Montag, 29. August 2011

Wechseljahre ist so ein Wort ....

... wie "Schwangerschaft" (und das weiß ich, obwohl ich in diesem Leben seit dem 15. Lebensjahr aktiv-verhütend  nicht schwanger war, aus guten Gründen") oder "Pubertät".  Will sagen, jede Frau erlebt ihre Zyklen anders.
Ich erlebe gerade den Eintritt in diese sogenannten "Wechseljahre" und habe mich schon über Manches gewundert, was da so auf der Bildfläche erscheint.
Heute morgen fuhr ich eine sehr sympathische, im Kern spürbar kraftvolle Frau zu ihrem Ziel.
Sie ging auf eine Reise - ihr Ziel nicht weit und die Tage  nicht sonderlich lang - sie selbst reflektierte sich in einer Vergangenheit, in der sie unerschrocken überall unterwegs war -  jetzt fühlte sie sich wie "herausgerissen". Sie begründete dies vor allem damit, daß sie ihre Katze alleine lassen würde - die sie zuvor in eine gute Pension brachte.
Ihr Parfum erschlug mich fast beim Einsteigen und ich war sehr wortkarg - zunächst.
Das Thema Katzen machte mich ein wenig wacher. Richtig wach wurde ich, als sie mir von ihren Wechseljahres-Achterbahnfahrten erzählte.
Interessant für mich ist u.a. auch dies: Sobald mich die Menschen interessieren bzw. ich mich für sie - legt sich dieser penetrante und aggressive Nasenschleimhaut-attackierende Chemo-Geruch ihrer synthetischen Duschgels und Parfums. Sobald sie mir "näher kommen" - via Emphatie - kann ich sie auch riechen - trotz aller künstlichen und teils unerträglichen  Überlagerung.

Ein echter Segen, den ich schon sehr oft erfahren habe, ist dieser:
Ich kann ruhig lachen.
Ich lache in sovielen Situationen, die im Grunde alles Andere als komisch sind für die Menschen, die neben oder hinter mir sitzen - und doch ist es mir erlaubt zu lachen, da sie spüren, daß ich sie nicht auslache - sondern über das Leben lache, welch erstaunliche Facetten es hervorbringt. 
Es ist wahrlich ein Segen - denn selbst Menschen mit Krebs, die ich von irgendwelchen Chemos abhole, lachen mit mir - oder erzählen einfach ihre Geschichten.

In den Momenten, in denen Menschen gemeinsam lachen - fällt sehr viel Last weg. Und was - könnte besser sein (außer gutem Sex) ?

Diese schöne Frau heute morgen, um die 55, berichtet von ihren Wechseljahres-Albträumen. Sie war so depressiv, daß sie sich umbringen wollte. Sie hat zwei Ärzte/Ärztinnen als Anlaufstelle - und ich frage harmlos nach, was die ihr verordnet haben. Sie bekommt heftige Medikamente .... Hormonzugaben und "Stimmungsaufheller" nenne ich die jetzt.

Eine schöne und starke Frau - die ihr Leben gemeistert hat.
Und ein Mensch - bei dem viele ehemals unterdrückte Geschichten jetzt erst hochkommen.
Was - wiederum - ein Segen ist.
Und das - kann Mensch immer am besten dann erkennen, wenn er mal wieder über den Berg ist.

Freitag, 26. August 2011

Foto vom Götterhimmel verpasst ....

Neulich fällt an einem der zahlreichen Halteplätze der Kolonie mein Blick auf das mobile Toilettenhäuschen für die Bauarbeiter und ich registriere zunächst amüsiert und dann doch äußerst nachdenklich die Aufschrift "OLYMP".
Denke bei mir: "So ist es. So weit sind wir heruntergekommen, daß wir die uralten Götter wie Scheiße behandeln."

Sehr entspannend ....

... ist es, nach getaner Arbeit - und auch sonst - an diesem Wesen vorbeizugehen oder besser: Auf es zu treffen. Es läßt sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Für die  Fotos habe ich es explizit um Erlaubnis gebeten - und es sagte mir, daß ich nicht der erste Mensch sei, der es bewundere.
















Eine gewisse Ähnlichkeit mit Taxifahrenden ist hier  durchaus gegeben: Im offnenen Schaufenster dösen und sich nicht wirklich irritieren lassen zum Einen - und wenn es dann soweit ist, daß etwas geschieht, mit ganzer Aufmerksamkeit wieder da sein.

Vögel-Flatrate

Seit Wochen schon fällt mir immer wieder (einer?) dieser Lieferwagen ins Auge, heute morgen habe ich ihn endlich auf´s Bild genommen.








Wenn ich mal davon ausgehe, daß dieses "Angebot" in einem großzügigen Zeitrahmen gilt, kann Mann für unter 100,- Euro nach Belieben .... ich will es nicht weiter ausschmücken, das kann ja jede(r) für sich selbst tun. Und dann rechne Mann sich aus, was diese Frauen in Euro für´s Vögeln bekommen.
Wer also bis jetzt glaubte, die Sklaverei sei abgeschafft, sollte ruhig nochmal drüber nachdenken.

Donnerstag, 25. August 2011

Scheinbarkeiten ....

