Dienstag, 31. Juli 2012

Montag, 30. Juli 2012

Magie - schwarz-weiß

Ein Ex war es es - der mir vor vielen Jahren unerwartet einen "Schwarzmagier" präsentierte - und mir nicht mal in Bruchteilen die Wahrheit über seine neuartigen Erlebnisse berichten wollte. Ich sah mir das Buch an, daß er mir da zeigte - hielt es in der Hand - ein düsteres, finsteres Bild von einem ebensolchen Manne  - und zog kurzerhand das schwarz-düsterer Cover runter - es blieb - ein weißer Leineneinband. Ich bemerkte trocken: So - und jetzt? Seine Ehrfurcht war wohl verblaßt.
Etwa seither - habe ich mich mit diesen Schwarzmagiern auseinandergesetzt. Ihre vermeintlichen Schrecken zu ergründen versucht. Ihre Symbolik. Ich hätte das nicht getan - wenn ich irgendwelche ernstlichen Bedenken gehabt hätte - mich dort zu verlieren. Naivität = Offenheit und ebensolcher Forscherdrang - ist der beste Schutz - gegen jedwede Manipulation. Zuviel davon macht allerdings wirklich schlechte Laune.
Ich untersuchte also die Schwarzmagischen ... und dann noch die vermeintlich Weißmagischen - im Grunde sind sie alle gleichen Ursprungs.
Es lebe die Farbe. Und die Nicht-Manipulation - von Anderen.

Soooo ... das war´s jetzt wohl in Kürze ....











... sagte es gestern morgen.Schau mal, alles was derzeit bleibt, ist das geradezu mehr als elektrische Zappeln der Pfründesicherer und Nutznießer, die nicht loslassen wollen.
Alles, was einst "real" war, ist eh schon längst zusammengekracht. Und niemand kann ein Luftschloß ungebremst aufblasen und mit Zuckerwatte stützen.
Es geht hier nur noch - um ein letztes Festklammern der Sesselinhaber an ihren Lehnen - die Stuhl-Rollen haben sich schon in Bewegung gesetzt.  Wer klug ist - würde wohl jetzt abgesprungen sein und sich derat in schnelle Vergessenheit bringen, damit sich niemand seiner und ihrer erinnern möge..Das Vergessen - geschieht heute schneller denn jeh, daher gibt es gute Absprungmöglichkeiten.
Ich wachte also auf - und dachte "Jetzt - ist es gelaufen." Also mit diesen Euro-Luftschlössern. Sah nur all diese Figuren vor mir, denen es weiterhin an der nötigen Größe fehlt, um sich als gescheitert zu bekennen. Je lauter die  Schreie werden - desto näher das Ende.

Freue mich - daß gerade seitens "Deutschland" eingebremst wird. Nicht etwa aus "Nationalismus" - sondern aus einem - immerhin - kläglichen Rest an gesundem Menschenverstand - den es hier wohl noch gibt. Zumindest - lassen mich unzählige  höchst aktive und sehr gut informierte "VerfassungsklägerInnen" das hoffen. Zumindest sieht es so aus - als haben diese engagierten und informierten Menschen bewirken können, daß der pure Wahnsinn = ESM noch nicht abgesegnet wurde. Wer dieses absolutistische Regelwerk auch nur in Teilen gelesen hat - dem muß eigentlich das Hirn zerbersten. Tatsache ist wohl eher  - daß der Großteil der Bevölkerung - wo auch immer auf dem Kontinent Europa - es eher nicht registriert, was da so alles drin steht. Es ist - festgeschriebene Gesetzlosigkeit für eine Handvoll Pfründesicherer.  Auftragsarbeit - ausgeführt durch eine "Wirtschafts-Agentur" in Londinium. Hä? Die sind doch gar nicht im Euro, oder? Nein - aber sie haben alle "geldwerte" Interessen. Scheiß egal ...

Irgendetwas - scheint gerade gut dafür zu sorgen - daß dieser "Coup der Coups" - nicht allzu leichtfertig durchgebracht wird. Und das - bringt die intern-Involvierten, die es DURCHHABEN-WOLLEN !!!!! so richtig auf. Letzteres - ein echtes Aufgebracht-Sein -  ist immer dienlich - um Masken fallen zu lassen.

"Deutschland" - hier gilt es zu klären, wer alles damit gemeint ist, es würde in diesem popeligen Post zu weit führen  - wird allerseits beschimpft, weil es das große Spiel ausbremst und nicht sofort abnickt. Wird beschimpft von einem "Führer Litauens" mit einer Einwohnerzahl von 1,2 Millionen Menschen - denen es nicht unbedingt gut geht.  "Deutschland" - eine kleine Kolonie von knapp 82 Millionen Menschen - ein paar Millionen davon anderweitiger  Herkunft und durchaus gerne gesehen - solange sie nicht erwarten, daß alle Anderen sich IHNEN anpassen (erweitertes Blogthema ...!!!) - und davon vielleicht höchstens einer Million Widerständigen - wehrt sich.
Nicht - indem es auf die Straße geht und sich von der befremdlich agierenden Polizei des Landes niederknüppeln läßt  - sondern anhand von "Rechts-Mitteln". 
Sicher - geht es auch hier oftmals  um Pfründesicherung seitens der KlägerInnen.  Aber ich halte es, rein subjektiv, dennoch für klug, auf derartige Weise vorzugehen. Bislang scheint es - die einzig wirksame Ausbremsung des ungezügelten Wahnsinns zu erreichen. Die zunehmende Ungehaltenheit der Euro-Polit-Schergen scheint mir dafür der beste Indikator.

Ja - woanders gehen die Leute auf die Straße - und werden von "ihrer Polizei, ihren Freunden und Helfern" niedergeknüppelt. Von "ihrem Militär".
Es - wird uns allen immer wieder klargemacht - wie schlimm es doch woanders zugeht ... damit wir vergessen, daß selbst bei friedlichen Demonstrationen gegen "Stuttgart 21" die "universalen Truppen" anrückten und Leute blutig geprügelt haben. 

Aktuelle Schmieren-Theater-Inszenierung ist Syrien, davor Lybien und Ägypten. Soweit ich es erlebt habe bislang in diesem Leben - geht es nie wirklich um die Menschen und schon gar nicht um deren Recht auf Freiheit - sondern in der Regel um etwas, was vor Ort aus den Böden zu holen ist. Die durchgehende Medien-Botschaft lautet aber: Schaut mal - wie gut Ihr es hier habt! Wenn es aber wirklich drauf ankommt - aktuell in Europa - erleben wir doch nicht wirklich etwas Anderes als niederknüppelnde, zutiefst getrancte Militärs und Polizei (beides in einen Sack zu tun)!

Seit Ende der inszenierten "Hitler-Diktatur" (man achte auf die Geldgeber aus aller Herren Länder zu dieser Inszenierung) ist unser aller täglich Nachrichten-Brot der "Konflikt" in Israel ... seit 67 Jahren (Halloooo?) und wird weitergekocht - von allen Seiten, nur nicht von den Menschen vor Ort. Der Kochtopf - steht ganz woanders.  Mensch achte gut darauf, auf welchem Herd die Kochtöpfe stehen. Frieden in Israel und Palästina - war noch nie Interesse der Köche - seit ich lebe.

Wer sich das Ompyliaden-Symbol von Londinium mal eine Weile betracht, der wird leicht feststellen: Es ist wirklich denkbar häßlich vom Design her geraten - und es steht dort tatsächlich "Zion", etwas abstrahiert natürlich. "Zion" - ist natürlich nicht Israel oder gar das Judentum. Es ist einfach ein alteingesessener Club von Macht- und Geldhabenden, der so einiges steuert auf diesem schönen Planeten, hat also mit Nationalitäten und/oder allgemein bekannten Religionen nicht wirklich was zu tun.

Wo soll ich jetzt ein Ende finden? In meiner Intuition?
Ja. Das ist - der beste Ort.
Gestern morgen - war es bereits glasklar. 
Sie werden alle gehen - müssen.
Die Leute werden wieder ihre eigenen Regeln finden.
Und sie werden sicher keine Kriege führen - weil ihnen das zutiefst zuwider ist.
Die Menschen - hassen sich nicht.
Sie hassen ihre Systeme.
Darüber - kann jeder für sich mal sinnieren.

Zum Bild oben - meine allererste Küchenuhr, die ich mir je kaufte.
In erster Linie - für grünen Tee - damit ich nicht immer auf die Uhr schauen muß.
Aber eine kurze Ablauf-Zeit in systemischen Dimennsionen -
würde ich ebenso  begrüßen.

Nachtrag: Heute morgen fiel mir beim Aufwachen was Anderes ein - nämlich, daß es mal Zeiten gab, in der ein Brot plötzlich ein paar Millionen oder Billionen kostete ....  und ich dachte - hmmmh, vielleicht treiben Sie´s ja doch noch auf die Spitze, bevor´s endgültig in sich zusammenkracht? Wir werden sehen.

Die Voll-Beschäftigung steigt ...

.... haben die eben im Radio gesagt. Als "vollbeschäftigt" gilt bei dieser "Rechnung", wer mindestens 21 Stunden in der Woche der Lohnarbeit frönt. Ich bekam sofort ein schlechtes Gewissen - habe ich doch derzeit eine 48-Stunden-Woche und besetze somit quasi zweieinviertel Vollzeit-Beschäftigungen! Aber für das Geld von ... höchstens einer. Und dazu noch in vier Tagen statt an fünfen die Woche, faule Sau.
Die Kollegen sind noch gieriger - die arbeiten 5 Tage, viele 6 Tage, einige gar 7. Das - nenne ich egoistisch! Die nehmen ja den anderen die Arbeit weg. Also nicht etwa das Geld - nein, nur die Arbeit.
Und Arbeit macht ja .... bitte selbst ergänzen.
Immerhin - angefangen habe ich auf der Limousine mit 72 Stunden, dann waren es nur noch 60, dann 48 - dann nix mehr zwischendurch ... das war wirklich Bescheidenheit - und ich bin gerne in dieser Weise bescheiden!
Wo ich zuvor gehaust hatte - habe ich teilweise 80 oder 90 Stunden gearbeitet - hatte es mir für mich aufgeschrieben, aus reiner Neugier. Es fand in einem anderen Rahmen als "Lohnarbeit" statt und ging nicht wirklich ums Geldverdienen, sondern um die Hege und Pflege eines Zentrums, in dem viel Gutes stattfand und viele Menschen eine  wohltuende Auszeit nehmen konnten. So ein großes Haus ist ein Faß ohne Boden, da gibt es immer was zu tun. Ich schrieb es also auf - und stellte fest, daß Mensch freiwillig durchaus mehr Einsatz aufzubringen vermag, als unter Lohn-Druck. Hatte eine kleine Logie und allerbeste Kost frei - dazu kam eine kleine "Geld-Grundversorgung" und oftmals noch erstaunlich großzügige Spenden der jeweiligen Besucher. Am Ende hatte ich nicht weniger, als wenn ich in "Lohnarbeit" bin. Wobei ich ja gerade eben nicht in dieser Variante unterwegs bin - sondern auf eigene Kappe. Was reinkommt, kommt rein - was ausbleibt, bleibt aus.
  
Wirklich - ich brauche keine (Lohn-) Arbeit, ich brauche nur Geld. Ich kann mich auch so gut beschäftigen. Das ist mein Mantra - schon seit vielen vielen Monden.

Tatsächlich aber traf ich in der Limousine immer wieder auf Menschen, die ohne "ihre Lohnarbeit" nicht sein wollen. Leute, die froh äußerten, sie könnten jetzt endlich wieder arbeiten gehen, z.B. nach einer Krankschreibung - zuhause wäre es ja so langweilig gewesen und da würde ihnen die Decke auf den Kopf fallen.  Ich traf sogar "1-Euro-JobberInnen", die sich endlich wieder "wertvoll" fühlten, froh waren - endlich wieder "eine Aufgabe zu haben".
Tiefe Trance-Konditionierung - "Nur wer arbeitet, ist auch nützlich.", um es sehr kurz zu halten.  Und eine auf Frondienst begründete "Identität".  Mahlzeit! Die Such-Sucht nach Anerkennung von außen und Zugehörigkeit zu einem Rudel - ist hier noch zu erwähnen. Dies trifft natürlich auch auf Nicht-Lohn-EmpfängerInnen zu.

Ich könnte - ja "Aufgabenverteilerin" werden .... im Rahmen meiner Job-Erfindung. Da fällt mir schon was ein .... oder doch nicht? Kaum etwas fand ich je so anstrengend, wie Anderen zu sagen, was sie bitte tun sollen. Eine echte Geduldsprobe - wo es doch selbst oft soviel schneller geht. Die besten und lustigsten, manchmal auch gnadenlosen  MeisterInnen diesbezüglich fand ich als sogenannte "Betreuerin" bei einer Urlaubsfahrt mit sogenannten "geistig-Behinderten". Sie haben alles bestens gemeistert - und ich habe zunächst Blut und Wasser geschwitzt, weil ich an mich halten mußte, um nicht lieber ein wenig "Tempo" zu machen - bis sie mir die nötige Muße beigebracht hatten. Interessante Selbst-Beobachtung .... 
Eine äußerst kreative Mitarbeiterin während eines meiner ehemaligen Saisongeschäfte - stellte an einem Nachmitag die komplette Dekoration und Auslage um, krempelte den ganzen Laden kurzerhand völlig um  .... ich erklärte ihr - nach einem kräftigen Schlucken und tiefem Durchatmen - nochmal den Hintergrund meines durchaus durchdachten Konzeptes - und sie brachte alles gerne wieder in den Ursprungszustand. Bescheinigte mir anschließend "gute Führungsqualitäten", weil ich nicht ausgerastet sei. Das - werde ich wohl nie vergessen ... muß heute noch lachen, wenn ich an mein blödes Gesicht denke, als ich ihr übereifriges Werk erblickte. Sie hatte sich auch durchaus etwas dabei gedacht - was ich mir gerne kurz anhörte - aber es lief diametral gegen meine Grundidee - vor allem gegen´s Geschäft, und ich war halt die "Chefin".

