unter welchen realen Lebensumständen es erwirkt wird.
Für schmalere Geldbeutel mit guter Absicht - inzwischen sogar schwierig, etwas zu bekommen, was nicht im Elend produziert wurde.
Übersetzt heißt das u.a. - in jedem dieser aufgebackenen Teig-Rohlinge, die von den armen Kreaturen am anderen Ende dieses Globus gefertigt wurden - steckt eine Menge Elend und Mißbrauch drin.
In jeder "gebleachten" oder auch "ungebleachten" Jeans - steckt Krebs.
Egal - ob sie bei "KiK" für zehn Euronen erworben wird - oder ob ein Schildchen draufgenäht ist mit "Diesel" und diese dann eine ganze oder halbe Monatsmiete kostet - es kommt - fast immer - aus China.
Gestern schaute ich mir einen Bericht über Schuhe an - die kommen - fast alle - aus China. Bzw. Indien.
In der Reportage kommt ein indischer Gerber namens "Vishnu" zu Wort - dessen Füße entzündet sind und nicht heilen, seit er nicht mehr mit natürlichen Mitteln sondern mit billigeren und schnelleren Chemikalien gerbt. Er selbst - hat nicht einmal die Mittel, um sich ein paar Sandalen zu kaufen.
"Vishnu" ..... was für ein Zynismus.
Vishnu - ein Teil der hinduistischen Trinität - der "Erhalter".
Sofort kam mir das Bild - das die Titanen die Götter besiegt und unterjocht haben.
Und wer bitte - sind diese "Titanen".
Das sind wir - alle selbst.
Jeder von uns - mißbraucht all diese Menschen - indem wir konsumieren, was sie unter erbärmlichen Umständen produzieren.
Und das Spiel ist hier nicht etwa am Ende.
Denn es gibt noch andere Titanen - größere und mächtigere, machtbesessenere.
Die - werden auch uns jegliche Energie abziehen, sind schon dabei, wenn wir es nicht begreifen.
Und so - wie es gestern plötzlich überraschend klar für mich aussah auf den Straßen der Kolonie - herrscht immer noch tiefster Tiefschlaf.

Ein Bild aus dem Film "Matrix" einst - hat sich mir sofort und zutiefst eingebrannt, seit ich diesen Streifen vor Jahren erstmals sah. Es ist dieses vordergründige Sonnenblumenfeld - welches sich bei näherer Betrachtung als brennendes Menschen- und damit Energiematerial herausstellte.

Also nochmal anders:
Wie oben, so unten.
Wie innen, so außen.
Wie im Kleinen - so im Großen.
Jedes von uns - ist an titanischem Mißbrauch beteiligt.
Ich habe noch nie jemanden getroffen - der den ersten Stein hätte werfen können - mit reinem Gewissen.
Und - es ist so einfach - die Abgründe der Anderen zu verurteilen -
aber nicht in die eigenen hinunterzuschauen.

Natürlich - bleibt dieser klägliche und gescheiterte Versuch - die weite Schere der seelischen Abgründe mal ein wenig verbal zu erhellen - unvollständig und vermutlich verwirrend.
Auch für mich - sonst hätte ich es ja besser auf den Punkt gebracht.
Mir geht es - um den Ansatz:
Ein jeder trägt alles nur denkbar Abgründige - ebenso in sich selbst -
wie alles vermeintlich Erhebende.
Was jeweils - wieso und in welchen Situationen zum Leben erwacht -
das vermag ich nicht zu ergründen als kleines Licht.

Montag, 26. November 2012

November-Traumreise

Sah - heute - nur noch Hypnotisierte auf den Straßen.
Erstmals - so klar und krass.
Fragte mich - ob es wohl daran liegt, daß ich selbst woanders bin?
Oder liegt´s daran - daß ich mit Fieber fahre?
Die Fahrgäste - werden erheblich schweigsamer.
Lange hat niemand mehr auch nur noch versucht -
mir irgendwelches Zeugs zu erzählen.
Heute fahre ich jemand - quer durch die Kolonie -
als die Meldung im Radio ertönt
"Die Stiftung Warentest ruft mehr als zwanzig verschiedene Adventskalender mit Schokoladenfüllung zurück .... "
alles ungenießbar und mit Giften verseucht - hier irgendwelche Schweröle.
Ich schlage vorne am Steuer - beide Hände zusammenn -
und der Mann hinter mir stöhnt nur auf ....
Ich muß lachen - nicht, weil es lustig ist - aber weil es immer deutlicher wird.
Sogar hier - endlich hier -
an dem Ort, von dem die Verursachung der globalen Verseuchung einst ausging.
Die Verursacher - können den von ihnen selbst erzeugten Dreck nicht mehr von sich weisen -
und müssen ihn nun - auch - konsequent selbst fressen. 
Das ist der Segen der "Globalisierung".
Nachdem der Fremde gestöhnt hat - irgendetwas wie "mein Gott ...."
schweigen wir weiter. Ich halte noch ein kurzes Selbstgespräch - laut - wie "Hmmmh - das wird ja immer schmackhafter ...." - und dann herrscht wieder Silencio.
Ich sag´s ja - irgendwas - ist ganz anders gerade.

Wäre ich konsequent zynisch - würde ich einfach nur sagen:
Tja - keine echte Überraschung, Du Ar ....
hast Du nicht jahrelang mit MENSCHENMATERIAL in China, Indien und Bangladesh "gute Kohle" gemacht?!!!
Und die Asche in "Co2" umbenannt.
Ich glaube - ich bin konsequent zynisch.
Und denke - an öffentliche Leichenverbrennung - wie sie wohl immer noch in Benares stattfindet ....
Was für eine Lektion!
Davon - sind wir hier so weit entfernt - daß wir "Menschenmaterial" allzu gerne verheizen.
Sieht ja hier keiner.

Samstag, 24. November 2012

Nachtrag zur Traumfutterlieferung neulich ...

... gestern bin ich beim Noch-Unternehmer zur Abrechnung. Der Kater - sitzt immer noch an Ort und Stelle. Auf seinem Thron - draußen im Freien - und wir schauen uns mal wieder eine Weile tief in die Augen. 
Eigentlich - ist es doch "mein Kater" - wie der Sohn einst sagte. Aber - ich kann ihn nun mal nicht mitnehmen. Würde nichts lieber sofort tun, als ihn mitzunehmen. Aber - was ist das für ein Leben hier, für einen Freigänger ... keines. Hier - kann er nicht raus, wie er es will und braucht. Ansonsten - hätte ich den schon längst adoptiert.
Freundlicher kann kein Tier sein im Wesen. "Das Problem ist ..." (der Lieblingssatz des Unternehmers, den ich schon   ein gutes Vierteljahrhundert kenne) ... er kann nicht ins Haus, weil er nicht stubenrein ist. Inzwischen haben sie wohl auch nochmal versucht, ihm das beizubringen bzw. zu kommunizieren - aber es hat nicht geklappt.
So sitzt er also - seit über zwei Monaten - immer noch da, draußen, auf seiner Anhöhe - und freut sich vermutlich, wenn er ein wenig liebevolle Zuwendung und Ansprache erfährt.
Ich habe inzwischen - besonders nach der großzügigen Nacht-Futterlieferung -  alle möglichen "Treppenvariationen" an- und durchgedacht - vom Himmelsgeschoß zur Erde hin - aber es macht keinen Sinn.
Er muß - woanders hin.
Immerhin - hat er sich die denkbar besten Leute für eine Zwischenlösung gesucht.

Gute Frage .....

.... von dem jungen Mann. Ob ich einen Unterschied bemerken würde bei internationalen Fahrgästen, was die Trinkgeld-Mentalität betrifft? Ja - sicher, gibt es. Besonders die Italiener - gaben früher nie sowas, weil bei denen immer automatisch 10 % incluido waren ... aber auch die - haben sich geändert und geben inzwischen gerne mal ein wenig Trinkgeld. Viele Amerikaner - lassen sich erst das Rückgeld auf Heller und Pfennug rausgeben - und geben Dir dann gerne ein großzügiiges Trinkgeld aus dem Change - zurück. Usw. ....
Er gibt mir ein feines, großzügiges Trinkgeld. Merke gerade - daß ich mich mal auf die historische Spur dieses Ausdrucks begeben möchte.
Gestern einmal die Blechkiste voll mit freundlichen Holländern. Ganz andere Atmosphäre - in Windeseile. Ganz andere, lockere Gesprächskultur. Sehr angenehm!
Nichts gegen das "Deutschsein" - im Gegenteil - aber es ist eben die Vielfalt, auch von "Mentalitäten", die zur Schönheit beiträgt. Sollten wir uns - durchaus bewahren.        

Vorweihnachtsgeisterstadtatmosphäre ....

.... mit einer gewissen Neugier erwarte ich bereits jetzt die kommende offizielle Verlautbarung des Einzelhandels zum diesjährigen Weihnachtsgeschäft. Rein atmosphärisch würde ich - aus meiner Perspektive - meinen, das ist bislang ein echter Flop. Nach meiner Erinnerung der vergangenen Jahre - quillte die Kolonie zu dieser Zeit bereits regelmäßig aus allen Nähten vor lauter WeihnachtseinkäuferInnen - und überall staute es sich bereits - rück.
Heute - scheine ich durch eine Art Geisterstadt zu  fahren - die paar Leute, die da unterwegs sind an einem Samstag vier Wochen vor Weihnachten - sind fast schon irritierend. Am Nachmittag bleibe ich über 70 Minuten mitten im Herzen der Kolonie hängen. Im Display sehe ich - daß auch die anderen Herzstellen sehr lange stillstehen.
Irgendwas - ist ganz anders diesmal. Nirgendwo - bricht der Verkehr wirklich zusammen. Überall - ist noch viel Luft und Raum. Mein Erlöser naht irgendwann - und an der Peripherie komme ich noch in den glimpflichen Bereich. Habe später angefangen - und wollte auch früher wieder aufhören, wegen Fieber. Ziehe dann doch durch, wegen der Gunst der Stunde. Für morgen - ist nicht wirklich viel zu erwarten - "Totensonntag" eben. Aber die süße Dame rief heute an - und hat mich vorbestellt für eine gute Fahrt am Mittag. Will noch einen Stein raussuchen - sie hatte Geburtstag inzwischen. Einen für die Knochen und Gelenke - den kann sie gut brauchen.

Freitag, 23. November 2012

Geld und Gesetze?