Heute habe ich in der Limousine die Fahrertür geöffnet und kurzerhand meine Beine hochgelegt, bei geöffnetem Fenster auf die Tür. Ein Genuss! Zwar der Rumpf völlig krumm, aber erst mal die Beine hoch. Habe immer mehr Beschwerden vom Sitzen, manchmal ist es kaum auszuhalten. Eigentlich - rutsche ich eh den ganzen Tag auf dem Sitz herum und wechsel ständig die Position - oder steige aus, um wenigstens ein paar Schrite zu tun oder mich zu strecken.
Ich bin ein Bewegungsmensch - wie alle anderen auch - und die Sitzerei ist pures Gift. Getsern abend war ich derart fertig, daß ich mich erst mal eine Stunde auf´s Bett fallen ließ und sehr tief geschlafen habe.
Später habe ich mich dann noch ein bischen bewegt, denn es ist jetzt wirklich höchste Zeit für mich, wieder in erheblich mehr eigene, körperliche Bewegung zu kommen - die mit der Limousine zählt hier nicht..
Also - ich lege die Beine aus Schmerzgründen hoch und der nette Mann vom Kiosk kommt neben mir an sein Auto und ruft mir freundlich zu "So jut mööt isch et ens em Urlaub han" = So gut wollte ich es mal imUrlaub haben!"
Ich lache ihm zu, er ist immer sehr freundlich  und gut drauf und ich weiß, er meint das herzlich.
Ich lache auch noch weiter über die Absurdität der Situation, denn es scheint sehr gemütlich auszusehen.
Der Schein - trügt eben manchmal.

Nein, in der Muckibude war ich lange nicht mehr. Wenn´s wieder kühler wird, gehe ich bestimmt. Aber gestern bin ich noch auf meinem kleinen Trampolin "gejoggt" und Qi Gong und Yoga helfen erstaunlich schnell gegen sämtliche Schmerzen.

Dienstag, 23. August 2011

Altersterrorismus - 98 Jahre zählt der Fresen

.... bekomme an einem Halteplatz, den ich nicht wirklich gerne frequentiere, kurz vor Highnoon nach etwa einer Dreiviertelstunde einen Auftrag mit Vorahnung auf mein Display.
Ich bin sehr selten an diesem Halteplatz, da sind mir zuviele Kölsch-Kneipen und "betont lustige kölsche Kneipenurzstreckenfahrgäste" sowie "Einkaufstütenkurzstreckenfahrgästinnen", allesamt mit "Stammkundschaftsallüren" - die mir ins Ohr säuseln werden "Ihre Kollegen machen das aber immer so und so."- einer der sinnlosen Sprüche, die mir je nach Tagesform auch nach Jahren noch meinen marsischen Anteil ins Vorhirn pressen können vor lauter Flachheitt.

Dieser Fahrauftrag - nach etwa 50 Minuten - ist eine Befürchtung, die sich zur Gewissheit kristallisieren wird.
Ja, ich erinnere mich mittels meines Elefantenhirns dunkel .... mir Schwant es .....  ja, ich weiß es - ok - ich war viele viele Monde nicht hier und kriege ausgerechnet SIE wieder .... nicht mein Halteplatz, wie ich schon sagte.

Hetute treffe ich nach einem Klingeln an der Tür eine sehr ent-nervte Haushaltshilfe an, die nicht einmal weiß, das dieser 98-jährige Fresen (einheimisch für "Drachen") ein Taxi rief - um damit zur Sparkasse um die Ecke zu fahren - und der Person am Steuer abstruse Anweisungen zu geben .....  die die Fahrerin im Folgenden sicher nicht befolgen wird, da sie die zu befördernde Person bereits mehr als zu Genüge kennenlernte und sich bei der ersten Begegnung durch deren "Altersterrorismus" manipulieren liess .... einst.

Einst - versuchte ich,behutsam und geduldig
mit diesem Fresen umzugehen.
Aus reiner Nachsicht auf ihr Alter.
Das war übrigens auch meine Konditionierung:
Rücksicht nehmen -
besonders auf alte Leute.

Einfach nur - weil sie alt sind?
Nein.
Diese 98-Jährige ist gemeingefährlich in ihrer dominaten Art.
Da ich sie schon intensivst kennenlernte vor Monden -
eröffne ich ihr daß ich nicht auf sie warten kann -

sie soll sich drinnen einen neuen Wagen rufen lassen.
Ich sage das in einem sehr dominanten Tonfall -
der ihr bestens vertraut ist -
den sie aber gewohnt war, selbst anzugeben.
Sie versteht diesen Tonfall meinerseits bestens
Sie hat vermutlich ihr Leben lang genau diesen
TON angegeben. Jetzt - hat sie mein Echo.
Das - verstent sie.

Beim Aussteigen wettert sie noch: Ich bin Urgroßmutter!
Und ich bin 98 Jahre alt!
Ich denke - du kannst mich mal - es gibt keine Verdienstkreuze mehr für´s Vögeln und Nichtverhüten -
und sage ihr, während ich beobachte, wie ein Lieferwagenfahrer haarscharf an der Limousine vorbeischreddert, ich halb auf einer großen Kreuzung stehend: "Hallo !!! Sie glauben wohl, sie sind alleine hier auf dem Planeten und es dreht sich alles nur um Sie? Ihr Alter interessiert mich niicht dabei - ich muß gerade schauen, daß dieser Fahrer nicht mein Auto plattfährt - nur, damit ich Sie herauslassen kann.