Also - nenne ich die neue Berufs-Kreation mal lieber "Beschäftigungs-Inspirationsquelle". Klingt freundlicher - und nicht nach KZ-AufseherIn.
Geld - wollen die Leute ja scheinbar eh nicht mehr für ihre Plackerei. Und es würde mir sicher - etwas Angenehmeres einfallen als den "Jobagenturen".  Natürlich gibt es auch Aufgaben, bei denen eine gewisse Plackerei nicht ausbleibt - und die durchaus notwendig und sinnvoll sind - daher wäre eine Rotation der Aufgaben auch ein Teil des Konzeptes - so kommt jede(r) mal "dran" an die härteren Aufgaben, aber auch in den Genuß von kreativen, wohltuenden. Für ein gewisses Grund-Verständnis untereinander sicher förderlich. Selbstredend - rotieren alle "Entscheidungsträger" hier ebenfalls mit den Aufgaben - damit sie auch wissen, was sie tun. Denke drüber nach.

Samstag, 28. Juli 2012

Der - ist ein Geschenk des Himmels ...

Lesen von Konrad Lorenz und damit gespanntes Lauschen seiner gemachten Erfahrung mit Tieren - und Menschen. Ein geduldiger Beobachter. Mit einem unerhörten Erfahrungsschatz. Und einer, der sich ganz offen zur Faulheit bekennt, was mir allerhöchste Freude bereitet.
Hier kann man dem Herrn Lorenz zuhören - aus dem Jahre 1970 - auch rein sprachlich interessant - es war tatsächlich noch eine "andere Zeit".
" Wissen Sie - ein Mensch, der keine Aggressionen hat - hat überhaupt keine Persönlichkeit."  ist einer von den Sätzen, die ich sofort unterschreiben würde. Aggression - ist eben auch viel Kraft, viel Energie. Die Frage ist nur - und die stellt sich vermutlich am ehesten dem Menschen - wofür und wie diese doch an sich wertvolle Energie eingesetzt wird.

Die Ompyladie in Londini-Dings ....

.... ist eröffnet. Man darf aber die alten Worte und Symbole nicht verwenden - es ist jetzt verboten worden !!! (???) - weil sonst Klagen kommen über eine große "Anwalts-Agentur" - Robin Hood war ein Stümper dagegen, außerdem auf der falschen Seite, in Ewigkeit, Amen  - die auch schon Gesetze - für viel Geld und - für die "Oiro-Rättung" geschrieben hat. Die (einst angeblich traditionellen) Wörter und Symbole dieser recht unlustigen (einst angeblich traditionellen und uralten) "Spiele" - sind jetzt geschützt, per großem, neuem Gesetz - welches nicht in Frage gestellt werden darf.  Weil ??? .... es eben jetzt so ist. BASTA !!! Blöde Fragen - kosten extra.
Und wer doch irgendwo im Umkreis der von den "Welt-Kontsärnen" aufgekauften Meilen kleingeschnittene Kartoffelstäbchen in heißes Fett wirft und feilbietet, der kriegt aber richtig Ärger - verbraten. Auch solche, die zahnschmelz-zersetzende Zuckergebräue anfertigen und verzastern wollen. Und solche, die nicht-genehmigte Symbole mit sich tragen. Ich rolle mal das "Rrrrr" entsprechend .... Moment:  
"Alle Symbooole sind grrrundsätzlich nächt genähhhmägt, die nächt Symbole des Impäähhhhrrrrräums sänd!"
Aber - es wird - moderat - von Fall zu Fall entschieden - dafür ist das Militär da - zum Schutz.
Auch die Bäcker und Metzger müssen aufpassen, die sich auf diese unlustigen Spiele freuten und naiv Teig und Würste zu - bis in der jüngsten Vergangenheit noch - klassischen Symbolen verarbeitet haben: Sie dürfen nämlich ab sofort wegen dem neuen Gesetz keine Hefezöpfe oder Würste in einer bestimmten Ring-Anordnung in ihre Fenster hängen - sonst kommen die Straf-Anwälte daher und kassieren deren letztes Jahres-Gehalt - weil´s eben ab sofort ein Verbechen ist. Die Taxifahrer müssen gut aufpasen, daß sie nicht die weggekauften Straßen nutzen - sonst gilt es: Zaster her!
Das - sind doch lustige Spiele - wirklich - so richtig seelen-erbauend.
Einzelheiten zu den Geldnehmern - gibt es reichlich im Netz zu finden - aber aufgepaßt: Hier heißen die meistens "Geldgeber". Auch so ein lustiges Spiel.
Wäre ich Römerin, würde ich jetzt einfach sagen: "...´fanculo! A me no mi frega un cazzo - non piu." Und: "Das hatten wir doch alles schon mal, damals - Collosseum - Du erinnerst Dich, Amore, bevor es zuende ging mit unserem Führer?"
Jetzt - bin ich aber nur Halb-Römerin - also in der ehemals römischen Kolonie Geborene - und eben auch Deutsche - deswegen muß ich es gleich zweimal sagen: "Das gab´s doch - alles - schon soviele Male ?!!!"

Die teilnehmenden SportlerInnen - wissen natürlich auch diesmal von nichts - sie wollen ja nur spielen und sich keineswegs verkaufen (lassen).  Sie wußten ja auch gar nicht - daß sie jahrelang gedopt worden sind - huch, da ist was in meinem Pipi, wie kommt denn das da rein? Ja, ne, is klar. War ja - auch - schon immer so. Naja, bei den Gladiatoren vielleicht etwas anders - aber die Essenz bleibt ähnlich: Verheizen und verheizen lassen. Später kommt dann wieder - Wiederholung über Wiederholung - was hättest Du denn an meiner Stelle getan? Etwa - goldene Talente sinnvoll eingesetzt?  Bleibt - eine gute Frage, die jeder nur für sich beantworten kann, muß.

Hier noch eine nützliche Quelle zu historischen Begebenheiten 

Übrigens - ist dies quasi erst das zweite Mal - abgesehen von den vielen widerwärtigen "pseudo-bedenklichen" Äußerungen einst zu China als Austragungsort (oder zu Aserbaidschan neulich, als dieser alberne Musik-Industrie-Wettbewerb dort stattfand ....) - daß ich mich überhaupt für diese Art von "Brot und Spielen" interessiert habe - und ich gebe daher gerne zu, daß ich bis vor wenigen Monden nicht mal wußte, daß die in diesem Jahr noch auf eine "EM" draufgesetzt sind. Diese Art von Spektakel - waren mir schon als Kind zuwider und bis heute kann ich dem "Zuschauen" bei der Bewegung von Anderen auf einem TV-Monitor  nicht viel abgewinnen. Aber - darum geht es ja gar nicht.
Was da im schönen "Londinium" abgeht -  ist, schlicht gesagt, äußerst totalitär. Und offensichtlicher - nicht mal für die Dumpfesten - geht es ja wohl nimmer. Aber auch hier - habe ich mich schon oft getäuscht in der Vergangenheit - und vielen reicht das noch nicht.
Schließlich - bestücken die offziellen "Ernährungs-Ausstatter" von Londinium ja auch schon zahlreiche Schulen auf dem Planeten mit ihren nahrhaften Produkten. Dazu noch reichlich "Ritalin- und Co."  ... da könnte nochwas nachkommen. Ich persönlich hoffe - es reicht den meisten bereits jetzt.

Handgeräte und Hirnaktivität

Fand gestern beim Auspacken der letzten Kartons u.a. einen Kartoffelstampfer und einen Handmixer, also nicht etwa elektrisch, sondern zum per-Hand-Kurbeln. Den Hand-Ventilator = Fächer hatte ich während der heißen Tage immer mal wieder im Einsatz.
Fand mich außerdem in den vergangenen Monden manchmal erstaunt vor elektrischen Küchengerätschaften, die in meinem Besitz befindlich sind - wie vor einer "Moulinette", einer recht professionellen Saftpresse, einem kleineren Mix-Gerät für Shakes, einem "Zauberstab" .... ein schicker, kleiner Toaster kam jüngst hinzu. Ein einfacher Wasserkocher leistet jeden Morgen beste Dienste. Großgeräte der gängigen Art - Herd, Kühlschrank, Waschmaschine - erleichtern das Leben sehr.
Die elektrischen Geräte sind offensichtlich in der Überzahl.
Nein, solch völliger Blödsinn wie ein "elektrischer Dosenöffner" oder gar ein "elektrischer Eierkocher" findet sich hier noch nicht - und soll sich auch nicht hier einfinden.
Schaute mir immer mal wieder die Beilagenblättchen in der hiesigen "Wochenpost" an - und staunte nicht schlecht, was es überhaupt so alles gibt an elektrischen Haushaltsgeräten - und Gartengeräten. Für jede Zubereitungsform - gibt es elektrisches Gerät. Für irgendwelches Schokoladenzeugs oder sonstige Spezialitäten .... die die Menschen vielleicht ein-, zwei- oder sogar dreimal im Jahr zubereiten. "Donut-Eisen" (heißt sicher anders) oder sowas ....
Dann - fiel mein Blick auf die Zirkus-Beleuchtung am Abend im Salon: Lämpchen von TV-Gerät, Telefon, AB, Internet-Transmitter (heißt auch anders .... ), Notebook .... im Badezimmer blinkt meine - sehr geschätzte - Zahnbürste vor sich hin, wenn ich ihr Saft gebe.
Im Schlafraum - blinkt nichts, soll auch nichts blinken, an elektronischen Gerätschaften. Nur morgens die Sonne.
Einen tieferen Sinn oder ein Fazit hat diese Betrachtung nicht - außer, daß ich mich gestern über diesen Handkurbel-Mixer freute und dachte: "Siehst Du, wenn mal wieder ein Gewitter tobt und der Strom ausfallen sollte - kannst Du bei Kerzenlicht Sahne schlagen." Ist doch nicht schlecht. Na gut, die letzte Sahne habe ich elektrisch und dazu vor Monaten geschlagen .... aber immerhin. Und falls das Telefon ausfällt - trommeln kann ich ja auch. Ohne jegliche Elektrik, Elektronik .... Telepathie wäre noch ganz hilfreich - wenn´s Internet keinen Saft mehr hat. Klappt aber manchmal schon ganz gut.
Dieser hiesige Usus des Rasenmähens - beschäftigte mich ebenfalls kurz. Das letzte Mal - habe ich als Kind den Rasen im Schrebergarten gemäht mit so einem Hand-Rasenmäher. Der war damals recht modern und praktisch. Und die Seitenränder oder sonstig Filigranes wurden mit einem entsprechenden Scherenwerkzeug bearbeitet.Hier - fahren die Siedlungsbewohner teils mit großen "Sitzrasenmähern", also kleinen Treckern, Traktoren, über ihre  Wiesen. Ich sag´s nur mal. Nur mal - so. 

Heute las ich von der Entwicklung eines Fahrradhelms, der Hirnaktivität (???!) anzeigen soll. Wenn der Radfahrer nicht aufpaßt - blinkt das Ding rotfarben. Das ist doch mal was.

Freitag, 27. Juli 2012

Urlaubs-Tageswerk


Am Morgen - erfreuliche Tagesrettung nach häßlichem Albtraum. Der DPD-Mensch klingelt und kommt herauf - ich meine "Für die Nachbarn?" - habe nichts bestellt - "Nein, für Sie."
Ich träumte von  Ablehnung und Ignoranz - von Zorn und Ohnmacht - aber auch von guten Freunden, die mir in der Not zur Seite standen. Fragte mich, ob manche dieser Leute im Traum nicht schon längst tot waren, weil sie so gar nicht reagierten? - und wachte geschreddert und  mißgestimmt auf - in diesen Traum hier - um kurz darauf ein so deklariertes "Freundschaftspaket" mit selbstgemachten Köstlichkeiten und anderem liebevollen Kleinod in Empfang nehmen zu dürfen. Wow!
Nach Wieder-Zusammenbastlung der eigenen Einzelteile - gechippten Personalausweis im gemütlich Amt abholen - endlich, nach drei Wochen. Innerer Widerstand gegen das Teil an sich zog mich nicht früher dorthin. Sehr nette Leute dort. Warten im Schattenbereich draußen hinterm Haus - mit angenehmem Lüftchen. Heute ausnahmsweise mal recht viel Betrieb. Kein Vergleich zur Kolonie allerdings. Geradezu Idylle. Die es zutiefst zu genießen gilt.
Ein paar Einkäufe auf dem Rückweg, Wäsche in die duftige Luft gehängt.
Und - heutiges "Aktions-Highlight": Endlich die letzten drei Kartons auspacken. Zwei schon leer - dann Unterbrechung durch wilde, nordische Götterjagd am Himmel - einer noch jetzt. Krieg ich hin - gebe mir den Rest des Tages dafür, in aller Ruhe .... nurmehr "Pillefitz" - aber erstaunlicherweise recht nützlicher, größtenteils jedenfalls.
In den Einbauschränken ist noch reichlich Luft - hallelujah. Sie scheinen - aus Kirschbaum zu sein.
Im Herbste - wird nochmal nachsortiert, geordnet - und ggf. aussortiert.
Apropos Herbst - es geht schon los mit dem Verfärben und Abwerfen der Blätter - aber langsam geht´s voran.

Die nordischen GötterInnen fegen ums Haus ....

