Freitag, 31. Dezember 2010

Macht´s gut im neuen Zählwerk

Mir fällt nichts Kluges oder Sinn-volles ein zum Jahreswechsel. Meine Aufmerksamkeit ist dazu erheblich mehr der Percht und den Geistern gewidmet, denen der Jahreswechsel eh unter ihrem Flug vorbeirauscht. Ja, das Rad des Lebens dreht sich weiter. Die Jahreszeiten .... Ich atme noch, mein Blut fließt spürbar warm durch´s Kraftwerk, mein Herz schlägt kräftig und langsam.  Ich höre Musik, die ich mag und die meinen Herzschlag und die Zirkulation der Körperflüssigkeiten erfreut. Ehrlich gesagt - interessiert mich die Welt der Menschen mit dem ewiggleichen Geschrei nach Besserung und dem ewig gleich weitertobenden Krieg wenig in diesen dunklen und stillen Wintertagen, die es so komprimiert in sich haben. Ich gehe nur vor die Tür, wenn ich etwas einkaufen muß, also höchstens zweimal die Woche - ansonsten habe ich die Bronchitis in diesem Jahr als echtes Geschenk genommen - sie beschert mir einen langen Rückzug von der gefährlich vereisten Straße.
Ein offensichtliches Paradoxon - dieses Leben. Einerseits bin ich schon lange gestorben und einverstanden damit, andererseits möchte ich dann aber doch nicht bei einem Verkehrsunfall auf Eis in der Limousine verenden. Ein weiterer Ego-Scherz von so vielen, der da lautet "Nein nein nein, nicht so ....  und etwas später bitte - ich will nochwas er-leben!"

Mittwoch, 29. Dezember 2010

Einheit

»Das ist der größte Fehler bei der Behandlung von Krankheiten,
dass es Ärzte für den Körper und Ärzte für die Seele gibt,
wo beides doch nicht getrennt werden kann.« PLATON

Was ist Luxus?

Für jede(n) von uns vielleicht etwas Anderes?!
Ich will nur notieren, was für mich dazu gehört.
Ich definiere hier Luxus als Fülle, als etwas, daß mich erfüllt.

Zum Beispiel erfüllt es mich mit Freude, daß ich mich in einer Arbeitssituation befinde, bei der sich die Beteiligen noch mit "Handschlag" und Kommunikation verständigen - oder anders gesagt: Sich auf Vertrauensbasis begegnen.
Konkret - bin ich sehr glücklich darüber, meinen Unternehmer= Geschäfts- und Vertragspartner einfach anrufen zu können in diesem (seltenen) Krankheitsfall  - und nicht etwa ein Attest beibringen zu müssen/sollen von einem Dritten - also irgendeinem Arzt, der bescheinigen soll, daß  ich tatsächlich krank bin.
Das - weiß ich selbst am besten.
Wieso zum Teufel also soll ein Dritter das bestätigen?
Wieso zum Teufel - Verzeihung - zum Mammon - um den Teufel hier nicht unnötig hereinzuziehen - soll ich mir, angefangen von meiner Existenz als solcher bis zum Tode, alles Mögliche durch Dritte und "offiziell Bevollmächtigte" bestätigen lassen?
Wer - ermächtigt hier wen, wem was zu bescheinigen?
Und mit welcher bzw. wessen Be-Recht-igung?
Das ist doch völlig verrückt !!!
Umso verrückter wäre es übrigens gewesen, mich im akuten Bronchitis-Fall auch noch in ein überfülltes Wartezimmer schleppen zu müssen für eine derartige Bestätigung dessen, was mensch mir auch so glauben kann.
Stimmt, in meinem Gewerbe gibt es auch keinen Verdienstausfall im herkömmlichen Sinne - wenn ich nicht fahre, nehme ich nichts eiu. Aber der Unternehmer auch nicht, wenn er keinen Ersatz findet. Und das ist mir schon klar, für beide Seiten. Das meinte ich wohl mit "Handschlag-Geschäft" in diesem Fall.
Für mich ist es auch (nervlicher) Luxus, mit korrekten Leuten zusammenzuarbeiten - nachdem ich u.a. ein paar andere Erfahrungen gemacht habe.

Interzone ....

.... heißen die. Gestern nacht im Bett, als ich nicht einschlafen konnte wegen akuter Bronchitis, fiel mir dieser Schrei des Sängers ein, der da ruft "Aus Liebe ...." Heute kurz mal NDW und den Titel eingegeben im kollektiven bipolaren oder dualen Gedächtnis namens Internet - schon ist das Schatzkästchen mit den dazugehörigen Erinnerungen und den Liedern von "Interzone" aufgesprungen.

Diese Meldung heute - bzw. gestern - mit der Forderung nach "ethnischer Selektion" hat mich getroffen, sonst hätte ich sicher nichts verlinkt. Wie weit waren die Wege jeweils von Rufen nach "ethnischer Selektion" hin zu "ethnischen Säuberungen" in der Vergangenheit? Der aktuelle Vorstoss scheint schnell abgewendet - aber es wird vermutlich nicht der letzte dieser Art sein. Das sagt mir auch ein Buch von einem Sarrazin auf den Bestsellerlisten. Und vieles mehr, was dafür spricht, daß die herrschende Klasse gerade bemüht ist, möglichst viele Schlingen zuzuziehen. Andererseits - gibt es mehr Gegenwind denn je und somit Grund für Zuversicht. Das Imperium - fällt. So oder so.

Wovor hat das Mensch am meisten Angst, seit es ihn/sie gibt? Vor dem "Fremden". Wo genau ist das "Fremde"? Da - wo sich das Mensch nicht auskennt. Wo kennt sich das Mensch am wenigsten aus? In sich selbst. Wovor hat das Mensch also die größte Angst? 
In der Matehmatik nennt sich eine solche Fragestellung Kettensatz .... Das ist ein Verwandter vom Dreisatz, aber kann beliebig erweitert werden, hat mehr Spielraum und ist dazu noch leichter zu bewältigen. Das Fragezeichen ganz am Anfang führt am Ende zur Lösung der Aufgabe - sobald beide Seiten miteinander in Bezug gebracht wurden. Oder so ....

Sonntag, 26. Dezember 2010

S´kommt doch alles raus ....

Eben habe ich diese alte Familien-Dokumentenmappe gesichtet und aussortiert. Dabei kamen noch Dinge ans Licht, die meine leibliche Mutter mir immer verschweigen wollte. Als ich die Bundeswehr-Unterlagen meines Vaters sichtete, stand bei jeder Beförderung jeweils die Besoldung mit drauf. Was Geld betraf bzw. Verdienst, so wurde mir gegenüber immer ein Geheimnis daraus gemacht. Nun - weiß ich´s doch noch.
Interessant auch eine Urkunde, in der meinem Vater "im Namen des deutschen Volkes" für 25 Jahre treuen Dienst am selbigen gedankt wird, datiert auf meinen ersten Geburtstag im Jahre 1964 und bezeichnend für die (Nicht-) Aufarbeitung der Nazi-Vergangenheit: Zu diesem Zeitpunkt war mein Vater nämlich gerade wieder 10 Jahre Soldat - aber gerechnet haben die ab 1939, als er als 18-jähriger in den Krieg zog - sprich: Ohne Unterbrechung.
Außerdem traf ich nochmal auf den ehemals großen Clan und die Kennenlern- sowie andere Geschichte der Liebe meiner Eltern, alle nötigen Einzelheiten hatte ich meiner Mutter vor Jahren für eine Familienaufstellung geduldig aus der Nase gezogen - sie war ein sehr verschwiegener und wenig redseliger Mensch, wenn es um derartige Dinge ging. Umso erstaunter war ich eben nochmal über das recht plastische Bild und die Erkenntnis, daß sie sicher keine leichte Geschichte miteinander hatten - von den jeweiligen Familien nicht wirklich mitgetragen. Besser gesagt von den Frauen der Clans - es gab ja kaum noch männliche Familienmitglieder zu dem Zeitpunkt.
Eine sehr helle Lampe ging dann an, als ich las, wie die Mutter ihre beiden Töchter mit wenigen Worten charakterisieren  sollte. Bei meiner Schwester steht "Sehr bestimmend; heute strebsam, sparsam" und bei mir - Zitat wörtlich, als ich es ihr aus der Nase zog  "Recht umgänglich sag ich jetzt nicht, das wäre zuviel des Guten, trotzdem recht lieb und recht freundlich und nett - wenn das Eigenwillige nicht da ist."  und weiter "Ich habe immer sehr viel von ihrem Verstand gehalten - und manchmal war ich damit überfordert." Letztere Aussage ist ein sehr ungewöhnliches Eingeständnis seitens dieser Dame - und läßt mich so manche verbale (Total-) Verweigerung und zahlreiche Gesprächsabbrüche ihrerseits mir gegenüber nochmal in anderem Lichte sehen.
Kein Wunder eigentlich, daß meine Schwester mich so abgrundtief hasst(e) und mir das Verderben an den Hals wünschte bei den deutlich differierenden Beschreibungen - sowas spürt man ja als Tochter. Obwohl sie dafür oft den Zucker in den Allerwertesten gestreut bekam. Die offizielle Version lautete immer "Alle bekommen gleich."
Sehr interessant die Ähnlichkeiten der Sterne meines Vaters und meiner in unseren Geburtshoroskopen - fand seine Geburtszeit in seiner Geburtsurkunde - beide Zwillingssonne im gleichen Haus, gleicher Aszendent und einiges mehr.
Der Tod ist allgegenwärtig auf beiden Familienseiten, Kinder sterben früh, 4 von 9 Kindern meiner Oma mütterlicherseits kommen nicht durch. Brüder fallen im Krieg. Selbstmorde sind keine Seltenheit. Die Väter meiner Eltern sterben früh - beide durch eigene Hand. Mein Vater als jüngster Sohn von dreien hat zwei ältere Brüder mit Abitur und macht selbst nur mittlere Reife - mit einem Vater, der Lehrer und Autoritätsperson war. Vermutlich hat er sich für seine unbarmherzigen Schwestern und seine hilflose Mutter "geopfert" und um deren Anerkennung gebuhlt später. Ein älterer Bruder kam nicht aus dem Krieg zurück - der andere wurde ihm jahrzehntelang als der Erfolgreichere serviert. Alles nicht leicht. So ein bischen stöbern - versöhnt. Mit den Ahnen und mit der eigenen Situation.
Ein altes Adressbuch landete noch noch im Altpapier - etwa 90 Prozent der aufgeführten Personen sind bereits von dannen gegangen - und beim Blättern fühlte ich mich kurz an das Foto mit den Verstorbenen in "Shining" erinnert . Jetzt - ist wirklich nur noch eine einzige Mappe übrig. Mehr will ich auch nicht mehr mitnehmen in die Zukunft.

Zum zweitenmal krank ....

... in meiner sechsjährigen Zeit als Limousinenlenkerin. Seit ein paar Tagen schwächelte ich schon, aber nun hat´s mich weggehauen. Anders gesagt: Ich bin sonst auch mit Bronchitis und/oder Fieber gefahren, aber dazu noch Schnee und Eis und eine Periode, die sich nun dich wieder pünktlich auf den Vollmond eingependelt hat und so heftig ist, wie seit Jahrzehnten nicht - das ist zuviel. Ohne Schnee und Eis - wäre ich vermutlich dennoch gefahren, also darf ich mich nun bei den WettergötterInnen bedanken, daß sie mir freie Weihnachtstage beschert haben in diesem Winter.
Ich mag die Ruhe draußen an diesen Tagen sehr.
Mit Weihnachten selbst habe ich gar nichts mehr zu tun - außer, daß ich mich ab und an nochmal mit den seltsam-verrückten kollektiven  Ideen dazu befasse, die mir ja einst auch eingepflanzt waren.
Die Geschichte von Jesus, die die Kirchensekte weiterhin propagiert, während sie und wir alle uns diametral entgegengesetzt verhalten, hat für mich schon lange jegliche Glaubwürdigkeit verloren. Ich denke nicht einmal mehr, daß es Jesus in dieser Form gegeben hat. Übrigens gilt das auch für Buddha - vielleicht gab es diese Herren, doch die vielen Geschichten dazu haben sie ja nicht selbst geschrieben, sondern sie werden bis heute durch Eliten via Aufzeichnungen instrumentalisiert, die erst erheblich später entstanden. Im Falle Jesus handelt es sich gar um eine Wiederholung noch älterer immer gleicher Geschichten, die über verschiedene Kulturen hinweg immer neu aufgelegt wurden - schrieb ich ja bereits im vergangenen Jahr mit Bezug auf den Film "Zeitgeist", erster Teil. Ich glaube auch nicht (mehr) an andere Propheten, die von religiösen Despoten und Fanatikern benutzt werden, um ihre Mitmenschen weiterhin dumm und gefügig zu halten. Auch nicht an die Sekte des Mammon, die aktuell wohl den größten Zulauf und die meisten ergebenen Anhänger verzeichnet.
Der Polytheismus verschiedenster Kulturen und seine Archetypen liegen mir da erheblich näher, sind doch die vielen GötterInnen auch fehlbar und verkörpern sowohl Licht als auch Schatten - wie im richtigen Leben der Mensch auch.
Der Konsumzwang der Vorweihnachtszeit und gesellschaftliche bzw. familiäre Verpflichtungen tangieren mich also nicht. Früher war das auch bei mir anders, als noch Erwartungen an mich gestellt wurden seitens meiner leiblichen Mutter - die am 26.12. Geburtstag hatte und zu diesem meinen Pflichtbesuch wie selbstverständlich voraussetzte. Und natürlich eine Visite auf Heiligabend ... Gut, daß das alles endgültig vorbei ist.
Ich frage mich am Rande, wieso soviele Leute von einer "ruhigen, besinnlichen Zeit" reden, obwohl sie gerade jetzt von einem Termin zum anderen hetzen - oft, mit Leuten, die sie nicht wirklich mögen und nur, um es allen Anderen recht zu machen. Sylvester kommt da vermutlich für viele recht, als Ventil im Anschluß.
Heute gibt es mein erstes Festmahl, bestehend aus Reis, Möhren, Zwiebeln und Kidney-Bohnen, im Handumdrehen gleich für zwei Tage gezaubert.