Wir befinden uns - im adeligen und tiefsten Preussen.
Nur das Personal - also die Chauffeuse - ist nicht mehr das, was es einmal war.
Fast -
freue ich mich auf ein Wiedersehen ....
denn Respekt kann ich ihr zollen für ihren Eigensinn und ihren Mut,
sich inmitten des Gewühls in ihrer Verfassung noch zurechtzufinden.

Samstag, 20. August 2011

Prostituierte ....

.... hole ich manchmal an den Puffs ab oder bringe sie dorthin.
Seltener auch auf den Strassenstrich, der liegt an der Peripherie inzwischen - vor ein paar Jahren noch war der hier um die Ecke mitten in der City.
Die Energien der Frauen sind sehr sehr unterschiedlich.
Neulich fuhr ich eine ehemals gebürtige Afrikanerin, heute eher eine Kölnerin, morgens nach der Arbeit nach Hause, in die ich mich sofort "verliebte". Sehr erdige, gelassene Energie. Wir begrüßen uns freundlich, sie setzt sich nach hinten und ich fahre los. Ihr Handy klingelt und ich lausche dieser Unterhaltung. Irgendjemand ist dran, der sie dringend wiedersehen will und ich denke, es muß wohl ein Kunde sein, der ihr verfallen ist. Sie sagt so etwas wie "Nein, jetzt nicht. Ich habe auch ein Privatleben. Heute abend bin ich wieder im Club." Ich denke, da muß wohl jemand gehörigen Druck haben.
Sie sagt "Wieso gibst du mir schon wieder eine andere Handy-Nummer? Bist du ein Krimineller? Ich habe seit 20 Jahren die gleiche Telefonnummer?" Ich muß lachen ...    
De facto - telefoniert sie gerade nicht mit einem ihr verfallenen Freier, sondern mit einer jüngeren Bsrufskollegin, die unter Druck steht und dringend Geld braucht für ihren Zuhälter. Sie erzählt mir, daß sie dieser Frau vor wenigen Tagen schon mal 800 Euro gegeben hat - und nun hat diese wieder nichts. Alles abgegeben an irgendein Arschloch, welches schicke BMW´s fährt und den Rest irgendwo anderweitig verprasst .... 
Sie selbst - arbeitet auf eigene Rechnung.
Und ich glaube ihr das sofort, so erdig, wie die ist.
In dem Gewerbe gibt es nicht wirklich viele, die einen derart "bodenständigen" Endruck bei mir hinterlassen.
Eine bezaubernde Thailänderin fällt nir noch ein ... die hat ähnliche Kraft ....und verdient in guten Monaten 15.000 Euro, die sie nach Hause schickt.
Man und Frau rechne sich das en detail einmal selbst aus .... Eine blondierte, sehr üppiige Brasilianerin fällt mir auch noch ein --- und eine im dominanten Gewerbe tätige Schönheit, brasilianisch ebenfalls .... 
siehst du -
geht doch!
Also: Wenn überhaupt - bitte unbedingt ohne (Neben-) Schmarotzer.

Freitag, 19. August 2011

Die alten Hasen ....

.... im Gewerbe - bereiten mir oft den größten Spaß!
Schon vom ersten Tag an.
Die sind einfach solange dabei - daß sie sich selbst und das ganze Geschehen schon lange nicht mehr ernst nehmen müssen - und das eröffnet die Möglichkeit zu echtem Humor oder Sarkasmus, je nachdem, was gerade angebracht ist.
Heute traf ich einen von dieser Spezies an einem Halteplatz, an dem der in vier Jahrzehten vielleicht 20 Mal gesehen wurde .... ich hab´den eh schon lange nicht gesehen, er ist alt geworden. Er IST alt.
Normalerweise - trffst du den am Bahnhof. Nur in der Ferienzeit lassen sich eingefleischte Flughafen- und/oder Bahnhofsbediener mal an der Peripherie erwischen.
Heute war das so- und wir grinsten uns kurz an.
Es gibt so eine seltsame "Bekanntheit" bis "Vertrautheit" untereinander manchmal, die ich nicht wirklich erklären könnte. Vermutlich beruht diese erst einmal auf den sehr ähnlichen Erlebnissen und Wahrnehmungen im Job. Mit Sicherheit bedarf es eines gewissen Humors, um sich derart ohne Worte verständigen zu können, nur mit einem entsprechenden Blick bzw. Lachen. Und auch hier ist das Salz in der Suppe: Über sich selbst lachen können.