... Donnerwetter !!!
Aber wirklich - Donnerwetter!
Ich bin beeindruckt - zutiefst sogar - sowas gibt´s nicht in der Stadt.
Was ja auch nicht so verwunderlich ist - hier haben die Wilden viel mehr Raum, um sich am Himmel auszutoben und zu jagen. Registriere gerade noch den sich zügig verdunkelnden Himmel von Westen her und hole meine Wäsche punktgenau noch trocken von der Leine - oben angekommen, geht die wilde Jagd über den Himmel auch schon los. Nach einem dezenten Temperaturabfall von eben noch 42 auf jetzt 21 Grad. Ratzfatz - hüllt der üppige Regen alles in ein schleiergerechtes Grau - und jagen Thor und Odin sich oben mit Blitz und Donner, üben Hammerwerfen. Es blitzt und kracht, daß das Haus wackelt - und die elektrischen Lichter fllackern. Wunderbar!
Da hinten - meldet sich schon wieder Freya mit Licht - deren Festtag ja heute ist - und vermeldet: "So - Schluß jetzt, Ihr Wilden und Kindsköpfe - es reicht. Das ist schließlich mein Tag. Und ich bin immerhin die Göttin der Liebe."
Sie scheinen Respekt zu haben. Dennoch haben sie es in kürzester Zeit geschafft - die Feuerwehren und Rettungsdienstleute mit heulenden Sirenen ausrücken zu lassen auf dem Boden.  Nur noch ein leichtes, schmollendes Grollen, daß sie nicht länger toben durften, ist zu vernehmen. Und herrlich erfrischende Luft.
Was für ein Donnerwetter! Und wie beruhigend ... klärend ... wie zügig doch allem menschlichen Unsinn durch derartiges Götterspiel ein Ende bereitet werden kann. Manchmal zeigen sie einem eben - wo der Hammer hängt.
Ich bin sehr dankbar - für dieses zweite Gewitter hier. Das erste - dauerte die halbe Nacht und war noch viel wilder. Überlegte einst kurz - ob ich jetzt wohl Angst haben solle? - und entschied: Der entsprechende Respekt genügt.
Jetzt - kann ich mal die Wohnung etwas abkühlen lassen - und weiter staunen über diese wilden Nordischen.
Übrigens auch darüber - daß es ganz klar sie sind - nicht etwa die Römischen oder Griechischen .... es sind eben immer noch ihre Wälder hier.
Doch - ich bin sehr beeindruckt.
Übrigens - die Siedlungsbewohner sind die besten Indikatoren - da kommt nichts mehr nach, sind alle schon wieder draußen. Kinder - wie Erwachsene - Letztere größtenteils wie die eigenen Kinder hier aufgewachsen. 

Donnerstag, 26. Juli 2012

Guter alter Hand-Ventilator

... bei 29 Grados innen und 44 in sol außen.
Wohltuendes Relikt aus Cuba - leistet gute Dienste.
Dazu - immer wieder Rosen-Zitronen-Wasser  verstäuben -
was für ein Genuß - für einen kühlenden Moment.






Ein guter Scherz - läßt Haare wachsen

"Ach - könnten Sie vielleicht - das Fenster schließen?" sagt die Dünnhaarige hinter mir "Ich habe leider nicht so eine Löwenmähne (???!) wie Sie." Ich halte an mich - während ich das Fenster gerne schließe - um nicht laut loszulachen. Kurzer Gedanke: "Will die mich verarschen - von wegen Löwenmähne?" - ne, will sie nicht. Das Leben ist eben so relativ. In Relation zu ihrer Haarpracht - komme ich ganz gut weg. Und ich bin um einiges älter. Erinnere mich an einen männlichen Fahrgast, der einst - ich weiß gar nicht mehr, wie er dazu kam - etwas zu meinen Haaren anmerken wollte - ich wies ihn zügig und sehr scharf darauf hin, er möge jetzt bloß keinen schweren Fehler machen!
Über beide - muß ich gerade lachen. Und seit der Anmerkung der jungen Frau - habe ich beschlossen - mir tatsächlich jetzt eine Löwenmähne wachsen zu lassen. Ist doch - einen Selbst-Versuch wert.
Einer der beiden Umzugsengel vor wenigen Monden - dem ich das letzte Mal ein Vierteljahrhundert zuvor begegnet war, als wir beide noch jung und schön waren und in voller Kraft und Saft standen - prophezeite mir beim Einzug "Du sollst mal sehen, wie schöne Deine Haare hier wieder werden und wie glänzend." Hä ???
Meine verstorbene Mutter war es, die mir einst prophezeihte "Du kriegst keine grauen Haare!" Sie meinte das wohl - mental. Tatsächlich - hält es sich damit in sehr überschaubaren Grenzen. 
Lustig - was die Leute so alles denken.
Und glücklicherweise kam mir niemand gar noch mit einer "Frisur" ....

Hirnkapselpulverisierung

Ich versteh´s nicht mehr, schon lange nicht mehr - wie es sein kann, daß angeblich Erwachsene und vernunftbegabte Menschen nicht begreifen wollen, daß ein Mittel-Bewertungssystem in Form von Zinsgeld nicht funktionieren kann und ein tiefer Unsegen ist für ein wohlwollendes Zusammenleben der Menschheit.
Was gerade los ist auf dem Planeten, ist für mich unfaßbares Bei-Spiel für Verdrängung jeglicher Vernunft - scheinbar ausgespielt von solchen, die "Entscheidungsträger" genannt werden. Während Milliarden von Menschen, wie eh und jeh, täglich um ihr Auskommen oder gar ums Überleben zu kämpfen haben - sehen wir nun alle gemeinsam an unseren vielen Bildschirmen zu, wie täglich bzw. stündlich "neue Milliarden" generiert werden, die es nicht gibt, nie gegeben hat und auch nicht geben wird. Die da ungeniert und völlig wahnsinnig "generieren" - sind ungebremst und niemand kontrolliert sie, niemand vermag sie scheinbar zu stoppen. Niemand redet offen über den Kern des Wahnsinns - an der Oberfläche sich äußernd durch Wertschöpfung aus dem Nichts mittels Zinserhebung - durch nichts gedeckt - das kann doch nur in eine Endlos-Spirale führen, die irgendwann zusammenkrachen muß.
Jetzt  - scheint es endlich soweit zu sein, denn in den öffentlich-vermeldenden Medien des Landes werden ganz neue Töne angeschlagen - seit die anzugtragenden Herren von der Agentur "Schlammig" reichlich "Triple AAA"  gekippt haben. Huch, was für eine Überraschung - sogar für Deutschland?! Der zwangsläufige Zusammenbruch dieses irrealen Gespenstes "Euro" wird angekündigt - zunächst noch moderat, als "Möglichkeit", die nun endlich angedacht werden darf - was bisher mit schwerstem TABU belegt war. Die "psychologische Vorbereitung" nun  also via Volksempfangsgeräten. Da ja bekannt ist, wem diese gehören und wer sie mit Information füttert - wird es ja bereits einen "Masterplan" geben.

Ich muß zugeben - die Einzelheiten innerhalb dieses kranken Systems interessieren mich nicht mehr wirklich, ich staune einfach nur über die Milliarden- und Billiardengeschwüre in unser aller verkorksten Hirnen, ebenso darüber, daß in diesem Wahnsinn angeblich bald jeder an "Krebs" stirbt und das einfach mal so hingenommen wird als "Fakt"  - also der Wahnsinn, der im menschlichen Geist liegt, interessiert mich schon noch manchmal. Der Wahnsinn der Verdrängung. Verdrängung von allem, was die vielen menschlichen Seelen und damit auch die der vielen anderen Lebewesen nähren könnte - Wohlwollen, Großzügigkeit, bei Bedarf gegenseitige Unterstützung und praktische Hilfe zum Beispiel.
Mir persönlich nicht fremd und durchaus aus dem eigenen Leben bekannt - Verdrängung - aber dieser kollektive Wahnsinn, der da wütet und die scheinbar allgemein vorherrschende Geisteskrankheit mit einem TABU belegt -   ja, was? Läßt mich staunen - wäre wohl eine recht nette Formulierung.
Unter Geisteskrankheit verstehe ich: Habgier, Kriege, Hunger, Obdachlosigkeit, Ausplünderung des Planeten. Ein Kern dieser Geisteskrankheit ist - daß inzwischen alles und jedes in Geldwerte umgerechnet wird - denn Du weiß ja:, hast ja gelernt "Nichts ist umsonst im Leben".  Aber Du weißt doch auch - ein freundliches Wort - kostet im Grunde nichts und kann für viel Freude sorgen. 

Eine tiefgehende Verweigerung aller wirk-lich alternativen Ideen - mit dem Standardsatz ´Das klingt ja schön - aber es wird nicht funktionieren´ (ich übersetze: Mein Gott - bist Du naiv!!!) "belegt" - weil´s halt immer schon so war - schlägt mir immer wieder entgegen, bevor sich das (hoffentlich) gegenüber-befindliche Hirn überhaupt eingeschaltet hat. Manchmal lautet die Standard-Hypnose etwas sanfter: "Ja, aber .... wie soll denn das gehen?" Das geht ganz einfach - nur ein bischen "Umlernen" wäre nötig. Und hier und da ein paar Handgriffe von gesunden, helfenden Händen, die besipelsweise alten, schwachen, zitternden solchen vieles erleichtern könnten. Immerhin - hier besteht bei letzterer Standard-Trance sehr leise Hoffnung, daß das gegenüber befindliche Hirn nochmal ans Laufen kommen könnte.

Es sind die Jahre der "selbsternannten Propheten": Alle wissen, daß es ganz schlimm enden muß. Ich frage mich, woher es jeder weiß? Weil´s ja immer schon so war? Und weil der Mensch blöd bleibt und nichts dazulernen kann, will?
"Was Du rufst - das kommt." fällt mir nur immer wieder dazu ein. Egal ob laut oder nur in Gedanken. Und "Die Welt ist, wofür Du sie hältst".
Also - gibt es nur den immer gleichen, langen Weg - bei sich selbst nachsehen, welche Gedanken, Erwartungen und Visionen  da gehegt und gepflegt werden in dieser engen Hirnkapsel. Was ist mein eigener Beitrag zum Wahnsinn? Was hält mich in derartiger Hypnose?

Es gibt - für mich - keine "kleinen Männer und Frauen", die immer nur Opfer sind und niemals etwas ändern können.  Wäre es so, hätte es nie einen einzigen Helden oder eine Heldin gegeben. Keine einzige "Ausnahmeerscheinung" wäre möglich - und doch hat es solche wohl schon öfter gegeben - geht zumindest die Mär.
Es braucht auch keinen Heroismus - es reicht ja völlig, in die Verkrustungen der eigenen Hirnkapsel zu schauen - und zu prüfen, was da zutiefst geglaubt wird - und woher das kommt, woher es kam. Das ist schon eine recht große Aufgabe. Bei mir dauert das nun schon ein gutes halbes Jahrhundert - und ich begreife immer noch nicht, warum wir das Elend der Welt der Rückkehr ins Paradies vorziehen.  Das einzige, was mir bislang dazu auffällt - es muß wohl daran liegen, daß alle glauben, sie hätten recht. Oder gar daran - daß überhaupt etwas ("Fixes") geglaubt wird? Und - vor allem daran - daß alle glauben, sie wären es selbst - die da denken und glauben?

Jehovas Kundschafterinnen ...

... klingelten gestern an. Die sind wohl überall? Eine alte Frau mit einer jüngeren im Schlepptau kämpfte sich bei Bruthitze die Treppen hoch und ächzte. Fing aber sofort mit der Predigt an, sobald sie wieder ein wenig Luft bekam. A Boarische - ehemals Katholische. Nein danke. Ich hätte schon genug mit Gott und Gottvertrauen zu tun, sie bräuche sich keine Sorgen um meine Seele machen. Sie versuchte recht geschickt, doch noch auf mich einzureden - ich sagte wieder nein, wunderte mich aber, daß ich sehr freundlich blieb dabei. "Gottvertrauen sei doch das Wichtigste?" Diesmal konnte ich sogar zustimmen - nein, danke, ich möchte dennoch nichts zum Lesen.
Als sie in einem Affenzahn von ihrer Erhellung berichtete, von ihrem tiefen Nichtwissen als Katholikin einst und den Erkenntnissen später mittels Jehova - schaute ich sie mir an und registrierte, daß ihr Blick floh - sich die Pupillen gar wegdrehten und fast nur noch das Weiße zu sehen war. Tiefe Trance .... Ich meinte nur noch, sie solle gut auf sich aufpassen bei der Hitze - und ganz langsam machen, besonders beim Treppensteigen. Jaja, genau, sagte die junge Frau, das würde sie ihr auch immer sagen. Und viel Wasser solle sie trinken.
Als sie wieder gehen - denke ich "Wat war dat denn?" - und wundere mich, daß ich wirklich freundlich geblieben war. Geht auch - und fühlt sich sogar besser an, als ihnen radikal die Tür vor den Kopf zu knallen. Ich wurde fast neugierig im Nachgang, was denn dieser Jehova eigentlich für eine "Botschaft" hat? Vielleicht schau ich mir das in aller Kürze mal an im Netz - weiß nur, daß die Welt bei denen immer irgendwie untergeht.
Und weiß inzwischen gut für mich - daß Religionen nicht selig machen, ebensowenig, wie andere radikale Glaubensmuster. Es gibt ja soviel Unsinn. Und besonders unsinnige Vorschriften, Hierarchien, Rituale, absurde "Gottesbilder", Prophezeihungen, Heilsversprechen.
"Wenn Du das und das tust - dann ..... " - bleibst Du dennoch mit beiden Beiden auf der Erde und das Leben dreht sich weiter, ist meine Erfahrung. Und was die vielen Läuterungsversprechen betrifft: Ich bin mich bisher noch nie losgeworden. "Ich" mit allem Drum und Dran - kommt immer wieder. Jedes Mal beim Aufwachen erscheint wieder dieser seltsame Traum von der Welt.

Mittwoch, 25. Juli 2012

Verdunklung darf wieder sein

Nach meinem Dunkelhüttentrauma der vergangenen Jahre - hatte ich hier zunächst eine akute Aversion dagegen, mir selbst das wohltuende Tageslicht zu nehmen. Freute mich am Licht. Und schließlich war dieser Sommer bisher kühl genug, um es in Gänze hineinzulassen unterm Himmel.
Nach einigen, wenigen Monden der Regeneration - komme ich aber wieder gut damit klar - bei über 40 Grad Sonnenscheinstrahlerwärmung unterm Dach frühzeitig die Jalousie runterzulassen. Und auch das Fenster der Herzküche, zunächst provisorsich mit einem Schal, gegen allzu große Hitze zu schützen. Im Grunde - ist es hier immer noch weit heller als einst dortens. Und ich geniesse die Wärme - in meinen Knochen.