Mittwoch, 22. Dezember 2010

tao te king - laotse - 63 ...

als Kostprobe entdeckt in einer Rezension 
zur Übersetzug von Richard Wilhelm

"Wer das Nichthandeln übt,
sich mit Beschäftigungslosigkeit beschäftigt,
Geschmack findet an dem, was nicht schmeckt:
der sieht das Große im Kleinen und das Viele im Wenigen.
Er vergilt Groll durch LEBEN.
Plane das Schwierige da, wo es noch leicht ist!
Tue das Große da, wo es noch klein ist!
Alles Schwere auf Erden beginnt stets als Leichtes.
Alles Große auf Erden beginnt stets als Kleines.
Darum: Tut der Berufene nie etwas Großes,
so kann er seine großen Taten vollenden.
Wer leicht verspricht,
hält sicher selten Wort.
Wer vieles leicht nimmt,
hat sicher viele Schwierigkeiten.
Darum: Bedenkt der Berufene die Schwierigkeiten,
so hat er nie Schwierigkeiten."
_________________________________________________

Und noch ein schöner kurzer Satz:
»Wen der Himmel retten will, den schützt er durch die Liebe.«

Dienstag, 21. Dezember 2010

Bumerang

"Es gibt keine gerade Linien im Universum. Jeder Gedanke und jede Handlung kehren irgendwann einmal an seinen/ihren Ausgangspunkt zurück - wie ein Bumerang."   
So gelesen in Charles Fielding´s Buch "Die praktische Kabbala".  
Und so erlebe ich das auch. Zwar   bin ich keine Freundin von sogenannten "Lebensgesetzen", wie ich neulich schon mal schrieb, doch wie der Herr Fielding es beschreibt, damit kann ich was anfangen. Er sagt, daß es sich eben um Hypothesen handelt, die sich ggf. ändern können. Es ist in der okkulten Wissenschaft somit nicht anders als in den "Naturwissenschaften".  O.g. Hypothese - bestätigt sich jedenfalls bei mir immer wieder. Im Osten heißt das "Karma".
Das war mir schon als Kind klar - daß von sich Gewiesenes oder gegen Andere Gerichtetes wie ein Bumerang zurückkommt. Trotzdem staune ich nun wieder einmal - weil die Erfahrung es 
mit den Jahren tatsächlich bestätigt.

Montag, 20. Dezember 2010

Noch spontaner ....

... als ich es bin - ist (m)eine Kollegin in Sachen Tanz und Musik. Vor knapp 5 Wochen verabredeten wir uns für eine gemeinsame Veranstaltung am Vorabend von Weihnachten und sagten "Ja, das machen wir."- und dann sprachen wir gar nicht mehr zusammen. Eben rief sie doch noch an und wir haben kurz ein paar Dinge besprochen, telefonisch - das Programm für den Abend werden wir eine knappe Stunde vorher besprechen. So arbeite ich im Grunde am allerliebsten. Dennoch mußte ich ihr heute sagen - daß ich inzwischen davon ausgegangen war, daß die Sache erst gar nicht stattfindet - weil ich eben dachte, daß wir uns gegebenenfalls etwas rechtzeitiger kurzschließen. Das hat sie widerum verwundert. Sie ist also noch spontaner und unberechenbarer als ich. Wie schön, so jemanden zu kennen.

Eis wegtanzen .....

"Upside Down" von Diana Ross

Ein besonderer Schneemann ...

.. auf der Kölner "Nord-Süd-Fahrt" zwischen Reichensperger - und Ebertplatz auf dem Mittelstreifen erfreute mich an diesem Wochenende gleich mehrmals beim Vorbeifahren. Er hatte nur einen Bauch und einen Kopf, keine Möhre als Nase oder Augen, dafür aber ein Schild im Arm mit dem netten, gut lesbaren Gruß "Fröhliche Weihnachten - ihr Arschnasen."

In der Kolonie gibt es kein Salz ...

... zum Streuen der vereisten Strassen. Auch die meisten Bürgersteige vereisen immer wieder - obwohl viele  Menschen diese tapfer freischaufeln. Heute nachmittag blieb ich stehen und unterhielt mich mit einer Dame, die zum wiederholten Male den Bürgersteig freischaufelte und -hackte, weil alles vereist war. Sie schaute mich an, ich las in ihren Augen und lachte - über die Situation und sie an, nicht aus. Sie fragte mich "Haben Sie noch Kraft?" und erzählte vom täglichen Schneeschaufeln. Ich erzählte ihr vom Rutschen mit der Limousine über festgefahrene Eisplatten. Als ich nach fast einer Stunde zurückkam, traf ich sie immer noch auf der Strasse und sagte "Gehen Sie mal lieber rein und erholen sich - dies ist der Radweg.".  "Ach so ...." sagt sie. Sie hatte sich vielleicht schon in Trance geschaufelt ...

Im Fernsehen laufen tausend Sondersendungen, Katastrophenberichte auf allen Kanälen. Viel Geschrei.
Ich stelle mir vor, man würde stattdessen aufbauende Nachrichten senden, zum Beipiel über gut funktionierende Projekte oder Übungen zur Gesundheitsvorsorge, vielleicht Yoga oder Selbstmassage oder .... oder etwas irgendwie Herzerwärmendes senden - und das Geld für die Katastrophen- und Wetter-Sondersendungen in Streusalz und in die Strassendienste investieren. Dies dann natürlich über die Grenzen der Kolonie hinaus, über NRW hinaus, bundesweit und weiter, überall dort, wo es aktuell not-wenig ist. Ich fände das sinnvoll. Weit sinnvoller, als LKW-Fahrverbote und überfüllte Krankenhäuser zum Beispiel. Auch sinnvoller als auch in diesem Winter wieder propagierte Rufe nach Zwangsarbeit für Hartz-IV-Empfänger.

Übrigens, für alle neurotisch-diktatorisch veranlagten Dogmatiker und Leutetreter: Ich bin sicher, daß ein Aufruf zur frei-willigen, also freien und willigen Mithilfe beim Freischaufeln durchaus Früchte tragen könnte. Und was die vielen Menschen betrifft, die es nicht (mehr) alleine schaffen, die Bürgersteige freizuhalten: Manchmal hilft auch Nachfragen, ob die Nachbarn mal mithelfen können. Ich habe meinem bereits gesagt, er möge mir bitte mitteilen, wenn er Hilfe braucht dabei.

In einem Blog-Kommentar las ich heute, daß eine Frau irgendwo eine halbe Stunde auf der Strasse im Schnee nach Hilfe gerufen haben soll, nachdem sie gestürzt war, ohne daß ihr geholfen wurde von anderen Passanten. Das - kann ich mir sehr schlecht vorstellen in der Kolonie. Denke, wir heben uns gerne gegenseitig auf hier. Heute fiel mir wieder ein junger Mann fast vor die Füße, haha .... ne, war nicht wirklich lustig, die Straße war sauglatt! Und ich hätte ihm sofort eine Hand gegeben .... wie auch anderen Mitbewohnern.

Letzte Woche hörte ich im Kiosk, daß die Stadt Köln zwar keinen Strassendienst ans Laufen bringt - aber die Bürgersteige kontrolliert, ob sie von den Bewohnern geräumt wurden.
Derlei zweierlei Maß - läßt mir ja den Kamm anschwellen!

Also - wo ist das Salz, Leute? Letztes Jahr hat es doch nach ein paar wenigen müden Anfängen wirklich gut geklappt?!
Und wo ist das Salz - nach den Erfahrungen vom vergangenen Winter?
Welche Pappnase hat da Planungs-
und Bevorratungsverantwortung?
Gebt mir den Job - ich kann es nicht schlechter machen!

PS:  Eben heißt es im WDR, es gebe eine gute Nachricht für die Kölner Autofahrer - die Stadt habe nun 3.600 Tonnen Salz für die kommenden Wochen nachbestellt. Daraufhin werde ich einige Hallelujah´s und Hosianna´s ertönen lassen - sowie hoffen, daß die Bestellung auch zügig eintrifft und ebenso großzügig auf die Strassen geworfen wird, wie Kamelle zu Karneval.

Und nu freu ick mir uff ...

morjen: Zwillinge-Vollmond, Wintersonnenwende und Beginn der Rauhnächte, Perchtenflug ums Haus. Äußerst zauberhaft! Habe sogar die Fenster geputzt heute für die Rauhnächte - war mal was anderes mit dem Hocker draußen im tiefen Schnee .... und erstmals mit Abzieher, das ging ratzfatz.
Wenn ich nicht Limousine fahre, geniesse ich diese tiefe Winterzeit und die Ruhe, die um mich herum herrscht. Weihnachten selbst - ist mir wurscht und ich feiere es ja auch schon lange nicht mehr. Dennoch - wohnt dieser Zeit eine Feierlichkeit inne, eben diese Aufforderung zur Besinnlichkeit und Einkehr. Der Schnee ist für mich ein verstärkendes Symbol dafür.  Außerdem hat sich mein eigenes Konsumverhalten geändert, was für mehr Ruhe sorgt. Ich war nur ein einziges Mal für einen gezielten Zugriff auf einem der vielen Weihnachtsmärkte der Kolonie und auch sonst ist Einkaufen sehr zweckmäßig bei mir inzwischen. Am liebsten gehe  ich noch auf den Markt, wo es frisch und lebendig ist.
Ich Grunde habe ich alles, was ich brauche. So habe ich z.B. ein paar nagelneue Boots mit dicker Profilsohle eingelaufen, die angenehm rutschfest sind auf den vereisten Wegen. Die habe ich schon ein paar Jahr hier gehabt. Manchmal und am liebsten kaufe ich so etwas, wenn es mir gerade zufällig über den Weg läuft - weil ich einfach keine Lust habe, Dinge zu suchen, wenn es dringend ist. Nur Lebensmittel u.a. Verbrauchsgüter müssen halt immer wieder besorgt werden.
Heute habe ich in ca. 5 Minuten auf ein DIN-A4-Blatt geschrieben, was ich in 2011 gerne machen möchte, so als Rahmen quasi. Ging so schnell, weil es das Gleiche bleibt und nur intensiver werden soll/darf ... werde es den Perchten und den anderen Geistern flüstern morgen.
Diese noch ruhige Zeit bis Neujahr will ich nun weiterhin geniessen, so gut es geht. 
Und das - wünsche ich euch auch: Viel Genuss - in aller Ruhe.

Rutschpartien ...

... mit der Limousine sorgen für große Müdigkeit am Abend. Es ist anstrengend, den ganzen Tag so höllisch aufzupassen - und dennoch zu schlittern, da die Limousine mit Heckantrieb und Automatikgetriebe auch bei sehr vorsichtiger Fahrweise beim Bremsen gerne wegrutscht. Als es gestern nachmittag erst schneite und dann selbst die sechsspurigen Hauptverkehrsadern nur noch eine einzige Eisdecke boten - hatte ich genug. Für ein paar Euros hatte ich keine Lust mehr, mich und andere diesem Risiko auszusetzen - und habe zwei Stunden früher abgestellt  Bin dann selbst mit meinem eigenen Fahrzeug, welches über Frontantrieb verfügt, hier und da gerutscht. Den Göttern sei Dank kam ich heil hier an und fand sofort einen Parkplatz mit brauchbarer "Einfahrschneise" - kurz vorher war jemand herausgefahren aus den Schneehaufen. Eben hörte ich, daß zwei von drei Nachtfahrern diese Nacht nicht gefahren sind - nämlich die, die die Limousinen fahren. Das will was heißen. Der dritte Wagen, ein Touran, hat Frontantrieb, das geht wohl etwas besser. Dennoch alles gefährlichst gerade.
Besonders gefährlich, weil die Mitmenschen, die mit ihren Autos noch unterwegs sind in der Kolonie, einfach nicht wirklich mitdenken und weiterhin dreispurig nebeneinander fahren, statt z.B. zweispurig versetzt mit viel Abstand. Jedesmal, wenn ich viel Abstand halte, kommt irgendein Weltmeister (ein Arschloch also) und schneidet mich. Und jedesmal, wenn mir wieder einer bis auf einen halben Meter hintendrauf fährt und mich zum Schnellerfahren nötigen will, werde ich kurz zum wütenden Tier und rede mit den Händen ... Hoffentlich ist das bald vorbei.
Ein offenbar recht einfältiger männlicher Fahrgast fragte mich vormittags, warum ich denn so langsam fahren würde .... ich war erstaunlich ruhig und antwortete ihm sogar, daß ich Hinterradantrieb und Automatik fahre und schon seit Stunden rutsche mit der Kiste. Na und, er fahre auch Hinterradantrieb ... jaja, sicher ist er ein viel besserer Fahrer, haha. Ich erkläre ihm mit der nötigen Bestimmtheit, daß ich es bin, die 12 Stunden pro Schicht durch diese Stadt und ihre Umgebung fährt - und daher entscheide ich auch über den jeweiligen Fahrstil. Grummelndes Schweigen rechts neben mir ...
Auf dem Autobahnzubringer meint er, es sei doch gar nicht glatt. Tatsächlich - sind die Autobahnen erheblich freier, in Köln wird gar nichts getan und fast überall fährst du auf Eisplatten. Ich erwidere, weiterhin ruhig, daß ich bei diesem Wetter ausnahmsweise mal vorschriftsmäßig fahre. 80 km/h. Als das Schild mit 100 km/h kommt,  trompetet dieser Unsympath, ich könne jetzt 100 fahren. Jetzt - fahre ich erst mal 90 - aus Frack. Wir sind ohnehin in Windeseile am Flughafen. Und erwidere scharf, doch unberührt, wenn er privat mit seinem eigenen Wagen gerne schneller fahren würde bei diesem Wetter, so sei ihm das ja unbenommen. Danach lache ich vor mich hin über diesen Weltmeister für den Rest der Fahrt. Natürlich gibt es kein Trinkgeld von diesem Schnulli, "zur Strafe". Einer von der Sorte, die gerne den Ton angeben - würden. Jedesmal an diesem Tag, wenn´s mich wieder weghaut mit der Limousine, denke ich an diesen Vogel und lache wieder über "Es ist doch gar nicht glatt." Heute hörte ich dann eine weitere lustige Bemerkung - es sei sicher auch ein subjektives Empfinden. Hä? Wenn et rötsch, dann rötsch et ....
Alle anderen freuen sich, daß ich langsam und umsichtig fahre. Und ich weiß auch, daß meine wichtigste Übung bei Eis und Schnee ist, mich durch nichts und niemanden ernsthaft aus der Ruhe bringen zu lassen. Fluchen aber über zuviel Blödheit - erleichtert manchmal.