Dieser alte Hase von neulich - hatte ein paar Zähne verloren einstweilen. Er gehört noch zu denen, die ehemals "Goldkutschen" fuhren .... und den "Untergang des Gewerbes" erlebten.  Vollblut-Kölscher. Er bekommt einen Auftrag - und ich habe die Spitze. Von dieser aus sehe ich, wen er da abgeholt hat - den Fahrgast habe ich bereits kennengelernt. Er fährt im Viertel um zwei Ecken für kleines Salär - und wieder zurück. Ich grinse den Kollegen an und halte meinen Daumen nach unten. Der ruft mir über die Strasse zu "Den kriegst DU gleich ...." und grinst ebenfalls. Er setzt wieder am Halteplatz an und will mir erzählen, wie weit die Tour ging - ich sage ihm, daß ich den Herrn bereits kenne und beim letzten Mal sogar einen Euro zuwenig kassiert habe, weil es eh sinnlos war .... wozu also aufregen?
Und dann sagt dieser eingefleischte, durchgefleischte Taxifahrer-Kollege, der vermutlich schon seit 50 Jahren durch die Kolonie fährt "Manchmal - muß man echt eine Faust in der Tasche machen."
Und ich bin wieder beruhigt - es ist alles in Ordnung mit meinen immer noch temporär aufkeimenden "Faust-in-der-Tasche" bzw. "Lass-es-einfach-Raus" Anfällen. 

Herzlich gelacht

Nachdem ich mich neulich einfach mal über die Kotzbrocken ausgelassen hatte, traf ich im Laufe der Woche auf Menschen, mit denen ich zunächst sehr wenig gemein hatte ..... doch im Laufe der Fahrten wirklich von Herzen und tief und laut aus dem Bauch heraus zusammen lachte. Köstlichst! Ihnen zu eigen war jeweils, daß sie herzlich über sich selbst und über ihre "Fehler" lachen konnten.

Mittwoch, 17. August 2011

Gamescom-Fachbesucher und -aussteller ....

.... sind leicht erkennbar. Es gibt im Grunde zwei Kategorien: Die einen tragen schwarze T-Shirts mit irgendeinem Aufdruck und sind leicht bis erheblich übergewichtig, weil sie zuviel vorm PC sitzen und zuviel Fast-Food essen, während sie durch die Stadt schlendern - die anderen tragen wirklich gutsitzende teure Anzüge mit schrillen Hemden drunter und dazu eine richtig coole schwarze Sonnenbrille. Die Hotelfrau, die ich am Abend fuhr, bestätigte mir meine rein optischen Beobachtungen vom Eröffnungstag. Dazu kommt eine gewisse "Geladenheit" - nicht im Sinne von Aggression, aber schon im Sinne einer ganz eigenen Anspannung - kein Wunder bei diesen vielen seltsamen Spielen an PC und Handy, die ich gar nicht wirklich kenne .....
Die beiden Business-Gamer in den schwarzen T-Shirts, die ich heute u.a. waren wirklich sehr offen, freundlich und kommunikativ. Der Typ in dem richtig schicken Anzug war einfach nur sehr sehr cool. 
So eine große Messe, mit 250.000 Besuchern im Vorjahr und von mir völlig unterschätzt, mitten in den Sommerferien ist eine feine Sache für unsereins!

Ich habe keine Ahnung - wo ich im letzten Jahr war - da ist das völlig an mir vorbeigegangen.
Umso aufmerksamer habe ich diese Messe und ihr Publikum diesmal betrachtet.

Schon wieder überall das Gleiche - nur anders ....

War ich mir gestern noch völlig einig mit einer Dame, die im Tabakwaren- und Lotto- Business tätig ist - wiederholte sich dieses gegenseitige Verständnis heute mit einer Gastronomin, die ich zu ihrem Lokal fuhr. Ja, sie hat auch so eine "Lederhaut", wie ich es nenne, an der mit den Jahren so einiges schlicht und einfach abprallt und herunterläuft .... wobei Gaststätten nochmal eine härtere Nummer sind, wie ich aus eigener Erfahrung aus beiden Perspektiven (= vor und hinter dem Tresen) weiß - und ganz sicher nicht mit ihr tauschen wollte, denn sie hat die immergleichen Leute mit den immergleichen Litaneien ständig an der Backe. Sie nannte es "mit der Zeit stumpft mensch ab", ich nenne es weiterhin "Lederhaut", denn die ist für mich sehr wertvoll.

Dienstag, 16. August 2011

Mein Respekt gegenüber Ärzten wächst .....

.... aus glücklicherweise gesunder Ferne.
Nicht unbedingt, weil sie etwa so gut heilen könnten- sondern, weil sie gut und sehr geduldig im Umgang mit schwierigen Menschen sein müssen.
Chirurgen sind hier nicht gemeint, bei denen habe ich ohnehin höchsten Respekt vor ihren grob- bis feinsinnigen Reparaturleistungen, ihrem Mut und ihren Nerven, was das Eintauchen in die geöffneten Körperuniversen inklusive Flüssigkeiten und Gerüche betrifft. Auch bei Zahnärzten ziehe ich den Hut ob des filigranen Handwerks und der plastischen Feinarbeit.