Ich muß nochmal ... wegen den Kindern ....

..... und heute zum Thema "Peinlichkeit".
Ja - ich finde Kinder durchaus und oft in Ordnung. Allerdings nicht Erwachsene, die sich kindisch verhalten. Das - mochte ich nie. War mir immer irgendwie zuwider und manchmal fand ich es schlicht peinlich, wie solche sich gebären, wenn sie mit ihren Kindern ausgehen. Konkret meine ich solche "Spiele" - bei denen sie sich ins Kinder-Universum "herablassen" wollen - in Form von fingierten Wettläufen mit den Kleinen zum Beispiel. Am Ende mit so albernen Lauten wie "Huuuuuuuuuuuhhhh .... jetzt - hab´ich gewonnen (oder verloren, ist eh wurscht)". Sowas - finde ich blöd und peinlich. Erwachsene sind eben keine kleinen Kinder mehr - und sich - mit Leib und Seele -  in deren ganz eigenen Kosmos begeben zu können, ist vorbei. Und irgendwie auch nur eine Art Verarschung der Kinder.  Zumindest kann ich mir nicht vorstellen, daß diese erwachsenen "Kleinkinddarsteller" auch nur annähernd wirklich soviel Spaß dabei haben, wie sie anhand von seltsamen Tönen und überzogenen Gebärden vorgeben.
Es klappte noch gut einst bei mir und meinem Neffen, den ich im Grunde "mitaufzog" ... wir rollten und kugelten stundenlang auf dem Boden rum und spielten blödsinnige Spiele wie "Schnürsenkel-verknoten", kicherten und kreischten - trieben meine Mutter, also seine Oma fast in den Wahnsinn: "Jetzt hört doch endlich mal auf!" - rief sie nach sehr langer Weile. Aber - oft hat sie sich mitamüsiert und gekichert, ohne mitzukugeln.  Bei einem Altersabstand von nur zehn Jahren - er vier oder fünf - ich 14, 15 .... paßte das noch manchmal - manchmal kamen wir noch in eine Art gemeinsamen Universums, in dem sich Zeit völlig vergessen läßt - lange nicht mehr immer.
Kindisch und kindlich sind für mich also zweierlei. War´s schon immer - auch schon als Kind. Ich hätte keine weiteren Kontakt mit solchen Erwachsenen gewünscht - die mich derart verarschen wollen - das fand ich kindisch. Und schließlich - war ich hier das Kind - nicht diese(r) große, alte Mensch da. Kinder spüren sowas. Behaupte ich.
Als Kind kindisch im eigenen Kinderkosmos stundenlang Unsinn machen, sich mit den besten Freunden bis zum Exzess balgen,  dabei quietschen, schreien, johlen - ist völlig in Ordnung und habe ich einst sehr genossen.  Aber ein Erwachsener, der versucht, da mitzuhalten bzw. in meinem Kosmos vorzudringen - war mir von je her suspekt.
Kindlichkeit - und sich diese bewahren - ist was ganz Anderes für mich.
Die Freude, den Kindern in ihrem Kosmos beim Toben zuzusehen und sich an die eigene Zeit in diesem Universum gut zu erinnern - ist zum Beispiel für mich, sich seine Kindlichkeit zu bewahren. Nicht zu vergessen, daß Kinder alles ausprobieren wollen und dabei wagemutig sind - und dennoch meist auf die Füße zurückfallen. Manchmal auf die Schnauze, was durchaus zu blutigen Unfällen führen kann. Ich persönlich habe diese überlebt - und bin beim nächsten Mal wieder auf´s Turngerät geklettert.
Ich erinnere mich, wie wir Räder schlugen und auf Händen liefen, Handstand mit Überschlag übten und Brücke-rückwärts. Es war niemand da, der mir zurief "Paß auf! Paß auf!" Hallelujah !!!! Und das - obwohl die Mutter mich im Auge haben hätte können, wenn ich auf dem Hof spielte. Was sie auch manchmal tat - vom Balkon aus. Aber - sie rief sowas nicht. Oder wenigstens erheblich seltener, als die anderen Kontroll-Fregatten. Und das - obwohl sie durchaus auch zu den Kontrollsüchtigen gehörte. Muß sie einiges an Überwindung gekostet haben. Danke dafür!
Dafür war sie manchmal auch gnadenlos. Als ich einmal, geschockt und heulend hochlief, weil ich gerade so richtig auf die Fresse gefallen war, mit blutiger Schnauze und blutigen Knien - schimpfte sie mich nur aus, ich solle eben besser aufpasssen und nicht so übertreiben. Lange Zeit war ich ziemlich sauer darüber, daß mich hier keinerlei Trost erwartete - heute bin ich froh drum und dankbar - daß sie mich derart laufen ließ. Und nicht einmal ein albern-kindisches "Wettrennen" mit mir fingiert hat.
Ihre Kontrollsucht und mein Freiheitsdrang inklusive jeglicher Autoritäts-Allergie - prallten während des Eintauchens in den Pubertäts-Kosmos aneinander und rieben sich - dennoch und immer noch mit viel Freilauf für mich. "Jaja ...." war meine bevorzugte Antwort auf lästige Anmerkungen - und sie wußte es gut zu übersetzen: "Jaja heißt - leck mich am Arsch".  Stimmt. Habe ich wohl von meinem Vater gelernt - der war auch so drauf. Hat mich im Grunde sogar noch weiter laufen lassen - bis auf ein einziges Mal, als er plötzlich den "strengen Kontrolleur" spielte - und ich mich nur fragte, was denn jetzt wohl in ihn gefahren sein mag?  
Will sagen - innerhalb eines Lebens - gibt es verschiedene Stationen und  Universen, die durchlaufen werden - wollen, sollen, müssen, wie auch immer. Ich kann alle - innerlich mitnehmen auf den Weg - aber nie zurückgehen. Und auch nicht vorauseilen.

Der Mond - La Luna - im Fenster ....

..... in den nach langer Zeit ersten beiden himmelsklaren Abenden schaute ich dem Sichelschiff Luna zu, wie es binnen etwa einer Stunde von oben links recht steil nach weiter unten rechts wanderte und dort hinterm Wald verschwand. Rasend schnell eigentlich. Und ich fragte mich, wie sich denn jetzt gerade genau die beiden Planeten Erde und Mond zueinander bewegen würden? Wer bewegt sich wie und wohin gerade? In welcher Relation, Geschwindigkeit? Wie immer - begriff ich es nicht und hatte keinen Schimmer.  Es erfolgte auch keinerlei Erhellung diesbezüglich. Bemerkte nur recht große Freude darüber - dies aus einem allerhöchst-bequemen Sessel heraus beobachten zu dürfen. Und will das noch öfter tun. Heute wieder .... Bemerkenswert auch, wie schnell sich die sichtbare Sichel von einem auf den anderen Tag verbreitert hatte. Man kann sogar sehen, daß sich vor die ganze Mondkugel nur etwas geschoben hat einstweilen ... aber wie gesagt - ich bleibe immer noch dumm. Und wozu auch - die Schönheit erklären und verstehen wollen? So, wie ich es sehe, geht dem Menschen die Schönheit durch allzu viel Korinthenkackerei und "Erklärung" - die ja im Grunde nie eine wirkliche ist, sondern lediglich eine Findung von immer mehr Beschreibungen und damit noch mehr Worten für das Unerklärbar-Gebliebene - immer mehr verloren.
DA - ist wieder der Mond !!!! würde auch reichen.
Noch mehr Fragen - wieso schimmert das Mond nur so golden - wo es doch heißt, er würde es silberfarben tun? Und - wie soll ich das alles jemals rauskriegen, wenn sich diese Himmelsbahn auch noch täglich ändert?  Wieso weiß ich sowas nicht - stattdessen aber allerlei Unsinn?

Dienstag, 24. Juli 2012

Glückliche Kinder ....

.... schrub ich ja schon mal. Kinder, die den ganzen Tag draußen spielen - und sich daher anscheinend nicht unbedingt für die Cyber-Welt interessieren. Kinder, die ihre Beschäftigung finden in ihrer eigenen Phantasie.
Mähte eben zwei Stunden lang - bei vom Thermostat angeziegten 43 Grad in der Sonne - den Rasen. Werde heute sicher gut schlafen  - mit einer akuten Vitamin-D-Überdosis. Die "Feinarbeiten" habe ich mir geschenkt - es gibt noch so einen "Seitentrimmer" .... und eigentlich sollte der Vorhof bzw. die Zufahrt gekehrt werden. Das ist nun  nicht absolut blödsinnig - denn da liegen viele Tannenzapfen rum - und es ist wie gesagt eine Zufahrt. Manana manana .....
Setzte mich nach getaner Grobarbeit in ein Eckchen mit Restschatten neben der offenen Haustür - und betrachtete zufrieden und dankbar das Mobil, welches mich seit Jahren so gut transportiert hat. Die anderen Erwachsenen - stehen an der Garage auf der anderen Seite und basteln an Autos. Der Nachbar hatte neulich - erst einen Kolbenfresser, dann ein neues, altes Auto - und dann einen Nagel im Reifen. Auch blöd. Jetzt hat er - gleich vier neue Reifen - die ich zum Glück nicht brauche, denn meine sind immer noch top.
Die Kinder - dazwischen, in ihrer eigenen Welt - nur ab und an "zurückgepfiffen" von den, sie am Rande immer im Auge behaltenden, Müttern - aus mir nicht wirklich verständlichen Gründen angepfiffen - muß wohl eine Art "Reflex" sein.
Da ich zwar Kinder durchaus mag -aber nicht unbedingt verrückt nach ihnen bin - wie so manch andere - bleibe ich mit ihnen gerne auf ebenso höflicher Distanz, wie bei allen anderen "erwachsenen Kindern" und beobachte, was sich ergibt bzw. nicht ergibt. Ob sie Lust haben - sich von selbst zu öffnen - oder lieber mir gegenüber geschlossen bleiben. Manche winken eifrig und freudig - manche gucken weg. Wie im richtigen Leben. Ein kleiner Junge von vielleicht acht Jahren  macht mir hier besonders viel Spaß - der hat soviel Temperament, daß er völlig atemlos über seine Abenteuer berichtet und sich fast verschluckt dabei. Immer aufgeregt - über das Leben.
Der kleine von unten - der gerade einem noch kleineren sehr ernsthaft erläuterte, daß er schließlich schon sechs sei - bleibt lieber auf Distanz. Der noch kleinere Zwerg - schaute gar zuerst weg, als er mich eben sah. Das ist für mich - alles legitim und völlig in Ordnung.
Als diese beiden Zwerge sich - in ihrem eigenen Universum und in meiner Nähe - solche Sprüche zuwerfen wie "Sollen wir erst mal Pause machen?" - zum zweiten Mal übrigens - muß ich lachen. "Warum lachst Du?"
"Weil Ihr lustig seid - und andauernd Pause macht." Nein - machen sie nicht. Sie hatten viel zu tun zwischendurch. Aha, ok.  

Als ich also nach der unsinnigen Rasenmäh-Aktion in Bruthitze neben der Treppe im letzten Schatten saß und diese kleinen Menschen in unmittelbarer Nähe auf der Treppe zur Haustür - fragt der Kleinste mich: "Willst Du Dich neben uns setzen?" Ich sage "Nein, mein Schatz - ich rauche gerade eine Zigarette - und Kinder mögen das nicht, wenn Erwachsene rauchen." Er daraufhin "Doch! Ich mag das sehr."
Diese noch einigermaßen freilebenden Exemplare - sind wirklich köstlich. Ich registriere aus einem Augenwinkel - daß die Mütter alles scharf im Blick haben.
Übrigens - fällt mir gerade eiu - traf ich auch in der Kolonie auf sehr nette Kinder - aber irgendwie nicht so glücklich wie diese hier - weil der rechte Auslauf fehlte. Und wenn sie ihn dennoch hatten - waren sie manchmal ein wenig einsam auf den Straßen unterwegs. Mir fällt ein etwa 10, 11- jähriges Mädchen ein, welches mich vor vielen Jahren fragte, ob sie mir helfen solle - als ich ein recht wuchtiges Teil in die Hinterhofhütte verfrachten wollte. Sie half mir - und war zufrieden. Ich auch - ich war hocherfreut über ihre spontan-freundliche Hilfe - und hätte bzw habe es als Kind und auch lange Jahre darüber hinaus nicht anders gehalten als sie.  Gut, daß mich niemand von den Psychopathen erwischt hat - der mich ansonsten noch wegen "Kinderarbeit" angezeigt hätte. Und ein selbstgespräche-haltender Junge, den ich immer wieder sah - manchmal tauschten wir ein paar Worte auf der Straße.
Oh ja - es gibt sehr viele, freundliche Kinder. Alles Andere - muß eine schlechte Mär sein. 

Ich auch - ich auch .....