Freitag, 17. Dezember 2010

Tips für Prekäre ....

.... neue Postreihe seit eben hier bei mir - ich zähle monetär gesehen auch zu dieser "Kategorie". Heute: Gönnt Euch von allem nur das Allerbeste - weniger können wir uns nicht leisten.
Übrigens - Julian Assange gehört auch dazu. Der hat nichts an Dingen angesammelt - und macht dennoch hübsche Wellen.

Donnerstag, 16. Dezember 2010

Die Welt heilen wollen ...

Ich zitiere mal etwas von Sylvie Winter aus einem ihrer Bücher namens "Meditation für starke Frauen", eines von solchen Büchern mit Anmerkungen/Anregungen für jeden Tag. Unter dem 17.12. steht dort (u.a.) etwas was sich kaum jemand so klar zu sagen traut:

"Ich halte es für maßlose Arroganz, zu glauben, daß gerade wir die Welt heilen sollen .... Sind wir es doch, die sie in den jetzigen Zustand versetzt haben. Es wäre besser, unsere Finger aus dem "Heilungsprozess" der Erde herauszuhalten und den Kräften der Natur zu vertrauen!" Da hat sie sicher nicht unrecht.

Heute war ich zu Fuß im Schnee und im Herzen der Kolonie unterwegs, bin endlich auf den Weihnachtsmarkt auf dem "Alter Markt" zugesteuert, um dort wieder erlesenes orientalisches Räucherwerk und pures Sandelöl zu erstehen. Anschließend rutschte ich an der Peripherie eines weiteren Weihnachtsmarktes über die Domplatte gen Bahnhof - und beobachtete auf meinem Weg durch die Stadt diverse Obdachlose, die mitten im Schnee und in der klirrenden Kälte auf dem Boden saßen, durchnäßt und steifgefroren, ohne Handschuhe den Pappbecher für ein paar hineingeworfene Münzen haltend. Wie so oft war ich geneigt, die alleinige Schuld dafür zu übernehmen, aufgrund meiner Trägheit und Bequemlichkeit, daß es immer noch und auch in diesem Jahr keine Wärmestube gibt für diese Leute - die immer mehr werden.
Gestern sah ich im Fernsehen eine Dokumentation über Menschen hier in der Kolonie, die sich von Weggeworfenem aus Mülleimern ernähren - wollte erst abschalten, dann schaute ich aber genauer hin. Sehen tue ich sie ja in der Limousine seit Jahren - aber da erzählten sie mal von sich. Andere Berichte handeln davon, daß kein Geld für Kindermahlzeiten da sein soll etc. pp.
Gier - erzeugt Mangel las ich dieser Tage bei der Frau Krattinger und dachte noch, genau so ist es. Wieso aber fällt es bloß und nur zu Weihnachten so vielen auf?
Allerdings stimmt es auch so herum: Mangeldenken - erzeugt Armut. Und in diesem Land seit Jahren eine Gier, noch weniger für alles bezahlen zu sollen und nichts mehr so recht wertzuschätzen. 
Auf meinem Weg heute war es mir ein Vergnügen, festzustellen, was ich alles doch nicht kaufen wollte, obwohl ich´s auf meinem Zettel hatte - weil ich es gar nicht wirklich brauchte. Wichtiger war mir, mit meiner Energie gut hauszuhalten, statt Dingen hinterherzujagen.
Und - heute besonders - heil wieder in der Basisstation anzukommen bei der Eispartie draußen. Ein junger Mann fiel mir fast vor die Füße und auf seinen Hintern. Wir stellten fest, daß Schuhe ohne Profilsohlen nicht viel taugen im Moment.

Hurra - Neues von Simon´s Cat zu Weihnachten

Simon´s Cat in "Santa Claws"
Hatte es mir heute gewünscht, auf eine neue Episode zu treffen - und solche Wünsche erfüllt mir das Leben oft und gerne sofort. Bei den großen Wünschen- scheitere ich meist selbst an meiner eigenen Wankelmütigkeit ...

Dienstag, 14. Dezember 2010

Wie wahr ....

Einst, als Rabbi Pinas das Studierhaus betrat, sah er, wie seine Schüler, die eifrig ins Gespräch vertieft waren, bei seinem Kommen erschrocken innehielten.
Er fragte sie "Worüber habt ihr gesprochen?"
"Rabbi", sagten sie, "wir sprachen gerade darüber, wie sehr wir davor Angst haben, daß der böse Trieb uns verfolgen wird."
"Macht euch keine Sorgen", entgegnete er, "Ihr seid noch nicht hoch genug entwickelt, daß er euch verfolgen würde.Derzeit seid ihr noch diejenigen, die ihn verfolgen."   (Chassidisch)

Montag, 13. Dezember 2010

Namen und Strassennamen

Namen konnte ich mir noch nie richtig gut merken.
Heute wieder ge-merkt nach einem wunderbaren Seminar mit weiteren Menschen, die ich bis heute morgen noch nie sah. In der Vorstellungsrunde nannte jede von uns Frauen - Männer waren nicht vertreten - ihren Namen. Danach erwähnte fast jede ihre Profession oder Broterwerb, etwas zu ihrem Interesse an diesem Seminar und zu möglichen Vorerfahrungen.
Die Namen - hatte ich in Windeseile vergessen, Anderes habe ich mir gemerkt, als "Anhaltspunkt".
Will sagen, ich bin so konditioniert, daß ich mir offenbar eher eine Profession oder aber auch gerne eine interessante An- oder Be-merkung merken kann (doppelt ge-merkt), als einen Namen.
Zum Mittagessen gingen wir alle zusammen in ein italienisches Restaurant - und da ich meist außen sitze, sagte ich dem Ober als er mit den Essen kam gerne, wer genau zuvor welches Gericht bestellt hatte. Auch die besprochenen bzw. demonstrierten Abfolgen des heutigen Massage-Seminars konnte ich mir recht gut merken und sie so ex memo in die Praxis bringen. Nur mit den Namen ... das klappt nicht auf Anhieb. Aber heute habe ich auch dies geübt - und dann ging es plötzlich besser. Es ist auch eine Frage des Interesses. Wie eigentlich alles in diesem Leben.
Ach ja - Strassennamen sind ganz andere Namen - das sind für mich, seit ich elfenbeinfarbene Karrossen kutschiere, mehr "Werkzeuge" als Namen  .... und mein Werkzeug - kann ich mir gut merken.

Seltsame Reliquien

Seit jetzt 32 Jahren ist mein leiblicher Vater tot - und immer noch gibt es eine Mappe mit Papieren und wenigen Aufzeichungen von ihm, die u.a. noch aus seiner Zeit als Soldat bei den Nazis stammt. Mit 18 Jahren hat er sich damals pünktlich 1939 in einem irrsinnigem Krieg wiedergefunden, von dem er sich seelisch nie wieder erholt hat. Seit seine Frau, meine leibliche Mutter, tot ist, befindet sich diese Mappe bei mir und erweist sich immer mehr als Ballast. Vorgestern nacht im Bett dachte ich, ich werde sie meiner leiblichen Schwester zukommen lassen ... und dann fiel mir ein: Ich werde das ganze Zeugs einfach entsorgen. Dem Universum zurückgeben. Verbrennen - am Rhein (den mein Vater auch liebte) - oder zerreissen und als Schnipsel in den Fluß geben. Warum soll Mensch das alte Zeug ernstlich aufheben? Zumal ich extra keine Kinder gemacht habe, die die vielen tragischen Familienschicksale weitertragen müßten - dieser DNS-Strang ist an seinem Ende angelangt. Schon - stellte sich Erleichterung ein.
Ob ich den Ahnenpass der Mischpoke mütterlicherseits behalte - muß ich noch entscheiden. Der geht zurück bis etwa 1750, ist kleinformatig und leicht .... aber was tue ich eigentlich mit all diesen Dingen - außer Traditionen bewahren, die nicht (mehr) meine sind?

Sonntag, 12. Dezember 2010

Einverstanden mit Visionslosigkeit

Mein Interesse, mich weiterhin mit den großen "gesellschaftspolitischen" Themen zu befassen und mich über diese im Netz und in den ÖR-Pinocchio-Medien zu informieren - beschränkt sich bereits wieder, geht deutlich bemerkbar zurück nach der Welle mit Wikileaks. Diese allseits hysterischen Nachrichten stressen einfach nur. Bis auf ein Radio-Highlight gestern - dort hieß es endlich ganz offiziell, daß der Herr Assange wegen einem geplatzten Kondom in Schweden angeklagt ist. Ansonsten - freue ich mich über "das große Erwachen" und - wundere ich mich nicht die Bohne über die endlich verlautbarten Internas der vielen etablierten MaskenträgerInnen, die für Geld mit den Leben ihrer Artgenossen jonglieren. Ich sage aber auch nicht (mehr?), das ich ein besserer Mensch sei und mich anständiger verhalten würde in entsprechender Position. In die ich wiederum gar nicht kommen konnte - weil ich bisher zu anständig war (logisches Paradoxon).
Für einige Tage war es sogar in der Limousine ganz spannend, zu hören, wie die Leute so über die aktuellen Geschehnisse denken und inwieweit sie heute besser informiert sind als noch vor ein, zwei Jahren .... allerdings ist auch hörbar, daß viele jetzt einfach Sorge haben um die eigenen Felle, die wegschwimmen.
Da ich keine Visionärin bin, habe ich keine Vorstellung, wie eine "bessere Welt " rein praktisch, pragmatisch, tatsächlich aussehen soll. Es gibt da soviele An- und Aussichten - mit denen ich mich keineswegs identifiziere. Und soviel öffentlich verlautbarten Schwachsinn - wie zum Beispiel eine "anvisierte Erdklimaerwärmungsbegrenzung auf höchstens zwei Grad" ..... die ticken doch alle nicht sauber, wollen sie Gott spielen? Als wenn ein Mensch eine klimatische Änderung auf/unter/über der Erde im Zusammenspiel mit unendlichen Faktoren in unserem Sonnensystem und in den vielen Universen beeinflussen könnte ... Schade, daß auch viele sonst ganz gewitzte Menschen auf diese monetär-fixierte Klimamär hereinfallen und sie bereitwillig nähren mit reichlich Sorge - und Geld.
Ahja - monetär: Ob der Euro früher oder später kracht oder gar nicht - ist mir persönlich auch ziemlich egal, da ich über keine gehorteten Besitztümer verfüge, um die ich mich sorgen müßte - außer über zuviele Instrumente und, immer noch, Bücher - um die ich mich nicht mehr wirklich sorge.
Ja - so isses -  ich bin viel zu ungeduldig für "große (Welt- und andere-Menschen-Verbesserungs-) Visionen". Bis heute habe ich nicht einmal mich selbst ver-bessern können. Was ich in einem Moment erlebe, ist mir mehr wert, als jede "große Vision", die sowieso ganz anders eintrifft, als ich sie mir vorab in meiner Beschränktheit erdenke.
Gerade dieser Tage las ich erstmals etwas Erfreuliches zum Thema Visionslosigkeit in einem der Bücher von Franziska Krattinger (in denen es um die Macht von Worten geht) : "Wer seine Zukunft nicht mehr beschreiben kann, hat seine Vergangenheit besiegt."

Dienstag, 7. Dezember 2010

"Wikileaks" ist doch nicht Assange allein - es sind soviele Menschen ...

... mutige Menschen. Punkt. Nein - wir brauchen keinen FÜHRER mehr. Schon lange nicht mehr - haben die das nicht begriffen?
Assange ist ein Repräsentant - ein sehr mutiger. Nicht umsonst hat der Mann in jungen Jahren sehr graue Haare - er hat viele Bürden auf sich genommen. Danke, Herr Assange !!! Und danke an alle, die Wikileaks machen.

Nur mal so zur schnellen Erhellung ...

... eben lese ich, daß Julian Assange festgenommen ist. Dazu werden wir noch mehr hören. Vielleicht ist der Zeitpunkt sogar klug von ihm gewählt - denn jetzt sind die Augen der Welt auf ihn gerichtet und das - möge ihn schützen - mehr am Rande auch gegen Vergewaltigungsvorwürfe aus Schweden. Laut ASR gilt in Schweden Verkehr ohne Kondom als Vergewaltigung (wobei ich hier explizit nicht den kompletten Artikel und die Kommentare gutheiße, lediglich die Information über die schwedische Definiton von "Vergewaltigung") .... will sagen - der Vorwurf der Vergewaltigung wird nicht zum ersten Mal erhoben, um (nicht nur) politisch unbequeme Männer fertigzumachen.  Ich glaube davon jedenfalls kein Wort

Was ich aber hier posten möchte ist ein schönes Bild, wie die etablierten Medien voneinander abschreiben.
Der gleiche Tippfehler enthüllte den gleichen Wortlaut - sowohl bei Stern-online als auch bei Welt-online ....

Wortlaut Stern online:
Auf der Plattform Wikileaks sind tahlreiche geheime oder vertrauliche US-Dokumente veröffentlicht worden - in den vergangenen Tagen waren es Schriftstücke von US-Diplomaten aus aller Welt.
Wortlaut Welt online:
Auf der Plattform WikiLeaks sind tahlreiche geheime oder vertrauliche US-Dokumente veröffentlicht worden - in den vergangenen Tagen waren es Schriftstücke von US-Diplomaten aus aller Welt.

Qualitäts-Journalismus? Oder Kopierfunktion?

Trägheit in Bewegung ....