Kann nicht anders - muß ein wenig Senf dazugeben.
@ M. und astrophil - zum Gelde ....
Von Dir, liebe M,, habe ich erfaßt, daß Du bisher noch nie wirklich viel Geld hattest. Aber - Du besitzt immer noch ein Grundstück - also eine Frage der Betrachtung .... Bei Dir - Astro - weiß ich´s nicht, wie´s mit den Finanzen realiter steht und stand.
Ich weiß nur - von mir selbst - daß ich es liebe, Geld zu haben, um damit gewisse Dinge und noch lieber Träume im Leben realisieren zu können.
Hatte als Kind und Teenager immer reichlich Taschengeld - meine Eltern waren großzügig - aber nie reich. Dann ... starb mein Vater, als ich 16 war - und die Mutter enthielt mir bewußt die Information vor, daß ich durch seinen Tod nun eine beträchtliche "Halbwaisenrente" erhielt. Das waren einst satte 750 bis 1.000 DM - also eine Steigerung über die Jahre miteinbezogen - von denen ich damals locker hätte - und hatte leben können. Die Mutter wußte gut, warum sie es nicht sagte - ich wäre sofort ausgeflogen. So - flog ich erst mit 18 aus - nachdem mir die ältere Schwester die bis dahin zurückgehaltenen Informationen zugespielt  hatte. Weg war ich - und die ältere Schwester - hatte mir sogar noch eine, meine erste Wohnung besorgt, für 250 DM einst. Und an meinem damaligen Lieblingsort. Hier - muß ich eben nochwas Anderes einschieben - da ich mit meiner leiblichen Schwester sehr viel Hader hatte - aber in diesem Moment - hat sie mir viele Türen geöffnet.
Hatte also meine erste eigene Wohnung - eingerichtet mit Freunden - die dann aber dennoch leer stand, von Anfang an - weil ich gerade bei einem Geliebten lebte. Ich behielt die Wohnung - in weiser Vorausssicht. Nach etwa eineinhalb zog ich dann wirklich dort ein. Machte derweil - irgendwie - mein Abitur und versuchte mich in einer völlig ungeeigneten "Ausbildung" - die mich nicht die Bohne interessierte.
Rausschmiß - wegen Nicht-Anwesenheit und Unernsthaftigkeit.
Immer noch die "Halbwaisenrente" in petto - und die vielen, wilden Jahre bis zum Exzess durchgezogen - mit den damaligen Freunden. Kleine Wohnung - immer voll mit Leuten. Dann wohnte ich sogar zu zweit in dieser "Einzimmer-Wohnung" - mit einer Freundin.  Diese -  hatte widerum eine eigene Bleibe und wir übten eine der wertvollsten Übungen im Leben zusammen - nämlich die Freundschaft bewahren, onwohl wir beide ein Verhältnis mit dem gleichen Typen hatten.
Irgendwann - durchgezogene Ausbildung - und keine Alimentation mehr.
Studium am Abend - nach der Arbeit. Und auch noch zuhause- insbesondere Faszination für Rechnungswesen - und Spanisch. Jung - jede Menge Energie. Fast - unermüdlich.
Dann - dem Lamentieren von mir sehr nahen und lieben  Menschen - seinerzeit meine "Vorgesetzten" - gelauscht - und gestaunt - an was diese hängen.
Noch mehr gestaunt - wem sie dies erzählen?!
Ich hatte nur ein Bruchteil dieser Mittel zu der Zeit zur Verfügung - und fühlte mich keineswegs arm.
Vermutlich - hatte ich zu dieser Zeit noch nicht einmal eine Idee von "Mangel" gehabt.
Und dann kamen die Geschichten dieser - von mir durchaus und sehr geschätzten Menschen, tagtäglich und im Umgang miteinander - die ihr Leben so eingerichtet hatten, daß sie ein eigenes Haus abbezahlen und die Feste ihrer Kinder mit - für mich damals - pompösem Aufwand gestalten wollen.
Diese - die ich sehr gerne mochte - klagten also bei mir - die ich soviel weniger hatte an Materiellem - über ihre "matieriellen Nöte"
Hmmmhh ... ich ließ das - meistens - so stehen.
Erzählte nichts von mir und möglichen engeren "Engpässen".
Wurde nur selten zornig -weil ich meist gut wußte -daß ich es mit Menschen zu tun habe.
Einmal  wurde ich zornig - das war der Moment -   inhdem man mir die eigenen  Ideen stehlen und als die eigenen verkaufen wollte. Verkauft hat - das war Verrat.
Danach hab ich irgendwann beschlossen - nur noch das ohnehin Gegebene zu empfangen.
Und jetzt - muß ich abkürzen - es war immerhin - seinerzeit - eine  halbe Million DM - aus dem Nichts aufgetsucht = nicht gesucht und dennoch aufgetaucht ....
So  - kann es gehen.
Was - ich - falsch mache - seit vielen Jahren -
trotz überrraschend- temporärer Erkenntnis:
Ich habe Ideen zu Geld. -in Relation zu dem, was ich tue.
Das - was ich tue - ist nicht von Herzen.
Vermag also auch nicht zu blühen.
Wieder falsch -
ich muß neu träumen
Und - es geht niemals um Geld allein ...
Geld - ist ein Witz.
Und ist dennoch - Energie.
Ich denke -
es ist ganz gut -
reich und arm erlebt zu haben -
wie auch immer.
Damit es - keine Theorie bleibt.
So.
Soweit ....
habe gerade neulich - mal eben eine Milliarde "mental-generiert".
Her zu mir - die Erdnuß!
PS - Von der einstigen halben Million habe ich fünfzehn Jahre gelebt -
und auch immer wieder zwischendurch gearbeitet.  Habe einige Reisen gemacht, mir meine Trauminstrumente geschenkt und ein paar Ausbildungen finanziert. Als es aufgebraucht war - machte ich den Denk- und Fühlfühler, daß nun erstmal alle Anderen dran seien. Dachte, mein "Bonus" sei nun abgelebt. Weil´s halt immer von alleine zu mir kam ... Bei solcher Einstellung - kommt das Geld natürlich nicht mehr .... wenn frau es auch noch von sich wegschiebt. Denke gerade - wieder um.  Ist ja genug da - für alle!

Donnerstag, 22. November 2012

Mal reingehört gestern ....

.... in eine TV-Gesprächsrunde mit dem Titel "Gibt es ein Leben nach dem Tod" gestern - bei der Frau Anne Will.
Unter fünf geladenen Gästen - saß für mich nur eine Person, die wirklich etwas dazu mitzuteilen hatte - und die ich auch im "richtigen Leben" sehr schätze - Seyran Ates berichtete von einer "Nahtoderfahrung" im Alter von 21 Jahren.
Die anderen vier Gäste - spekulierten mittels ihres begrenzten Verstandes und der in diesem kleinen Kästchen vermeintlich befindlichen "Logik" - und/oder aus "Gefühlen" und/oder (Wunsch-)Vor-stellungen heraus.
Vier Gäste - hatten also im Grunde nichts Essentielles, Selbst-Erfahrenes beizutragen.
Dafür - verlief diese Gesprächsrunde sogar noch glimpflich und moderat.
Ich stellte wieder mal erstaunt fest - was "(Natur-) Wissenschaft" sein soll.
Das sind etwa "Meß-und Nachweis-besessene-Verstände", die keinerlei eigenes Erlebnis-Moment des "Numinosen" mitbringen -  aber dennoch mittels z.B. gerätegesteuerter Hirnmessungen die Existenz eines solchen "Numinosen" - in dem allein eingebettet so ein kleiner Verstand überhaupt existieren kann - widerlegen möchten. Also - auch dies eine reine Glaubensfrage -  und da sie scheinbar nicht dran glauben - sagen sie halt gerne sowas wie: "Das sind nur neuronale Hirnprozesse - können wir alles messen inzwischen!". Und vergessen sich selbst dabei - und das flüchtige Phänomen von Sprache und Benennung - durch welches sich zwar die unzureichenden Begrifflichkeiten immer wieder ändern im Laufe der Jahrtausende - aber nie das "Numinose" selbst, in dem diese immer wieder neu erscheinen - und welches dennoch gleich bleibt.  Und welches ich hier natürlich auch nur als "Begrifflichkeit" verwende - weil es so schön neutral daher kommt - jenseits von "Religion".

Religiös-Gläubige, die selbst auch noch keine Berührungspunkte mit dem "Numinosen"  hatten - beziehen sich auf irgendwelche Bilder in ihren Schriften - oder vermeintliche Erfahrungen Anderer, um anzuführen - daß es eben doch mehr gibt zwischen Himmel und Erde.
Also - kurz gesagt - alles blanke Theorie.
Niemand vermag einem Anderen hier etwas zu beweisen - und so wird´s wohl auch immer sein und bleiben?
Ich selbst - erinnere mich an wenige und erhellende Momente - in denen ich der vermeintlichen Welt plötzlich abhanden kam und mich in anderen Dimensionen wiederfand. Keine "Nahtod-Erfahrung" - aber bsp.weise eine außer-körperliche über mehrere Tage hinweg, während der ich mich quasi abgelöst vom Körper selbst beobachten durfte, wie ich durch die Welt ging. Bis ich wieder im Körper war.
Soviel ist für mich klar - mit leeren Begriffen wie "neuronale Dingens-wat-auch-immer ...." - ist das nicht zu beschreiben.  Es ist sogar - gar nicht zu beschreiben. Und geschieht nur selten - bei mir jedenfalls.
Sehr interessant fand ich - daß die sogenannten "Atheisten" in dieser Sendung - im Grunde gar keine sind.
Der junge Mann, der fest dran glaubt (etwas Anderes ist hier nämlich gar nicht möglich ...), daß nach dem Tod nichts mehr kommt - erstaunte mich mit einer zutiefst-ethischen Auffassung und Respekt vorm Leben.
Der sich selbst so bezeichnende "Natur-Wissenschaftler" erstaunte mich mit einer eher gefühlsmäßigen und auf persönlichem Schicksal beruhenden Interpretation - warum es keinen "Gott" geben könne.   Eigentlich die irrationalste Herbeiführung für die Nicht-Existens eines "Göttlichen" - schon seit Äonen - die da lautet: "Wenn Gott sowas zuläßt - dann kann es ihn gar nicht geben." Kinder-Interpretation des Göttlichen - demnach soll Gott immer gut sein und niemandem was Böses tun. "Wenn es einen Gott gäbe - würde er sowas niemals zulassen".
Sowas sagen Menschen meist - wenn sie selbst, also persönlich unerwartet vom Leben getroffen und verwundet werden. Da fallen sie gerne "vom Glauben ab".  Das aber jeden Tag und in jedem Moment in unserer Existenz auf diesem Planeten unerklärliche Grausamkeit und Ungerechtigkeit herrscht - scheinen viele erst zu bemerken, wenn es sie selbst bzw. persönlich tangiert. Und dann - wird kurzerhand "Gott" dafür verantwortlich gemacht. Statt daß mensch - sich selbst mal "durchmißt".
Der Letzte im Bunde - war eigentlich der größte "Spekulant" - für mein Empfinden. Ein studierter Theologe der lutheranischen Richtung. Der wußte - zu allem und jedem etwas Kritisches, fast Sarkastisches anzumerken - aber war dem Numinosen selbst wohl auch noch nie begegnet.
Fazit - sehr oberflächliche Runde. Alle - von ihrem eigenen Glauben besessen - außer der Frau Ates - die schon mal woanders unterwegs war - und die betonte - daß sie keine Ahnung von der "Wahrheit" hätte.
Aber immerhin - kein schlechter Ansatz für die "Öffentlichen".
Besser noch - eine weitere Sendung mit solchen, die schon mal von den eigenen, numinosen Neuronen ordentlich  durchgefeuert wurden .... 