... der Kinderschrei. Als ich kürzlich beim Geschäftspartner wegen Urlaubs-Organisation anfragte - kam die Antwort, die immer kommt: "Das ist schlecht". Er sagt das - immer - und immer - richtet er es doch ein. Dennoch hatte ich - für mich und mein Wohlsein - keine Lust mehr auf derartigen Kommentar und erläuterte ihm: "Nein - das ist keineswegs schlecht, wenn ich mal ein paar Tage frei haben will. Das ist nötig und GUT so. Also - sag sowas bitte nicht." Basta.
Es stellte sich heraus - daß schon alle Anderen ihre Urlaubswünsche durchgesetzt hatten - und er rechnete vermutlich damit - daß ich sogar noch häufiger einspringe, wie es bislang auch Usus war - da ich ja noch nichts vermelden lassen hatte. Es stellte sich diesmal heraus - daß wirklich schon alle - in Urlaub gehen. Die meisten planen das auch im Vorfeld - ich plane das in der Regel nicht, sondern reiche meine Wünsche recht spontan ein, wenn ich merke, ich brauche jetzt mal ein paar Tage für mich. Schon lange handelt es sich hier nur einen "Schichtenstrang", den ich als Auszeit beantrage -  nicht etwa um Wochen. 
Diesmal aber dringlich - und so - ließ ich seinen Einwand - daß das "schlecht sei" - auch nicht gelten. Noch gestern telefonierten wir und er meinte auf meine Nachfrage, wie es denn jetzt damit stünde - "Jaaaaaaa ..... ich kläre das mal und rufe Dich zurück." Ich erwiderte "Jaaaaaaa .... dann klär das mal - und laß mir gleich eine gute Nachricht zukommen."
Tat er auch - sofort - ohne nochwas zu klären. Ist eh kein Ersatz da zur Zeit. Also war die Antwort: Ja, klar - ich kann ja schlecht nein sagen dazu - wenn es nötig ist.
Stimmt - er kann schlecht "Nein" sagen - obwohl er immer wieder solche Floskeln benutzt. Und: Es wäre auch nicht fair gewesen - schließlich fliege ich nur sehr wenige Tage aus und bin dann wieder im Einsatz, auch über die Ferientage.  Mußte diesmal auch noch kurz einwenden - daß ich es nicht einsehe - daß alle Anderen sich jedes Jahr in den Ferien freinehmen und ich es als "Antrags-Schlußlicht" quasi  "auslöffeln" soll ...
Falls also was ausfällt - in diesen flauen Zeiten - kommt es ohnehin demnächst von woanders wieder rein. Für alle Beteiligten. Nach meinem Urlaub - ist keine Sau erreichbar - sie sind alle weg. Ist auch völlig in Ordnung, wird schon prima klappen alles. Die Limousinen gehen vorher in die Werkstatt zur Überprüfung - das ist schon mal gut so. Und ich freue mich - immer wieder - daß ich mit netten Menschen zusammen-arbeite, die auch noch in der Lage sind, nicht nur an Profit, sondern auch an menschliche Bedürfnisse zu denken. In dem Sinne - schöne Urlaube - für alle!

Überlebensängste-Seminar - 4 Tage für 25 Euro

Der platte Reifen ist in der Werkstatt  um die Ecke. Zwei Dörfer weiter, keine 5 Kilometer weg. Der nette junge Mann schaut sich die Reifenwunde an - und meint "Prima, gar kein Problem", es würde aber ein bischen dauern mit der Reparatur- so etwa 25 Minuten. Ich denke - oh, das ist ja nicht einmal ein Augenaufschlag im Vergleich zu mancher Limousinen-Wartezeit - und sage ihm, daß ich überhaupt keine Eile habe - im Gegenteil, ich würde morgen wiederkommen. Was das in etwa kosten würde? So 25 Euro .... Ich bedanke mich erfreut. Meine noch - der Ersatzreifen ist doch nagelneu, oder? Ja - schon - aber aus dem Jahre 1994 .... wie das Auto vermutlich? Ne, das ist, ähhh ...  aus 1996. Aber es läuft super! Wenn keine Schraube im Reifen steckt. Soweit - das Reale. Wunderbare, erfreuliche, hilfreiche und weit kostengünstigere Lösungen, als ich befürchtet hatte.

Das Irreale - war ein  Albtraum. Eine Zeitreise durch sämtliche diffuse Überlebens-, Existenz- und Todesängste - ne, keine Zeitreise, sondern eine durch parallele Zeiten, durch Gleichzeitigkeit von allem, was mal war. Und was - real - nichts mit einem platten Reifen zu tun hat. Was aber auch existiert - anders eben. Und zum Glück nicht permanent, sondern dann, wenn es mal wieder an der Zeit ist, sich dran zu erinnern - hinzuschauen.

Ein tiefer Unwille, bei einem möglichen Verkehrsunfall zu sterben - als könne ich mir das aussuchen. Noch nicht jetzt - später .... und anders! "Ja, is klar" - meint der Schnitter dazu trocken - "wir fahren hier ein Wunschprogramm" - und lacht mich aus.

Bei den kundigen Astrologen ist die Rede von einem "rückläufigen Merkur" - heute morgen fällt dieser mir ein, als  die elektronische Zahnbürste ihren Dienst versagt. Denke vorschnell: Ja, super - wird das eine Serie jetzt - erst der Reifen und jetzt die Zahnbürste? Wohlgemerkt, es gibt weit schlimmere Unbilden, das ist mir durchaus und real klar. Aber manchmal gehen die Pferde eben durch, wenn mensch allzu lange am seidenen Existenz-Fädchen hängt. Dieser "rückläufige Merkur" scheint gerade in einer "rückläufigen Generalprüfung" unterwegs zu sein ...
Zahnbürste nix kaputt - nur Akku leer - wie bei der gerade Tippenden. Akku lädt wieder - bei der Zahnbürste. Die Tippende - hat erst mal Urlaub und Gelegenheit, den eigenen Akku ebenfalls wieder aufzuladen. Zum Beispiel in ganzen Urwäldern voller "drüsentragendem Springkraut", die gerade lustig unaufhaltsam wachsen mit Blüten in einer ihrer Lieblingsfarben. Auf der Fahrt zur Reifenreparatur stellte ich eben wieder erfreut fest - daß ich in einem "Urlaubsgebiet" wohne - kein Grund zum Verreisen. Bei Bedarf - alles direkt vor der Tür. Und bei Nichtbedarf - einfach zuhause bleiben und endlich mal - nichts erreichen wollen/müssen. Also - vor allem - sich nicht ständig ums Überleben sorgen. Und mich möglichst einmal um mich selbst - und nicht um "Dinge" kümmern. Trotz nötiger Reifenrichtung - was mir aber auf sehr leichte und angenehme Weise zuflog am Morgen. Hallelujah!

Fuhr gestern zwei Damen, die eine 87, die andere 88 - beide klagten  in gewisser Weise. Die 88-jährige über die Beschwerlichkeit des Einkaufen-Müssens .... ich fuhr sie für 5 Euro nach zwei Stunden Wartezeit in der brütenden Sonne mit ihrem Rollator und den Einkäufen nach Hause, zu ihrer eigenen Wohnung.  Sie beschwerte sich darüber, daß die Kinder nicht mehr "hören" würden, daß sei doch so, oder etwa nicht?. Ich meinte - ich könne dazu nicht viel sagen, da ich keine hätte. Ob sie welche habe? Nein. "Na dann - können wir ja beide nicht wirklich etwas dazu sagen, oder?  Und wozu auch?"  "Ja - das glaube ich Ihnen gerne, daß mancher Einkauf für Sie ein echter Akt ist - andererseits ist es doch gut, daß sie auch nochmal vor die Tür und ins Leben hinaus müssen, oder?"  Jaja - aber ....

Die andere holte ich von einer sehr sympathischen Osteopathin ab - sie war das erste Mal dort und die Behandlung hatte ihr gut getan. Sie schien auf den ersten Blick ein eher humorvolles Gemüt zu haben. Und sie trug kräftige Farben, ein schönes, lebendiges Türkis, war geschmückt mit hübschen Ohrringen u.a.. Sie berichtet, was sie schon alles ausprobiert habe wegen ihrer Malesten - und jetzt eben diese Behandlung. Sie würde es sich selbst am Ende nicht verzeihen können, wenn sie ebendies nicht täte - alles Erdenkliche auszuprobieren. 

Als sie mir daraufhin eröffnet, daß sie 87 und Jahrgang 1925 ist - meine ich "Das - hätte ich jetzt nicht gedacht - Donnerwetter." Jaja ... und was bleibe nun?  45 Jahre gebuckelt - und nun in der Endstation gelandet, wo man doch nur auf den Tod warte - ich fahre sie auf das große Gelände eines städtischen Altenwohnheimes. Sie habe oft das Gefühl, sie gehöre gar nicht dahin, wenn sie sich mal die Mitbewohner ansehe. "Wenn ich ehrlich bin, denke ich oft: Es wäre auch nicht schlimm gewesen, wenn ich gar nicht hier gewesen wäre."  Vermutlich könne ich das nicht verstehen, weil noch jung sei. Ich schweige ein wenig - und antworte grinsend  "In dieser Form habe ich es zuvor noch nicht von jemandem vernommen. Doch - das verstehe ich gut. Ich denke oft Ähnliches und frage mich, was das hier eigentlich alles soll? - auch, wenn ich noch jünger bin" . Ich wünsche ihr zum Abschied dennoch viele weitere und  gute Tage.

Ja - was soll das eigentlich hier - und wozu ist es gut? Und wozu ist es gut - sich auch noch ums unvermeidliche Ende zu sorgen? Ein Leben lang - ums Leben - und dann noch um den Tod?

Wie gesagt - ein äußerst günstiges 4-Tage-Seminar in Sachen diffuser Überlebensängste bisher ... und im Grunde geht es weiter. Einer der Seminarleiter gestern abend - war der Mond - der bei endlich mal klarem Himmel mich sanft im Ruhesessel grüßte - bevor er hinterm Hügel wieder verschwand.

Sonntag, 22. Juli 2012

Jetzt ist es gesagt - gut so

"Warum mußtest Du auch - in die Pampa ziehen!?" - aaahh .... gut. Es ist ausgesprochen. "Mein Unternehmer" -  äußert klar seinen Unmut. Zuvor kamen moderatere Kommentare des Unverständnisses. Jetzt - äußerte sich die bare Ungehaltenheit über derartige "Unvernunft".
"Würdest Du noch in der Stadt wohnen, wäre das alles gar kein Problem!!!" Genau - das wäre vernünftig - und ungesund für meine Seele.
Also - wir geraten kurz aneinander - mit meinen gerade vorhandenen Ängsten bezüglich des neulich platten Reifens .... mit diesem weiterzufahren. Nicht nur diese - auch andere, existenzielle Ängste zeigen sich, schon lange im Bauch angesammelt. So - erlebte ich gestern einen Tag mit diffusesten, tiefsitzenden Überlebensängsten - nach dem kürzlichen Fast-Plattgefahrenwerden und diesem Vorfall mit dem Reifen .... dem Tag - war einfach nichts Lebendiges zu entlocken - bis am Abend  *** anderer Post *** - ich blieb platt, im Gegensatz zum Ersatzrad. Derart geplättet - mental - daß ich anfragte, ob er eventuell einen Ersatzfahrer hätte? Nein. Ok. Daraufhin - sein "Wutausbruch" über meinen Wegzug in die "Pampa". Ich antworte nur - ok, es war eine Frage - hätte ja sein können, daß es eine Alternative gibt. Und jetzt - bin ich ja erstmal am Fahren.
Wenige Stunden später hält ein Radfahrer neben mir in der City, als ich gerade auf dem Halteplatz eingebremst habe- es ist der Unternehmer, mit dem ich zusammenarbeite. Moderat jetzt, verständnisvoll - wenn es mir nicht gut ginge, dann wäre das eben so. Ich hatte zuvor ihm noch am Telefon gesagt, daß ich nicht etwa "krank" sei - aber angeschlagen.  Jetzt meint er - moderat - ich würde ja ansonsten "durchziehen". Ja. Tu ich, wenn´s einigermaßen läuft. Antworte - ich habe mir überlegt - eventuell den Sonntag auszusparen auf der Limousine. Und teile ihm mit, daß ich nach nun etwa 7 Stunden einen "Rekordumsatz" von 35 Euro habe ...  Es kommt der Spruch, den ich erwartete, weil er immer kommt: "Du hattest halt keine Lust." Ja, genau - so ist es: Deshalb beginne ich ja jeden Tag  neu und frisch. Antworte "Nur, damit Du es jetzt schon weißt ... da kommt nicht mehr viel heute. Und ich habe keine Lust, mir genau solche Sprüche dazu anzuhören. S´läuft halt nix - ein echter Ferientag." Habe ihn vor vielen Jahrzehnten nie derart orakelnd erlebt und - fälschlich - für einen akuten Realisten gehalten. 
Er ist ein "Guter" - habe nichts an ihm auszusetzen. Außer manchmal derart blöde Sprüche wie "Du hattest eben keine Lust".  Aber er hat auch schon mit ganz anderen Menschen und Naturellen zu tun gehabt - und diese lange Zeit quasi mit durchgetragen. 
Heute - habe ich mir tatsächlich einen Tag geschenkt - und mich zuvor mit der Entscheidung gemartert, weil sein Einkommen ja mit dran hängt. Er überließ es meiner Verantwortung und Entscheidung gestern. Gemartert mit der Entscheidung - weil ich - immer noch - zutiefst korrekt konditioniert bin. Was ich auch gut finde so. Aber: Es gibt seltsame Tage - und zum Glück sehr wenige - an denen sich ein derartiges Gefühl einstellt, daß ich besser zuhause bleibe, statt mich erneut auf die Straße zu begeben.: Sagen wir: Tage mit Todesvorahnungen - auch, wenn es höchst pathetisch klingt.
Tage, an denen mich das ansonsten selbstverständliche Lenken einer Limousine - erschreckt.
Solche Tage - erlebe ich alle paar Jahre und höchst selten. Am Freitag war der erste - von dreien. Und ohne den platten Reifen - hätte ich es vermutlich gar nicht begriffen, da ich ja diese Art von Maschinen ansonsten mit einer Art traumwandlerischen Sicherheit und Aufmerksamkeit bediene.
Warum ich denn ich ausgerechnet in die Pampa ziehen mußte - die noch gar keine wahrliche Pampa ist?
Weil es mich zog. Schon lange. Und weil mich so rein gar nichts in die Stadt zurückzieht.
Weil es Balsam ist. Und weil es mir sovieles zeigt ... was längst begraben ist. Und auch alles - was mich noch begleitet. Gerade am Freitag abend - mußte ich laut lachen über den Zynismus der Götter - nach dem plattem Reifen bescherten sie mir noch ein Anderes: Vorm Schlafzimmerfenster gibt es ein langgestrecktes Baracken-Gebäude - ich fragte mich schon länger, wozzu es wohl dient - und sah am Freitag abend einen Schatten durch´s kleine Femster huschen. Dann noch einen. Schnell .... können keine Menschen sein.  Es ist - eine Kegelbahn - von der Kneipe an der Straße.
Ich bleibe also - zunächst - durchaus umzingelt von Leben und lärmenden Menschen. Auch in der "Pampa". Doch so weit unterm Himmel, daß mich niemand von ihnen in traumseligem Schlafe stört.
"Warum mußtest Du auch - in die Pampa ziehen?"
Eine goldwerte Frage.
Und es braucht nicht einmal eine klugscheißerische Verwandschaft dazu - es reicht ein Geschäftspartner.
Ich würde sagen - weil ich noch viel tiefer in die Pampa will. Dies hier - kann nur ein erster Schritt sein.
Und Unvernunft -  gehört dazu.
Wohin bringt uns denn die "Vernunft"?!