Heute holte ich eine Dame ab, die mir schon am Telefon mitteilte, sie sei nicht ganz gut zu Fuss, es könne etwas dauern, bis sie unten ist. Ja, sage ich, ich warte auf sie. Fahre zur Adresse und schaue nach links, nach der Hausnummer. Sie ist schon längst unten und winkt auf der anderen Seite mit einem Stock ...
Als ich näher komme, registriere ich, daß ihre Haut am ganzen Körper mit Pusteln und Ausbeulungen übersät ist - zwischen 3 bis 18 mm groß . Keine Stelle, wo dies nicht der Fall ist, das Gesicht, der Hals, jede Falte, die Arme, Hände ... jedes Hautteilchen, welches sichtbar ist, ist mit diesen Beulen übersät. Hautfarben sind sie, nicht etwa rot oder braun, der gleiche Farbton wie die ehemals gesunde Haut zwischen den Beulen.
Ich erschrecke ein wenig über diesen ungewohnten Anblick und als sie mir ihren Stock anreicht, kommt mir in Millisekundenschnelle dieser Gedanke, ob das wohl ansteckend sei? Ist es sicher nicht - aber appetitlich ist es auch nicht, im Gegenteil.
Einer meiner größten Schocks als Kind war übrigens so ein Film, in dem eingesperrte Leprakranke halb verwest eine Treppe hochkrabbelten ... "der Tiger von Eschnapur" hieß das. 

Wie gesagt - ich registriere das Geschehen.
Ich registriere ihre Erscheinung, ihre "Seele" und meine Reaktion, also Konditionierung. 
Automatische Gedanken spulen sich ab ohne mein Zutun wie "Ach, die arme Frau" oder "wie schrecklich" und weitere Automatismen - denen ich sowenig Beachtung wie möglich schenke, da ich weiß, daß das alles Unsinn ist.
Es ist - wie es ist.
Dennoch mache ich mir während der Fahrt weitere Gedanken.
Über die Haut - unser größtes Organ.
Ich schaue mir meine Arme am Lenkrad an, meine Hände - und bin plötzlich wieder sehr dankbar für meine glatte, weiche Haut.
Die Dame neben mir stellt mir ein paar Fragen, sucht ein Gespräch ... aber ich bin heute nicht wirklich gesprächig und so antworte ich lediglich sachlich mit den Informationen, die sie gerne hätte. Ob sie die Fahrt wohl steuerlich absetzen könne?  Ich sage ihr, daß ich ihr gerne eine Quittung ausstelle mit allen Details und sie dann versuchen könne, den Fahrpreis mithilfe ihres Arztes von der Kasse zurückzufordern. Ach nein, will sie doch nicht. Und die Steuern, das wäre ja erst nächstes Jahr - und da wäre sie ja eh schon tot.

Bei mir ist das so mit den Menschen: Entweder, mein Herz öffnet sich freiwillig - oder eben nicht. Ködern und köchern - läßt es sich nicht, auch nicht von den Totgeweihten. Ich lasse also diese indirekte Aufforderung zur Nachfrage im Raum verpuffen .... wäre ich interessiert gewesen, hätte ich ohnehin schon längst einfach und offen nachgefragt, was es mit ihrem Hautbild auf sich hat.
Ich denke daran, daß Haut auf Zärtlichkeit reagiert .... und sicher würde es diesem Menschen auch sehr gut tun, zärtlich auf dieser "schröcklichen" Haut berührt zu werden.
Eine kundige Frau, bei der ich mal ein wenig gelernt habe über und zu und mit Reflexologie sagte damals etwas Wahres: "Wenn jeder Mensch jeden Tag  nur einmal kurz berührt würde - würden wir in einer ganz anderen Welt leben."
Zu dem Arzt fährt sie wegen einer Schmerz-Behandlung

Mit meinem Nicht-auf-ihre-Krankheit-Anspringen habe ich ihr - in meinem Universum - erheblich mehr Respekt gezollt, als wenn ich sie etwa bemitleiden würde.
Mitleid ist immer auch ein Stück Überheblichkeit - finde ich.
Ein Mensch, der bemitleidet wird, ist seiner Würde enthoben und seiner Streitbarkeit beraubt. 
Wir verabschieden uns freundlich und sie sagt "Vielleicht fahren wir ja gleich auch wieder zusammen zurück."
I sog "Schau ma´ra mol" - sie kommt aus Bayern .... naja, aus Minka genauer ....
Zuvor sagte sie bereits, daß sie auch wieder zurück müsse, aber leider nicht genau sagen könne, wie lange es dauert ... ich nehme die Sympathiebezeugung trotz meiner Wortkargheit an.

Nach dieser Tour sorge ich gut für mich, denn inzwischen habe ich gelernt, daß meine Seele dazu neigt, den Leuten am liebsten ihr ganzes Zeugs abzunehmen. Besonders bei denen, bei denen es sich bereits heftigst körperlich manifestiert hat.
Wie ich neulich schon schrub, bin ich ein paar Mal nach intensiven Begegnungen krank geworden - und heute habe wirklich ich gut aufgepaßt auf mich.

Überall das Gleiche - nur anders ...