Traumfutterlieferung

Heute nacht im Traum erreichte mich eine große Lieferung an feinem, qualitativ hochwertigem Hunde- und Katzenfutter. Ich war gerade umgezogen - und mußte noch den geräumigen, hellen und freundlichen Keller sortieren. Freute mich außerordentlich über diese Lieferung, die so umfangreich war, daß es für die kommenden Monde mehr als reichen würde. Freute mich - daß ich nun nie wieder träumen müsse, ich hätte meine Katzen nicht gefüttert seit Wochen. Suchte nach einem passenden Regal, um das gute Futter einzusortieren - und stellte fest, daß ich diesen Keller noch nicht recht für mich eingerichtet hatte. Es schien so - als wäre er noch mit Energie gefüllt von bereits Weggegangenen, Gestorbenen .... und ich mußte nun diesen für mich umräumen und einrichten. Und dafür auch die Türen temporär schließen, zwecks besserer Konzentration - alle Türen standen weit offen und manchmal liefen ein paar Kinder rein und raus ...
Habe so ein paar Ideen zum Traum - die wichtigste davon ist: Es funktioniert nichts ohne das Wohlwollen der Ahnen und Götter. Und diese - habe ich nicht sonderlich "be- bzw. geachtet" in den vergangenen Monden. Jetzt schicken sie mir dieses Tierfutter in ungeahnt guter Qualität - ich hatte es nämlich nicht bestellt, es war eine - geschenkte - Überrraschungslieferung. Das Tierfutter steht wieder - für "tierische Energie" bzw. tierisch viel Energie. Und diese - fehlte mir in den vergangenen Jahren. Im Traum muß ich nun erneut einsehen - daß es nicht etwa "meine" ist - sondern immer eine geschenkte. Ohne das Wohlwollen der Geister (Archetypen, Ahnen u.vm.) - ist nicht viel zu schaffen.
Der Keller im Traum - ist natürlich meiner hier. Immer noch unsortiert. Und der Glaser läßt noch ein paar Tage auf sich warten. Aber das ist egal, spielt keine Rolle. Der wiederkehrende Traum, in dem ich meine Katzen nicht gefüttert hatte - was im realen Leben undenkbar für mich war - hat mir nur gezeigt, daß ich die geschenkte Energie  nicht genährt und gepflegt habe. Ich habe das fast verhungern lassen, was ich am meisten liebe - hierfür erschienen meine Katzen in den zahlreichen vorhergehenden Albträumen.
Die Ahnen - sind (auch) die Orishas - ohne die ich einst nie soviel hätte lernen können.
Und im Keller - stehen meine zahlreichen Rhythmusinstrumente. Die "heiligen" Trommeln - seit ein paar Wochen wieder auf einem - geschenkten - Tisch plaziert, wie es sich gehört, sie dürfen nämlich nicht einfach auf den Boden gestellt werden (sagt die Tradition ...).
Die Traumfutterlieferung - war ihr Gruß an mich - daß sie an mich denken und immer noch bei mir sind. Sehr wohlgesonnen. Und die Erinnerung - das "Tierische" zu nähren - das Feuer - also nicht etwa den kleingeistigen, engen Verstand.
Beim Morgenkaffee teilten sie mir noch mit - ich solle endlich meine "Flyer" fertigmachen - und diese bei meinen anstehenden Streifzügen über´s Land verteilen.  Nicht etwa in der Kolonie - die ist allzu "übersättigt". Die einen - in Sachen Rhythmus. Die anderen in Sachen "Selbstheilung" - anderer Traum aus der Nacht davor - wieder in Zusammenhang mit Umzug. Im Grunde war das schon "klar" - auch bevor ich hier landete - aber es war kein tierisches Futter = Instinkt, Energie, Feuer da. Heute habe ich prompt Fieber und brenne von innen.
Bedanke mich hier auch bei C.G.Jung - der mich in andere Träume schickt als in die immergleichen Albträume der vergangenen, lauen Jahre.

Mittwoch, 21. November 2012

Nochmal Lebensmittel ..... hier: "Abreicherung"

"Abreicherung" - vernahm ich gestern als bislang eher unerhörtes Wort - in einem von M. drüben verlinkten Vortrag.
Also - in diesem Kontext die "Abreicherung" von natürlich vorhandenen Nährstoffen in Lebensmitteln. Da werden  den Wundern der Natur und damit der Perfektion der Natur - von Menschenhand angeblich "überflüssige" oder gar als "gefährlich" deklarierte Bestandteile künstlich herausgenommen. Aufgrund von abstrusen Regelungen, die die wenigsten von uns kennen. Codex Alimentarius ist hier ein Stichwort - und eine Übersicht dazu gibt es u.a. in diesem Gespräch auf "Alpenparlament-TV".  Kaum jemand hat einen Schimmer - daß seit Jahrzehnten an solchen "Lebensmittelverordnungen" gefeilt wird und daß die Feilenden die immer gleichen sind, die auch schon von zwei Weltkriegen im vergangenen Jahrhundert profitiert haben. Die Gleichen, die heute an "Gentechnik" profiteren möchten. Erneut lauschte ich im Radio einem Beitrag - der davon berichtete, daß ein großer Teil der via Monsanto-Technik vergifteten Pflanzen bereits Resistenzen entwickelt haben gegen "Roundup-ready". Fein!
Die Art, wie die Menschen gegen die Resistenzen vorgehen - ist sehr klug: Sie sprühen nochmehr Pestizide. Aber - so geht natürlich die rein wirtschaftliche Rechnung nicht mehr auf - denn so wird es nicht nur noch giftiger - sondern auch richtig teuer.
Ich freue mich wie eine Königin über solche Nachricht - daß die Pflanzen eben doch klüger und stärker sind als die Giftmischer und Geldgeier. Sie sortieren sich neu - und husten den Erschaffern von Franckenstein was.
"Abreicherung" - ist für mich ein treffliches Wort für das, was wir als Menschheit seit vielen Jahrzehnten betreiben auf dem Planeten. "Abreicherung" - der göttlich-perfekten Schöpfung und unserer eigenen Fähigkeiten. Auch so ein Unwort für mich "Junk-DNA" .....
Abreicherung von Lebensmitteln - führt scheinbar synchron in eine gewaltige Abreicherung der geistigen Fähigkeiten.
Beispielsweise in Form von wild-um-sich-greifenden "Alzheimer und Demenz-Diagnosen".

Holte kürzlich eine ältere Dame an einem "Senioren-Wohnheim" ab. So eine "vom alten Schlag". So eine - pflichtbewußte, sich aufopfernde. Sie war kaum eingestiegen, als sie mich schon mit ihrem Weltbild überfluten wollte. Sie habe eben eine alte, blinde Dame besucht. Sei das nicht fürcherlich - wenn man plötzlich nicht mehr sehen könne?!!! Ich sollte zustimmen ... und tat den Teufel. Ach, das sei ja sooo schlimm - dann lieber einen Arm oder ein Bein weniger - als blind sein. Und dann - erbricht sie noch ihren Schmerz darüber, daß sie nun schon seit 5 Jahren zuhause ihren dementen Mann pflegt. 
Ich denke - die mußt Du jetzt ausbremsen.  Das - höre ich mir nicht an die ganze Zeit.
Frage sie, ob sie wirklich glaubt, daß ich Lust hätte, mir den ganzen Tag anzuhören, was alles fürchterlich sei auf dem Planeten? Und ob sie nicht mal lieber eine Woche Urlaub für sich organisieren wolle - statt Mann und blinde Dame zu pflegen? Sie könne es sicher gut brauchen - für sich selbst.
Themenwechsel - funktioniert. Gut.
Ich frage mich nur - warum die Leute so gerne darüber jammern, wie fürchterlich etwas sei - sich aber scheinbar nie fragen, woher es eigentlich kommt, daß immer mehr Menschen mit Krebs, Alzheimer, Demenz etc. gelabelt werden.  Wo eigentlich die Ursachen liegen - für unsere Degeneration?

Ich denke jedenfalls nicht, daß die Natur sich auf Dauer vom Menschen "abreichern" läßt.
Denke - wie schon seit ewigen Zeiten - sie wird den Menschen ggf. abschütteln wie einen lästigen Käfer - und sich dann in aller Seelenruhe wieder anreichern.

Die großen Fragen ...

... im Leben - überfordern mich gerade mal wieder.
Die kleinen Antworten sind viel einfacher - sie lauten so simpel wie: Grünkohl-Eintopf kochen und staubsaugen. Wäsche aufhängen - und nicht an den grausigen Weichspüler-Geruch denken. Auch hier eine einfache Lösung: Die Wäsche erst mal ein paar Tage liegen lassen - bis der sich wieder verflüchtigt hat.

Vorweggenommene Rückschau ....

Neulich fragte ich mich - was ich eines Tages wohl mal sagen werde, im Rückblick - wie die Zeit in der Limousine gewesen sei, wenn mich jemand fragt. Vermutlich würde ich etwas sagen, wie "Ach, das war schon ok." oder "So schlecht war das gar nicht." Und alles, was ich sagen würde - wäre Unsinn.
Eine ältere Dame fragt mich kürzlich überraschend "Und - ist das der richtige Beruf für sie?"
Ich höre die Antwort, die lautet klar "Nein."
Sie fragt nach, warum nicht.
"Er ist nicht kreativ. Man kann nicht wirklich etwas aktiv unternehmen, um in den Verlauf einzugreifen. Man muß jeden Tag wieder erneut hoffen und harren, was er bringt, ob Fahrgäste kommen und ob man Geld verdient. Es gibt keine geistige Herausforderung und die Tätigkeit ist stumpfsinnig."
Ich hatte noch vergessen, zu ergänzen - daß mir auch die Schönheit im Außen fehlt, daß ich keine Lust mehr habe, soviel Lebenszeit in einer Maschine zu verbringen und daß es kein Kindelspiel ist - dauerhaft auf "Erfolgserlebnisse" zu verzichten.
Dennoch - war ich erstaunt über ihre direkte, treffliche Frage an diesem Morgen - und ihr echtes Interesse.
Ob ich glaube, daß es nochwas Anderes für mich gibt?
Ich lache und sage - Mensch soll die Hoffnung nie aufgeben im Leben.
Fahre sie zu einer "Strahlenklinik" - sie hat ihr eigenes Schärplein zu tragen - wie jedes von uns.
Ja - das sieht sie auch so. Und ob ich (Gott-) Vertrauen hätte?
Ja - habe ich. Ohne dieses - wäre ich wohl verloren im Leben.
Sie hat auch solches. Sieht es ebenso.
Wundere mich mal wieder - über die erstaunliche "Spiegelfrage" dieser Dame, die nicht etwa Smalltalk halten wollte.
Eine "Süße".  Und keine Deutsche - andere Kultur, andere Fragen, andere Gespräche - denke ich noch.

Nostalgie-Anfälle ....

... zu späten Abendstunden - sind ja so blöde.
Kuba - ist ebenso überlebt, wie die Kolonie.
Und alles Andere, was war - ist auch überlebt.
Das, was es braucht -
ist weiteres Sortieren und Raum schaffen,
ein Vakuum schaffen - damit etwas Neues angezogen werden kann.
Gestern kündigte ich endlich eine Ausbildung, von der ich mal dachte, daß ich die machen wolle. Wollte ich aber gar nicht wirklich. Hätte viel Ballast und Unsinn auf meine Hirnfestplatte schaufeln müssen - nur für eine "Prüfung" und ein "Zertifikat". Um es anschließend wieder zu schreddern. Also - erledigt - und endlich wieder abgegeben ins große Nichts. Mit Letzterem in Freundschaft zu leben - ist wohl die große Herausforderung in der Wechseljahres-Krise.

Mut machte mir Compay Segundo - hörte ein Feature über "Buena Vista Social Club" und die alten kubanischen MusikerInnen, die einst in späten Lebensjahren zu Ruhm und Ehre kamen mit ihrer wunderbaren Musik. Die mit über 80 auf Welttournee gingen. Compay Segundo damals schon an die 90 - glaube er wurde 94.
Dieser meinte: Dies sei die beste Zeit seines Lebens. Also - nur nicht die Hoffnung aufgeben wegen einer Midlife-Crisis .... vielleicht kann mensch sich ja im Alter auch mal sowas sagen hören.  Und auch - ohne berühmt zu sein.
Oder vielleicht schon heute?
Besser ist es - heute.
Dies ist also - die Zeit meines Lebens.
Habe nämlich gar keine andere.

Dienstag, 20. November 2012

Wie kann ein Mensch so ...

... dumm vergeßlich sein, wie ich es bin?!

Seit vielen Jahren - weiß ich ganz gut, was mich ruft .
und was ich tun möchte.
Und was tue ich?
Ich fahre Limousine ........
und frage mich - scheinbar -
was ich tun will.
Dabei -weiß ich´s doch.
Oder - fatalistischer -
weiß ich doch - was die Götter wollen.
Egal - es bleibt das Gleiche.
Es ist ver-rückt  .....

Einfach - ver-rückt ....
aus dem Sinn gerückt-

Treffe auf eine Kollegin -
die mich wieder zurück-rückt -
zu mir selbst - 
mittels ihrer eigenen Geschichte.
Staune - mal wieder über´s Leben und die
Botschaften, die es aussendet.
Hätte nie gedacht - daß es soviele "Überschneidungspunkte" gibt.
Früher mal  ... nicht.
Heute - immer lieber.
Sie und ich -   wir unterhalten uns - nicht nur über die gleichen "Frustrations-Überschneidungen" in Sachen Limousinenlenkerei - unter Anderem gehört hier auch ein geistiges Dumpfwerden hinein .
sondern wir stellen fest - daß wir in ähnliche Richtungen gehen.
Die eine länger - die andere kürzer ...
Das spielt keine Rolle.
Die Richtungen - sind erstaunlich ähnlich.
Und auch die Unentschlossenheiten -
den Weg entschieden zu gehen.
Als sie mir erzählt - daß sie die Bremse gezogen hat -
fällt mir auf - daß ich das Gleiche getan habe vor einiger Zeit.