In jüngster Zeit bin ich wieder mehr der Versuchung erlegen, mich mit den offiziellen Aktualitäten der Welt zu befassen, natürlich auch bzw. vor allem durch die erstaunlich-explodierte Popularität von Wikileaks. Die gibt es ja nicht erst seit gestern - aber jetzt kennt sie jeder. Wunderbar - dieser Medienhype bei den Offiziellen! Sie kommen nicht mehr dran vorbei, wenn sie ihre Pfründe irgendwie sichern wollen. Habe in der Limousine ein wenig Radio gehört und stelle schon seit vielen Monden fest, daß der Großteil der Hörer, die in diversen Sendungen zu diversen poltischen Themen anrufen, sehr gut informiert ist - oft via Internet, sich also selbst-und-ständig eigene Informationen einholen- und dazu kritisch-analytischen und gesunden Menschenverstand besitzt. Von wegen nur "Doofe" ....
Interessant finde ich, daß die Damen und Herren Journalisten nun wieder händeringend darauf hinweisen, daß nur ihre Informationen wichtig, richtig, sinnvoll selektiert, gut recherchiert und glaubhaft seien - und keine Sau glaubt es ihnen mehr, da die Foren, also die Menschen im Netz viel schneller recherchieren und sich Meinungen bilden.
Noch interessanter die offensichtliche Zensur-Attacke auf´s Netz, die nun in verschiedenen Ansätzen daherkommt: Voran für 2011 "Jugendschutz" (sehr witzig, nachdem es nun seit vielen Jahren schon freie Hardcore-Porno-Seiten gibt - hat es nun etwa jemand gemerkt?).
Außerdem sollen die Nutzer je nach Geschwindigkeitshierarchie zahlen, wer schnellere Übertragung wünscht, soll mehr löhnen. Entsprechende Akquise finde ich täglich im Briefkasten.
Die Seiten der gutzahlenden Giganten sollen vorrangig erscheinen etc. pp. ... Es sollen also Netzhierarchien aufgebaut werden - nix mehr mit gleichem Recht für alle im Netz. 
Als ich vor zwei Tagen auf der Spiegel-online Seite etwas zu Wikileaks lesen wollte - wurde ich überraschend schnell attackiert, mein Virenprogramm meldete mir einen schweren Angriff. So ein Zufall? Es gibt tatsächlich einen Cyber-War - wenn er auch schwer zu fassen ist.
Dazu viele Bürgerbewegungen in Europa. Ja, es bewegt sich einiges - und das ist wohl gut so. Wie sonst sollten die knorrigen Hierarchien aufgebrochen werden? Also Politik und Kirche - und allen voran die gierige "Privatwirtschaft", für die die beiden Vorgenannten arbeiten. Der Euro kracht zusammen. Virtuelle Geldblasen - müssen platzen, ist doch nur eine Frage der Zeit. Was dann kommt? Weiß ich doch nicht ... und auch sonst niemand jetzt, obwohl viele anderes behaupten! Übrigens oft gegen gutes Geld - Hiier sind nicht nur HellseherInnen gemeint, sondern besonders auch anerkannte, studierte "Prognostiker", die sich nicht hellseherischen sondern wissenschaftlichen Nimbus geben und sogenannte "Wirtschaftsweise", die auch nichts wissen und sehr oft gegen sehr ansehnliches Salär voll danebenliegen mit ihren Voraussagen.
Den Griechen und den Iren wird ein totalitäres System seitens einer nicht von Bürgern gewählten "EU-Regierung" aufoktruiert, Bargeld wird abgeschafft, um Menschen noch gläserner zu machen. Schulden werden von denen bezahlt, die nie welche gemacht haben in ihrem Leben - während diverse PolitikerInnen über (mehrstellige) Millionenbeträge verfügen. Wo haben sie die wohl her?
Wer das Wort "Umverteilung"  benutzt - wird als Kommunist verlacht. Dabei ist das - nach wie vor- das dringlichste Projekt auf dem Planeten: Eine menschenfreundlichere Verteilung von Lebens-Mitteln (Nahrung, Kleidung, Obdach, Wärme - hier: thermisch und menschlich  ...).
Der Hype um 2012 scheint mir leiser geworden zu sein - doch Bewegungen in der Wahrnehmung der Menschen dafür größer.Ich selbst - beobachte das alles nur noch von der Peripherie aus, denn allzuviel mag ich nicht mehr lesen - im Netz und auch sonst. Auch auf den Seiten der Wahrheitssucher bzw. in den dortigen Kommentaren wird viel Panik und Krieg geschürt, gespalten, statt erst einmal aufrichtig bei sich selbst zu schauen. Auch Zensur herrscht dort, seit ich zensiert wurde, bin ich beleidigt und habe nur noch wenig dort gelesen. Lieber freue ich mich über die vielen Menschen, die jetzt dafür sorgen, daß Wikileaks nicht einfach abgeschaltet werden kann. Das Amazon, PayPal und diverse Geldinstitute Wikileaks ihren Service entziehen, mag schäbig anmuten - doch mal ehrlich, wem gehören diese Firmen wohl? Liegt also nah. Ich bin zuversichtlich, daß sich genug Geldgeber finden werden - vielleicht sogar noch viel mehr als vorher. Viele Menschen wollen nicht mehr länger verarscht werden und möchten eine freundlichere und etwas gerechtere Welt. Eine, die nicht mehr nur ausgeschlachtet wird von wenigen. Nein, die Menschen sind nicht alle von Haus aus dumm. Nur träge.
Und das kenne ich sehr gut von mir selbst.

Montag, 6. Dezember 2010

Nikolaus und Personenbeförderungsschein

Eine junge Mutter erzählt in der Limousine ihrem bezaubernden etwa zweieinhalbjährigem und sehr aufgewecktem Sohn eine hahnebüchene Geschichte vom Nikolaus. Das sei ein gaaaaanz toller Mann gewesen, der beste Mann auf der ganzen Welt ... dem Kleinen wird unbehaglich bei der Geschichte und sie wiederholt "Du brauchst gaaaaaaar keine Angst haben vor dem Mann". Er "Doch." Sie gehen in die Kirche - zu einer Nikolausfeier. Ich erinnere mich, daß ich als Kind auch ein bischen Angst hatte vor dem, man verkaufte ihn mir schließlich als richtende und strafende Instanz. Kinder - müssen sich ziemlich viel Mist und viele Lügengeschichten anhören, finde ich. Dennoch -einen schönen Nikolaustag wünsche ich heute allen.

Bei mir kam der Nikolaus schon heute morgen: Ich erwachte mit einem Albtraum, der mich aus dem Bett springen ließ. Ich hatte plötzlich die fatale Befürchtung, ich hätte im vergangenen Frühjahr lediglich meinen Taxischein beim Taxiruf verlängern lassen, nicht aber den Personenbeförderungsschein bei der Stadt Köln. Somit würde ich seit einem dreiviertel Jahr ohne gültige Erlaubnis fahren und nun auch noch auf Schnee und Eis. Denke noch "Scheiße - sowas ist mir früher nie passiert!"  Gucke sofort nach - und tatsächlich steht dort als Datum April 2010. Autsch! Ich kann´s kaum fassen, daß ich das vergessen haben soll. Fahre den Rechner hoch, um nach den Öffnungszeiten des Amtes zu schauen. Gucke nochmal in die Papiere ...... und siehe da - große große Erleichterung: Gültig bis 2015. Was für ein schönes Nikolausgeschenk. Anschließend fällt mir ein, daß ich ja zuallererst beim Amt war und daß man ohne den verlängerten PBefSchein auch keine andere Verlängerung bekommt. Alles ist gut .... So erstaunlich können sich Traum und Realität vermischen .... Aktuelle "Existenzsicherungsprojekte" lassen via Albtraum grüßen und erinnern mich freundlicherweise daran, mich zu entspannen.

Wiederholter Ekel ....

Heute morgen - fuhr ich zum zweiten Mal diesen Mann, der nach purer Pisse stinkt und bei dem ich neulich schon gut aufpassen mußte, daß ich nicht kotze vor Ekel, nachdem er ausgestiegen war.
Da - hatte er noch nicht diesen rostigen, schmuddeligen Gehwagen dabei. Dafür hat er den Beifahrersitz verlassen und eine Lache des Ekels hinter sich gezogen. Ich vermag nicht zu sagen, ob es pure Pisse war oder "nur" sein Schweiß. Jedenfalls habe ich sehr schnell saubergemacht - um nicht kotzen zu müssen.
Heute morgen  - kriege ich den verpissten Typen wieder - hoffe noch, ich könne mich irren - leider nein. Eigentlich habe ich auch eher dieses sprichwörtliche "Elefantengedächtnis" - und hätte es direkt wissen können.
Heute - bekomme ich also zu dem scharfen Pissegeruch noch einen Gehwagen mit jeder Menge Rost und Dreck dazu. Er versucht noch, mir zu erklären, wie herum ich dieses dreckige Teil laden soll - ich aber bin bereits sehr ungehalten ob der Geruchsfolter, die da auf mich zukommt. Ich denke also "Ach du Scheiße, diese Pisse wieder auf dem Sitz!" und habe das Fenster sehr weit auf bei knapp unter Null.
Dennoch ist es beissend und widerlich - und es macht mich aggressiv, diese Pisse aushalten zu sollen aufgrund von "Beförderungspflicht". Ich denke mir- wer saufen fahren kann in seine Stammkneipe - der kann sich auch waschen. Jetzt wird der Typ auch noch nervig. Er will  mir erzählen, wie ich seinen verdreckten und rostigen Rollwagen am besten einlade in meinen Kofferraum - während ich schon davon träume, ihn wieder los zu sein und den bepissten Sitz geputzt zu haben. Ja - ich bin sehr ungehalten.

Der merkt das -durchaus. Aber hat keine Idee, daß es seine Ausdünstung ist. Ich habe keine Lust, ihm zu erklären, daß er abartig ab stinkt und antworte auf sein Generve ("Ich wollte ja nur behilflich sein. Das kann man ja auch anders sagen. Haben Sie nicht gut geschlafen heute nacht?!") - er soll mich einfach an einem friedlichen Sonntag morgen meine Arbeit tun lassen - nämlich ihn ans Ziel zu fahren. Punktum. Er versucht danach nochmal, zu nerven, erzählt von den Kollegen und was die gesagt haben letzte Woche - gähn gähn gähn - das höre ich 1002 Male ... in jeder Schicht. Und sage  maximal noch - was die andern tun - interessiert mich nicht. Standardspruch - wiederholt sich am Nachmittag wieder, mit alter Dame.Der Kofferraum ist anschließend voller Rostflecke von der nassen, dreckigen Gehhilfe und er tönt wissend "Sehen sie, daß wollte ich vermeiden."

Liebe Romas ....

Neulich stand ich auf Platz 2 in der Reihe und die türkische Kollegin an der Spitze bekam einen Auftrag für eine Asylanten-Wohneinrichtung in der Nähe. Sie kam daraufhin zu mir und fragte mich, ob ich "Zigeuner" fahre. Ich gucke sie an - fragend - und frage sie auch, wieso sie es nicht tun will. Könnte ja sein, daß sie rassistisch ist? Ich bin jedenfalls neugierig .... Sie habe vor zwei Jahren Ärger mit denen gehabt. Ich sage "Ok, dann fahre ich jetzt mal dahin." Es ist schon fast Rush-Hour - und als ich etwa noch 30 Meter von den bereits sichtbaren Kunden entfernt bin - haben die sich ein anderes Taxi herangewunken und steigen dort ein. Ich darf zusehen ... hupe sogar noch ... und Ärger steigt bei mir hoch! Diese Romani - sind noch ungeduldiger als ich - und noch hektischer. Während ich für manche schon sehr hektisch wirke, einfach, weil ich in gewissen Dingen sehr schnell bin - sind die noch viel hektischer und ungeduldiger. Das war nicht das erste Mal, das mir das mit dieser Adresse passierte. Die warten am Strassenrand - und hauen aber dennoch jedes vorbeifahrende Taxi an - obwohl sie eines bestellt hatten. Ich rufe in diesem Fall die Schichtleitung an, erkläre die Situation - und der sehr freundliche und erfahrene Kollege setzt mich wenigstens auf die Spitze, very nice - hätte er nicht tun müssen. Beim nächsten Mal - fahre ich wahrscheinlich auch nicht mehr dort hin. Und das hat nicht die Bohne mit Rassismus zu tun. Aber viel mit berechtigtem Ärger.

PS: Eine Wiederholung - und eine gute Heizung bei diesen Temperaturen ... dafür danke.

Reines Nerventraining

Heute fuhr ich eine Dame im sich verdichtenden Schneeregen und bereits bei Dunkelheit zu einer Feier. Sie sprach mich auf meinen Job an und insbesondere darauf, daß Taxifahren im Winter wohl ein rechter Horror sei. Ein Bekannter von ihr fährt auch - und erzählt ihr so einiges aus seiner Sicht. Ich erwidere etwas wie "Das kommt immer darauf an, wie man es betrachtet. Es ist ein sehr gutes Nerventraining ..." und meine das in gewisser Weise sogar so. Schneematsch, Glatt- und Blitzeis ist nochmal eine Art Spezial-Nerven-Training. Und besonders natürlich, wenn andere Menschen mit in der Limousine sitzen. Beispielsweise auch, wenn Mütter einsteigen mit ihren Babies, die sie im Arm halten, beim Kinderkrankenhaus .. und ich darf die gar nicht so mitnehmen, weil in diesem Land ein "Maxi-Cosi" vorgeschrieben ist, eine Hartschale, die angeschnallt werden muß. Darüber darf Mensch erst gar nicht nachdenken ....