Trockenstudien mit geistigem Ansatz

Der Herr Evola, Julius - erhellt mir einiges in seinem dicken Buch über die "Metaphysik des Sexus", welches ich endlich zur Hand nahm. Der Herr Evola gehört zu den Wesen, die für reichlich Polarisierung sorgen - für mich meist ein Zeichen. daß eines auch "unbeliebte Wahrheiten" ausspricht. Daß er aus einem recht machistisch-traditionellem Blickwinkel heraus forscht - kann ich gut für mich filtern bzw. macht es nochmal interessanter. 
 
Er geht als Prämisse für seine Betrachtungen davon aus, daß die Sexualität des Menschen  im Grunde eines geistigen Ursprungs ist und keinem physischem, sondern einem psychischen Bedürfnis entspringt - welches letztlich Transzendenz sucht. Als weibliches Wesen - würde ich das sofort unterschreiben: Ein "zwingendes, rein körperliches Bedürfnis" zu einer sexuellen Vereinigung mit einem Mann - liegt nicht vor. Mögliches Begehren - liegt ganz woanders begründet, basiert auf anderer Anziehung. Sofern das rein physische Verlangen betroffen ist - gibt es schließlich auch Selbstabhilfemöglichkeiten. Daher vermute ich - und habe es auch von männlichen Wesen selbst vernommen -  daß auch bei einem männlichen Körper exakt dieses auf andere Weise, also in schlichter Selbsthilfe, gestillt werden kann, als unbedingt in der Vereinigung mit einem weiblichen Körper. Der ausschlaggebende Reiz - kann also gar nicht körperlicher Natur sein. Der Herr Evola berichtet von Naturvölkern, die sich nicht einmal im Klaren darüber (gewesen) sein sollen, daß Nachwuchs aus dem Akt der sexuellen Vereingung von beiden Geschlechtern entsteht - sie bezogen es auf Mythen und Götter. Für die psychische Anziehung - gibt es vielfältige Motive, die ich hier mal unerwähnt lasse - und über die der Herr Evola viel zu berichten hat in seinem Werke.

Er befreit einleitend seine weiteren Ausführungen zur spezifisch-menschlichen Sexualität von solchen einschränkenden, biologischen  Zuordnungen wie "Fortpflanzungstrieb" und auch von sozial-anerkannten, verbreiteten Gepflogenheiten wie "Familiengründung" - nennt diese Kategorisierungen gar eine "Niveausenkung" .... der ursprünglichen Kraft. Auch einen - widerum "niveausenkenden" Vergleich mit reiner Triebhaftigkeit und dem hier gerne gezogenen Vergleich mit Tieren läßt er keinesfalls gelten.
Sehr interessant! An die etwas verschwurbelte und dennoch radikale Sprache - kann mensch sich gewöhnen, um immer wieder auf köstliche Kernaussagen zu treffen.
Ich betreibe also einstweilen "Trockenforschung" zum Thema - das ist "sicherer" und entspannter als eine potentiell-unerquickliche Suche nach einem entsprechend motivierten Mitforscher, der hier nicht einmal nötig ist -  denn vor allem gilt: Im Grunde sucht der Mensch ja nur immer sich selbst - bzw. Gott. Auch in der Sexualität.
In der "romantischen Liebe" sucht er natürlich auch etwas, irgendwie, ohne es zu wissen - aber eben nur die lichte Seite, ein wohltuendes Spiegelbild - also keine Transzendenz. Schließlich sucht gerade hier niemand klarbewußt ein spiegelndes Exemplar, welches einen ständig auf den eigenen Schatten verweist. Wird aber dennoch treffsicher - nach anfänglicher Hochphase - oft gefunden, was z.B. zu jahrelangen, sinnlosen "Grabenkämpfen" oder ggf. zur  Trennung führt.
Dazu noch ein schöner Spruch von Frank Goosen, Kabarettist: "Zynismus ist - zuende gedachte Romantik". Höchstinteressanterweise wurde ich kürzlich, als ich etwas Ähnliches schrub, "sanft" darauf hingewiesen, daß meine "weibliche Seele verkümmert sei und mit jeder Pore nach Hilfe schreie".  Was m.E. nur dafür spricht, wie seltsam polar doch die Geschlechter "gelagert sein sollen" - um den jeweilig-erwarteten, gesellschaftlich-sozial-konditionierten  Bildern zu entsprechen. Zitat vom "Ex" vor Äonen: "Vielleicht solltest (!!!) Du mal ein Kind bekommen - vielleicht würdest Du dann weicher." Wer - wünscht das? Der es einst wünschte - war ein "ganz harter Bursche" - der sich bis dahin mehr oder weniger durch´s Leben geprügelt hatte - und mir einst gestand, daß er im Grunde einfach nur den Arsch voll Angst hat. Und daß vermutlich eine Art Grundvertrauen ins Leben doch mutiger sei, als das, was er tue. Ein recht freakiger Fahrgast meinte einst - ich erinnere ihn an eine ihm bekannte Domina. Dachte kurz über einen entsprechenden Berufswechsel (mit höheren Verdienstmöglichkeiten und durchaus interessanten Begegnungen ....) nach - und entschied mich dagegen. Bin nicht immer so aufgelegt.

Besonders interessant finde ich auch - wie unterschiedlich doch Männer und Frauen sich diesem Bereich nähern, wenn ich mal die Literatur der Frau Pichler mit diesem Herrn Evola "vergleiche" (kleiner Scherz), oder mt dem Herrn Bataille - bei dem (s)ein Kernansatz sich auf "le petit morte", den kleinen Tod, bezieht ("Der heilige Eros"). Mal weniger zynisch - die Konditionierungen sprechen für sich selbst.

Auch die Frau Simone de Beauvoir - eine  Ikone der Emanzipation - fällt mir ein: Ich las einst vor vielen Jahren "Das andere Geschlecht" von ihr - und wunderte mich immer wieder über ihre seltsame Hinziehung zum Herrn Sartre, der ja ein rechtes "Arschloch" gewesen sein soll in ihrer beider, langjährigen Beziehung. Also - möglichen romantischen und/oder sozialen Bindungsgründen so gar nicht zuträglich. Was wieder heißt - die Anziehung kommt von woanders. Und ganz sicher nicht aus einer "Ratio" - die in so manchen Begegnung völlig versagt. Passion - ist von Haus  verstandesfremd. Und genau hier liegen die Möglichkeiten zur "Transzendenz", wo der Verstand aussetzt - und der Mensch sich plötzlich in ganz anderen Dimensionen wiederfindet - die er sich selbst nicht mehr "erklären" kann - und die ihn aus der "Niveauabsenkung" der Ratio, des Alltags in seine eigenen Abgründigkeiten ziehen.. Übrigens - gibt es dort eventuell auch Licht .... muß ich noch hinzufügen - um den einsilbigen Beiklang von Abgrund = Dunkelheit  zu relativieren.

Vielleicht werde ich ja doch noch erhellt zu Lebzeiten - in Bezug auf diesen Geschlechter-Mythos - und finde all die Antworten auf meine "Fragen", die eigentlich nicht wirklich unbeantwortet sind - nur nicht gut sortiert bisher.

PS: Im Übrigen glaube ich zutiefst - daß sich jedes nur selbst "transzendieren" kann - unabhängig von Geschlecht, Status oder sonstigen traumhaft-illusionären "Vorgaben". Transzendieren im Sinne von "sich selbst überwinden" = das An-Konditionierte, Gelernte, Übernommene - auf die Essenz prüfen. Und selber schauen, was von alledem übrig bleibt. Sonnen-goldig und Mondig-silbern .... schimmernd ..... will sie gefunden werden.

Trefflicher Beitrag über Licht und Dunkelheit ...

... gestern, 21.07.2012, bei und von Lusia Francia. Leider kann man auf ihrer Seite ihre Beiträge nicht einzeln anklicken und verlinken, daher erlaube ich mir mal, sie hier zu zitieren - für mich:

"es hilft nix, ich muss nochmal darüber schreiben: was soll eigentlich die ganze licht-schickerei, das licht in uns allen, das streben ans licht usw. licht - schön und gut.doch es ist der lichtwahn der uns an den rand der vernichtung gebracht hat, vom religiösen erleuchtungsgelaber bis zur atomkraft.
was ist an schatten, an der dunkelheit, an der nacht eigentlich so schlecht? warst du nie in einem heissen land und hast nach dich nach schatten und dunkelheit gesehnt? in der dunkelheit öffnen sich die sinne, der sehsinn tritt zurück, aaah. in der nacht öffnen die pflanzen ihre duftporen. in der nacht sind die tiere zuhause.
nur weil ihr nicht so gut seht, müsst ihr die nacht fei nicht verteufeln. nur weil ihr ein problem mit dem unbewussten, mit der dunkelheit in euch selbst habt, heisst das noch lange nicht, dass alles ausgeleuchtet werden muss. im gegenteil. es gilt hell und dunkel gleichermassen zu verstehen und zu leben und zu achten, was eine/r nicht verstehen kann." (Luisa Francia - Tagebucheintrag - 21.07.2012)

Freitag, 20. Juli 2012

Glück gehabt

Im Reifen meiner Privatlimousine steckt eine fette Schraube, bis zum Anschlag, sieht fast aus, wie reingedreht.  Glück im Unglück - es passierte nichts während meiner Fahrten. Am Abend, als ich nach Hause wollte, fand ich den Reifen geplättet vor.  Und mich auch. Ich überlegte kurz - hätte gerade nichts selbst hinbekommen - wen ich um Hilfe bitten könnte. Der Nachtfahrer fiel mir ein - der hat schon so oft die platten Reifen an der Limousine wechseln müssen, die ihm sogar auf der Autobahn weggefetzt sind .... und er ist ein sehr freundlicher Gesell. Er war nach einer halben Stunde da - und ich war sehr glücklich über die Rettung. Und über die Glimpflichkeit der Sache selbst - hätte ja weit unbequemer werden können, so eine Situation. Überhaupt - daß ich ein Ersatzrad hatte und dazu auch noch prall mit Luft gefüllt, dazu sogar Wagenheber (den ich nicht mal rauskriegte aus seiner Verschraubung... ebensowenig wie das Ersatzrad), Radkreuz und anderes Werkzeug - war schon wieder ein Wunder. Brauche Urlaub .... eine Reifenreparatur und TÜV, bevor diese neue Regelung in Kraft tritt. Kommt alles .... Urlaub ist schon eingereicht.
Jetzt bin ich erst mal weiter platt - im Gegensatz zum Reifen - aber auch froh über die gute Hilfe und darüber, daß mir das Ding nicht während der Fahrt um die Ohren geflogen ist. Hallelujah sog I.
Und darf mich mal wieder wundern über Vorahnungen - heute morgen war mir für einen kurzen Moment so, als würde ich erst gar nicht losfahren wollen, etwas hielt mich fast zurück. Der Tag verlief schrullig-seltsam und unfallträchtig auf den Straßen und ich unterhielt mich noch mit einer Fahrgästin drüber, daß es solche Tage gibt - an denen sich alle komisch verhalten. Sie hatte dies auch schon von Kollegen vernommen - allerdings meist auf Vollmond bezogen. Heute ist aber Neumond. Und die Götter - waren wohl zu schlechten Scherzen aufgelegt.

Donnerstag, 19. Juli 2012

Dieses kinderwunsch-freie Dasein ....

... wurde einst vom Herrn Frank Schätzing - einem äußerst attraktiven Mann, von dem sicher viele Frauen gerne Kinder gehabt hätten - mal lapidar in einer Talk-Show etwa derart kommentiert: Er meinte, daß vermutlich vor allem solche Menschen einen großen Kinderwunsch hätten - die selbst nicht Kind geblieben seien im Innersten.
Ich staunte kurz - es von einem Mann zu hören - und dazu noch von einem so schönen, der soviel "Saft und Kraft" ausstrahlt. Und der dennoch behauptete - er bräuchte keine Kinder, weil er selbst genug Kind sei.  Sinngemäß.
Das - hatte ich in solcher  Klarheit zuvor noch nicht vernommen. Und schon gar nicht - wie ich nochmal wiederholen möchte - von einem derart attraktiven und begehrtem Exemplar. Wo doch allerorten und allerzeiten die Mär geht, daß sich der Same in alle Himmelsrichtungen verschenken möchte, nein - müsse!
Hmmmhhh .... Ehrliches Ausnahme-Exemplar?
Ich stimmte ihm jedenfalls gerne zu  - in meiner ewigen - und ungebrochenen - Kinderseele.

Warum sagt es niemand ...

Eine Frage, die sich mir schon sehr lange und bislang unbeantwortet stellt - hier nochmal besagter Kodo S.:
"Alles redet von Liebeshochzeiten, aber ist das nicht eine ziemliche Gefühlsduselei? Geht es nicht letztlich doch nur um Penis und Vagina? Warum sagt bloß keiner, daß er sich in eine Vagina verliebt hat?"