Ich erlebe also mal wieder - eine Art Wunder -
in Form von einem großen Spiegel.
Und nicht nur mit ihr.
Sie - erinnert mich auch nochmal
an die Wechseljahre
mit denen sich sicher viele
Befindlichkeiten erklären lassen.
Aber nicht unbedingt - müssen.
Vielleicht - ist das nur eine - schlechte Legende?
Könnte ja auch sein.
Jedenfalls - weiß ich im Grunde nach unserer Unterhaltung
wieder - was ich schon lange tun will.

In Zukunft - geschenkt

Fuhr heute erstmals nach knapp 7 Monaten an einem freien Tag mit meiner Privatlimousine - in die Kolonie. Hatte mir doch noch einmal einen Termin bei langjährig bekannten Kopfhaarpflege-Dienstleisterinnen geben lassen - um mich wenigstens zu verabschieden. Der Salon befindet sich auch noch in dem Viertel, in dem ich vor vielen Äonen mal aufgewachsen bin. Schon am Morgen spürte ich leichten inneren Widerstand, mich auf den Weg in die Kolonie zu machen, zudem leicht erkältet - machte es aber doch, weil ich´s hinter mir haben wollte - die ein- bis zweimalige Haarprozedur per anno. Schlimmer als Zahnarztbesuch ... für mich. Dachte plötzlich - ob schon ein paar Bücher geschrieben wurden - über die Mischprofession von Friseuse und Vertrauter bzw. Psychologin? Bestimmt ... Erfuhr heute auf meine diesbezügliche Nachfrage, daß die Chefin selbst eines schreiben will, wenn sie aufhört nach vierzig Jahren. Und erfuhr auf weitere, erstmalige Nachfrage - daß so etwas wie "Umgang mit Kunden oder Kundenpsychologie" nicht Bestandeil einer Ausbildung ist - daß muß jede(r) für sich selbst lernen.
Ließ die "Tortur" in vertrauten Händen etwa zweineinhalb Stunden über mich ergehen - und flüchtete dann, wie immer, mit noch nassem Haar. Die kennen mich - und nehmen´s nicht persönlich. Auch aus reiner Faulheit,  meine Friseur-Neurose und simplen Wünsche einem mir noch fremden Menschen hier im Vorland zu erklären - machte ich nochmal spontan neulich diesen Termin mit der mir bekannten "Behandlerin", der ich nichts erzählen muß.
Werde das aber nicht mehr wiederholen. Lieber - mich nochmal hier um die Ecke kurz erklären beim nächsten Mal. Die Kolonie - ist für mich derart überlebt, wie ich heute nochmal merkte, daß ich privat tatsächlich gar nicht mehr dort hinfahren möchte.  Im Gegenteil - war froh, endlich wieder rauszukommen, wie jeden Abend nach einer abgerissenen Schicht.
Das Viertel, in dem ich einst aufwuchs - ist heute "tot". Über 80 % all dieser ehemaligen, kleinen, doch einst sehr belebten  Einzelhandels- Geschäfte in dem "Block" - wie man das früher mal nannte -  stehen leer und sind zur Vermietung angeboten. Ein Kiosk, eine Spielhölle, ein Sonnenstudio und ein Bäcker proben sich noch im Überleben.
Und eine selten gewordene, ältere Dame führt immer noch - seit mindestens 49 Jahren, die ich nun auf dem Planeten weile - ein kleines Schreibwaren-Geschäft. Seltenes Relikt aus Kindertagen. Ebenso, wie die eine einstige, temperamentvolle  Freundin meiner Schwester aus deren Jugendzeit, die ich als Kind heiß und innig liebte, weil sie nie die Schnauze halten konnte, wenn irgendwo etwas im Argen war, und die einmal die pralle  Fahrgastbesetzung in einem Linienbus auf meinem Schulweg wegen einer eben passierten Ungerechtigkeit sehr laut  aufgescheucht hat, völlig schamlos und völlig zu Recht, in noch sehr biederen Zeiten, als es weit und breit noch keine Nina Hagen gab, und überhaupt war sie viel schöner als diese  - und die ich nun schon zweimal mit der Limousine fuhr, weil sie immer noch dort bzw. jetzt im einstigen Elternhaus wohnt. 
Aber auch die anderen Viertel - sind längst überlebt. Und diese berstende Stadt-Energie - scheint - nun endlich und wirklich - nicht mehr für mich zu sein. Den Göttern sei Dank. Immer wieder ....
Das Bild, das mich jedesmal bei meiner frohen Herausfahrt begleitet - ist eines von Millionen ratternder Verstände - alle rattern wild und durcheinander -  und je weiter ich mich entferne, desto ruhiger wird der meine.
Die paar "Verstände", die hier in der Siedlung rattern - sind ein Kindelspiel. Sogar die manchmal grölenden KeglerInnen unten am Abend ...  die ich seit dem Herbst ohnehin kaum noch wahrnehme.
Irgendeiner von den Nachbarn - hatte bereits einen Teil meiner dieswöchigen "Liebes- Arbeit" verrichtet und die Mülltonnen an ihre Stelle zurückplaziert. Fein.
Schön, wieder "zuhause" zu sein.
Ein Fahrgast aus dem Allgäu von neulich fiel mir ein - der war sehr erdig und bodenständig, wir hatten eine sehr  angenehme Fahrt zusammen und bedankten uns beim Abschied gegenseitig für diese. Irgendwo auf dem Weg meinte er - er könnte nicht in so einer Großstadt leben, das würde ihn wahnsinnig machen. Ja - sage ich - ich auch nicht mehr, zum Glück! Er erzählte ein wenig von seiner Heimat und seinem Leben - und ich freute mich mit über soviel Zufriedenheit.
Einer der Umzugsengel fiel mir öfter nochmal ein in diesem Herbst bzw. sein Satz "Du mußt den Winter abwarten. Wenn Du den Winter hier gut überstehst, dann ist es auch ein guter Ort für Dich."
Es sieht mir ganz danach aus. Danke.

Sonntag, 18. November 2012

Aus dem Rahmen platzen ....

... und mich endlich mal wieder in die Weite ergiessen - würde ich mich gerne.  Wie macht mensch das - wenn weit und breit keine Tür aufzugehen scheint? Die Limousine läuft nicht - im Gegenteil - zur eigentlich besten Jahreszeit. Es ist ein tägliches Trauerspiel, mit allzu viel Aufwand allzu wenig Kröten reinzuholen. "Hoffen und Harren ... " - fühlen sich oftmals wie eine Zwangsjacke an. Der Zorn über die Ohnmacht, ins Geschehen aktiv eingreifen zu können, steigt zu Kopf und läßt diesen zeitweise bersten. Schmerzhafter, knallharter "Stiernacken", die Knie spielen knirschende Musik und der Rücken meldet sich als nächster.  Der Körper spricht sehr deutlich - und die Wut möchte sich gerne Raum verschaffen und aus dem engen Körper springen.
Ironie des Schicksals - große Sprünge sind nicht machbar. Also - wie immer - kleine Schritte. Nur nicht das Gehen ganz einstellen - das ist tödlich. Und dennoch - kostet es inzwischen Überwindung, immer wieder in kleinen Schritten vor geschlossenen Türen in einem allzu kleinen Korridor herumzutreten.
"Was ist aus den Kinderträumen geworden?" höre ich im Radio.
"Welche waren das denn genau?" - höre ich mich fragen.
Ob ich ungeduldig bin? Immerhin - habe ich es ja bis hierhin geschafft - und konnte - Hallelujah!!! - immerhin schon mal aus der Kolonie rausziehen im vergangenen Jahr. Sehr plötzlich und unverhofft, ganz leicht und wie geölt. Stand offensichtlich so im Skript.  So  - wie im Grunde immer schon alles im Skript steht, ohne daß mensch es weiß. Jaja - weiß ich ja. Aber noch mehr Geduld - ist wirklich schädel- und knochenzerberstend.
Also - weil nichts bleibt als Geduld - und die immer wieder kleinen Schritte: Strömen - und neuerdings wieder, nach vielen Monaten, tiefster Trance-Schlaf während der sinnlos vergeudeten Lebenszeit in der Limousine auf längst ausgetreten und tausendfach abgefahrenen Straßen. Dieser Schlaf - ist Goldes wert, wenn ich auch nicht sagen kann, wieso genau. Heute - lasse ich mich also erneut hineinfallen und genieße diesen - und werde exakt eine halbe Minute, bevor der nächste Auftrag kommt - wieder hellwach, um diesen entgegenzunehmen. "Weltenwechsel". Der Traum-Trance-Schlaf ist zutiefst geborgen, kenne keinen geborgeneren Ort - und das sogar mitten auf der Straße.
Immerhin - habe ich was Wichtiges gelernt in diesen ungezählten, sinnfreien Geduldsproben: Ich kämpfe nicht mehr. Früher hab´ich auf Teufel komm raus die Schichten bis zum Ende durchgezogen - kann ja nochwas kommen. Und außerdem - war ich sehr pflichtbewußt. Heute denke ich mir "Laß´es halt gut sein. Manana mejor!"
Früher dachte ich mal - ich hätte wohl was falsch gemacht. Sogar dann, wenn ich wegen akutem Verkehrszusammenbruch - wie neulich - tatsächlich zweieinhab Stunden brauche, um erst mal an den sinnlosen Arbeitsplatz zu gelangen. Heute denke ich - ich habe mal wieder mein Bestes gegeben, mehr habe ich nicht. Mehr kann ich nicht geben - und wenn das nicht reicht - dann reicht es halt nicht.
Dennoch ist viel Kraft da. Immer noch. Der neue "Rahmen" fehlt. In den sie sich ergießen und verströmen kann. Der Alte - ist so eng geworden. Energiestau nennt sich das ....

Samstag, 17. November 2012

Anstrengende Leute ....

... fuhr ich heute. In der City stiegen sie ein, zu zwein, aber sprechen sprach - überwiegend - nur Sie. Und nicht zu knapp. Sie wollten ins alte Villenviertel der Kolonie - und ich bekam von Ihr exakte Anweisungen zur Wegstrecke, zwischendurch eingeworfen in unermüdliches lautes und hektisches Geplärre. Der Mann saß neben mir, war wohl ein langjähriger Freund des Hauses. Sie - hinter ihm. Quakquakquak .... Beide älter - sowas um die bzw. in die 70 hinein. "Schick anjedonn" (gut gekleidet) - wie ich schon von Weitem sah, als sie auf mich zukamen.  Sie zu ihm "Findest Du etwa auch, daß ich in Schwarz langweilig aussehe?!?" Findet er natürlich nicht - er ist ja vermutlich kein Selbstmörder - und schließlich wären da ja so hübsche Steinchen und sowas auf ihrem schwarzen Gewand - die das Ganze aufpeppen würden. Ich höre mal wieder mehr - als ich möchte. Fahre zwischen klaren, strengen Ansagen (ich kenne den Weg zwar - aber gegenüber einer derartigen Dame - muß mensch keine Energie auf solche Erläuterungen verschwenden ...) - und höre mit, wer gerade welche Milliarden verschoben hat, wer wieviele Anteile von was hält, wer wen demnächst zu welchem Fest eingeladen hat, wer von wo anreist über den kompletten Erdball und wer wo was gerade tut dort. Wer mit wem kann - und wer nicht. Wer sich unmöglich benommen hat. Was man nicht tut - weil sowas nur "Proleten" tun. Der Spruch mit den "Proleten" kommt ausnahmsweise von Ihm. Ein alter Mann - aber die Fassade soll es verdecken.
Die Dame richtet wohl gerade eine Hochzeitsfeierlichkeit aus - und der Freund des Hauses solle unter gar keinen Umständen die Tischkärtchen verschieben gleich. Sie fragt ihn nach seiner aktuellen Freundin - er hätte ja soviele Frauen, da käme man ganz durcheinander - nein, diese wäre doch schon seit fast zwei Jahren aktuell. Ich schaue einmal an der Ampel zur Seite - und denke lieber nichts.
Bin ganz froh - über den Abschied am Ziel. Das war eine rechte Lawine ... besonders in Sachen "Who´s who?" So wie ich das empfinde - ist da niemand wer wirklich. Aber es gibt viele Rollenspiele. Und sehr viele Äußerlichkeiten.
Für die zehn bis fünfzehn Minuten "Reise" vielleicht ganz interessant - aber wie steht man so ein ganzes Leben durch?
Sie - entschuldigt sich am Ziel für ihr unhöfliches Benehmen - huch. Ich meine - ich habe das nicht so empfunden.
Die ist einfach so. Hat vermutlich auch Personal im Hause. Und - delegieren kann sie offenbar. Kochen oder sonstwas Brauchbares - eher nicht.
Ich - lande an einem Halteplatz. an dem ich für eine Stunde in seelige Trance falle - und diesen Film verdaue. Entgegen der eher bescheidenen Lebensumstände der vergangenen Jahre - feuer ich - selbst überrascht - eine sehr hochdimensionerte  Wunschrakete ins Bodenlose ab - habe genug Boden, um diese zu meistern, wenn sie zu mir zurückkommt.