Dieses Jahr zeigt sich das Leben bezüglich des Spezial-Nerventrainings schon früh von seiner großzügigen Seite.  Dazu noch ein paar nervenstählende Kotzbrocken und diverse Existenzsicherungsprojekte - ein reichhaltiges Training. Allerdings - gilt mein Mitgefühl nun wieder besonders den Menschen, die die Nachtschichten fahren. Und auch den vielen Rettungsdienstleistenden, Versorgenden, Ärzten. Etc. pp. .... Dagegen habe ich quasi entspannte Bedingungen.
Richtig herzerwärmend heute: Mein Geschäftspartner, der Limousineninhaber und -betreiber (einen Chef habe ich ja nicht), ruft an und erkundigt sich, rein menschlich interessiert, wie es denn so aussah gestern und in der Nacht - wegen den angekündigten Katastrophen.
Und auch sonst gab´s wirklich nette Begegnungen- neben den ohnehin chronisch-notorischen Kotzbrocken.
Ich erinnere mich noch gut an einen Sonntag-Nachmittag - oder war es einer der Weihnachtsfeiertage? - im letzten Winter, an dem ich in der City quasi alleine unterwegs war, mit "Monopolstellung" ... kein anderes Taxi irgendwo eingeloggt an irgendeinem Halteplatz und weit und breit auch keines mehr zu sehen. Frischer Schnee auf allen Strassen der Kolonie. Kein Mensch draußen, der nicht mußte - nur weißes Pulver überall.  
Auch heute dachte ich mir - eh alles Kismet in diesem Leben. Wenn nicht heute, dann vielleicht morgen - oder erst in vielen Jahrzehnten. Obwohl es schon feststeht - bleibt es doch spannend.

Sonntag, 5. Dezember 2010

Da warte ich schon ewig drauf ...

Gestern nachmittag um 5 ist es dann soweit: Hole zwei Iraner an einem Hotel ab und sie wollen - nach Holland. "Holland Casino !!!" Ne, kenne ich nicht, weiß nicht, wo das ist. "20 Kilometers behind Aachen!!!" Ok ... dann fahren wir jetzt mal Richtung Aachen - Adresse haben die keine für mich - und da sehe ich dann mal weiter. Navi geht eh nicht - bräuchte eine andere CD für diesen. Manchmal erinnere ich mich daran, daß ich einige Jahrzehnte auch ohne Navi immer gut mein Ziel gefunden habe - werde einfach in Aachen einen Kollegen fragen. Schlimmstenfalls- können die ja dort das Taxi wechseln. Aber die Fahrt - mache ich. Kurz vor Aachen frage ich an einer Tankstelle nach - keiner weiß was. Die Iraner - wissen auch nichts, sagen mir aber, wo es langgeht. Erinnern sich sehr dunkel im Dunklen an die Richtung. Ich bin schon froh, daß die Autobahn frei und trocken ist, kein Schneesturm weit und breit - Hallelujah. Meinen Kollegen von der Nachtschicht habe ich informiert, daß ich etwas später abstelle, der ist sehr nett.
Ich frage meine Fahrgäste wiederholt "Are you sure?" - und bekomme keine klare Ansagen. Werde also nochmal an der nächsten Tankstelle fragen. Die Karte, die mir einer der beiden Iraner reicht, zeigt einen Ort namens "Geldig" - den der Navi gar nicht findet.
Übrigens - sind die beiden Iraner  eigentlich Perser. Und sie sagen daher "Du hast viele persische Kollegen?!" Ich antworte "Oh ja - viele Iraker" ... und lande voll im Fettnapf, weil ich den Irak mal wieder kurzerhand  mit  dem Iran verwechselt habe. Sie klären mich auf - ohne beleidigt zu sein - und machen noch ein paar politische Scherze. So do I. 
An der zweiten Tankstelle an der ehemaligen Grenze zu den Niederlanden brennt zwar Licht, doch die Tür öffnet sich nicht und niemand ist da. Ich klopfe. Denke "Auha - wen frag ich jetzt wohl?" und gehe gerade wieder weg, als eine Frau drinnen erscheint. Sie ist Holländerin - und sie weiß Bescheid. Uff! Sie kennt sogar zwei verschiedene Casinos in der Umgebung und beschreibt mir die Wege .... Als ich ihr die Karte zeige und nach "Geldig" frage, lacht sie. Und ich auch - weil ich gerade kapiere, daß das "gültig" bedeutet.
Mit den Iranern einige ich mich anschließend vage auf eine von zwei Möglichkeiten.  Ab jetzt wird die Limousine quasi magnetisch vom Ziel angesogen - ein modernes, schick ausgeleuchtetes Gebäude auf großem Gelände - die beiden Herren, die bis kurz vor Aachen zuvor recht entspannt geschlafen hatten, werden auch lebhafter und gesprächiger, in very broken English - aber allein die Jubelgeräusche von uns dreien und der von einem angestimmte orientalische Gesang verkünden, daß alle zufrieden sind mit dem Ergebnis. Ob ich sie nachher wieder abholen will? Ne - danke für´s Angebot, aber ich muß jetzt zurückfliegen und die Limousine abstellen. Ob ich meinen Freund schicken will? Ne, auch nicht, danke. Es ist ein schwerer Schneesturm angekündigt (der zum Glück nicht kommt in der Kolonie), da will der Kollege sicher nicht nach Holland fahren in der Nacht. Aber very nice. Ne, mit reingehen und Kaffee trinken geht auch nicht mehr, danke für die Einladung. Ja, wir sehen uns.
Mit 150 kann ich zurückfliegen, alles frei und trocken. Gerade mal eine halbe Stunde zu spät - geht doch noch. Und endlich mal eine wirklich gute Fahrt! Fast wie Urlaub - in der hübschen holländischen Stadt sah alles komplett anders aus als bei uns in Deutschland. Und der Limousine tut es auch gut - mal wieder freigefahren zu werden auf dieser Autobahn ohne Geschwindigkeitsbegrenzung. Neulich war ich das erste Mal zu spät dran mit dem Abstellen - da stand ich allerdings zwei Stunden im Stau auf einer vierspurigen Autobahn auf dem Ring der Kolonie - für zwei Kilometer ...

Nette Botenfahrten ...

Gestern vormittag habe ich mal wieder auf mein Glück vertraut und mich entschieden, einfach an der äußeren nordöstlichen Peripherie der Kolonie zu verbleiben, nachdem ich eine Kundin ein wenig außerhalb abgesetzt hatte. Hatte keine Lust, den weiten Weg Richtung Herz leer zurückzufahren. Außerdem erfahre ich mir so immer mal wieder ein paar noch unbekannte Wege und Strassen. Recht schnell bekam ich Arbeit - ein alter Mann stand bei der Zieladresse oben im Fenster und wollte, daß ich raufkomme - er könne nicht runterkommen. Oben gab er mir einen Zettel in die Hand, ich sollte in einer Bäckerei 6 Croissants für ihn abholen und eine recht anspruchsvolle Zeitung in einem anderen Laden. Die Bäckereiadresse lesend, frage ich ihn kurz zweifelnd, wieso er bitte die Croissants aus Bergisch-Gladbach geholt haben möchte - und nicht etwa aus seinem Viertel? Er behauptet, die wüßten dort Bescheid, hat extra einen Namen für mich notiert von einer Dame dort im Geschäft. Ich denke mir "Gut." Habe mir im Laufe der Jahre abgewöhnt, für Andere denken zu wollen. Er ist zwar alt, unbeweglich und sieht nicht mehr gut - aber er läßt sich eine FAZ von mir bringen - blöd wird er also nicht sein. Ich mache mich auf den Weg ....
Die Bäckerei liegt mitten in der Fußgängerzone, der Navi meldet "Sie haben ihr Zielgebiet erreicht" - sehr witzig - ich finde sie recht zügig per pedes, nach zwei Drehungen ums Zentrum mit der Limousine, die ich nun am Ende eines Halteplatzes für einheimische Kollegen abstelle. Die Frau in der Bäckerei - ist ebenso verwundert über die Bestellung wie ich. Nein, sie kennt ihn nicht, den alten Mann. Und ich dachte - er ist vielleicht ein ehemaliger Stammkunde. Seltsam. Und doch nicht meine Angelegenheit. Die mit der Zeitung - kennen ihn. Ich fahre zurück - mit 6 Croissants aus der nächsten kleineren Stadt- und einer Zeitung aus dem "Veedel", in dem es den gleichen Bäcker auf der Ecke auch gab. Macht 24,50 Euro - Fahrtkosten. Der alte Mann erwartet mich bereits hinter seinem Fenster im 2. Stock und freut sich über die Lieferung. Er gibt mir 30 Euro. Hatte mir ein schönes Trinkgeld versprochen zuvor. Bis zum nächsten Mal dann, sagt er.
So - lasse ich mir den Job gefallen. Früher hätte ich versucht, ihm zu erklären, daß er das doch alles viel günstiger haben kann - heute weiß ich, daß das Leben einfach nicht logisch ist - und gar nicht sein will. Ich lasse mich also gerne auf diese Weise "sponsern". Unten denke ich - er steht sicher am Fenster und winkt zum Abschied. Als ich hochschaue - steht er am Fenster und winkt zum Abschied. Ich winke zurück.

Heute morgen - erklärt mir eine junge Frau an der Taxirufsäule über´s Telefon, daß sie auf dem Weg in eine andere Stadt die Tasche mit den Trikots für ein Auswärtsspiel ihres Sohnes und seiner kompletten Mannschaft zuhause vergessen hat - ihre Mutter würde gleich zur genannten Adresse kommen und mir die Tasche geben - die ich dann ans andere Ende der Stadt zur Autobahnauffahrt bringen soll. Ich stehe im Regen - und sie erklärt alles sehr genau und ausführlich, damit es auch wirklich klappt - während ich nasser werde. Aber wieder eine nette Fahrt am Morgen, danke.

Freitag, 3. Dezember 2010

Seit gestern bete ich wieder ....

... nach langer langer Zeit. Für den Herrn Assange, der weltweit gejagt wird, weil er viel Wahrheit offenbart. Uns allen, die wir viel lernen könnten davon. Die wir aber in der Mehrheit immer noch geneigt sind, zu glauben, was uns von den wahren Kassierenden aufoktruiert wird. Früher via Adel - heute via Medienadel .. gähn. Habe mich ja einige Jahre über das ausgelassen. 
Er ist nicht der erste Mensch auf diesem Planeten, der für diverse "Offen-Bar-ungen" gejagt wird. Ich bete für sein Wohlergehen. Ehrlich. So richtig ernsthaft. Und das - ist eher selten bei mir.

Dümmste Werbung: "Mehr von Allem!"

Dieser selten doofe Slogan "Mehr von Allem" schlug mir neulich in irgendeinem Reklame-Blättchen im Hausflur entgegen. Blitzschnell listete mein Hirn visuell auf, was wir dann - auch - alles bekommen: Mehr Armut, mehr Katastrophen, noch mehr Gier, mehr Blödheit, nochmehr Arbeit für noch mehr Sklavenlohn, noch mehr Lügen über die Finanzlage im Lande und in der EU-Zone und über "bevorstehende Vollbeschäftigung", noch mehr dummen kulturübergreifenden Argwohn gegen die eigenen Brüder und Schwestern, nochmehr geheimdienst-inszenierten "Internationalen Terrorismus", nochmehr Überwachung  etc. pp. ....
Da geht doch diese alte Regel: Plus und Plus - stößt sich auch ab. 
"Weniger ist mehr" - klingt mir oft plausibler.

Samstag, 27. November 2010

Ein neuer Kollege ....

.... zieht heute an einem Halteplatz mit Sonder-Anstell-Einreih-Lade-Regelung an mir vorbei - und tut das, was ein vernünftiger Mensch, der mit den sonderlichen Sonderregelungen noch nicht vertraut ist: Er stellt sich hinten in die ersichtliche Reihe. Ich steige aus und gehe vom Sonderregelplatz zu ihm, um ihn zu fragen, ob er neu ist und die Sonderregeln noch nicht kennt. Ja, er ist neu. Kennt das System am Platz noch nicht. Ich erzähl es ihm und gehe zurück. Wir hätten die Plätze tauschen können, lassen es aber so ... er hätte mich quasi "abstoßen" können und so einen Reservehalteplatz mit Lademöglichkeit einnehmen können, bis der/die nächste kommt - er läßt mich später wieder vor in die Reihe, als ich von einem sehr alten Kombi abgelöst werde. Dieser "Kombi-Kollege" ist ein Vollblut-Choleriker (den auch ich heute erstmals sehe) und besteht wenig später gegenüber dem neuen Kollegen darauf, hinter mich zu fahren und somit - wieder vor diesen. Ich sehe die wilde Gestikulation des deutschen Kombi-Asis gegenüber dem jungen und ruhigen arabisch-stämmigen Kollegen im Rückspiegel und wundere mich, was da los ist und wieso der Choleriker Wellen schlägt? Früher wäre ich in einem solchen Fall sofort ausgestiegen und dazugestoßen - und ich wäre ebenfalls sehr cholerisch bzw.aggressiv geworden! Heute - habe ich keine Lust mehr, mich in jedem Fall reinzuhängen. Dennoch gehe ich wenig später nochmal zu dem "Neuen" und frage ihn, was los ist. Außerdem will ich auch wissen, ob er das "Anstell-System" erfasst hat .....
Es ist ein Mißverständnis. Der cholerische, deutsche Kombi-Asi hat ihm gegenüber darauf bestanden, mein "rechtmäßiger" Hintermann zu sein. Der junge Kollege hat nachgegeben, weil er klüger ist als der Choleriker. Und - weil er aus einer anderen Kultur kommt und ganz Anderes kennt. Eine sehr höfliche Kultur und eine, in der es noch üblich ist, daß ältere Menschen den Jüngeren ein Vorbild sind. So sagt er - dieser Mann könnte an Jahren sein Vater sein, doch er benimmt sich sehr schlecht - obwohl dieser ihm besagtes Vorbild sein könne. Ich verstehe das gut, was er meint. Und es hat etwas sehr Erdiges, etwas, was wir hier oft vergessen. Etwas, wofür ältere Menschen, die das auch leben können, sich sicher Respekt verdient haben. Hmmh ....
Gleichzeitig weiß ich, daß ich auch schon total cholerisch gegen einen muselmanischen Macho-Kollegen aufgebraust bin - worauf ich dann zu hören bekam, daß dieser in dem Ton erst gar nicht mit mir redet.
Heute - verstehe ich besser, was der "Macho" damals meinte. Ich lerne auch manchmal dazu ....Kann sogar sein, daß ich mit Mit-Menschen selten etwas Besseres gelernt habe als diese "ruhige Höflichkeit", die ich bis heute maximal als Erstklässlerin beherrsche.
Der.neue Kollege fragt mich noch im Gespräch, wie denn unser Ruf als Taxi-Menschen so sei? Nun, antworte ich, eher schlecht. Ja, sagt er. Deswegen bemüht er sich, freundlich und höflich zu sein. Ich denke bei mir, das er das von Haus aus ist - er strahlt eine entsprechende Kultur und Energie aus.
Ich - bin das alles nur, wenn ich selbst guter Dinge bin- also nicht einfach "aus Prinzip" und auch nicht aufgrund von "Kultur". Aber wenn - bin ich es auch gerne. Heute war wieder so ein Tag - an dem ich vieles war. Wortkarg, redselig, uninteressiert, zuvorkommend .... Wirklich unfreundlich - war ich nicht. Manchmal bin ich - unverbindlich. Das ist was Anderes.