Heute fuhr ich ein Stück mit einer sehr netten Dame, die seit Äonen drei Geschäfte in der Kolonie betreibt, in denen die Menschen tagaus tagein ihre Zeitungen, Zigaretten und Fahrkarten für den ÖPNV kaufen sowie ihr Glück mit Losen und Lottospielen versuchen.
Es gab was zu lachen.
Die kürzlich von mir angeprangerten Dauer-Kotzbrocken sind ihr auch geläufig,
ebenso die gleichen Small-Talk-Mechanismen - halt ein wenig anders, an anderen Äußerlichkeiten in anderem Ambiente festgemacht  - aber im Grunde immer dasselbe.
Und: Nach ein paar Jahren kannst du schon von weitem riechen, was da gleich auf dich zukommt. Auf den Mund gefallen war sie sicher nicht, im Gegenteil.
Die könnte auch ein nettes Buch schreiben - zum Beispiel über alle LottospielerInnen, die noch bei der Scheinabgabe im Laden am Tresen behaupten, sie wollten ja eigentlich gar nicht soviel Geld gewinnen.

Samstag, 13. August 2011

Der Tauben-Bekämpfer

Ich quartiere hier seit 7 Jahren -
und seither lebe ich mit diesem
durchgeknallten Taubenfeind
der im Sommer schon um 5 Uhr
seinen Kampf beginnt
gegen die Venus.
Mit Stöcken, mit Händeklatschen,
mit Zischlauten ...
das macht der dann den ganzen Tag.
Oh - meine Götter -
was bin ich glücklich
wenn ich von all diesen
Irren erlöst bin.
AWEN

Manchmal ist dieser Job einfach nur zum Kotzen ....


In den vergangenen Schichten oft
ein einziges KOTZEN neben mir
KOTZEN über´s Leben und über alles -
und ich kurz vor der Über-Reizung -
weil dieser KOTZBROCKEN
dazu auch noch stinkt.
Ungewaschen stinkend -
und elitär wie die Nazis -
ebenso verblödet rassistisch.
über "Paselakken" sich auskotzend ...
selbst ungewaschen und stinkend.

Soll ich auch KOTZEN?!

Ich drehe das Radio lauter ...nix.
Ich fange einfach mal zu singen an ... 

nur Silben, lala, bla, dida -  di di je ahwe ...
irgendwas, was vielleicht irritieren könnte für den Moment - nix,
sie kotzen weiter.
Sie WOLLEN einfach  NUR noch KOTZEN.
Die HÖREN gar nichts mehr -
sind schopn tot - sind gar nicht mehr anwesend.
KOTZEN ihren letzten Rest an Lebensatem
weg im Frust, kotzen dich an, sobald sie glauben,
jemand könnte sich ihre Kotze anhören..
Nicht nach links
und nicht nach rechts schauend, hörend .....
"KOTZEN in D"
wäre ein dickes Buch für sich.

Manchmal
ist es einfach erstaunlich
für mich
wie ich dieses Herumgekotze
einigermaßen optimistisch
überlebe

Manchmal
könnte ich zur Sau werden - 
hab ich früher mal gedacht.
Jetzt werde ich einfach eine -
wenn solche Exemplare neben mir sitzen -
in dem Sinne, daß ich sie konsequent an mir abprallen lasse.
Tut gut.

So - jetzt habe ich mich mal
so richtig
ausgekotzt !!!

Irgendwie ist Sommerpause ....

.... bei mir.
Nein, ich bin nicht im Urlaub - und fahre auch vorerst vermutlich nicht in solchen. Aber die Anderen sind in Urlaub, und so habe ich entspannteres Fahren auf den Strassen und besonders erheblich entspannteres Parken, wenn ich die Limousine und/oder meinen alten Ritter abstelle.
Die meisten Mieter in meinem unsäglichen Haus scheinen ebenfalls in Urlaub zu sein, es ist ruhig - nur die beiden anderen "übriggebliebenen Altmieter" treffe ich in den letzten Tagen. Mir ist es sehr recht, zumal es nun zum offenen Angriff kam seitens der Hasubesitzerin - die mich nun gerne ganz offiziell raushaben will - auf absurde Weise.
Während sie es bei meinen Nachbarn seit drei Jahren mit Mieterhöhungen versuchte - gelte ich hier im Mietshaus neuerdings als gesetzlose Kinderschänderin.
Es hieß tatsächlich in dem seltsamen Brief dieser "Dame", ich wisse hoffentlich, daß ich mich "strafbar gemacht hätte" - und zwar angeblich in einer Situation, bei der eh  niemand außer mir und den "lieben Kleinen" anwesend war, und zu der ich auch nicht befragt wurde von diesem Fresen einer "Diplom-Psychologin, Couchin" und allerlei andererlei Betitelungen, die Menschenfreundlichkeit und -kenntnis suggerieren sollen - von der sie im echten Leben offensichtlich nicht viel versteht, soweit ich ihren Umgang mit den Menschen hier im Haus nach ihrer "feindlichen Übernahme" beobachten durfte.