Freitag, 16. November 2012

Zu-Fall ...

Ein Kunde bringt mich in die Nähe meines Domizils - und ich beschließe, dort mal eben noch einen Kaffee zu mir zu nehmen - einfach wegen der Gunst der Stunde - eigentlich trinke ich gar keinen Kaffee über Tag. Als ich gerade in meine Siedlung einbiegen will mit der Limousine - steht ein junger Mann auf der Ecke an der Einbiegung und guckt so .... als warte er auf ein Taxi. Ich lasse die Scheibe runter - ja, er wartet auf eines. Ich meine "Das bin ich nicht - da kommt sicher gleich ein Kollege - dem will ich seine Fahrt nicht stehlen." Der junge Mann schaut - nicht zufrieden. Wie lange er schon warte? Allzu lange .... Gut - dann steigen Sie ein. Ich wohne übrigens hier und wollte nur mal kurz einbremsen. Aber - umso besser - freut mich ja, Fahrgäste hier unvermutet aufzulesen. Werde - den Tag damit verbringen, weiter an der Peripherie herumzufahren .... wenn die hier so langsam sind - kann ich gute Geschäfte machen. Ich kenne - zwar den Nachbarn noch nicht (jetzt schon) - aber seinen Kater. Ein feiner Kerl. Der Kater. Und der Dosenöffner - wohl auch.
Ein paar Worte - interessant - und ich gebe mal meine Handynummer weiter. Wäre ja auch gar nicht verkehrt - die Siedlungsbewohner ab und an mal zu fahren - sofern sich die Anreise bewerkstelligen läßt.

Es bleibt spannend-absurd ....

... las gestern, daß in Kürze "Bargeld besteuert werden soll" - mittels irgendeiner neuerlich-abstrus-erfundenen "EU"-Phantasie - und ließ es einfach als Headline so stehen. Brachte es nicht über mich - mir weiteren unsäglichen Bullshit reinzuziehen. Weiß aber gut seit Jahren - daß die ganzen "Business-People" schon perfekt drauf gedrillt sind - alles nur noch bargeldlos zu regeln. Heute auch wieder eine - sehr junge - Kundin zum Flughafen- die wußte allerdings noch darum, daß unsere Zunft am liebsten mit Bargeld arbeitet. Ich übersetze hier mal "Bargeld" mit "direktem Austausch von etwas, was von allen als allgemeingültiges und direktes Tauschmittel anerkannt wird".
Betonung auf direkt. Von Hand zu Hand. Wenn auch - ebenso wertlos - wie virtuelles Geld. Nur ein Symbolcharakter. Bin mal gespannt - auf den neuen Wort-Ausbruch des Ministeriums für Neusprech.  Wie sie auch diese Abstrusitäten in verschwurbelte Worte erbrechen werden, die so gar keine Substanz haben. 

Weichspüler

Meine Wäsche riecht (stinkt ...) nach dem Weichspüler der Nachbarn - seit ich sie im Keller und nicht mehr draußen im Freien trockne, jahreszeitenbedingt. Ich benutze sowas schon seit ewigen Zeiten nicht mehr, wasche nur mit "Waschnüssen", die irgendwann mal am Baum hingen und sich in keiner Weise geruchsmäßig aufdrängen.
Nichts gegen die Nachbarn - aber viel gegen synthetische, chemische Gerüche - pfui Deivel!
Eine sympathische junge Taxikundin fiel mir wieder ein - die von ihren Nachbarn gebeten worden war - ihre weichgespülte Wäsche nicht auf den Balkon neben ihnen zu hängen. Jetzt - könnte ich ihr aus eigenem Erleben erklären, was gemeint war - und wie es gemeint war.
Im Treppenhaus steht manchmal noch eine andere "Chemiebombe", die für meine Nase nur stinkt - wird aber als "Duft" verkauft. In der Limousine warf ich solche hochgiftigen "Duft-Tannenbäume" kurzerhand weit weg, wenn einer sie mal an den Spiegel gehangen hatte. Und hatte bei Bedarf eine Flasche mit natürlichen, ätherischen Ölen dabei. Wurde oftmals von den Frischgeduschten und aggressiv-Parfümierten (die nächsten Chemie-Bomben und wieder Gestank, der einfach nur die Schleimhäute reizt) gefragt, was denn hier so gut rieche? Wie neulich - von den Kinderchen. Ich hatte gar nichts gesprüht und fragte "Wonach riecht es denn?" Nach Blütenblättern - meinten sie.  Aha!??
Beim ersten Mal "Wäsche einholen" fand ich die Nummer mit dem übergesprungenen Weichspüler noch ganz ok, fast heimelig. Längst vergessene Duftmarken aus Kinderzeiten ... etwa. Heute morgen zog ich ein T-Shirt an - und es stank einfach nur fürchterlich nach diesem Weichspüler.
Dachte an den Schriftsteller, der im Radio zum Besten gab, daß er viermal geheiratet hatte - um auf diese Weise ein bürgerliches Leben zu führen. Bis er endlich merkte - es funktioniert gar nicht. Bei mir - reicht dieser aufdringliche Weichspüler-Odeur, um zu ähnlichem Fazit zu kommen. Immerhin - erheblich unkomplizierter, als viermal heiraten!
Ein guter Spiegel, der Weichspüler.

Mittwoch, 14. November 2012

Wie oft denke ich ....

... die Tätigkeit in der Limousine - scheint das Einzige zu sein, was mich noch  - temporär -  auf dem Boden der Erde hält?!! Ab und zu alten, gebrechlichen Menschen meine Hand zu reichen. Ab und zu - Sorgen und Nöten zu lauschen - ohne meine eigene "Bewertung" hineingeben zu müssen. Ab und zu ein paar quicklebendige Kleinmenschwesen nach Hause zu fahren und mit ihnen zu kichern und zu giggeln.
Das ist - alles.
Ansonsten  - bin ich schon lange woanders.
Und ich kann nicht mal sagen - wo das ist.

Dienstag, 13. November 2012

Hey - Ihr Asis ...

Wiederholung macht manchmal so viel Spaß!
Also im Laufe der sich ohnehin drehenden Räder. Die - die Dich immer wieder auf die gleichen Dinge bringen.
Muß es noch gut plazieren- es hat etwa die Qualität vom schon seit ewigen vielen Jahren ganz oben stehenden Randspruch der "42" .....  ist dennoch schon so weit weg - aber bei Bedarf greifbar - ohne Zögern oder Wimpernzucken.
Mal anders formuliert - was damals als "Asi" galt - läuft heute unter priorisiertem-prekärem Erst-Schlacht-Material. Auch schon seinerzeit - immerzeit.
Asis - haben keine Kraft. Sie sind nur Hunde - die bellen und schnappen - aber niemals derart zubeißen können - wie ihre Herren und Schlächter.
Mag Zeltinger´s Schwulenrock - aber es führt zu nichts. Außer zu temporär guter Unterhaltung.
Die echten Asis - sitzen ganz woanders - für mich auf seltsame Weise scheinbar immer noch unerkannt verkleidet in feinen Zwirn - und die fackeln nicht lange ... schrecken vor gar nichts zurück.
Beide Sorten von Asis - dürfen mir gerne am Arsch vorbeigehen.

Fraß

Vergangene Woche nahm ich in einem Supermarkt eine Packung scheinbar frischer Tortellini mit - und bereitete diese mit dem kraftstrotzenden, erstgefundenen Grünkohl zu. Beim Essen wurde mir leicht übel - wegen den Tortellini. Fade, tot, nichts Lebendiges drin. Warf diese kurzerhand weg - und kochte ein paar Kartoffeln. Mit dem Grünkohl dazu -  ein Hochgenuss.
Seit der Geschichte neulich mit den vielen vergifteteten Kinderchen, die die Erdbeeren aus China aßen - ist mir noch mehr der Appetit auf jeglichen Fraß vergangen. Und nicht etwa aus Angst vor möglichen "Folgeschäden" - da bin ich eher unempfindlich - sondern einfach, weil schmeck- und fühlbar keinerlei Nährwert im Fraß steckt. Dafür aber - viel Elend, Ausbeutung und Skrupellosigkeit. Die Bäckersfrau gestern erzählte mir von wohlhabenden chinesischen UnternehmerInnen, die sich den von ihnen für die Massen produzierten Fraß selbst nicht einverleiben würden, sondern sich stattdessen eigene Felder unterhalten, von deren Ertrag sie sich ernähren würden.
Ein junger türkischer Fahrgast, der höflich fragte, ob er sein Brötchen in der Limousine essen dürfe (aber sehr gerne, guten Appetit ...), berichtete mir von seiner Ex-Freundin, die eine Pizzeria im Franchising-Verfahren betreibt - und dort "Analog-Käse" auf die Pizzen auflegt. Reiner Dreck. Und erzählte mir mit leuchtenden Augen vom echten, ursprünglichen Geschmack der Tomaten in seiner Heimat.