Die Thai-Masseurin hat Rücken ...

Heute habe ich eine sympathische Thailänderin bei einem der zahlreichen Thai-Massage-Studios der Kolonie abgeholt und an ihr Wunschziel gebracht. Als ich zur Tür gehe und Bescheid sage, daß das bestellte Taxi da ist, lese ich auf die Schnelle die angeschlagenen Preise - und wundere mich mal wieder, wie günstig das ist. Als ich sie darauf anspreche, erzählt sie mir von noch niedrigeren "Happy-Hour-Tarifen" und ich denke, daß ist alles verrückt mit diesem Preis-Dumping allerorten. Zwei Stunden für 40 Euro .....
Für die, die es noch nicht wissen - Thai-Massage wird auch die "Königin der Massagen" genannt, ist einfach phantastisch, räumt auf mit allen Spinnweben in sämtlichen Zellen und Muskelsträngen und - hat nichts mit Sex, dafür viel mit Elastizität und guter Gesundheit zu tun.
Die zierliche Person friert. Ich auch heute ab und zu. Habe mir die Limousine hübsch eingeheizt und seit zwei Tagen endlich die Winterjacke an. Gestern fiel Schnee in der Kolonie und ich begreife derzeit noch gar nicht, daß schon wieder Winter sein soll. Für sie und viele andere Menschen aus diesen Breitengraden mit ewigem Sommer muß das fürchterlich sein. Sie glaubt, ich sei das gewöhnt - und ich widerspreche heftig. Kälte, Schnee und Eis  - mag ich auch nicht.
Ich frage sie neugierig, ob das nicht sehr viel Kraft kostet, den ganzen Tag die Leute zu massieren. Oh ja, sagt sie, man müsse viel essen zwischendurch - mit leerem Magen gehe das gar nicht gut. Ich frage mich, wo die wohl viel isst und wo sie das hintut .... aber ich glaube es ihr sogar.
Sie hat selbst Rückenschmerzen, sagt sie. Ich finde das nicht in Ordnung - sie sollte wirklich eine gute Thai-Massage von den Kollegen bekommen!
Aber mal im Ernst - so eine Massage ist Schwerstarbeit. Wenn die meist zierlichen Thai-Leute sich gegenseitig massieren, mag es ja noch im Lot sein. Aber wenn diese zierliche Person meinen Körper eine bzw. zwei Stunden bearbeitet, kostet das richtig viel Kraft.
Sie würde auch lieber eine andere Arbeit tun, am Computer zum Beispiel, doch hier in Deutschland sei das nicht leicht für sie, besonders auch wegen der Sprachschwierigkeiten.Sie spricht lange nicht perfekt, aber wenn ich soviel Thai könnte wie sie deutsch, wäre ich schon sehr zufrieden mit mir!
Wir sind uns jedenfalls einig, daß es besser ist, mit leichter Arbeit viel Geld zu verdienen, als mit schwerer wenig. Und ich denke, dieser Konsens ist durchaus allgemein-kulturübergreifend.

Donnerstag, 25. November 2010

Ich erlaube mir eine zynische Anmerkung zu den vielen therapierenden ....

.... Therapie-Klienten, die so seit ein paar Jahrzehnten erheblich an Quantität zunehmen und heute nicht nur in der großen Stadt allerorten anzutreffen sind.  Anlass für mich sind erstaunliche Netz-Präsentationen von Mitmenschen, die mir mehr oder weniger bekannt sind, die ich in diversen Zusammenkünften traf - ehrlich in ihrer eigenen Hilflosig- und Unfähigkeit - dem Leben gegenüber. Nun sehe ich diese Menschen im www, wie sie sich selbst präsentieren und ihre Jobs als "Helfer", als "Freunde" der Menschheit. Aussagen wie "Ich arbeite seit 25 Jahren mit Menschen" etc. pp. und mehr werden getroffen. "Paarcoaching" wird angeboten von völlig verkrachten Individuen.
Heute kam mir die simple Frage und eine ebenso simple Antwort dazu, was die denn eigentlich wollen?
Die Antwort ist: Sie wollen die Anderen so biegen - wie sie sie in ihrer eigenen Welt gerne hätten, um sich mit diesen dann wohlfühlen zu können.
Sehr gefährlich wird diese - uns Menschen vermutlich von Grund auf eigene Tendenz - dann, wenn sie Anderen auch noch - systembedingt und kollektiv - aufgezwungen werden soll/kann.
Das ist zum Glück bei denen, die ich meine, nicht wirklich der Fall. Die - haben nicht soviel Macht - und heilen sich ohnehin immer nur selbst.

Der wiederkehrende novemberliche Übergang ....

... vom Licht in die umhüllende Dunkelheit - ist geschafft. Anfangs fühle ich mich meist sehr schutzlos und  ungeborgen, wenn die frühe Dunkelheit kommt. Später dann - ist sie wie ein schützender, warmer und behütender Mantel. Jetzt - ist sie so.

Purer Luxus ist es ...

... der mich heute darüber nachdenken läßt, was ich mir wohl am besten als Mahlzeit zubereite. Purer Überfluss ist es, mich nicht für etwas Bestimmtes entscheiden zu können, da ich seit geraumer Zeit einer Art Appetitlosigkeit unterliege. Pure Dankbarkeit - erfüllt mich.

Mittwoch, 24. November 2010

Die Congas stehen - endlich wieder - auf Pool-Position ....

... nach vielen Jahren. Heute habe ich meine Schreibtischecke ein wenig "verschoben" und nun stehen die Congas - nach langer Zeit - wieder derart zentral im Raum, daß ich jederzeit drankomme, um auf dreien davon zu spielen. Besser: Zu Üben. Und nicht nur das - sie stehen unmittelbar an der Seite des Notebooks, so daß ein Wechsel offensichtlich ist.
Im Grunde muß ich wieder ganz von vorne anfangen. Vielleicht nicht ganz, was das Geschick der Hände betrifft - aber dennoch von vorne, mental, und besonders, was den Respekt vor den traditionellen Rhythmen und dem damit verbundenen Übungs- und Memorierungsbedarf betrifft.
Ganz von vorne - immer wieder.
Dazu passend traf ich kürzlich wiederholt und wieder neu auf diesen Spruch vom Herrn Konfuzius: "Wenn du die Absicht hast, dich zu erneuern - tu es jeden Tag."
Jeden Moment?
Und wenn ich nie wieder in einem Leben trommeln werde - so ist es eben so. Keine Leidenschaft - läßt sich festhalten.

Hallo, Chef ....

.... ooops - beim Rückwärts-reinfallen in die Limousine kommt der Spruch schon mal - dann sehen sie schattenhaft durch die Augenwinkel eine Frau am Steuer, gucken nochmal genauer - und meistens sind sie dann sehr artig und entschuldigen sich erst einmal für die Vorwegnahme. Neulich fuhr ich einen jungen Mann dieser Sorte - der mich auf einer Strecke für knapp 5 Euro daraufhin etwa 20 Mal mit "die Dame"  betitelte ..... ausgewählt höfliche Konversation betreibend. Nicht dem "deutschen Kulturkreis" entstammend.  Amüsiert stellte ich mir seine Mutter und seine vielen Tanten vor ..... die ihm wirklich gute Manieren beibrachten.

Dienstag, 23. November 2010

Konsumresistenz und Goldränder

Heute war ich unterwegs für einige Besorgungen, u.a. neue Inlets für zwei (!) Filofaxe, die ich mein eigen nenne. Ich habe zwar sehr wenig Termine und hasse es auch, solche für imaginierte Zukünfte und somit  unspontan zu machen, bevor die Realzeit gekommen ist, doch ich liebe diese hübschen und praktischen Kalender. Ich werde zügig fündig und registriere die Preise im Regal am Rande, bin einverstanden. An der Kasse registriere ich, daß es doch deutlich mehr ist, als ich zuvor registriert hatte. Ich registriere auch dies. Denke mir inzwischen immer öfter, daß ich lieber jetzt ein paar Euros mehr bezahle, als später noch weitere Lebensenergie und viel Zeit zu verschwenden, um eventuell wenige Euros zu sparen. Gut. Bin sehr zufrieden, daß dieser Posten für ein weiteres Jahr erledigt ist. Zuhause dann - stelle ich fest, daß die kleineren Inlets einen Goldrand haben. Aha! Daher der horrende Preis, der höher lag als der für die größeren Exemplare .... sieht aber sehr schick aus! Ehrlich gesagt - hätte ich sowas nicht bewußt gekauft. Der Zufall sorgte hier also für gehobenes Niveau - und ab jetzt nehme ich nur noch die mit der Goldkante ...

Danach fahre ich zum großen schwedischen Möbelhaus - und stelle fest, daß ich leichterdings sämtlichen Verlockungen entgehe, unnützen und überflüssigen Tand zu erstehen. Auch Halbheiten widerstehe ich inzwischen mühelos. Die Lösung für mein Vorhaben, die ich suchte, tauchte dort nicht auf - stattdessen fiel mir vor Ort ein, daß die Lösung bereits vorhanden ist und ich kein neues Material benötige, im Gegenteil.
Ich registriere somit während meines selten gewordenen Besuches in diesem Hause hocherfreut eine Art "Konsumresistenz". Und eine Schusseligkeit am heutigen Tag - denn das bewußt erstandene Badetuch ist viel zu groß, habe schon wieder nicht aufgepasst .... zum Glück hat es keinen Goldrand, der wäre teuer geworden.

"Ist das nicht schlimm?!" ...

Manchmal (oft?) fallen die Menschen in die Limousine und beginnen sofort, Dinge zu berichten und zu erzählen, die sie soeben erlebt haben. Sie fragen nicht, ob ich es wissen oder hören will, sie wollen sich einfach ihres eigenen Ballastes entledigen und nicht selten diese Art von Bestätigung bekommen, daß das Leben schlimm sei.
Bei mir gibt es solcherlei Bestätigung nicht. Ja, viele Schicksale scheinen auf den ersten Blick schlimm und schrecklich. Und doch - bekommt jedes von uns das, was es zu lernen hat. Selbst, wenn  die Verteilung ungerecht anmutet. Dann gilt es eben zu lernen, daß es nicht ungerecht ist, sondern so, wie es ist. Oder es gibt andere Lektionen. Zu lernen - gibt´s immer was. Und jeder Vergleich - hinkt und führt in die Irre. Jedes von uns - bekommt ein einzigartiges Schicksal. Vermutlich mehrfach bzw. endlos ....
Neulich stieg eine alte Dame bei mir ein, an einem Krankenhaus. Zunächst freute ich mich über ihr Erscheinen, doch nicht lange. Sie hatte ihren Mann besucht, der schon krank genug ist und so Grund genug zur Besorgnis hätte sein können. Das schien aber noch nicht zu reichen - so erzählte sie auch noch unaufgefordert und spürbar aufgeregt die Geschichte von dessen Bettnachbar, der sei ja so arm dran, beide Beine gebrochen, und der hätte niemanden, der sich kümmert. Und jetzt sei auch noch die Polizei da und wolle von ihm wissen, wie was passiert sei ... etc. pp. ....
Ich merke, daß ich innerlich sauer werde, weil die nette Dame überhaupt nicht registriert, daß sie mir gerade mit ihrem ganzen Zeugs meine Limousine vernebelt - ich habe einen langen Tag hinter mir und will gleich Feierabend machen. Die Fahrt mit ihr bringt mir zwar noch ein paar Euronen, bringt mich dafür aber auch in die diametral entgegengesetzte Richtung meines Abstellplatzes, ich werde also noch einen relativ weiten Weg haben. Und sie erzählt weiter vom Leid mir völlig fremder Leute, welches sie selbst gerne energetisch wieder loswerden will, als sei ich gar nicht vorhanden.
Also mache ich mir zunächst diplomatisch Luft - und Luft in der Limousine - indem ich ihr sage, daß es in den Krankenhäusern Menschen gibt, die extra dafür da sind, sich um solche Menschen zu kümmern, und die das sehr gut machen.
"Ja, aber ...." Das ist es, was mich manchmal zornig macht, dieses Festhalten daran, daß es alles sehr sehr schlimm ist.
Ich brause auf und sage, daß ich tatsächlich keine Lust mehr habe, mich mit den vielen Menschen darüber auszulassen, wie schlimm das Leben doch sei. Erzähle ihr z.B. von all den alten Damen, die gerne jammern, wie gefährlich doch alles geworden sei - und wenn ich sie dann frage, wie oft sie denn in ihrem 75-jährigen  Leben schon überfallen worden sind, lautet die Antwort meist "Noch nie."
Jetzt - begreift diese Dame, daß sie mich in einer mir sehr unangenehmen Weise "angesprochen" hat und wir wechseln die Themen. Später singt sie mir noch ein altes Karnevalslied aus den 50ern vor, mit einem recht weisen und zuversichtlichem, zeitlosem Text ....

Donnerstag, 18. November 2010

Jacken unerfolgreich aus- bzw. eben nicht aussortiert ....