De facto geschah: En kurzer Furz. De facto ließ ich nach 12 Stunden Taxidienst auf den Strassen der Kolonie einen kurzen Brüll aus meiner Wohnung hinaus auf den Hof, nachdem auch das vierte Kind hier noch ausgiebig in mein einziges offenes Fenster hineinschaute - es solle doch endlich auch verschwinden, hier gäbe es nichts für es zu sehen - und es solle doch in den Zoo gehen, wenn es etwas sehen will.
Tatsächlich - trampeln mir die lieben Kleinen schon seit etwa einem Jahr permanent heftig auf dem Kopf herum und sogar ein Stück Decke im Bad hatte sich daraufhin gesenkt - weil der ganze Bauschutt einfach draufgeworfen wurde bei der Kernsanierung - und weil die Kleinen "so zarte Füßchen" haben.
Nachdem ich diesen einen kurzen Brüll - durch´s Fenster - tat, brüllte die Mutter über mir zwei Stunden rum, um die Süßen dazu zu bewegen, einen Stock höher in ihr Zimmer zu gehen - nicht zum ersten Mal.
Wenn die lieben Kleinen hier sind - gibt es für mich kaum Seelenruhe, da ich rein akkustisch in deren Lebsnrhythmus eingebunden bin - werde morgens mit Getrampel gewecket - dann nervt der Kleinere jeden Morgen herum vor meinem Schlafzimmerfenster, also quasi an meinem Bett - und abends werde ich nach 12 Stunden Strasse mit weiterem Getrampel genervt .
Ein Irrenhaus also hier ..... seit vielen Monden ... immer noch ..... und zuvor Jahren permanenten Drecks und  Baustellen .... wie ich ja früher schon schrub. Aktuell arbeite ich also (insbesondere monetär) auf meinen Umzug hin.

Habe mir einstweilen ausgeboten, daß der Psycho-Drachen von weiteren schwerwiegenden und völlig haltlosen Bezichtigungen gegen meine Person Abstand nimmt - und mitgeteilt, daß ich mir tatsächlich sehr gerne eine neue Wohnung suche. Letzteres - entspricht sogar der Wahrheit meines Herzens. Allerdings - weiß ich nicht , wann es genau paßt und bis dahin - habe ich hier einen gültiugen Mietvertrag und lasse mich nicht grundlos von einer diplomierten Psychopathin bezichtigen, ich würde mich "strafbar machen" gegenüber den Kindern hier im Hause. Tok tok tok !!!! Hätte wirklich gereicht, einfach mal mit mir über einen möglichen Auszug zu reden - statt mir mit derartig absurdem Zeugs zu kommen.

Der "rückläufige Merkur (mein Planet schlechthin und ironischerweise der, der die Kinder über alles liebt!)" scheint bei mir dafür zu sorgen, daß ich nach diesem Zusammenprall und nach sehr viel "Wohnstress" nun noch einmal tief durchatmen darf in diesem Haus voller Poltergeister und in diesem Viertel des unruhigen Wassermannes - bevor ich gehe.Eine Schneise ist schon geschlagen - und alles wird bestens.

Montag, 8. August 2011

lange lange lange ...

dauert es diesmal, dieses aussortieren. dieses aussortieren nicht nur von gegenständen sondern auch von allem, was dran hängt. das ist viel mehr als der gegenstand an sich. so kann es sein, daß mich das loslassen von nur einem buch geradezu monate kostet - weil es eben solange dauert, bis ich mir klar darüber bin, daß ich auch diese vielleicht interessante und dennoch völlig subjektive und fremde sicht der welt nicht mehr benötige in meinem eigenen kosmos, ja, daß sie mich sogar bremst in dem, was wirklich zu mir gehört.
so wertvoll alles war - so sehr kann es doch hemmen, wenn ich es zu lange bei mir (be-)halte.
und so - habe ich schon sehr viel hergegeben inzwischen, doch lange noch nicht alles.
der prozess zieht sich - wie ein alter ausgelutschter, vertrockneter und zäher kaugummi -
und erheblich länger, als es mir lieb ist.
dennoch - ist es ein guter prozess.
und ein lehrreicher.

Samstag, 6. August 2011

Osho und seine Geschichten ....

... "Ich habe gehört: Die städtische Hure von Jerusalem soll gesteinigt werden. Als Jesus sagt "Wer von Euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein", schleppt ein altes Frauchen einen riesigen Stein an, läßt ihn auf den Kopf der Hure fallen und zermatscht sie. Jesus beugt sich herunter und sagt "Weißt du Mutter, manchmal bist du wirklich zum Kotzen." Ist hier leider etwas aus dem Zusammenhang gerissen, es geht um Heiligtuer und "Rechtschaffende" ...

Donnerstag, 4. August 2011

Schockstarre ...