Mit einem anderen Fahrgast unterhielt ich mich neulich über die vom "Ministerium für Neusprech" ausgegebenen Parolen - er stammte wohl aus der ehemaligen DDR - und war für sich aufgewacht aus der Hypnose. "Die trichtern uns den ganzen Scheiß solange ein, bis wir auch noch dran glauben." Sein persönliches Unwort hierzu war "Alternativlosigkeit". Eine solche gibt es natürlich nicht im Leben - sondern lediglich Artenvielfalt und Überfluß.
Er brachte dennoch den verheerenden Standard-Spruch - und ich rief aus "DAS - ist das Schlimmste, was wir je sagen können!". Der Standard-Spruch lautete "Ach ja - was sollen wir denn schon tun. Wir können ja eh nichts ausrichten."
Ich zählte ihm kurz auf - was ich selbst alles tun kann - trotz "prekärem Einkommen". Das ist so einfach und erfordert keinerlei kompliziertes Denken - ich kaufe möglichst Hand-zu-Hand. Regional erzeugt. Wer etwas mehr Kohle hat, als ich derzeit - wie er - der vermag sich auch beispielsweise ein Jacket und eine Hose derart zu erwerben - von guter Qualität und aus unverseuchtem Zwirn. Niemand ist gezwungen, die Sklavenarbeit der indischen und chinesischen Schwarzfärber zu unterstützen und bei "Kik und Co." einzukaufen. U.v.m., etc. pp. .... Was den Einkauf von Lebensmitteln betrifft, warf er ein, das sei doch angeblich zu teuer für viele, im Bioladen einzukaufen, besonders für Hartzler. Ne, sage ich - das Gegenteil ist der Fall. Immer vorausgesetzt, daß ich nicht-verarbeitete Produkte, sondern Gemüse und Obst kaufe. Bzw. - ich kann ja auch auf dem Markt einkaufen, was ich ohnehin viel lieber tue, bei solchen Leuten, von denen ich weiß, daß sie wirklich noch lebendiges Gemüse anbauen und verkaufen. Denen gebe ich - wie eh und je - im direkten Austausch mein Geld für ihre erbrachte Leistung. Bei guter, frischer Nahrung tritt ein Sättigungseffekt viel eher ein, als bei Fraß - also brauche ich auch weniger an "Masse". Und je mehr industriell verarbeitete Produkte ich im Supermarkt kaufe - desto teurer wird es. Voraussetzung sei allerdings - daß man bereit ist, die Nahrung auch selbst zuzubereiten und die Zeit dafür hat. Komisch - daß soviele das immer noch nicht in dieser Schlichtheit begreifen. Er stimmte gerne zu. Und vielleicht - würde mich sehr freuen - geht er mit dem gefährlichsten aller vielziterten Mantren (s.o.) in Zukunft etwas sorgfältiger um.
Heute las ich bei M. drüben einen Hinweis - auf "wiedererwachende Bauern" - das freute mich.
Und ich ging durch einen großen Supermarkt - in dem viel Totes in den Regalen steht. Ein paar nützliche Dinge holte ich dort ein - aber wenig "Lebensmittel".
Ich empfehle hier einfach - eine "Supermarkt-Meditation". Sich mal viel Zeit nehmen und durch alle Gänge gehen. Einfach mal hinschauen und -spüren - wieviel Lebendiges dort zu finden ist.    
Wir treffen uns dann - vielleicht - auf dem Markt wieder.
Übrigens - werde ich heute eine Pizza essen - und nicht selbst kochen.
Und ich werde sie ganz sicher - überleben.
Nur nicht - auf Dauer.

Gute Gelegenheit ...

... treffe die Nachbarin, die Frau des Mannes, der mir hier in jüngster Zeit einiges repariert hat. Frage sie, was ich ihrem Gatten mal kredenzen könne, als kleines Dankeschön für die Hilfe? Nichts. Gar nichts. Kommt überhaupt nicht in Frage. Und wenn ich mal irgendwas hätte, was gemacht werden muß - solle ich einfach klingeln kommen. Im Sommer - könnten wir mal draußen ein Bier zusammentrinken, das wäre kein Thema - aber ansonsten läuft das hier unter Nachbarschaftshilfe. Fein! Genauso - nehme ich es gerne an. Und im Frühjahr - kann ich mal einen "ordnungsgemäßen Einstand" geben - mein heimlicher Beschluß - für alle im Haus, denn es ist nie zu spät. Das kann dann gleichzeitig das "Hausfriedensfest werden. Schaumermal .....
Eben ist er wieder hier - das zweite Heizungsventil ist nun montiert. Erzählt von einem Schlaganfall im vergangenen Jahr - von dem hat er sich aber offensichtlich bestens erholt - denn der hat viel Pfeffer im Hintern. Kaum zu glauben, daß auch das "Sprachzentrum"  getroffen war. Alles wieder bestens, inklusive Motorik, hallelujah. Er offenbart, daß er immer was zu tun braucht, "irjendjet brassele muß". Noch feiner - dann brauche ich nämlich überhaupt keine Bedenken zu haben, wenn ich wirklich mal wieder Hilfe brauche.
Neue Mitbewohner haben wir auch hier - sehr fleißige Maulwürfe wühlen den Garten auf und hinterlassen kleine Pyramiden aus Erde. Die würde ich gerne mal sehen und beim Schaufeln beobachten. Überhaupt - was da so alles los ist unter der sichtbaren Erdoberfläche - was da wächst, gedeiht, kräucht und fleucht ... jede Menge Universen.

Zweieinhalb Stunden ....

.... habe ich gestern morgen gebraucht, um zur Limousine zu kommen. Der helle Wahnsinn. 10 Kilometer Stau auf meiner Bahn - wegen Bergungsarbeiten. Ich fahre also raus und arbeite mich über die Dörfer vor - alles dicht. Halte an einer feinen Bäckerei, um mir was zum Frühstücken zu holen. Komme mit der Bäckersfrau in ein längeres Gespräch - über die handgemachten, köstlichen Backwaren, die sie dort selbst zubereiten - mit frischem Korn, welches tatsächlich selbst gemahlen wird. Da steckt viel Arbeit, Zeit und Liebe drin. Wie schon mal neulich mit einem pensionierten Bäckermeister - kommen wir ins Gespräch über aus China importierte "Teigrohlinge", die eingefroren im Flieger hier landen und von den Billig-Bäckerei-Ketten aufgebacken werden. Totes Material - und jede Menge Elend und Ausbeutung steckt drin. Höre der Frau gerne zu - sie ist sehr gut informiert und reflektiert. Draußen geht eh nichts voran. Treffe immer mehr Leute, die sich ihre Gedanken gemacht haben - und bewußt mit dem Thema Konsum, Qualität und Wertschätzung umgehen.
Zweieinhalb Stunden - statt 20 Minuten - das ist einfach nur verrückt. Egal ...
Mittags fahre ich ein bezauberndes, altes Ehepaar zu einem Strahleninstitut. Er befindet sich nun schon seit eineinhalb Jahren in dieser Mühle. Ich sage zum Abschied: "Werden Sie gesund." Er wird sein Bestes tun. Ist erstaunlich humorvoll und gut gelaunt.
Um die Ecke am Halteplatz sah ich bereits, daß da mein zukünftiger Unternehmer steht - ich nutze also die Gelegenheit und setze hinter ihm an. "Guten Tag, Herr Kollege. Hinter Ihnen steht Ihr neues Auto." Chef - sage ich nicht. Meine Kollegin sagt immer "Chef" - aber isch habe gar keinen Chef - nur Vertragspartner. Also "Kollegen".
Scheint ganz nett zu sein. Wir unterhalten uns eine Weile - ich kläre mal ein paar Punkte für mich. Grundsätzlich - alles klar- für mich - der Rest wird sich zeigen, wenn es soweit ist.
Sehr komisch manchmal, das Leben: Ausgerechnet mit einem Nachtfahrer, den ich niemals freiwillig wieder hergeben würde, wenn ich Unternehmerin wäre - wird es vermutlich nicht so weiterlaufen, wie bislang. Der Mann ist Gold wert, fährt Umsätze ein, die für unsereiner geradezu utopisch sind. Ist freundlich, zuverlässig, hält das Auto tip-top in Schuss .... aber dennoch wird es wohl ausgerechnet ihn treffen, aus anderen Gründen. Naja - der wird sicher mit Kußhand ein neues Auto finden. Aber - wie gesagt - komisch, das Leben.
Und die Einzelheiten, die ich da gerade vernehme - gehen mich gar nichts an. Ich sage das dann auch - das es gar nicht mein Thema ist, wie er und sein Kompagnon die "Unternehmer-Angelegenheiten" handhaben werden. Bin ganz froh, die Gelegenheit ergriffen zu haben - jetzt kennen wir uns schon mal. Was ihn mir sehr sympathisch macht - er fährt auch "nur" vier Tage. Als ich meine, das reiche mir - stimmt er sofort zu. Das ist gut - denn nicht alle sind damit einverstanden, daß die Besetzung nicht 5 Tage fährt - also nur eine schlappe 48-Stunden-Woche runterreißt - statt 60. Mit 72 Stunden habe ich seinerzeit angefangen ... 6-Tage-Woche - von dort auf 5 Tage runter und dann auch mal auf nur noch dreie für eine Weile. Derzeit - die vier - eingependelt auf ein gerade noch "erträgliches Maß".
Nachdem ich schon sehr sehr spät angefangen habe - stelle ich mal eine Stunde früher ab an diesem verqueren Montag. Kommt eh nichts mehr. Fliege bei freier Bahn in Windeseile raus aus der Kolonie. Immer wieder schön, der Abschied!

Montag, 12. November 2012

Bleischwere Schönheit ...

Ein paar Reparaturen sind nötig in der Wohnung - konnte die Tür nicht mehr abschließen, weil sich alles verzogen hatte. Sagte der Vermieterin Bescheid - die ich nun ein gutes, halbes Jahr nicht mehr gesehen hatte, obwohl sie um die Ecke in der Siedlung wohnt. Des Morgens klingelte der Nachbar - und richtete das. Zuvor hatte er schon mal geklingelt - es ging um die Heizung bzw. um den höchsten Punkt der Anlage, der direkt an meiner Wohnungstür liegt.
Dabei ergab sich - daß ein paar alte Heizungsventile ausgewechselt werden müssen. Die Vermieterin ist im Karnevals-Terminstress - und fragte in der Limousine telefonisch an, ob es ok für mich wäre, wenn sie am Nachmittag mal in die Wohnung gehen würde, um zu notieren, welche Ventile sie besorgen müsse. Das erste Mal überhaupt - daß meine Vermieter einen Schlüssel meiner Wohnung haben. Ich sagte "Ja - machen Sie mal ...." und wunderte mich. Vor kurzem in der Kolonie noch ein Albtraum für mich - daß jemand in meine Räume geht, wenn ich nicht da bin.  Auf dem "Dorf" ganz anders. Stimmt auch wieder nicht ganz - in der Kolonie standen sogar wochenlang meine Wohnungstür und die Haustür im Parterre sperrangelweit offen, während ich unterwegs war mit der Limousine .... und eine Handwerkskolonne ging den ganzen Tag ein und aus - nach einem Rohrbruch im Bad und dessen Sanierung im Anschluß. Bzw. sie saßen auf dem Hof zum Essen und Schwätzchen halten  - und der Zugang für jeden potentiellen Dieb stand weit offen. Immer, wenn ich nach einem langen Tag "nach Hause" kam - mußte ich erst mal groben Dreck beseitigen. Aber Diebe - sind nie aufgetaucht. Allerdings - Energiediebe.
Hier fühlt es sich etwas anders an - und ich staune selbst. Heute hatte ich den Kellerschlüssel für die Vermieterin deponiert - weil der Glaser kam. Ein Fenster ist kaputt, nur verklebt .... der Glaser hat´s ausgemessen und in den kommenden Tagen wird alles repariert. Gut. Die Vermieterin paßte mich am Abend ab, als ich kam - ich sah sie zum ersten Mal wieder seit Mai - sie seien "verbotenerweise" in meinem Schlafzimmer  gewesen - um schon mal das Heizungsventil zu wechseln. Ich höre mich nur sagen "Ja - gut. Danke. Freue mich auf´s neue Kellerfenster."
Und wundere mich - daß ich nicht (mehr) in einem Albtraum befindlich bin - daß "fremde Leute hier ein und ausgehen", während ich nicht da bin.
Das neue Ventil - funktioniert nicht. Es läßt sich nicht zudrehen und ich habe tropische Temperaturen im Schlafzimmer. Der Nachbar - der es getauscht hat - öffnet nicht. So werde ich kein Auge zutun können, vor Hitze.
Nochmal telefonieren - der Nachbar kommt - und korrigiert nochmal. Funktioniert nun. Gibt mir noch einen sehr wertvollen Hinweis bezüglich der Beheizung und Nutzung der vielen Heizkörper hier in der Wohnung - ich hatte genau andersrum gedacht. Die Lampe oben im Hausflur - repariert er gleich noch mit. Er ist der männliche Part der von mir einst so genannten "Kontrollinstanz" - und inzwischen finde ich ihn recht amüsant. Und korrekt.
Was denn das für ein Quarz sei auf der Fensterbank im Schlafzimmer - ein Amethyst? Ja - genau. Ich habe viele Steine.
Er auch. Die meisten im Keller inzwischen. Warten Sie mal ... ich zeig´Ihnen mal einen - komme gleich wieder ......
Er kommt wieder mit einem Steinwesen, welches mich geradezu umhaut! Ein Riesenteil - bleischwer. Ich nehme das entgegen - viele Kilos. Sagen Sie nix - ich komme gleich drauf, was es ist  ..... Pyrit? Eine Schönheit und Pracht von einem Stein! Hat er selbst aus dem Bergwerk rausgeholt .... wat für´n Bergwerk? Na - hier im Ort -  aber inzwischen stillgelegt. Ich habe noch viel zu lernen hier .... Am Gewicht sollte ich es erkennen ....
Es ist Blei - mit Zinn und nochwas Metallischem  .... hab´s gerade wieder vergessen - ist aber gut für die Knochen. Zink natürklich, Sati .... Mensch!
Ein unglaublich kraftvoller "Stein" - ich muß lachen, als ich den halte. Pure Kraft. Und erstaunliche Schönheit, die dem Blei ja nicht etwa als Ruf vorauseilt.
Da kann mensch mal wieder sehen - was so alles Wundersames geschieht - wenn die Vorurteile wegfallen.