Mit dem Aussortieren meiner verstaubten Klamotten - und mit allem anderem ehrlicherweise auch - tue ich mich seltsamerweise schwer. Die meisten Klamotten, daher nenne ich sie wohl auch so und habe gar keinen anderen Begriff auf die Schnelle, habe ich für wenig Geld erstanden.
Das waren für mich meist vorwiegend Gebrauchsgegenstände, ich nutzte sie vermutlich weniger zur Verschönerung als zur notwendigen Verhüllung dieser im Umbau befindlichen Körperin, obwohl sie natürlich von ihrer Machart her meinen Prämissen entsprachen - und somit wieder meiner Eitelkeit, meine vermeintliche Persönlichkeit zu unterstreichen. Pragmatisch kaufte ich mir oft gleich mehrere Exemplare der von mir bevorzugten Stoffstücke, denn ich hatte nie Lust, allzu viel Zeit auf Gedanken zu verwenden, was ich wohl anziehen werde. Kutte ist Kutte, so ist es einfach.
So gibt es zum Beispiel als Überlebende der neulichen Aussonderungsaktion drei zwillingssonnenfarbene Leinen-Blusen, die ich vor Jahren für je einen Euro auf dem Wochenmarkt erstand. Ja, so ist es wirklich. Völlig zeitlos und edel im Material. Perlen inmitten der Wühltische ... selbstbügelnd, wohlgemerkt! Ich benutze solche Apparaturen wie Bügeleisen und/oder Lockenwickler ohnehin nicht, für sowas habe ich weder Lust noch Zeit. Wenn ich mir jetzt das Regal mit den verbliebenen "Klamotten" so anschaue, bin ich relativ zufrieden. Relativ - es wird noch mehr fliegen. Das, was zu neu war, ungetragen, lümmelt sich noch aus rein  rationellen und/oder "vernünftigen" Gründen herum, wird aber dennoch gehen müssen.
Eben - habe ich mir dann meine Jacken vorgenommen. Erfolglos. Die sind einfach alle gut - und schön. Jede für sich. Am bezeichnendsten fand ich die beiden Jacketts, die ich mir seinerzeit für relativ gutes Geld gekauft hatte - als ich noch sehr viel davon hatte - und die zeitlos schick sind. Eines in schwarz mit dezentem Samtkragen und das andere in federleichtester, petrolfarbener purer Seide. Ein ebensolches grünes - hatte ich bereits weggegeben, dieses bleibt.
Jetzt - traue ich mich kaum noch an die Schuhe ......
Vielleicht sollte ich es mit anderen Sternen erneut angreifen.

Wieso es in der Natur so "heil"sam ist ...

.... fiel mir heute auf: Da gibt es keine Reizüberflutung. Ich werde wenig abgelenkt. Da gibt es halt Bäume, Sträucher, Pflanzen, Erde und ein paar Tiere, Steine, gute frische Luft und noch viel mehr, aber nichts und niemand will mich beeinflussen oder von irgend etwas überzeugen. Sie denkt nicht. Sie funktioniert einwandfrei und bestens - ohne zu denken.
Auf dem Rückweg in die Stadt registriere ich allein an einer Vorort-Kreuzung tausend Dinge, die ich nicht wissen will.
Ich lese Strassenschilder (Berufskrankheit), Reklametafeln, Plakate, Namen von Geschäften, Schaufensterauslagen, Wegweiser, Zeitungsschlagzeilen .... all das wird registriert vom Verstand, einfach, weil ich lesen kann. Könnte ich nicht lesen - ich würde nur Bilder sehen und keine "Stimmen" hören, die mir sagen "Hier alles günstig" oder was auch immer. Aber immer noch würde eine Bilderflut auf mich einströmen. 
Die Natur - will nichts von mir, sie läßt mich einfach in Ruhe.

Mittwoch, 17. November 2010

Am kommenden Montag .....

.... öffnen die zahlreichen Weihnachtsmärkte der Kolonie ihre Budentore. Ich bemerke, daß sich mein Lebensrhythmus anders gestaltet als dieser "offizielle". Im Herbst war für mich Frühling und den Frühling in diesem Jahr - habe ich irgendwie verpasst.
Die vier heissen Wochen im Sommer waren wie ein Nachhausekommen für meine Seele. Jahreszeitkreise und -feste - haben nicht wirklich etwas mit dem zu tun, was ich erlebe. Es feiert lediglich dieses aufgeblasene und beschränkte kollektive Gedächtnis. Über Geld habe ich nicht einmal ein einziges Wort gesagt ....
Meine Seele - hat ganz andere, eigene Rhythmen, die sie zelebrieren kann.

Dienstag, 16. November 2010

Gerüche ....

Ich würde von mir selbst behaupten, daß ich eine empfindsame Nase und einen guten Geruchssinn habe. Empfindlich ist diese Nase, wenn frisch Geduschte und frisch Parfümierte einsteigen - das ist eine Attacke auf die Schleimhäute und alle Geruchsnerven. Duschgel - ist schon heftig und sie riechen irgendwie alle gleich chemisch verseucht - egal, welche Duftnote auf dem Zeugs draufsteht. Das Chemo-Parfum, welches die Leute sich nach Verwendung des Chemo-Duschgels draufsprühen, ist nochmal krasser und aggressiver. Gegen echte arabische Öle - hat meine Nase weniger einzuwenden, auch, wenn der jeweilige Duft nicht meiner persönlichen Vorliebe entspricht, ist es dennoch eine der Natur abgewonnene Essenz, die mich nie derart erschlagen wird, wie dieser denaturierte und rein chemische Gestank der Mehrfachamtagduscher allerorten.
Ein anderes Extrem dazu fällt auch ab und an bzw. relativ regelmäßig in die Limousine - Leute, die sich offenbar gar nicht bzw.nur sehr selten waschen und entsprechend nach Schweiss und Pisse riechen. Am Sonntag morgen fuhr ich solch ein dickes, männliches Exemplar zum Frühschoppen in seine Stammkneipe und dachte noch "Boah, der stinkt nach Schweiß und Pisse", als er einstieg - das Fenster weit öffnend zu meiner  Rettung. Als der weg ist - werfe ich mehr zufällig einen Blick auf den Beifahrer-Sitz und muß, spontan angeekelt, registrieren, daß da alles nass ist. Pfui Deivel!
Ein wenig Erfahrung sagt mir, daß ich besser gar nicht erst darüber nachdenke. Ich fahre den nächsten, wenn auch etwas exotischen Halteplatz an und reinige diesen Sitz gründlich, bevor ich kotzen muß. Kurz darauf - bekomme ich einen Auftrag. Merci ....
Ja - Menschen riechen danach, was sie essen und wie sie leben. Ich rieche, ob sie übersäuert sind, ob sie eben Fleisch mit Soße im Restaurant gegessen haben und dies gerade mühsam verdauen. Ich rieche, ob sie sich nach afrikanischer oder osteuropäischer Tradition ernähren ... oder ob sie typisch deutsche Übersäuerungsgerüche abstrahlen - all das erzählen ihre Körperausscheidungen meiner Nase.
Auch und besonders kann eine Nase Emotionen  riechen.
Ich rieche so  - die Gedanken - und umgekehrt.

Sonntag, 14. November 2010

Sklaventreiber im Taxigewerbe und andere sadistische Adern ...

Heute war wieder ein besonders guter Tag, um viel altes Zeugs loszulassen - Danke dafür!
Morgens traf ich einen Kollegen, den ich nun schon lange nicht mehr sah und mit dem ich früher mal in der gleichen Taxi-Sklaventreiberei gearbeitet habe. Er war einer derjenigen, die mir sehr freundlich und mit wertvollen Informationen über meinen allerersten Tag hinweggeholfen haben, hierfür nochmal explizit und ganz herzlich Danke. Ein "alter Hase" - nur noch wenige Jahre bis zur Rente. Er fährt ein neues Modell, diesmal einen Opel, und wir unterhalten uns ein wenig über den kunterbunten, möglichst billig zusammengewürfelten  Fuhrpark meiner ehemaligen Firma - den Göttern sei Dank ist es nun eine ganze Weile her! Ich frage mehr aus Ironie, ob der Inhaber inzwischen wieder einmal die Prozente der TaxifahrerInnen abgesenkt hat - worauf ich erfahre, daß nun "Neue" sogar für 35 % einsteigen. 35 % von - sagen wir mal einem wirklich gut gerechneten Schnitt von 130 Euro abzüglich täglicher Abgaben von 6,- Euro Sozialzeugs und 5 Euro Unfallrücklage, abzüglich Spritbeteiligung und abzüglich 2 % bei Rechnungsfahrten .... macht am Abend dann etwa Minus 10 Euro?  Ah ja, Strafgelder werden inzwischen auch einkassiert  Und ich dachte und sagte damals schon, das sei ja alles schlimmer als im Kindergarten (in dem ich auf expliziten Wunsch meines Erzeugers im richtigen Leben nie landete, danke dafür!). Der Kollege jedenfalls hat tatsächlich alle - mehr als ärgerlichen und widerlichen - nicht korrekten Vorgänge dokumentiert bis ins kleinste Detail und Fotos gibt es auch für jedes solche. Wow! Eine akribische Arbeit. Aber vermutlich ist es gut so - denn er will bis zu seiner Rente seinen Job durchziehen und sich nicht unter Druck setzen lassen von diesem Taxi-Groß-Unternehmer der Kolonie und all seinen dazugehörigen, hypnotisierten Schergen. Allein vom Zuhören kann einem normal-sozialen Menschen übel werden.
Ich schreibe mir eine Webadresse auf, unter der ich heute abend noch viel mehr lese zu dieser ehemaligen Firma bzw. Sklaventreiberei, von einem türkischen Nachtfahrer. Ganz interessant alles.
Und dennoch - war mein Weg ein anderer. Zwar hatte ich mir damals auch dies und das notiert - aber nie richtig akribisch, denn für mich rechnet das Leben die Dinge zusammen.
Dieser Mensch hatte innerhalb eines halben Jahres drei Auffahrunfälle zu seinen Gunsten und zu meinen Ungunsten seitens der Versicherung abkassiert - dreimal war mir jemand draufgefahren, immer zahlte die Versicherung ein paar Tausend Euro und er mir - keinen Cent. Irgendwann, nach sehr langen und anstrengenden Debatten, gab er mir mal 50 Euro. Wenn einer vom Personal einen Unfall verursacht, muß er/sie 200 Euro dazuzahlen - die vorher angespart werden müssen. Diese mußte ich auch tatsächlich einmal berappen, als ich die teuerste Karrosse des ganzen Viertels einmal leicht anschrammte beim Zurücksetzen  ....  damit der Fahrgast besser einsteigen kann. Klingeling - zigtausend Euronen. Aber wirklich eine schicker Wagen!
Später dann, bei einer der inzwischen voll-elektronischen und voll-undurchsichtigen Abrechnungen, die jede(r) allein mit seinem "Chip" bzw. Fahrerkey machen muß in einem bestimmten Turnus - sonst wird man gesperrt und muß wieder irgendwelche Strafen ableisten - hat sich das Programm um 450,- Euro zu meinen Gunsten verrechnet.
Normalerweise wäre ich so doof-ehrlich konditioniert gewesen, das sofort an entsprechender Stelle zu verlautbaren. In diesem Fall - habe ich seinerzeit geschwiegen wie ein Grab - und es kam auch nie raus.Wie gesagt - das Leben selbst schafft den Ausgleich.Zügig sogar.

So - habe ich dann auch irgendwann selbst gekündigt und sämtliche Unterlagen dieser Firma und meine eventuellen "Beweise" vernichtet, um loszulassen und weiterzugehen.

Heute abend fand ich es höchst interessant, daß der türkische, männliche Kollege eine Form von Sadismus bei diesem Ex-Unternehmer bemerkt, der auf den ersten Blick so locker scheint. Ich kann diese Wahrnehmung teilen - konnte es aber damals nicht so gut auf den Punkt bringen. Der Kollege geht noch einen Tacken weiter und redet von "sadistischem Orgasmus", der sich dort ergiesst (letzteres meine Worte), wenn mal wieder einer von den zahlreichen angestellten "Deppen" fertiggemacht wurde.

Für mich persönlich - gibt es allerdings auch immer einen Grund bzw. etwas für mich zu lernen, wenn ich in so einer Sklaventreiberei lande. Es gibt etwas zu lösen. Und heute - haben mir nochmal zwei Kollegen geholfen, mich nochmal gut daran zu erinnern - und es erneut und ganz loszulassen. Es war nicht meine erste Sklaventreiberei und/oder Begegnung mit solcherart sadistisch-herrschsüchtig Veranlagten in diesem Leben - obwohl gute Erfahrungen sich mehr eingeprägt hatten.

PS: Heute morgen - kein Regen mehr und ein wundervoller Sonnenaufgang. Eine ganz neue, gereinigte Welt!

Samstag, 13. November 2010

Gefühlter Novemberregen ....

Lang anhaltender Novemberregen - war früher irgendwie ganz normal, so mein subjektiver, persönlicher Eindruck soweit ich mich überhaupt erinnern möchte. Der November ist von Haus aus eher grau in diesen Breitengraden - und ich bin schon sehr froh, daß die Temperaturen hier in der Kolonie recht mild ausfallen. Heute also Dauerregen, ich gebe zu, nicht wenig. Viele Strassen trugen Pfützen, Lachen und manchmal für Fußläufige mit nicht-adäquatem Schuhwerk schwer überquerbare Gräben. Ich trage meine Biker-Boots, die ja vermutlich für den Rest meiner Lebensjahre halten werden, mit großer Gelassenheit und fröhlich in alle tiefen Pfützen tretend, einen warmen Fuß behaltend. In den Nachrichten werden "Unwetter"-Warnungen herausgegeben, auf der Basis von Datensammlungen. Was bitte ist ein "Unwetter" - ich kenne nur Wetter, so, wie ich nur Kraut kenne. Im Grunde wird ja inzwischen das ganze Jahr über ausführlich vor allen Wettern gewarnt!
Tatsächlich - ist die Stadt erheblich leerer als sonst, doch aufgrund des andauernden Regens gibt es nicht weniger Chaos und Stau in der City.  