Im lauen Sommerferienbetrieb schnappe ich mir eine Krankenfahrt - das machen nicht mehr alle, ist manchmal kompliziert -  viel Schreibkram, "Klärkram" mit der Kundschaft und sogar vage, was die Erstattung betrifft am Ende. Ich selbst fahre dennoch am liebsten die Limousinen, die alles fahren. Gemeldet werden die diversen Optionen seitens der Unternehmer bei der Zentrale, und so weiß dann auch die Vermittlung Bescheid.
Der Unternehmer kann zum Beispiel entscheiden, ob Tiere mitgenommen werden - oder eben nicht.
Ob ich Krankenfahrten mache ... ob ich Kreditkarten akzeptiere ... ob ich Schulfahrten annehme ...
Wie gesagt - ich gehöre von Haus aus zu der Spezies, die gerne alle Optionen im Tank hat - ganz im Gegensatz zu anderen Kollegen und -Innen. Es wechselt von Fahrzeug zu Fahrzeug bei mir - mit der einen Limousine decke ich alle Optonen ab, bei der anderen gar nichts.
Neulich also nehme ich gerne eine Krankenfahrt - auf Rechnung - an und eile dorthin. Die junge Frau kommt mir sehr flink im Rollstuhl entgegen und ich sage "Ah, das ist ja gut, daß sie so beweglich sind - denn das Auto steht ein Stück weiter". Wir befinden uns auf einer sehr belebten Einkaufsstrasse. Das Einsteigen klappt super, nachdem ich noch ein Stück  vorgefahren bin auf ebenen Untergrund ohne Bordstein. Sie macht das alleine, ist sehr geübt, ich übernehme nur den Rollstuhl..
Am Ziel angekommen - hole ich den Rollstuhl aus dem Kofferraum und wiederhole den ewig gleichen Fehler zum -zigsten Male: Ich schiebe ihn verkehrtherum an ihre Seite. So, daß sie sich nicht draufsetzen kann - so, als würde sie später schieben. Ich sage ihr, daß ich das immer wieder verkehrt herum tue. Sie berichtet mir, daß auch meine Kollegen das tun. Das - ist für mich neu und ich kann sehr schnell etwas daraus lernen.
Als diese Frau nun losrollen will gen Hauseingang - sehe ich, daß es zeimlich bergauf geht und sage "Warten Sie, ich helfe Ihnen noch kurz .... " schiebe sie ein wenig an - und - sie fällt vornüber aus dem Rollstuhl auf die Strasse - auf allen Vieren kniend

Ich hab echt nicht viel angeschoben .... bin perplex.
Entschuldige mich - für meine gute Absicht.
Sie kniet dort und ich versuche, sie zurück in den Rollstuhl zu heben, was mir mißlingt.
Sie ist zwar relaiv schlank, dennoch kriege ich die etwa 67 Kilo nicht einfach mal so gehoben.
Ein Mann kommt vorbei, der gerne hilft, wir heben sie gemeinsam zurück in diesen Rollstuhl..
Sie lacht und sagt sowas wie
"Na, da haben sie ja einen Schock bekommen."
Ich antworte "Ja - Sie aber auch."
Später registriere ich, daß ich in der Tat getroffen bin von soviel Bewegungslosigkeit.
Sie konnte nichts, gar nichts tun mit ihrem unteren Körper ....

Mittwoch, 3. August 2011

Absurd und kurz

Bin zuerst am Halteplatz, von gut sechs Wagen, die sich auf Anfahrt befinden. Logge mich ein, habe also die Spitze - drücke auf "P" wie Pinkelpause, was mir zwei Minuten Zeit gibt - und gehe zügig Richtung Krankenhaustoilette, wobei allein der Weg schon die zwei Minuten kostet. Ist mir aber wurscht gerade, denn meine Blase läuft nach nun etwa dreieinhalb Stunden fast über. Ich beeile mich und als ich zurückkomme, rufe ich dem Taximenschen hinter mir nur zu "Was muß, das muß."  Nix passiert, ich bin noch auf der Spitze.
Dieses Wesen hinter mir sehe ich schon einige Jahren immer mal wieder - und bis eben wußte ich nie, ob es eine Frau oder ein Mann ist. Jetzt - blöfft es mich an, und zwar mit einer Frauenstimme. Aha - denke ich - also eine Frau? Sicher bin ich mir aber immer noch nicht .... Jedenfalls ärgert sich dieses Wesen offensichtlich, daß es nicht einen Tacken früher am Platz war und erwidert komplett unlocker "Die Spitze muß aber besetzt sein. Dann darf man sich eben nicht einloggen." Ich erwidere laut und deutlich "Dann flieg ich halt raus, wenn was ist. Schließlich habe ich auf P gedrückt und müssen muß ich ab und zu."
Punkt. Abgehakt der Kotzbrocken -
oder doch eine Kotzbröckin?
Manche sind wirklich undurchsichtig ....

Kurz und absurd

Ich stehe an zweiter Stelle, die Kollegin vor mir war einen Tacken schneller am Halteplatz und hat somit die sogenannte Spitze.  Von weitem sehe einen fidelen jungen Mann, etwas testosteronüberlastig, auf seinem Fahrrad und auf der falschen Seite des Platzes genau in Richtung Taxistand zukommen, sein Blick richtet sich deutlich auf das Fahrzeug vor mir bzw. in den Innenraum. Er fährt langsam, guckt auch bei mir vorbei und ruft mir temperamentvoll zu "Die schläft da vorne !!!"
Tja .... ähm, und? Ich muß laut lachen. Das sind so völlig absurde Begebenheiten, in denen sich Menschen sinnlos in fremde Angelegenheiten einklinken. Vielleicht ein rach- und petzsüchtiger Kontrollfetischist?
Wie alle von uns - wacht die Kollegin natürlich rechtzeitig auf.
Wir sind ja wie Katzen, was den süßen Sekundenschlaf betrifft:
Im entscheidenden Moment wieder hellwach und sofort einsatzbereit.