Nachwehe ....

Drei Berliner steigen ein in der City - der "Chefkasperl" des Trios mit einem gaaaaanz lockeren, unglaublich coolen  "So, Herzelein - jetzt machst Du die Fahrt Deines Lebens!" Uahahaha ..... schon unten durch. Gaaaanz tief gefallen. Die Fahrt meines Lebens - werde ich sicher nicht im Taxi machen. Sag´ich aber nicht ...
 "1.: Sie !!! - 2:. Schon gar nicht "Herzelein" und  3.:  Ein paar ganz normale Umgangsformen sollten wohl drin sein."
Die "Fahrt meines Lebens" - geht für etwa sechs Euro zu einem Hotel. Der Weltmeister sitzt glücklicherweise hinten mit seinem Zweitweltmeister-Kumpel, der wohl gerne so wäre, wie der Erstweltmeister. Bemüht sich redlich aber dennoch nicht erfolgreich, mit dessen sinnfreien Wortblasen mitzuhalten. Neben mir sitzt - DejaVú von gestern - der Ruhige, Erdige. Gut. Freue mich schon auf den Abschied. Vernehme zwischen Möchtegern-Weibergeschichten von gestern und von morgens im Hotelle - und allzu vielem "geil geil geil", welches wirklich gehörig abturnt - daß die wohl gleich weiter wollen zum Flughafen. Und vernehme bei mir so ein ganz klares Gefühl - daß ich überhaupt nicht scharf drauf bin, diese Luftblasen noch einen Meter weiter als bis zu ihrem Hotel zu fahren. Ein schönes Gefühl! Sie können sich ja dort ein anderes Taxi bestellen - vermute auch, sie sind ihrerseits ebenfalls nicht interessiert an meinen weiteren Diensten nach meiner Eingangsbemerkung.
Der neben mir - sagt nix. Die "geilen Freunde", die übrigens nur bellen und nicht beißen - also nicht zum Zuge gekommen sind bei ihrem "geilen Karnevals-Besuch" in der Kolonie - nur fast, heute morgen, hast Du gesehen, wie Die geguckt hat, blablabla ...... -  entschuldigen sich zwischendurch bei ihm - sie wüßten ja, daß er nicht so drauf wäre. Ich finde das wieder eine gute Quote für mich - daß dieser gerade neben mir sitzt und das Elend hinter mir.
Freue mich wie gesagt schon auf den schmerzlosen Abschied - als der Zweitweltmeister am Hotel sehr höflich und gewählt meint: "Wenn Sie mögen, können Sie einen kurzen Moment warten, wir müssen nur unsere Koffer holen und würden dann gerne weiter zum Flughafen fahren." Geht doch .... Ich antworte höflich - "Ja, mache ich gerne.". Stimmt nicht - ich war wirklich versucht, sie zu verlassen. Wie gesagt - ein schönes Gefühl, zu wissen, daß ich nichts tun muß. Ich fahre zügig - wir sind in etwa 10 bis 15 Minuten am Ziel - und ich muß an mich halten, nicht zu lachen über den Chef-Weltmeister. Der telefoniert via Handy mit seinen Angestellten - die sich scheinbar gerne von ihm "Herzelein" nennen lassen und sich anhören, wie "geil" sein Leben ist. Außerdem ruft er noch seine Gattin an und erzählt ihr, geiler Witz, sie würden doch noch einen Tag länger bleiben. Demnächst - fahren sie zusammen über´s Wochenende nach Mallorca im Trio. Was der Typ neben mir dort will - weiß er vermutlich selbst nicht genau. Er zahlt natürlich die Rechnung, irgendeine Funktion muß er ja schließlich auch haben.

Heutiges Highlight: Ich leihe einem altem, gebrechlichem Mann meinen Arm - und somit für einen Moment die Kraft, die noch mehr bei mir ist als bei ihm.  Und der freche, kleine Junge, den ich schon mal fuhr - als wir ankommen und er seine wild hineingeworfenen Sachen aus dem Kofferraum nehmen soll - springt er gleich ganz hinein in diesen und lacht sich kaputt. Ich amüsiere mich - sehr gerne - mit.

Sonntag, 11. November 2012

Fucking moment ....

... inmitten der heute wunderlich-seltsam-entfesselten Menschenmengen - sehe ich einen "Flaschensammler" - und erkenne diesen. Es ist ein begnadeter Saxophonist und Bläser von weiteren Instrumenten, der einst im Proberaum neben mir viele Stunden lang jeden Tag seiner eigenen Musik nachging (was ich ebenso tat ...). Schräg .... manchmal sehr schräg .... er hatte das Instrument schon lange allzu sehr mit sich verwoben, um noch ansatzweise "gefällige Melodien" zu spielen bzw. spielen zu wollen. Ein "Ami" - der schon mit vielen "Größen" gespielt hat. Und jetzt - mit zwei Plastiktüten voller gesammelter Plastikflaschen unterwegs. Eine Seele von Mensch.

Zeltinger - fiel mir ein - nach langer Zeit - und das steht - wie eine Eins

"Asi mit Niwoh"
Frisch wie eh und je.
Wenn ich ein Lied aus "punkigen Zeiten" mit rübernehmen müßte dürfte - so wäre es dieses. Mit den feinen Fanfaren und Trompeten!

Gemeinsam ein stilles Duett in der Limousine gesungen

... bekomme einen Auftrag für eine Vorort-Kneipe. Denke "Denk mal lieber gar nichts vorher" - und treffe auf einen recht betrunkenen, aber dennoch friedlich-sanften Urkölner. Als er neben mir sitzt - kommt dieser blöde Spruch "Nit böse sein ...." - Ne, alles klar, bin nicht böse.
"Darf ich singen?" fragt er.
Ich schaue zu ihm rüber - schon fast grinsend - und gebe ein langgezogenes, zweifelndes "Jaaaaaaahhh?" von mir.
"Darf ich?"
Ich meine - "Erst mal auf jeden Fall ja - und dann schauen wir mal weiter, was passiert."
Er beginnt ganz sanft zu singen - kennt jedes Wort des Liedes - und mein Grinsen wird sehr breit. Der macht mir Spaß! Das ist Premiere heute - das einer gerne ein Lied singen möchte während der Fahrt - und dazu noch höflich fragt.
In den Refrain stimme ich gerne ein und im Lauf der Fahrt zu seiner nächsten Kneipe werden wir inbrünstiger. Das ist ein feiner Spaß! Als die nächste Strophe beginnen soll - er trommelt jeweils den Übergang zwischen Refrain und Strophe - meint er "Jetzt bist Du dran!" Ne - geht nicht, kenne ja den Text nicht auswendig. Summe mit .... und dann wieder gemeinsam Refrain.
Das hat was. Mit diesem Fremden gemeinsam singen. Und dazu noch eines der erträglicheren, eigentlich schönen  Lieder - von der Melodie her.  Also - tatsächlich Singen, nicht etwa Grölen. Wir sind sozusagen beide begeistert und zufrieden. Singen reinigt die Seele - und er weiß das. Eigentlich wurscht - was genau gesungen wird - es ist einfach ein kurzes Eintauchen in eine andere, sehr zeitlose Dimension - zumindest in dieser Stille, in der wir es heute taten. Mein "Highlight" heute.
Kurzer Bitter-Geschmack: An einer Abbiegung geht eine südländische Familie mit ihren Kindern über die Straße - und er meint wederholt "Fahr sie einfach platt!" Ich reagiere nicht auf ihn und sage auch nichts - bis er sagt "Jaja - is ja schon gut." Und ich nur erwidere "Arsch Huh - Zäng usenander - kennst Du doch auch ?!!!" Vom wem ist das nochmal? Zeltinger .... fällt mir dazu ein - lebt sogar noch.
"Wie heißt Du nochmal" fragt er vor seiner nächsten Kneipenstation. Ich antworte "Ejaaaaaa!" Jenau - esu heiß isch ooch ... sät he. Un mir laache zesamme - dat es ooch jot.

Ein goldener "Sessionsauftakt" heute. Etwa 80 Prozent der Kundschaft - nüchtern. Die anderen 20 % bis auf einen unerträglichen Klugscheißer, den ich auch nüchtern nicht mögen würde, völlig in Ordnung. Dieser kommt mit "Frauchen" (s.u.) und Kumpel auf mich zu - ich sammel einfach die Leute beim Fahren ein und stelle mich erst gar nicht mehr irgendwo an einen Halteplatz, klappt prima - und will mich sofort sinnfrei runterhandeln im Preis. Ich meine "Ne, keine Chance. Ich bin Billiglöhnerin und gehöre zum Prekariat - da geht gar nichts bei mir."  Aber ein Kollege hätte schon mal. Und Navi anwerfen - auweia - ob wir nix mehr lernen würden ..... blablabla. Einer von den vielen, die sicher viel besser Taxi fahren können, als ich. Vermutlich geht er auch zu Rechtsanwälten und fängt erst mal an, über deren Salär zu verhandeln - und erzählt ihnen dann, daß sie nichts von ihrem Job verstehen, weil sie in einem Gesetzestext nachblättern. Ein echter Weltmeister - früher hätte ich mich mal über solche Leute aufgeregt. Heute prallt der gegen Granit. Und sein Kumpel sitzt neben mir - der ist sehr moderat und schlichtet sofort. Beim Aussteigen läßt die Perle des Klugscheißers noch extra ihren Spruch ab "Wir haben ja mehr als genug Geld ....".  Während der Fahrt erzählt der Klugscheißer, daß er sich einen neuen 3er BMW kaufen will - und sie sagt zu ihm, er solle doch einen Kleinwagen "für sein Frauchen" bei der Verhandlung mit herausschlagen. Der Dritte im Bunde sitzt ruhig neben mir und scheint wirklich erdig. Hat aber scheinbar - die falschen Freunde. Abschiede - können auch sehr schön sein - nicht nur im Limousinen-Gewerbe.

Am Vormittag fahre ich die noch nüchternen zu ihren Wunschzielen. Dann ruft mich jemand an .... eine Frau Soundso - ob ich sie um 14 Uhr abholen könne, sie wolle nach Porz - und wieder zurück. Ich muß mich sortieren, habe keine Ahnung, wer das ist. Ja sicher - mache ich gerne ... dann klingelt´s bei mir, ich erinnere mich an sie und sage "Ja, jetzt weiß ich wieder, Sie sind das. Alles klar, bis später - ich bin da." Freue mich. Sie wird dort ihren behinderten Sohn besuchen - ich werde eine Weile vor der Tür warten oder spazierengehen - und sie dann wieder nach Hause bringen. Sie ist - ein wenig "schräg" - und ich mag sie. Neulich hat sie versehentlich beim Nüsseknacken ihr Hörgerät gleich mitgeknackt .... Zu Nikolaus will sie wieder fahren und wird sich bei mir melden. Fein.
Heute - machen wir eine Art "Kurzurlaub" - und genießen die milde Novembersonne und die letzten golden schimmernden Blätter der Bäume am Wegesrand und den strahlend blauen Himmel mit fliegenden weißen Wolken.