Ja, es ist grau. Ja, es sieht recht trist aus - sehe ich auch, wenn ich den ganzen Tag im elfenbeinfarbenen Blechkasten mit oft vor stickiger Feuchtigkeit beschlagenen Rundum-Fenstern auf der Strasse sitze. Die Luft in der Limousine ist schlecht, weil die Konstrukteure offenbar immer noch nicht daran denken, der Limousine ein "Antitropf-Schürzchen" über den Fenstern zu montieren und ich so nicht allzu oft frische Luft hereinlassen kann. Ja, es gibt vermeintlich angenehmere Tage und Zeiten über das Jahr - aber das Wetter mögen sie doch nie, meine Artverwandten. Ich mag es - naürlich umso mehr, desto mehr ich mich hübsch einmummeln kann und in mich selbst zurückziehen. Es gibt im November nur wenig "Aktionismus" - außer für die, die ihn sich auch jetzt aufzwingen. Na, und wegen der Abwechslung eben, als Zwillingssonne. Immer nur Sonne - wollen sie auch alle nicht. Irgendwie scheint es für die meisten Menschen immer irgendwie "zu ...." im Leben

Ich sage heute viele Sätze wie "Ja, das ist eben so im November, das gehört so, da darf es ruhig regnen und grau sein." -  "Ja, dann seien Sie doch einfach müde und gähnen Sie laut, ich gähne mit. Es ist November, die beste Zeit zum Müdesein." oder "Ja, dann legen sie sich doch gleich ins Bett, es ist November ... wie gemütlich kann das zuhause sein." Eigentlich sage ich immer nur "Leg dich doch endlich mal hin - und ruh´dich aus!"

Abgesehen von den routinemäßigen Wetterklagen habe ich lauter nette Leute heute als Kundschaft - und sie halten erstaunlich wenig dagegen. Im Grunde ihrer Herzen stimmen sie zu - weil sie es selbst wissen: So funktioniert ein ordnungsgemäßer November! Und - er lädt auch viele zum Nachdenken ein.

Donnerstag, 11. November 2010

Wie die Palette der Emotionen ....

..... über Musik ausgedrückt werden kann - dazu gibt es sicher viele wunderbare Beispiele. Eines ist dieses Stück von Ando Drom - "Mori Gaszi". Immer, wenn du denkst "das war´s" - setzen die noch eins drauf. Köstlichst! Wild und lebendig! Alle Geschichten des Lebens erzählend.

Tons of Gypsie Music here 

My personal favourite avec Mitsoura - Lei Toi 
Traditionelles Stück - hier modern und elektronisch interpretiert
 

Ein Kilo weniger ...

... ist für mich ein sehr bewegendes Ereignis, wie ich schon gepostet hatte, nachdem ich seit sechs Jahren kontinuierlich nur zugenommen hatte! Heute war es denn soweit - nachdem ich gestern wieder mal schön geschwitzt und gekämpft habe beim Training. Inzwischen kämpfe ich aber mehr an den Gewichten als auf dem Crosstrainer. Lunge und Brust sind erheblich freier nach jetzt gut zwei Monaten, ich habe mehr Ausdauer. Hätte gestern auch noch weitermachen können, obwohl ich zwei Stunden dort war - aber ich hatte den ganzen Tag noch nichts gegessen und die Vernunft meinte, ich solle es nun gut sein lassen. Ja, ich habe bis ca. 18 Uhr nichts gegessen - bin aber auch spät aufgestanden. Will nur sagen - ich esse sicher oft weit weniger als viele Mitmenschen, schon lange auch keine süßen Dinge mehr, verbrenne aber nicht. Gestern aber dann doch, denn heute hatte ich weniger auf der Waage, hurra! Zwar spüre ich auch heute deutlich, daß der Körper an Kraft gewinnt und Muskelaufbau leistet - doch hoffe, ich, daß er nun auch mit der "Fettschmelze" beginnt. Wie auch immer - die Muckibude tut mir nach wie vor sehr sehr gut und ich spüre seit geraumer Zeit, wieviel Kraft(reserven) ich habe. Hier meine ich nicht die körperlichen Kräfte allein, aber es tut mir sehr gut, sie auch auf dieser Ebene deutlich zu spüren.

Tränen - gehören auch dazu

Ich habe nicht sehr oft geheult in meinem Leben, meist nur bei Todesfällen und wenn eine Liebe auseinanderging. Mehr noch aus Freude, Tränen vor Lachen kenne ich besser - die ich auch oft alleine lache, da sowenige Menschen wirklich über sich selbst lachen können.
Gestern nacht kam auf 3Sat nochmal das Roadmovie "Zuhause ist, wo ich bin" mit und über Ida Kelarova, diese kraftvolle Roma-Röhre, und ihre MitmusikerInnen. In der Beschreibung wird Ida Kelarova u.a. derart zitiert: "Ein Roma braucht keine Therapie. Er ist von klein auf damit vertraut, die grundlegenden Gefühle des Daseins zu spüren und auszudrücken: Freude, Trauer, Schmerz und Überschwang im ständigen Wechsel".

Dazu gehören natürlich auch Tränen.

In letzter Zeit muß ich auch öfter mal heulen - und tue es gerne, wenn es so ist - aber nicht aus Trauer, sondern aus Bewegtheit, Berührtheit. Eben schrieb ich einen gewaltigen Traum in mein Tagebuch, den ich heute morgen träumte - und mußte plötzlich und überraschend heulen. In dem Traum  war ich u.a. am Meer und ein Sturm kam auf. Ein gewaltiges Ereignis, kraftvoll und sich steigernd. Der Himmel verdunkelte sich, die Wellen schlugen immer höher und der Sturm blies immer wilder - und dennoch blieb ich dort, mich auf einer Stahlbrücke, die jeden Moment abzureissen drohte, am Geländer festhaltend, um möglichst nicht über Bord zu gehen. Eine Tasche, die all meine Habseligkeiten fasste, fiel mir fast ins Meer, ich konnte sie gerade noch retten. Und trotz der  Gefahr bzw. gerade wegen dieser faszinierenden Gewaltigkeit der Elemente - war es ein unbeschreiblicher Genuss, dort zu sein und mich durchschütteln zu lassen von diesen Kräften der Natur. Ja, ein Hochgenuss, dies erleben zu dürfen mit all meinen Sinnen und in dieser kurzen Existenz als Mensch. So intensiv geträumt, daß ich es tatsächlich erlebt habe - und das ließ mich heulen - vor lauter Dankbarkeit, lebendig zu sein und ein solches Naturschauspiel bewundern zu können. Erstaunlich.

Vielleicht durch diesen Traum  inspiriert, dachte ich eben - nach langer Zeit erstmals wieder - es wäre wirklich klüger, mich mit nur einer Tasche voller "Hab-seligkeiten" nach Galapapos zu begeben und mich einfach zufrieden ob der mir geschenkten Sinneswahrnehmungen neben die Warane auf die warmen Lavasteine am Strand zu setzen - als irgendetwas "erreichen" zu wollen. 

Apropos "erreichen wollen": In den vergangenen Tagen erreichten mich viele E-Mails mit dem Aufruf, eine Petition mitzuzeichnen, die die Beschränkung des Verkaufs und der Anzucht von Heilkräutern verhindern soll. Inzwischen - berührt mich all dieser Wahnsinn nur noch wenig, nachdem ich ihn einige Jahre scharf beobachtet habe - und oft auch darüber gepostet habe. Das ist auch nur ein kleiner Teil des "Codex Alimentarius", der uns noch mehr "Segen" bescheren soll. Inzwischen bin ich der simplen Ansicht - das niemand hysterisch zu werden braucht, sofern wir uns einfach über derartige, völlig absurde "Regelungen und Verbote" zugunsten einiger weniger Profiteure hinwegsetzen. Ein paar deutliche "Bürger"-Bewegungen  gehen ja bereits durch ganz Europa - die vergewaltigte Göttin.
(Fotoquelle des prachtvollen Warans: Taz-Blog, bei Anklicken erscheint die Quelladresse)

Mittwoch, 10. November 2010

Die guten Zeiten ....

... sind immer jetzt. Das will ich mir hier nochmal sagen.
Manchmal bemerke ich so eine absurde, fast geizige Sparmentalität in meinen ahnengetränkten Adern. Das kann winzige Dinge betreffen, wie soeben die Entscheidung, noch eine weitere Kerze anzuzünden und keinesfalls daran zu "sparen", obwohl diese geizige Stimme meinte, ich hätte bereits mehr als genug Kerzen angezündet und ich würde es ohnehin immer übertreiben mit diesen Lichtern. Oder aber heute mein Gang zum Bio-Supermarkt, der natürlich monetär erheblich mehr ins Gewicht fällt als zum Beispeil ein Einkauf im bekannten Discounter mit dem Buchstaben "A" am Anfang.   
Ich mag keinen Geiz.
Selbst meine Erzeuger und die meisten Angehörigen des einst großen Clans mochten keinen Geiz - waren aber sich selbst gegenüber manchmal sparsam, sicher aus ihrer Erfahrung in Notzeiten heraus und einer tiefen Aversion gegen Schulden, die ich teile.

Umso weniger mag ich Geiz bei mir selbst. Zumal ich weiß, daß ich mich in solchen Momenten ärmer mache, als ich bin. Bis heute - haben mir die Götter bereitwillig und großzügig alles geschenkt, was ich brauchte - und noch mehr. Was ich nicht wirklich brauchte, bekam ich auch nicht, und so wußte ich schließlich - daß ich es auch nicht brauche. 
Selbst, wenn ich etwas nicht unbedingt brauche, mir aber von Herzen wünsche, fällt es mir oft direkt vor die Füße. Und dann - ist meine Erfahrung - ist es gut, sofort zuzugreifen und erst gar nicht zu zögern, schon gar nicht aus einem ängstlich motivierten Geist heraus, der das in diesem Moment vorhandene Geld für "bessere Zeiten" festhalten will- die so nie kommen, wie er sich das denkt.
Deshalb nochmal: Die guten Zeiten - sind immer jetzt.
Da haben meine Vorfahren sich übrigens meines Erachtens nach geirrt, wenn sie mir als Kind einzutrichtern versuchten "Du willst immer alles sofort - das geht nicht."  - Wann soll ich es denn sonst wollen?

Montag, 8. November 2010

Wiederholung und Vertiefung

Manchmal - lasse ich mich eben doch wieder anfixen im Außen. Treffe auf lauter "Blöde und Doofe". Das erinnert mich daran - daß ich noch viele Hausaufgaben habe - mit mir selbst.
Heute also - mal wieder vielen, herzlichen Dank an alle Blöden, Doofen und alle Arschlöcher!

Ein übler Fluch vom Samstag ....

.... löste sich gestern, am Sonntag, bereits mit Minimalschaden wieder auf - den Göttern sei Dank. Am gesamten Wochenende lief fast nichts, dafür bin ich noch einigermaßen glimpflich weggekommen am Abend. Die berühmten zwei Punkte auf dem Display waren keine Seltenheit - über 99 Minuten Wartezeit.Über eine Stunde habe ich oft gestanden. Samstag nachmittag hole ich zwei ältere Ehepaare von einer Ausstellung ab und fahre sie nach Hause.  Die beiden Frauen sitzen hinter mir und reden und reden .... vermeintlich kultiviert ... fest steht: Viel. Zwischendurch entfährt der ein oder anderen ein entsetztes Stöhnen. "Haaaaach!!!" tönt es hinter mir - ich registriere, daß sie sich aufgrund meiner Fahrweise beunruhigt geben. Sie haben beschlossen, diese für wild und gefährlich zu erachten und ein subtiles Drama abzuliefern. Ich fahre moderat, aber zügig. Es gibt nicht eine einzige, gefährliche Situation. Die beiden Männer schweigen. Als dieses hysterisch-unnötige und völlig überzogene "Angstgestöhne"  nicht nur lauter, sondern auch hinterfotziger wird, werde ich sauer. Beide "Haaaaaach!" .... und die Eine zur Anderen "Denkst du das Gleiche, wie ich?!"
Ich denke, ich mag diese hinterfotzigen Huddeln nicht.
Außerdem triggern sie bei mir Kindheitserlebnisse mit ähnlichen, libidofreien, steifen und besserwissenden alten Huddeln, etwa nach dem Motto "Kind, paß auf - gleich passiert was" - während ich mich bis hierhin absolut sicher gefühlt hatte. Wie treffend ist doch hier der Spruch "Verschrei es  nicht!". Genau solche vertrockneten Weiber samt ihrer rückgratlosen, schweigenden Ernährer und Begatter sind es, die das Unglück lauthals herbeirufen, wo alle Wege frei sind und keinerlei reale Gefahr droht! Ich merke, daß mir gleich die Worte aus dem Mund fallen .... bleibe aber moderat und sage lediglich sehr laut und unmißverständlich, daß es hier keinerlei Grund zur Aufregung oder Besorgnis gibt. Erstens fahre ich seit dreißig Jahren unfallfrei und zweitens gab es bisher nicht eine einzige auch nur annähernd gefährliche Situation! Worauf eine von den beiden mir äußerst unsympathischen Libidolosen erwidert, daß es immer ein erstes Mal gebe. Damit war es verschrien und besiegelt - daß ich einen Unfall haben werde.
Der Mann neben mir spricht nun und antwortet auf meinen Kommentar, seine Frau wäre immer so, sie würde immer so seufzen, obwohl nichts geschehen sei. Ich bemerke, daß mein Kopf daraufhin zustimmend und wissend nickt. Worauf sie ihm - und mir - fast in den Nacken springt und hysterisch meint "Jetzt fällst du mir auch noch in den Rücken!" Ich denke mir so meinen Teil: Welch eine Hölle, selbstgeschaffen und jahrelang kultiviert. Trinkgeld gibt es nicht von den Huddeln, "zur Strafe" für mein ungebührliches Verhalten. Oh, ihr Götter, was bin ich froh, daß ich kein Kind mehr bin und solchen prüden, lustlosen Weibern und maulfaulen, schneidlosen Männern nicht mehr ausgeliefert bin. 
Der mir prophezeite Unfall ereignet  sich bereits am nächsten Tag - ich setze im blühenden Wochenend-Chaos am Bahnhof zurück, vor mir geht nichts. Nach gut drei Jahrzehnten - übersehe ich quasi erstmals einen mittigen Pfeiler hinter mir ... und kriege einen Schlag in den Nacken. Ich gehe sofort auf die Bremse - und fahre dann langsam vorwärts raus, zunächst, ohne auszusteigen und nachzusehen. Peinlich, peinlich, peinlich ..... Später stelle ich erleichtert fest, daß die Limousine unbeschadet ist. Und der Fluch dieser widerlichen Huddeln- ist gelöst. Sehr sehr glimpflich. Danke!