Das kann mensch natürlich auch drehen - also die Frau, die sich in einen Penis verliebt.
Hoppla - da fängt es schon an mit der Verkultivierung: Eine Frau verliebt sich doch nicht in einen Penis?! Na gut - moderater: In einen hübschen, knackigen Hintern  (ein solcher steht übrigens für das Sinnbild eines stoßkräftigen Penis ... ) oder in "seine Art, sich zu bewegen" .... diese sonore Stimme (je sonorer - desto mehr Potenz wird vermutet ...) oder die filigranen Hände ..... kultiviertere Umschreibungen halt.

Frage mich seit gestern, ob ich wohl unromantisch bin .... kann mich zutiefst amüsieren über solche schonungslose Radikalität = reine Wurzelbetrachtung.
Sehe zahlreiche Schwestern tief empört über diesen Spruch vor mir. Besonders, wenn solches von einem japanischen Zen-Macho vorgetragen wird. Und sehe doch eine tiefe Klarheit drin. Bemerke meine eigene Konditionierung - die mich ein wenig vor geschriebenen und damit festgehaltenen Wörtern wie "Scheiße" zögern läßt.  Ebenso werden ja eher seltener "Penis" und "Vagina" direkt erwähnt - in der Alltagssprache. Selbst in angeblich aufgeklärten Kulturkreisen hat das noch etwas von Tabu, besonders bei weiblichen Wesen. Außer in einschlägigen Kreisen, die recht tabulos damit umgehen bzw. es schon wieder übertreiben mit der jeweils entsprechenden Fixierung - aber das ist auch nicht wirklich meine Welt. Ja - und auf den Straßen der Kolonie höre ich es auch schon mal eher - zum Beispiel, wenn mich eine junge Mittzwanzigerin heftigst als "blöde Fotze" beschimpft - weil sie selbst schlicht doof ist, sich hinter mir an einem Limousinen-Halteplatz anstellt und auf Ampel-Grün wartet, statt an mir vorbeizufahren. In solchen Fällen - lasse ich gerne das Leben für mich arbeiten - ein registrierender Fahrradfahrer erläuterte ihr gerne seinerseits, daß sie "die doofe Fotze" sei, die nichts kapiert hat. Soweit - noch eine eher harmlose Begebenheit.

Mich beschäftigt mehr der Kontrast zwischen angeblicher "Kultiviertheit" der Menschen - und dem darunter lodernden Trieb, der letztlich immer noch die wichtigsten Steuerungsfunktionen übernimmt.

Nein, ich bin nicht gänzlich unromantisch. Romantisch stimmen mich eine wohltuende Umgebung, Bäume und Blumen, der unermüdliche Hahnenschrei aus der Ferne, der sich den ganzen Tag lang den Hals auskräht (warum auch immer), kurze Begegnungen in stillem, einvernommenen Frieden und seelenwärmende Kerzenlichter.
Männer - eher nicht.  Also nicht wirklich, nicht sie selber. Sondern - wenn überhaupt - meine eigenen, illusionären Vorstellungen, denen im Grunde keiner entsprechen könnte, selbst, wenn er sich Mühe gäbe. Bei dieser Art von Romantik ist also Desillusionierung ein fester Bestandteil des Programmes. Was wieder in der Natur der Dinge liegt - weil es eben keine "Rosamunde-Pichler-Männer-und-Frauen" gibt auf dem Planeten. Dennoch schaue ich mir sowas gerne mal an, es ist so herrlich entspannend welt- und lebensfremd - und hat deshalb einen hohen Unterhaltungswert für mich: 90 Minuten purer Sarkasmus.
Oder - anders gesagt - in diesen Momenten der Faszination zwischen Penis und Vagina - kann es auch durchaus einen romantischen Moment geben. Ich bin also durchaus nicht romantik-gefeit - denn ich mag zum Beispiel Lieder wie diese - "Bitte hör nicht auf zu träumen ... von einer besseren Welt ... fangen wir an aufzuräumen ....bau sie auf, wie sie dir gefällt" - vom Xaver N.. - dessen Musik ich ohnehin mag

Vielleicht wurde ja bei meiner Konstruktion einfach nur etwas vergessen - und es fehlt mir daher - von je her - dieser Kinderwunsch, der den Frauen zu eigen sein soll? Und der - vermute ich einfach mal - ein Antrieb sein muß, um von einem Mann mehr als schlichte Erotik zu wollen? Der über das Triebhafte hinaus zu einem natürlichen Nestbauwunsch mit Doppelbett und zwei Nachtskonsölchen führt? Vielleicht - fehlt mir da ein irgendein weiblicher Baustein?  Kann man das untersuchen lassen? So ein Doppelbett mit zwei Nachtskonsölchen war immerhin einer meiner größten Albträume über viele Jahre. Obwohl ich - solange der Trieb in aller Klarheit vorherrschte - durchaus glücklich ein nur 90-cm breites Bett - ganz ohne Nachtskonsölchen - mit dem Geliebten teilte und dabei gerne die ein- oder andere Gelenk-Verrenkung am Morgen mit in Kauf nahm.

Will sagen - von je her interessiert mich, worauf die Anziehung der Geschlechter beruht. Und ich komme immer wieder auf die gleiche Grund-Essenz wie der Herr Kodo oben. Als langjährige Nicht-Spezialistin in Sachen Dauerbeziehung - stelle ich mir vor, daß nach Abkühlung des Anfangs-Triebes durchaus auch andere tragende Säulen gebaut werden können, als die anziehende Vereinigung von Penis und Vagina.
Aber welche? Also - genau welche? Ich werde diesbezüglich wohl unwissend sterben müssen, wie´s aussieht.

Erkenntnis-erschwerend kommt mit zunehmendem Lebensalter hinzu - daß mich die wenigsten Männer - heute jedenfalls - erotisch anziehen. Ich mag viele - und unterhalte mich auch gerne mit Männern, es hat oft etwas angenehm-Pragmatisches - aber mit nach Hause nehmen will ich sie nicht mehr. Alles zu seiner Zeit - und meine Zeit scheint hier gesättigt zu sein. Ich nahm einst viele mit nach Hause - oder sie mich - und das Gute war, daß man sich nach Erledigung des Wesentlichen wieder trennte. Wenn mir einer von denen, mit denen ich länger zusammen war, mit "fester Bindung" oder gar potentieller Heirat und Familiengründung kam - mußte ich meist lachen. Im tiefen Wissen darum, daß es sich hierbei um angelernte Vor-stellungen und seit Äonen von anderen vorgelebte, mir seltsam-anmutende Konstrukte handelte, aber nicht um "uns-persönlich" und unsere "Lebenspläne".

Diese Fragen - beschäftigen mich weiterhin manchmal. Und ich frage mich oft, wieso es niemand sagt, wie es ist. Eine - zunächst rein triebhaft-erotische Anziehung - zwischen Penis und Vagina. Begleitet von netten Säuseleien und angenehm irritierenden Augen-Blicken. Eine rein sinnliche Angelegenheit. Mancher "Naturwissenschaftler" würde vielleicht eher von chemischen Prozessen sprechen. Ein "Physio-Gnomist" - hat wieder ein anderes Repertoir an umschreibenden Vokabeln. Und jedes hat dazu noch seine ganz eigene Vor-stellung beizutragen, je nachdem, aus welcher Perspektive es an dieses Phänomen herankommt.
Für mich bleibt es schlicht und zutiefst "triebhaft" - und somit gänzlich unerklärlich. Letzteres auch, weil es in die denkbar tiefste Hypnose führt, wenn es denn auftaucht. Und niemand sucht sich "kultiviert-bewußt" sein hypnotisierendes Gegenüber aus.
Vielleicht fragmenthaft - so suchte ich beispielsweise eher solche Exemplare, denen ebenso das "Bindungsorgan"  fehlte. Dennoch - geriet ich auch an andere. Aber hier - konnte ich mich zügig "kultiviert artikulieren".

Soweit - meine immer noch zutiefst unzulänglichen Betrachtungen.
Vielleicht beginne ich nochmal - ganz  neu zu forschen -
wie es sich, älter geworden, anfühlt und offenbart  ....

Mittwoch, 18. Juli 2012

Spiritualität und Scheiße ...

Nichts für selbsterkorene Lichtwesen oder Boddhisattvas - aber irgendwie ehrlich:
"Als junger Mönch setzte ich alles daran, Satori zu bekommen. Da gab mir Fueoka Ryoun Roshi eine Lehre für den Rest meines Lebens: "Kein Grund zur Hektik, Kodo. Du bist so wie einer, dem ein Stück Scheiße an der Nase hängt und trotzdem fragt: Wer hat hier gefurzt!? - So lang du auf diese Weise nach Satori suchst, wirst du es nie finden."  Gefunden heute hier: Kodo Sawaki

Und dies - als Nachtisch vom gleichen Kodo:
"Die Menschen versuchen, es selbst beim Zazen noch zu etwas zu bringen. Selbst auf dem Buddhaweg machen sie sich selbst Stress."

Gefällt mir, der Mann - radikal - also wurzelgemäß .....   

Gartenkultur - Wärme - Ideen

Muß den Rasen nähen. Bin dran. Stellte fest - daß ich im Grunde eine Aversion hatte gegen diese Art von Gartenkultur - alles ordentlich, nichts wild. Aber was soll´s - immerhin ein Stück Wiese ums Haus und ein paar Blümchen. Und Erde. Also - einfach mähen - nicht denken. Heute regnet es mal nicht - huch! Und schon habe ich mit Hilfe von ein paar Stunden Sonnenschein eine 23 Grad warme Wohnung. Phantastisch! Ein Fahrgast erinnerte mich neulich an Jahre in einer kalten, dunklen Hinterhofbude - er hatte bei sich im Hinterhof die Heizung angeworfen. Ich erinnerte mich dunkel. Das muß ich wohl geträumt haben? Ja - das muß ein langer, schlechter Traum gewesen sein. Licht und Wärme - warmer Wind - tun mir gut. Und gut auch, wie schnell mensch vergessen kann.
Ein paar Unkenrufe eilen dem kommenden Winter voraus - gestern fragte mich jemand, ob ich mich denn gut eingelebt hätte. Ja. Und die Nachbarn? Naja, ok eben. Ich müsse - den Winter abwarten, wenn es trister würde und die Bäume nicht mehr in ihrem satten Grün stehen würden. Aha - und dann? Dann - würde es sich zeigen, ob es ein guter Ort ist. Ich füge an, hier gibt es auch eine Menge immergrüner Nadelbäume ....
Einer Freundin fiel sofort ein phantastischer Herbst ein - mit wundervollen Farbspielen der Wälder rundum. Ich sagte - Aha. Ja - daran habe ich noch gar nicht gedacht. Sicher auch wunderschön.
Jetzt aber - ist Juli. Und warum sol ich im Juli schon an den Oktober, November oder Dezember denken? Oder an Krankheit, Siechtum und Tod vielleicht? Komisch, der Mensch.
Ja, diese Regentage waren schon teils etwas trist - auch das phantastische Panorama gestaltete sich recht grau. Nebelschwaden über den Wipfeln, einmal sogar so eine Nebelsuppe, daß eigentlich nur noch ein alles einhüllender, grauer Schleier zu sehen war, hinter dem die Bäume wohl immer noch standen. Aber auch das - hat was. Besonders, wenn mensch dann ein paar warme Kerzenlichter entzündet und sich in eine kuschelige Decke hüllt.
Zuhause - gemütlich - auf das Grau zu schauen - ist sicher nicht übler, als in der Limousine mitten drin zu sitzen über einen langen Tag. Wetter- und Jahreszeiten-Wechselbäder - dürfte ich also rein beruflich kennen, aus den letzten Jahren sicher. Was hier anders ist als in den tristen Betonschluchten der Kolonie: Es gibt sogar echtes Wetter.
Was weiß ich denn - was im Winter sein wird. Vielleicht ist im Winter - schon alles ganz anders als jetzt.
Das ist eines der größten Übel - immer in die Zukunft zu eilen. Die niemand kennt. Jahrelang war ich darin auch eine Spezialistin - aber es nützt nichts, macht höchstens nervös, je nach Vision bzw. Erwartung. Heute halte ich mich hiermit lieber zurück, so es denn möglich ist, denn bisher kam noch immer alles ganz anders, als der Verstand es sich so ausmalte. Zukunft und Vergangenheit sind letztlich gleicher Qualität - der Verstand malt in seinen Begrenztheiten nichts Neues. Das Neue, Unerwartete - kommt von woanders.
Den Winterpropheten werde ich am Wochenende aufsuchen - ich habe schon seit Jahren eine Idee, die immer wiederkehrt und mich nicht in Ruhe läßt. Eine Geschäftsidee, ich möchte etwas anfertigen und verkaufen, auf das ich immer wieder begeistert angesprochen wurde in den vergangenen Jahren. Professionell geht das gerade nicht, es wäre erheblich zu teuer. Aber mit Improvisation und kreativen Handwerks-Künstlern wird es vielleicht was. Wer weiß. Ein Schritt nach dem andern ..... Auch bemerke ich immer wieder - es wäre noch schöner, falls es denn klappen täte,  wenn es gleich mehreren ein wenig Glück bringen würde.
Jetzt - ist jedenfalls erst mal noch Sommer.
Wünsche allen einen schönen solchen.

Dienstag, 17. Juli 2012

Die Schwalben ...

... sind noch hier - hallelujah! - aber sie singen nicht mehr. Weiß ich zuwenig - vielleicht singen sie ja nicht mehr soviel, wenn sie erwachsen sind? Jedenfalls - schaute ich schon mehrere Male hinaus - erschrocken, sie schon so früh nicht mehr zu hören - und sah sie dann doch noch, erleichtert, unterm Himmel tanzen und Kapriolen fliegend.
Was die "Einklack-Geräusche" in ihre Nester direkt an meinem Traumbett betrifft - es scheint auch hier schon leiser geworden zu sein. Die fliegen ja - unterschiedlich ab - gen Süden. Ja, ich glaube, es sind schon weit weniger geworden.
Manchmal werde ich sehnsüchtig - und würde gerne mitfliegen können.
Immer dann, wenn ich vergesse - daß ich im Grunde ganz gut fliegen kann - und diese Erdgebundenheit nur eine weitere Illusion ist.