Am frühen Abend - bremse ich erstmals wieder in einem Vorort ein - habe gerade keine Lust, die Leichen in der Stadt einzusammeln. Da treffe ich auf den Sangesbruder - siehe oben. Abschließend - fahre ich noch ein paar Leute - alle nüchtern, geht doch. Der letzte der Nüchternen ist ein junger Mann von 26, der mir zuwinkt, als ich gerade doch noch eine letzte "Einsammelrunde" mitten in der Kolonie drehe. Gerade als er einsteigen will - greifft eine andere Hand nach der Türklinke - ein sehr vollgesoffener, schwankender und unangenhmer Gesell. Der junge Mann meint - nein, er wäre zuerst dran. Ich unterstütze ihn zügig und winke dem Schwankenden ab, indem ich auf den jungen Mann zeige. Sah von Weitem schon, daß dieser nüchtern ist. Aber aufgelöst ist er. Kommt gerade aus der größten U-Bahn-Station der Kolonie - und wurde dort aggressiv von einem Irren gegen das Schienbein getreten.  Da unten wäre gerade "Duisburg" angesagt - Hunderte von Menschen dichtgedrängt an den Bahnsteigen - und weit und breit weder die Aufsicht der Verkehrsbetriebe noch irgendwelche Polizei. Ausnahmezustand. Oben hat ihm die Polizei auch nicht weiterhelfen wollen, sondern blöd angemacht. Aber wenn dann jemand auf die Schienen fallen würde - wäre die Aufregung wieder groß. Da hat er wohl recht.
Sage - er soll sich bloß nicht mehr aufregen - wir sind jetzt auf gutem Weg. Besser eine Blessur am Schienbein - als in die Fresse gehauen und ein paar Zähne weg. Ja - stimmt. Für mich kann es nicht besser sein, denn er will exakt zu meinem Abstellort, wo ich gleich Feierabend machen werde. Auf dem Weg sehen wir noch ein paar mehr Aggressive, die sich gerade eine Schlacht liefern wollen. Ich frage mich, ob wohl eine neue Pille auf dem Markt ist - denn in den letzten Tagen schon sah ich vermehrt extrem aggressive junge Männer.
Mein Fahrgast ist DJ für elektronische Musik - und ich lerne was dazu. Er auch. Schließlich unterhalten wir uns über die erstaunliche Musik der 70er ... er kennt das alles von seinem Vater und findet das richtig gut. Kennt Jon Lord und "Deep Purple" - später solo - liebt "Parisienne Walkways" von Gary Moore und kennt sogar "Thin Lizzy" und Jethro Tull´s Epos "Thick as a brick" (the only magician ....). Findet Jazz und Latin-Jazz "interessant und spannend" ... da werden noch ein paar schöne Türen aufgehen für ihn - prophezeihe ich ihm einfach mal. Wir unterhalten uns auch über die "Irren" ... und er meint, als taxifahrende Frau wäre das wohl nicht so einfach, wenn zum Beispiel drei oder vier betrunkene Typen einsteigen. Ich relativiere das - denn ich bin ja nicht der Typ, den die Herren der Schöpfung "anmachen" würden. Im Gegenteil - das käme alle paar Jahre mal vor - geht schon.
Ja - aber die "Wahrscheinlichkeitsrate" sei einfach höher - wenn man täglich mit sovielen Fremden zu tun habe. Da hat er wohl recht, ich muß lachen. Und finde meine "Quote" mehr als in Ordnung. Den Tag auch!

Samstag, 10. November 2012

Der Kollege fährt nicht an Karneval ...

... sagt er. Mit den Jahren widert ihn das immer mehr an, wie die Leute sich "benehmen". Er ist selbst Unternehmer, fährt sein eigenes Auto - und erlaubt sich, zu den angeblich "besten Tagen" - nicht zu fahren. Wir wechseln noch ein paar Worte und Sätze zum Thema "Taxifahrer-Klischees" und Ansprache unserer Zunft gegenüber. Ich meine nur - " ... das trauen die sich sonst in ihrem ganzen Leben nicht, sich derart schlecht zu benehmen".  Und wir sind uns einig:  Geld ist nicht alles im Leben. Der Kollege trägt einen feinen Zwirn und einen halblangen Wollmantel darüber. Schick - und sogar gediegen. Drückt sich gewählt aus und strahlt dabei viel Ruhe aus. An ihm kann es nicht liegen, dieses seltsam zementierte "Klischee". Und an vielen Anderen auch nicht ....  Es liegt wohl - in den Leuten selbst. Auf einer der folgenden Fahrten bestätigt sich das mal wieder - und ich lasse es an mir abprallen. Fahre vier restalkoholisierte Wiener zum Flughafen.  Als der vorne mir vertraulich seinen Arm in die Seite gibt, als seien wir schon lange verkumpelt - schaue ich nur einmal mit sehr dunklem Blick tief in seine Augen - und es ist Ruhe im Karton. Sie frotzeln noch ein wenig rum - aber niemand spricht mich driekt an. Gut so.  Habe gerade mal wieder eine ganz neue "Phase" und eine weitere Zwiebelschicht schält sich ab. Während der langjährige, oben erwähnte Kollege meinte, er würde mit den Jahren immer empfindlicher gegen einiges - werde ich gerade noch radikaler. Reagiere kaum noch. Nur das Nötige. Habe aufgehört - mich auf andere Leute "einzutunen", wenn ich keinen Anlaß dazu habe, also kein Interesse. Habe aufgehört, um des Pseudofriedens meinen eigenen Level herunterzuschrauben - also über Dinge zu sprechen, die mich nicht die Bohne interessieren.  Muß immer an einen Kabarett-Spruch denken "Niveau - sieht nur von unten überheblich aus." Entsprechend der weiteren Schälung begegne ich seit gestern zahlreichen Prüfungssituationen - das ist schon erstaunlich, wie gut das Leben dafür sorgt.
Heute nachmittag fahre ich die City an - und zwei bayerische junge Frauen steigen ein. Vor mir schafft ein Düsseldorfer Kollege es nicht, zügig wegzufahren - und direkt neben mir bremst plötzlich eine Kollegin ein und wirft mir einen strafenden Blick zu. Läßt mich nicht rauszufahren. Ich denke - eigentlich nichts - außer, daß ich die nicht sonderlich mag, sie ist sehr kompliziert. Sie läßt das Fenster runter und erklärt mir, daß sie irgendwas "total Scheiße" gefunden habe, was ich angeblich gerade getan hätte auf der Anfahrt. Ich denke - jetzt dreht sie wohl völlig durch. Sie habe Vorfahrt gehabt - und ich wisse das ganz genau. ??? Das wäre wirklich das Allerletzte - und ob ich nicht meine - wieder strafender Blick - das jetzt wenigstens eine Entschuldigung fällig sei. Ich erwidere - sie solle mich jetzt mal hier rauslassen - und nein - keine Entschuldigung fällig, weil ich keine Ahnung habe, wovon sie gerade phantasiere. Ich weiß nur, daß sie sehr lahmarschig fährt - und daß ich sie auf meiner Strecke sicher nicht getroffen habe oder irgendeine Vorfahrt genommen habe - aber das sage ich erst gar nicht. Sie fuhr eine Weile in "unserem Verein" und hatte es tatsächlich geschafft, ständig mit dem Extraklasse-Unternehmer, wie ich ihn mir nicht besser wünschen könnte,  im Streit zu liegen. Sage ihr noch - ich entschuldige mich nur für Dinge, die ich auch getan habe! Will hinter dem Düsseldorfer wegdrehen vom Platz - da fängt der auch noch an, sich zu beschweren. Ob ich nicht sehen würde, daß er rückwärts setzen wolle? (und es seit ewiger Zeit nicht tut ...) Ich erkläre lediglich meinen Fahrgästinnen - hier gäbe es offensichtlich gerade einen Energiestau - und das sei nicht immer so, eher selten, keine Sorge. Schon gestern traf ich auf einige "Vorwurfsvolle" und Aggressive - heute wieder. Gleichzeitig - fahre ich so "suave" und teils moderat, wie selten zuvor durch Absurdistan.  In den kommenden Wochen sowieso - wenn die Stadt vor Menschen wieder überquillt, die die Stille verdrängen durch Wehnachtseinkaufs-Aufläufe und anstehende Feste.
Eine gute, weitere Zwiebelschicht abgeschält - aber auch ungewohnt - die freigelegte Haut recht hart und kaum noch reagierend - wenn ich nicht will. Manchmal will ich - daß sind die immer noch netten und angenehmen Begegnungen - mit selbst- und nachdenkenden Menschen.
Manchmal will ich nicht - wie heute morgen - als ich mich mal wieder fragte, was manche Leute wohl s glauben, was sie einem taxifahrenden Menschen so alles abverlangen können? Eine recht "abgerissene" Frau im Rollstuhl, Klamotten und Hände schmutzig. Sie möchte zu einer Zahnklinik. Na super - ich stehe um die Ecke von der Uni-Zahnklinik. Eine 3,50er Fahrt - mit Rollstuhl einladen und  entsprechendem Zeitaufwand. Egal .... So geht das Geschäft eben. Nicht egal - ihre Fragen und das Gejammer. Bin ich Hellseherin - was sollen wir denn noch alles im voraus wissen ... ich sage ihr - die Adressen vom notärztlichen Dienst für´s Wochenende stehen in der Zeitung. Sie hat eine dabei, hält sie in der Hand. Will es mir aber nicht glauben. Ich denke "Wie Kinder sind sie manchmal ..." aber es stimmt nicht, denn mit den Kindern, die ich fahre, habe ich in der Regel mehr Spaß. Auf dem Schild der Uni-Zahnklinik steht - Samstags bitte zur Notaufnahme - da fahre ich sie hin.  Fast 5 Euro - Heureka. Bin froh, als sie mich wieder verläßt - manchmal kaum zu glauben, wieviel ein Mensch so "ablassen" möchte in kürzester Zeit.
Morgen also "Sessions-Eröffnung". Tätä - tätä ...
Werde es - wie immer - gut überstehen. Mich ggf. auch gerne amüsieren, wenn es Anlass dazu gibt. Eine liebe Kollegin dachte an mich - sie hat frei - und wollte mir den guten Tip geben, die bloß nicht etwa mit offenen Bierflaschen einsteigen zu lassen. Wegen unseren Sitzen .... Ich meinte - och, das sind für mich die harmloseren Gegebenheiten. Die sind sogar oft sehr "artig" und fragen manchmal vorab, ob das in Ordnung geht. Die, die wirklich unangenehm werden können - das sind für mich die Vereinsmeier in ihren Uniformen, die so gar keinen Spaß im Karneval verstehen - weil das ja eine sehr ernste und wichtige Angelegenheit ist.  Besonders unangenehm hier widerum - die "unteren Ränge". Also "Schütze-Arsch" (esu heiß dat op kölsch) und Konsorten .... wie im richtigen Leben. 
Viele haben mir heute ihre guten Wünsche mitgegeben - auch die beiden jungen Frauen aus Bayern, die extra für´s Spektakel gekommen sind, wie so viele. Sie fragten mich vorab, ob es wohl sehr schlimm werden würde? Nun - das kommt - wie immer - darauf an, wo und mit welchen Leuten sich man gerade befindet. Ob sie denn schon mal auf dem Oktoberfest gewesen seien? Ja - sicher, jedes Jahr. Na - dann wüßten sie ja Bescheid.
Und jetzt - höre ich mal meinen "Lieblings-Dreiakkord-Karnevals-Schlager-Klassiker" - und lache ein paar Tränen dazu - längst vergangene Erinnerungen.  Pure Folter - diese Musik - aber auch das wird gemeistert.
Übrigens - die Siedlungs-Bewohnerschaft hät ooch ene Fasteleer-Verein - hörte sie des Abends "Umpftata" trommeln -  ... överall sin die, die Jecke. In der Session. Und wo sind sie sonst?