Geld - macht das Leben leichter, aber nicht zwangsläufig glücklich

Obwohl dieser unsägliche Spruch "Geld macht nicht glücklich" der Mehrzahl von Menschen über Äonen schon von den herrschenden Klassen  in ihr verwabertes, mit allzu viel Un-Sinn zugekleistertes Hirn gepflanzt wurde - hier meine persönliche Betrachtung bisher dazu.

Ich habe reichlich Wandelphasen gehabt bisher, auch was Geld betrifft - immer mal hatte ich plötzlich reichlich Geld und dann wieder nichts. Ich hab´s ausgegeben, manchmal schneller und äußerst unvernünftig, manchmal langsamer und durchaus vernünftig. Habe "am Ende des letzten Geldes" - viel in meine Interessen investiert. Was ich nie tat waren solche Kapriolen wie z.B. mir ein neues Auto o.ä. zu kaufen. Meine alten liefen ja gut - bis zu ihrem gegebenen Ende. Was ich mir - nach monatelanger Überlegung an Gegenständen anschaffte, war wohl eher bescheiden: Mein Traumbett - in dem ich bis heute schlafe, es scheint für die Ewigkeit gebaut - und zwei Schrankmöbel, Kleiderschrank und Kommode, mit wunderschönen Muschelintarsien, die ich schon längst wieder hinter mir gelassen habe und die nun, für wenig monetären Gegenwert, die Zimmer in einem Seminarzentrum schmücken. So hübsch diese beiden schweren Möbel  auch waren  - im Grunde bin ich erleichtert, so etwas nicht mehr mitzutragen. Instrumente kaufte ich mir - und hier immer nur den "Jaguar" bzw. "Rolls Royce" unter diesen. Habe ich sogar noch in meinem derzeitigen Inventar.
Will sagen - ich blieb eher bedächtig, was das Anhäufen von sinnfreien Luxusgütern betrifft.

Als ich also plötzlich mit etwa Ende zwanzig zu einer Summe kam, die mensch mit ehrlicher Arbeit nur in glücklichen Zufällen erwirtschaften kann, die aber gleichzeitig nicht so hoch war, um den Rest des Lebens von Zinsen zu verbringen, arbeitete ich zunächst erst mal ganz normal weiter und studierte abends nach der Arbeit weiter auf einer Fachhochschule. Es brauchte ein gutes, halbes Jahr, bevor ich meine Richtung änderte. Und dies tat ich auch nur aus der Einsicht heraus, daß ich im Herzen sicher keine "BWL´erin" bin - ich hatte das Studium begonnen, um "weiterzukommen" und weiter zu lernen - ohne zu wissen, wohin ich eigentlich wollte. Einige Jahre war ich dann "Privatieuse" - was aber damals auch kein durchgehend glücklicher Zustand war, weil ich permanent von anderen Leuten als erstes gefragt wurde, was ich denn beruflich mache?! Ich hatte nichts Besonderes darauf zu erwidern und es fiel mir noch schwer, darauf zu reagieren. Irgendwas "fehlte" wohl in meinem Leben?  Seinerzeit - fehlte mir eine gesellschaftskonforme, Andere zufriedenstellende Antwort auf diese immergleiche, blöde Frage und das Bewußtsein von heute, mit welchem ich dies ganz anders vertreten würde - nämlich fröhlich-leicht ohne jegliche Rechtfertigung. Verdingte mich immer mal wieder zwischendurch, in Jobs und auch in Selbstständigkeit, aber nichts fruchtete derart, daß es mich in irgendeiner Form "begeistert" hätte. Die Begeisterung kam erst gegen Ende des privaten Daseins - in den letzten Jahren dieser geldsorglosen Zeit - und die war es wert, das Verbleibende zu investieren - vorwiegend in "Geistiges" und "Musisches".
Als das Geld aufgebraucht war - ging ich kurz in die sogenannte "Hauslosigkeit", auf den "buddhistsichen Trip" ... aber schwer geschummelt, denn das Allernötigste für einen eigenen Haushalt hatte ich im Keller der Mutter deponiert.  Äh - eigentlich eher eine Menge Bücher und eine Waschmaschine. Das Bett für die Ewigkeit - hatte ich bei mir. Ebenso wie meine Anlage, einen Computer - und Trommeln. Nie zuvor war vermutlich jemand mit derart viel Kleinod in die "Hauslosigkeit" gezogen.
Als auch dies vorbei war - begann eine Zeit des etwas kläglicheren und mühsameren Broterwerbs  - mit vielen Unsicherheiten. Und bar jeder garantierten Sicherheit, denn ich verdiente nur dann Geld, wenn ich auch tatsächlich arbeitete. Und dann nur soviel, wie mir der Zu-Fall täglich brachte, die Limousinenzeit begann.
Ein interessantes Lehrstück - über "Geld und Emotionen" .
Welches mich seit nun bald acht Jahren durch alle Abgründe meiner tief-verwurzelten und sicher auch ererbten Existenz-Ängste begleitet - und scheinbar eine gute Medizin  ist. Nicht, daß es immer lustig oder leicht wäre, die laufenden Kosten zu bestreiten. Und solche Extras wie Reisen und/oder Seminare, eine wohltuende Thai-Massage ab und an, was ich einst sehr liebte, gibt es quasi gar nicht mehr.
Dafür - gibt es eine zunehmend verschwindene Existenzangst und ein wachsendes Grundvertrauen. Ich würde fast sagen - trotz allen Unbilden zwischendurch: Das ist Gold wert!
Und ich weiß nun - aus gemachter Erfahrung - daß Geld und Glück nicht wirklich in Zusammenhang stehen. Geld zu haben kann bedeuten, daß das Leben etwas einfacher und vielleicht bunter wird. Aber Glück - ist es nicht unbedingt. Ich erinnere mich an  Zeiten mit viel Geld - in denen ich im Grunde kreuzunglücklich war. Und an solche ohne "Extras" - in denen ich sehr zufrieden war.
Ich mag es, Geld "übrig" zu haben. Und ich komme damit klar, nur etwa soviel zu haben, wie ich brauche, um meinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Mit Glücksgefühlen oder gar Seligkeit  - hat beides eher wenig zu tun. Solche - entstehen m.E. eher aus Grund- oder Urvertrauen, von mir aus auch Gottvertrauen.
Dennoch - meine ich, daß das Leben sich erheblich besser entfalten kann ohne existenzielle Nöte und Ängste. Es könnte einfach schöner und reichhaltiger blühen- müßten sich die Wesen hier auf Erden nicht ständig Sorgen machen um vielerlei existentielle Nöte.
Und das - müßten wir ja auch nicht - würden wir einfach eine bessere Lösung finden für´s Dasein in unseren kurzen Zeiten hier. Würden wir es uns gönnen, daß jeder mit all seinen Grundbedürfnissen versorgt ist und somit sorgenfrei - um das zu tun, was mensch wirk-lich einbringen möchte, was ihm/ihr liegt und was sie/er am besten verschenken kann.

Übrigens - ein etwas abstruser Wunsch - aber es war tatsächlich ein Wunsch einst von mir - "nochmal zurückzugehen" in die einst eher vorherrschende Kargheit an Dingen und Geld - um zu sehen, ob ich auch, älter geworden, damit noch klarkomme. Dieser Wunsch - wurde mir gerne erfüllt von den Göttern.
Wobei dies sehr relativ ist - für manchen anderen Erdbewohner bin ich immer noch ein sehr reicher Mensch, der in völligem Überfluß lebt. In Deutschland gehöre ich da eher zum "Prekariat".  Aber sicher nicht - gefühlt.

Zusammenfassung: Es lohnt sich nicht, sich von Dingen abhängig zu machen - für diesen halben Augenaufschlag inmitten der Ewigkeit. Sich aber dennoch an all diesen reichlich geschenkten Dingen zu erfreuen - lohnt sich sehr!
Bei mir sind es eben eher - "durchlaufende Posten" - von denen ich mich auch öfter mal wieder gerne trenne zu gegebener Zeit.

Ein profanes Beispiel: Entschloss mich, mir mal wieder einen Toaster zuzulegen. Meine Vorstellung: Er sollte möglichst klein, schick und abgerundet im Design sein, und - ein Modell für "Prekäre" - um die 15 Euronen kosten. Ich fand ihn sofort und betrachte ihn seither lachend. Er war eben erst eingetroffen. Platzsparend, formschön, abgerundet und "Retro" im Design, 15,95 Euronen.  Erblickte ihn als Ersten in einer langen Modellreihe. Die Entscheidung war sonnenklar - dennoch ging ich nochmal die ganze Reihe der ausgestellten  Geräte ab - und wieder zurück zu "meinem". Der - ist es eben. Sein Firmenlogo lautet übrigens "Ok". Und - bitte - ernsthaft: Wer kann schon glücklich vor einem Toaster stehen,  lachend und staunend, auf welch wundersam-einfache Weise er sich manifestiert? Will sagen - eigentlich ist das Leben pure Magie.
Darauf - einen frisch-getoasteten, knusprigen Toast!

Philosophische Zusammenfassung:  Wie mach´ ich das bloß - also die Geschichte mit dem Manifestieren jetzt - in den großen Sinnfragen?
Ne - falsche Frage. Richtige Frage: Wie - mache ich es ebenso leicht - wie in all den kleinen Dingen? Ohne mich vor der vermeintlichen "Größe" des Projektes schrecken zu lassen?
Kikiribu Mandinga ..... kikiribu kiribu Mandinga - ein bischen Magie tut gut!
Pro-jekt = Ehemalige Vision, schon in konkretere Bahn geleitet.

Kürzer kann man´s nicht plastisch machen ....

.... was da geschehen ist und weiterhin forciert wird im großen Monopoly-Spiel. Der Traumperlentaucher bringt es heute auf den Punkt.
Mehr braucht mensch gar nicht zu  begreifen, als was dort in Kürze und Würze zusammengefaßt ist.
Doch ... eines noch muß mensch begreifen: Es braucht ein ganz neues Spiel. Hierfür aber ist es erforderlich, daß die 99%  Gehirngewaschenen, die sich auspressen lassen, umdenken und sich von jeder eingeimpften "Alternativlosigkeit" des herrschenden und in Zyklen wiederkehrenden Systems verabschieden. Es gibt im Universum keine "Alternativlosigkeit". Im Gegenteil ...
Das täglich mehr wuchernde Krebsgeschwür der Menschheit und ihres Tauschsystemes äußert sich aktuell in dieser Blase: "In der Zwischenzeit hat der „Wert“ der gehandelten Derivate das Zwanzigfache aller Waren und Dienstleistungen erreicht, die auf der Erde erzeugt und erbracht werden." Und die Spirale dreht sich täglich schneller.

Das oberste Gebot wäre also, die tatsächlich vorhandenen Güter und Dienstleistungen in ein gesundes Gleichgewicht mit dem dafür ins Verhältnis gesetzten Zahlungs- Tauschmittel zu bringen und sofort illusionäre "Mehrwertschöpfung" durch Zinsen abzuschaffen. Ohne Zinsen ist keine Anhäufung von Macht und "Nicht-Tauschmitteln" in irrsinniger Form mehr möglich. Modelle hierfür gibt es reichlich.
Wir benötigen also ein echtes Erwachen aus diesem Tiefschlaf der Verblendung und Verblödung - und dazu noch eine gesunde Grundeinstellung, die jedem Wesen das Recht auf ein gutes Leben und die Befriedigung seiner existenziellen Bedürfnisse - von Herzen - gönnt. Also Obdach, Nahrung, Kleidung, Wärme, Bildung, Herzensbildung, Freundlichkeit, gegenseitige Zuneigung .... Jedes Kind tut das (noch) - sich auch um das Wohlergehen anderer Wesen sorgen. Weil es (noch) weiß, daß genug für alle vorhanden ist.

Köstlich und treffend Nigel Farage (gefunden hier) - der bekennt, er habe immer mehr den Eindruck, er habe es in Brüssel mit Scientologen bzw. einem verrückten KULT (weird CULT) zu tun - die sich eingeschworen hat auf nur ein Dogma, welches trotz allen offensichtlichen Irrsinns auf keinen Fall gebrochen werden soll.  
Das trifft es für mich auf den Punkt: Ein eingeschworener KULT, der seine Rituale durchzieht, gerne auch mit Menschenopfern. Aber - wie gesagt - dafür benötigen sie die symbolischen 99% Gehirngewaschenen, die sich auch opfern lassen! Hier ist also jedes Einzelne gefragt - diesen KULT zu überwinden. Der erste Schritt ist immer - es zu erkennen. Und das scheint die schwierigste Hürde zu sein. Denn letztlich wünschen wir uns ja alle irgendwie einen Haufen Geld, im tiefen Glauben, das mache das Leben schöner und einfacher. M.E. - der tiefste Glaube überhaupt auf diesem Planeten, die Weltreligion

Auf gleicher Seite noch diese schöne Zusammenfassung eines "alten", bärbeißigen und in USA bekannten Satirikers - der erheblich mehr Pfeffer im Arsch hat als zahlreiche Zwanzigjährige (Komiker klingt mir für ihn erheblich zu flach an) - George Carlin - zu aktuellen "amerikanischen Zuständen" - die natürlich längst global gespielt werden. Wie er nochmal betont - nicht von Politikern, sondern von den großen Konzernen und ihren Lobbyisten.
"They don´t give a fuck about you - at all!" ... von diesen "Alten" bitte mehr, mehr, mehr!

Und hier noch ein erhellender Text zum kultisch-sinnfreien Charakter des Kapitalismus -  auf der Seite von Mundanomaniac.  beginnend mit der treffenden Feststellung  "Die Börse hat längst die Kirche abgelöst." ....